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  • Plötzlich Pflegefall – Was kann man tun?

    Eine plötzliche Erkrankung ereilt viele Familien unverhofft. Als Angehöriger müssen Sie manchmal ohne jede Vorbereitung die Verantwortung für die Pflege der eigenen Eltern, des Partners oder der Geschwister übernehmen. Nicht selten ist man in solch einer Situation sehr emotional belastet und kann nur schwer die notwendigen Schritte einleiten. Wir möchten Sie unterstützen und haben dafür die wichtigsten Schritte für Sie zusammengestellt.  pixabay - Gerd Altmann Erste Schritte bei einem plötzlichen Pflegefall Ihre ersten Anlaufstellen sind der zuständige Hausarzt und die Kranken- bzw. Pflegekasse. Diese Parteien sollten sie umgehend über den Pflegefall und die entsprechenden Umstände informieren und sich Rat einholen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen oder Unsicherheiten haben, können Sie sich an eine Seniorenberatung oder eine Sozialstation wenden. Diese helfen ihnen in allen Lebenslagen weiter. Wichtig ist auch die Unterstützung ihres Umfeldes. Scheuen Sie sich nicht, Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte um Hilfe zu bitten. Manche haben vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und helfen Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie diese Hilfe an, auch wenn es sich vielleicht nur um vermeintliche Kleinigkeiten handelt! Sprechen Sie zudem mit ihrem Arbeitgeber. Bei Eintritt einer akuten Pflegesituation eines nahen Angehörigen haben Beschäftigte das Recht, sich bis zu zehn Arbeitstage freistellen zu lassen und gegebenenfalls für den Zeitraum Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen.  Rechtliche Sicherheit bei einem plötzlichen Pflegefall Bei solch belastenden Situationen ist es sehr wichtig, dass Sie sich schon frühzeitig rechtliche Klarheit verschaffen, um im Notfall handeln zu können. Patienten haben das Recht, für den Fall der Geschäfts- und/oder Einwilligungsunfähigkeit infolge einer Krankheit oder hohen Alters frühzeitig vorzusorgen. Dies ist nicht nur ein Recht, sondern eine dringende Empfehlung. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich hierfür an: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Die Vorsorgevollmacht:  - Mit ihr wird bestimmt, wer im Pflegefall für die betroffene Person Entscheidungen treffen darf. - Sie regelt, wer Verträge unterschreiben kann. - Sie legt fest, wer Bankgeschäfte tätigen kann.  Die Betreuungsverfügung: Falls ein Pflegebedürftiger wegen einer Krankheit oder wegen einer Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr oder nur noch teilweise selbst regeln kann, liegt es im Ermessen des zuständigen Amtsgerichts, einen Betreuer zu ernennen. Das kann ein Mitglied der Familie sein oder aber auch ein Mitglied eines Betreuungsvereins sowie ein selbstständiger Berufsbetreuer. Dieses staatliche Verfahren ersparen Sie sich, indem Sie mit einer Vorsorgevollmacht jemanden bestimmen, dem Sie vertrauen und der als Ihr Vertreter wichtige und alltägliche Entscheidungen trifft. pixabay - moritz320  Patientenverfügung: Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patienten vorsorglich und frühzeitig festlegen, dass bestimmte medizinische Maßnahmen im gegebenen Fall durchzuführen oder zu unterlassen sind, falls sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr selbst entscheiden können. Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er in der aktuellen Situation nicht mehr geäußert werden kann.   Quellenangaben:VDKVerbraucherzentrale

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  • Pflegeformen – Häusliche oder stationäre Pflege?

    Wenn ein naher Angehöriger erkrankt und zum Pflegefall wird, ist es nicht leicht, sich für die geeignete Form der Pflege zu entscheiden. Häufig besteht der Wunsch, erkrankte Angehörige zu Hause zu pflegen. Doch schnell ist man selbst überlastet. Es ist daher ratsam, zunächst den tatsächlichen Pflegebedarf und den Pflegegrad zu erfassen. Wägen Sie danach in Ruhe ab, ob für die Situation eine häusliche oder stationäre Pflege besser in Frage kommt.  pixabay - Gerd Altmann Wie geht man am besten mit der häuslichen Pflege um? Nach wie vor wird die häusliche Pflege in Deutschland von der Familie getragen. Die Leistungen der Pflegeversicherung ergänzen die häusliche Versorgung und haben den Zweck, die Bereitschaft der pflegenden Angehörigen zu unterstützen. Bei der häuslichen Pflege kann der Pflegebedürftige seiner gewohnten Umgebung bleiben, und die Pflege kann individuell angepasst werden. Die Kosten sind meistens etwas geringer als bei der stationären Pflege. Doch manchmal sind Umbauten im Haus bzw. in der Wohnung erforderlich, damit der Pflegebedürftige weiterhin in den eigenen vier Wänden bleiben kann. Diese Umbauten sind teilweise mit hohen Kosten verbunden. Darüber hinaus müssen pflegende Angehörige unter Umständen ihren Beruf aufgeben oder reduzieren, um Zeit und Energie für die Pflege zu haben. Sie müssen mit finanziellen Einbußen rechnen und gegebenenfalls mit großen emotionalen Belastungen umgehen lernen. Grenzen der häuslichen Pflege ergeben sich immer dann, wenn nicht genügend Personen aus dem Umfeld zur Pflege bereit sind. Hier muss man genau abwägen, was man als Angehörige gemeinsam im Stande ist zu leisten oder wo man sich besser Unterstützung holt. Sollten Sie sich für eine häusliche Pflege entscheiden, dann kann Sie ein Pflegedienst unterstützen. Die fachlich ausgebildeten Angestellten kommen für die Versorgung stundenweise zu den Senioren nach Hause. Die Besuche erfolgen zu festgelegten Terminen, auf deren Einteilung die pflegebedürftigen Personen nur bedingt Einfluss nehmen können. Welche Vorteile bietet die stationäre Pflege? Die stationäre Pflege bietet ein gutes medizinisches Umfeld und einen barrierefreien Alltag. Geschulte Pflegekräfte kümmern sich um den nahstehenden Angehörigen. Je nach der Schwere der Erkrankung kann es dem Pflegebedürftigen gelingen, in einem Pflegeheim neuen Anschluss zu gewinnen. Die Vorteile:  - Angehörige können in ihren Berufen bleiben. - Der Pflegebedürftige ist in ein soziales Umfeld integriert. pixabay - truthseeker08 Allerdings ist die stationäre Pflege auch mit sehr hohen Kosten verbunden, die nicht immer von der Pflegekasse getragen werden. Häufig müssen die Angehörigen den Aufenthalt im Pflegeheim finanzieren. Auch ist es vielerorts schwierig, überhaupt einen Platz in einem Pflegeheim zu bekommen. Viele Familien plagt zudem ein schlechtes Gewissen, eine kranke, nahezustehende Person nicht selbst pflegen zu können – auch wenn man persönlich überlastet ist. Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es sonst noch? Eine weitere Form der häuslichen Pflege ist die sogenannte 24-Stunden-Betreuung. Dabei kann die pflegebedürftige Person in ihrem Zuhause wohnen bleiben, zusätzlich zieht eine Betreuungsperson aus Osteuropa mit in den Haushalt ein und bewohnt dort ein eigenes Zimmer. Ähnlich wie bei der stationären Pflege ist auf diese Weise ein ständiger Ansprechpartner vor Ort. Da sich die Betreuungsperson jedoch ausschließlich um eine Person kümmert, kann sie die Versorgung und auch den Tagesablauf nach den persönlichen Bedürfnissen der Senioren gestalten.   Zu den Aufgaben dieser Betreuungsperson gehören neben der Unterstützung im Haushalt auch leichte pflegerische Maßnahmen, die mit persönlicher Hygiene, Mobilität und Ernährung zu tun haben. Anders als das Pflegepersonal in Heimen und bei einem ambulanten Pflegedienst dürfen die osteuropäischen Betreuungspersonen jedoch aus rechtlichen Gründen nicht die medizinische Versorgung übernehmen, selbst wenn sie eine entsprechende Ausbildung vorweisen können. In diesem Fall bietet sich eine Kombination der sogenannten 24 Stunden Betreuung mit einem ambulanten Pflegedienst an.   Quellenangaben:Pflegeportal  

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  • Pflegegeld beantragen - Ihr Wegweiser zu Voraussetzungen, Antrag, Leistungen

    Wenn Menschen aufgrund ihres Alters, einer körperlichen oder geistigen Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen   Doch auf die Dauer bringt die Betreuung von pflegebedürftigen Personen nicht nur eine psychische und physische Belastung, sondern auch einen höheren finanziellen Aufwand mit sich.   Personen, die auf Hilfe und Unterstützung im Alltag angewiesen sind, erhalten daher finanzielle Unterstützung, um die Pflege sicherstellen zu können. Diese Leistung der Pflegeversicherung ist nicht zweckgebunden, d. h. der Leistungsempfänger kann entscheiden, wofür er das Pflegegeld verwendet. In der Praxis ist es jedoch für als Aufwandsentschädigung für pflegende Angehörige vorgesehen.   @ Elke Orth   Im Zuge der Reform des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 wurden die Geldleistungen der Krankenkassen im Pflegebereich an die Bedürfnisse und Anforderungen neuer Krankheitsbilder angepasst. Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um Pflegegeld beziehen zu können? Um den Anspruch auf Pflegegeld geltend machen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:   Es muss ein anerkannter Pflegegrad von 2 – 5 vorliegen. Der Pflegebedürftige muss im häuslichen Umfeld betreut werden. Die Pflege muss von Angehörigen, Freunden oder Bekannten, also im Allgemeinen von privaten Personen durchgeführt werden. Die Pflegebedürftigkeit muss absehbar für mindestens ein halbes Jahr gegeben sein. Die Antragstellung muss bei der zuständigen Pflegekasse erfolgt sein. Wieviel Pflegegeld steht Ihnen bei den jeweiligen Pflegegraden zu? Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem zugeteilten Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Pflegegeld wird ausbezahlt.   Die Einteilung der Pflegegrade erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK), welcher den Versicherten anhand eines Fragenkataloges in sechs verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens begutachtet. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigt die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und ist ein Indikator für den notwendigen Pflegegrad.   Pflegegrad Pflegegeld Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegegeld Pflegegrad 2 316 Euro pro Monat Pflegegrad 3 545 Euro pro Monat Pflegegrad 4 728 Euro pro Monat Pflegegrad 5 901 Euro pro Monat Schritt für Schritt Anleitung zur Beantragung des Pflegegeldes Pflegegrad beantragen Im ersten Schritt muss die Pflegebedürftigkeit festgestellt und ein Pflegegrad beantragt werden. Hierfür wird bei der zuständigen Pflegeversicherung ein Pflegegeld-Antrag gestellt. Dies kann entweder persönlich, telefonisch oder in einem formlosen Schreiben, via Mail oder Post erfolgen.   Anmerkung: Der Antrag kann nur vom Versicherten selbst oder durch einen gesetzlichen Vertreter gestellt werden.   Erhalten Sie hier mithilfe des kostenlosen Online-Pflegegradrechners eine erste Orientierung. Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) Aufgrund des Antrages auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit erhält der Versicherte einen Terminvorschlag für den Besuch eines unabhängigen Pflegegutachters, der ihn und die pflegende Person im häuslichen Umfeld des Betroffenen besucht, um sich ein Bild vor Ort zu machen.   Bei diesem Begutachtungstermin stellt der Gutachter die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bzw. die Notwendigkeit und das Ausmaß einer Pflege fest. Dementsprechend erfolgt der Vorschlag zur Einstufung in den aufgrund der Einschätzung festgestellten Pflegegrad an die Pflegekasse.   Anmerkung: Da die Pflegekasse erst ab dem Monat der Antragstellung Leistungen gewährt, sollte die Beantragung des Pflegegrades immer zeitnah und so früh als möglich erfolgen. Pflegegeld beantragen Wurde der Pflegegrad bewilligt, muss im Anschluss daran nochmals das Pflegegeld beantragt werden.   Anmerkung: Pflegebedürftige haben erst ab dem Pflegegrad 2 Anspruch auf Pflegegeld. Betroffene mit dem Pflegegrad 1 können weitere Leistungen beantragen.   Hierzu ist ein formloser Pflegegeld-Antrag bei der zuständigen Pflegekasse notwendig, dies kann entweder vom Antragsteller selbst oder einer anderen Person mit der entsprechenden Bevollmächtigung durchgeführt werden.   Anmerkung: Antragsteller sind für sechs Monate an die Bewilligung gebunden, sprich eine Änderung oder Anpassung der Leistungsbeantragung kann frühestens nach sechs Monaten erfolgen. Erhalt des Pflegegeldes In der Regel wird das Pflegegeld direkt auf das Konto des Leistungsbeziehers ausgezahlt. Die Überweisung erfolgt am ersten Werktag des aktuellen Monats, für welches das Pflegegeld beansprucht wird.   Im Zuge der ersten Auszahlung werden zusätzlich die Leistungsansprüche ab Antragsstellung abgegolten.   Anmerkung: Das Datum des Antrages des Pflegegrades ist nicht mit dem Datum des Antrages für Pflegegeld gleichzusetzen. Der Anspruch auf Pflegegeld beginnt erst mit der Pflegeld-Antragsstellung.   TIPP: Der Antrag auf Pflegegeld kann bereits vor Erteilung eines Pflegegrades gestellt werden!!!   pixabay - Wolfgang Eckert Wie wirkt sich ein Krankenhausaufenthalt oder andere äußere Umstände auf den Bezug von Pflegegeld aus? Viele Pflegegeldbezieher haben die Befürchtung, dass sie im Falle eines Krankenhausaufenthaltes den Anspruch auf den Bezug von Pflegegeld verlieren. Ist ein Aufenthalt in einer Krankeneinrichtung oder einer Reha-Klinik notwendig, haben Pflegebedürftige für einen Zeitraum von vier Wochen innerhalb eines Kalenderjahres weiterhin Anspruch auf Pflegegeld.   Auch bei einer länger währenden ambulanten Versorgung erlischt der Anspruch auf Pflegegeld nicht. Auslandsaufenthalt trotz Pflegegeldbezug? Da der Bezug des Pflegegeldes nicht an einen bestimmten Aufenthaltsort gebunden ist, sind längere Auslandsaufenthalte im Ausmaß von 6 Wochen pro Kalenderjahr kein Grund für die Einstellung der Leistung.   Sollte sich der Lebensmittelpunkt des Leistungsbeziehers jedoch ins Ausland verlagern, muss über die Bewilligung des Pflegegeldbezuges neu entschieden werden. Verpflichtende Beratungsbesuche für Leistungsempfänger Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad müssen verbindlich zwei kostenlose Beratungstermine jährlich wahrnehmen, um den Anspruch an Pflegegeld zu sichern.   Werden diese Termine nicht wahrgenommen, kann dies die Kürzung oder den Wegfall des Pflegegeldes zur Folge haben.   Ziel dieser Beratungsgespräche ist die Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege und die beratende Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Die wichtigsten Fragen zum Thema Pflegegeld Was bedeutet Pflegegeld? Das Pflegegeld stellt eine finanzielle Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung dar, welches zur Sicherung der Grundpflege durch Angehörige oder pflegende private Personen dient. Es ist nicht zweckgebunden, wird jedoch in der Regel als Aufwandsentschädigung der pflegenden Personen verwendet.   Wie erfolgt die Antragstellung? Es genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse, dieser kann persönlich, telefonisch oder schriftlich erfolgen.   Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Pflegegeld? Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 2 – 5 haben Anspruch auf Leistungen in Form von Pflegegeld.   Wieviel Pflegegeld erhalten Bezugsberechtigte? Pflegegrad 1 – kein Anspruch Pflegegrad 2 – 316 Euro monatlich Pflegegrad 3 – 545 Euro monatlich Pflegegrad 4 – 728 Euro monatlich Pflegegrad 5 – 901 Euro monatlich   Wird Pflegegeld rückwirkend ausbezahlt? Nein, der Pflegegeldanspruch beginnt erst mit dem Datum der Antragsstellung.   Muss Pflegegeld versteuert werden? Nein, Pflegegeld ist eine Sozialleistung und aus diesem Grunde auch steuerfrei.   Haben auch Hartz IV Empfänger Anspruch auf Pflegegeld? Ja, Pflegegeld wird unabhängig von anderen Sozialleistungen ausbezahlt.       Quellenangaben:PflegegradinfoPflegegeldantrag

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  • Hilfsmittel in der Pflege

    Als Hilfsmittel in der Pflege werden jene Produkte bezeichnet, welche die häusliche Pflege erleichtern sollen und den pflegebedürftigen Personen mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Ebenfalls zählen hierzu Hilfsmittel, die zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.   Doch Hilfsmittel sind nicht gleich Hilfsmittel. Man unterscheidet zwischen technischen Hilfsmitteln und zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln.   @ Elke Orth   Wichtig: Als Hilfsmittel in der Pflege werden ausschließlich bewegliche Gegenstände gezählt, Dienstleistungen oder eventuell notwendige Umbauten sind keine Pflegehilfsmittel.   Hilfsmittel vs. Pflegehilfsmittel Hilfsmittel, die für eine Krankenbehandlung notwendig sind oder vorhandene Behinderungen ausgleichen sollen, können von jedem Patienten in Anspruch genommen werden und sind an keine besonderen Voraussetzungen gebunden.   Pflegehilfsmittel hingegeben erhalten nur Personen mit einem anerkannten Pflegegrad und werden von der zuständigen Pflegekasse bezahlt. Diese Pflegehilfsmittel dienen dazu, die Pflege zu erleichtern und sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeführt.   Beispiele für Hilfsmittel: Rollstühle Prothesen Hör- und Sehhilfen Kompressionsstrümpfe   Beispiele für Pflegehilfsmittel: Bettschutzeinlagen Einmalhandschuhe Inkontinenzartikel Hygieneartikel   Wer hat Anspruch auf ein Pflegehilfsmittel? Grundsätzlich hat jede pflegebedürftige Person Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Diese können bei der zuständigen Pflegeversicherung beantragt werden.   Gesetzliche Krankenversicherung In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Kostenträger nach der Art und dem Zweck der Hilfsmittel, bzw. in welchem Umfeld der Pflegebedürftige betreut wird.   Private Krankenversicherung Ist die pflegebedürftige Person privat krankenversichert, werden die Hilfsmittel nur bis zu dem jeweiligen versicherten Rahmen erstattet.   Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Hilfsmitteln in der Pflege? Besteht ein körperliches oder geistiges Gebrechen, welches es der betroffenen Person nicht mehr erlaubt die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu erfüllen, hat dieser Anspruch auf Hilfsmittel. Die beanspruchten Hilfsmittel müssen zu ihrem Zweck geeignet und notwendig sein. Sie sind an eine ärztliche Verordnung gebunden und müssen im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sein. Auch muss sichergestellt sein, dass diese den wirtschaftlichen Faktor erfüllen.   Die unterschiedlichen Arten von Hilfsmitteln Hilfsmittel, welche zur Behandlung von Krankheiten und zum Ausgleich von Behinderungen dienen.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Hilfsmittel, welche nicht im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für Personen in stationärer Pflege.- Benötigt keine ärztliche Verordnung.- Wird vom zuständigen Heim gestellt. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen.   Das Hilfsmittelverzeichnis Sämtliche Hilfsmittel zur Pflege sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt, welches mehr als 20.000 Produkte umfasst und laufend aktualisiert wird.   Gruppe 01 – Absauggeräte für Atmungsorgane und Brust Gruppe 02 – Adaptionshilfen im häuslichen Bereich Gruppe 03 – Applikationshilfen Gruppe 04 – Bade- und Duschhilfen im häuslichen Bereich Gruppe 05 – Bandagen Gruppe 06 – Bestrahlungsgeräte für die Haut Gruppe 07 – Blindenhilfsmittel für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 08 – Einlagen für die Füße Gruppe 09 – Elektrostimulationsgeräte Gruppe 10 – Gehhilfen für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 11 - Hilfsmittel gegen Dekubitus Gruppe 12 - Hilfsmittel bei Tracheostoma Gruppe 13 – Hörhilfen Gruppe 14 - Inhalations- und Atemtherapiegeräte Gruppe 15 – Inkontinenzhilfen Gruppe 16 – Kommunikationshilfen Gruppe 17 - Hilfsmittel zur Kompressionstherapie Gruppe 18 - Kranken- / Behindertenfahrzeug für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 19 – Krankenpflegeartikel für den häuslichen Bereich Gruppe 20 – Lagerungshilfen Gruppe 21 - Messgeräte für Körperzustände/-funktionen Gruppe 22 – Mobilitätshilfen Gruppe 23 - Orthesen / Schienen Gruppe 24 – Prothesen Gruppe 25 – Sehhilfen Gruppe 26 – Sitzhilfen Gruppe 27 – Sprechhilfen Gruppe 28 – Stehhilfen Gruppe 29 – Stomaartikel Gruppe 31 – Schuhe Gruppe 32 - Therapeutische Bewegungsgeräte Gruppe 33 – Toilettenhilfen Gruppe 34 – Haarersatz Gruppe 35 – Epithesen Gruppe 36 – Augenprothesen Gruppe 37 - Brustprothesen Gruppe 38 – Armprothesen Gruppe 50 - Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege Gruppe 51 - Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene Gruppe 52 - Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität Gruppe 53 - Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden Gruppe 54 - Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Gruppe 98 - Sonstige Pflegehilfsmittel Gruppe 99 – Verschiedenes   Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Für den Bezug der in Gruppe 54 angeführten Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gelten besondere Voraussetzungen.   Diese können im Wert von 40 Euro monatlich als kostenloses Pflegepaket bezogen werden, wenn: Ein Pflegegrad von 1 bis 5 vorliegt. Der Begünstigte im häuslichen Umfeld von Verwandten, Bekannten oder einem Pflegedienst betreut wird. Ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt wurde.   pixabay - guvo59 Der Antrag für Hilfsmittel zur Pflege Besteht eine medizinische Notwendigkeit für den Einsatz von Pflegehilfsmitteln und sind diese im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt, werden sie in der Regel auch bewilligt.   Der einfachste und klassische Weg für die Beantragung von Hilfsmitteln ist die Verordnung durch den Arzt. Stellt er eine Diagnose und begründet, dass aus medizinischer Sicht Hilfsmittel zur Genesung, zur Erleichterung der Pflege oder zur Vorbeugung von weiteren Erkrankungen notwendig sind, kann der Patient einen Termin zur Hilfsmittelberatung in einem Sanitätshaus oder einem Beratungszentrum vereinbaren.   Im Zuge dieses Gespräches wird der Betroffene über die verschiedenen Hilfsmittel aufgeklärt und gemeinsam die notwendigen Artikel ausgewählt.   Die ärztliche Verordnung mit der ausgewählten Hilfsmittelnummer wird an die zuständige Krankenkasse weitergeleitet und die Hilfsmittel beantragt. Diesen Schritt übernimmt in der Regel auch eine Vielzahl der Sanitätsfachgeschäfte oder Online-Shops.   Werden die Hilfsmittel bewilligt, liefert das Fachgeschäft die Pflegehilfsmittel direkt zum Kunden oder weist diesen bei persönlicher Abholung ein.   Was tun, wenn der Hilfsmittelantrag abgelehnt wird? In Einzelfällen kann es passieren, dass der Antrag auf Hilfsmittel abgelehnt wird. In diesem Fall kann innerhalb eines Monats ein Widerspruch gegen die Ablehnung bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden. Diesem ist eine Begründung beizulegen, warum die Hilfsmittel unbedingt notwendig sind.   Wird auch dieser Einspruch abgelehnt, besteht noch die Möglichkeit innerhalb eines weiteren Monats Widerspruch beim Sozialgericht einzureichen. Vor diesem Schritt ist es jedoch ratsam sich bei der öffentlichen Rechtsauskunft rechtlich beraten zu lassen.   Die Hilfsmittelberatung der Pflegekassen Jeder Versicherte in der Pflegeversicherung hat Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung. Umfassende Beratung, Hilfestellung und Antworten auf Fragen zum Hilfsmittelbedarf erhalten Sie beim „Bundesministerium für Gesundheit oder dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).     Quellenangaben:BundesgesundheitsministeriumPflegeverantwortung      

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  • Pflegegrad 1 – alle Infos zu Leistungen und Voraussetzungen

    Der Pflegegrad 1 ist im Zuge der Umstrukturierung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 neu entstanden.   Personen, die vor dem Jahr 2017 noch keine staatliche Unterstützung erhalten haben, werden nun auch von der Pflegekasse unterstützt. Dies betrifft vorrangig Personen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Einschränkung.   Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz wurde auch ein neues Begutachtungsassessment (NBA) eingeführt, welches als Grundlage für die Erstellung eines Pflegegutachtens dient.   @Elke Orth   Im Zuge der Begutachtung des Versicherten bewertet ein unabhängiger Pflegegutachter des MDK (Medizinischer Dienst) die vorhandene Einschränkung der Selbstständigkeit mittels eines Punktesystems. Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 1 Personen mit dem Pflegegrad 1 werden als überwiegend selbstständig eingestuft. Sprich sie sind in der Lage alltägliche Handlungen ohne fremde Hilfe durchzuführen und ihren Alltag zum größten Teil selbstständig zu meistern. Von vormals keiner Pflegestufe zu Pflegegrad 1 Da dieser Pflegegrad im Jahr 2017 völlig neu eingeführt wurde, profitieren nun auch Menschen mit einer geringen Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit von den Förderungen der Kassen.   Dieser Pflegegrad richtet sich in erster Linie an Personen, die nach wie vor imstande sind, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen und nur in manchen Situationen geringfügig Hilfe benötigen. Voraussetzungen für Pflegegrad 1 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 12,5 und 27 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 1 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Der Pflegegrad 1 wird erreicht, wenn der Versicherte in der Lage ist allgemeine Tätigkeiten selbstständig oder überwiegend selbstständig zu meistern. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen.   Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt?   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder ob er Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 1 Da Personen im Pflegegrad 1 nur eine geringe Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit aufweisen, entsteht hier auch nur ein kleiner Pflegeaufwand. Aus diesem Grund fallen die Pflegeleistungen in diesem Pflegegrad wesentlich geringer aus als in allen anderen.   Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 1 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 5.980 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Da Personen im Pflegegrad 1 ihren Alltag im Allgemeinen ohne fremde Hilfe bewältigen können, haben sie keinen Anspruch auf Pflegegeld. Pflegesachleistungen Versicherte im Pflegegrad 1 haben auch keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen. Tages- und Nachtpflege Für die teilstationäre Pflege kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Vollstationäre Pflege Die Unterbringung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung ist nicht vorgesehen, sollten Personen jedoch auf eigenen Wunsch in ein Pflegeheim ziehen wollen, kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat für die Begleichung der Aufwendungen herangezogen werden. Entlastungsbetrag Der Versicherte hat Anspruch auf einen zweckgebundenen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro monatlich. Dieser dient zur Entlastung der pflegenden Angehörigen und kann zur Deckung der Kurzzeitpflege, der Tages- und Nachtpflege oder einer ambulanten Pflege verwendet werden. Ebenso kann eine Hauswirtschaftshilfe von diesem Betrag bezahlt werden. Kurzzeitpflege Für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr durch eine fremde Person, kann der zweckgebundene Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Verhinderungspflege Im Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Verhinderungspflege. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 1 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 1 stellt nur eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit mindestens 12,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld Kein Anspruch. Pflegesachleistungen Kein Anspruch. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat Tages- und Nachtpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Vollstationäre Pflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Kurzzeitpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Verhinderungspflege Kein Anspruch. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Bundesgesundheitsministerium

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  • Alle Infos zum Pflegegeld und weiteren Pflegeleistungen im Pflegegrad 2

    Personen im zweiten Pflegegrad haben bereits eine erhöhte Bedürftigkeit und benötigen zur Bewältigung des Alltages vermehrt Hilfe von Verwandten oder professionellen Pflegekräften.   Ab diesem Pflegegrad erhalten Pflegebedürftige Pflegegeld, um die Unterstützung bei der täglichen Versorgung zu gewährleisten. Zudem stehen dem Versicherten verschiedene Pflegesachleistungen, Zuschüsse zu teilstationärer und vollstationärer Pflege und Leistungen zur Überbrückung von Ausfällen der hauptsächlich pflegenden Person zu.   @Elke Orth Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 2 Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Einschränkung der Selbstständigkeit dar. Das bedeutet, dass die Personen bereits vermehrt in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind. Dies kann sowohl die Mobilität, also die körperliche Einschränkung als auch die mentale Seite, wie etwa bei fortschreitender Demenz oder psychischen Problemen betreffen.   Der Patient benötigt auf jeden Fall zumindest stundenweise Hilfe und Betreuung zur Sicherstellung der Grundpflege. Die körperliche oder geistige Einschränkung ist bereits so weit ausgeprägt, dass der Versicherte nicht mehr in der Lage ist seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. Von Pflegestufe 0 und 1 zu Pflegegrad 2 Personen, die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 0 oder der Pflegestufe 1 eingeteilt waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 2 übernommen. Hinzugekommen sind auch jene Personen, die aufgrund ihrer psychischen Einschränkungen bisher aus den Pflegeleistungen ausgenommen waren.   Die Einstufung in die Pflegegrade wird seit der Reform nicht mehr nach dem zeitlichen Aufwand der Pflegeperson, sondern nach der Schwere der Beeinträchtigung des Patienten vorgenommen. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 2? Menschen mit Neuanträgen werden durch unabhängige Mitarbeiter des MDK – der medizinische Dienst der Krankenkassen – besucht und deren Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens beurteilt.   Werden bei dieser Untersuchung zwischen 27 und 47,5 Punkten erreicht, erfolgt die Einstufung in den Pflegegrad 2. Für die Punktevergabe gelten folgende Kriterien: 0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen. 1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen. 2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen. 3 Punkte unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen. Die relevanten Bereiche zur Ermittlung des Pflegegrades Insgesamt werden 64 Kriterien in 6 übergeordneten Modulen bewertet, um den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und somit den vorliegenden Pflegegrad festzustellen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 2 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in Höhe von bis zu maximal 25.740 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Bei der Pflege durch Verwandte, Bekannte oder Freunde im häuslichen Umfeld des Patienten, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 316 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte wird sie mit 689 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Es ist zudem möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Bei der Unterbringung in einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen dem Pflegebedürftigen 770 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 27 bis 47,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld 316 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 689 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 770 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.   Hier finden Sie weiterführende Infos zum Pflegegrad 1 und Pflegegrad 3.   Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 3 - Alle Infos zu Leistungen und Ansprüchen

    Ab dem Pflegegrad 3 liegt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor, der Patient ist nicht mehr in der Lage sich selbst ohne Unterstützung und fremde Hilfe zu versorgen. Die pflegebedürftige Person ist in ihrer physischen oder psychischen Verfassung bereits soweit eingeschränkt, dass alltägliche Handlungen und Tätigkeiten zum größten Teil ohne geeignete Hilfsmittel nicht mehr möglich sind.   Die Einschränkungen äußern sich häufig in schweren motorischen Beeinträchtigungen, wie Lähmungserscheinungen, Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Verletzungen der Wirbelsäule.   @Elke Orth   Im kognitiven Bereich sind die betroffenen Personen oft nicht in der Lage ohne Aufforderung oder Anleitung der Grundpflege nachzukommen. Bei weiteren Erkrankungen, die spezielle Behandlung erfordern, wie etwa Diabetes, muss die Pflege Sorge tragen, dass der Patient die notwendigen therapeutischen und medizinischen Maßnahmen ergreift oder bei Durchführung dieser behilflich sein. Personen mit einer kognitiven Einschränkung im Pflegegrad 3 leiden häufig bereits an einer schweren Form der Inkontinenz. Von Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 2 zu Pflegegrad 3 Bei Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz liegt oftmals keine körperliche Einschränkung, sondern lediglich eine psychische Erkrankung vor, daher sind diese Patienten im alten Pflegesystem stark benachteiligt gewesen, da sie nur in seltenen Fällen einer Pflegestufe zugewiesen wurden.   Das neue Pflegestärkungsgesetz sieht Leistungen gleichermaßen für Personen mit körperlichen als auch mit mentalen Einschränkungen vor. Die Voraussetzungen für den Pflegegrad 3 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 47,5 und 70 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 3 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Tipp: Erfahren Sie im Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige alles über die verschiedenen Pflegeformen. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, die eigenständige Zubereitung von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 3 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 3 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 40.356 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Verwandten, Bekannten oder Freunden im häuslichen Umfeld betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 545 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte, wie einem ambulanten Dienst, wird mit 1.298 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Pflegegeld und Pflegesachleistungen können kombiniert bezogen werden. Tages- und Nachtpflege Bei einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen der pflegebedürftigen Person 1.262 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 3 stellt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 47,5 bis 70 Punkten erreicht.   Pflegegeld 545 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.298 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.262 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 4 – Definition, Voraussetzungen und Leistungen

    Menschen, deren Selbstständigkeit schwerst beeinträchtigt ist, werden nach dem neuen Begutachtungsassessment in den vierten Pflegegrad eingestuft, welcher den zweithöchsten Pflegegrad darstellt.   In diesem Fall benötigt der Pflegebedürftige in hohem Maße Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei der Grundversorgung.   Die Beeinträchtigung äußert sich in den einzelnen Fällen höchst unterschiedlich, jedoch kann man davon ausgehen, dass bei körperlichen Gebrechen im Pflegefall 4, der Versicherte in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist und die eigenständige Versorgung nicht mehr gegeben ist.   @ Elke Orth   Bei einer psychischen Erkrankung ist es zwar möglich, dass der Patient noch mobil ist, jedoch der geistige Zustand es nicht mehr zulässt den Alltag und die dazugehörigen Tätigkeiten ohne ständige Überwachung, Kontrolle und Übernahme zu bewerkstelligen. Von Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 3 zu Pflegegrad 4 Pflegebedürftige die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder der Pflegestufe 3 eingestuft waren, wurden nach der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 4 übernommen.   Bei einer neuen Beantragung werden sowohl körperlich als auch geistig eingeschränkte Personen mit einer schwersten Beeinträchtigung in den Pflegegrad 4 eingestuft. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 4? Für die Einstufung in den Pflegegrad 4 ist aufgrund der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) eine Punkteanzahl zwischen 70 und 90 notwendig.   Ein großer Teil der Patienten im vierten Pflegegrad hat starke körperliche Probleme, etwa nach Schlaganfällen, durch Lähmungen oder Erkrankungen wie Multiple Sklerose.   Die Grundpflege muss hier meist fast vollständig durch pflegende Personen übernommen werden.   Kognitiv eingeschränkte Personen leiden in vielen Fällen unter Demenz in fortgeschrittenem Stadium. Die Punktevergabe richtet sich dabei nach folgenden Kriterien: Je schwerer die Beeinträchtigung ist, desto mehr Punkte werden in den einzelnen Modulen vergeben.   0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Die Selbstständigkeit wird in diesen sechs Bereichen geprüft: Folgende Fähigkeiten werden geprüft und bewertet, wobei jedes Modul in Unterkategorien gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung mit einfließt.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen kann und ob er bei einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt ist.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Hier werden motorische Auffälligkeiten, eventuelle Angstzustände, Aggressionen oder nächtliche Unruhe bewertet. Auch das Beschädigen von Gegenständen sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten werden beleuchtet.   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, in welchem Maße der Versicherte fähig ist, sich im Falle einer Krankheit selbst zu versorgen. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens.   Tipp: Berechnen Sie hier mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 4 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 4 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 47.892 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Pflegebedürftige im Pflegegrad 4 von Angehörigen oder bekannten privaten Personen im heimischen Umfeld versorgt, besteht Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen Wird die Betreuung und Pflege des Patienten von gewerblichen professionellen Pflegekräften, etwa einem ambulanten Dienst, durchgeführt, zahlt die Krankenkasse monatlich 1.298 Euro.   Die Pflegesachleistungen werden direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet und gehen nicht über das Konto des Versicherten. Die Pflegesachleistungen werden nach tatsächlichem Aufwand gegengerechnet und müssen daher nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden.   Es ist möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Erfolgt die Pflege im Rahmen einer teilstationären Betreuung, wie etwa in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung, hat der Versicherte Anspruch auf 1.61 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei einer vollstationären Unterbringung in einem Pflegeheim erhält der Versicherte 1.775 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 4 hat der Versicherte zudem Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach einem Krankenhausaufenthalt oder aufgrund einer Erkrankung vorübergehende Betreuung, stehen ihm 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr beantragt werden.   Nicht konsumierte Leistungen aus der Verhinderungspflege können auf die Kurzzeitpflege angerechnet werden und somit auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Die Übernahme der Pflege durch eine fremde Person kann im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr beansprucht werden. Diese Verhinderungspflege wird mit einem Betrag von maximal 1.612 Euro pro Jahr unterstützt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Versicherte mit dem Pflegegrad 4 haben Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich. Hausnotruf Der Einbau eines Hausnotrufes werden mit 10,49 Euro für einmalige Anschlusskosten gefördert. Zudem haben Versicherte Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufes. Wohnraumanpassung Für, aufgrund der Pflegebedürftigkeit des Versicherten, notwendige Umbauten im Haushalt können einmalig bis zu 4.000 Euro geltend gemacht werden. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 4 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 70 bis 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.612 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.612 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.775 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.       Quellenangaben:KrankenkassenzentraleFamilienrecht

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  • Pflegegrad 5 –Leistungen und Voraussetzungen im Überblick

    Der fünfte Pflegegrad ist der höchste Pflegegrad und setzt somit eine umfassende Betreuung des Patienten voraus.   Die Pflege stellt in den meisten Fällen eine große Herausforderung an die betreuende Person dar, da ein sehr hoher Pflegebedarf gegeben ist. Daher sind die Pflegeleistungen auch dementsprechend umfangreich.   @ Elke Orth Von Pflegestufe 3 und Pflegestufe 3 mit Härtefall zu Pflegegrad 5 Personen, die einen täglichen Hilfebedarf von mindestens 5 Stunden haben und früher in der Pflegestufe 3, bzw. Pflegestufe 3 mit Härtefall eingestuft waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 5 aufgenommen.   Da nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz nicht mehr nur die Betreuungszeiten relevant sind, sondern die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit über die Einstufung in die einzelnen Pflegegrade entscheidet, werden jetzt auch Personen mit stark eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, wie etwa schwere Demenz berücksichtigt. Voraussetzungen für den Pflegegrad 5 Werden bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 90 und 100 Punkte erreicht, erfolgt die Einstufung in den fünften Pflegegrad. Dies erfordert intensive Betreuung des Pflegebedürftigen rund um die Uhr.   Im Zuge der Pflegebegutachtung wird die Selbstständigkeit des Versicherten in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens überprüft und bewertet.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der selbstständigen Lebensführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark auf eine pflegende Person angewiesen. In folgenden sechs Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Jeder der sechs Bereiche ist in sich gegliedert. Insgesamt werden 64 Fragen gestellt und bewertet, dabei hat jedes Modul in der Gesamtbewertung eine unterschiedlich starke Gewichtung.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit der Versicherte imstande ist sich selbstständig fortzubewegen und alltägliche Handlungen und Tätigkeiten durchzuführen, bzw. in welchem Ausmaß er darin bereits Unterstützung benötigt.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht Die Fähigkeit der örtlichen Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis sind in diesem Modul ausschlaggebend. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Zeigt der Versicherte motorische Auffälligkeiten, leidet er unter Angstzuständen, Formen von Aggression oder nächtlicher Unruhe? Werden Gegenstände beschädigt oder zeigt er sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Einfache alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Modul wird bewertet, inwieweit der Versicherte sich im Falle einer Krankheit selbst versorgen kann. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß der Betroffene noch die Fähigkeit besitzt seine Freizeit selbstständig zu gestalten und mit seinem sozialen Umfeld zu interagieren. Auch die Bewältigung des täglichen Lebens fließt hier nochmals in die Bewertung mit ein. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 5 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 5 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 57.084 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Angehörigen oder anderen Privatpersonen in seinem Wohnraum betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 901 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege durch gewerbliche Pflegekräfte im häuslichen Umfeld des Versicherten, wird sie mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden direkt mit dem ausführenden Pflegedienst verrechnet. Dabei müssen die Pflegesachleistungen nicht zur Gänze ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet.   Es ist auch möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu kombinieren. Tages- und Nachtpflege Genießt der Versicherte eine teilstationäre Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung wird diese mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt. Vollstationäre Pflege Ist der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht und beansprucht vollstationäre Pflege stehen ihm monatlich 2.005 Euro zu. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 5 haben Betroffene Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach etwa einem Krankenhausaufenthalt vorübergehende Betreuung, zahlt die Krankenkasse zur Sicherung der Pflege 1.612 Euro pro Jahr. Die Kurzzeitpflege kann für die Dauer von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird bei Verhinderung der hauptsächlich pflegenden Person für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 5 haben Anspruch auf den Bezug von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel, welche mit 40 Euro pro Monat unterstützt werden. Hausnotruf Anschlusskosten für einen Hausnotruf werden einmalig in der Höhe von 10,49 Euro übernommen und Versicherte haben zudem Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufs. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos kurz und knapp Der Pflegegrad 5 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung dar und wird mit mindestens 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 901 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.995 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.995 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 2.005 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro. Tipp: Nutzen Sie den kostenlosen Pflegegradrechner für eine erste Einschätzung zur Einstufung in einen Pflegegrad.   Quellenangaben:PflegegeldantragPflegegradinfo

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  • Neue Pflegegrade 2017 - Alle Infos und Neuerungen

    Dank des medizinischen Fortschritts werden die Menschen immer älter. Doch je älter Menschen werden, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie im Alter Hilfe und Unterstützung brauchen. In fast 50 Prozent der Fälle übernehmen Angehörige diese Aufgabe und pflegen die ältere Generation.   Mit zunehmendem Alter wird es absehbar, dass Hilfe benötigt wird, es kann jedoch auch von einem Tag auf den anderen passieren. Unfälle, Krankheiten oder andere Gegebenheiten, auf die wir keinen Einfluss haben und die uns unerwartet treffen, führen dazu, dass Menschen auch in jüngeren Jahren plötzlich pflegebedürftig werden. Da die Betreuung in manchen Fällen nicht durch Verwandte oder Bekannte übernommen werden kann, sind Pflegedienste oder Pflegeheime oft die einzige Alternative. Diese Art der Betreuung und auch die häusliche Pflege sind recht kostspielig und nicht jeder Versicherte kann die Aufwendungen für eine professionelle Pflege finanzieren.   pixabay - anSICHhoch3   Jede Person hat das Recht auf ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben, darum wurde das Pflegestärkungsgesetz an die neuen Anforderungen angepasst und unterstützt pflegebedürftige Personen und deren Angehörige durch Pflegeleistungen auf finanzieller und sachlicher Ebene. Pflegestufen werden zu Pflegegraden Da es immer wieder zu hörbarer Kritik an den vormals geltenden Pflegestufen gab, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen eine Pflegereform durchzuführen, welche schrittweise von 2015 bis 2017 umgesetzt wurden.   So wurde durch die neue Begutachtungsmethode auch kognitiv eingeschränkten Personen eine Unterstützung ermöglicht. Früher erfolgte die Einstufung in die Pflegestufen nach dem zeitlichen Aufwand der pflegenden Person. Nach der Pflegereform wird ein Pflegegrad nach der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen gemessen. Demnach werden psychisch oder geistig Kranke nicht mehr ausgeschlossen.   Alte Pflegestufen Neue Pflegegrade Neu seit 2017 Pflegegrad 1 Pflegestufe 0 Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 Pflegestufe 3 Pflegestufe 3 mit Härtefall Pflegegrad 5   Auch der Leitsatz „ambulant vor stationär“ wurde gestärkt, indem die Leistungen in der ambulanten Pflege erhöht wurden. Dabei stehen der Mensch und die Möglichkeit zur häuslichen Pflege im Vordergrund. Pflegebedürftige Personen sollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und dem familiären Umfeld verweilen können. Wie werden die neuen Pflegegrade ermittelt? Die Schwere der Einschränkung der Selbstständigkeit oder auch die Pflegebedürftigkeit der Personen wird von einem unabhängigen Sachverständigen des MDK (Medizinischer Dienst) geprüft und beurteilt. Hierbei wird in 6 verschiedenen Bereichen der jeweilige Schweregrad der Beeinträchtigung bestimmt. Der erste Grad steht für die leichteste Form der Einschränkung und der fünfte Grad für die schwerste Einschränkung der Selbstständigkeit.   Pflegegrad 1mindestens 12,5 bis 27 PunkteGeringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 227 bis 47,5 PunkteErhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 347,5 bis 70 PunkteSchwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 470 bis 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 5mindestens 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung Die einzelnen Bereiche zur Beurteilung der neuen Pflegegrade Für die Ermittlung des jeweiligen Pflegegrades werden allgemeine Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltages sowie Verhaltensweisen und die Fähigkeit zur psychischen und physischen Belastung bewertet:   Mobilität Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Selbstversorgung Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte   Diese 6 Module gliedern sich in insgesamt 64 Entscheidungskriterien, welche für die Einstufung in den jeweiligen Pflegegrad relevant sind. Anhand der erreichten Punktzahl erfolgt die Einteilung in den Pflegegrad. Die Punkteverteilung in den einzelnen Bereichen Die sechs Bereiche sind jeweils in Untergruppen unterteilt und werden anhand eines Punktesystems unter insgesamt 64 Entscheidungskriterien bewertet. Die Punkteverteilung gliedert sich wie folgt:   0 Punkte – selbstständig 1 Punkt – überwiegend selbstständig 2 Punkte – überwiegend unselbstständig 3 Punkte – unselbstständig Gewichtung der einzelnen Module Bei der Auswertung zählen die einzelnen Bereiche unterschiedlich schwer, so nimmt die Fähigkeit zur Selbstversorgung den höchsten Stellenwert ein, die Mobilität hingegen wird am geringsten bewertet.   Änderungen der Pflegeleistungen im Überblick Die nachfolgende Aufstellung gibt einen kurzen Überblick über die jeweilige Neueinstufung von den alten Pflegestufen in die neuen Pflegegrade und deren Leistungserhöhungen.     Pflegestufe Leistungen vor Reform Pflegegrad Leistungen nach Reform Pflegegeld 0 123 Euro 2 316 Euro   1 244 Euro 2 316 Euro   1 mit EdA 316 Euro 3 545 Euro   2 458 Euro 3 545 Euro   2 mit EdA 545 Euro 4 728 Euro   3 728 Euro 4 728 Euro   3 mit EdA 728 Euro 5 901 Euro Pflegesachleistung 0 231 Euro 2 689 Euro   1 468 Euro 2 689 Euro   1 mit EdA 689 Euro 3 1.298 Euro   2 1.144 Euro 3 1.298 Euro   2 mit EdA 1.298 Euro 4 1.612 Euro   3 1.612 Euro 4 1.612 Euro   3 mit EdA 1.612 Euro 5 1.995 Euro

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  • Pflegebedarf im Onlineshop

    Werden Familienmitglieder älter, ist es absehbar, dass sie über kurz oder lang Hilfe zur Bewältigung des Alltages benötigen. Fast alle Menschen ziehen eine Pflege im häuslichen Umfeld der Unterbringung in einem Pflegeheim vor.   Doch in manchen Fällen bleibt gar keine Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Werden Menschen aufgrund eines Unfalles oder einer plötzlichen Erkrankung zu einem Pflegefall, muss man innerhalb kürzester Zeit eine Entscheidung treffen, die für Angehörige oft eine große Belastung darstellt.   pixabay - Tumisu   Die Organisation und Bewältigung der Betreuung stellt viele Angehörige vor eine große Herausforderung. Um Betroffenen und deren Angehörigen die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln zur Pflege zu erleichtern, haben sich zahlreiche Shops auf den Vertrieb von Pflegebedarf spezialisiert. Welche Pflegehilfsmittel sind in einem Pflegebedarfsshop erhältlich? Shops für Pflegebedarf haben sich auf Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltages des Patienten als auch der pflegenden Person spezialisiert. Die Bandbreite an Artikeln ist groß und nahezu für jeden Bereich sind geeignete Artikel erhältlich.   In erster Linie wird in sechs Bereiche unterteilt:   Alltagshelfer Ernährung Haushalt Inkontinenz Körperpflege Pflegepaket Alltagshelfer Hierzu zählen alle Artikel, die den Alltag der pflegebedürftigen Person und deren Betreuung erleichtern können und die nicht in einen der anderen fünf Kategorien fällt.   Strumpfanziehhilfen, die das mühelose Anziehen von Socken und Strümpfen ermöglicht. Haarwaschtablett zur Erleichterung der Haarwäsche am Waschbecken. Verschiedene Artikel zur Schmerztherapie, wie Therapiestifte, Ultraschallgeräte, Venengeräte und Massagekissen. Sitz- und Stehhilfen. Nachtlichter zur Sturzprophylaxe. Ernährung Ältere Menschen oder Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Operation nicht in der Lage sind, normale Nahrung zu sich zu nehmen, sind auf spezielle Ernährung angewiesen.   Pflegebedarf Shops bieten heute bereits eine große Auswahl an geeigneten Zusatznahrungen an, die Ernährungsdefizite gezielt ausgleichen können. So werden vor allem hochkalorische Trinknahrung – auch als Astronautenkost bekannt – zur schnellen Kalorienzufuhr bei Mangel- und Unterernährung verabreicht.   Aber auch bei verschiedenen Darmerkrankungen, Schluckstörungen oder psychischen Erkrankungen finden sie Einsatz.   Aufbau- und Zusatznahrungen gibt es in verschiedenen Formen und zahlreichen Geschmacksrichtungen. Sie sind in ausgesuchten Shops für Pflegebedarf als Trinknahrung, Cremes oder Puddings erhältlich. Haushalt Für die Erleichterung im Haushalt sorgen Produkte wie automatische Seifenspender, Windeltonnen und spezielle Müllbeutel mit Geruchsstopp. Es finden sich aber auch Artikel wie Kissen, Decken oder Toilettenpapier in dieser Kategorie. Inkontinenz Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema, niemand spricht gerne darüber. Umso häufiger nutzen Betroffene die weitgehend anonyme Beschaffung der notwendigen Inkontinenzartikel über einen Pflegeshop.   Wurde eine Form der Inkontinenz vom Arzt festgestellt und bescheinigt, können geeignete Hilfsmittel auf Rezept bezogen werden.   Für den Bezug von Inkontinenzartikel gewährt die Krankenkasse verschiedene Unterstützungen. So fallen für betroffene Personen lediglich 10 % des Betrages, jedoch maximal 10 Euro und mindestens 5 Euro als Selbstbehalt an. Die Krankenkasse sieht bestimmte ausgewählte Inkontinenzartikel als Grundversorgung an. Höherwertige bzw. teurere Produkte müssen vom Versicherten eigenständig zugekauft werden. Die verschiedenen Inkontinenzartikel Es gibt zahlreiche Produkte, die auf die verschiedenen Schweregrade der Inkontinenz zugeschnitten sind und die zahlreichen unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen erfüllen.   So sind in Pflege Shops vor allem Einlagen, Vorlagen, Slips, Pants, Kinderwindeln, saugende Bettschutzeinlagen, Netzhosen und Inkontinenz-Sitzauflagen erhältlich. Körperpflege Die Haut älterer Personen und Pflegebedürftiger, die hauptsächlich liegen oder von Inkontinenz betroffen sind, benötigen besondere Pflege.   In der Kategorie der Körperpflege finden sich daher Cremes, die auf die speziellen Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen abgestimmt sind. Auch gut verträgliche Shampoos, Hautpflegetücher und Massageschwämme sind über Pflege Onlineshops erhältlich. Pflegepaket Shops für Pflegebedarf stellen eigens zusammengestellte Pflegepakete zur Verfügung, die mit einem Betrag von 40 Euro monatlich von der zuständigen Krankenkasse subventioniert wird.   Pflegepakete enthalten nur zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, welche in erster Linie dem Schutz der pflegenden Person dienen und die häusliche Pflege erleichtern sollen.   Zu diesen geförderten Hilfsmitteln zählen:   Saugende Bettschutzeinlagen Fingerlinge Einmalhandschuhe Mundschutz Schutzschürzen Hand- und Flächendesinfektionsmittel (jedoch keine Wunddesinfektion) Einmallätzchen   Diese Produkte sind lediglich zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und werden in der Regel nach Gebrauch entsorgt.   Die Artikel im Pflegepaket können auch ohne ärztliche Verordnung bezogen werden und sind in Sanitätshäusern, Apotheken oder Onlineshops für Pflegebedarf erhältlich.   Anmerkung: Inkontinenzartikel sind zwar auch nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt, zählen aber nicht zu den von der Krankenkasse unterstützen Pflegeartikel für das Pflegepaket.   Um die Kosten für das monatliche Pflegepaket von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, ist die Einreichung eines Antrags notwendig, welchen jedoch auch viele Onlineshops für den Antragsteller übernehmen. Auch die direkte Verrechnung zwischen dem Lieferanten und der Krankenkasse ist möglich.   pixabay - Steve Buissinne Zusammenfassung Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse, allgemeine Tätigkeiten im Alltag werden zusehends mühsamer und das selbstständige Leben schwieriger. Doch auch Personen, die aus anderen Gründen auf Hilfsmittel oder Pflegeprodukte angewiesen sind, profitieren von speziellen Pflegebedarfshops, die ganz auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen ausgerichtet sind.   Verschiedene Alltagshelfer unterstützen im Alltag und sorgen für mehr Sicherheit. So können spezielle Hilfsmittel das Auf- und Absteigen von Treppen erleichtern oder für einen sicheren Ausstieg aus der Badewanne sorgen.   Onlineshops für Pflegebedarf ermöglichen ihren Kunden einen einfachen Zugang zu den notwendigen Produkten. Körperliche eingeschränkte Personen können ganz einfach und bequem von Zuhause aus bestellen und bekommen die gewünschten Artikel direkt an die Haustüre geliefert. Diese Art des Bezuges von Pflegehilfsmitteln ist besonders bei unangenehmen Erkrankungen, wie etwa Inkontinenz vorteilhaft.   Viele der angebotenen Produkte werden durch Leistungen der zuständigen Pflege- oder Krankenkassen unterstützt.   TIPP: Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel in der Höhe von 40 Euro monatlich. Diese sind ohne ärztliche Verordnung erhältlich und können mit einem kurzen Antrag bezogen werden. Die meisten Onlineshops übernehmen sowohl die Antragstellung als auch die direkte Verrechnung mit der Krankenkasse.      

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  • Hilfsmittel – was ist das?

    Hilfsmittel gleichen körperliche Funktionseinschränkungen des Körpers aus. Ihre Verwendung  erleichtert Betroffenen die meisten Alltagsaktivitäten, Mobilität, Hygiene oder soziale Interaktion. Daher sind sie für viele Menschen unerlässlich, um selbstbestimmt zu arbeiten oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.    Zu den allgemeinen Hilfsmitteln zählen einerseits Produkte wie Hörgeräte, Sehhilfen, Gehhilfen, Rollstühle, orthopädische Schuhe, Kompressionsstrümpfe, Prothesen oder Blutzuckermessgeräte. Auch gibt es andererseits Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, wie beispielsweise Inkontinenzhilfen oder Stoma-Artikel.      Was sind Hilfsmittel und was nicht? Die Krankenkassen zahlen nur die oben genannten wirklichen Hilfsmittel, Dienstleistungen gelten nicht als Hilfsmittel und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Hilfsmittel sind ausschließlich als bewegliche Gegenstände definiert. Das bedeutet, dass weder Dienstleistungen noch behindertengerechte Umbauten von Immobilien, etwa der Einbau eines Treppenlifts, dazugehören. Bei einigen Hilfsmitteln muss der Versicherte einen Teil selbst zahlen. Dies ist bspw. der Fall bei Gegenständen, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht und die gleichzeitig dem Ausgleich einer Behinderung oder der Sicherung der Behandlung dienen ‒ wie zum Beispiel orthopädische Schuhe. Hier wird ein Eigenanteil angerechnet. Für Pflegehilfsmittel kommt nicht die Krankenkasse, sondern die Pflegeversicherung auf. Die Krankenkassen dürfen die Kosten der Hilfsmittel nur übernehmen, wenn diese erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen.     Hilfsmittel – was zahlt die Krankenkasse? Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel mit teilweise starken Einschränkungen. Als Bezieher von Hilfsmitteln erhalten Sie diese in der Regel durch ein Sanitätshaus, das Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist. Sollten Sie jedoch ihre Hilfsmittel von einem anderen Leistungserbringer erhalten, der nicht Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen. Daher empfiehlt es sich, dass Sie sich frühzeitig informieren und sich von ihrer Krankenkasse alle möglichen Vertragspartner nennen lassen.   Bei der Kostenübernahme unterscheiden die Krankenkassen zwischen Hilfsmitteln, für die ein Festbetrag besteht, und Hilfsmitteln, die keinen Festbetrag haben.   Hilfsmittel mit Festbetrag: In diesem Fall übernehmen die Kassen die Kosten bis zur Höhe des Festbetrags. Hilfsmittel ohne Festbetrag beim Vertragspartner: Die Kassen übernehmen die Kosten bis maximal zur Höhe des vertraglich vereinbarten Preises. Hilfsmittel ohne Festbetrag bei Leistungserbringern, die nicht Vertragspartner der Krankenkasse sind: Hier werden nur Kosten in Höhe des niedrigsten Preises einer vergleichbaren Leistung des Vertragspartners erstattet.   Übrigens: Wird ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse abgelehnt, können Sie gegen diese Entscheidung innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Bleibt es bei einem ablehnenden Bescheid, haben Sie die Möglichkeit vor dem Sozialgericht Klage gegen den Widerspruchsbescheid einzureichen.  

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  • Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige

    Menschen, die sich im fortschreitenden Alter oder aufgrund einer schweren Erkrankung nur eingeschränkt oder gar nicht mehr selbst versorgen können, haben Anspruch auf Hilfe, um ihren Alltag zu meistern. Diese Hilfe steht jeder pflegebedürftigen Person zu und soll dafür sorgen, dass die Person ihr Leben so lange wie möglich weitgehend selbstständig und im heimischen Umfeld führen kann. Oft werden ältere und kranke Menschen von ihren Angehörigen gepflegt, was zumeist eine schwere Belastung für die pflegende Person darstellt. Nicht nur psychisch und physisch, sondern auch im Bezug auf das soziale Leben. Um die Pflege von Angehörigen einfacher zu gestalten und die pflegende Person zu entlasten, stehen dem Versicherten diverse Hilfsmittel zur Sicherstellung der Pflege zu.     Die häusliche Pflege Um dem Pflegebedürftigen so lange wie möglich den Aufenthalt in den eigenen Wohnräumen zu ermöglichen, gibt es die häusliche Pflege. Hier wird der Patient von einem Angehörigen oder Bekannten und in manchen Fällen auch von einem ambulanten Dienst betreut.   Die ambulante Pflege In diesem Fall wird der Pflegebedürftige zwar auch im häuslichen Umfeld, jedoch von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt. Dies kann auch zur Entlastung abwechselnd mit der Pflege von Angehörigen einhergehen.   Die stationäre Pflege Bei der stationären Pflege ist der Patient in einem zugelassenen Pflegeheim untergebracht und wird dort durch Fachpersonal vollstationär betreut. Voraussetzung für eine Unterbringung in stationärer Pflege ist, dass die ambulante Pflege nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann.     Pflegegrade Seit 2017 regelt das Pflegestärkungsgesetz die Einteilung der Schwere der Einschränkung in Pflegegrade. Für die Einstufung in die fünf Pflegegrade ist die noch vorhandene Selbstständigkeit ausschlaggebend.   Je nach Schwere der Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person erfolgt eine Zuteilung in einen Pflegegrad. Für die Beurteilung wird die Person mittels eines Punktesystems in sechs unterschiedlichen Modulen bewertet. Dabei wird die noch vorhandene Mobilität, die mentalen Fähigkeiten, Verhaltensweisen, die Möglichkeit der Selbstversorgung, der Umgang mit krankheitsbedingten Belastungen und die Meisterung des Alltagslebens betrachtet.   Aufgrund der erreichten Punkte erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad, wobei der erste Pflegegrad einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit entspricht und der fünfte Pflegegrad einer schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.     Pflegegradrechner Berechnen Sie mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Der kostenlose Pflegegradrechner dient nur zur ersten groben Orientierung und stellt keine verbindliche Einstufung dar.   Pflegegeld Wurde ein körperlich oder geistig eingeschränkter Mensch in einen Pflegegrad von 2 bis 5 eingestuft hat er grundsätzlich Anspruch auf Pflegegeld. Voraussetzung dafür ist die Pflege in den Wohnräumen des Pflegebedürftigen durch Verwandte oder Bekannte.   Personen mit dem Pflegegrad 1 erhalten jedoch kein Pflegegeld, da diese nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind und ihr Leben noch selbst meistern können.   Das Pflegegeld dient zur Sicherstellung der pflegerischen Leistungen und wird dem Pflegebedürftigen durch die zuständige Pflegekasse zur freien Verfügung ausbezahlt.   Pflegegrad 1 - es besteht kein Anspruch auf Pflegegeld. Pflegegrad 2 - Pflegegeld bis € 316 monatlich. Pflegegrad 3 - Pflegegeld bis € 545 monatlich. Pflegegrad 4 - Pflegegeld bis € 728 monatlich. Pflegegrad 5 - Pflegegeld bis € 901 monatlich.   Zusätzlich zum Pflegegeld gebühren dem Pflegebedürftigen weitere Leistungen der Pflegekasse. So haben Pflegebedürftige und deren Angehörige je nach Bedarf und Einstufung in die Pflegegrade Anspruch auf Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege sowie Betreuungs- und Entlastungsleistungen.     Pflegehilfsmittel zum Verbrauch Eine Besonderheit stellen die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch dar. Diese werden mit einem monatlichen Betrag in Höhe von 40 EUR von der Pflegeversicherung subventioniert. Pflegebedürftige Menschen, die in häuslicher Pflege betreut werden, haben unabhängig vom Pflegegrad Anspruch auf diese Leistungen. Diese dienen der pflegerischen Versorgung und sind im Hilfsmittelverzeichnis geregelt.   Die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel sind nicht verordnungspflichtig und können ganz einfach in Sanitätshäusern oder in der Apotheke bezogen werden.   Pflegehilfsmittel online bestellen: Jetzt mit MEDI-PAKET das Pflegepaket für 40 Euro sichern!

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  • Kalorienreiche Nahrung zur Gewichtszunahme nach schwerer Krankheit und für Senioren mit erhöhtem Nährstoffbedarf

    Lang andauernde oder schwere Krankheiten können besonders bei älteren Menschen Untergewicht und Mangelerscheinungen hervorrufen. Für eine gesunde Gewichtszunahme ist es wichtig, den Körper mit genügend Energie zu versorgen. Dies kann mit spezieller hochkalorischer Trinknahrung und kalorienreicher Ernährung erzielt werden. Neben einer hohen Energiedichte stehen hier besonders die Zufuhr von lebenswichtigen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen im Vordergrund. Malnutrition - Mangelernährung im Alter Der Begriff Malnutrition beschreibt eine Mangel- bzw. Unterernährung. Die Mangelernährung ist eine schleichende Erkrankung, die vor allem im fortgeschrittenen Alter zu beobachten ist. Oft nehmen Senioren über einen längeren Zeitraum zu wenig lebensnotwendige Nährstoffe zu sich und leiden mit der Zeit an einer Unterversorgung mit Energie, Proteinen und Vitaminen. In vielen Fällen wird die dadurch auftretende Antriebslosigkeit und Gewichtsabnahme als Altersschwäche bezeichnet. Werden die Symptome einer Mangelernährung jedoch nicht behandelt, steigt das Sterblichkeitsrisiko und es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. pixabay - sabinevanerp Symptome einer Mangelernährung Die Symptome einer Mangelernährung sind vielfältig, daher ist eine aufmerksame Beobachtung und eine regelmäßige Gewichtskontrolle bei Senioren wichtig, um frühzeitig einer Mangel- oder Unterernährung vorbeugen zu können. Allgemeine Schwäche Müdigkeit Antriebslosigkeit Gewichtsabnahme Beeinträchtigte Wundheilung Abnehmende Muskelkraft Wenig bis gar kein Appetit Geringe Flüssigkeitszufuhr Trockene und rissige Haut Mit Aufbaunahrung gefährlichen Gewichtsverlust ausgleichen Wenn Menschen im fortgeschrittenen Alter oder nach langer Krankheit ihren Nährstoffbedarf nicht mehr aus der täglichen Nahrung decken können und an Gewicht verloren haben, kann eine Therapie mit Aufbaunahrung sinnvoll sein um ein gesundes Gewicht, bzw. das Idealgewicht zu erreichen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem behandelndem Arzt, er wird Ihnen im Bedarfsfall die geeignete Aufbaunahrung verordnen. Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Trinknahrung Trinknahrung oder Astronautenkost wurde speziell zur Unterstützung beim Gewichtsaufbau und zum Ausgleich von Mangelerscheinungen entwickelt. Sie enthält alle essentiellen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form und versorgt zudem den Körper mit den notwendigen Eiweißen, Fetten und Kohlenhydrate. Laut der Empfehlung der DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung entspricht die Zusammensetzung einer Standard-Trinknahrung der einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. So enthält eine Portion Trinknahrung in der Regel etwa 50 Prozent Kohlenhydrate bis zu 30 Prozent Fette 10 bis 20 Prozent Eiweiß. Enthält eine Trinknahrung mehr als 20 Prozent an Eiweißen, wird sie als eiweißreich gekennzeichnet. Anmerkung: Trinknahrungen, die speziell für diverse Krankheitsbilder, wie Diabetes, Morbus Crohn usw. entwickelt wurden, unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Die spezifische Zusammenstellung der Inhaltsstoffe ist auf der Verpackung gekennzeichnet. Auskunft und Beratung über die für Sie geeigneten Produkte erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Facharzt oder in der Apotheke. Tipps zur Verwendung von hochkalorischer Trinknahrung, Cremes und Puddings Hochkalorische Trinknahrung eignet sich hervorragend, um die täglichen Mahlzeiten mit zusätzlichen Nährstoffen anzureichern.     Verwenden Sie Puddings oder Cremes als Topping für einen Kuchen, statt Joghurt im Frühstücksmüsli, tiefgekühlt als Eis am Stiel, zusammen mit Mascarpone in einem Tiramisu, als Füllung für Pfannkuchen. Verwenden Sie Trinknahrung als Erfrischungsgetränk gemischt mit Mineralwasser oder Fruchtsäften, statt Milch im Kakao und Kaffee. Neutrale Sorten können Sie in Suppen und Soßen unterrühren, im Brotaufstrich verarbeiten, als Soße zu Fleisch, Reis, Teigwaren oder Kartoffel servieren, anstelle von Milch in Knödel, Rührei und Kuchen verwenden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Sie kalorienreiche Trinknahrung in Ihren Alltag integrieren können. 5 kalorienreiche und wandlungsfähige Rezepte Hier stellen wir Ihnen 5 Rezepte mit einer hohen Energiedichte vor, die Sie ganz nach Belieben abwandeln können. Die Rezepte werden mit Trinknahrung angereichert, um eine höhere Nährstoffzufuhr pro Mahlzeit zu erzielen. Anmerkung: Diese Angaben dienen lediglich zur Inspiration und stellen keinen medizinischen Diätplan dar. Avocado Schoko Creme (2 Portionen) Zutaten: 1 reife Avocado 200 ml Trinknahrung Schoko 1 Vanilleschote Zubereitung: Die Avocado halbieren und den Kern entfernen. Die Avocadohälften mit einem Löffel aushöhlen und das Fruchtfleisch pürieren. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Vanillemark mit der Messerspitze herauskratzen. Die pürierte Avocado mit dem Vanillemark und der Trinknahrung gut vermengen und servieren. TIPP: Obwohl Avocado und Schoko das perfekte Duo sind, schmeckt die Avocadocreme auch mit Trinknahrung Vanille hervorragend. Erdbeer-Shake mit Eis (2 Portionen) Zutaten: 250 g frische Erdbeeren 200 ml Trinknahrung Erdbeere 50 ml Kokosmilch Vanillezucker nach Belieben 4 Kugeln Vanilleeis Zubereitung: Die Erdbeeren gründlich waschen und das Blattgrün entfernen. Die Trinknahrung zusammen mit der Kokosmilch, den Erdbeeren und dem Vanillezucker pürieren und in ein hohes Glas füllen. Mit dem Vanilleeis garnieren und genießen. TIPP: Wandeln Sie das Rezept ganz nach Ihrem Geschmack mit verschiedenen Obstsorten ab oder tauschen Sie das Vanilleeis gegen Schokoeis. Gemüsesuppe (2 Portionen) pixabay - Einladung_zum_Essen Zutaten: 100 g Kartoffeln 1 kleine Gemüsezwiebel 2 Karotten 100 g Sellerieknolle 200 ml Trinknahrung neutral 300 ml Gemüsebrühe Schmand zur Dekoration Salz Pfeffer Zubereitung: Das Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden. Das klein geschnittene Gemüse in 1 EL Olivenöl kurz anbraten und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze etwa ½ Stunde köcheln lassen. Das weichgekochte Gemüse mit dem Mixstab pürieren und die neutrale Trinknahrung untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Schmand servieren. TIPP: Für mehr Abwechslung verwenden Sie einfach Gemüse nach Saison. Diese Suppe gelingt auch mit Pastinake, Kürbis, Brokkoli oder Blumenkohl. Paprika-Rahmnudeln (2 Portionen) Zutaten: 100 g Nudeln nach Wahl 50 ml Gemüsebrühe 200 ml Trinknahrung neutral 1 kleine Gemüsezwiebel 2 rote Gemüsepaprika Pfeffer Salz Zubereitung: Kochen Sie die Nudeln nach Packungsanweisung und stellen Sie sie warm. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls grob schneiden. Das Gemüse in etwas Öl anschwitzen und mit der Brühe aufgießen. 10 Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren. Die Trinknahrung unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße über die Nudeln verteilen und servieren. TIPP: Die Paprika lässt sich ganz einfach durch Karotten oder Brokkoli austauschen. Pikante Pfannkuchen (2 Portionen) Zutaten: 100 g Mehl 200 ml Trinknahrung neutral 1 Ei 2 Scheiben Speck 1 Apfel Zubereitung: Mehl, Trinknahrung und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und das Kerngehäuse entfernen. In einer flachen Pfanne den Speck leicht anbraten, die Apfelscheiben hineinlegen und den Teig darüber verteilen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldgelb backen. Ergibt je nach Dicke etwa 3 – 4 Pfannkuchen. TIPP: Für eine süße Variante einfach den Speck weglassen. Für noch mehr Abwechslung tauschen Sie den Apfel gegen Bananen oder andere Obstsorten. Quellenangaben: Was essen bei KrebsGesund.at

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  • Günstige Produkte für Haushalt und Körperpflege

    Der Alterungsprozess der Haut Bei jungen Menschen erneuert sich die äußere Hautschicht (Epidermis) etwa alle 28 Tage. Bei älteren Menschen lässt die Erneuerungsfähigkeit der Zellen nach und die obere Schicht der Haut benötigt im fortgeschrittenen Alter bereits bis zu 35 Tage, um sich zu erneuern. Diese physiologischen Veränderungen machen sich aufgrund der nachlassenden Elastizität der Haut auch optisch bemerkbar. Symptome der Hautalterung Mit zunehmendem Alter entwickeln sich vielfältige Symptome der Hautalterung: Trockenheit Dünne Haut Vermehrter Juckreiz Entwicklung von Altersflecken und Falten Leicht reizbar Anfällig für Infektionen und Blutergüsse Langsamere Heilung pixabay - geralt Die richtige Haut- und Körperpflege in der Altenpflege Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse der Haut. Pflegeprodukte, die in jungen Jahren gut für die Haut waren, bringen im Alter oft nicht mehr den gewünschten Effekt und sind in manchen Fällen sogar schädlich für die zunehmend empfindlichen Hautpartien. Aufgrund von mangelndem fachlichem Wissen wird die Haut von pflegebedürftigen Personen vor allem in der häuslichen Pflege häufig falsch oder nur unzureichend gepflegt. Für private Pflegepersonen stellt der fachgerechte Umgang mit Körperpflegeprodukten bei älteren Patienten eine große Herausforderung dar. Die große Vielfalt an Produkten für Haushalt und Körperpflege überfordert nicht professionell ausgebildete Pflegekräfte zusehends. Um die richtigen Produkte für die alternde Haut des Pflegebedürftigen zu verwenden, bietet sich deshalb die Rücksprache mit einem Dermatologen an. Gute Körperpflegeprodukte müssen nicht teuer sein Mittlerweile gibt es viele verschiedene Pflegeprodukte auf dem Markt, die mit zusätzlichen Nähr- und Vitalstoffen angereichert und speziell auf die Bedürfnisse von alternder Haut ausgerichtet sind. Die Preisspanne ist groß und meist fällt die Auswahl schwer. Doch oft sind vor allem die günstigen Körperpflegeprodukte mit nur wenigen Zusätzen die bessere Wahl. Prüfen Sie vor dem Kauf die Inhaltsstoffe der Produkte genau und lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachverkäufer, einem Pharmazeuten oder einem Dermatologen beraten. pixabay - chezbeate Beachten Sie bei der Auswahl der geeigneten Körperpflegeprodukte einige Regeln: Verwenden Sie Waschlotionen mit einem pH-Wert, der bei 5,5 liegt, um den Säureschutzmantel wieder aufzubauen. Verzichten Sie auf herkömmliche Seifen, diese sind oft zu aggressiv für die Haut und trocknen diese aus. Produkte auf Öl- oder Fettbasis sorgen für eine bessere Rückfettung und regulieren die Hautfeuchtigkeit. Meiden Sie parfümierte Produkte, die die Haut reizen könnten. Verzichten Sie ebenso auf Produkte auf Alkoholbasis und Produkte mit ätherischen Ölen, auch diese können die Haut mitunter stark reizen. Vor allem die Behandlung mit Franzbranntwein sollte vermieden werden, da durch die Zusätze die alternde Haut geschädigt werden kann. Mit Urea, Kreatin, Ölen, Milchsäure oder Glycerin versetzte Produkte können trockene Haut wieder geschmeidiger machen. Richtige und fachgerechte Pflege mit einfachen Tipps Eine fachgerechte Pflege hängt jedoch nicht nur von den verwendeten Produkten ab, sondern auch von der Häufigkeit und Durchführung dieser. Grundsätzliches zur Pflege Benutzen Sie für die Körperreinigung Einmalhandschuhe oder Waschhandschuhe aus Baumwolle, diese sind besonders für empfindliche und leicht reizbare Haut geeignet. Trocknen Sie die Haut nach dem Waschen gründlich ab. Tupfen Sie die Haut mit einem weichen und saugfähigen Tuch ab und vermeiden Sie übermäßiges Reiben. Umgebung und Raumtemperatur Da ältere Personen meist recht kälteempfindlich sind, achten Sie beim Waschen der pflegebedürftigen Person auf eine angenehme Raumtemperatur von etwa 24 – 26 °C. Wird die Waschung in einem Raum durchgeführt, der von mehreren Personen benutzt wird, stellen Sie einen Sichtschutz für mehr Privatsphäre auf. Gesichtspflege Bei der Pflege der empfindlichen Gesichtshaut ist besondere Vorsicht geboten. Reinigen Sie zuerst die Augenpartie, danach die Wangen, Mund, Ohren und Hals. Hände und Füße Meist werden Hände und Füße besonders stark beansprucht und sind dadurch oft trocken und rissig. Cremen Sie die betroffenen Hautstellen mehrmals am Tag mit speziellen Cremes für sehr trockene Haut ein. Produkte für Haushalt und Körperpflege bei Inkontinenz Ein Großteil der an Inkontinenz leidenden Personen ist über 60 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit an Inkontinenz zu erkranken. Daher ist eine regelmäßige Pflege in diesem Fall besonders wichtig. Lesen Sie hier alles über das Thema Inkontinenz.Leiden ältere Menschen an Inkontinenz birgt der Kontakt mit Urin und Stuhl auf der Haut weitere Risiken. Die ohnehin schon geschwächte Haut wird durch den aggressiven Harnstoff und das Ammoniak stark belastet und es ist mit ernsthaften Erkrankungen zu rechnen.Ist der Säureschutzmantel der Haut einmal angegriffen, können sich Pilze und Bakterien ungehindert vermehren. Für einen gesunden Säureschutzmantel sollten daher nur Seifen und Lotionen mit einem pH-Wert von 5,5 verwendet werden.Greifen Sie zu saugfähigen Inkontinenzartikeln und wechseln Sie die Einlagen und Windeln regelmäßig, um einen unnötig langen Kontakt von Urin und Stuhl auf der Haut zu vermeiden. Für die schnelle Reinigung zwischendurch eignet sich milder Reinigungsschaum oder spezielle Reinigungstücher. pixabay - silviaritaVerwenden Sie zur Pflege der Intimzone keine stark fettenden Salben, diese könnten die Saugleistung der Inkontinenzprodukte reduzieren. Lassen Sie beim Wechsel der Inkontinenzwindeln die Haut einige Zeit an der frischen Luft atmen, um Reizungen und Hautirritationen vorzubeugen. Im Falle von schwerer Inkontinenz empfiehlt sich die Verwendung einer Bettschutzeinlage, da durch längeren Kontakt mit Harn und Stuhl Entzündungen entstehen können. Erleichterung im Pflegehaushalt mit praktischen Pflegehilfsmitteln Nicht nur die auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Pflegeprodukte, sondern auch praktische Alltagshelfer in der Pflege können den Pflegealltag erleichtern. In unserem Sortiment finden Sie unter anderem: Faltbare Fußbäder für die schnelle und unkomplizierte Fußpflege. Zahnprothesendosen mit Reinigungsbürste für die einfache und bequeme Reinigung der dritten Zähne. Toilettensitz-Erhöhungen mit Deckel für den leichteren Toilettengang. Dosierspender zur hygienischen Abgabe von Desinfektionsmittel, Seifen und Waschlotionen. Finden Sie in unserem Online Shop eine Auswahl an günstigen Produkten für Haushalt und Körperpflege.TIPP: Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad 1 bis 5, haben Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss der Pflegekasse für Pflege- und Hilfsprodukte. Lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern ausführlich zu den diversen Pflegepaketen beraten. Quellenangaben:ZQPThema Altenpflege

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  • Astronautennahrung als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

    Besonders im fortschreitenden Alter ist die Nahrungsaufnahme für manche Personen aufgrund von Problemen beim Schlucken oder Kauen nur schwer möglich. Durch diese Einschränkung ist eine nährstoff- und vitaminreiche Ernährung oft nicht gegeben. Der Körper kann nicht mehr mit den lebensnotwendigen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen versorgt werden. Um einer Mangel- oder Unterernährung vorzubeugen bietet die Astronautenkost eine gute Möglichkeit zur Grundversorgung mit allen notwendigen Nährstoffen. Die Astronautenkost ist auch unter Trinknahrung bekannt und stellt in der Regel eine kalorienreiche Variante der Ernährung dar. Das gebrauchsfertige Getränk mit einer hohen Nährstoffdichte enthält alle essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße, die den normalen Nährstoffbedarf eines Menschen decken. pixabay - www_slon_pics Astronautennahrung – der Ursprung der Trinknahrung Mit Beginn der Raumfahrt in den 1960er Jahren, mussten sich die Ernährungswissenschaftler etwas Besonderes einfallen lassen, um die Astronauten während der bemannten Raumfahrt optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen zu können. Anfangs noch in Tuben- oder Würfelform wurde das Trockenessen bis zur heutigen Trinknahrung stetig weiterentwickelt. Die Astronautenkost bildet somit den Ursprung der Trinknahrung. Einsatz der Astronautennahrung Die Astronautennahrung wird vorrangig bei älteren Menschen, welche durch Krankheiten oder Operationen geschwächt sind, oder aus anderen Gründen keine normale Kost aufnehmen können, eingesetzt. Durch die Einnahme der hochkalorischen Trinknahrung können Ernährungsdefizite bei Mangel- als auch Unterernährung ausgeglichen werden. Sie findet jedoch auch Einsatz bei Patienten mit Schluckstörungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Demenz oder Stoffwechselerkrankungen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitszustand von geschwächten Personen. Formen der Astronautennahrung Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, gibt es heutzutage bereits viele verschiedene Formen der Astronautennahrung. Trinknahrung in gebrauchsfertigen Fläschchen, ideal für unterwegs. Trinknahrung in Pulverform zum einfachen Anrühren mit Wasser, Milch oder anderen Flüssigkeiten. Gelier- und Andickungsmittel, für die Bindung von Soßen, Suppen und anderen Flüssigkeiten. Astronautenessen in Form von Essensbrei und Cremes für den Nachtisch. pixabay - NjoyHarmony Da jede Krankheit eine individuelle Behandlung erfordert und auch unterschiedliche Nährstoffdefizite mit sich bringt, gibt es eine ganze Reihe von Trinknahrungen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen und Kaloriengehalt. So wurde eine speziell hochkalorische Trinknahrung für Patienten mit hohem Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen entwickelt, die einen besonders hohen Energiegehalt, sowie konzentrierte Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Für Menschen mit Niereninsuffizienz ist eine Astronautennahrung mit einem geringen Eiweißanteil erhältlich, um eine bessere Verträglichkeit zu gewährleisten. Es gibt jedoch auch Spezialnahrung für an Alzheimer erkrankte Personen oder für Menschen mit Dysphagie. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Arzt beraten, welche Trinknahrung für Sie am besten geeignet ist und die richtige Nährstoffzusammensetzung für Ihre Genesung aufweist. Für wen ist die Astronautennahrung geeignet? Generell ist die Astronautennahrung für jede Person geeignet, die noch in der Lage ist, die Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und zu verarbeiten (enterale Ernährung). Dank der flüssigen oder cremigen Konsistenz der Astronautennahrung ist eine orale Nahrungsaufnahme auch bei Schluckbeschwerden möglich. Nur wenn die Nahrungsaufnahme auf oralem Wege nicht mehr machbar ist, kann die Verabreichung der Trinknahrung auch direkt mittels Sonde in den Magen erfolgen. Wo findet Astronautennahrung Verwendung? Die Anwendungsgebiete der hochkalorischen Trinknahrung sind vielfältig, vorrangig wird sie in der Altenpflege, bei Krankheit oder nach Operationen und in der Palliativpflege eingesetzt. Doch auch Personen in der häuslichen Pflege, die aufgrund von Alter oder Erkrankung an massivem Gewichtsverlust leiden, werden mithilfe von Astronautenkost dringend benötigte Energie und Nährstoffe konzentriert zugeführt. Wo gibt es Astronautennahrung zu kaufen? Trinknahrung und Astronautennahrung sind in gut sortierten Fachgeschäften, in Onlineshops für Pflegebedarf und in der Apotheke erhältlich. Astronautennahrung auf Rezept – die Voraussetzungen Wenn die Fähigkeit zur ausreichenden regulären Nahrungsaufnahme fehlt oder eingeschränkt ist, kann der behandelnde Arzt eine Trinknahrung verordnen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann.Anmerkung: Die Verordnungsfähigkeit von medizinischer Trinknahrung ist in der Arzneimittelrichtlinie geregelt.Sieht der Arzt den Einsatz von Astronautenkost als medizinische Notwendigkeit, so kann er diese als Arzneimittel verordnen. Mit dem vom Mediziner ausgestellten Rezept erhalten die Patienten die notwendigen Produkte in der Apotheke oder einem ausgewählten Fachgeschäft. Welche Produkte werden von der Krankenkasse bewilligt? Trinknahrung, die als Zugabe zur normalen Ernährung geeignet ist und nur zum Aufbau dient (bilanzierte Diät). Trinknahrung, die zur ausschließlichen Ernährung eingesetzt wird (vollbilanzierte Diät). Produkte mit einem Mindestenergiegehalt von 1 kcal/ml. Bilanzierte und vollbilanzierte Diät Leidet der Patient unter Nährstoffmangel, Schwäche oder Vitaminmangel, ist jedoch noch in der Lage reguläre Mahlzeiten zu sich zu nehmen, kann Astronautenkost als zusätzliches Nahrungsmittel eingesetzt werden - bilanzierte Diät. Ist die gewohnte Nahrungsaufnahme nur schwer oder gar nicht mehr möglich, dient die Astronautennahrung meist als alleinige und vollwertige Nahrungsquelle – vollbilanzierte Diät. Ob eine bilanzierte oder eine vollbilanzierte Diät zum Einsatz kommt, entscheidet der jeweilige Arzt aufgrund der Erkrankung des Patienten und dessen Ausgangssituation. Diese speziellen Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden und müssen mit einem eindeutigen Hinweis „Zum Diätmanagement bei …..“ versehen sein. Ebenfalls muss angegeben sein, für welche Krankheit, Störung oder Beschwerden das diätische Lebensmittel geeignet ist. Bilanzierte Diät Bei der bilanzierten Diät handelt es sich um Lebensmittel, die als Zusatz zu der normalen Ernährung eingenommen werden, um z. B. einen vorübergehenden Nährstoffmangel auszugleichen oder im Falle von Gewichtsverlust rasch eine hohe Menge an Kalorien zuzuführen.Anmerkung: Lebensmittel für die bilanzierte Diät sind nicht zur Behandlung einer Krankheit bestimmt, sie dienen lediglich zur Linderung von Symptomen, die durch eine Krankheit entstehen, zum Aufbau und zur Abdeckung der fehlenden Nährstoffe aufgrund einer Krankheit. pixabay - FabianoAdvertising Vollbilanzierte Diät Bei der vollbilanzierten Diät dient die Trinknahrung als alleiniges Nahrungsmittel und versorgt den Patienten mit allen essentiellen Nährstoffen, Vitaminen und Eiweißen. Die Einnahme kann oral oder auch via Sonde erfolgen. Das Wichtigste im Überblick Astronautennahrung hat ihren Ursprung in der Raumfahrt und wurde als Trinknahrung eigens für Personen, welche aufgrund verschiedener Erkrankungen die nötigen Nährstoffe nicht mit der regulären Mahlzeit aufnehmen können und an Mangelerscheinungen leiden weiterentwickelt.Die Astronautenkost gilt als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und wird in der Regel von einem Arzt verordnet. Die Einnahme sollte vom zuständigen Mediziner beobachtet und kontrolliert werden.Medizinische Astronautennahrung ist verordnungsfähig und wird von der Krankenkasse bezahlt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann. Quellenangaben:AstronautennahrungArztpraxis BarmstedtDeutsche Apotheker Zeitung

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  • Die 40 Euro Pauschale für Pflegehilfsmittel

    Pflegebedürftige haben laut dem Pflegestärkungsgesetz Anspruch auf einen Zuschuss in der Höhe von Euro 40 zur Beschaffung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Diese sind in der Regel nur zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und dienen der Pflege des Patienten. Voraussetzung dafür ist ein anerkannter Pflegegrad und die häusliche Pflege. Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel? Die Pflegehilfsmittel dienen zur Sicherstellung der täglichen Grundpflege des Patienten und sollen der pflegenden Person die häusliche Pflege erleichtern. pixabay - Alexas_Fotos Sämtliche zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind im Pflegehilfsmittelverzeichnis in der Gruppe 54 aufgelistet. Das Hilfsmittelverzeichnis können Sie online bei den Kranken- und Pflegekassen oder im zuständigen Sanitätshaus einsehen. Zu den von der Pflegekasse unterstützten Pflegehilfsmitteln zählen unter anderem  Saugende Bettschutzeinlagen Saugende Bettschutzeinlagen werden besonders bei bettlägerigen oder inkontinenten Pflegebedürftigen als Matratzenschutz unter den Körper gelegt. Diese stark saugenden Einlagen können große Flüssigkeitsmengen aufnehmen und ermöglichen dem Patienten dennoch eine trockene Liegefläche. Durch die kompakte Größe lassen sich die Auflagen schnell und einfach wechseln. Die Bettschutzeinlagen sind als Pflegehilfsmittel zum einmaligen Gebrauch in verschiedenen Größen erhältlich. Fingerlinge Diese Schutzüberzüge für einzelne Finger werden vorrangig zum Entfernen von Restkot aus dem Rektum verwendet, sind aber auch für andere Tätigkeiten geeignet. Sie werden zum Schutz vor dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten des Pflegebedürftigen über die einzelnen Finger gezogen. EinmalhandschuheZum Schutz der Pflegeperson beim Umgang mit Körpersekreten und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten oder Infektionen. Einmalhandschuhe bieten im Gegensatz zu den Fingerlingen einen Schutz der gesamten Hand und werden somit von Experten bevorzugt empfohlen. MundschutzEin Mundschutz ist eine Abdeckung von Mund und Nase und dient sowohl für die Pflegeperson als auch für den Patienten als Schutz und zur Vorbeugung von Krankheiten. Die Anwendung eines Mundschutzes ist schon bei einer einfachen Erkältung ratsam um den meist ohnehin bereits geschwächten Pflegebedürftigen vor weiteren Erkrankungen zu schützen. SchutzschürzenMeist aus wasserfestem und abwaschbarem Folienmaterial, entweder zum einmaligen Gebrauch oder zur mehrmaligen Verwendung. Dient der pflegenden Person als Hygieneschutz. HändedesinfektionsmittelDie Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung wurde speziell für den täglichen Gebrauch und zum Auftragen auf die Haut entwickelt. Sie dient zum Schutz der Pflegeperson und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten. Die Hände sollten vorbeugend nach jedem Toilettengang sowie vor und nach den Mahlzeiten desinfiziert werden. FlächendesinfektionsmittelHierbei handelt es sich um eine Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung zur großflächigen Reinigung. Zur allgemeinen Hygiene und zur Minimierung von Risikofaktoren bei Krankheiten sollte die Flächendesinfektion vorbeugend auf oft gebrauchten Alltagsgegenständen, wie Fernbedienung, Telefon, Tischen, WC und Türschnallen verwendet werden. EinmallätzchenZum Schutz der Kleidung des Versicherten bei der Nahrungsaufnahme. In verschiedenen Ausführungen erhältlich, mit Kopföffnung oder Bändern zur Fixierung möglich, auch mit zusätzlicher Auffangtasche erhältlich. pixabay - whitesession Wer hat Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel? Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf die Erstattung der Kosten für zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel in Höhe von Euro 40 pro Monat. Voraussetzung für den Bezug dieser Leistung ist die private Pflege im häuslichen Umfeld der pflegebedürftigen Person. Befindet sich der Versicherte in einem Pflegeheim oder einer stationären Einrichtung werden die Pflegehilfsmittel von der Einrichtung selbst zur Verfügung gestellt und fallen unter deren laufende Betriebsmittel. Wird der Patient durch einen gewerblichen Pflegedienst betreut, müssen die Pflegehilfsmittel vom Pflegeanbieter bereitgestellt werden. Bei einer kombinierten Pflege aus privater Betreuung und einem professionellen Pflegedienst, besteht ebenso Anspruch auf die Erstattung der Pflegehilfsmittel durch die Pflegekasse. Für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel wird keine ärztliche Verordnung benötigt, es genügt der Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Pflegekasse. Nach erfolgreicher Beantragung bei der Kasse, können Sie die gewünschten Produkte ganz einfach bei uns bestellen und wir liefern Ihnen Ihr monatliches Pflegepaket ganz bequem direkt nach Hause. Wie kann ich die Pflegehilfsmittel beantragen? Um die monatliche Pauschale für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel in Höhe von Euro 40 zu erhalten muss ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse eingereicht werden. In einigen Fällen muss der Antrag für die Hilfsmittel an die Krankenkasse gestellt werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Hilfsmittel einen Teil der Versorgung darstellen, welcher aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung notwendig ist. Der Antrag für die Kostenübernahme ist in der Regel bei der Pflegekasse oder auch bei den Anbietern für Hilfsmittel erhältlich. Es ist auch möglich den Zuschuss telefonisch bei der Pflegekasse zu beantragen. Hier wird Ihnen im Normalfall ein Formular zum Ausfüllen zugesandt. Wir empfehlen allerdings die Kostenübernahme für die Pflegehilfsmittel schriftlich zu beantragen. Ist der Pflegebedürftige bereits in einen Pflegegrad eingestuft, ist in der Regel im Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vermerkt, welche Pflegehilfsmittel für die Pflege notwendig sind. Die Auszahlung der Pauschale ist per Überweisung am Monatsanfang oder rückwirkend durch Einreichen der Rechnungen möglich. Eine nachträgliche Erstattung erfolgt nur nach Vorlage der Quittungen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragstellung. Lassen Sie sich Ihr Hilfsmittelpaket automatisch jeden Monat nach Hause liefern Mit unserer Abo-Funktion können Sie sich ganz einfach Ihr persönliches Hilfsmittelpaket zusammenstellen und wir liefern Ihre ausgewählten Produkte Monat für Monat automatisch bis vor Ihre Haustüre. Wir garantieren eine pünktliche Lieferung in einer neutralen Verpackung. Somit entfallen für Sie die aufwendigen monatlichen Besorgungen und Sie haben mehr Zeit um Ihre Angehörigen zu pflegen. Sollten sich Ihre Bedürfnisse ändern, können Sie das monatliche Abo jederzeit ganz einfach anpassen. Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung? Auch das übernehmen wir gerne für Sie, senden Sie uns einfach das ausgefüllte Antragsformular und wir kümmern uns um den Rest. Die Verrechnung erfolgt direkt mit der Pflegekasse. Haben Sie noch Fragen? Unsere Fachberatung steht Ihnen unter 0621 3 915657 - 23 oder per Mail info@hilfsmittelprofi.de gerne zur Verfügung. Quellenangaben:AOKSozialversicherung kompetent

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  • Trinknahrung für Diabetiker - die gesunde Ergänzung

    Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, leiden oft auch an Mangelerscheinungen von bestimmten Nahrungsinhaltsstoffen. Besonders häufig fehlt es an Omega-3 Fettsäuren, Ballaststoffen, Zink, Chrom und Magnesium, sowie Antioxidantien und Mikronährstoffen.   Daher ist es besonders wichtig eine optimale Versorgung mit den notwendigen Nahrungsinhaltsstoffen zu gewährleisten. Trinknahrungen für Diabetiker können helfen, dem Körper die lebenswichtigen Nährstoffe zuzuführen. Was ist Diabetes Diabetes mellitus, besser bekannt unter dem Namen Zuckerkrankheit, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung und tritt in der heutigen Zeit immer häufiger auf. Diabetes beschreibt den Zustand, wenn der Blutzuckerspiegel im Körper zu hoch ist.   pixabay - Tumisu Insulin Bei Insulin handelt es sich um ein lebenswichtiges Hormon, welches von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist eines der Hormone, die dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, indem es das Blut von Glukose reinigt und ihm hilft in die Zellen einzudringen. Der Blutzuckerspiegel ist ein wichtiger Brennstoff für die Zellen, daher ist es wichtig, dass das Insulin in ausreichender Menge vorhanden ist und richtig im Körper fungiert. Sowohl ein niedriger als auch ein zu hoher Blutzuckerspiegel stellen eine Gefahr für den Körper dar. Formen der Diabetes Es gibt verschiedene Arten von Diabetes, die beiden Haupttypen sind jedoch Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Beide sind gefährlich und können unbehandelt aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels das Herz, die Augen, die Füße und die Nieren schwer schädigen. Diabetes Typ I Bei dem selteneren Typ I Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zu wenig oder gar kein Insulin mehr. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die eigentlich für die Insulin Produktion verantwortlich sind, werden beim Typ I von den körpereigenen Abwehrzellen zerstört. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit ein stetig zunehmender Insulinmangel. Diese Form der Diabetes entwickelt sich meist bereits im Kindes- oder Jugendalter und ist eine Autoimmunerkrankung. Diabetes Typ II Der Typ II Diabetes kommt weitaus häufiger vor und wird oftmals durch eine ungesunde Lebensweise, wie Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung oder aufgrund genetischer Vorbelastung ausgelöst. Hier kommt es zu einer verminderten Insulinwirkung. In diesem Fall ist die Bauchspeicheldrüse zwar in der Lage genügend Insulin zu produzieren, jedoch kann es seine Wirkung an den Zellen nicht richtig entfalten. Die Körperzellen können die Glukose nicht mehr richtig aufnehmen, da sie mit der Zeit unempfindlich gegenüber Insulin werden (Insulinresistenz). Infolgedessen verbleibt mehr Zucker im Blut und die Bauchspeicheldrüse ist gezwungen mehr Insulin zu produzieren. Wenn sie durch die andauernde Überproduktion erschöpft ist, kommt es zum Insulinmangel und somit zur Entwicklung eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. Ernährung bei Diabetes Um eine Unterzuckerung und Komplikationen bei Diabetes zu vermeiden, ist es wichtig optimale Stoffwechselwerte zu erreichen und diese auch aufrechtzuerhalten. Dabei muss der Blutzuckerspiegel im normalen Bereich oder zumindest so nah wie möglich am Normwert liegen.   pixabay - silviarita   Die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes stellen kohlenhydrathaltige Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, frisches Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte, Reis und Nudeln.   Neben der Änderung des Lebensstils und der eventuellen Einnahme von Medikamenten, müssen Menschen mit Diabetes auf ihren Blutzuckerspiegel und die Lebensmittel achten, die sie jeden Tag essen. Eine gute Option für eine schnelle, diabetische Mahlzeit für unterwegs oder zwischendurch, bietet eine Trinknahrung für Diabetiker. Natürlich ist eine gesunde Ernährung mit Vollwertkost immer am besten, aber Flüssignahrung ist eine gute Alternative, wenn eine gesunde Mahlzeit nicht infrage kommt. Trinknahrung für Diabetiker Eigens für Diabetiker entwickelte Trinknahrung, unterstützt die Patienten den Blutzuckerspiegel im Normbereich zu halten und ist speziell auf den Stoffwechsel von an Diabetes erkrankten Personen abgestimmt.   Zudem sichert sie den Energie- und Nährstoffbedarf und stellt eine Ergänzung zur herkömmlichen Nahrung dar. Trinknahrung für Diabetiker ist laktosearm, glutenfrei und fruktosefrei.   Die praktischen und wiederverschließbaren Trinkflaschen können bei Raumtemperatur gelagert werden. Angebrochene Flaschen müssen im Kühlschrank aufbewahrt und sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.   Die Inhaltsstoffe der diabetischen Trinknahrung tragen dazu bei, die Insulinsensitivität zu erhöhen und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Zudem ist die Zusammensetzung auf konkrete Krankheitsbilder, wie etwa Morbus Crohn, Mangelernährung und Verdauungsprobleme zugeschnitten. Diben Trink-Ergänzungsnahrung für Diabetiker Die Diben Trink-Ergänzungsnahrung ist speziell für Diabetiker, Patienten mit erhöhtem Eiweißbedarf und Personen mit gestörter Glukosetoleranz geeignet. Der Drink wird auch bei Anorexie, Mangelernährung, bei erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf, sowie in der Rekonvaleszenz ergänzend eingenommen. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Waldfrucht, Vanille und Cappuccino sorgen zudem für Abwechslung.     Diese Trink-Ergänzungsnahrung ist besonders hochkalorisch und eiweißreich, hat einen niedrigen glykämischen Index, ist reich an Chrom, Vitamin C, Vitamin E, ß-Carotin und Flavonoiden, außerdem ist es reich an Ballaststoffen.   Drei dieser Drinks mit 200 ml, decken bereits die empfohlene Tagesdosis eines Erwachsenen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Nährstoffe pro 100 ml: Energie 150 kcal 1,1 BE Protein 20 % 7,5 g Fett 42 % 7,0 g Kohlenhydrate 35 % 13,1 g Ballaststoffe 3 % 2,0 g Wasser 79 ml   Die Zusammensetzung an ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen helfen den Darm zu regulieren und fördern eine gesunde Darmflora. Dies beugt Verdauungsproblemen, wie Durchfall und Verstopfungen vor. Ebenso werden das Herz, die Blutgefäße und das Immunsystem dank der ausgewogenen Fettsäuremuster geschützt.   Aufgrund der Kaloriendichte eignet sich der Diben Drink besonders für Patienten mit Mangelernährung und Personen in einer gesundheitlichen Aufbauphase. Quellenangaben: Gesundheit Medicalforum

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  • Aufbaunahrung für Senioren und bei erhöhtem Nährstoffbedarf

    Viele Menschen essen weniger, wenn sie älter werden und können durch die täglichen Mahlzeiten den notwendigen Nährstoffbedarf nicht mehr ausreichend decken. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen ist eine ergänzende Einnahme von Aufbaunahrung sinnvoll.   Aufbaunahrung liefert dem Körper durch die gezielte Nährstoffzufuhr Energie, unterstützt bei der Regeneration und versorgt ihn mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen. Die Trinkfertige Aufbaukost dient somit im Idealfall dem Erhalt des Ernährungszustandes oder hilft diesen verbessern.   pixabay - truthseeker08 Für wen ist eine Aufbaunahrung geeignet Generell wird Aufbaunahrung als eine ergänzende Ernährung bei Mangelerscheinungen und zur Gewichtszunahme verabreicht.   Hauptsächlich sind Senioren betroffen, die nicht mehr in der Lage sind, durch die konventionelle Ernährung die notwendigen Nährstoffe zu sich zu nehmen. Jedoch tritt eine Mangelernährung auch bei jüngeren Personen auf. Die Auslöser können verschiedener Natur sein und reichen von krankheitsbedingter Appetitlosigkeit, Stoffwechsel- und Darmerkrankungen über Diabetes, Muskelschwund, Krebserkrankungen und Schlaganfall bis hin zu Untergewicht und Essstörungen. In welchem Fall ist eine Aufbaukost sinnvoll Während gesunde Menschen notwendige Nährstoffe über die täglichen Mahlzeiten beziehen, kann es für kranke Personen oder Personen, für die eine normale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, problematisch werden.   Ist ein erhöhter Nährstoffbedarf gegeben, etwa bei konsumierenden Krankheiten oder während der Rekonvaleszenz, kann eine ergänzende Aufbaukost die ausreichende Energiezufuhr sicherstellen.   In erster Linie wird Aufbaunahrung bei folgenden Problemen oder Krankheiten eingesetzt:   Unverträglichkeit von Kuhmilcheiweiß Appetitlosigkeit Glutenunverträglichkeit Mangelernährung Darmerkrankungen, wie etwa Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Diabetes Gewichtsverlust Essstörungen Demenz oder Alzheimer Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse Rekonvaleszenz Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz Nach chirurgischen Eingriffen Bei Schlaganfallpatienten Bei Schluckbeschwerden Gicht Tumorerkrankungen Infektionen, Aids Erkrankungen der Leber Muskelschwund, Multiple Sklerose Stoffwechselerkrankungen   Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Produkten, welche bedarfsgerecht an die jeweiligen Nährstoffmängel angepasst sind. So unterstützen spezielle Trinknahrungen individuell entweder durch mehr Ballaststoffe oder durch zusätzliches Eiweiß die zahlreichen Ernährungslücken.   Aufgrund der unterschiedlichen Dichte an Energie, Ballaststoffen und Nährstoffen der einzelnen Produkte, kann die Aufbaunahrung gezielt bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt werden. Welche Vorteile hat die Aufbaunahrung In einem kleinen Fläschchen von 200 ml sind alle wichtigen Nährstoffe komprimiert, die der Körper braucht. Die Aufbaunahrung dient als wichtige Energiequelle, sorgt aufgrund der Kohlenhydrate für einen ausgeglichenen Energiehaushalt und hilft mit den hochwertigen Eiweißen beim Muskelaufbau. Auch die Immunabwehr wird durch die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe gestärkt.   Enthält alles was der Körper für eine schnelle Genesung benötigt. Ist reich an Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitaminen und Mineralstoffen. Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch und proteinreich, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. Sowohl glutenfrei als auch laktosefrei erhältlich. Kann sowohl als Ergänzung zu den täglichen Mahlzeiten als auch vorübergehend als vollständiger Ersatz der Nahrung verwendet werden. In verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, pikant fruchtig und neutral) erhältlich. Auch für Personen mit Kau- und Schluckbeschwerden geeignet. Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. In verschiedenen Formen erhältlich, als Drink, in Pulverform und als Pudding. Die praktischen Fläschchen sind einfach in der Handhabung und somit auch für unterwegs gut geeignet. Auch das Aufbaupulver lässt sich schnell und einfach zubereiten. Die Aufbaunahrung bietet bei sachgerechter Lagerung eine lange Haltbarkeit. Das vielfältige Sortiment bietet Produkte für unterschiedliche Krankheitsbilder, die dem Körper genau die Nährstoffe liefern, die er benötigt.   Die Aufbaunahrung wird in flüssiger Form eingenommen und hat eine cremige Konsistenz. Aufgrund der verschiedenen Geschmacksrichtungen und der sehr guten Verträglichkeit, wird die trinkfertige Aufbaukost sehr gut angenommen.   pixabay - ikkilacerda Wann ist Vorsicht geboten Fertigdrinks wie Aufbaunahrung oder Astronautennahrung können bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Medikamenten zu Wechselwirkungen führen. Da Ernährungsgetränke meist hohe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, kann es zu Nebenwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kommen. So kann etwa eine erhöhte Zufuhr von Vitamin K die Wirksamkeit von Blutverdünnern beeinflussen   Um Komplikationen zu vermeiden ist es daher wichtig, sich mit dem behandelndem Arzt in Verbindung zu setzen, um eine etwaige Wechselwirkung der verschriebenen Medikamente mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln abzusprechen.   Achten Sie auf eine gute Qualität der Produkte und beziehen sie die Trinknahrung ausschließlich aus Fachgeschäften oder Apotheken. Aufbaunahrung auf Rezept Ist ein Patient aus krankheitsbedingten Gründen nicht mehr in der Lage reguläre Mahlzeiten aufzunehmen, kann eine spezielle Aufbaunahrung vom Arzt verordnet werden. In diesem Fall übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine medizinische Ernährung.   Oft wird eine Mangelernährung diagnostiziert, erfolgt eine ungewollte Gewichtsabnahme oder kann der notwendige Energiebedarf nicht über die normale Ernährung gedeckt werden.   Der Einsatz von flüssiger Aufbaukost kann sowohl in der häuslichen Krankenpflege, als auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen erfolgen.   Sprechen Sie mit Ihrem behandelndem Arzt unter welchen Voraussetzungen die Verordnung für Trinknahrung möglich ist.   TIPP: Für die Verordnung von Flüssignahrung ist kein Pflegegrad notwendig, die Notwendigkeit einer medizinischen Ernährung richtet sich alleine nach dem Krankheitsbild. Aufbaudrinks zur alleinigen Ernährung oder als Nahrungsergänzung Aufbaunahrung kann sowohl als Ergänzung zur Normalkost als auch zur alleinigen Ernährung verwendet werden. Die Einnahme ist dabei vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig und wird im Idealfall vom zuständigen Arzt verordnet.   Je nach Notwendigkeit der zusätzlichen Energie- und Nährstoffzufuhr dient die Trinknahrung entweder als Zwischenmahlzeit oder kann in Form von Suppen oder Cremen auch als hochkalorische Hauptmahlzeit eingenommen werden.       Fazit Aufbaunahrung in flüssiger Form stellt eine vollbilanzierte Nahrung dar, die alle lebensnotwendigen Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt. Zudem weist sie eine hohe Kaloriendichte und eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen auf, um die Gewichtszunahme zu ermöglichen und Mangelerscheinungen auszugleichen.   Aufgrund der optimalen Portionsgrößen von 200 ml, ist sie handlich und flexibel einsetzbar. Die praktischen und wiederverschließbaren Fläschchen sind optimal für unterwegs und sichern eine schnelle und einfache Nährstoffzufuhr.   Aufbaukost gibt es in einer Reihe von Geschmacksrichtungen und in verschiedenen Darreichungsformen. Die wohl bekannteste Form ist die flüssige Trinknahrung in Fläschchen, weiters gibt es sie in Pulverform zum einfachen Anrühren und als Pudding.   Hochkalorische Trinknahrung ist gut sortierten Drogerien frei erhältlich, um eine hohe Qualität zu gewährleisten sollte diese jedoch nur in speziellen Fachgeschäften und Apotheken gekauft werden.   Generell ist die vorherige Konsultation eines Arztes zu empfehlen, da es in manchen Fällen zu Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln kommen kann. Wird die Aufbaunahrung von einem Arzt verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.     Quellenangaben: Was essen bei KrebsKrebs und Ich  

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