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  • Inkontinenzberatung – Die richtigen Ansprechpartner, wenn es unter die Gürtellinie geht

    Nach wie vor wird ungern über Inkontinenz gesprochen. Als Tabuthema abgestempelt, scheuen viele Betroffene den Gang zum Arzt und schämen sich dieses Problem anzusprechen.   Doch entgegen der allgemeinen Annahme sind sie nicht allein. Weltweit sind etwa 200 Millionen Menschen betroffen. Eine unglaubliche Zahl, nicht wahr?   pixabay - geralt Inkontinenz betrifft weitaus mehr Menschen als Sie denken Aus bisher veröffentlichten Statistiken geht hervor, dass allein in Deutschland rund 10 Millionen Menschen an einer mehr oder minder starken Form der Inkontinenz leiden. Da sich nach wie vor ein Großteil der Betroffenen dafür schämt und nicht öffentlich darüber spricht, liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.   Viele an Blasenschwäche leidende Menschen suchen erst nach einem langen Leidensweg einen Arzt auf. Aus Scham versuchen sie die Symptome zu verbergen, ziehen sich zurück und suchen erst nach langer Zeit Hilfe.   Weitere Infos zu den verschiedenen Formen der Inkontinenz finden Sie in unserem Ratgeber. Schämen Sie sich nicht Sich bei Inkontinenz Hilfe zu suchen ist für viele Betroffenen oft sehr schwer. Sie fühlen sich bloßgestellt und vermeiden die direkte Ansprache des Problems. Über die Symptome und Ausprägung der Blasenschwäche zu sprechen ist mitunter unangenehm, hilft jedoch bei der Behandlung und erleichtert den Umgang damit.   Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte haben tagtäglich mit Inkontinenz und deren Begleiterscheinungen zu tun und sind es gewohnt darüber zu sprechen. Es ist ihre Aufgabe aufzuklären und den Betroffenen die bestmögliche Behandlung und Therapie zu ermöglichen.   Sie empfinden weder Ekel noch haben sie Berührungsängste, wenn es um dieses Thema geht.   Scheuen Sie sich also nicht mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Pflegepersonal über Ihre Inkontinenz oder der Ihres Angehörigen zu sprechen. Wo finden Sie Hilfe? Für Betroffene und pflegende Angehörige gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Inkontinenz Ratgebern, die mit praktischen Hinweisen über das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz aufklären und Tipps zum Umgang mit dem Betroffenen geben.   Die Pflegestützpunkte der Pflegekassen bieten Hilfestellungen und Beratung an. Über das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten pflegende Angehörige kostenlos eine vertrauliche Beratung durch Experten. Auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit gibt Auskunft zu rechtlichen Themen. Zudem gibt es deutschlandweit mehr als 1300 zertifizierte ärztliche Beratungsstellen, die über die Deutsche Kontinenz Gesellschaft abrufbar sind.   pixabay - mohamed-hassan   Weitere Ansprechpartner finden Betroffene in Apotheken, Sanitätshäusern für Pflegebedarf und Krankeneinrichtungen.   Diverse Anlaufstellen für Personen mit einer Harn- oder Stuhlinkontinenz bieten eine anonyme Beratung, welche entweder telefonisch oder auch online möglich ist. Inkontinenzberatung in der Apotheke Apotheker sind bestens ausgebildet im Bereich der Pharmazie und Experten auf ihrem Gebiet. Sie geben gerne Auskunft über die verschiedensten Inkontinenzhilfsmittel und beraten in Bezug auf mögliche homöopathische Zusatzmaßnahmen.   Zudem wird über die verschiedenen Inkontinenzformen aufgeklärt und Empfehlungen für etwaige Behandlungsmöglichkeiten gegeben.   Ein Beratungsgespräch zum Thema Inkontinenz wird in der Regel in einem separaten Raum unter vier Augen geführt, um die notwendige Diskretion zu wahren und dem Betroffenen die notwendige Sicherheit zu geben.   In einer geschützten Atmosphäre finden von Blasenschwäche betroffene Menschen und deren Angehörige die Gelegenheit mit kompetenten Fachleuten über dieses unangenehme Thema offen zu sprechen.   Finden Sie die richtigen Inkontinenzhilfsmittel mit unserem Leitfaden. Inkontinenzberatung in der häuslichen Pflege Menschen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen sind oft mit der Situation überfordert. Kommt Inkontinenz ins Spiel stoßen viele Menschen schnell an ihre Grenzen.   Hier ist Einfühlungsvermögen gefragt. Speziell ausgebildete Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und staatlich geführten Pflegestützpunkten schulen und unterstützen private Pflegepersonen in der Pflege Ihrer Angehörigen.   Doch auch pflegebedürftige Personen selbst haben die Möglichkeit sich mit einem Experten auf diesem Gebiet über ihre Ängste und Sorgen zu unterhalten.   Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bieten die Möglichkeit zum Austausch. Betroffene Personen erkennen, dass sie mit diesem Problem nicht allein sind und öffnen sich leichter diesem Thema.   Es ist vor allem auch für die betreuenden Personen wichtig, sich über Inkontinenz zu informieren. Sich Hilfe zu holen bedeutet nicht zu versagen. Ganz im Gegenteil, durch geeignete Schulungen und Hilfsmittel wird der Umgang mit den Symptomen der Inkontinenz sowohl für die pflegende Person als auch für den Patienten wesentlich erleichtert. Inkontinenz in einer Pflegeeinrichtung In der professionellen Pflege gibt es spezielle Richtlinien für den ethischen Umgang mit Inkontinenz und den daraus resultierenden Symptomen.   Angefangen bei der würdevollen Versorgung des Patienten über die Aufklärung und angemessenen Kommunikation bis hin zur seelischen Unterstützung.   Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen haben eine fundierte Ausbildung unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze und der Aufrechterhaltung der Würde des Patienten. Versorgung mit Inkontinenzprodukten Da Inkontinenz eine von der WHO anerkannte Krankheit ist, haben Betroffene Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Somit tragen diese die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen und die Grundversorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln.   Für eine Kostenübernahme ist allerdings eine ärztliche Verordnung notwendig. Besuchen Sie unseren Shop und finden Sie die richtigen Inkontinenzeinlagen für Ihre Bedürfnisse – Hilfsmittelprofi.   Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl geeigneter Produkte. Sprechen Sie uns an, unsere Fachberater sind von Montag bis Freitag von 09 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 0621 391 56 57 23 für Sie erreichbar.   Quellenangaben Bundesministerium für FamilieKontinenz-Gesellschaft    

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  • Harnwegsinfekt – eine schmerzliche Angelegenheit

    Mehr als jede zweite Frau leidet in ihrem Leben zumindest ein Mal unter einem Harnwegsinfekt. Männer sind meist erst im höheren Alter von dieser Erkrankung betroffen.   Somit gehört der Harnwegsinfekt zu der am häufigsten vorkommenden Infektionsart des Menschen.   pixabay - Mohamed Hassan   Was genau ist ein Harnwegsinfekt Bei einer Entzündung der Harnröhre spricht man von einem Harnwegsinfekt. Meist ist auch die Blase, in manchen Fällen sogar die Niere betroffen.   Hierbei gelangen Bakterien in die Harnröhre und führen zu Reizungen der Blasenschleimhaut. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Auslösern der Entzündung um Kolibakterien.   Der Körper versucht die Erreger wieder aus dem Körper zu schwemmen und produziert aus diesem Grund vermehrt Harn, daher spürt der Betroffene auch einen ständigen Harndrang.   Aufgrund der Entzündung und des andauernden Harndranges kommt es zu Krämpfen der Harnröhre und der Blase, was zu starken Schmerzen im Unterleib führen kann. Harnwegsinfekt beim Mann Männer sind weitaus seltener von einem Harnwegsinfekt betroffen als Frauen. Da sie eine längere Harnröhre haben, wird den Erregern das Aufsteigen in die oberen Harnwege und die Blase erschwert.   Erst im fortgeschrittenen Alter, wenn sich die Prostata vergrößert und eventuell die Harnwege des Mannes verengen, verbleibt häufig noch ein Restharn in der Blase. Dies kann Infektionen begünstigen. Harnwegsinfekt bei der Frau Frauen haben aufgrund ihrer Anatomie ein vielfach höheres Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken als Männer. Die Harnröhre der Frauen ist kürzer, so gelangen Krankheitserreger und Bakterien viel schneller in den Körper und können sich dort einnisten. Welche Symptome treten bei einem Harnwegsinfekt auf Erste Anzeichen eines Harnwegsinfektes sind vor allem ein übermäßiger Harndrang, obwohl die Blase leer ist und ein Brennen beim Urinieren. Auch ein starker Juckreiz im Bereich der Harnröhre und Unterleibsschmerzen können auf eine Infektion hindeuten. Zudem kommt es zu einem üblen Geruch und einer Trübung des Harns.   Bei einer fortgeschrittenen Infektion kann mitunter auch Blut im Urin vorkommen Einige Fälle eines Harnwegsinfektes verlaufen jedoch auch völlig beschwerdefrei und der Betroffene merkt oft erst sehr spät oder gar nichts davon.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten und die Nieren in Mitleidenschaft gezogen, wird der Patient auch oft von Fieber, Schüttelfrost und starken Flankenschmerzen geplagt. Sogar Übelkeit und Erbrechen sind möglich.   Die Symptome im Überblick: Übermäßiger Harndrang Juckreiz Brennen beim Wasserlassen Unterleibsschmerzen Unangenehmer Geruch des Urins Trübung des Harns Blut im Urin Vorübergehende Inkontinenz Fieber Schüttelfrost Flankenschmerzen Übelkeit Erbrechen Eitriger Ausfluss Was tun, wenn die ersten Anzeichen auftreten Bemerken Sie erste Anzeichen, die auf einen Harnwegsinfekt hindeuten, trinken sie ausreichend, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen und halten Sie ihren Unterleib warm.   Unterstützend kann ein spezieller Blasentee mit harntreibender Wirkung aus der Apotheke verwendet werden. Hausmittel oder Arztbesuch?   Immer wieder hört man von diversen Hausmitteln, die bei einem Harnwegsinfekt wahre Wunder wirken sollen. Cranberry Saft, viel trinken, Blasentees und der Verzicht auf Kaffee und Alkohol können eine Ausbreitung der Bakterien und Keime verhindern. pixabay - geralt Bei anhaltenden Beschwerden oder Komplikationen sollte auf jeden Fall ein Arzt zurate gezogen werden.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten, ist in den meisten Fällen eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich. Unterstützend können die genannten Hausmittel jedoch eingenommen werden.   Doch Antibiotika ist nicht gleich Antibiotika. In vielen Fällen ist eine genaue Identifikation der Erreger notwendig, um das richtige Antibiotika zu verschreiben. Eine Antibiotikatherapie dauert in der Regel acht Tage, in Ausnahmefällen auch etwas länger. Ist eine Harnwegsinfektion ansteckend? Ja, grundsätzlich ist eine Harnwegsinfektion ansteckend. Auch wenn die Übertragung meist auf anderen Wegen stattfindet, können die Keime durch Sex oder die gemeinsam genutzte Toilette übertragen werden.   Aus diesem Grund ist besonders im Falle einer Infektion auf äußerste Hygiene zu achten, um seine Mitmenschen nicht anzustecken.   Im Normalfall wird auch der Partner des Patienten mitbehandelt, um die wiederholte Ansteckung zu vermeiden. Besonders bei Männern bleibt ein Harnwegsinfekt oft unbemerkt, was eine neuerliche Ansteckung nach einer erfolgreichen Therapie begünstigen kann. Ursachen Ein Harnwegsinfekt kann durch viele Faktoren begünstigt werden und es gibt verschiedene Möglichkeiten sich anzustecken.   In den meisten Fällen wird ein Infekt durch Darmbakterien ausgelöst. Dies geschieht vor allem wenn Frauen nach dem Stuhlgang von hinten nach vorne wischen und so die Kolibakterien direkt in Richtung Harnröhre streichen. Doch auch durch sexuelle Praktiken können Erreger in die Harnwege gelangen.   Ein weiteres Risiko birgt der Aufenthalt im Krankenhaus. Auch wenn im Spital höchst penibel auf Hygiene geachtet wird, sind hier doch die meisten Krankheitserreger vorhanden. Speziell beim Legen eines Katheters oder bereits vorhandener Inkontinenz kann es passieren an einer Harnwegsinfektion zu erkranken.   Möglichkeiten sich anzustecken: Übermäßige Intimpflege Falsche Intimpflege Schwaches Immunsystem Dünne Schleimhäute Wechselnde Sexualpartner Öffentliche Toilette Schwimmbad Sauna Krankenhaus Katheter Einen Harnwegsinfekt vorbeugen Es gibt einige Dinge, auf die man achten kann, um eine unliebsame Harnwegsinfektion vorzubeugen. pixabay - geralt Trinken Sie ausreichend, um die Vermehrung von Bakterien und Keimen in Ihrem Körper zu vermeiden. Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Halten Sie den Harndrang nicht zurück, dies kann die Vermehrung von Bakterien begünstigen. Vermeiden Sie jegliche Reizung der Harnröhre. Halten Sie Ihren Unterleib warm und schützen Sie ihn vor Unterkühlung. Verwenden Sie keine reizenden Seifen oder Lotionen im Intimbereich. Achten Sie auf die richtige Intimhygiene und wischen Sie nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten, um eine Kontamination der Harnröhre mit Darmbakterien auszuschließen. Gehen Sie nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette und lassen Sie Harn. Stärken Sie Ihr Immunsystem auf natürliche Weise mit speziellen Kräutertees und Cranberrysaft. Mögliche Komplikationen Unbehandelt kann ein harmloser Harnwegsinfekt zu Komplikationen führen und im leichtesten Fall chronische Beschwerden nach sich ziehen.   Wird eine Entzündung der Harnwege ignoriert und nicht behandelt breitet sich diese weiter im Körper aus und kann im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung oder auch zu Nierenversagen führen.   Aus diesem Grund ist es ratsam, auch bei geringen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um mit ihm die richtige Therapie zu besprechen.   Eine Harnwegsinfektion kann mit einer entsprechenden Behandlung vollständig und relativ rasch geheilt werden.   Quellenangaben: Blasenentzündung.ch Urologenportal  

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  • Mischinkontinenz - Was ist das?

    Blasenschwäche ist für Millionen von Menschen in Deutschland eine alltägliche Herausforderung. Es gibt verschiedene Formen von Blasenschwäche. Bei der Mischinkontinenz treten sowohl Symptome der Drang- als auch der Belastungsinkontinenz auf. Mischinkontinenz ist nach Belastungsinkontinenz die zweithäufigste Inkontinenzart und betrifft insbesondere Frauen im Alter ab ca. 50 Jahren. pixabay - Michael Gaida Oft kommt zu einer bereits bestehenden Inkontinenzform die zweite Art dazu. Der unkontrollierte Verlust von Urin tritt bei körperlicher Belastung, Husten, Niesen, Lachen, Pressen oder schwerem Heben auf. Dazu kommt es zu einem unmittelbaren starken Harndrang, so dass der Urin nicht zurückgehalten werden kann, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Was sind mögliche Ursachen für eine Mischinkontinenz? Schwache Beckenbodenmuskulatur und schwaches Bindegewebe (insbesondere bei Belastungsinkontinenz) Normaler Alterungsprozess Belastungen durch Schwangerschaft und Geburt, Verletzungen, Operationen Hormonelle Veränderungen, z.B. durch die Wechseljahre Absenken von Gebärmutter und Blase Schlechterer Verschluss der Harnröhre Überaktivität der Verschlussmuskulatur (bei Dranginkontinenz) Krebserkrankungen Diabetes Entzündungen, Reizungen, Nervenschäden Neurologische Erkrankungen, z.B. Multiple Sklerose Häufig wiederkehrende Blasenentzündungen Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Wie wird Mischinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Blasenschwäche sollten die Art von Blasenschwäche und mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Ihr behandelnder Arzt kann im Gespräch Ihre individuelle Situation besser einschätzen. Alle Informationen zu Schwangerschaften, Geburten, Operationen, Krankheiten, medikamentösen Behandlungen und Sexualleben können bereits hilfreich sein.  Für eine genaue Diagnose ist die körperliche Untersuchung von Bauchraum, Blase und angrenzenden Organen notwendig. Bei Frauen wird zusätzlich eine Vaginal-und Enddarmuntersuchung, ggf. auch durch eine Ultraschalluntersuchung, vorgenommen. Bei Männern sollte die Prostata abgetastet werden. Ebenso sollte der Urin untersucht werden und ein Protokoll über Flüssigkeitsaufnahme und Ausscheidungssituationen geführt werden. Auch eine Blasenspiegelung kann weitere Aufschlüsse geben. Weitere Möglichkeiten sind die Restharnbestimmung in der Blase, der Pad-Test zur Bestimmung des Schweregrades der Harninkontinenz und die urodynamische Untersuchung der Funktionsweise von Blase und Harnröhre.  Therapien bei Mischinkontinenz Die Behandlung von Mischinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Situation angemessen. Liegen vorwiegend Symptome der Dranginkontinenz vor, werden diese bevorzugt behandelt, treten häufiger Beschwerden der Belastungsinkontinenz auf, liegt der Therapieschwerpunkt in diesem Bereich. Beckenbodentraining Blasentraining Änderung des Trinkverhaltens, Toilettentraining Medikamentöse Behandlung, z.B. zur Beckenbodenentspannung Hormonelle Behandlung Vorbeugende Maßnahmen gegen Blasenentzündung Pressarbehandlung Taping zur Verringerung des Harndranges Operative Eingriffe, als letztes Mittel, wenn keine der Maßnahmen hilft Die richtigen Hilfsmittel bei Mischinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. pixabay - congerdesign Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Überlaufinkontinenz - Welche Symptome gibt es?

    Überlaufinkontinenz kennzeichnet sich durch Symptome, bei denen Betroffene kaum wahrnehmbar und ohne spürbaren Harndrang tröpfchenweise Urin abgeben, was sich bei Druck auf den Bauchraum verstärken kann. Bei spürbarem Harndrang bleibt nach dem Toilettengang ein Harnrest in der Blase. Die Blase wird aufgrund eines blockierten Harnabflusses nicht vollständig entleert, es ist aber auch kein Harndrang mehr spürbar. Der Harn wird unfreiwillig in dieser sogenannten Überlaufblase zurückgehalten. Die Blasenwand dehnt sich mit der Zeit aus und kann mehrere Liter Harn fassen. Überlaufinkontinenz ist eine fortgeschrittene Form der Harninkontinenz und betrifft überwiegend Männer im Alter ab 50 Jahren. Meist wird durch eine gutartige Prostatavergrößerung der Abfluss des Urins behindert. Häufiges Wasserlassen mit geringen Harnmengen kann ebenfalls ein Hinweis auf Überlaufinkontinenz sein. In manchen Fällen können zusätzlich auch Schmerzen im Unterleib auftreten. pixabay - Chris Keller Was sind mögliche Ursachen für eine Überlaufinkontinenz? Harnabflussstörung durch einen verengten oder gesperrten Blasenausgang oder ein physiologisches Hindernis Geschwächter Blasenmuskel Überdehnter Blasenmuskel Zurückgedrängte Harnröhre durch altersbedingte Vergrößerung der Prostata bei Männern Absenken der Gebärmutter oder Myome in der Gebärmutter bei Frauen Bandscheibenvorfälle Operationen Narben durch Katheterverletzungen oder Operationen Blasensteine Neurologische Erkrankungen, z.B Multiples Sklerose Diabetes Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore im Unterleib Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Psychische Faktoren Wie wird Überlaufinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Überlaufinkontinenz sollten mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Auch möglicherweise damit in Zusammenhang stehende bereits bestehende Grunderkrankungen sollten in der Diagnose mit berücksichtigt werden. Ihr behandelnder Arzt wird nach einer Grundanamnese körperliche Untersuchungen durchführen, um Ihre individuelle Situation beurteilen zu können.  Bei Männern: Untersuchung der Prostata durch Abtasten Bei Frauen: gynäkologische Untersuchung Abtasten von Blase und Bauchraum Ultraschalluntersuchungen Blutuntersuchung (ggf. mit Prostata Tumormarker Messung) Bei Vergrößerungen, Tumoren ggf. Gewebeentnahme durch eine Biopsie Bestimmung des Restharns Harnstrahlmessung  Therapien bei Überlaufinkontinenz Die Behandlung von Überlaufinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Ursache angemessen. Liegt eine Überlaufinkontinenz aufgrund einer Blockierung durch ein Hindernis vor, muss dieses in den meisten Fällen operativ entfernt werden, damit der Urin wieder vollständig abfließen kann. In manchen Fällen ist dies auch durch eine medikamentöse Behandlung möglich, insbesondere wenn sich z.B. eine Prostatavergrößerung noch im Anfangsstadium befindet. Eine vergrößerte Prostata, eine abgesenkte Gebärmutter oder Tumore im Unterleib können in den meisten Fällen operativ behandelt werden. Liegt als Ursache ein zu schwacher Blasenmuskel vor, kann dieser durch bestimmte Medikamente und Elektrostimulation angeregt werden. Gezieltes Blasentraining kann ebenfalls unterstützende Wirkung haben. Für das vollständige Ablassen des Urins ist insbesondere bei komplettem Harnverhalt eine Katheternutzung unbedingt notwendig. Operative Eingriffe sind ebenfalls möglich, wenn keine andere Maßnahme hilft. Auch der evtl. Zusammenhang mit Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder Multiples Sklerose, sollte bei einer Therapie mit berücksichtigt und behandelt werden. Unbehandelt kann eine Überlaufinkontinenz zum gesundheitlichen Risiko werden. Durch den Rückstau des Urins in Harnleiter und Nieren kann es zu einer Niereninsuffizienz oder gar Harnvergiftung kommen. pixabay - Ewa Urban Die richtigen Hilfsmittel bei Überlaufinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen für Erwachsene, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Wie kommt es zu einer Belastungsinkontinenz?

    Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz. Eine der Formen, die am häufigsten vorkommen, ist die Belastungsinkontinenz. Man nennt sie auch Stressinkontinenz, da bei dieser Form Stress eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Pixabay - pedrofigueras Ursachen der Belastungsinkontinenz Bei der Belastungsinkontinenz spielt die Beckenbodenmuskulatur eine entscheidende Rolle. Ist sie abgeschwächt, tritt eine Belastungsinkontinenz auf. Auch kann ein geschwächtes Bindegewebe die Ursache sein. Beide Ursachen treten häufig in der Schwangerschaft auf. Bei manchen Frauen bleibt diese Form der Inkontinenz auch danach weiterhin bestehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Frauen häufiger unter einer Belastungsinkontinenz leiden als Männer. Bei ihnen unterstützt die Prostata den Beckenboden. Daher leiden Männer meist nur unter dieser Diagnose, wenn die Prostata entfernt wurde. Symptome der Belastungsinkontinenz Der mit der der Belastungsinkontinenz verbundene Verlust von Urin passiert immer dann, wenn Druck auf den Bauch entsteht. Dies kann bereits bei leichter körperlicher Betätigung passieren – beispielsweise beim Aufstehen oder Spazierengehen. Je nach Schweregrad kommt es in den meisten Fällen zu einem Urinverlust bei kurzen, schwereren Belastungen wie Niesen oder Lachen oder bei einer längeren Belastung wie beim Heben und Tragen von schwereren Gegenständen. Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur empfiehlt sich in diesen Fällen. Therapie der Belastungsinkontinenz Pixabay - ariesa66 Um den eigenen körperlichen Zustand bei einer Belastungsinkontinenz zu verbessern, empfiehlt sich eine Stärkung des Beckenbodens durch Beckenbodentraining. Hierbei lernen Betroffene effektive Übungen, um die Muskulatur entsprechend zu stärken. Durch dieses Beckenbodentraining reduzieren sich die Symptome der Belastungsinkontinenz oder verschwinden langfristig sogar ganz. Hierbei empfiehlt es sich vor allem zu Beginn des Trainings auf entsprechende Hilfsmittel zurückzugreifen wie beispielsweise Windeln oder Einlagen.

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  • Windelhosen für Erwachsene

    Personen die an Erkrankungen leiden, die zu Harn- oder Stuhlinkontinenz führen, sind auf Hygieneartikel und Inkontinenzartikel angewiesen. Um mit den Symptomen der Inkontinenz leichter umgehen zu können und einen würdigen und selbstbestimmten Alltag führen zu können, tragen viele Betroffene Windeln für Erwachsene oder ähnliche Produkte. Eine Windelhose für Erwachsene bedeutet für von Inkontinenz betroffene Personen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Blasenschwäche und sorgen für eine bessere Lebensqualität. unsplash - Vidar Nordli-Mathisen Für wen sind Windelhosen für Erwachsene geeignet? In den letzten Jahren hat sich ein starker demografischer Wandel vollzogen. Durch die höhere Lebenserwartung steigt die Anzahl der Senioren stetig an. Personen, die aufgrund von körperlichen oder psychischen Erkrankungen an Stuhl- oder Harninkontinenz leiden. Dies betrifft in erster Linie ältere Menschen, an Demenz erkrankte und bettlägerige Personen. Jedoch auch jüngere Menschen können vorübergehend von Inkontinenz betroffen sein. Etwa Schwangere und junge Mütter kurz nach der Geburt, deren Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist. Die Bandbreite an verschiedenen Artikeln ist groß. Von der dünnen Einwegunterwäsche bei einem tröpfchenweisen Verlust des Harns bis hin zur super saugfähigen Windelhose bei komplettem Verlust der Blasen- und Darmfunktion, gibt es nahezu für jedes Problem das passende Produkt. Welche Arten von Windeln für Erwachsene gibt es? In erster Linie geht es um eine leichte Handhabung und darum, dass sich der Betroffene mit dem Hygieneartikel wohlfühlt. Eine herkömmliche Windel, wie wir sie von Kleinkindern kennen, ist für Erwachsene oft gewöhnungsbedürftig, daher tendieren die Patienten sehr zu Windelhosen. In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Modellen, grundsätzlich unterscheidet man jedoch zwischen zwei Varianten: Die klassische Windel für Erwachsene Windeln für Erwachsene erinnern in der Form an die klassische Babywindel, hierbei handelt es sich jedoch um wahre Hightechprodukte. Diese Variante wird bevorzugt bei bettlägerigen Personen verwendet, da durch die seitlichen Verschlüsse ein rascher und relativ einfacher Wechsel der Windel erfolgen kann. Durch den extra starken Saugkern kann die Windel für Erwachsene eine große Menge an Flüssigkeit aufnehmen und schützt Kleidung und Bett sicher vor Verschmutzungen. Die Windelhose für mehr Flexibilität und Tragekomfort Diese Modelle haben den Schnitt eines herkömmlichen Slips und sind für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Sie bildet die praktischste und komfortabelste Art der Windelhosen. Unterschiedliche Schnitte und eine große Auswahl an Farben vermitteln den Trägern das Gefühl einen normalen Slip zu tragen. Für eine leichte Form der Inkontinenz gibt es relativ dünne Pants, die bequem und unsichtbar unter der normalen Kleidung getragen werden können. Für eine stärkere Form der Blasen- und Darmschwäche, stehen dickere Windelhosen zur Verfügung, die durch einen Superabsorber eine sehr starke Saugkraft aufweisen. Aber auch diese sind dank ihres speziellen Schnittes unter Alltagskleidung nicht erkennbar.   pixabay - PublicDomainPictures Wo erhalte ich Windeln für Erwachsene? Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema und für die betroffene Person unangenehm und peinlich. So scheuen sich viele Menschen davor, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade im heutigen Zeitalter ist es für Betroffene jedoch sehr einfach ihre Inkontinenzhilfsmittel über das Internet zu bestellen und die Produkte unauffällig und diskret bis nach Hause geliefert zu bekommen. Finden Sie hier eine breite Auswahl an Windelhosen für Erwachsene. Falls Sie sich unsicher sind, welches Produkt für Sie am besten passt, bieten wir Ihnen eine kompetente und pietätvolle Beratung an. Wer übernimmt die Kosten? Windeln für Erwachsene sind Inkontinenzartikel und zählen zu den Hilfsmitteln. Diese werden in der Regel von der zuständigen Krankenkasse übernommen wird. Voraussetzung hierfür ist ein vom behandelnden Arzt ausgestelltes Rezept.

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  • Blasenentzündung beim Mann

    Auch wenn Entzündungen der Blase und der Harnwege bei Frauen weitaus häufiger auftreten, verlaufen diese bei Männern doch meist schmerzhafter und komplizierter. Von Harnwegsinfekten bei Männern sind hauptsächlich Personen ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Dies hat den Grund, dass in diesem Alter die Prostata wächst und in manchen Fällen auf die Harnröhre drückt. Dadurch wird der Urinabfluss blockiert und es verbleibt ein Restharn in der Harnblase, welcher zu Entzündungen führen kann.  pixabay - OpenClipart-Vectors Was ist eine Blasenentzündung? Eine Blasenentzündung bezeichnet die Entzündung der Blasenschleimhaut. Diese wird in der Regel durch Bakterien ausgelöst, die sich in der Harnblase festsetzen und vermehren. Eine Entzündung der Blase zählt zu den Harnwegsinfekten, da fast immer auch die Harnröhre, die Nieren und die Harnleiter betroffen sind. Bei einer akuten Blasenentzündung treten die Beschwerden sehr plötzlich auf. Wird die Infektion nicht behandelt, kann sich eine chronische Entzündung bilden, die langfristig immer wieder auftritt. Durch eine frühzeitige Behandlung kann die Ausbreitung der Infektion verhindert werden. Von Blasenentzündungen sind vorrangig Frauen betroffen, da ihre Harnröhre um einiges kürzer ist als die des Mannes, auch liegt sie sehr nahe am Darmausgang, was dazu führt, dass Darmbakterien leicht in die Blase gelangen können. Eine Blasenentzündung betrifft meist auch die Niere, die Harnleiter, die Blase oder die Harnröhre. Die in der Regel durch Bakterien verursachte Infektion ist bei Männern besonders schmerzhaft. Anatomie Zu den Harnwegen gehören die Nieren, die Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Das Blut wird durch die Nieren gefiltert, welche zugleich überflüssiges Wasser und Abfall auffangen. Dieser Reinigungsprozess erzeugt Urin. Der Urin fließt von den Nieren durch die beiden Harnröhren zur Blase und wird dort gespeichert. Beim Entleeren der Blase, verlässt der Urin den Körper durch die Harnröhre. Männer erkranken weitaus seltener an Harnwegsinfekten, da ihre Harnröhre länger ist als die der Frau. Eine Vielzahl aufsteigender Bakterien können durch den langen Weg beim Urinieren wieder ausgewaschen werden, noch bevor sie die Harnblase erreichen. Auch ist der Harnröhrenausgang beim Mann mit weniger Bakterien besetzt als der weibliche. Zudem gibt die Prostata ein antimikrobielles Sekret ab, welches die Vermehrung von Bakterien reduziert. Die verschiedenen Formen einer Harnwegsinfektion Es gibt drei Haupttypen von Harnwegsinfekten: Blasenentzündung Die Blasenentzündung ist die häufigste Art der Harnwegsinfektion und bezeichnet eine Infektion der unteren Harnwege. Diese Infektion wird in erster Linie durch Darmbakterien ausgelöst, welche über die Harnröhre zur Blase wandern und sich dort vermehren. Aber auch Mikroorganismen können eine Blasenentzündung hervorrufen. Diese Organismen werden durch sexuellen Kontakt übertragen und können neben der Blasenentzündung auch eine Entzündung der Prostata nach sich ziehen. Harnröhreninfektion Eine Infektion der Harnröhre besteht, wenn sich Bakterien in der Harnröhre, dem Schlauch, der den Urin von der Blase aus dem Körper leitet, festsetzen. Dies ist insbesondere nach dem Verwenden eines Katheters möglich. Niereninfektion Bei einer Niereninfektion sind die Bakterien bereits durch die Harnleiter bis in die Nieren gewandert und führen dort meist zu einer schwerwiegenden Infektion mit sehr starken Schmerzen. Dies bringt häufig eine Entzündung der gesamten Harnwege mit sich. Aber auch wenn Bakterien aus dem Blutkreislauf sich in den Nieren angesammelt haben, kann eine Infektion entstehen. pixabay - 3dman_eu Symptome Eine Blasenentzündung wird oft von mehreren Symptomen begleitet, welche oft ganz plötzlich auftreten. Vermehrter Harndrang Häufiges Wasserlassen, auch Nachts Harndrang, auch wenn die Blase bereits leer ist Schmerzen und Brennen beim Urinieren Trüber und übel riechender Urin Blut im Urin Druckempfindlichkeit und Schmerzen im Unterleib Nächtliches Einnässen Fieber Schüttelfrost Übelkeit und Erbrechen Schmerzen im Rückenbereich und in den Flanken Ursachen Eine große Rolle bei der Entstehung einer Blaseninfektion beim Mann spielt die Prostata. Mit fortschreitendem Alter entwickelt sich bei Männern oft eine gutartige Prostatavergrößerung. Die Prostata verläuft um den Blasenhals, wo die Harnröhre mit der Blase verwachsen ist. Bei einer Vergrößerung drückt die Prostata auf den Hals der Blase und erschwert so den Urinfabluss. Da sich die Blase somit nicht mehr vollständig entleeren kann, bleibt Restharn in der Blase zurück und führt zu einer vermehrten Bakterienbildung. Infolgedessen kommt es zu einer Infektion.  Mögliche weitere Ursachen einer Harnwegsinfektion bei Männern sind: Eine vergrößerte Prostata Vorhautverengung Eine verengte Harnröhre Neurologische Erkrankungen Der Gebrauch von Kathetern Blasenentleerungsstörung Harnblasendivertikel Risikofaktoren Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken. Neben den bereits genannten möglichen Ursachen für eine Blasenentzündung, gibt es weitere Risikofaktoren, durch deren Vermeidung sich eine Infektion verhindern lässt.  Reges Sexualleben mit häufig wechselnden Partnern Analsex Nicht beschnitten sein Diabetes Eine Blasenentzündung in den letzten 12 Monaten Zu wenig Bewegung Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme Stuhlinkontinenz Diagnose  Wenn eine der oben genannten Symptome bestehen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Hinauszögern der Behandlung können sich die Beschwerden verschlimmern und die Infektion sich ausbreiten.  Wird eine Blaseninfektion nicht behandelt, kann dies zu schwerwiegenden und mitunter chronischen Schäden an den Nieren und der Prostata führen. Der Arzt wird anhand der Krankengeschichte, der Symptome und einer körperlichen Untersuchung die Diagnose stellen. Im Normalfall wird mittels einer Urinprobe im Labor der Bakterienstamm verifiziert und die Infektion anhand des Ergebnisses, mit einem geeigneten Antibiotika behandelt.  Da eine Harnwegsinfektion vor allem bei jungen Männern relativ selten ist, kann der Arzt anhand einer rektalen Untersuchung die Prostata untersuchen und eventuelle Auffälligkeiten erkennen.  Eine genaue Diagnose kann mittels einer Ultraschalluntersuchung, einer Computertomografie oder einer Zystoskopie gestellt werden.  pixabay - 3dman_eu Behandlung und Therapie Ein Großteil der Harnwegsinfektionen kann mit Antibiotika sehr gut behandelt werden. Eine Antibiotikakur dauert meist zwischen fünf bis sieben Tagen und lässt die Infektion komplett abheilen. Während der Behandlung muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Viele Patienten schwören auf die unterstützende Therapie mit Preiselbeersaft, welcher die Bakterienanzahl in der Blase senken soll. Es gibt jedoch noch nicht genügend wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Theorie um diese zu untermauern. Wichtig ist, die verordneten Antibiotika bis zum Ende einzunehmen, um ein erneutes Wachstum der Bakterien zu verhindern. Wird die Einnahme der Medikamente zu früh beendet, verbleiben die starken und widerstandsfähigen Bakterienstämme im Körper und rufen einen neuerlichen und mitunter schwereren Ausbruch der Infektion hervor. Vorbeugung Ein Großteil der Blasenentzündungen bei Männern kann nicht verhindert werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten zur Vorbeugung. In erster Linie sollte verhindert werden, dass Bakterien in die Harnwege eindringen können. So kann z. B. das Verwenden von Kondomen Infektionen vorbeugen, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Wer den Drang zum Urinieren verspürt, sollte nicht “zurückhalten”. Je länger sich der Urin in der Blase befindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien vermehren und zu einer Entzündung führen.  Männer, die an einer vergrößerten Prostata leiden, können durch den Verzicht auf Koffein und Alkohol dazu beitragen, den Urinabfluss zu verbessern. Somit wird einer Infektion durch den zu langen Verbleib von Urin in der Harnblase vorgebeugt.  Bei einer vergrößerten Prostata hilft jedoch oft nur eine Operation, bei der ein Teil der Drüse entfernt wird, um den Harnfluss zu verbessern.  Um den Reinigungsprozess im Körper in Gang zu halten, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Das bedeutet, nicht nur bei einem aufkommenden Durstgefühl zu trinken, sondern regelmäßig über den Tag verteilt. Quellenangaben:fernarztDr.Ed

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  • Prostata-Untersuchung

    Was ist die Prostata und welche Funktion hat sie? Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein Teil des männlichen Fortpflanzungssystems. Die kleine Drüse unterhalb der Blase hat in etwa die Größe einer Walnuss. Sie umschließt in zwei Lappen den ersten Teil der Harnröhre und mündet in diese. Die Prostata hat die Aufgabe ein Sekret zu produzieren, das gemeinsam mit den Spermien den Samen bildet. Die Muskeln der Prostata drücken den Samen dann während der Ejakulation durch die Harnröhre nach draußen. Eine normal große Prostata ist ca. zwei bis vier Zentimeter lang, dreieckig geformt und sollte sich fest und gummiartig anfühlen. pixabay - therapractice Wenn die Prostata krank macht Die Prostata verändert mit dem Alter ihr Gewebe und auch ihre Größe. So hat sie bei jungen Männern in etwa die Größe einer Kastanie und erreicht bei älteren Männern das Volumen eines Pfirsichs. Bereits ab einem Alter von 30 Jahren kann sie in der Größe zunehmen. Bei einem Großteil der 80-jährigen führt die vergrößerte Prostata zu Problemen, da sie durch Ihre Größe die Harnröhre verengt und das Urinieren erschweren kann. Eine ständig übervolle und überdehnte Blase kann zu Entzündungen führen und sich im Laufe der Erkrankung zu einer Inkontinenz beim Mann entwickeln, hier tritt ein unkontrollierter Urinverlust ein. Durch spezielle Inkontinenz Einlagen kann hier Abhilfe geschaffen werden. Mehr als ein Viertel aller Männer in Deutschland ist von einer Prostatavergrößerung betroffen Aber auch in jungen Jahren ist eine Erkrankung der Prostata möglich. So deuten Symptome wie häufiger Harndrang und Schmerzen beim Urinieren auf eine Entzündung der Prostata hin. Auch Schmerzen im Unterleib oder beim Geschlechtsverkehr und beim Stuhlgang können auftreten. Häufig wird die Entzündung auch von Fieber begleitet. Der Prostatakrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsform bei Männern in Deutschland. Wird diese Krankheit frühzeitig diagnostiziert, bestehen sehr gute Heilungschancen. Da Beschwerden jedoch meist in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten, wird das Prostatakarzinom oft erst zu spät erkannt. Was ist eine Prostatauntersuchung und wie ist der Ablauf? Die Prostatauntersuchung dient dazu, etwaige Veränderungen und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Diese Untersuchung dauert im Normalfall nur wenige Minuten und ist so gut wie schmerzfrei. Bei der Prostatauntersuchung führt der Arzt seinen Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata, die sich hinter dem Penis und unter der Blase befindet direkt zu ertasten.  Ab wann muss ich zur Prostatauntersuchung gehen? Die Prostatauntersuchung ist eine Routineuntersuchung und wird bei gesunden Menschen, die keine Symptome haben eingesetzt, um möglichst frühzeitig Krankheiten zu erkennen. Je früher Veränderungen und Anomalien entdeckt werden, desto früher kann mit der Behandlung begonnen werden und umso mehr Chancen bestehen bösartige Veränderungen, wie etwa Krebs zu heilen. Heutzutage gehört diese Untersuchung zur Standard-Medizin und wird im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Männer ab dem 50. Lebensjahr und jüngere Männer, die ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs haben, sollten diese Untersuchung mindestens einmal im Jahr durchführen lassen. Bei Symptomen einer Prostatavergrößerung, wie etwa vermehrter Harndrang oder Inkontinenz, ist ein sofortige Abklärung beim Arzt zu empfehlen. pixabay - Brun-nO Welche Methoden zur Untersuchung gibt es? Es gibt mehrere Möglichkeiten die Prostata zu untersuchen. Die häufigste Untersuchung stellt die Tastuntersuchung dar, erst wenn hier Anomalien erkennbar sind, werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Tastuntersuchung Die bereits erwähnte Tastuntersuchung, ist die am häufigsten angewandte Untersuchungsform, um die Prostata direkt zu ertasten. Hierbei steht der Patient mit nach vorne gebücktem Oberkörper, abgestützt vor dem Untersuchungstisch. Der Arzt führt den mit Gleitmittel bedeckten Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata zu untersuchen. Er bewegt seinen Finger in kreisförmigen Bewegungen, um die Lappen und Rillen der gesamten Prostata zu ertasten. Der Arzt bestimmt die Größe der Prostata und sucht nach Unebenheiten, weichen oder harten Stellen und anderen Anomalien. Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft, es ist aber möglich, dass der Patient einen leichten Druck verspürt. Sind Hämorrhoiden, Analfissuren oder dergleichen vorhanden, muss der Arzt vor der Untersuchung informiert werden, um die Risiken weiterer Verletzungen zu minimieren. Ist der Patient entspannt, dauert die Untersuchung nur wenige Minuten. Bluttest Werden bei der Tastuntersuchung Anomalien festgestellt, folgt meist eine Blutuntersuchung, bei der der PSA-Wert festgestellt wird um z. B. Krebs zu erkennen. PSA ist ein von den Zellen der Prostata gebildetes Eiweiß, welches auch im Blut zu finden ist. PSA eignet sich sehr gut als Tumormarker, denn dieses Eiweiß wird nur in der Prostata gebildet und ist daher prostata-spezifisch. Ist der PSA-Wert im Blut erhöht, so ist es wahrscheinlich, dass ein Prostataproblem vorliegt. Jedoch können verschiedene Faktoren den PSA-Wert beeinflussen, so z. B. das Alter, Körpergewicht, die familiäre Vorgeschichte und die ethnische Zugehörigkeit. Auch schwankt der PSA-Wert von Mensch zu Mensch. Ultraschall Eine Ultraschalluntersuchung erfolgt meist im Anschluss an die Tastuntersuchung und dem Bluttest, wenn beim Patienten Auffälligkeiten bestehen. Dieses bildgebende Diagnoseverfahren ermöglicht die Beurteilung des Prostatagewebes und der umliegenden Organe. Ultraschall ist ein besonders schonendes Verfahren, es ist nichtinvasiv und kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Die Ultraschalluntersuchung der Prostata wird meist über das Rektum durchgeführt, dabei wird die Ultraschallsonde durch den Anus eingeführt. Da die Prostata direkt an den Mastdarm grenzt ist hier eine besonders genaue Darstellung möglich. In seltenen Fällen kann die Untersuchung auch über den Unterbauch stattfinden, die Darstellung der Prostata ist hier jedoch nicht so gegeben wie bei der rektalen Untersuchung. pixabay - falco Gewebeprobe Wurden bei der Tastuntersuchung Auffälligkeiten bemerkt, sind erhöhte Blutwerte vorhanden oder gibt es verdächtige Bereiche beim Ultraschall wird zur weiteren Abklärung und genauen Diagnose eine Gewebeprobe entnommen. Bei einer Biopsie wird ein kleiner Gewebeteil der Prostata entnommen, um sie mikroskopisch zu begutachten. Die Prostatabiopsie ist die derzeit beste Möglichkeit, um bösartige Veränderungen auszuschließen oder weitere Diagnosen zu stellen, ohne eine große Operation durchzuführen. Die Biopsie ist ein ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei dem mit Hilfe einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben entnommen werden. Fazit Auch wenn die Prostatauntersuchung unangenehm klingt und viele Männer dieser ängstlich gegenüberstehen, sollte sie regelmäßig im Abstand von einem Jahr durchgeführt werden. Nur so können frühzeitig Veränderungen und eventuelle Erkrankungen erkannt und behandelt werden. Besonders bei bereits bestehenden Problemen, wie etwa Schmerzen, Problemen beim Urinieren oder vermehrter Harndrang, sollte schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden. Einhergehende Symptome einer bestehenden Erkrankung, wie etwa Inkontinenz können mit speziellen Inkontinenzartikel für den Mann erleichtert und gelindert werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Prostata.deMännergesundheitPraxisvitaSprechzimmer.ch

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  • Was ist ein Blasentumor?

    Ein Blasentumor bezeichnet ein gutartiges oder auch bösartiges Geschwulst im Gewebe der Harnblase. Sie ist die fünfhäufigste Krebserkrankung beim Menschen. Oft verursacht ein Blasentumor keine Beschwerden und wird daher relativ spät entdeckt. Als erstes Anzeichen eines Blasentumors tritt meist Blut im Urin auf. Spätestens dann sollte ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden. Die Blase als Organ Die Blase ist ein ballonförmiges Organ im Becken. Als Teil des Harnsystems nimmt es den von den Nieren erzeugten Urin auf, welcher durch die Harnleiter zur Blase transportiert wird und speichert ihn. Die flexible und muskulöse Wand der Harnblase kann sich dehnen und zusammenziehen. Ist die Blase mit Urin gefüllt, ziehen sich die Muskeln zusammen und der Harn wird durch die Harnröhre aus dem Körper transportiert. pixabay - PDPics Was ist ein Blasentumor? Blasentumore sind Veränderungen, Wucherungen und Geschwülste an der Blase. Diese werden zwischen gutartigen und bösartigen Gewächsen unterschieden.  Gutartige Wucherungen Ein gutartiger Tumor bildet keine Metastasen und dringt nicht in das umliegende Gewebe vor. Er gilt als geheilt, sobald dieser operativ entfernt wurde. Es gibt verschiedene Formen von gutartigen Tumoren in der Blase, bekannt sind vor allem das Papillom, das Myom und das Fibrom. In seltenen Fällen ist es jedoch möglich, dass sich aus einem gutartigen Papillom bösartiger Blasenkrebs entwickelt. Bösartige Wucherungen Bei bösartigen Geschwüren handelt es sich umgangssprachlich um Blasenkrebs. In diesem Fall wächst der Tumor meist in der Schleimhautschicht der Blase. Wird der Tumor größer, breitet er sich in den meisten Fällen aus und dringt in tiefere Schichten der Blase vor. Es können auch benachbarte Organe betroffen sein, wie etwa der Harnleiter, Harnröhre und das Nierenbecken. Symptome bei einem Blasentumor Rötlich oder braun verfärbter Harn und auch Blutbeimengungen beim Wasserlassen sind häufig die ersten Anzeichen für eine Veränderung der Harnblase. Auch ein erhöhter Harndrang und leichte Inkontinenz können auftreten. Oft berichten Patienten jedoch auch von Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung, Brennen beim Wasserlassen und dass trotz des Harndranges das Urinieren nicht möglich ist. Diese ersten Anzeichen sind eher unspezifisch und deuten nicht direkt auf einen Blasentumor hin. Bei bösartigen Wucherungen und fortgeschrittener Erkrankung treten spezifischere Beschwerden auf, wie etwa Schmerzen der Nieren und des Unterleibes, Knochenschmerzen und vergrößerte Lymphknoten. Auch wenn diese Symptome auftreten, bedeutet dies nicht unweigerlich an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Plötzlich auftretende und länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch immer von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden. pixabay - geralt Blasentumor beim Mann Männer erkranken etwa dreimal so häufig an Blasenkrebs wie Frauen. Etwa jeder vierte männliche Krebspatient leidet unter Blasenkrebs.  Blasentumor bei der Frau Frauen sind nicht so häufig vom Blasenkrebs betroffen, wie Männer, nur etwa jede zehnte an Krebs erkrankte Frau leidet unter Blasenkrebs.  Ursachen für Blasentumore Es gibt verschiedene Gründe, um an Blasenkrebs zu erkranken. Die häufigsten Ursachen sind: Tabakkonsum Kontakt mit krebsfördernden Chemikalien Medikamente Familiäre Vorerkrankungen Chronische Blasenentzündungen Alter Tabakkonsum Studien haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Kontakt mit krebsfördernden Stoffen Besonders im beruflichen Alltag kamen Arbeiter früher oft in Kontakt mit chemischen Substanzen, die als krebserregend eingestuft wurden. Vor allem im Bereich der Textilverarbeitung, der Gummiindustrie und der Pharmazie kamen Chemikalien zum Einsatz, die man auch unter dem Namen aromatische Amine kennt. Heute erfolgt die Arbeit mit solchen Stoffen nur unter Einhaltung größter Sicherheitsmaßnahmen. Da vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu vierzig Jahre vergehen können, treten heute noch Krebserkrankungen auf, die aus früheren Arbeiten mit den Stoffen entstanden sind. Medikamente Medikamentenmissbrauch und häufige Einnahme von Schmerzmitteln besonders der Wirkstoff Phenazetin stellt eine Gefährdung dar. Auch einige Medikamente, die in der Chemotherapie, z. B. bei Leukämie und Brustkrebs, Anwendung finden, könnten die Entstehung von Blasentumoren begünstigen. Familiäre Vorerkrankungen Gab es in der Familie bereits Fälle von bösartigen Veränderungen der Blase, besteht ein erhöhtes Risiko ebenfalls an Blasenkrebs zu erkranken. Es wurde auch beobachtet, dass das Alter der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. Je jünger der Familienangehörige bei der Erkrankung war, desto höher ist das Risiko für den Nachkommen. In diesem Fall ist eine regelmäßige Voruntersuchung empfehlenswert, um frühzeitig Tumore entdecken zu können. Chronische Blasenentzündungen Auch immer wieder kehrende Blasenentzündungen können bösartigen Wucherungen in und an der Harnblase begünstigen. Chronische Harnwegsinfektionen stellen ein hohes Risiko für Blasenkrebs dar. Chronische Blasenentzündung verursacht meist vorübergehende Inkontinenz, mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert werden. Alter Auch das Alter spielt beim Auftreten eines Blasentumors eine große Rolle, so sind vor allem Personen im 60. – 75. Lebensjahr betroffen. Wie kann ich Blasenkrebs vorbeugen? Schränken Sie Ihren Tabakkonsum ein oder hören Sie ganz auf zu Rauchen. Treffen Sie im Umgang mit chemischen Stoffen größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen. Nehmen Sie Medikamente nur ein, wenn diese vom Arzt verschrieben wurden und halten Sie sich an die vom Mediziner empfohlene Dosierung. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, besonders wenn es in Ihrer Familie bereits Krebserkrankungen gab. Suchen Sie beim Verdacht einer Blasenentzündung sofort einen Arzt auf, er wird Sie dahingehend behandeln, um einer chronischen Erkrankung entgegenzuwirken. Tragen Sie zum Schutz der Wäsche Einlagen für Inkontinenz. Nehmen Sie mit fortschreitendem Alter regelmäßig den Termin zur Vorsorgeuntersuchung war, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eventuell auftretende Probleme und Trinken Sie ausreichend. pixabay - skeeze Behandlung und Prognose bei Harnblasenkrebs Bei 75 % der Patienten wird ein Blasentumor frühzeitig entdeckt und der Tumor ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingedrungen. Bei diesem oberflächlichen Blasenkrebs stehen die Heilungschancen sehr gut. Nach der Entfernung des Tumors, welche meist mit einer Elektroschlinge durch die Harnröhre durchgeführt wird, folgt eine Chemotherapie, die direkt in die Blase gegeben wird. Mithilfe dieser Medikamententherapie wird sichergestellt, dass alle Tumorzellen unschädlich gemacht werden und das Risiko eines Rückfalls verringert wird. Bei muskelinvasiven Tumoren, also solchen, die bereits in das Muskelgewebe der Harnblase eingedrungen sind, muss mithilfe von Röntgenaufnahmen und Computertomographien festgestellt werden ob der Krebs Metastasen gebildet hat. Im fortgeschrittenen Stadium wird meist chirurgisch das betroffene und umliegende Gewebe entfernt. Beim Mann erfolgt die Entfernung der kompletten Harnblase inklusive der Prostata und den Samenblasen. Bei der Frau betrifft der Eingriff die Harnblase, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke, manchmal auch Teile der Scheidenwand. Fallbezogen werden verschiedene Ableitungen des Harns aus dem Körper gebildet. In manchen Fällen kann eine Ersatzblase aus dem Dünndarm gebildet werden, weit verbreitet ist auch der künstliche Blasenausgang, der Urostoma. Bei etwa bei 50 % aller Patienten mit einem invasiven Karzinom haben sich bereits Metastasen gebildet. Die Lebenserwartung in diesem Fall beträgt nur 5 Jahre. Fazit Der Blasentumor ist eine weltweit auftretende Erkrankung, die beim Mann dreimal so häufig auftritt als bei Frauen. In vielen Fällen ist der Tumor gutartig und wird entfernt. Weitere Maßnahmen sind oft nicht nötig. Wird ein bösartiger Tumor frühzeitig entdeckt und hat er noch keine Metastasen gebildet, stehen die Heilungschancen gut. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung verstirbt der Patient meist im Zeitraum von 5 Jahren. Daher ist Vorsorge ein sehr wichtiges Thema. Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken kann durch Vorsorge und eine gesunde Lebensweise deutlich gesenkt werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:Klinikum Uni MünchenChirurgie PortalUrologie Innsbruck

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  • Blasensenkung

    Verlagert sich die Blase nach unten in Richtung Beckenboden, spricht man von einer Blasensenkung. Diese Erscheinung tritt aufgrund der weiblichen Anatomie fast ausschließlich bei Frauen auf. Die Blasensenkung betrifft vorrangig Frauen im fortgeschrittenen Alter, besonders nach den Wechseljahren. Aber auch jüngere Frauen mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur können betroffen sein. Erhalten Sie im folgenden Artikel Informationen über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei einer Blasensenkung.  Was versteht man unter einer Blasensenkung? Der Ausdruck Blasensenkung bezeichnet das Verlagern der Blase nach unten, Ärzte sprechen häufig von einem Blasenvorfall. Hierbei handelt es sich meist um eine Erkrankung des unteren Harntraktes. Wenn die Beckenbodenmuskulatur nachlässt kann die Blase nach unten rutschen. Dann ist auch eine Verlagerung und das Abknicken der Harnröhre möglich. pixabay - 3dman_eu Ursachen einer Blasensenkung Die Harnblase sitzt im unteren Bauchraum, dem Becken und wird von Bändern, Muskeln und der Bindegewebsstruktur an seinem Platz gehalten. Die Anatomie der Frau sieht eine gewisse Dehnbarkeit der Beckenmuskulatur vor, damit sich bei der Geburt der Geburtskanal weiten kann. Daher tritt eine vorübergehende Blasensenkung auch oft nach einer Geburt auf. Doch auch im fortgeschrittenen Alter und mit dem Nachlassen der Muskulatur kann es zu einer Blasensenkung kommen. Ebenso wird der Hormonverlust in den Wechseljahren als Ursache für eine Verlagerung der Blase gesehen. Risikofaktoren Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer Blasensenkung begünstigen. So wird bei jahrelangem falschem Heben schwerer Lasten die Muskulatur und das Bindegewebe im Beckenboden stark beansprucht und führt so im Laufe der Zeit zu einer Schwächung. Auch der Druck eines Kindes während der Schwangerschaft, besonders bei Mehrlingsschwangerschaften und wiederholten Schwangerschaften lassen die Muskulatur erschlaffen. Starkes Übergewicht übt permanenten Druck auf den Beckenboden aus, mit der Zeit können die Muskeln und das Bindegewebe dem Druck nicht mehr standhalten und dehnen sich. Hormonelle Veränderungen mit Eintritt der Wechseljahre haben auch Auswirkungen auf die Beckenbodenmuskulatur. Hier ein kleiner Überblick der wichtigsten Risikofaktoren: Geburten Schweres Heben Übergewicht Hormonelle Veränderungen  Blasensenkung: Symptome Es gibt verschiedene Formen der Blasensenkung, daher unterscheiden sich die auftretenden Symptome häufig. Im Frühstadium haben viele Patienten gar keine Beschwerden und die Diagnose wird oft zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung gestellt. Viele Patienten berichten oft von einem Fremdkörpergefühl in der Scheide und einem Druckgefühl im Unterbauch bis hin zu starken Schmerzen. Manche Frauen haben auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, der durch den Druck der Blase auf die Vagina entsteht. Auch Probleme beim Wasserlassen sind möglich, ebenso wie vermehrter Harndrang und unwillkürlicher Harnverlust. Eines der häufigsten Symptome infolge von Blasensenkung ist allerdings die Inkontinenz. pixabay - frolicsomepl Die 4 Schweregrade der Inkontinenz Inkontinenz wird in 4 Schweregrade eingeteilt, die die Fähigkeit der Blasenkontrolle anhand des Urinverlustes bezeichnet. Grad 1 Leichte Inkontinenz oder auch Tröpfelinkontinenz bezeichnet den Verlust von einzelnen Tröpfchen bis hin zu leichten schwallartigen Harnverlusten. Harnverlust: bis 10 ml/Stunde bzw. 40 bis 300 ml pro Tag Grad 2 Mittelleichte Inkontinenz – hier tritt ein etwas stärkerer Harnverlust in unregelmäßigen Abständen am Tag und auch in der Nacht ein. Harnverlust:  bis 30 ml/Stunde bzw. 300 bis 1000 ml pro Tag Grad 3 Schwere Inkontinenz besteht, wenn mehrmals täglich und auch nachts ein starker Urinabgang bis hin zur vollständigen Blasenentleerung stattfindet. Eine Kontrolle über die Blasenfunktion ist nicht mehr gegeben. Harnverlust: mehr als 50 ml/Stunde bzw. 1000 bis 2400 ml pro Tag Grad 4 Sehr schwere Inkontinenz liegt bei vollständigem Verlust der Blasenfunktion vor. Urin geht bei der geringsten Bewegung und Druck auf die Blase ab. Harnverlust: 2400 - 5000 ml pro Tag Wo kann man Inkontinenz Hilfsmittel online kaufen? Inkontinenz ist ein heikles Thema, Betroffene schämen sich oft für den unkontrollierten Harnverlust und meiden soziale Kontakte. Zur Erleichterung der Folgeerscheinungen bei Blasenschwäche und Inkontinenz gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Eigens entwickelte Inkontinenzeinlagen werden eingesetzt, um den austretenden Harn sicher und zuverlässig aufzusaugen und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Bei Ihrem zuverlässigen Partner dem Hilfsmittelprofi finden Sie verschiedene Inkontinenz Hilfsmittel, wie Slipeinlagen, Pants oder Bettschutzeinlagen. Blasensenkung – was tun? Hat der behandelnde Arzt die endgültige Diagnose gestellt, erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung eine geeignete Therapie. Ist die Beckenbodenmuskulatur nach einer Geburt geschwächt oder liegt eine Bindegewebsschwäche vor, können mithilfe von Beckenbodengymnastik die Symptome gelindert werden. Bei einem langfristigen und regelmäßigen Training kann die Beckenbodenmuskulatur soweit gestärkt werden, dass die Blasensenkung stabilisiert und eine Harninkontinenz verhindert werden kann. Zusätzlich kann eine Therapie mit Reizstrom unterstützend angewandt werden. Bei der hormonellen Veränderung während den Wechseljahren die Ursache??, verschreibt der Arzt meist östrogenhaltige Vaginalzäpfchen oder auch eine Hormoncreme. Ein Pessar aus Kunststoff kann helfen die Blase vorübergehend an ihrem Platz zu halten, ist aber keine langfristige Lösung. Ist die Blase schon sehr weit vorgefallen, ist eine Operation oft die einzige Möglichkeit. Dabei wird zur Unterstützung der Beckenbodenmuskulatur ein Netz im Bindegewebe verankert. Zur Vorbeugung einer Blasensenkung gilt eine gesunde Lebensweise, normales Körpergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität.   pixabay - mohamed_hassan Warum gerade Frauen betroffen sind Eine Schwangerschaft beispielsweise hat immer auch Auswirkungen auf die Blase. Die immer größer werdende Gebärmutter verdrängt die Blase von ihrem Platz und übt manchmal einen Druck darauf aus. Auch bei Tritten des Kindes kann es zu spontaner Blasenentleerung kommen. Kommt es aufgrund einer Schwangerschaft zu einer Inkontinenz bei Frauen, können spezielle Einlagen den Harn sicher auffangen. Auch die Hormonumstellung während der Wechseljahre kann zur Erschlaffung des Beckenbodenbereiches führen.  Fazit Die Blasensenkung betrifft hauptsächlich Frauen, vorrangig nach einer Geburt oder im Laufe der Wechseljahre bis ins hohe Alter. Die Begleiterscheinung Inkontinenz kann mithilfe von eigens entwickelten Hilfsmitteln, wie etwa Einlagen erleichtert werden. Gezieltes Beckenbodentraining kann die Muskulatur des Beckenraumes stärken und die Symptome der Blasensenkung lindern. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:Urologenzentrum.atÄrztezeitungGesundheitsinformation.de

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  • Beckenbodentraining

    Beckenbodentraining ist eine gute Möglichkeit die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und die inneren Organe in diesem Bereich an ihrem Platz zu halten. Mit effektiven Übungen können Sie Blasenschwäche und Inkontinenz vorbeugen und in manchen Fällen sogar heilen. Besonders wenn Frauen schwanger werden und die Harnblase von ihrem Platz gedrängt wird, steigt der Druck durch die Gebärmutter und es kann zu vorübergehender Blasenschwäche kommen. Spätestens dann hilft gezieltes Beckenbodentraining den Symptomen von Inkontinenz entgegenzuwirken. Wir haben für Sie die 6 effektivsten Beckenbodenübungen zusammengestellt, die keinerlei Hilfsmittel benötigen und leicht in den Alltag zu integrieren sind. Die im Folgenden vorgestellten Übungen zum Beckenbodentraining sind für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. pixabay - anaterate Die 6 besten Übungen für einen starken Beckenboden Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Kniebeugen Brücke Treppensteigen Katzenbuckel Atlas Tipps zur Durchführung der Übungen: Planen Sie das Beckenbodentraining fest in Ihren Tagesablauf ein, machen Sie es zu einer fixen Routine, so wie das tägliche Zähneputzen. Führen Sie die Übungen am besten dreimal pro Tag in kurzen Trainingseinheiten durch, das ist effektiver als eine lange Einheit. Achten Sie auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Beckenboden. Achten Sie auf die richtige Durchführung der einzelnen Übungen. Schnelligkeit ist nicht entscheidend, es geht darum die richtigen Muskeln zu aktivieren. Sofern es die Übung nicht anders vorsieht, versuchen Sie die Gesäßmuskulatur nicht anzuspannen, sie hat mit der Beckenbodenmuskulatur nichts zu tun. Falls Sie Probleme mit den Handgelenken haben, stützen Sie sich bei Übungen im Vierfüßlerstand auf die Ellbogen, um die Handgelenke zu schonen. pixabay - 089photoshootings 1. Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur dient zu Erlangung der Kontrolle über den eigenen Beckenboden. Ausgangsposition: Diese Übung kann im Liegen, Sitzen oder Stehen durchgeführt werden, achten Sie darauf, dass die Gesäß-, Oberschenkel- und Bauchmuskeln entspannt sind. Übung: Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Halten Sie die Spannung nur kurz und atmen Sie normal weiter. Wiederholung: Absolvieren Sie 5 Wiederholungen, 3 mal täglich. Für Fortgeschrittene: Fällt es Ihnen leicht die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren, versuchen Sie, die Spannung länger zu halten, etwa 10 Sekunden. Wiederholung: 10 Wiederholungen, 3 mal täglich 2. Kniebeugen Kniebeugen beschäftigen die größten Muskeln im Körper und haben einen der größten Vorteile in Bezug auf die Kraftverbesserung. Wenn Sie diese Übung ausführen, stellen Sie sicher, dass Sie einen guten Stand haben. Ausgangsposition: Stehen Sie in aufrechter Position, die Füße etwas breiter als die Schulterbreite auseinander und die Zehen leicht nach aussen gedreht. Wenn Sie eine Langhantel verwenden, sollte sie hinter Ihrem Hals auf Ihren Trapezmuskeln ruhen. Übung: Beugen Sie Ihre Knie und drücken Sie Ihre Hüften und Ihren Hintern nach hinten, als ob Sie auf einem Stuhl sitzen würden. Halten Sie Ihr Kinn gerade und den Hals neutral. Lassen Sie sich nach unten fallen, bis die Oberschenkel parallel zum Boden liegen, halten Sie Ihr Gewicht in den Fersen und die Knie leicht nach außen gebeugt. Strecken Sie die Beine aus und kehren Sie in eine aufrechte Position zurück. Wiederholung: 15 Wiederholungen 3. Brücke Die Brücke ist eine sehr effektive Übung für die Gesäßmuskulatur. Wenn sie richtig durchgeführt wird, aktiviert sie auch die Beckenbodenmuskulatur. Ausgangsposition: Legen Sie sich auf den Boden, stellen Sie die Beine in einem Winkel von 90 Grad gebeugt auf, die Füße stehen flach am Boden. Die Arme liegen gerade neben dem Körper mit den Handflächen nach unten. Übung: Atmen Sie ein und heben Sie die Hüften vom Boden ab. Spannen Sie die Gesäßmuskeln an während Sie den Beckenboden nach oben drücken. Ihr Körper, der auf dem oberen Rücken und den Schultern ruht, sollte eine gerade Linie von den Knien nach unten bilden. Halten Sie oben 1-2 Sekunden lang inne und kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Wiederholung: 5 - 7 Wiederholungen Für Fortgeschrittene: Für eine zusätzliche Herausforderung können Sie diese Übung auf einem Ball durchführen. Stellen Sie in der Ausgangsposition Ihre Füße auf den Ball, während Ihr Rücken flach auf dem Boden liegt, und wiederholen Sie die obigen Schritte. pixabay - ArtCoreStudios 4. Treppensteigen Eine besonders effektive Übung ist das Treppensteigen. Richtig durchgeführt, wird die Beckenbodenmuskulatur gefordert. Ausgangslage: Stellen Sie sich vor eine Treppe oder ein kleines Trittbrett. Übung: Setzen Sie den Vorderfuß auf die erste Stufe, ziehen Sie den Bauch ein und spannen Sie den Beckenboden an. Erst wenn Sie die Beckenmuskulatur spüren ziehen Sie sich auf dem Standfuß langsam nach oben. Wiederholung: 10 Wiederholungen je Fuß Für Fortgeschrittene: Verzichten Sie im Alltag auf Fahrstühle und nehmen Sie stattdessen die Treppe. Abgesehen vom Training des Beckenbodens fördert dies auch die allgemeine Kondition und stärkt die Bein- und Gesäßmuskulatur. 5. Katzenbuckel Der Katzenbuckel ist ein Ganzkörpertraining und fördert gleichzeitig Stabilität und Balance. Ausgangslage: Beginnen Sie im Vierfüßlerstand mit den Handgelenken unter den Schultern und Knien unter der Hüfte. Rücken und Hals sollten gerade sein. Übung: Atmen Sie ein, beim Ausatmen drücken Sie das Becken nach vorne Richtung Kopf. Krümmen Sie den Rücken und lassen Sie den Kopf nach unten Richtung Brustkorb rollen. Halten Sie diese Position für 2 – 3 Atemzüge. Beim Einatmen heben Sie den Kopf und das Gesäß und lassen Sie den Rücken durchhängen. Wiederholung: 10 Wiederholungen 6. Atlas Diese Übung ist nicht nur ein effektives Balancetraining, es stärkt auch Rücken, Bauch-, Bein-, Gesäß- und Armmuskulatur. Ausgangslage: Sie beginnen wieder im Vierfüßlerstand, die Hände sind unter den Schultern platziert, und die Knie unter der Hüfte. Kopf, Rücken und Becken sollten eine gerade Linie ergeben. Übung: Strecken Sie die linke Hand nach vorne und das rechte Bein nach hinten aus, sodass dies in einer waagrechten Position sind und eine Linie bilden. Ziehen Sie den Bauchnabel in Richtung Rückgrat und achten Sie auf Ihre Atmung. Halten Sie diese Position für 3 – 5 Sekunden und senken Sie Arm und Bein langsam wieder ab. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite. Wiederholung: 5 Wiederholungen je Seite Fazit Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann zu Blasenschwäche und somit auch zu Inkontinenz führen. Um betroffenen Personen den Alltag zu erleichtern gibt es speziell entwickelte Hilfsmittel bei Inkontinenz. Regelmäßiges Training zur Stärkung des Beckenbodens ist nach wie vor das effektivste Mittel gegen Inkontinenz. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Gesundheitsinformation.deBR.deDr.med.Thomas WalserSo gesundDas Leben in Bewegung

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  • Beckenboden beim Mann

    Geht es um den Beckenboden, denkt jeder in erster Linie an Frauen. Doch auch Männer haben einen Beckenboden, der wichtige Funktionen erfüllt. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Anatomie und Funktion des Beckenbodens, und wie man ihn stärken kann.  Was sind die Beckenbodenmuskeln und welche Funktion haben sie? Der Beckenboden des Mannes besteht aus drei Schichten von Muskeln, die übereinander liegen, man nennt sie die inneren, die mittleren und die äußeren Muskeln. Diese Schichten verlaufen wie eine Hängematte vom hinteren Steißbein bis zum vorderen Schambein. Die Beckenbodenmuskeln eines Mannes haben die Aufgabe die Blase und den Darm zu unterstützten und zu kontrollieren. Sie sind auch maßgeblich bei der Funktion der männlichen Sexualorgane. Die Muskeln des Beckenbodens arbeiten mit dem Zwerchfell der Lunge zusammen. Daher ist es besonders wichtig auf eine richtige Atemtechnik zu achten. Diese dient zur Unterstützung der Muskelkontraktion im Beckenboden. pixabay - Das Wortgewand Wo befinden sich die Beckenbodenmuskeln? Der Boden des knöchernen Beckens, oder auch der Verschluss des Bauchraums nach unten besteht aus vielen Muskelfasern und Bindegewebsschichten. Diese Muskeln sind zwischen Schambein und Steissbein, sowie den beiden Sitzbeinhöckern wie ein Netzwerk gespannt. Der Beckenboden dient gemeinsam mit der Bauch- und Rückenmuskulatur der Stabilität der Wirbelsäule. Somit ist ein starker Beckenboden auch essenziell für eine gute und stabile Körperhaltung. Mit dieser einfachen Übung können Sie die Muskeln Ihres Beckenbodens spüren: Setzen oder legen Sie sich entspannt vor einen Spiegel hin, um die Beckenbodenmuskulatur beim Hochziehen zu beobachten. Haben Sie keinen großen Wandspiegel zur Verfügung, genügt auch ein Handspiegel. Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Wiederholen Sie diese Übung einige Male, bis Sie sicher sind, dass Sie die richtigen Muskeln gefunden haben. Versuchen Sie, Ihre Gesäßmuskeln locker zu lassen. Warum sollte Mann den Beckenboden trainieren? Beckenbodentraining kann für Männer, die ihre Blasen- und Darmkontrolle verbessern und ihre sexuelle Leistungsfähigkeit steigern wollen, unglaublich hilfreich sein. Regelmäßiges Training fördert die Durchblutung im Lendenbereich und verbessert die Spannkraft der Beckenmuskeln. Die Kräftigung des Beckenbodens führt auch unweigerlich zu einer besseren Körperhaltung und somit einem selbstbewussterem Auftreten. Beckenbodenübungen für den Mann Es gibt zahlreiche Übungen für die Frau, um den Beckenboden zu trainieren, welche auch der Mann anwenden kann. Hier möchten wir Ihnen allerdings zwei sehr einfache und effektive Übungen, speziell für den Mann vorstellen: pixabay - Devanath Hoden anziehen Die ultimative Übung für den Beckenboden des Mannes ist es die Hoden anzuziehen. Stellen Sie sich vor, Sie steigen in einen kalten See. Die Beckenbodenmuskeln werden sich automatisch aktivieren und die Hoden in Richtung des Beckens ziehen. Halten Sie die Spannung einige Sekunden und entspannen Sie sich wieder. Wichtig ist, dass die Phase der Entspannung immer doppelt so lange dauert wie die Spannungsphase. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Beckenboden heben Setzen Sie sich für diese Übung aufrecht auf einen Stuhl. Stellen Sie beide Füße mit einem Abstand von einer Handfläche auf den Boden Ziehen Sie die Beckenbodenmuskeln zusammen als würden Sie versuchen den Beckenboden nach oben anzuheben. Wichtig ist, dass die Gesäßmuskulatur währenddessen trotzdem entspannt bleibt. Spannen Sie die Beckenbodenmuskeln so stark wie möglich an. Halten Sie die Spannung für 5 Sekunden und entspannen Sie für 5 Sekunden. Achten Sie darauf gleichmäßig weiter zu atmen und den Bauch nicht einzuziehen. Wichtig für die Übung ist, weder den Atem zu stoppen noch den Bauch einzuziehen. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Während des Beckenbodentrainings: Achten Sie auf Ihre Atmung. Spannen Sie weder Gesäß- noch Oberschenkelmuskeln an. Wenige richtig durchgeführte Übungen sind effektiver als viele falsch ausgeführte. Ursachen einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur Meist ist eine geschwächte Beckenmuskulatur auf ein fortschreitendes Alter zurückzuführen, jedoch gibt es auch noch andere Faktoren, die zu ihrer Verschlechterung der Muskulatur beitragen können. So kann die Entfernung der Prostata, welche einen Eingriff in den Verschlussmechanismus der Blase darstellt, dazu führen, dass für eine Zeit lang der Harn nicht gehalten werden kann. Auch Diabetes oder ähnliche Erkrankungen können die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Verletzungen im Bereich des Beckenbodens oder auch Übergewicht lassen die Muskeln im untrainierten Beckenboden auch erschlaffen. Eine jahrelange Überbeanspruchung durch eine falsche Belastung durch schweres Heben, können die Muskulatur überdehnen, was mit den Jahren zu einer Erschlaffung führt. Auch chronischer Husten, wie Raucherhusten, Bronchitis oder Asthma können eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur nach sich ziehen. Schwache Beckenbodenmuskulatur und ihre Folgen Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann schwerwiegende Folgen haben. Da der Beckenboden unter anderem für die korrekte Lage und die Funktion von Blase, Darm und Sexualorganen zuständig ist, können bei Nachlassen der Muskulatur Probleme entstehen, wie z. B.: Inkontinenz Potenzstörungen Inkontinenz Bei unwillkürlichem Harnverlust oder Kontrollverlust der Blase spricht man von Inkontinenz. Dieses Thema betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Inkontinenz bei Männern kann verschiedene Ursachen haben, jedoch ist erwiesen, dass eine trainierte Beckenbodenmuskulatur in vielen Fällen hilft den Harn zu halten. Mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert und das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden. Potenzstörungen Die Beckenbodenmuskulatur hat einen entscheidenden Einfluss auf die Sexualität des Mannes. Die Muskulatur des Beckenbodens hält das Blut in den Schwellkörpern. Wenn die Muskeln geschwächt sind, fließt das Blut aus den Schwellkörpern wieder heraus und der Penis erschlafft. Bei einer Schwächung des Beckenbodens kann es zu Erektionsstörungen, Impotenz oder vorzeitigen Samenerguss kommen. Die Potenz des Mannes kann durch ein regelmäßiges Beckenbodentraining auf natürlichem Weg gesteigert werden. Fazit Neben der altersbedingten Schwächung der Beckenmuskulatur, können auch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Daher ist es besonders wichtig, bereits in jungen Jahren auf eine starke Beckenbodenmuskulatur zu achten und diese auch regelmäßig zu trainieren. Dies erfordert nur wenige Minuten Zeit und kann leicht in den Alltag integriert werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:MännergesundheitÄrzteblatt

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  • Inkontinenzmaterial auf Rezept: Wer bezahlt?

    Wer an Inkontinenz erkrankt, der sollte sich so schnell wie möglich um eine passende Diagnose und entsprechende Therapie kümmern. In den meisten Fällen werden Inkontinenzartikel benötigt, aber die langfristige Versorgung mit den Materialien kann teuer werden. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie am besten Vorgehen, um stressfrei bezahltes Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen zu können, und was die Voraussetzungen dafür sind. Shop besuchen und Inkontinenzeinlagen finden - mit Zuzahlung. Jetzt bei Hilfsmittelprofi. Was gibt es auf Rezept Ist die Inkontinenz ein normaler Bestandteil des Älterwerdens? In unserer Kultur herrscht diese Ansicht noch immer vor. Viele Menschen denken, dass Harninkontinenz weder ein "richtiges" medizinisches Problem, noch heilbar ist. Das ist nicht korrekt, denn für die Krankheit gibt es viele unterschiedliche Hilfsmittel und Behandlungsformen, die auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Patienten und Angehörige sollten über die Voraussetzungen Bescheid wissen, denn nicht selten schieben Betroffene das Tragen von Inkontinenzmaterial zu lange hinaus. Erschwerend für Betroffene, aber auch Ärztinnen und Ärzte ist der Unwillen, offen und konstruktiv über das Problem zu reden. Die richtige Diagnose ist jedoch der Grundstein für die erfolgreiche Behandlung. Mit einer Basisdiagnostik stellt der Arzt den Schweregrad der Erkrankung fest, und ob ggf. eine spezialärztliche Diagnostik nötig ist. Danach kann die Fachperson auch Hilfsmittel wie Inkontinenz Vorlagen auf Rezept verschreiben, denn gerade bei der mittleren oder schweren Inkontinenz können die sozialen Anker des Menschen ansonsten wegfallen: Aus lauter Sorge vor Unfällen igelt sich der Patient ein und vernachlässigt so seine sozialen Bedürfnisse.    Gerade die Zusammenarbeit mit einer Kontinenzfachkraft ist zu diesem Zeitpunkt besonders wegweisend. Eine Beratung, die auf die individuelle Situation der Betroffenen eingeht, sorgt dafür, dass die Patienten Produkte ausprobieren und so evaluieren können, ob sie mit dem empfohlenen Hilfsmittel zurechtkommen.  Ein wichtiger Schritt in Richtung Besserung ist das richtige Grundwissen bezüglich der Inkontinenz. Hier gelangen Sie zu unserer Übersicht. Inkontinenz Pants auf Rezept: Die Voraussetzungen Wenn das Tragen von aufsaugenden Inkontinenzartikeln nicht mehr vermeidbar und das richtige Hilfsmittel schließlich gefunden worden ist, machen sich die Patienten meist Gedanken um die Kosten. Die ständige Ausstattung mit Hilfsmitteln kann teuer werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Material aus dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes teilweise oder vollumfänglich über die Krankenkasse abgerechnet werden kann. Grundsätzlich ist jedes Material verordnungsfähig, allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Als Regel gilt, dass die Kosten für Inkontinenzmaterial von den anerkannten Krankenkassen im Rahmen der Festbeträge zurückerstattet werden. Mindestens muss eine mittlere Inkontinenz vorliegen (Grad 2 oder 3). Ebenso wird die Regel für die Folgen einer Erkrankung wie zum Beispiel Diabetes, Multiple Sklerose oder einem Schlaganfall angewendet. Auch Menschen, bei denen eine Operation zur Inkontinenz führt, werden die Kosten für die Materialien erstattet. Leider nicht verordnungsfähig sind beispielsweise kleine Einlagen, die eine leichte Inkontinenz unterstützen. Tipp: Sonderfall Pflegegrad Wenn Sie Daheim gepflegt werden, haben Sie Anspruch auf kostenfreie Hilfsmittel. Diese können Sie einfach bei Hilfsmittelprofi bestellen. pixabay - guvo59 Inkontinenzeinlagen auf Rezept Mittelgradige Inkontinenz: Was ist das? Der Richtwert im oben verlinkten Hilfsmittelverzeichnis beträgt 100 bis 200 Milliliter Harnverlust innerhalb von vier Stunden für die mittlere Inkontinenz, von einer schweren Inkontinenz spricht man, wenn im selben Zeitraum mehr als 200 Milliliter Urin abgegeben werden. Sie können unter Gruppe 15 - Inkontinenzhilfen für genauere Informationen nachschauen. Was bedeutet das? Das heißt, dass alle Betroffenen, die mindestens 100 Milliliter Urin in vier Stunden verlieren, sämtliche Inkontinenzartikel über die Kasse abrechnen können. Ein Selbstkostenbeitrag von 10 Prozent (max. 10 Euro pro Monat) fällt normalerweise an. Die Betroffenen oder deren Angehörige müssen die Erstattung bei der verantwortlichen Krankenkasse beantragen. Gut zu wissen: Grundsätzlich existiert für Inkontinenzhilfsmittel monatlich eine Stückzahl-Begrenzung. Wer mehr Inkontinenzeinlagen auf Rezept benötigt, der kann beim behandelnden Arzt nachfragen. Von Harninkontinenz betroffen? Hier nachlesen, was Sie noch heute tun können. Inkontinenzartikel auf Rezept: Stehen dem Patienten nur wenige Artikel pro Tag zu? Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) gab die Empfehlung ab, dass bei einer Inkontinenz vier bis fünf Windeln pro Tag angemessen sind. Natürlich kann es sein, dass ein Betroffener mehr Windeln benötigt. Ein Patient hat ein gesetzliches Anrecht auf mehr Material, wenn er den Mehrbedarf nachweisen kann. Eine entsprechende Bescheinigung des Arztes oder der Pflegestelle hilft bei der Anforderung. Wie wird ein Hilfsmittel beantragt? Die Grundlage für die schnelle Kostenübernahme ist ein Rezept, das in der Regel über mehrere Monate hinweg vom Arzt ausgestellt wird. Wie der Ablauf für die Beantragung bei Ihrer Krankenkasse genau ist, müssen Sie direkt abklären, die Grundzüge sind jedoch überall ähnlich: Der Patient findet das richtige Hilfsmittel Informieren Sie sich, welche Ausführungen es gibt und welche Hilfsmittelarten die Kasse übernimmt. Der Arzt füllt den Hilfsmittelantrag / die Verordnung aus.  Der Arzt vermerkt auf dem Antrag die Diagnose, und dass das Hilfsmittel aus medizinischer Sicht nötig ist. Am besten sorgen Sie dafür, dass der Arzt auch die genaue Bezeichnung des Inkontinenzhilfsmittels aufschreibt, ansonsten kann es sein, dass die Krankenkasse einen anderen Artikel bewilligt. Inkontinenzartikel auf Rezept: Wo beziehen?   Fragen Sie als erstes bei Ihrer Kasse nach, ob Verträge mit einem bestimmten Sanitätshaus (oder einer Apotheke) bestehen, da die Leistungen der meisten Krankenkassen an einen bestimmten Lieferanten gebunden ist. Wenn Sie sich frei entscheiden können, wo Sie Ihr Material beziehen können, lohnt es sich, einen Preisvergleich im Internet zu machen. Achten Sie darauf, dass Sie ein Dauerrezept bekommen, damit Sie sich nicht auch noch ständig um eine Verordnung kümmern müssen. Fazit: Inkontinenzmaterial auf Rezept Inkontinenz schränkt das Leben der Betroffenen auf körperlicher und sozialer Ebene ein. Damit nicht auch noch finanzielle Probleme auf einen Erkrankten zukommen, lohnt es sich, benötigtes Inkontinenzmaterial über die Krankenkasse abzurechnen. Damit das klappt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, allem voran eine bestimmte Schwere der Inkontinenz. Dafür gehen Sie zum Arzt, der die Art und die Schwere der Krankheit diagnostiziert. Danach wird er Ihnen eine Verordnung ausstellen, mit der Sie über Ihre Kasse Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen können. Quellenangaben:AOKSelbsthilfeverband InkontinenzSenioren Wegweiser Online

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  • Blasenschwäche bei Frauen: Richtig behandeln

    Inkontinenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Das typische Krankheitsbild von "Blasenschwäche & Frau" plagt viele der Leidragenden. Dieser Artikel erörtert die Symptome und informiert die Leserin, wie eine frühzeitige Diagnose die Regeneration und das Lebensgefühl positiv beeinflussen können. Finden Sie jetzt geeignete Produkte für die Blasenschwäche bei Frauen. pixabay - PixxlTeufel Häufiges Problem: Inkontinenz bei Frauen Fast 25 Prozent aller Frauen leben laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG) mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. Die Symptome der Inkontinenz gelten als "Altenproblem", was ein Irrtum ist: Die DKG erklärt, dass fünf von 100 Frauenunter 65 und sogar junge Frauen um 25 betroffen sind. Gerade bei den jüngeren Damen ist die Scham groß, und viele Erkrankte wagen keinen Arztbesuch, weil die Blasenschwäche noch immer ein gesellschaftliches Tabuthema ist. Zahlreiche Betroffene bleiben aus Scham dem gesellschaftlichen Leben fern. Ein Besuch beim Experten ist jedoch aus verschiedenen Gründen wichtig: Nur ein Facharzt kann die richtige Diagnose stellen - unabdingbar für eine erfolgreiche Therapie. Denn viele Arten der Krankheit lassen sich inzwischen erfolgreich behandeln, sei es durch gezielte Beckenbodenübungen, medikamentös oder operativ. pixabay - MabelAmber Die gute Nachricht ist, dass Frau die Krankheit heute nicht mehr "still-leidend hinnehmen" muss, sondern die Symptome lindern kann, beispielsweise mit richtigen Training und einem professionellen Hilfsmittel wie einer Einlage oder einem Panty.  Tipp 1: Lindern Sie Harndrang mit der Beckenübung für den Notfall Beugen Sie Ihren Oberkörper nach hinten und vorne - wenn Sie in der Öffentlichkeit sind, können Sie die Schnürsenkel der Schuhe binden. Dieses Vornüberbeugen verändert die Druckverhältnisse im Bauchraum - der Harndrang vergeht. Obwohl mehrere Millionen Menschen in Deutschland von dem Problem betroffen sind, spricht man in der Öffentlichkeit nicht über Inkontinenz - sei es bei der Frau oder beim Mann. Inkontinenz bei Frauen: Zahlen und Fakten Inkontinenz ist die häufigste chronische Krankheit unter Frauen (35 Prozent), damit liegt sie noch vor Hypertonie, Depression oder Diabetes. Aussagekräftige Zahlen: Inkontinenz: Frauen im Alter zwischen 20 und 30 sind zu etwa 10% betroffen. Frauen im mittleren Alter sind häufiger inkontinent – 25 Prozent der 40- bis 50-jährigen Frauen. Die größte Gruppe (40 Prozent) unter den betroffenen Frauen sind die älteren Frauen ab 80 Jahren. Die Belastungsinkontinenz ist die am weitesten verbreitete Art der Inkontinenz bei Frauen. Tipp 2: Verwenden Sie Vaginalkonen pixabay - aixklusiv Unter Frauen kursieren sie schon länger: Kleine Kugeln, die Frauen in ihre Scheide einführen und dort die Muskulatur trainieren. Das richtige Training wirkt sich positiv auf die Blasenschwäche der Frau aus. Wenn ein sehr einschränkender Schweregrad der Inkontinenz bei Frauen vorliegt, können Sie, wenn sanftere Therapiemöglichkeiten versagen, mit dem Arzt über eine Operation sprechen. Ein operativer Eingriff normalisiert die Lage und Funktion der Blase, Harnröhre und Scheide. Mit diesem Eingriff wirkt man Inkontinenz bei Frauen wirkungsvoll entgegen. Schlussfolgerung Blasenschwäche Frau: Prävention ist wichtig Fazit bei Blasenschwäche: Frau leidet nicht nur unter dem körperlichen, sondern auch unter dem seelischen Stress. Dem müssen Sie sich nicht aussetzen. Die frühzeitige Diagnose bringt gute Behandlungserfolge. Blasenschwäche bei Frauen? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.  Quellenangaben:Frauenärzte Dr.Pett & Dr.JandiÄrzteblattUrologe Bensheim

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  • Inkontinenz: Mann kann sie loswerden

    Volkskrankheit Inkontinenz: auch Mann ist betroffen. Sie tritt zwar nicht nur in hohem Alter auf, dennoch ist von den deutschen Männern die Mehrheit der Leidtragenden über 55 oder musste sich einer Prostata Operation unterziehen. Lesen Sie hier die Fakten über Blasenschwäche bei Männern und was Sie dagegen tun können. Blasenschwäche bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.   pixabay - martyspittle Blasenschwäche Mann - Ursachen und Therapie Blasenschwäche Mann: Wie kommt es überhaupt dazu? Wenn Probleme auftreten, ist meist mit der Prostata etwas nicht in Ordnung. Diese Vorsteherdrüse ist genau unter der Blase angesiedelt und zieht durch die Mitte der Prostata hindurch. Die Harnröhre transportiert den Urin von der Harnblase nach außen. Die häufigste Ursache für Inkontinenzprobleme bei Männern ist die Prostatavergrößerung - bei Männern jenseits der 50 absolut keine Seltenheit. Die Gründe, warum es zur Drüsenwachstum kommt, sind nach wie vor unklar. Ein wesentlicher Grund könnte das Zusammenspiel zwischen Sexualhormonen und deren Auswirkung auf die Organe sein: Einige Mediziner haben herausgefunden, dass die nachlassende körpereigene Produktion des Sexualhormons Androgen die Vergrößerung der Prostata fördert. Hilfsmittelprofi-Tipp: Was tun, wenn die Prostata wächst? Sport treiben! Eine US-amerikanische Untersuchung mit 51.000 Männern kam zum Schluss, dass schon eine regelmässige sportliche Betätigung von wöchentlich zwei bis drei Stunden spazieren gehen oder joggen das Prostatawachstum um 25 Prozent drosseln kann. Blasenschwäche - Männer in jüngeren Jahren Deutsche Volkskrankheit Blasenschwäche: Männer sind zu 11 Prozent betroffen, Inkontinenz bei Frauen tritt zu 25 Prozent auf. Zur leichten Inkontinenz bei jüngeren Männern kann es kommen, wenn sich die Vorsteherdrüse entzündet. Schuld daran sind häufig Coli-Bakterien, die Ursache kann aber nicht immer genau bestimmt werden. Manchmal werden auch psychische Faktoren, Medikamente oder Nervenfunktionsstörungen als Ursache vermutet. Genau wie bei den Frauen auch kann ein schwacher Beckenboden die Inkontinenz fördern. Krankheiten wie Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder ein Schlaganfall können den Detrusor schwächen. Das ist jener Muskel, der die Blase beim Urinieren zusammenzieht. Was Sie gegen Inkontinenz bei Männern tun können Blasenschwäche bei Männern kommt oft in Begleitung folgender Symptome: Schwächerer Harnstrahl - der Strahl ist nicht mehr so kräftig Es dauert länger, bis sich die Blase entleert hat "Startschwierigkeiten" - es vergeht mehr Zeit, bis Urin fließt Es fühlt sich an, als ob die Blase nicht vollständig leer ist Erhöhte Pinkelfrequenz Tipp 2: Zinkmangel vorbeuten Studien zeigen, dass das Wachstum der Prostata oft mit einem Mangel am Spurenelement Zink zusammenhängt. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und mindert Gewebeveränderungen und Inkontinenz beim Mann. Zudem fördert Zink die Testosteronproduktion und stärkt die Potenz. Krabben, Haferflocken, Linsen, Erbsen und Rinderfilet enthalten viel Zink.   pixabay - derneuemann Inkontinenz Mann: Schlussfolgerung Inkontinenz: Mann, macht die Probleme! Doch Unpässlichkeiten müssen nicht sein. Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil und mindern Sie jene Risikofaktoren, die sie beeinflussen können. Zudem kann ein Arzt die richtigen Therapiemöglichkeiten verordnen. Blasenschwäche bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.   Quellenangaben:Urologenzentrum.atUrologe BensheimUniversitätsklinikum Münster

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  • Eine Übersicht über Inkontinenzmaterial: Produktsysteme und Aufbau

    Moderne Produktpaletten bieten Schutz vor Inkontinenz und ermöglichen eine hohe Lebensqualität mit Bewegungsfreiheit im Alltag. Sie finden, dass das Angebot an Inkontinenzmaterial inzwischen so umfassend ist, dass Sie gar nicht wissen, wo Sie mit der Recherche anfangen sollen? Grundlegend gilt, dass Sie jene Hilfsmitteltypen und -Produkte auswählen, die zu Ihrer Situation passen und Ihre Lebensumstände verbessern. Unser Artikel hilft, Ihnen eine Übersicht zu verschaffen. Finden Sie jetzt geeignete Produkte bei Harninkontinenz. Pixabay - Iirliinnaa Inkontinenzmaterial: System und Aufbau Jeder Mensch durchlebt den Krankheitsverlauf der Inkontinenz individuell. Damit eine möglichst große Palette an Beschweren abgedeckt werden kann, verbessern und entwickeln die Hersteller ihre Produkte kontinuierlich weiter. Entstanden sind umfassende Produktpaletten an aufsaugenden Hilfsmitteln, die man grundsätzlich in folgende Bereiche einteilen kann: Einlagen, die anatomisch für Frau oder Mann geformt sind und in die Unterwäsche eingelegt werden Größere Vorlagen, die mit Netzhosen fixiert werden. Auch die Vorlagen sind anatomisch geformt, die Netzhosen halten sie stabil Inkontinenzslips: Vorder- und Hinterseite sind in der Regel wiederverschließbar. Klettstreifen halten die saugfähige Unterlage an Ort und Stelle Windeln Einmal-Unterwäsche: Inkontinenzhosen, die alle Ausscheidungen auffangen und danach entsorgt werden können. Alle Produkte sind in unterschiedlichen Saugstärken und in Größen für jeden Körperumfang erhältlich. Hilfsmittelprofi-Tipp:  Wenn Sie auf der Suche nach geeigneten Produkten sind, dann heißt es: Flexibel bleiben und ausprobieren! Bereiten Sie verschiedene Saugstärken für unterschiedliche Situationen im Alltag vor. Wenn Sie Aktivitäten außerhalb Ihres normalen Wirkungskreises planen und länger unterwegs sind, nehmen Sie eine saugstärkere Windel/Einlage. Seien Sie aufmerksam und agieren Sie, wenn Sie feststellen, dass sich Ihre Inkontinenz verändert. So entstehen keine Probleme wie Auslaufen oder Hautirritationen aufgrund zu langer Tragezeit. Der Aufbau von Inkontinenzprodukten Grundsätzlich sind alle Inkontinenz Hilfsmittel sehr ähnlich aufgebaut: Das Grundelement dieser Art Hilfsmittel ist der Saugkern. Er besteht aus einem Gemisch von geruchsminderndem Flüssigkeitsbinder und Zellstoff. Den Flüssigkeitsbinder bezeichnet man als Superabsorber: Je nach Hersteller absorbiert er das 50-fache des eigenen Volumens und gibt sie selbst bei Stresseinwirkung (starker Druckeinwirkung) nicht wieder ab. Würde der Superabsorber nicht einwirken, zerfiele der Harnstoff aufgrund von Bakterien in Ammoniak und Kohlenstoffdioxid. Die Inhaltsstoffe hemmen diesen Vorgang, was zum einen Geruchsentwicklung vermeidet, zum anderen die natürliche Balance der Haut nicht angreift. So verhindern Hilfsmittel Hautirritationen oder -krankheiten. Bei Inkontinenzslips und -hosen sind elastische Bündchen an Beinen und Hüften angenäht, die das Auslaufen zusätzlich verhindern. Ummantelt wird der Superabsorber von einer Saugmatte, die aus Zellulose besteht und jegliche Flüssigkeit sofort ins Innere leitet. Die Außenschicht besteht aus Zellstoff (Polyethylenfolie) und lässt keine Flüssigkeit durchsickern. Tipp: Gewöhnen Sie sich langsam ans Tragen von Inkontinenzmaterial. Häufig ist es nicht der richtige Schritt, gleich dicke Vorlagen auszuwählen, wenn Sie noch nie zuvor einen Schutz getragen haben. Einlagen, die Sie wie Slipeinlagen in die Unterhose kleben, geben Ihnen ein gutes Gefühl und sind in einer Saugstärke bis zu 900 ml erhältlich. Die Größe von Windeln und den ausgewählten Inkontinenzprodukten ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl. Wenn sie zu große oder zu kleine Produkte auswählen, ist das unbequem zu tragen, löst Rötungen oder wunde Stellen aus und kann zum Auslaufen führen. Die meisten Hersteller verwenden die Größentabelle S-M-L-XL. Für die Auswahl messen Sie Ihren Hüftumfang. Sie können sich auch beraten lassen - gerade bei der Erstauswahl eine gute Idee. Tipp: Pants für angenehmen Toilettengang Die angebotenen Pants liegen dank angenehmen Materialien und einem elastischen Gummibund gut an und sind bequem zu Tragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie wie Unterhosen hoch- und runtergestreift werden können. Pixabay - Stux Ableitende Inkontinenzprodukte Zum Inkontinenzmaterial zählen nicht nur aufsaugende Produkte, sondern auch ableitende Systeme. Damit ist die Verbindung eines Katheters mit Bein- und/oder Bettbeuteln gemeint. Die eingesetzten Katheter bestehen aus Silikon oder Latex. An sie kann ein Urinbeutel (normalerweise mit einem Volumen von 500 Milliliter) angehängt werden, der entweder mit einer Beinbeuteltasche oder Haltebändern am Schenkel oder Unterbein angebracht wird. Über Nacht kann der Beinbeutel durch einen Bettbeutel ausgetauscht werden, der bis zu zwei Liter umfasst und so jegliche Nachtruhestörung verhindert. Für harninkontinente Herren existiert eine womöglich interessante Alternative zum Katheter: Das Urinalkondom. Es ist selbstklebend, in verschiedenen Größen erhältlich und auch für dieses Produkt kann – ebenso wie beim Dauerkatheter – ein Urinbeutel angehängt werden. Bei Restharn oder zum gänzlichen Leeren der Blase können Sie Einmalkatheter verwenden. Für den schnellen Einsatz unterwegs gibt es Modelle mit integriertem Urinbeutel. Das richtige Inkontinenzmaterial auswählen Eine Inkontinenz ist für Beteiligte und Pflegende belastend. Doch das richtige Hilfsmittel kann die Handhabung erleichtern. Bei der Auswahl achten Sie bitte auf folgendes: Tipp: Wichtig ist, dass Sie die richtige Saugstärke auswählen. Für eine Person, die selbstständig zur Toilette gehen kann, genügt oft eine dünnere Vorlage oder eine Einlage. Wenn ein Patient die Toilette nicht nutzt, müssen die Vorlagen dicker und beispielsweise mit einer engen, aber elastischen Netzhose fixiert sein. Das sorgt für den richtigen Sitz und schützt vor "Unfällen." Ein Preis- und Qualitätsvergleich des Inkontinenzmaterials lohnt sich immer. Die Preise der Produkte variieren stark und sind auch davon abhängig, mit welchen Herstellern oder Händlern Ihre Krankenkasse Verträge abgeschlossen hat. Sie können Ihre Krankenkasse nach einer Liste fragen. Zudem lohnt sich die Onlinerecherche, denn Preise sind im Netz oft deutlich niedriger als im Direkthandel. Wir empfehlen, dass Sie einen Qualitätscheck machen. Es lohnt sich fast immer, in ein teureres Produkt, wie zum Beispiel in teurere Windelhosen zu investieren. Wenn die Windelhosen nicht wieder verschlossen werden können oder leicht reißen, müssen Sie sie öfters ersetzen und das kann im Endeffekt teurer sein: Ein teureres Qualitätsprodukt ist manchmal trotzdem günstiger als ein Artikel, der zwar in der Anschaffung günstiger ist, aber schneller kaputt geht. Pixabay - PublicDomainPictures  Schlussfolgerung: Inkontinenzmaterial Das Produkteangebot für Inkontinenzartikel ist inzwischen so stark angewachsen, dass man gar nicht recht weiß, wo man beginnen soll. Ein guter Anfang ist die Analyse der Ist-Situation: Welche Produktart benötigen Sie? Es ist sinnvoll, sich an die richtige Materialdicke und Saugstärke anzupassen. Beginnen Sie mit einer dünneren Slipeinlage, und wechseln Sie, falls diese nicht genügend Schutz bietet, zu saugstärkerem Inkontinenzmaterial.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte. Quellenangaben:Kaufmännische KrankenkasseAOK

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  • Die richtigen Inkontinenzartikel finden: Ein Leitfaden

    Mit der richtigen Therapie ist eine Inkontinenz bei den meisten Patienten heilbar. Einige Fälle lassen sich jedoch nicht so einfach beheben. Dennoch ist für die meisten Patienten ein normales Leben möglich, zum Beispiel mit Hilfsmitteln und dem passenden Inkontinenzartikel. Damit Strategien für den Alltag erarbeitet werden können, sind Schulungen und Beratungen durch Fachpersonen empfehlenswert. Unser Artikel berät zudem rund um Inkontinenzprodukte.  Jetzt geeignete Produkte für die Harninkontinenz finden. Inkontinenzartikel: Eine Übersicht pixabay - eliola Betroffene müssen aufgrund des unfreiwilligen Verlusts von Urin oder Stuhl ihr Leben nicht in Isolation fristen, sondern können aus einem umfassenden Angebot an Hilfsmitteln auswählen und ihr Leben genießen. Inkontinenzartikel lassen sich in folgende Kategorien einteilen: Produkte die aufsaugen, also Inkontinenzeinlagen, Windeln oder Windelhosen. Sie vermeiden Feuchtigkeit, Hautreizungen und Gerüche waschbare Inkontinenzhosen Bettschutzeinlagen Katheter und ableitende Produkte sammelnde Produkte: Beinbeutel oder Kondomurinale sind unauffällige Behälter, die den Harn auffangen schützende Textilien wie Inkontinenzauflagen für den Schutz der Matratze Fachpersonen können Sie beraten, welche Produkte für Ihre Beschwerden und Ihre Art der Inkontinenz geeignet sind. Sie erklären alles Wichtige zu den verschiedenen Faktoren wie Trockenheitsgefühl, Kosten und Tragekomfort. Für Sie passende Inkontinenzprodukte finden Sie bei Hilfsmittelprofi. Inkontinenz nicht totschweigen Inkontinenz tritt in verschiedenen Formen und Schweregraden auf und betrifft, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht nur ältere Menschen. Unabhängig davon, ob Sie Schwierigkeiten bei Stresseinwirkung, zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten oder beim Sport verspüren, ob Sie unter ständigen Harndruck und einer Reizblase leiden oder der Gang zur Toilette unangenehm ist: Inkontinenz tritt in vielen unangenehmen Facetten auf. Dennoch sind meist ältere Menschen und vielfach Frauen betroffen. Das ist einerseits anatomisch bedingt und liegt andererseits an der abnehmenden Leistungskapazität des Körpers. Leider wird darüber nur ungern gesprochen. Ebenso wenig leistet manch gutgemeinte Aufklärungsarbeit Abhilfe, denn viele Beteiligte wissen nicht ausreichend über wirksame Behandlungsmethoden und das reichhaltige Angebot an Hilfsmittels Bescheid. Die Therapie, Betreuung und Dauerversorgung von Menschen mit Inkontinenz umfasst weit mehr als Medikamente, Operationen und physiotherapeutische Maßnahmen wie Beckenbodentraining. Egal welche Maßnahmen Sie ergreifen wollen, Sie als Betroffener sollten immer im Mittelpunkt stehen, und Ihr Arzt oder Betreuer sollte Sie motivieren, therapieren und gut betreuen. Dazu gehören die: medizinische Versorgung, psychisch und physisch physiotherapeutische (vorbeugende) Therapie Hilfsmittelversorgung Schulung und Aufklärung des Patienten und der Angehörigen Das Fazit ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen und das Problem nicht verdrängen sollten. Fachstellen und -personen sind da für Sie. Schämen Sie sich nicht. Trauen Sie sich und sprechen Sie über Ihr Leiden. Tipp 1: So finden Sie die richtigen Inkontinenzartikel Wenn es um Inkontinenz geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Für Frauen mit leichter Inkontinenz gibt es saugstarke Ladyvorlagen oder feminine Panties (eine Art enganliegende Windel, die höher geschnitten ist), während Vorlagen für den Mann an die maskuline Anatomie angepasst sind. Die meisten anderen Hilfsmittel (für schwerere Fälle von Inkontinenz) sind unisex und für Mann und Frau beidermaßen konzipiert. pixabay - PublicDomainPictures Den richtigen Inkontinenzgrad bestimmen: So unterscheiden Sie richtig Bevor Sie Hilfsmittel kaufen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welchen Grad einer vorliegenden Inkontinenz versorgt werden muss. Unsere Übersicht kann Ihnen und den betreuenden Personen dabei helfen, das richtige Produkt auszuwählen. Tröpfcheninkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in minimalen Mengen: Weniger als 50 Milliliter in vier Stunden. Bei vielen Menschen setzt mit zunehmendem Alter die Tröpfcheninkontinenz ein. Diese Art der Inkontinenz tritt jedoch fast ausschließlich bei Männern und vor allem dann auf, wenn ein Abflusshindernis, zum Beispiel die vergrößerte Prostata, vorliegt. Zur Versorgung eignen sich anatomisch angepasste Herreneinlagen mit einer leichten Saugfähigkeit um 150 ml. Leichte Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in kleinen Mengen: Weniger als 100 Milliliter in vier Stunden. Diese Form der Inkontinenz – auch Stressinkontinenz genannt kommt beim Lachen, Sport, Niesen, oder Treppensteigen vor uns ist mit einem kleinen Urinverlust verbunden. Hier empfehlen sich leichte Vorlagen oder Einlagen mit leichter bis mittlerer Saugfähigkeit. Auch Schutz- oder Netzhosen können bequem getragen werden. Informieren Sie sich, ob diese Einlagen von der Krankenkasse übernommen werden. Einige Kassen stufen die leichte Inkontinenz nicht als Krankheit ein. Tipp 2: Saugkraft  Je höher die Saugstärke eines Produkts, desto dicker das Material und desto geringer der Tragekomfort. Seien Sie als Betroffener oder betreuende Person darauf bedacht, nicht zu dicke Inkontinenzartikel zu wählen. Mittlere Inkontinenz Das bedeutet ein Urinverlust in moderaten Mengen: 100 - 200 Milliliter in vier Stunden. Es könnte sein, dass Sie von Dranginkontinenz betroffen sind. Jedenfalls verzeichnen Sie in unregelmäßigen Abständen den Verlust von mittleren bis großen Mengen Urin, vor allem bei Belastungen. Wenn starker Harndrang herrscht, können Sie ihn nicht zurückhalten. In diesem Fall empfehlen sich Vorlagen mit starker Saugkraft ab 300 Milliliter. Schwere Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in Mengen von mehr als 200 Milliliter in vier Stunden. Diese Mengen an Urin treten bei der Drang-, oder Reflexinkontinenz plötzlich und ohne Vorwarnung aus. Die Blase entleert sich komplett, weil der Patient kein Gefühl mehr für den Harndrang hat. Dieser Schweregrad verlangt nach Windelhosen, die in unterschiedlichen Saugstärken und Materialien angeboten werden. Wichtig ist die Auswahl der richtigen Saugstärke, da sie je höher, je dicker wird. Das wirkt sich auf den Tragekomfort aus. Betreuende Personen oder Angehörige können nach atmungsaktiven Materialien mit einer Saugfähigkeit über 1000 Milliliter fragen. Totale Inkontinenz Die totale Inkontinenz bedeutet unkontrollierten, dauernden Stuhl- oder Urinverlust. Hier kommen dieselben Massnahmen wie bei der schweren Inkontinenz in Frage, allerdings empfehlen sich zusätzlich Schutzhosen aus dichten Materialien und eine starke Saugfähigkeit über 1500 Milliliter.  Schlussfolgerung: Mit den richtigen Inkontinenzartikeln das Leben wieder genießen Inkontinenz muss keinen totalen Verlust der Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil: Die reichhaltige Auswahl an passenden Inkontinenzprodukten ermöglicht die Teilnahme am sozialen Leben inklusive Bewegung, Freiheit und Lebensfreude. Wichtig ist, dass Sie sich nicht aus falscher Scham verstecken. Neben einer Therapie gibt es den passenden Inkontinenzartikel - auch für Sie.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Wie mit Stressinkontinenz umgehen

    Der Begriff Stressinkontinenz beschreibt den unkontrollierten, unfreiwilligen Urinverlust. Für Patienten sind die Symptome nicht nur ein hygienisches Problem, sondern auch mit starken Schamgefühlen verbunden. Doch Scheu ist fehl am Platz: wenn die leichte Inkontinenz nicht ernst genommen wird, kann sie sich graduell verschlimmern. Doch der Alltag muss nicht in die Hose gehen. Lesen Sie, was Sie präventiv und in einer akuten Situation gegen die Blasenschwäche tun können.  Jetzt im Shop wirksame Hilfsmittel für die Belastungsinkontinenz finden. pixabay - Alexas_Fotos Belastungsinkontinenz - Was ist das? Kurz erklärt: Belastungsinkontinenz ist der unkontrollierte Urinverlust oder der unfreiwillige Abgang von Urin. Durch erhöhten Bauchinnendruck bei Heben von Lasten, Lachen, Springen oder sogar Niesen kommt es zu erhöhtem Druck auf die Blase (im Bauchraum). Ursache für das unfreiwillige Tröpfeln ist die schwache Beckenbodenmuskulatur. Die "schwache Blase" ist eine der am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen in Deutschland, und insbesondere Frauen leiden darunter. Bis zu 25 Prozent aller Deutschen Frauen sind betroffen. Bei den Männern sind elf Prozent inkontinent. Unter diesen Patienten sind: 49 Prozent belastungsinkontinent etwa 39 Prozent sind von Mischinkontinenz und 12 Prozent von Dranginkontinenz betroffen Der Begriff "Stress-"Inkontinenz ist im ersten Moment irreführend, denn er hat nichts mit psychischem Druck zu tun, sondern bezieht sich auf körperliche Belastungen. Hilfsmittelprofi-Tipp: Isolieren Sie sich nicht, wenn Sie eine schwache Blase feststellen. Für viele Leidtragende ist nicht nur das hygienische Problem im Vordergrund, sondern eine eigens auferlegte soziale Isolation aufgrund von Schamgefühlen. Je früher Sie sich untersuchen lassen und in Behandlung begeben, desto eher finden Sie zu Ihrer Lebensfreude zurück. Schon wenige Minuten an gezielten Übungen am Tag, die Sie in den eigenen vier Wänden durchführen können, schaffen Abhilfe. Lesen Sie dazu mehr weiter unten im Text. Die Ursachen der Stressinkontinenz Diese Art der Kontinenzstörung steht zweifelsfrei direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens in Zusammenhang. Dieser besteht aus Muskeln und Bindegebe, welche die Beckenorgane eingrenzen. Sie stärken und festigen die Position der Organe und stützen den Blasenschließmuskel. Wenn dieser stark gedehnt wird, verliert die Muskulatur an Elastizität. Die Stützfunktion vermindert sich drastisch und es kommt zur gefürchteten Störung der Blasenmuskulatur. Wenn nun Druck auf das Bauchinnere ausgeübt wird, arbeitet der Harnröhrenverschluss nicht mehr richtig.  Das erklärt, warum Frauen besonders häufig die Leidtragenden dieser Symptome sind. Der weibliche Beckenboden ist naturgemäß der stärkeren Belastung durch Schwangerschaften, vaginale Geburten und einer kleineren Gewebefläche ausgesetzt. pexels Der weibliche Unterleib verzeichnet drei Öffnungen, während der männliche lediglich zwei aufweist. Die häufigsten Ursachen der Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz) sind: Schwächung der Beckenbodenmuskulatur Schwächung des Bandapparates im Beckenbereich Eine Gebärmuttersenkung hormonelle Veränderungen Übergewicht konstitutionelle Bindegewebeschwäche Beim Mann taucht die Belastungsinkontinenz meist durch Verletzungen des Blasenschließmuskels wegen Unfällen oder Operationen auf Häufig auftretende Symptome der Stress-Inkontinenz Die Krankheit wird von unterschiedlichen Symptomen begleitet. Der Harnverlust geschieht spontan und kündigt sich nicht durch eine volle Blase an und es geht nur wenig Urin ab. Mediziner teilen die Harninkontinenz in verschiedene Schweregrade. Als niedrigste Stufe gilt der Urinabgang bei Lachen, Husten oder Niesen. Der zweite Schweregrad umschreibt den Urinabgang bei plötzlichen Bewegungen, dem Heben von Lasten, Hinsetzen und Aufstehen oder Sport. Schwerwiegender wiegt der Urinaustritt bei Bewegung ohne Stressfaktor, also Urinaustritt im Stehen. Die schwerste Form der Belastungsinkonsistenz ist der unkontrollierte Urinverlust im Liegen. Therapie und Behandlung Glücklicherweise muss man sich heutzutage nicht mehr mit der Blasenschwäche arrangieren. Doch Inkontinenz ist leider noch immer ein Tabuthema, wie viele Leidtragende bemerken. Tipp: Sie können den Schließmuskel trainieren Machen Sie nicht den Fehler und schämen Sie sich nicht zu sehr, um mit dem Problem zum Arzt zu gehen. Die Fachperson ist dazu da, Ihnen zu helfen und Sie gründlich zu beraten. Nachdem die Fachperson die Diagnose gestellt hat, hilft regelmäßiges Beckenbodentraining bei Stressinkontinenz. Dabei trainieren Sie gezielt die geschwächte Muskulatur. Eine Besserung lässt sich oft relativ schnell festestellen. Ein Physiotherapeut kann das Erlernen der Übungen erleichtern und begleiten. Danach können Sie das Training, das oftmals nur wenige Minuten pro Tag in Anspruch nimmt, zu Hause durchführen. Zuverlässig schützen kann auch ein ganzes Sortiment an Einlagen. Verweis aus Shop?  Tipp: Ein gesundes Körpergewicht unterstützt die Therapie Übergewicht ist ebenfalls einer der Haupt-Risikofaktor für einen kraftlosen Beckenboden. Wenn der Druck, der durch das Gewicht auf die Blase wirkt, zu stark wird, kann ein schwacher Beckenboden nicht mehr entgegenhalten. Überflüssige Pfunde haben Konsequenzen, auch auf die Blase. Der ständige Druck fördert den möglichen Harnabgang und Übergewicht verschlimmert die meisten Symptome anderer Krankheiten. Fazit: Abnehmen fördert die Gesundheit und erleichtert das Beckenbodentraining. Setzen Sie auf einen Tee aus Brennnesseln: Die heimische Heilpflanze durchspült dank ihrer harntreibenden Wirkung die Blase regelrecht. Brennnesseln sind die perfekte Unterstützung bei Blasenschwäche. Ein bekanntes Hilfsmittel ist auch die US-stämmige Moosbeere, besser bekannt als Cranberry. Sie ist ein bewährtes Hausmittel bei Blasenentzündung und langfristig wirkt ihr Saft oder die getrockneten Beeren auch Blasenschwäche entgegen. pixabay - eak_kkk Schlussfolgerung: Stresskontinenz lässt sich auch mit sanften Methoden behandeln Diese Art der Kontinenzstörung ist direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens verbunden. Das bedeutet, dass je nach Tragweite des Problems bereits wenige Minuten gezielten Trainings pro Tag Abhilfe schaffen können. Einfluss auf die richtige Funktionstüchtigkeit der Organe haben hormonelle Störungen, Operationen oder Unfälle sowie die natürliche Beanspruchung durch Schwangerschaft und Geburt. Betroffene müssen nicht stillschweigend leiden, sondern können sich selbst helfen. Was heißt das?  Ein gesunder Lebensstil ist einer der Hauptfaktoren in der Vorbeugung gegen die Stressinkontinenz. Zudem kann ein aktiver Lebensstil die Symptome verringern. Wer mit einer ausgewogenen Ernährung Normalgewicht anstrebt und Übergewicht reduziert, leistet einen wichtigen Beitrag zur eigenen Blasengesundheit. Wenn Sie nicht rauchen, wenig Alkohol und Koffein konsumieren und zudem den Einsatz von Schmerzmitteln reduzieren, verringern Sie Ihr Inkontinenzrisiko zusätzlich. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie unterstützende Produkte für die Inkontinenz.  Quellenangaben:Urology-GuideInkontinenz Information.deAmboss

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  • Blasenschwäche: Wenn der Alltag zum Problem wird

    In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von Blasenschwäche (Harninkontinenz) betroffen. Sie gehört damit zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Urin zurückzuhalten, kann eine fachkundige Diagnose helfen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über das Thema und gibt Aufschluss über passende Lösungen - hier mehr über die Blasenschwäche lesen.  Außerdem finden Sie jetzt geeignete Produkte bei Blasenschwäche in unserem Shop.  pixabay - padrinan Reizblase: Leiden Sie unter einer überaktiven Blase? Es gibt verschiedene Arten und Ursachen der Blasenschwäche. Mitunter am häufigsten tritt die überaktive Blase auf. Patienten mit einer Reizblase leiden unter sehr starkem, ständigem Harndrang und müssen oft aufs WC. Dabei sind die Urinmengen, die austreten, gering. Das Problem ist, dass das Dranggefühl plötzlich kommt und so stark ist, dass die Patienten es nicht mehr aushalten können. Frauen sind öfter von der Blasenfunktionsstörung betroffen als Männer. Wenn Symptome auftreten, zieht sich der Blasenmuskel zu früh, also unwillkürlich oder bevor die Blase voll ist, zusammen. Schon ein kurzer Reiz auf die Blase sorgt dann für starken Harndrang. Studien zufolge sind etwa 40 Prozent aller Frauen in Deutschland ab dem 60 Lebensjahr von Blasenschwäche betroffen. Aufgrund der Anatomie der Frau wird die Stütz- und Haltefunktion weitaus stärker beansprucht als beim Mann. Besonders Schwangerschaften belasten den Beckenboden extrem. Dies kann vor allem bei nah aneinander liegenden Schwangerschaften oder auch Mehrlingsschwangerschaften massive Auswirkungen auf die Blasenfunktion haben. Problematisch ist dabei, dass die Beschwerden manchmal so ausgeprägt sind, dass sich die Betroffenen nicht mehr trauen, Aktivitäten im öffentlichen und sozialen Leben nachzugehen, oder diese nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Die Patienten sprechen nur ungern darüber, weil die "Volkskrankheit Inkontinenz" noch immer mit starken Schamgefühlen verbunden ist. Wenn Ausscheidungen unkontrolliert abgegeben werden, führt das nicht nur zu körperlichen Belastungen, sondern auch zu einem extremen psychischen Druck. Tatsächlich leiden mehrere Millionen Menschen in Deutschland unter dem Problem - trotzdem ändert das nichts daran, dass man in der Öffentlichkeit nicht über die Inkontinenz spricht. Symptom oder Krankheit? An sich ist Inkontinenz jedoch gar keine Krankheit, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Verschiedene Krankheiten können Auslöser sein oder Körperfunktionen, die nicht mehr intakt sind, beeinflussen die Harnblase negativ. Die Ursachen der Reizblase sind beispielsweise Veränderungen an der Blasenwand, die zu Überaktivität oder Überreiztheit des Blasenmuskels führen. Diese können Abweichungen der Nervenfunktionen oder Veränderungen an den Rezeptoren (Andockstellen) der Botenstoffe sein, die das Organ versorgen. Die Beschwerden sind nicht gefährlich, aber unangenehm. Studien zeigen, dass 40 Prozent betroffener Frauen aus lauter Peinlichkeit verschweigen, dass sie unter Inkontinenz leiden. Manchmal speisen die Betroffenen Inkontinenz auch einfach als "hygienisches Problem" ab - damit gehört sie zu jenen Krankheiten, die deutschlandweit am seltensten behandelt werden. Dabei lassen sich die Symptome mit sanften und teilweise natürlichen Mitteln leicht kurieren. Was tun bei Blasenschwäche? Der überaktiven Blase entgegenwirken Aufgrund dieses Tabucharakters des Themas fragen sich viele Betroffene: "Was tun bei Blasenschwäche?" Noch immer gelten die Symptome als "Alterskrankheit." Doch auch Frauen in jungen Jahren, besonders nach einer Geburt und Frauen zwischen 40 und 50, wenn die Menopause eintritt sind betroffen. Allein in Deutschland leiden – je nach Quellenangaben – ca. 25 Prozent aller junger Frauen zumindest vorübergehend an Inkontinenz.  11 Prozent der Männer sind inkontinent 25 Prozent der Frauen erfahren Symptome Gerade junge Mütter sind anfällig für Blasenschwäche, weil ihr Beckenboden durch die Schwangerschaft und Geburt geschwächt ist. Das Tragen des Babys belastet die Muskulatur zusätzlich. Ein strapazierter Beckenboden kann die Blasenschwäche begünstigen, ebenso wie eine Gebärmutter- oder Scheidensenkung.  Bei älteren Frauen treten die Symptome auf, weil sich der Hormonhaushalt verändert. Überdurchschnittlich häufig sind auch übergewichtige Menschen betroffen, sowie Personen, die schwere körperliche Arbeit leisten. Blasenschwäche muss den Betroffenen jedoch das Leben nicht unnötig schwer machen. Mit den richtigen Tipps können Sie den Symptomen vorbeugen und selbst akute Beschwerden lindern. pixabay - PatriciaMoraleda Tipp 1: Beckenbodentraining stärkt die Blase  Das Training des Beckenbodens ist eine der wirksamsten Aktivmaßnahmen zur Vorbeugung oder Linderung einer Blasenschwäche. Gezielte Übungen stärken die Muskulatur und beugen dem Harndrang so entgegen. Das Training lässt sich im Sitzen oder am Bürotisch erledigen.  Eine empfehlenswerte Übung: Setzen Sie sich sehr gerade auf einen Stuhl und spannen Sie die Beckenbodenmuskulatur an. Sie können das Becken ganz leicht nach vorne kippen und die Muskulatur gleichzeitig anspannen. Halten Sie diese Spannung für mindestens 10 Sekunden. Wiederholen Sie fünf, besser 10 Mal. Tipp 2: Trinken Sie genug und ernähren Sie sich ausgewogen   Es mag im ersten Moment kontraintuitiv klingen, aber bei Stress-Inkontinenz empfehlen wir Ihnen, mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Sie unterstützen so die Nieren und beugen Harninfekten vor. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, die den Darm unterstützen und den Stuhlgang erleichtern. Es ist besser, wenn Sie beim Toilettengang nicht zu stark pressen müssen. Allenfalls ist eine Gewichtsabnahme für Sie eine Option. Bereits eine minimale Gewichtsreduktion um fünf oder zehn Prozent entlastet den Beckenboden und stärkt in Kombination mit mehr Bewegung und dem Beckenbodentraining die Muskulatur zusätzlich. Tipp 3: Trainieren Sie Ihre Blase  Gute Neuigkeiten: Sie können Ihre Blase trainieren und so Beschwerden lindern. Beginnen Sie mit einem Miktionstagebuch: Schreiben Sie auf, wie oft und wie viel sie zu welchen Zeiten urinieren müssen. So trainieren Sie die Blase: Geben Sie nicht jedem Harndrang nach. So lernt die Blase, den Druck langsam auszuhalten und den Drang zu kontrollieren. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung auf der Toilette - so kann sich die Blase vollständig entleeren. Schlussfolgerung: Blasenschwäche in den Griff bekommen Das Zusammenspiel von Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln, Nervenbahnen und der Steuerzentrale im Gehirn ist fein abgestimmt und anfällig für Störungen. Selbst kleine Unstimmigkeiten können auf längere Sicht gravierende Auswirkungen haben:    Die Symptome sind am Anfang meist harmlos und die Betroffenen verlieren nur einen Tropfen Urin. Plötzlich, nach ein paar Monaten, sind es zwei und plötzlich so viel, dass es den Alltag beeinträchtigt. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schweigen Sie nicht - handeln Sie stattdessen und sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Unterschiedliche Therapieformen können bei Blasenschwäche Linderung schaffen. In vielen Großstädten gibt es Beckenbodenzentren und immer mehr Physiotherapeuten spezialisieren sich auf den Beckenboden.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte. 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  • Wenn der Harndrang zur Belastung wird: Harninkontinenz

    Ihnen ist nur wohl, wenn Sie in der Nähe einer Toilette sind? Mit diesem einschränkenden Gefühl sind Sie nicht allein: In Deutschland sind Schätzungen zufolge bis zu 8 Millionen Menschen von Harninkontinenz (Blasenschwäche) betroffen. Lernen Sie in diesem Artikel das Harnsystem kennen und was Sie gegen häufigen und nächtlichen Harndrang tun können. Die Symptome können zwar harmlos sein, aber auch auf ein ernsteres Problem hindeuten.   Sie möchten sich sofort etwas Gutes tun und lernen, was bei Inkontinenz hilft? Hilfsmittelprofi bietet ein umfassendes Sortiment an geeigneten Produkten. pixabay - lumpi Häufiger Harndrang - Ursachen und Therapie Wenn Sie täglich rund sechs bis siebenmal Pinkeln gehen, ist alles in Ordnung. Häufiger Harndrang – oder vermehrtes Wasserlassen – tritt auf, wenn Sie überdurchschnittlich häufig auf die Toilette müssen, oder Sie mehr als die normale Menge Urin lassen. Der Fachbegriff für vermehrten Harndrang ist Polyurie. Von Polyurie spricht man, wenn die normale Urinmenge von zwei Litern innerhalb von 24 Stunden überschritten wird. Für die Betroffenen können die Symptome einschränkend und unangenehm sein. Doch wie funktioniert das Harnsystem des Menschen überhaupt? Wir bei Hilfsmittelprofi haben es für Sie zusammengefasst. Der menschliche Körper besteht hauptsächlich aus Wasser, und dank unserer Körperfunktionen wie Atmen, Schwitzen und vor allem Urinieren verlieren wir ständig Flüssigkeit. Urinieren ist so wichtig für unseren Körper, weil mit dem Urin Giftstoffe und unbrauchbare Substanzen aus dem Körper gespült werden. Die wichtigsten Organe des Harnsystems sind die Nieren, eine Art Kläranlage des Körpers. Sie entfernen Stoffe wie Harnstoff, Harnsäure, Salze oder Aminosäuren aus dem Blut. In einem ersten Schritt produzieren die Nieren circa Primärharn, die Vorstufe des Urins, den wir ausscheiden. Dieser Primärharn fließt durch das Filter-Röhrensystem in der Niere. Die dortigen Nierenzellen nehmen 99 Prozent der Flüssigkeit und verwertbare organische Stoffe wieder auf und geben andere Wirkstoffe ab. Übrig bleiben die etwa 1.7 Liter Harn, die in der Harnblase gesammelt und von dort ausgeschieden werden. Tipp 1: Gesunde Ernährung Unterstützen Sie Ihre Nieren mit frischer, gesunder Kost: Viel Obst, Gemüse und pflanzliche Öle wie frisches Olivenöl senken das Nierenrisiko. Pro Tag fließen nämlich fünf bis sechs Liter Blut, also der gesamte Bluthaushalt etwa 300 Mal durch die Nieren. Die Nieren filtern täglich etwa 1700 Liter Blut.  Viele Arzneimittel gehen auf die Nieren. Wenn Sie Medikamente nehmen, sollte Ihr Arzt einen kritischen Blick auf die Medikationsdosis werfen. Vor allem Schmerztabletten und Entzündungshemmer mit Wirkstoffen wie Diclofenac oder Ibuprofen sind problematisch. Auch eine richtig eingestellte Dosis von Medikamenten beugt Blasenschwäche vor.  pixabay - PublicDomainPictures Nächtlicher Harndrang? Richtig entgegenwirken. Die Ursachen des Problems sind komplex: Patienten können an Diabetes mellitus erkrankt sein, unter Herzinsuffizienz oder akutem Nierenversagen leiden. Oftmals klagen betroffene Patienten auch über ein anderes häufig auftretendes Symptom in Zusammenhang mit der Inkontinenz: nächtlicher Harndrang. Das ist eine unangenehme Sache, mit der sich vor allem ältere Menschen auseinandersetzen müssen. Betroffene: können keine Nacht mehr ruhig durchschlafen, und müssen sich nachts immer wieder erheben, um das WC aufzusuchen. Diese Symptome sind nicht nur nervig, sondern können sich langfristig negativ auf die Ruhezeiten und die Psyche auswirken. Wenn ein Mensch mindestens zweimal pro Nacht aufstehen muss, um Wasser zu lassen, spricht man von Nykturie. Ursachen für nächtlichen Harndrang Die Ursache für die Nykturie, die zu den Schlafstörungen zählt, sind vielfältig. Dazu zählen:  Hormonstörungen Älterwerden gestörte Nierenfunktion Polyurie durch Herz- oder Nierenschwäche Blasenentzündung Diabetes mellitus vergrößerte Prostata übermäßiger Genuss von Alkohol oder Koffein Einnahme von Medikamenten eine Übersäuerung des Körpers Eine Reizblase  eine reduzierte Blasenkapazität Im Verlaufe des Lebens schwächt die natürliche Leistung des Körpers ab. Auch die Muskelspannung lässt nach, was sich insbesondere auf Schließmuskeln auswirkt. Ein junger Mensch kann daher dank starken Muskeln problemlos durchschlafen und muss morgens lediglich dringend zur Toilette. Je älter man wird, desto stärker nimmt die Muskelspannung ab, was den häufigeren Drang erklärt. Tipp 2: Untersuchen lassen  Wenn die oben genannten Symptome plötzlich bei Ihnen auftreten, empfehlen wir einen Arztbesuch. Wichtig ist, dass Sie sich von einem fachkundigen Arzt untersuchen lassen. Obwohl häufiger Harndrang und Nykturie an sich nicht bedrohlich sind, sind die Symptome nicht immer harmlos und können auf eine andere Krankheit hindeuten. Tipp 3: Lassen Sie Wassertabletten weg  Wasseransammlungen in den Beinen oder im Oberbauch sind ungesund und unschön. Wasser, dass nicht mehr auf eine natürliche Art und Weise ausgeschieden wird, belastet die Gesundheit - weshalb Menschen zu Wassertabletten greifen. Wenn Sie die Tabletten aber am späten Nachmittag oder spätabends einnehmen, kann sich das negativ auf die Nykturie auswirken, weil Sie wegen der Wirkung der Tabletten nachts aufwachen. Tipp 4: Wasserlassen - neurologisches oder psychisches Problem? Wenn dem nächtlichen Harndrang eine Krankheit, zum Beispiel eine Blasenentzündung, Polyurie oder eine Reizblase zugrunde liegen, behandelt der Arzt die Ursachen meist mit Antibiotika. Der Arzt kann ebenso mit einem Blutzuckerspiegeltest feststellen, ob Diabetes ein Grund für den verstärkten Harndrang ist. Wenn die Überprüfung körperlicher Symptome nicht weiterhilft, können neurologische oder psychische Ursachen vorliegen. In diesem Fall hilft Blasentraining: Gehen Sie nicht immer gleich zur Toilette, wenn die Blase drückt, sondern halten Sie einige Minuten stand. Diese Übung stärkt die involvierten Muskeln und Sie gewöhnen die Blase an größere Harnmengen, so dass er Drang erst später einsetzt. pixabay - Belova59 Schlussfolgerung: Harninkontinenz muss nicht einschränken Polyurie kann auf eine Störung im Ausscheidungssystem hindeuten. Die Harnblase ist ein Teil eines hochkomplexen Organsystems, das uns täglich gesund hält. Wenn eine Störung vorliegt, kann das für Betroffene unangenehm sein und auf weitere Probleme hindeuten. Zudem kann der häufige Harndrang das Sozialleben Betroffener einschränken. Aber auch nachts kann die Harninkontinenz einem Patienten das Leben schwer machen: Nächtlicher Harndrang wirkt sich auf längere Zeit negativ auf die Nachtruhe und die Psyche aus. Eine richtige Diagnose und sanfte Therapien können entgegenwirken und Sie gesund halten. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie unterstützende Produkte für die Inkontinenz. Quellenangaben:ApothekenumschauÄrzteblattÄrzteblatt

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  • Ursache und Therapie: Inkontinenz erkennen und richtig behandeln

    Für viele Betroffene ist Inkontinenz ein mit starken Schamgefühlen verbundenes Tabuthema. Wenn sich Darm oder die Blase plötzlich und unkontrolliert entleeren, stellt sich oft ein Gefühl der Hilflosigkeit ein. Als Inkontinenz bezeichnen Ärzte das Unvermögen, Körperausscheidungen wie Kot, Wind oder Urin willentlich zurückzuhalten. Dieser Artikel erklärt Ihnen die unterschiedlichen Ursachen sowie Arten der Erkrankung und gibt Aufschluss über passende Therapieformen - lesen Sie alles Wichtige über die Volkskrankheit Inkontinenz. Finden Sie jetzt im Hilfsmittelprofi Shop geeignete Produkte bei Inkontinenz. Der körperliche Kontrollverlust: Ein Tabuthema Für Betroffene ist die Inkontinenz in der Regel nicht nur ein körperliches Problem, sondern bringt zusätzlich starke psychische Belastungen mit sich. Denn bereits als kleine Kinder lernen wir, unsere Ausscheidungen bewusst zu kontrollieren und Stuhlgang oder Urin zurückzuhalten. Wenn uns diese Fähigkeiten im Alter abhandenkommen, fühlen wir uns machtlos und schämen uns, das Thema überhaupt anzugehen. pixabay - geralt Das große Problem: Niemand möchte darüber sprechen. Inkontinenz ist ein Thema, das aufgrund von Schamgefühlen nicht oder nur äußerst ungern mit dem Hausarzt oder einem Experten besprochen wird. Dabei ist die Krankheit in Deutschland weit verbreitet: Schätzungen zufolge sind etwa fünf bis acht Millionen Menschen betroffen. Weltweit sollen es 50 bis 200 Millionen Menschen sein. Genaue statistische Auswertungen liegen nur wenige vor, da viele Betroffene gar nicht in diesen Statistiken erfasst sind. Die einzigen halbwegs verlässlichen Zahlen liefern die Angaben großer Hersteller von Inkontinenzhilfsmitteln. Es ist wenig überraschend, dass der Großteil der Betroffenen älter als 60 Jahre alt ist. Bei den über 80-jährigen leiden sogar bis zu 80 Prozent unter einer behandlungs- oder versorgungsbedürftigen Inkontinenz. Wussten Sie, dass dies einer der häufigsten Gründe für die Einweisung ins Pflegeheim ist? Tipp 1: Sie sind der Inkontinenz nicht hilflos ausgeliefert! Bewährt hat sich vor allem bei Harninkontinenz ein Zeitplan für die Toilettengänge. Dabei trinken die Patienten alle zwei bis drei Stunden und gehen 30 Minuten später auf das WC - selbst wenn gerade kein Harndrang vorliegt. Anfangs in kurzen Abständen, nach und nach verlängern sie die Zeiträume. In einem Miktionstagebuch, einer Art Logbuch für die Urinkontrolle, erfassen sie die Häufigkeit der Toilettenbesuche und die abgegangene Harnmenge.  Ursachen und Formen von Inkontinenz Wir unterscheiden zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Ursachen für Inkontinenz sind vielfältig, und fast immer liegt eine Störung des muskulären Ausscheidungssystems vor: Eine Schwäche der Blasen-, Schließ- und Beckenbodenmuskulatur (beziehungsweise Verschlussapparats des Afters bei der Stuhlinkontinenz), oder eine Störung der Muskelfunktionen aufgrund beschädigter Nerven und den verbundenen Zentren in Gehirn und Rückenmark. Das kann aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems geschehen oder biologische Ursachen haben. Merke: Es existieren auch sogenannte "allgemeine Ursachen". Unter diese fallen Medikamente wie Diuretika, Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol. Sie können eine bereits bestehende Harninkontinenz fördern. Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, häufig aufs WC zu müssen, aber nur geringe Mengen Urin "tröpfeln", liegt keine Blasenschwäche, sondern eher ein Harnwegsinfekt vor. Das äußert sich häufig durch ein Brennen in der Harnröhre, besonders gegen Ende des Wasserlassens. Anatomie der Entleerungsorgane Wenn Sie die menschliche Anatomie betrachten, stellen Sie fest, dass die Harnblase von zwei Muskeln – dem Blasen- und dem Schließmuskel – unterstützt wird. Sie erfüllt zwei Funktionen: Sie speichert Urin und entleert ihn zum gewünschten Zeitpunkt. Den Vorgang können Sie sich folgendermaßen vorstellen:  1. Speichern Während dem Sammeln von Urin ist der Blasenmuskel entspannt. Die Blase dehnt sich aus und füllt sich nach und nach. Der Schließmuskel ist angespannt, damit der Urin nicht abfließt. 2. Entleeren Beim Gang auf die Toilette zieht sich der Blasenmuskel zusammen. Gleichzeitig erschlaffen die Beckenbodenmuskulatur und der Schließmuskel, was zum Abfluss des Urins durch die Harnröhre führt. Inkontinenzmaterial gesucht? Hier klicken. Ursachen für die Harninkontinenz Wie der nächste Textabschnitt zeigt, haben die fünf Arten der Harninkontinenz unterschiedliche Gründe. 1. Die Belastungsinkontinenz Diese Form beschreibt die willkürliche Ausscheidung von Urin bei Belastung und ist die am weitesten verbreitete Art der Inkonsistenz. Bei der Stressinkontinenz, auch Belastungsinkontinenz genannt, verlieren Betroffene kleine Mengen an Urin bei Tätigkeiten, die den Druck auf den Bauchraum erhöhen. Seien es: Lachen Niesen Husten Gymnastik oder Treppen steigen Grund ist ein geschädigter Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Frauen leiden deutlich häufiger unter Belastungsinkonsistenz als Männer. Frauen haben ein breiteres Becken und eine schwächere Beckenbodenmuskulatur. Zudem hat der weibliche Beckenboden drei Öffnungen (für Harnröhre, Scheide und Darm), während der Mann nur über zwei verfügt.  Vor allem Schwangerschaften und Geburten belasten den Beckenboden. Es kommt häufig vor, dass während der letzten Schwangerschaftswochen und nach der Geburt aufgrund der Strapazen Inkontinenz auftritt. Der dritte Grund, warum Frauen häufiger inkontinent sind als Männer, sind hormonelle Veränderungen. Das Bindegewebe gibt nach, Beckenorgane sinken ab und lösen eine Inkontinenz aus. Bei Männern ist das Risiko einer Harninkontinenz nach Prostataoperationen hoch. Wenn die Prostata komplett entfernt wird, kann der eigentlich intakte Schließmuskel absenken und schwächeln. Das äußert sich durch ständiges Träufeln und kommt dadurch zustande, dass der Patient die Blase nicht richtig entleeren kann, obwohl sie voll ist. Risikofaktoren wie Operationen oder Unfälle können das Gewebe strapazieren und schwächen. Auch Nervenreizungen oder -verletzungen im Beckenbereich kommen vor, was unter Umständen dazu führen kann, dass die Muskeln nicht mehr richtig funktionieren. Allgemeine Faktoren wie chronischer Husten Übergewicht und mangelnde Bewegung schlecht trainierter Beckenboden können das Krankheitsrisiko steigern. 2. Die Dranginkontinenz Die Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) zeigt andere Symptome. Es tritt starker Harndrang auf, der sich nicht unterdrücken lässt: Plötzlich kommt es zu schwallartigem Urinabgang.  Meist ist dieses Verhalten an Auslöser gekoppelt, zum Beispiel fließendes Wasser, Hände in warmes Wasser tauchen, Aufregung. Die Dranginkontinenz kann auch bei Harnblasensteinen, Demenz oder nach einem Schlaganfall auftreten.  Das Problem ist eine Störung der Signalübertragung zwischen Blase und Gehirn, beziehungsweise dem Rückenmark: Fälschlicherweise kommt es zum Signal "Blase voll", was die Dringlichkeit des plötzlichen Harndrangs erklärt. Mögliche Ursachen sind:
 Operationen, wenn sie Nervenreizungen auslösen Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer Ständige Reizungen der Blase (Blasenentzündungen) Diabetes Psychische Ursachen, wie Stress oder Trauma Tipp: Eine neuere Therapieform bei Dranginkontinenz ist Taping. Klebebänder werden am unteren Bereich der Wirbelsäule angeklebt. Diese sollen den Harndrang vermindern - allerdings ist die Methode noch nicht umfassend erforscht. pixabay - Zorro4 3. Extraurethrale Inkontinenz
 Bei dieser seltenen Form der Blasenschwäche sucht sich der Urin einen Weg außerhalb der Harnröhre nach außen. Verantwortlich dafür sind Fisteln, röhrenartige Kanäle im Innern des Körpers. Diese Art kommt eher bei Frauen vor: Der Harnblasenschließmuskel, der für die Steuerung der Entleerung zuständig ist, wird umgangen. So kommt es zu dauerhaftem Urinabfluss über die Fisteln, obwohl die Blase weiterhin normal funktioniert. Willentlich kann dieser Urinabgang nicht vermieden werden. Ursachen können Geburten, Operationen, Strahlentherapie oder Verletzungen im Unterleib sein. Für die Heilung dieser Form der Inkontinenz muss ein Arzt die Fisteln operativ entfernen. 4. Die Überlaufinkontinenz Betroffene verspüren starken Harndrang und haben eine volle Harnblase. Trotzdem können sie ihre Blase nicht voll entleeren und der Urin tröpfelt dauernd. Die körperliche Ursache ist ein Abflusshindernis am Blasenausgang, beispielsweise ein großes Prostataadenom, Tumore, hochgradige Harnröhrenverengungen oder große Harnblasensteine. Die Blase ist quasi immer gefüllt und dehnt den Harnblasenmuskel. Aufgrund dieser anhaltenden Dehnung ermüdet der Blasenmuskel und der Urin tropft ständig aus der Harnröhre. Merke: Der Rest-Urin in der Blase kann Infektionen und Nierenschäden aufgrund eines möglichen Rückstaus verursachen.  5. Die Reflexinkontinenz
 Die Reflexionsinkontinenz ist eine selten auftretende Form der Harninkontinenz, bei der die Betroffenen keinen Harndrang mehr spüren. Die Entleerung wird nicht mehr willentlich gesteuert, sondern geschieht als Reflex des Körpers. Dem Harnblasenmuskel fehlt die Steuerung des zentralen Nervensystems. Ursache ist der Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Störungen der Nerven, die die Blase steuern. Das kann zwei Ursachen haben: Rückenmarkschädigung: beispielsweise bei einer Querschnittslähmung Erkrankungen des Gehirns, unter anderem Alzheimer, Parkinson oder Schlaganfälle Problematisch ist dabei, dass die Nieren möglicherweise Schaden nehmen können. Die Blase wird nicht vollständig entleert, was einen Rückstau in die oberen Harnwege zur Folge hat.  Ursachen und Formen der Stuhlinkontinenz Genauso wie Harninkontinenz, kann auch Stuhlinkontinenz in verschiedenen Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Typischerweise verursacht eine organische Störung, dass die Schleimhaut des Analkanals nicht mehr richtig gespürt wird - so kann der Mensch den Stuhlgang nicht mehr richtig kontrollieren. Verletzungen, die nach Geburten oder Operationen auftreten, können zu Funktionsstörungen des Schließmuskels führen, respektive die Nervenwahrnehmung beeinträchtigen. Weitere Ursachen, beispielsweise: Hämorrhoiden ein Vorstülpen der Darmschleimhaut muskuläre Störungen: eine schwache Beckenbodenmuskulatur Ein Vorfall im Mast- oder Enddarm: Fisteln, die den Schließmuskel zerstören  chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn Tumore im Bereich des Enddarms. Darmträgheit und Verstopfung
: Durch den fest sitzenden Stuhl entsteht eine Blockade, an der nur wässriger Stuhl passieren kann. Medikamente, auch Antidepressiva und Abführmittel Stuhlinkontinenz im Alter Ältere Menschen zeigen oft Symptome der neurogenen Stuhlinkontinenz. Ihr liegen Störungen im Gehirn oder Rückenmark zugrunde. Die Patienten können ihren Stuhlgang nicht mehr bewusst kontrollieren. Das kann etwa nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung wie Multiple Sklerose geschehen. Therapieformen bei Inkontinenz Die verschiedenen Formen der Inkontinenz müssen unterschiedlich behandelt werden. Glücklicherweise können Mediziner inzwischen aus einer Fülle an wirksamen Behandlungsmöglichkeiten auswählen. Wenn keine Operation nötig ist, ist die erste richtige Massnahme für die Heilung der Stressinkontinenz immer die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Spezielles Beckenbodentraining und krankengymnastische Übungen stärken die Muskulatur und fördern so den Heilungsprozess. Unterstützend wirken auch Bioresanz-Therapie oder Elektrostimulation. Ein Kontinenz- und Blasentraining hilft, die Kontrolle über die Harnblase zurückzubekommen. Die Betroffenen versuchen selbstständig, die Abstände zwischen den Toilettengängen zu verlängern: So wird die Blase trainiert, mehr Urin aufzunehmen. Oftmals werden die Fortschritte in einem Miktionsprotokoll aufgezeichnet. In vielen Fällen helfen parallel zum Training verabreichte Medikamente. Wenn die Inkontinenz hormonell bedingt ist, setzen Ärzte bei Frauen Östrogene ein. Operativ werden Patienten mit Blasenschwäche künstliche Schliessmuskeln oder Kunstnetze / Schlingen um die Harnröhre eingesetzt. Therapie der Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) Die Dranginkontinenz wird vor allem medikamentös behandelt: Anticholinergika enthalten Wirkstoffe wie Oxybutynin oder Trospiumchlorid, welche die Überaktivität der Harnblasenmuskulatur hemmen. Auch Botulinumtoxin, das Gift des Bakteriums Clostridium botulinum kann bei der Therapie unterstützend wirken. Spezielle Zentren bieten diese Therapieform an, bei der das Gift in den Harnblasenmuskel gespritzt wird. Wenn die medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Therapieerfolg zeigt, kann es auch helfen, Neuromodulatoren in der Nähe des Rückenmarks einzusetzen. Therapie der Stuhlinkontinenz Wie bei der Harninkontinenz ist es auch bei der Stuhlinkontinenz wichtig, zu wissen, um welche Art es sich handelt. So kann der Therapeut die richtige Behandlungsform empfehlen.  In manchen Fällen sind Medikamente in Kombination mit einer Spülung des Dickdarms einmal pro Tag hilfreich, andere Probleme werden erfolgreich operiert. Ein Arzt kann Sie beraten. Durchaus sinnvoll ist ein Toilettentrainings-Protokoll. Dabei konzentriert sich der Patient etwa 30 Minuten nach einer eingenommenen Mahlzeit auf den Stuhlgang und versucht, die Entleerung ohne ein allzu starkes Pressen herbeizuführen. Der regelmässige Plan in Kombination mit dem Protokoll hilft einigen Menschen, die Körperfunktionen besser zu steuern Schlussfolgerung: Inkontinenz fest im Griff Unser Unterleib ist ein kompliziertes und abgestimmtes System aus Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln und der Steuerzentrale im zentralen Nervensystem. Wenn dieses durcheinandergerät, kann Inkontinenz die Folge sein. Es existierenunterschiedliche Formen von Harn- und Stuhlinkontinenz, die verschiedene Symptome zeigen und entsprechend behandelt werden müssen. Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, nicht nur im Alter. Wenn Sie die zur Verfügung gestellten Zahlen betrachten und sie mit der Altersstruktur bei uns vergleichen, stellen Sie fest, dass die Zahl der von Inkontinenz betroffenen Menschen steigt. Unser Artikel zeigt auf, dass sich Betroffene oder Angehörige keinesfalls Schämen und bei auftretenden Symptomen umgehend eine Fachperson zu Rate ziehen sollten. Unterschiedliche Therapieformen können rasch Abhilfe schaffen und die Lebensqualität nachhaltig erhöhen. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte.

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