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  • Saugende Bettschutzeinlagen bei Inkontinenz

    Saugende Bettschutzeinlagen bieten für Menschen mit Inkontinenz einen erweiterten Schutz und ermöglichen bettlägerigen Personen ruhigere Tage und Nächte. Sie schützen Matratze und Bettwäsche vor Nässe sowie Verunreinigung und verhindern damit die Rücknässung des Pflegebedürftigen. Zudem reduziert sich das Ab- und Aufziehen von Bettwäsche sowie deren übermäßiges Waschen durch die verminderte Verschmutzung, wodurch die Pflegekräfte entlastet werden. Es gibt Bettschutzunterlagen zum Einmalgebrauch und waschbare Bettschutzunterlage zur Wiederverwendung. Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen können bei hoher Temperatur keimfrei gewaschen und im Trockner getrocknet werden. Dadurch sind sie bis zu 300 mal wiederverwendbar.     pixabay - rawpixel   Vorteile von Bettschutzeinlagen bei Inkontinenz Die Bettschutzeinlage von Seguna ist aus Frottee, weich und bequem, waschbar und somit wieder verwendbar. Sie nehmen Flüssigkeiten schnell und sicher auf und können nach dem Gebrauch direkt entsorgt werden. Die Oberseite der Bettschutzeinlagen besteht aus einer saugstarken Schicht. Sie ist hautfreundlich und bietet ein angenehmes Gefühl für den Pflegebedürftigen. Bei Verschmutzungen in der Nacht kann das Bett sehr schnell durch den Austausch der Bettschutzeinlage frisch gemacht werden. Bettschutzeinlagen für den Einmalgebrauch können zudem leicht auf Reisen mitgenommen werden.   Wiederverwendbare, saugende Bettschutzeinlagen werden zum Schutz der Matratzen bei Inkontinenz eingesetzt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Sauberkeit des Bettzeugs, wenn die Körperhygiene innerhalb des Bettes verrichtet werden muss, wenn zum Beispiel die inkontinente Person bettlägerig ist, oder wenn die Pflegeperson eine Bettpfanne bzw. Urinflasche nutzt. Beim Einlegen ins Bett muss die Bettschutzeinlage stets sauber und trocken sein. Sie sollte faltenfrei aufgelegt werden. Wichtig ist, dass die Bettschutzeinlage immer rechtzeitig gewechselt wird. Denn: Liegt die pflegebedürftige Person zu lange auf der feuchten, verunreinigten Einlage, kann die Haut trotz aller Saugfähigkeit angegriffen werden, und es können Hautirritationen entstehen.

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  • Inkontinenz bei jungen Menschen

    Inkontinenz ist nicht nur ein Thema für ältere Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich haben. Aus Schamgefühl sprechen die meisten Betroffenen nicht über ihre Inkontinenz. Laut dem Bericht „Tabuthema Inkontinenz“ des internationalen Markt­forschungsinstituts YouGov waren zwei von fünf Deutschen bereits einmal in ihren Leben von Inkontinenz betroffen, Frauen häufiger Männer. Bei einem Drittel der Deutschen tritt der Harnverlust wieder­holt auf. Die Hälfte all dieser Betroffenen sind älter als 55 Jahre alt. Allerdings gehören 10 % der Betroffenen der Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen an. pixabay - Marcel Gnauk Trotz hohem Leidensdruck keine Medikamente Inkontinenz ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu. Viele Betroffene gehen nicht zum Arzt. 55% aller Betroffenen nehmen keine Medikamente oder verwenden Hilfsmittel, um die Inkontinenz zu behandeln. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Fast jeder zehnte Betroffene fühlt sich zu jung, um Hilfsmittel zu nutzen, fünf Prozent geben an, die Verwendung von Hilfsmitteln, beispielsweise Slipeinlagen, sei ihnen unangenehm. Vier Prozent gaben sogar an, dass sie keine Hilfsmittel oder Medika­mente kennen. Die Erhebung zeigt auch, dass Frauen und Männer mit dem unkontrollierten Harnverlust unterschiedlich umgehen. Ihnen sind verschiedene Dinge im Zusammenhang mit Inkontinenz unangenehm. Männer befürchten vor allem Einschränkungen und Behinderungen im Alltag. Die größte Befürchtung junger Betroffener ist, dass lange Autofahrten nicht mehr möglich seien. Frauen hingegen empfinden es als unangenehm, dass sie ihren Körper nicht mehr vollständig kontrollieren können. Neben diesem Kontrollverlust ist das Auftreten von unangenehmen Gerüchen besonders störend. Wo finde ich Hilfe bei Inkontinenz? Auch bei der Informationssuche gibt es laut Report geschlechtsspezifische Abweichungen: Mehr als ein Drittel der betroffenen Männer (38 Prozent) sucht Rat beim Haus- oder Facharzt, etwa jeder Fünfte informiert sich im Internet. Mehr als ein Drittel der betroffenen Frauen (35 Prozent) gibt dagegen an, selbst aktiv nach Hilfs­mitteln gesucht zu haben, zum Beispiel in der Drogerie oder dem Supermarkt. Suchen Sie sich auf jeden Fall Hilfe! Neben einem Apotheker ist auch der Gang zum Hausarzt sinnvoll. Er kann den Schweregrad der Inkontinenz einschätzen und Ihnen Rezepte für Medikamente oder Hilfsmittel ausstellen. Es gibt Hilfsmitteln in verschiedenen Formen mit verschiedenen Saugstärken, die den Betroffenen den Alltag erleichtern. Auch ein Beckenboden- oder Blasentraining kann helfen.

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  • Wie finde ich eine freiberufliche Pflegefachkraft

    Häufig kündet sich ein Pflegefall nicht an. Nahe Verwandte, Partner, Eltern oder Kinder erkranken plötzlich; das Leben der Betroffenen ändert sich schlagartig. Die pflegenden Angehörigen sind mit der Situation konfrontiert, die Pflege des Anverwandten selbst zu übernehmen. Dabei geraten viele an ihre Grenzen – und es stellt sich die Frage, wo man Unterstützung findet. Eine Möglichkeit ist, eine freiberufliche Pflegefachkraft zu engagieren.   pixabay - Sabine van Erp   Was ist eine freiberufliche Pflegefachkraft? Eine freiberufliche Pflegefachkraft arbeitet selbständig auf Honorarbasis. Sie ist, wie der Name schon sagt, weder bei einem Pflegedienst, einem Krankenhaus oder sonst irgendwo angestellt. Vielmehr arbeitet sie für verschiedene Auftraggeber und schließt über die zu erbringenden Leistungen Dienstleistungsverträge ab, in denen Aufgaben, Arbeitszeit und Honorar geregelt sind.   Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die von einer freiberuflichen Pflegefachkraft ausgeführt werden können. Pflegende Angehörige werden auf diese Weise entlastet. Eine gute Betreuung des Pflegebedürftigen vor allem im häuslichen Umfeld wird gewährleistet.     Freiberufliche Pflegefachkräfte suchen über Agenturen nach Auftraggebern oder betreiben selbständig die Kundenakquise. Häufig hört man von ihnen auch über Mund-zu-Mund-Propaganda. Vermittlungsagenturen für freiberufliche Pflegekräfte agieren deutschlandweit und bieten viele Möglichkeiten.   Vorteile einer freiberuflichen Pflegefachkraft Eine freiberufliche Pflegefachkraft bietet Familien die Möglichkeit, Aufgaben zu übernehmen, ohne in einem direkten Angestelltenverhältnis zu stehen. Für Sozialversicherungsbeiträge kommt die Pflegekraft selbst auf.   Ein weiterer Pluspunkt ist die flexible Zeiteinteilung – die Einsätze der freiberuflichen Pflegefachkraft können je nach den Bedürfnissen der Pflegeperson gestaltet werden. Freiberufliche Pflegefachkräfte haben zudem meist einen breiten Erfahrungsschatz, da sie sich immer wieder in neuen Situationen zurechtfinden müssen. Weil Kunden von der Qualität und Verlässlichkeit der Leistungen überzeugt sein müssen, werden Aufgaben mit großer Einsatzbereitschaft erledigt.   Was muss bei der Zusammenarbeit mit einer Pflegefachkraft beachtet werden? Eine freiberufliche Pflegefachkraft muss ihre Tätigkeit bei Finanz-, Gesundheitsamt und der Berufsgenossenschaft gemeldet haben. Entsprechend muss sie auch selbständig Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Wichtig ist für pflegende Angehörige hierbei auch, dass bei der Zusammenarbeit mit einer freiberuflichen Pflegefachkraft keine Scheinselbständigkeit vorliegt. Diese tritt nämlich dann auf, wenn eine freiberufliche Person wie eine Angestellte für nur eine Familie arbeitet.   Pflegende Angehörige müssen sich daher entscheiden: Möchten Sie jemanden anstellen, dann sind sie auch verpflichtet, die Sozialversicherungsbeiträge für die Pflegekraft zu zahlen. Bei der beschriebenen freiberuflichen Pflegekraft fällt dies weg, dafür ist mit einem höheren Stundenlohn zu rechen.

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  • Welche Inkontinenz-Hilfsmittel gibt es?

    Bei der heutigen Bandbreite an aufsaugenden Hilfsmitteln fällt es manchem Betroffenen schwer, sich für das passende Produkt zu entscheiden. Welche Hilfsmittel im Einzelfall empfehlenswert sind, hängt von der Indikation und Schwere der Inkontinenz sowie von den körperlichen Voraussetzungen und persönlichen Wünschen des jeweiligen Anwenders ab. Pants kommen bei leichter bis mittlerer Blasenschwäche in Frage. Wer viel unterwegs ist, einen starken Bewegungsdrang hat oder einfach sicherstellen will, dass nichts verrutscht, findet in den vollelastischen Einweghosen die ideale Versorgung. Die Pants können unauffällig wie Unterwäsche getragen werden. Einlagen, die über einen breiten Klebestreifen am besten in eng anliegender Unterwäsche befestigt werden, sind für leichte bis mittlere Harninkontinenz geeignet. Sie sind sehr saugfähig, einfach in der Handhabung und jeweils speziell für die Anatomie von Frauen oder Männern entwickelt. Spezielle Slips zeichnen sich durch eine hohe Saugkraft aus und kommen auch bei schwerster Harninkontinenz sowie bei starker Stuhlinkontinenz zum Einsatz. Sie umschließen den Körper und können variabel an den Seiten mit Klebestreifen fixiert werden. Neben den Inkontinenz Hilfsmitteln, die eng am Körper anliegen, gibt es auch Bettschutzunterlagen, die einen zusätzlichen Schutz vor Rücknässung im Bett bieten. Sie schützen zudem Matratze und Bettwäsche vor Verschmutzungen.   pixabay - Clker-Free-Vektor-Images Einlagen bei leichter Inkontinenz Inkontinenzeinlagen erleichtern Betroffenen den Alltag. Sie werden entweder in die Unterwäsche geklebt oder mit einer Netzhose getragen. Mit ihnen kann man sich wieder frei fühlen und den Alltag sorglos verbringen. Inkontinenzeinlagen speichern zudem Flüssigkeiten, halten die Haut trocken und binden den Geruch. Mobilen Menschen bietet die Nutzung der Hilfsmittel ein nahezu uneingeschränktes Leben.   Einlagen gibt es in verschiedenen Saugstärken und Größen und sind bei leichter sowie auch bei mittlerer Inkontinenz eine echte Hilfe.   Pants (Unterhosen) bei Inkontinenz Bei mittlerer und starker Inkontinenz gibt es bestimmte Pants (Unterhosen). Sie sind eine Kombination aus Unterwäsche und Einlage. Der Betroffene trägt die modisch geschnittenen Pants wie eine Unterhose. Für einen umfassenden Schutz ist die Wahl des richtigen Produkts, der richtigen Größe, der passenden Saugstärke und das regelmäßige Wechseln der Produkte unumgänglich. Auch die Pants bei Inkontinenz lassen Sie wieder sorglos Ihren Alltag bestreiten. Windeln bei Inkontinenz Bei starker Inkontinenz eignen sich vor allem Windelhosen. Sie bieten einen hohen Auslaufschutz und starke Saugkraft. Vor allem in der Nacht und bei Bettlägerigkeit sind die Windeln eine echte Unterstützung!  

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  • Mit der Pflegezusatzversicherung auf der sicheren Seite

    Da die gesetzliche Pflegeversicherung meist unzureichend ist und nur einen Bruchteil der Kosten für eine vollwertige Pflege abdeckt, empfiehlt sich eine Pflegezusatzversicherung.   Ein Pflegefall tritt oft schneller ein als erwartet - dann ist es gut zu wissen, dass man im Ernstfall abgesichert ist.   pixabay - Tumisu   Ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll? In jungen Jahren, wenn man noch aktiv ist und keine Beschwerden hat, denken die wenigsten an eine Absicherung für den Ernstfall.   Doch ein Pflegefall kann jeden und immer ganz unerwartet treffen. Meist denkt man bei dem Begriff „pflegebedürftig“ an ältere Menschen, doch auch Kinder und jüngere Personen können betroffen sein.   Zwar ist jeder Bürger in Deutschland mit der gesetzlichen Pflegeversicherung abgesichert. Diese zahlt jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Vor allem die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung kann mit den Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung nicht gedeckt werden.   Eine rechtzeitige Absicherung kann beim Eintritt eines Pflegefalles die finanzielle Sicherheit bringen und die meist sehr hohen ungeplanten Kosten abfangen.   Welche Kosten übernimmt die Pflegezusatzversicherung In der Regel übernimmt die private Pflegezusatzversicherung die Kosten, welche durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht gedeckt werden.   Der Versicherungsnehmer kann zwischen verschiedenen Vertragsvarianten wählen. Je nachdem, für welche Vertragsform er sich entscheidet, fällt im Pflegefall auch die Beitragszahlung durch die Pflegezusatzversicherung aus.   Generell wird zwischen drei verschiedenen Vertragsformen unterschieden:   PflegetagegeldversicherungHier erhält der Versicherte im Pflegefall ein zuvor festgesetztes Tagegeld. PflegekostenversicherungBei dieser Variante übernimmt der Versicherungsträger die Pflegekosten, die von der gesetzlichen Pflichtversicherung nicht übernommen werden. PflegerentenversicherungIn der Pflegerentenversicherung erhält der Bezieher im Pflegefall eine monatliche Rente, über die er frei verfügen kann.   TIPP: Wer früh beginnt in eine Pflegezusatzversicherung einzuzahlen, profitiert von günstigeren Konditionen. Denn mit steigendem Alter steigen auch die Beiträge.   Beispiel stationäre Pflege In Deutschland kostet die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung durchschnittlich rund 3.000 Euro pro Monat. Nur ein Teil davon wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung getragen. Für einen Großteil der Kosten muss der Pflegebedürftige selbst aufkommen.   Wer rechtzeitig eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat, kann die verbleibenden Kosten für die stationäre Pflege aus diesen Leistungen begleichen.     Kosten pro Monat Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung Verbleibender Eigenanteil         Pflegegrad 1 3.000 € 125 € 2.875 € Pflegegrad 2 3.000 € 770 € 2.230 € Pflegegrad 3 3.000 € 1.262 € 1.738 € Pflegegrad 4 3.000 € 1.775 € 1.225 € Pflegegrad 5 3.000 € 2.005 € 995 €     Beispiel ambulante Pflege Auch eine von einem gewerblichen Pflegedienst durchgeführte ambulante Pflege kann schnell die finanziellen Reserven aufbrauchen. Oftmals unterschätzen Betroffene die immensen Kosten, die ein Pflegedienst verursacht.   Bei diesem Beispiel gehen wir von durchschnittlichen monatlichen Kosten in Höhe von etwa 1.800 Euro aus. Je nach Pflegegrad können diese aber deutlich variieren.     Kosten pro Monat Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung Verbleibender Eigenanteil         Pflegegrad 1 1.800 € - 2.000 € Pflegegrad 2 1.800 € 689 € 1.311 € Pflegegrad 3 1.800 € 1.298 € 702 € Pflegegrad 4 1.800 € 1.612 € 388 € Pflegegrad 5 1.800 € 1.995 € 5 €   Anmerkung: In diesem Beispiel wurden auch eventuelle Zusatzleistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht berücksichtigt, welche zu anderen Ergebnissen in der Berechnung führen könnten.   Was ist beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung zu beachten Es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter für eine Pflegezusatzversicherung und die Entscheidung fällt schwer.   WICHTIG: Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist eine langfristige Investition in die Zukunft. In vielen Fällen entfällt bei vorzeitiger Kündigung der Versicherungsschutz und das bereits eingezahlte Geld wird nicht zurückerstattet. Aus diesem Grund sollte jeder Versicherungsnehmer im Vorfeld genau überlegen, ob diese Art der Versicherung auch geeignet ist.   Wir haben hier die wichtigsten Punkte zusammengetragen, die es bei der Auswahl des geeigneten Versicherungsträgers zu beachten gilt.   Ist vorzeitige Kündigung aufgrund veränderter Lebensumstände möglich? Zahlt die Versicherung, auch wenn der Versicherungsnehmer ins Ausland übersiedelt – europaweiter oder weltweiter Versicherungsschutz? Keine lange Wartezeit zwischen dem Eintritt des Pflegefalles und der ersten Zahlung der Versicherung. (Hier gilt es die Vertragsbedingungen genau zu lesen. Manche Versicherungen sehen eine Wartezeit von bis zu drei Jahren vor.) Tritt ein Pflegefall ein, sollten die Beitragszahlungen automatisch gestoppt werden können. (Auch hier sehen manche Versicherungsanbieter die Fortzahlung der Beiträge auch im Leistungsfall vor.) Pflegeleistungen sollten bereits ab der Pflegestufe 1 geleistet werden. Die Leistungen aus der Versicherung sollten in jeder Pflegestufe angemessen sein. Eine Erhöhung der Leistungen sollte mit Höherstufung in einen anderen Pflegegrad mit einem einfachen Nachweis möglich sein. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Beitragszahlungen nicht mehr leistbar sind? Absicherung der bereits eingezahlten Beiträge im Todesfall.   pixabay - Wilfried Pohnke Versicherungsmodelle in der Pflegezusatzversicherung im Vergleich Die verschiedenen Möglichkeiten beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung bieten auch unterschiedliche Leistungsangebote der einzelnen Versicherungsträger. Für einen besseren Überblick haben wir die wichtigsten Punkte tabellarisch dargestellt. (Die Angaben stellen nur einen generellen Vergleich zu den Voraussetzungen und Leistungen dar. Für konkrete Angaben müssen diese beim jeweiligen Versicherungsanbieter erfragt werden.)   Pflegetagegeld-versicherung Pflegekosten-versicherung Pflegerenten-versicherung Art der Versicherung Krankenversicherung Krankenversicherung Lebensversicherung Beitragshöhe Vergleichsweise niedrig Vergleichsweise niedrig Vergleichsweise höher Leistungen der Versicherung Lebenslanges monatliches Pflegetagegeld Erstattung der Pflegekosten Lebenslange monatliche Rente   Beitragszahlung Lebenslange monatliche Zahlung Lebenslange monatliche Zahlung Verschiedene Zahlungsmöglichkeiten Kündigungsmöglichkeit Nur mit Verlust Nur mit Verlust Möglich Beitragsstopp im Pflegefall Oft nur in höheren Pflegestufen Oft nur in höheren Pflegestufen Meist möglich Rückkaufsfähig Nein Nein Ja Versicherungsschutz im Ausland Meist Europa Meist Europa Meist Europa und weltweit Fazit Eine Pflegezusatzversicherung bietet eine gute Absicherung im Pflegefall und schließt die Lücke zwischen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten. Da man sich bei dieser Zusatzversicherung allerdings zu einer langfristigen monatlichen Beitragszahlung verpflichtet, sollte im Vorfeld genau abgewägt werden, ob diese auch notwendig ist.   Quellenangaben Verbraucherzentrale Krankenkassenzentrale      

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  • Was Sie über die Pflegeberatung wissen müssen

    Wird ein Mitglied der Familie aufgrund des fortschreitenden Alters oder einer Erkrankung pflegebedürftig, ergeben sich zahlreiche Fragen rund um das Thema Pflege.   Sich als Laie in der Welt der Pflege zurechtzufinden ist nicht leicht. Daher hat jeder Versicherte Anspruch auf eine umfangreiche Pflegeberatung. Dabei ist es nicht relevant, ob der Antrag auf einen Pflegegrad bereits eingereicht wurde oder nicht. pixabay - Gerd Altmann Was beinhaltet eine Pflegeberatung? Die Beratung in der Pflege umfasst alle Belange der pflegebedürftigen Person und deren Angehöriger.   In der Regel informieren sich Hilfesuchende über die ersten Schritte, sobald ein Pflegefall im familiären Umkreis eingetreten ist.   Zu den am häufigsten gestellten Fragen zählen:   Kosten Finanzierung Leistungen der Pflegeversicherung Antragstellung Verschiedene Pflegeformen (häusliche, ambulante oder stationäre Pflege)   Die Mitarbeiter der Pflegeberatung geben jedoch auch hilfreiche Tipps zur allgemeinen Organisation einer Pflege und leiten pflegende Angehörige bei Interesse an Selbsthilfegruppen und sonstigen Einrichtungen weiter. Wie oft kann die Pflegeberatung in Anspruch genommen werden? Generell wird die Beratung so lange gewährt, wie es die jeweilige Situation erfordert. Manche Menschen haben nur einige spezifische Fragen und sind mit einem einmaligen Besuch in der Beratungsstelle informiert. Andere hingegen bedürfen einer längerfristigen Pflegeberatung. Hierzu kommen die Berater in der Regel zu den Personen nach Hause und unterstützen vor Ort.   Doch auch nach einigen Jahren Pflege ergeben sich manchmal Fragen, oder Angehörige brauchen Beratung und Unterstützung, weil sie seelisch und körperlich an ihre Grenzen geraten. Auch in diesen Fällen steht Betroffenen eine Beratung in der Pflege zu. Wie kommt der Versicherte zur Pflegeberatung? Beratung in der Pflege ist ein wichtiges Thema. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie Anspruch auf eine Pflegeberatung haben. Dabei ist eine professionelle Hilfestellung gerade in der schweren Zeit während der Pflege wichtig.   Hilfesuchende erhalten direkt bei der zuständigen Pflegekasse weiterführende Informationen zur Pflegeberatung.   In jedem Bundesland stehen zudem qualifizierte Mitarbeiter in Beratungsstellen und Serviceeinrichtungen zur Verfügung. Auch gibt es spezielle Pflegestützpunkte, die mit kompetenten Beratern zur Seite stehen. Wer übernimmt die Kosten für die Pflegeberatung? Grundsätzlich stehen jedem Versicherten kostenlose Beratungsleistungen in der Pflege zu.   Stellt die pflegebedürftige Person einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung, bietet diese automatisch eine Pflegeberatung an. Der Termin hierfür muss innerhalb von zwei Wochen ab Antragstellung wahrgenommen werden.   Wurde noch kein Antrag eingereicht, ist auch eine kostenlose Pflegeberatung möglich.    In diesem Fall muss die Initiative dafür jedoch von der hilfesuchenden Person ausgehen.   In den meisten Fällen wird die Beratung von speziell ausgebildeten Fachkräften der Pflegekassen durchgeführt. Einige Pflegekassen stellen jedoch auch Beratungsgutscheine aus, mit welchen die Pflegeberatung in unabhängigen Beratungsstellen in Anspruch genommen werden kann.   Achtung: Wird die Beratung zur Pflege von privaten Pflegeberatern durchgeführt, die nicht im Auftrag der Pflegekassen arbeiten, müssen die Kosten vom Leistungsempfänger selbst getragen werden. Die drei unterschiedlichen Formen der Pflegeberatung Pflegeberatung ist nicht gleich Pflegeberatung. Je nach Ausgangssituation unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Formen.   Pflegeberatung nach § 7a Pflegeberatung zu Hause § 37 Pflegekurse & Beratung § 45 Pflegeberatung nach § 7a SGB XI Das Sozialgesetzbuch sieht eine kostenlose Beratung zur Pflege für alle Fragen rund um die Pflege zu Hause vor. Diese wird von der Pflegekasse bei der erstmaligen Antragstellung vorgeschlagen und kann vom Antragsteller in Anspruch genommen werden.   Die Pflegeberatung ist nicht verpflichtend, wird jedoch von der Pflegekasse empfohlen, um Betroffenen helfend durch den Pflegedschungel zu helfen.   pixabay - Gerd Altmann Pflegeberatung zu Hause § 37 Abs. 3 SGB XI Pflegende Personen, die Angehörige im häuslichen Umfeld betreuen und Pflegegeld erhalten, sind laut dem Sozialgesetzbuch dazu verpflichtet in regelmäßigen Abständen eine Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen.   Je nach Pflegegrad sind die Beratungseinsätze halb- oder vierteljährlich wahrzunehmen.   Pflegegrade Pflegeberatung Pflegegrad 1 Halbjährlich freiwillig Pflegegrad 2 Halbjährlich verpflichtend Pflegegrad 3 Halbjährlich verpflichtend Pflegegrad 4 Vierteljährlich verpflichtend Pflegegrad 5 Vierteljährlich verpflichtend   Die Pflegeberatung für Pflegegeldempfänger erfolgt im heimischen Umfeld der pflegebedürftigen Person und soll zur Wahrung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung beitragen.   Auch soll mit den Beratungseinsätzen sichergestellt werden, dass die Geldleistungen der Pflegekasse für pflegerische Maßnahmen verwendet werden. Pflegekurse & Beratung § 45 SGB XI Pflege kann man lernen, spezielle Kurse für pflegende Angehörige schulen diese im Umgang mit dem Patienten und vermitteln das notwendige praktische Wissen. Diese Kurse müssen von den Pflegekassen angeboten werden, sind jedoch für die pflegende Kraft nicht zwingend.   Mit den Pflegekursen sind ehrenamtliche und freiwillige Pflegende besser für die körperliche und seelische Belastung gewappnet, welche die Pflege mit sich bringt.   In den Pflegekursen werden Interessierten die praktischen Fähigkeiten und das pflegerische Wissen zur Pflege vermittelt. Mit diesem Wissen ist die Pflegeperson in der Lage mithilfe der richtigen Handgriffe mit geringster Kraftaufwendung auch schwere Patienten umzubetten. Auch die richtige Ernährung und Themen wie Körperpflege werden behandelt. Warum nimmt die Pflegeberatung einen so hohen Stellenwert ein? Meist sind Pflegebedürftige und deren Angehörige nicht ausreichend über die ihnen zustehenden Leistungen und mögliche Vergünstigungen informiert. Die Pflegeberatung stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Bedarf und Versorgung dar.   Doch nicht nur die Information über allfällige Leistungen, sondern auch professionelle Hilfestellung bei Überforderung stehen im Vordergrund.   So informiert die Beratung in der Pflege über Entlastungsmöglichkeiten, wie Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege.   Die Pflegeberatung ist daher die erste Anlaufstelle, um im Bereich der Pflege Beratung und Hilfe zu erhalten.   Quellenangaben: Bundesministerium für GesundheitFamilienrecht.net    

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  • Pflegefreibetrag – Die Steuervergünstigung im Falle einer Erbschaft

    Personen, die ein Erbe antreten, müssen Erbschaftssteuer zahlen. Je nach Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Erblasser und dem Erben gibt es verschiedene Begünstigungen – sogenannte Freibeträge. Bis zur Grenze dieser Freibeträge ist das Erbe steuerfrei. Hierzu zählt auch der Pflegefreibetrag. pixabay - 3D_Maennchen Was ist der Pflegefreibetrag? Der Pflegefreibetrag soll die pflegende Person durch die Steuerbegünstigung für die Pflege des Verstorbenen belohnen. Daher wird bis zu einem Maximalbetrag von 20.000 Euro keine Erbschaftssteuer fällig. Pflegefreibetrag ist nicht gleich Pflegepauschbetrag Viele Menschen verwechseln den Pflegefreibetrag mit dem Pflegepauschbetrag, welcher ebenfalls eine Steuerentlastung für pflegende Personen zur Folge hat.   Der Pflegepauschbetrag kann im Gegensatz zum Pflegefreibetrag jährlich geltend gemacht werden, sofern eine Privatperson einen Hilfsbedürftigen regelmäßig und dauerhaft pflegt. Für diese Leistungen kann ein Betrag in Höhe von 924 pro Jahr steuerbegünstigt werden. Wo ist der Pflegefreibetrag gesetzlich geregelt Der Pflegefreibetrag wird im § 13 Abs. 1 Nr. 9 ErbStG Erbschaftsteuergesetz geregelt. Wer kann einen Pflegefreibetrag geltend machen? Jede Person, die etwas erbt und den Erblasser vor dessen Tod gepflegt hat, ist berechtigt den Pflegefreibetrag geltend zu machen. Die maximale Höhe des Pflegefreibetrages wurde mit 20.000 Euro festgesetzt.   Alles was darüber hinaus geerbt wurde, muss nach den aktuellen Richtlinien versteuert werden.   Anmerkung: Wird ein Steuerfreibetrag aufgrund eines nahen Verwandtschaftsverhältnisses geltend gemacht, greift in erster Linie dieser. Erst wenn das Erbe diesen Freibetrag übersteigt, tritt auch der Pflegefreibetrag in Kraft. Für die Geltendmachung des Pflegefreibetrages ist es nicht relevant, ob der Erbe mit dem Erblasser in einem Verwandtschaftsverhältnis stand oder nicht. Wie wird die Pflegetätigkeit des Erben nachgewiesen? Es reicht nicht, dass der Verstorbene einen anerkannten Pflegegrad hatte und im heimischen Umfeld betreut wurde.   Darzulegen ist, wer über welchen Zeitraum und in welchem Umfang freiwillige Pflegeleistungen erbracht hat. Hierzu eignet sich ein Pflegetagebuch und gesammelte Belege über diverse Einkäufe zu Pflegezwecken.   Um den Pflegefreibetrag geltend zu machen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein:   Der Erblasser muss nachweislich hilfs- oder pflegebedürftig gewesen sein. Die Pflege muss über einen längeren Zeitraum und wiederholt erfolgt sein. Dies beinhaltet vor allem die pflegerische Unterstützung bei der Grundpflege (Körperpflege) und der Ernährung. Ebenso muss Hilfestellung und Unterstützung bei der Mobilität und im Alltag gegeben worden sein. Dies reicht vom Umkleiden über gemeinsame Spaziergänge bis hin zur Ermöglichung von Arztbesuchen. Auch die Übernahme von Hausarbeiten, wie die Reinigung der Wohnung oder der tägliche Einkauf wird vorausgesetzt. Kann der gesamte Pflegefreibetrag ausgeschöpft werden? Der maximale Pflegefreibetrag beträgt 20.000 Euro pro Erben. Um diesen voll auszuschöpfen, müssen jedoch auch pflegerische Tätigkeiten im Gegenwert dieses Maximalbetrages erbracht worden sein.   Als Richtlinie gilt der Stundensatz von gewerblichen Pflegekräften. Zum Nachweis der Tätigkeiten kann ein Pflegetagebuch bzw. eine Stundenaufzeichnung nützlich sein. Begünstigung nun auch für Verwandte ersten Grades möglich Früher waren Kinder der Verstorbenen vom Pflegefreibetrag ausgenommen, da man der Meinung war, dass diese zur Pflege ihrer Eltern verpflichtet sind. Diese Ansicht hat sich jedoch vor einigen Jahren geändert. Seit dem Jahr 2017 werden nun auch Verwandte ersten Grades für die Pflegeleistungen steuerlich belohnt und können den Pflegefreibetrag bei Erbantritt geltend machen.   pixabay - Gábor Bejò  Wann kommt der Pflegefreibetrag zum Tragen? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die generellen Steuerbegünstigungen im Erbfall ansehen.   Je nach Verwandtschaftsverhältnis ergeben sich unterschiedliche Freibeträge.     Maximaler Freibetrag Ehe- und Lebenspartner 500.000 € Kinder (auch Stiefkinder) 400.000 € Enkel (wenn Eltern nicht mehr leben) 400.000 € Enkel (wenn Eltern noch leben) 200.000 € Urenkel 100.000 € Eltern und Großeltern 100.000 € Alle anderen Erben 20.000 €   Beispiele für die Berechnung von Pflegefreibeträgen Herr Zeitel erbt von seiner Mutter ein Einfamilienhaus mit einem Wert von 520.000 Euro. Kindern steht ein genereller Freibetrag in der Höhe von 400.000 Euro zu.  Dadurch vermindert sich der zu versteuernde Betrag auf 120.000 Euro.   Da Herr Zeitel seine Mutter in den letzten Jahren vor ihrem Ableben gepflegt hat, kann auch der Pflegefreibetrag mit 20.000 Euro in Abzug gebracht werden. Der zu versteuernde Erbanteil beträgt somit nur noch 100.000 Euro.   Einfamilienhaus 520.000 Euro Freibetrag aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses -        400.000 Euro Pflegefreibetrag -          20.000 Euro Zu versteuerndes Erbe 100.000 Euro   Sehen wir uns das gleiche Beispiel mit einem geringeren Hauswert an.   Einfamilienhaus 350.000 Euro Freibetrag aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses -       400.000 Euro Pflegefreibetrag 0 Euro Zu versteuerndes Erbe 0 Euro   Ist der Erbschaftswert geringer als der mögliche Freibetrag entfällt die Erbschaftssteuer zur Gänze und es kann kein Pflegebeitrag geltend gemacht werden. Pflegefreibetrag vergessen – was kann ich tun? Manche Erben wissen gar nicht, dass es die Möglichkeit eines Pflegefreibetrages gibt und geben diese Steuerbegünstigung bei Erbantritt nicht an. In einigen Fällen ist die Beantragung auch noch rückwirkend möglich.   Grundsätzlich muss ein Erbe innerhalb von drei Monaten im Zuge der Erbschaftsteuererklärung beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden. Die rückwirkende Geltendmachung des Pflegefreibetrages ist möglich, wenn die Festsetzungsverjährung noch nicht eingetreten ist. Bis zu dieser Frist ist die Nutzung dieses Steuervorteiles auch rückwirkend möglich.   Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Finanzamt über die Möglichkeiten. Auch Schenkungen können durch den Pflegefreibetrag steuerbegünstigt werden Der Pflegefreibetrag greift nicht nur beim Erbe, sondern kann auch auf die Schenkungssteuer geltend gemacht werden. Die Voraussetzungen hierfür sind die gleichen wie bei einem Erbe. Der Erblasser muss hilfebedürftig gewesen und vom Begünstigten gepflegt worden sein.   Quellenangaben Vorsorgeweitblick Netzwert deutscher Erbrechtsexperten  

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  • Vitamin A: Gut für Auge und Haut

    Vitamin A, auch Retinol genannt, ist wichtig für den Aufbau einer gesunden Haut, stärkt die Sehkraft und schützt die Zellen vor Oxidation. Enthalten ist es in tierischen Lebensmitteln, zum Beispiel in Fleisch, Wurst, Fett und Eigelb. Schweineleber ist mit 40 Milligramm pro 100 Gramm ein besonders guter Vitamin-A-Lieferant. Wer keine Leber mag beziehungsweise auf Fleisch verzichtet, kann seinen Vitamin-A-Bedarf über den Verzehr von Gemüse decken. In Karotten, Tomaten, Brokkoli, Spinat, also in allen kräftig rot-orange beziehungsweise grün gefärbtem Gemüse, steckt viel Beta-Karotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Dieses kann bei Bedarf im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden. pixabay – Jacqueline Sosa Mangel und Überdosierung Für den Menschen ist es unerheblich, in welcher Form er Vitamin A bekommt. Allerdings hat Beta-Karotin gegenüber Vitamin A einen entscheidenden Vorteil: Während Vitamin A in hohen Mengen erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringt, ist eine Überdosierung mit Beta-Karotin kaum möglich. Eine Überdosierung über einen längeren Zeitraum kann neben akuten Beschwerden wie Kopfschmerzen auch chronische Erkrankungen wie Haut- und Skelettveränderungen sowie Leberschädigungen mit sich bringen. Eine Vitamin-Überdosierung kommt bei normaler Mischkost jedoch kaum vor. Vitamin C – das Sonnenvitamin In der Schwangerschaft ist der Vitamin-A-Bedarf erhöht, allerdings sollten Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel generell auf den Verzehr von Leber verzichten und danach während der Schwangerschaft nur selten essen. Vitamin-A-Mangel ist in westlichen Ländern, in denen keine Hungersnöte herrschen und sich die Menschen normal ernähren, sehr selten. Ein Mangel kann zu vermindertem Dämmerungssehen bzw. Nachtblindheit führen – bei längerem Bestehen sogar zur Erblindung. Störungen des Immunsystems und erhöhte Infektanfälligkeit sind ebenfalls möglich. Schwere Infektionen aufgrund von Vitamin-A-Mangel mit teils tödlichem Verlauf kommen hauptsächlich in Entwicklungsländern vor. Erfahren Sie hier warum Vitamin C so wichtig ist.

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  • Warum Vitamin C so wichtig ist

    Vitamin C ist eine wasserlösliche organische Säure (Ascorbinsäure) und wirkt im Körper als Vitamin, kann von ihm aber nicht selbst hergestellt werden. Es muss also in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Bekannt geworden ist Vitamin C durch die „Seefahrerkrankheit“ Skorbut, die bis weit in das achtzehnte Jahrhundert hinein die häufigste Todesursache auf See war. Vitamin C fehlte den Seefahrern in ihrer täglichen Nahrung. Sobald sie Zitrusfrüchte mit hohem Vitamen-C-Gehalt zu sich nahmen, zeigten sie jedoch rasche Besserung.   pixabay - silviarita Vitamin C trägt zum einen zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Verringerung von Müdigkeit bei. Gerade in der dunklen Jahreszeit, in der Erkältungen drohen, ist es immer wieder wichtig, hierauf hinzuweisen. Zum anderen trägt Vitamin C auch zu einer normalen Kollagenbildung bei. Dass Kollagen in nahezu allen Organen und Gewebestrukturen – insbesondere denen des Bindegewebes – eine Rolle spielt, macht das Vitamin so wichtig. Darüber hinaus trägt es zu einer normalen Funktion des Energiestoffwechsels, des Nervensystems und der psychischen Funktion bei und kann helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen (umgangssprachlich meist als „freie Radikale“ bezeichnet). Es unterstützt außerdem die Aufnahme von Eisen während der Verdauung. Ein spezieller Speicher für Vitamin C existiert im menschlichen Körper nicht, überdurchschnittlich viel davon wird jedoch im Gehirn, in den weißen Blutkörperchen, der Leber und der Milz gespeichert. Vitamin A – Gut für Auge und Haut Vitamin-C-Mangel erkennen Das wasserlösliche Vitamin C ist lebenswichtig und hat viele verschiedene Aufgaben. Es gibt Elektronen ab und fängt freie Radikale wie reaktive Sauerstoffmoleküle auf, zudem hat es antioxidative Wirkungen, d.h. es vermindert oxidative Schäden im Körper. Vitamin C hat auch eine zentrale Bedeutung beim Aufbau von Kollagen (Bindegewebe, Knorpel und Knochen), Carnitin und von Hormonen. Es fördert die Eisenaufnahme und hemmt die krebserregende Nitrosaminbildung. Um Vitamin-C-Mangel zu vermeiden, ist es sehr wichtig, die Zeichen frühzeitig zu erkennen. Zur Deckung des Bedarfs empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für Erwachsene 100 Milligramm am Tag, für Raucher deutlich erhöhte 150 Milligramm und für Schwangere liegt der Bedarf bei leicht erhöhten 110 Milligramm. Säuglinge kommen noch mit 50 Milligramm aus, der Bedarf steigt im Lauf der Kindheit aber sukzessive an. Als Anzeichen für einen möglichen Vitamin-C-Mangel werden neben den typischen Skorbut-Symptomen wie Zahnfleischbluten, Zahnausfall und Hautbeschwerden (Falten, Runzeln und Krähenfüße) auch Konzentrationsschwierigkeiten und „schwache Nerven“, Müdigkeit und Schlafstörungen, Hämorrhoiden und Krampfadern sowie das häufige Auftreten von Erkältungen gesehen. Erfahren Sie hier warum Vitamin D so wichtig ist.

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  • Warum Vitamin D so wichtig ist

    Gegen Jahresende werden die Tageslichtstunden immer kürzer. Oft geht man morgens aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist, und kehrt abends zurück, wenn die Dunkelheit bereits wieder eingetreten ist. Dies ist die Jahreszeit, in der viele einen „Winterblues“ bekommen. Die Laune und Stimmung sinkt, wenn wir nicht ausreichend Vitamin D aufnehmen können. Ärzte und Therapeuten empfehlen daher den Einsatz von Tageslichtlampen oder Tabletten als ersten Behandlungsschritt zum Ausgleich des Vitamin-D-Mangels durch fehlendes natürliches Sonnenlicht.  pixabay – Free-Photos Eigentlich ist Vitamin D kein Vitamin, da wir es selber im Körper herstellen können. Dafür braucht unsere Haut aber genügend Sonnenlicht. Somit ist es unerlässlich für eine direkte Sonnenbestrahlung der Haut, zur Vitamin D Bildung, zu sorgen. Die Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung ist im Normalfall nur minimal möglich. Man kann davon ausgehen, dass der Vitamin D Bedarf durch die Nahrungsaufnahme nur bis zu maximal 20% abgedeckt werden kann. An einem durchschnittlich sonnigen Sommertag hingegen kann der Tagesbedarf an Vitamin D um ein Vielfaches erfüllt werden. Dann wird in der Haut eine Vorstufe des Vitamins unter Einwirkung von Sonnenstrahlen gebildet. Diese wird dann in den Nieren und der Leber in seine aktive Form umgewandelt. Doch auch an einem Sommertag kann die Vitamin D Bildung durch das natürliche Tageslicht der Sonne infolge verschiedener Faktoren beeinflusst werden. Sonnenstand, Dichte der Wolkendecke und Smog zum Beispiel sind nur einige Faktoren, die negativ auf die Produktion von Vitamin D einwirken können. Um die Vitamin-D-Produktion anzuregen reicht es nicht aus sich ein sonniges Plätzchen in der Wohnung zu suchen, denn Fensterglas absorbiert nahezu alle UV-B-Anteile im Sonnenlicht und behindert dadurch die Vitamin-D-Bildung. Um den Vitamin-D-Bedarf durch die Nahrung anzukurbeln kommen am ehesten Fettfische (z. B. Hering Lachs, Makrele oder Thunfisch), Innereien, Eier und in begrenztem Maße auch Milchprodukten infrage. Vitamin A – Gut für Auge und Haut Was passiert bei einem Mangel an Vitamin D? Ein Mangel an Vitamin D kann nach neusten Studien auch zu einem erhöhten Risiko bei Herz-Kreislauferkrankungen, bestimmten Krebserkrankungen (z.B. Darmkrebs) führen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Zudem kommt ihm eine Schlüsselrolle beim Knochenstoffwechsel zu. Es sorgt dafür, dass das Kalzium in die Knochen eingebaut werden kann und dem Knochen letztendlich die wichtige Stabilität verleiht. Zu den bekanntesten durch einen Vitamin D Mangel erzeugten Krankheiten zählt die Rachitis, eine Erkrankung des wachsenden Knochens bei Kindern. Bei Erwachsenen kann dieselbe Mangelerkrankung unter dem Namen Osteomalazie auftreten. Es gibt viele Symptome, die auf einen Mangel an Vitamin-D hinweisen, denn der Körper braucht Vitamin D für verschiedenste Vorgänge. Vitamin-D-Mangel kann sowohl die Konzentration als auch das Herz-Kreislaufsystem oder die Muskulatur beeinflussen. Unter anderem sind Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel: Haarausfall Abgeschlagenheit, Müdigkeit Konzentrationsschwierigkeiten Wachstumsstörungen Schlaflosigkeit Nervosität Kopfschmerzen Herzrhythmusstörungen   Menschen die verstärkt unter „Winterblues“ leiden, krankheitsbedingt bettlägerig sind, Nachtschichten arbeiten oder sich allgemein den Tag über hauptsächlich in geschlossenen Gebäuden aufhalten können von einer Tageslichtlampe profitieren. Energie- und Antriebslosigkeit durch eine verstärkte Produktion des Müdigkeitshormons Melatonin in dunklen Wintermonaten kann mit einer künstlichen Tageslichtdusche bekämpft werden. Der Körper tankt regelrecht frische Motivation und neuen Schwung für den Tag. Erfahren Sie hier warum Vitamin C so wichtig ist.

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  • Besser schlafen: 6 Tipps für einen gesunden Schlaf

    Schlaf gehört zu unserem Alltag. Im Durchschnitt schläft ein Mensch 24,5 Jahre innerhalb seiner Lebensspanne. Doch es gibt guten Schlaf und schlechten Schlaf. Was genau macht aber einen guten Schlaf aus? Wie kann man besser schlafen und womit erzielt man ein optimales Schlafergebnis, um frisch und gestärkt in einen neuen Tag zu starten? Wir zeigen Ihnen 6 Tipps für einen besseren und gesunden Schlaf. pixabay – Claudio_Scott Ein gutes Kissen Ein gutes Kissen sollte den Nacken unterstützen und ihn in eine Linie mit der Halswirbelsäule bringen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird es Zeit, sich ein neues Kissen zu besorgen. Der regelmäßige Austausch eines Kopfkissens ist schon alleine aus hygienischen Gründen wichtig. In einem alten Kissen können sich zudem Feuchtigkeit und Hausstaubmilben sammeln und so den wichtigen Schlaf negativ beeinflussen. Gerade die Ausscheidungen der Hausstaubmilben können für Allergiker zu einer immensen Beeinträchtigung der Schlafqualität führen. Hierfür empfehlen sich Kissen speziell für Allergiker. Hier finden Sie Kopfkissen mit besonders hohem Liegekomfort. Den Kopf frei machen Man kann sich noch so bequem in moderne Matratzen betten und dennoch führen belastende Gedanken dazu, dass man nicht einfach erholsamen Schlaf findet. Für einen guten Schlaf muss man den Kopf aufräumen. Niemand schläft gut, wenn berufliche Aufgaben oder private Belastungen ständig durch den Kopf rotieren. Sorgen und Grübeleien können zu einer Erhöhung der Cortisol Produktion führen. Dieses Hormon ist auch als Stresshormon bekannt und lässt den Körper nicht zur Ruhe kommen bzw. hält wach. Unser Tipp: Legen Sie sich ein Notizbuchen neben das Bett und schreiben Sie sich den Kopf regelrecht leer. Übertragen Sie die Aufgaben für den nächsten Tag auf das Papier und befreien Sie Ihren Kopf davon! Keine Displays und Monitore! Auch wenn Monitore und Displays von Smartphones heutzutage aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, haben diese Geräte im Schlafzimmer nichts verloren. Viele Menschen nutzen den Fernseher zum Einschlafen. Man schläft ein, der Fernseher läuft weiter und erst der automatische SleepMode schaltet das Gerät nach einiger Zeit – während des Schlafes – ab. Zwar schläft man ein; bringt aber auch gleich Unruhe mit in den Schlaf. Eine Verbannung aller Displays aus dem Schlafzimmer ist weitaus hilfreicher für einen gesunden Schlaf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon die kleinste Lichtquelle den Schlaf negativ beeinflussen kann. Die 20 Minuten Regel Liegen Sie länger als 20 Minuten wach im Bett, dann stehen Sie auf und machen etwas anderes. Suchen Sie sich dabei eine ruhige Aktivität wie lesen oder Yoga. Sie sollten dabei auf jeden Fall auf Smartphones, Tabletts oder einen Fernseher verzichten. Damit machen Sie sich ihre gesamte Vorbereitung auf einen guten Schlaf zunichte. Wenn Sie sich dann wieder müde fühlen, gehen Sie zurück ins Bett. So entsteht im Körper und Geist eine feste Verknüpfung zwischen Bett und erholsamen Schlaf. Zukünftig werden Sie einfacher und schneller einschlafen. Richtig Essen Für einen guten Schlaf spielt die Abendmahlzeit keine unbedeutende Rolle. Mit leerem oder zu vollem Magen schläft es sich nicht gut. Im Allgemeinen wird geraten, die letzte Mahlzeit etwa 4 Stunden vor dem Zubettgehen einzunehmen. Achten Sie dabei auf leicht verdauliche Kost, denn wenn der Magen noch viel zu Arbeiten hat, wird sich das auf den Schlaf negativ auswirken. Zu einem leicht verdaulichen Abendessen zählen zum Beispiel mageres Geflügel oder Reis. Fettes Fleisch, Vollkornbrot und scharfe Gewürze dagegen blähen Euch auf sind eher kontraproduktiv für besseren Schlaf. Trinknahrung speziell für Diabetiker – die geeignete Ergänzung zwischen den Mahlzeiten. Das richtige Raumklima Die richtige Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise zwischen 16 und 19 Grad liegen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, lassen Sie ein Fenster auf und ermöglichen somit frische Luft im Zimmer. Leider fühlt man sich in den Wintermonaten dazu geneigt, die Heizung im Schlafzimmer anzumachen. Durch die Heizungsluft trocknen jedoch die Atemwege aus und sorgen damit für einen unruhigen Schlaf. Wenn Sie es auch in der kalten Jahreszeit extra kuschelig und warm mögen, dann sorgen Sie lieber mit einer zweiten Decke für Extra Wärme. Dafür lohnt es sich zum Beispiel eine sogenannte 4-Jahreszeiten-Decke zu kaufen. Diese Decken können je nach Jahreszeit erweitert oder reduziert werden und sorgen so bei jeder Temperatur für das genau richtige Schlafklima.

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  • Was kann man bei Gelenkschmerzen tun?

    Knapp die Hälfte (45 Prozent) aller Menschen in Deutschland, die älter als 45 Jahre sind, leidet unter Gelenkschmerzen. Durch Abnutzung, Verschleiß oder Entzündung sind die Knie, Hüfte oder Sprunggelenke am häufigsten betroffen. Die meisten Handgelenks-, Hüft- und Knieschmerzen beruhen auf einer Arthrose. Es gibt aber noch weitere Ursachen, warum Gelenkschmerzen auftreten. Abnutzung der Gelenke – Arthrose Die häufigste Gelenkerkrankung ist die Arthrose. Sie kann an allen Gelenken auftreten. Es wird dabei die Knorpelschicht an den Gelenkflächen zunehmend zerstört - die angrenzenden Knochenbereich verändern sich, das betroffene Gelenke wird weniger beweglich. Es entzündet sich, schwillt an. Schließlich kommt es zu Schmerzen. Durch langjährige Überbelastung bestimmter Gelenke beispielweise durch intensiven Sport kann es zu einer übermäßigen Gelenkabnutzung kommen. Allerding kann eine Arthrose auch die Folge eines Unfalls, eines Bänderschadens oder einer angeborenen Fehlbildung sein. pixabay - 3D_Maennchen Ursachen für Gelenkschmerzen Zu akuten Gelenkbeschwerden kommt es beispielsweise häufig infolge einer Sportverletzung oder eines Unfalls. Manchmal entwickeln sich Schmerzen in den Gelenken jedoch auch schleichend, so dass die Ursache nicht sofort klar erkennbar ist. Trotz der großen Vielzahl, warum die über 100 Gelenke im menschlichen Körper Schmerzen verursachen können, lassen sich drei Hauptursachen definieren: ·         Überbelastung ·         Gelenkverschleiß (Arthrose) ·         Gelenkentzündung (Arthritis)  Darüber hinaus liegen die Gelenkschmerzen außerdem nicht an den Gelenken selbst, sondern an den umliegenden Muskeln, Sehnen oder Bändern. Ebenso können sich die Schleimbeutel an den Gelenken entzünden und zu Schmerzen führen. Sie fungieren normalerweise als eine Art Puffer in den Gelenken schützen Sehnen, Muskeln und Knochen vor starker Druckbelastung und Reibung. Warnsignale bei Gelenkschmerzen Wenn Schmerzen in mehreren Gelenken auftreten, achten Sie auf folgende Symptome und suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf: ·         Gelenkschwellung, Erwärmung und Rötung ·         Ausschläge ·         Entzündungen in Mund und Nase ·         Brustschmerzen ·         Atemnot, akuter oder starker Husten ·         Bauchschmerzen ·         Fieber, Schweißausbrüche, Gewichtsverlust oder Schüttelfrost ·         Gerötete oder schmerzende Augen Anhand der Stärke und Position der Schmerzen, Schwellungen an den Gelenken, einer früheren Diagnose der Erkrankung und anderen Faktoren kann Ihr Hausarzt feststellen, welch Behandlung erforderlich ist.

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  • Was tun bei Kopfschmerzen?

    Kopfweh ist ein weites Feld: Etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland leiden im Laufe Ihres Lebens an Kopfschmerzen. Fachleute unterscheiden sogar zwischen 200 unterschiedliche Formen an Kopfschmerzen. Aufgrund der Vielzahl ist es nicht ratsam, einfach ein Schmerzmittel einzunehmen in der Hoffnung, dass der Schmerz schnell verschwindet. Wichtig ist, dass man mehr über die Hintergründe versteht und gegebenenfalls, bei neuartigen Schmerzen, zum Arzt gehen. Chronische – also regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg sehr häufig auftretende – Kopfschmerzen können die Gesundheit und das Leben der Betroffenen schwer belasten. Meist handelt es sich dabei um eine der beiden häufigsten Formen: Spannungskopfschmerz und Migräne. Der Spannungskopfschmerz tritt dabei häufiger auf als die Migräne. Es gibt aber auch Kombinationen aus beiden Formen. pixabay - 8thBox Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es? Prinzipiell werden die bekannten Kopfschmerzarten in zwei große Gruppen eingeteilt: Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen, die Patienten zum Arzt führen, gehören zu den „primären Kopfschmerzen“, also zu Beschwerden, die selbstständig und ohne Ursache auftreten. Hierzu zählen auch die oben genannten Beispiele wie Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen. Die zweite Gruppe umfasst Schmerzen, die infolge einer anderen Krankheit auftreten. Sie werden als „sekundäre Kopfschmerzen“ bezeichnet. Bei verschiedenen Erkrankungen kann es neben anderen Symptomen auch zu Kopfschmerzen kommen, die teilweise so quälend sind, dass sie im Vordergrund stehen, obwohl sie nicht die Ursache für die Erkrankung sind. Beispiele hierfür sind vielfältig und reichen von Infektionen über Verletzungen des Kopfes, Nebenwirkungen von Arzneimitteln oder anderen Stoffen sowie auch deren Entzug, Gefäßkrankheiten im Bereich des Kopfes oder Halses, Schäden von Gesichtsnerven oder der Halswirbelsäule, Gehirntumoren bis zu Erkrankungen von Hals, Augen, Ohren, Nase, Nasennebenhöhlen und den Zähnen.   Wann sollten Sie zum Arzt gehen? Im Alter steigt das Risiko eines gefährlichen Kopfschmerzes an, während in jüngeren Jahren Migräne und Spannungskopfschmerz hauptsächlich auftreten. Wenn Sie Schmerzen in der Stirn oder dem Hinterkopf haben, die plötzlich aufkommen und sich verstärken, wenn Sie sich bewegen, sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Das gilt auch für Kopfschmerzen, die nicht aufhören oder ständig wiederkehren. Sind damit auch Schwindelgefühle und Erbrechen verbunden, können ernste Erkrankungen vorliegen. Übrigens: Wenn Sie ein neues Medikament einnehmen und dadurch Kopfschmerzen erhalten, kann es sein, dass Sie den Wirkstoff nicht vertragen und einen anderen einnehmen müssen.

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  • Was kann man bei Rückenschmerzen tun?

    Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Fast die Hälfte der Bevölkerung in den westlichen Industrieländern leidet unter andauernden und wiederkehrenden Rückenschmerzen. Chronische Rückenschmerzen sind neben Herzerkrankungen der häufigste Grund für Erwerbsunfähigkeit und Frühverrentung. Statisch gesehen leiden Menschen aller Altersgruppen unter Rückenschmerzen. Wie entstehen Rückenschmerzen? Die Wirbelsäule ist das Zentrum unserer Bewegungen. Sie koordiniert fast alle Bewegungsvorgänge des menschlichen Körpers. Nicht selten ist sie großen Belastungen ausgesetzt. Das in der Wirbelsäule vorhandene Rückenmark beinhaltet als Teil des zentralen Nervensystems alle Nerven, die vom Gehirn in den Körper verlaufen. Obwohl sie unter Dauerbelastung steht, hat sie sich ein hohes Maß an Selbstheilungskraft bewahrt. Die allermeisten Formen von Rückenschmerzen, an denen man erkrankt, verschwinden wieder ohne Therapie und alleine durch die Selbstheilungskraft der Wirbelsäule. Jedoch führen Fehlstellungen, einseitige Belastungen oder altersbedingter Verschleiß zu dauerhaften Beschwerden, die orthopädisch behandelt werden müssen. Hier schafft es die Wirbelsäule nicht mehr alleine. pixabay - mohamed-hassan Wie entstehen Rückenschmerzen? In vielen Fällen entstehen Rückenschmerzen über einen längeren Zeitraum durch Bewegungsmangel und sitzende Lebensweise bzw. Tätigkeit. Aber auch sportlich aktive Menschen können plötzlich, etwa durch einen Bandscheibenvorfall, starke, stechende oder lähmende Schmerzen im Rücken bekommen. Bei den Ursachen für Rückenschmerzen kristallisieren sich verschiedene Risikogruppen und Gründe für das Auftreten heraus: ·         Muskelverspannung und Fibromyalgien ·         Schäden an den Bandscheiben ·         Bandscheibenvorfälle ·         Osteoporose ·         Spinalkanalstenose  Am weitesten verbreitet sind die Muskelverspannungen. Mehr als zwei Drittel aller Rückenleiden gehen auf diese Ursache zurück. Unterschiedliche Rückenschmerzen Eine sehr verbreitete Bezeichnung für akute, plötzlich auftretende Schmerzen in der Lendenwirbelsäule ist der allgemein bekannte Hexenschuss. Er trifft uns aufgrund von einfachen Muskelverspannungen bis hin zu degenerativen Veränderungen an den Bandscheiben und Wirbelgelenken. Er ist weit verbreitet, harmlos, aber dennoch schmerzhaft und kann in jedem Alter auftreten. Trotzdem werden die Schmerzen, die er mit sich bringt, als sehr einschränkend wahrgenommen. Betroffene Personen haben Probleme, sich aus der gebückten Haltung aufzurichten und leiden unter starken Muskelverspannungen. Ein weiterer weit verbreiteter Schmerz ist der Ischiasschmerz. Er entsteht, wenn es zu einer Einklemmung des Ischiasnervs kommt. Er ist der längste und dickste Nerv im menschlichen Körper und verläuft von der Lendenwirbelsäule bis in die Beine. Bei einer Reizung oder Einklemmung kann es sein, dass die Schmerzen vom unteren Rücken bis in die Zehenspitzen strahlen. Gehen Sie bei anhaltenden Rückenschmerzen, die Sie länger als eine Woche plagen, zu Ihrem Hausarzt oder Orthopäden. Er ist der richtige Ansprechpartner bei Rückenschmerzen. Geht der Schmerz durch eine Änderung der Haltung nicht zurück und ist er sogar mit Atembeschwerden oder Darm- und Blasenproblemen verbunden, ist eine therapeutische Behandlung notwendig.

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  • Schwerhörigkeit im Alter – Was kann man tun?

    Bei Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) handelt es sich um eine oft beidseitige und langsam fortschreitende Verschlechterung des Hörvermögens im Innenohr, die anfangs vor allem die hohen Frequenzen betrifft. Sie tritt häufig ab dem 50. Lebensjahr auf. Jeder Fünfte in Deutschland im Alter zwischen 65 und 74 Jahren ist betroffen. Ursachen für Altersschwerhörigkeit - Warum nimmt das Hörvermögen ab? •   Verschleißerscheinungen im Innenohr •   Beeinträchtigungen von Hörnerv und Hörzentrum •   Belastung durch Umgebungslärm •   Vorerkrankungen, z.B. Bluthochdruck, Diabetes •   häufige Mittelohrentzündungen •   hoher Cholesterinspiegel •   bereits bestehende Ohrgeräusche, z.B. Tinnitus •   Hörsturz •   Einfluss von Medikamenten •   Genetische Veranlagung •   Rauchen •   Übergewicht •   Ungesunder Lebenswandel, Stress Die Symptome - Erste Anzeichen für eine Altersschwerhörigkeit Anfangs fällt es oft gar nicht so deutlich auf, dass das Hörvermögen nachlässt. Die Haarzellen in den Ohren nutzen sich altersbedingt ab und akustische Reize können nicht mehr so deutlich wahrgenommen werden. Dadurch fällt es z.B. bei Hintergrundgeräuschen schwerer, einer Unterhaltung zu folgen. Es wird nicht mehr alles genau verstanden und man hat das Gefühl die anderen Menschen oder auch die Personen im Fernseher oder im Radio sprechen undeutlich oder zu leise. Das hat zur Folge, dass man immer häufiger nachfragen muss oder den Fernseher immer lauter einstellen muss. Telefon oder Türklingel, aber auch kleine Nebengeräusche oder Naturgeräusche werden häufig nicht mehr gehört. Tiefere Töne z.B. Straßenlärm oder auch Musik können plötzlich als sehr laut empfunden werden. pixabay - Clker-Free-Vector-Images Was tun bei vermindertem Hörvermögen? Wenn Sie die oben genannten Symptome bei sich oder einem Angehörigen bemerken, sollte ein Hals- Nasen-Ohrenarzt zu Rate gezogen werden. Durch einen Hörtest kann er das Hörvermögen testen, sowie die möglichen Ursachen für den Hörverlust mit Ihnen abklären. Verschreibt er ein Hörgerät, ist dieses von der Krankenkasse mit zu finanzieren. Ein spezialisierter Hörgeräteakustiker kann Sie dann eingehend und individuell beraten. Moderne Hörgeräte sind klein und unauffällig, trotzdem leistungsstark und sie können die Lebensqualität erheblich verbessern. Gehirn und Gehör lernen wieder miteinander zu kommunizieren, das noch bestehende Hörvermögen kann meist erhalten werden. Ein Cochlea-Implantat empfiehlt sich als Alternative zum Hörgerät, insbesondere dann, wenn herkömmliche Hörhilfen keine oder nur eine geringe Besserung bringen. Es wird operativ eingesetzt und übernimmt die Funktion der Hörschnecke (Cochlea). Neben technischen Hilfsmitteln wie Weckhilfen, Türklingel - und Telefonverstärkern werden ergänzend auch Hörtrainings und Schulungen zum Lippenlesen angeboten. Auch eine psychotherapeutische Unterstützung kann sehr hilfreich sein, wenn die Betroffenen unter der Situation und unter sozialem Rückzug leiden. Mögliche Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit •   eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit, die zwischenmenschlichen Kontakte können in Mitleidenschaft gezogen werden •   eingeschränktes Verstehen von wichtigen Dingen im Alltag •   eingeschränktes Wohlbefinden und eingeschränkte Lebensqualität •   Frustration •   Scham •   Rückzug und Einsamkeit •   Angstzustände, Panik •   Depression •   Anspannung •   erhöhter Blutdruck •   Übermüdung •   Unterforderung des Gehirns durch Reizarmut, höheres Risiko für eine Demenzerkrankung Wie kann man Altersschwerhörigkeit vorbeugen? •   Meiden Sie dauerhaften Lärm oder tragen Sie einen Gehörschutz •   Kultivieren Sie einen gesunden Lebensstil mit einer gesunden ausgewogenen Ernährung •   Verzichten Sie auf Nikotin •   Schützen Sie ihre Ohren, tragen Sie z.B. bei kaltem Wetter eine Mütze •   Achten Sie auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und lassen Sie Stoffwechselerkrankungen behandeln  

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  • Pflegefall – was nun? Ihre Schritt für Schritt Anleitung

    Tritt ein Pflegefall in der Familie ein, sind oft sowohl der Pflegebedürftige selbst als auch die nahen Angehörigen mit der neuen Situation überfordert.   Unser Wegweiser zeigt Ihnen die wichtigsten ersten Schritte, um Ihre Ansprüche geltend zu machen und die für alle Betroffenen bestmögliche Betreuungsform zu finden.   @Elke Orth   1. Schritt - Pflegegrad beantragen   2. Schritt - Die richtige Pflegeform wählen 3. Schritt - Rechtliches klären Feststellung des Pflegegrades und Beantragung des Pflegegeldes Um im Pflegefall schnellstmöglich die Ansprüche an die Pflegekasse geltend zu machen, ist es notwendig den Pflegegrad feststellen zu lassen. Denn, der Leistungsanspruch wird erst mit dem Monat der Antragstellung wirksam und es ist nicht möglich diesen rückwirkend geltend zu machen.   Begutachtung für die Einteilung in einen Pflegegrad Ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse auf Leistungen aus der Pflegeversicherung genügt, um den Anspruch geltend zu machen.   Ein Pflegeberater nimmt anschließend Kontakt zum Pflegebedürftigen auf und kümmert sich um die weiteren Schritte.   In der Regel folgt daraufhin ein Termin mit einem Mitarbeiter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), welcher den Antragsteller zu Hause besucht und die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor Ort feststellt. Aufgrund seiner Empfehlung erfolgt die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade.   Es ist hilfreich sich auf diesen Termin mithilfe eines zuvor geführten Pflegetagebuchs vorzubereiten. Auch sollte der Pflegebedürftige keine Scheu haben seine Defizite offen darzulegen, da nach diesen die Situation beurteilt wird. Scham und eine beschönigende Darstellung der Fähigkeiten können an dieser Stelle zu einer für den Antragsteller benachteiligenden Einschätzung führen.   Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es? Im Vorfeld gilt es zu überlegen, welche Art der Pflege im eintretenden Fall möglich ist.   Gibt es Angehörige, die die Betreuung des Pflegebedürftigen übernehmen können? Und wenn ja, in welchem Ausmaß wäre dies machbar? Ist es mit Familie und Beruf vereinbar?   Fragen über Fragen, die es zu klären gibt. Wichtig ist, dass hier alle Betroffenen offen über die neue Situation sprechen und gemeinsam entscheiden, welche Pflegeform für alle Beteiligten am besten ist.   pixabay - geralt Häusliche Pflege Bei der häuslichen Pflege bleibt der Pflegebedürftige in seinem häuslichen Umfeld oder zieht in den Wohnraum der pflegenden Person. Die Betreuung wird von Familienmitgliedern oder nahestehenden Bekannten übernommen.   Ambulante Pflege Auch in der ambulanten Pflege wohnt die pflegebedürftige Person weiterhin im gewohnten Umfeld und wird von Angehörigen versorgt. Zusätzlich werden die Familienmitglieder jedoch von einem ambulanten Pflegedienst bei der Pflege unterstützt. Dieser kommt zu vereinbarten Zeiten und übernimmt diverse Tätigkeiten in der Betreuung des Patienten.   Teilstationäre Pflege Können Angehörige aufgrund der eigenen Berufstätigkeit oder anderer Verpflichtungen die notwendige Pflege nicht komplett übernehmen, bietet die teilstationäre Pflege eine gute Möglichkeit Beruf und Betreuung mit fremder Hilfe zu meistern.   Der Pflegebedürftige wird vorwiegend zu Hause versorgt und verbringt lediglich einige Stunden des Tages in einer Pflegeeinrichtung. Auch eine Betreuung über Nacht ist möglich.   Die teilstationäre Pflegeeinrichtung übernimmt, sofern es notwendig ist, auch die Abholung und den Rücktransport des Patienten.   Vollstationäre Pflege Die vollstationäre Pflege sieht die stationäre Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung vor.   Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem vorhandenen Pflegegrad und liegen in vielen Fällen unter den tatsächlichen Kosten für die Betreuung der Patienten. Die Differenz zur vollstationären Betreuung muss vom Pflegebedürftigen selbst übernommen werden.   INFO: Seit dem Jahr 2017 haben Pflegebedürftige unabhängig vom jeweiligen Pflegegrad und ungeachtet der Möglichkeit der häuslichen Versorgung, Anspruch auf eine vollstationäre Pflege. Rechtliches klären und für die Zukunft vorsorgen Manche Familien haben bereits frühzeitig die rechtliche Vertretung für den Pflegefall bestimmt. Viele Familien trifft solch ein Ereignis allerdings unvorbereitet. Es gibt dennoch verschiedene Möglichkeiten auch nach dem Eintritt eines Pflegefalles innerhalb naher Verwandten Vorsorge zu treffen.   VorsorgevollmachtDiese ermächtigt eine ausgewählte Person die Angelegenheiten des Vollmachtgebers zu übernehmen. BetreuungsverfügungHiermit kann geregelt werden, wer im Falle einer Betreuungsnotwendigkeit diese Aufgabe übernehmen darf. PatientenverfügungIn der Patientenverfügung kann der Vollmachtgeber eine Person bestimmen, die im Notfall über die weiteren medizinischen Schritte bestimmen darf. TestamentDas Testament enthält den letzten Willen des Patienten und regelt die Erbfolge.   pixabay - andibreit  Plötzlich Pflegefall – Wer zahlt? Tritt innerhalb der Familie plötzlich ein Pflegefall ein, stellt sich meist die Frage, wer für die zusätzlichen Kosten aufkommt. Die Adaptierung der Wohnräume, notwendige Anschaffungen, die dem Pflegebedürftigen das Leben erleichtern und diverse Pflegeprodukte kosten Geld. Ein Großteil der Betroffenen ist auf die plötzlich auftretenden Ausgaben nicht vorbereitet. Um Pflegebedürftigen die notwendige und bestmögliche Betreuung zu ermöglichen, hat die Regierung das Pflegestärkungsgesetz verabschiedet, welches laufend an die sich ändernden Bedürfnisse angepasst wird. Pflegebedürftige haben daher je nach anerkanntem Pflegegrad Anspruch auf zahlreiche Leistungen aus der Pflegeversicherung. Unterschieden wird hierbei zwischen Geld- und Sachleistungen. Geldleistungen stehen für das Pflegegeld, welches jeder Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad zwischen 2 und 5 erhält. Sachleistungen hingegen beinhalten die Unterstützung eines professionellen Pflegedienstes. Mit welchen Leistungen unterstützt die Pflegeversicherung im Pflegefall? Pflegegrad Geldleistungen Sachleistungen Sachleistungen bei vollstationärer Pflege 1 € 0 € 0 € 125 2 € 316 € 689 € 770 3 € 545 € 1.298 € 1.298 4 € 728 € 1.612 € 1.775 5 € 901 € 1.995 € 2.005   Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und Leistungen aus der Pflegeversicherung können Sie in unserem Ratgeber nachlesen. Zur ersten Einschätzung der Pflegebedürftigkeit hilft unser kostenloser Pflegegradrechner.   Quellenangaben BundesgesundheitsministeriumKrankenkassenzentrale      

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  • Thrombose – die unterschätzte Gefahr

    Thrombose ist eine durch ein Blutgerinnsel hervorgerufene Verstopfung eines Gefäßes und zählt zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Rund ein Viertel aller von Thrombose betroffenen Menschen stirbt an den Folgen der Erkrankung.   Sie denken Thrombose ist eine Alterskrankheit? Falsch gedacht, Blutgerinnsel betreffen nicht nur ältere Menschen. Diese gefährliche Gefäßerkrankung kann auch bereits in jungen Jahren auftreten. Vorerkrankungen, Unfälle, Operationen und Auftreten in der Familie können das Risiko erhöhen.   Venenerkrankungen sind eine weitere Zivilisationskrankheit, die mitunter auf eine ungesunde Lebensweise und Bewegungsmangel zurückzuführen ist.   pixabay - geralt Was ist Thrombose? Wenn durch ein Blutgerinnsel eine Vene oder Arterie im menschlichen Körper verstopft wird, spricht man von Thrombose.   Bei Verletzungen ist unser Körper in der Lage das sonst flüssige Blut gerinnen zu lassen, um die Blutung zu stoppen. Bei einem Blutgerinnsel passiert das Gleiche nur ohne vorhandene Verletzung im Inneren des Körpers. Hier sammeln sich Blutplättchen an der Venenwand und wachsen mit der Zeit zu einem Thrombus heran. Dieser kann in Folge die Gefäße verengen oder auch ganz verschließen.   In manchen Fällen löst sich der Thrombus von der Gefäßwand und wandert mit dem Blutstrom in Richtung des Herzens, wo er einen Herzinfarkt auslösen kann. Wo entsteht eine Thrombose? In der Regel sammeln und stauen sich die Blutplättchen in den Venen, da aufgrund der vorhandenen Venenklappen eine Ansammlung fester Bestandteile im Blut begünstigt wird.   In den meisten Fällen entstehen Thrombosen in den Venen der Unter- und Oberschenkel. Es ist jedoch auch möglich, dass Blutgerinnsel in allen Venen des Körpers wachsen können.   Bei einer bereits zuvor geschädigten Gefäßinnenwand kann eine Thrombose jedoch auch an jeder anderen Stelle im Körper entstehen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Thrombose zu erkranken signifikant an.   Was passiert, wenn das Blutgerinnsel wandert? Löst sich ein Thrombus von der Gefäßwand und wandert mit dem Blut weiter, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.   Eine Venenthrombose im Bein hat im schlimmeren Fall das Absterben der Extremität zur Folge. Wandert das Blutgerinnsel und setzt sich an einer anderen Stelle im Körper fest, kann dies weitaus tragischer enden. Was ist der Unterschied zwischen Venen und Arterien? Es gibt zwei verschiedene Arten von Blutgefäßen in unserem Körper – Venen und Arterien. Doch was unterscheidet diese beiden voneinander?   Arterien versorgen unseren Körper mit Sauerstoff und den notwendigen Nährstoffen und pumpen diese vom Herzen in unsere Organe und die Extremitäten.   Die Venen hingegen transportieren das sauerstoffarme Blut vom Körper wieder zurück zum Herzen. Da sie das Blut gegen die Schwerkraft befördern müssen, haben sie Venenklappen, welche verhindern, dass das Blut wieder zurückfließt.   Das Blut in den Arterien ist aufgrund der höheren Sauerstoffsättigung heller als das Blut in den Venen.   pixabay - 10918156 Die zwei Arten der Thrombose – venös und arteriell Ein Thrombus kann sowohl in den Venen als auch in den Arterien zu einer Thrombose führen.   Bleibt die Ansammlung der Blutplättchen in der Vene und verschließt mit der Zeit das Gefäß, handelt es sich um eine venöse Thrombose.   Wenn sich das Blutgerinnsel allerdings von der Gefäßwand löst und wandert, ist es möglich, dass es über das Herz in die Arterien gelangt und auch dort einen Gefäßverschluss verursacht.   In diesem Fall spricht man von einer arteriellen Thrombose. Venöse Thrombose In der Regel beginnt eine Venenthrombose in den Beinen oder dem Becken. Wandert das Blutgerinnsel weiter die Vene hinauf, kann sie sich unter Umständen auch in der Lunge festsetzen, was zu einer Lungenembolie führen kann.   Mögliche Anzeichen einer Venenthrombose: Schmerzen und Schwellungen in den Beinen. Verfärbungen der Beine. Atembeschwerden. Abgeschlagenheit und Unwohlsein. Abklingen der Beschwerden bei aufrechter Körperhaltung und im stehenden Zustand. Arterielle Thrombose Betrifft die Thrombose eine Arterie kann dies eine Unterversorgung der betroffenen Körperteile mit Sauerstoff zur Folge haben. Durch die Verengung oder gar Verschließung der Arterien werden bestimmte Bereiche im Körper nicht mehr genügend mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, was unter Umständen tödlich sein kann.   Mögliche Symptome einer arteriellen Thrombose: Augenflimmern oder andere Sehstörungen Lähmungserscheinungen Sprachstörungen Schwindel Bewusstseinstrübung und Ohnmachtsanfälle Gefahren einer Thrombose Wandert ein Blutgerinnsel und setzt sich an anderen Stellen im Körper fest, kann dies zu plötzlichen lebensbedrohlichen Situationen führen.   Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge) Herzinfarkt (Blutgerinnsel im Herzen) Schlaganfall (Blutgerinnsel im Gehirn) Ursachen für die Entstehung von Thrombose Eine Thrombose kann aufgrund vielerlei Ursachen entstehen. Meist gibt es lange keine Anzeichen oder mögliche Symptome werden falsch interpretiert und oft wird ein vorhandenes Blutgerinnsel erst relativ spät entdeckt.   Neben erblichen Faktoren können auch akute Verletzungen oder eine ungesunde Lebensweise die Entstehung einer Thrombose begünstigen.   Geschädigte Gefäßwände aufgrund von Verletzungen Operationen Diabetes Altersbedingte Venenschwäche Tumore oder andere Veränderungen, die Venen und Arterien betreffen Hormonelle Verhütungsmittel wie die Anti-Baby-Pille Eine bestehende Schwangerschaft Blutgerinnungsstörungen Bestimmte Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen Rauchen Bewegungsmangel Neigung zu Krampfadern Bettlägerigkeit, Gipsverbände oder Langstreckenflüge Wie bemerkt man eine Thrombose? Die verschiedenen Arten der Thrombose bringen auch unterschiedliche Symptome mit sich, die sich im Auftreten stark voneinander unterscheiden können.   In der Regel wird die arterielle Thrombose von heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen begleitet, welche auch nicht durch Ruhigstellung der betroffenen Körperpartie gelindert werden können.   Auch eine Schwellung oder Verfärbung der Extremitäten kann ein Anzeichen für eine bestehende Thrombose sein.   Venenthrombosen hingegen können auch ohne nennenswerte Anzeichen auftreten. Aufgrund der fehlenden Symptomatik werden sie oft erst sehr spät diagnostiziert.  Medizinische Maßnahmen bei Thrombose Bei einem Akutfall bestimmt der behandelnde Arzt je nach Ausprägung und Ort der Thrombose die medizinische Behandlung. Dies kann entweder die Gabe bestimmter Medikamente, das Anlegen von Kompressen, eine operative Entfernung des Blutgerinnsels oder auch geeignete Bewegungstherapien umfassen.   Risikopatienten erhalten in den meisten Fällen blutverdünnende Medikamente, um der Blutgerinnung innerhalb der Gefäße vorzubeugen.   pixabay - geralt Thrombose vorbeugen – Was können Sie tun In den meisten Fällen könnte die Entstehung einer Thrombose vermieden werden.  Was können Sie also tun, um eine Thrombose vorzubeugen?   Bewegen Sie sich regelmäßig, am besten an der frischen Luft. Gehen sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, um etwaige Gefäßveränderungen frühzeitig zu erkennen. Verzichten Sie auf Nikotin und schränken Sie den Alkoholkonsum ein. Bei einer sitzenden Tätigkeit bringen Pausen und etwas Bewegung ihren Kreislauf wieder in Schwung und fördern die Durchblutung. Trinken Sie ausreichend, denn auch das beugt einer Blutgerinnung vor. Ernähren Sie sich gesund und vermeiden Sie Übergewicht. Thrombose bei pflegebedürftigen und bettlägerigen Patienten Eine oft unterschätzte Gefahr ist Thrombose vor allem bei Menschen, die aufgrund des Alters oder anderer Erkrankungen nicht mehr mobil sind und den Großteil des Tages im Bett verbringen. Daher sind pflegebedürftige Personen oder Patienten, die aufgrund einer Operation oder eines Liegegipses für einige Zeit ans Bett gefesselt sind besonders gefährdet.   In diesen Fällen sind spezielle therapeutische oder medikamentöse Therapien zu empfehlen, die der Entstehung von Blutgerinnseln entgegenwirken. Sprechen Sie am besten mit dem zuständigen Arzt über mögliche vorbeugende Maßnahmen.   Quellenangaben: GesundheitsinformationThromboseportal    

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  • Inkontinenzberatung – Die richtigen Ansprechpartner, wenn es unter die Gürtellinie geht

    Nach wie vor wird ungern über Inkontinenz gesprochen. Als Tabuthema abgestempelt, scheuen viele Betroffene den Gang zum Arzt und schämen sich dieses Problem anzusprechen.   Doch entgegen der allgemeinen Annahme sind sie nicht allein. Weltweit sind etwa 200 Millionen Menschen betroffen. Eine unglaubliche Zahl, nicht wahr?   pixabay - geralt Inkontinenz betrifft weitaus mehr Menschen als Sie denken Aus bisher veröffentlichten Statistiken geht hervor, dass allein in Deutschland rund 10 Millionen Menschen an einer mehr oder minder starken Form der Inkontinenz leiden. Da sich nach wie vor ein Großteil der Betroffenen dafür schämt und nicht öffentlich darüber spricht, liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.   Viele an Blasenschwäche leidende Menschen suchen erst nach einem langen Leidensweg einen Arzt auf. Aus Scham versuchen sie die Symptome zu verbergen, ziehen sich zurück und suchen erst nach langer Zeit Hilfe.   Weitere Infos zu den verschiedenen Formen der Inkontinenz finden Sie in unserem Ratgeber. Schämen Sie sich nicht Sich bei Inkontinenz Hilfe zu suchen ist für viele Betroffenen oft sehr schwer. Sie fühlen sich bloßgestellt und vermeiden die direkte Ansprache des Problems. Über die Symptome und Ausprägung der Blasenschwäche zu sprechen ist mitunter unangenehm, hilft jedoch bei der Behandlung und erleichtert den Umgang damit.   Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte haben tagtäglich mit Inkontinenz und deren Begleiterscheinungen zu tun und sind es gewohnt darüber zu sprechen. Es ist ihre Aufgabe aufzuklären und den Betroffenen die bestmögliche Behandlung und Therapie zu ermöglichen.   Sie empfinden weder Ekel noch haben sie Berührungsängste, wenn es um dieses Thema geht.   Scheuen Sie sich also nicht mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Pflegepersonal über Ihre Inkontinenz oder der Ihres Angehörigen zu sprechen. Wo finden Sie Hilfe? Für Betroffene und pflegende Angehörige gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Inkontinenz Ratgebern, die mit praktischen Hinweisen über das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz aufklären und Tipps zum Umgang mit dem Betroffenen geben.   Die Pflegestützpunkte der Pflegekassen bieten Hilfestellungen und Beratung an. Über das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten pflegende Angehörige kostenlos eine vertrauliche Beratung durch Experten. Auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit gibt Auskunft zu rechtlichen Themen. Zudem gibt es deutschlandweit mehr als 1300 zertifizierte ärztliche Beratungsstellen, die über die Deutsche Kontinenz Gesellschaft abrufbar sind.   pixabay - mohamed-hassan   Weitere Ansprechpartner finden Betroffene in Apotheken, Sanitätshäusern für Pflegebedarf und Krankeneinrichtungen.   Diverse Anlaufstellen für Personen mit einer Harn- oder Stuhlinkontinenz bieten eine anonyme Beratung, welche entweder telefonisch oder auch online möglich ist. Inkontinenzberatung in der Apotheke Apotheker sind bestens ausgebildet im Bereich der Pharmazie und Experten auf ihrem Gebiet. Sie geben gerne Auskunft über die verschiedensten Inkontinenzhilfsmittel und beraten in Bezug auf mögliche homöopathische Zusatzmaßnahmen.   Zudem wird über die verschiedenen Inkontinenzformen aufgeklärt und Empfehlungen für etwaige Behandlungsmöglichkeiten gegeben.   Ein Beratungsgespräch zum Thema Inkontinenz wird in der Regel in einem separaten Raum unter vier Augen geführt, um die notwendige Diskretion zu wahren und dem Betroffenen die notwendige Sicherheit zu geben.   In einer geschützten Atmosphäre finden von Blasenschwäche betroffene Menschen und deren Angehörige die Gelegenheit mit kompetenten Fachleuten über dieses unangenehme Thema offen zu sprechen.   Finden Sie die richtigen Inkontinenzhilfsmittel mit unserem Leitfaden. Inkontinenzberatung in der häuslichen Pflege Menschen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen sind oft mit der Situation überfordert. Kommt Inkontinenz ins Spiel stoßen viele Menschen schnell an ihre Grenzen.   Hier ist Einfühlungsvermögen gefragt. Speziell ausgebildete Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und staatlich geführten Pflegestützpunkten schulen und unterstützen private Pflegepersonen in der Pflege Ihrer Angehörigen.   Doch auch pflegebedürftige Personen selbst haben die Möglichkeit sich mit einem Experten auf diesem Gebiet über ihre Ängste und Sorgen zu unterhalten.   Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bieten die Möglichkeit zum Austausch. Betroffene Personen erkennen, dass sie mit diesem Problem nicht allein sind und öffnen sich leichter diesem Thema.   Es ist vor allem auch für die betreuenden Personen wichtig, sich über Inkontinenz zu informieren. Sich Hilfe zu holen bedeutet nicht zu versagen. Ganz im Gegenteil, durch geeignete Schulungen und Hilfsmittel wird der Umgang mit den Symptomen der Inkontinenz sowohl für die pflegende Person als auch für den Patienten wesentlich erleichtert. Inkontinenz in einer Pflegeeinrichtung In der professionellen Pflege gibt es spezielle Richtlinien für den ethischen Umgang mit Inkontinenz und den daraus resultierenden Symptomen.   Angefangen bei der würdevollen Versorgung des Patienten über die Aufklärung und angemessenen Kommunikation bis hin zur seelischen Unterstützung.   Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen haben eine fundierte Ausbildung unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze und der Aufrechterhaltung der Würde des Patienten. Versorgung mit Inkontinenzprodukten Da Inkontinenz eine von der WHO anerkannte Krankheit ist, haben Betroffene Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Somit tragen diese die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen und die Grundversorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln.   Für eine Kostenübernahme ist allerdings eine ärztliche Verordnung notwendig. Besuchen Sie unseren Shop und finden Sie die richtigen Inkontinenzeinlagen für Ihre Bedürfnisse – Hilfsmittelprofi.   Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl geeigneter Produkte. Sprechen Sie uns an, unsere Fachberater sind von Montag bis Freitag von 09 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 0621 391 56 57 23 für Sie erreichbar.   Quellenangaben Bundesministerium für FamilieKontinenz-Gesellschaft    

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  • Altersarmut – das sollten Sie wissen

    Immer mehr Deutsche über 65 Jahren gelten als arm oder armutsgefährdet. Frauen sind besonders betroffen, weil ihre Erwerbsbiografien häufiger unterbrochen sind als die von Männern. Die Zahl derjenigen Menschen, die in Deutschland von Arbeitsarmut betroffen sind, steigt jährlich. Mit 19,5 Prozent aller Rentnerhaushalte ist mittlerweile jeder fünfte Haushalt armutsgefährdet. pixabay - Wolfgang Eckert  Wie kann man Altersarmut vermeiden? Am besten vor Altersarmut schützen können sich Frauen, indem sie ihre Absicherung möglichst früh in die eigenen Hände nehmen. Dabei gilt der Rat an junge Frauen, nicht darauf zu vertrauen, dass schon alles gut wird, sondern frühzeitig zu handeln. Nicht nur beruflich, sondern vor allem in Sachen Rente sollten Frauen auf eigenen Beinen stehen, raten Experten. Anfangs kleine Beträge zu sparen, kann sich im Alter lohnen. Altersarmut bei Frauen Besonders betroffen von Altersarmut sind Frauen und Witwen. Die Gründe dafür sind eindeutig. Lange Babypausen, das Zurücktreten für die Familie und dadurch unterbrochene Karrieren wirken sich im Alter deutlich finanziell aus. Frauen sind daher oftmals schlechter abgesichert als Männer. Hinzukommt die Witwenrente, die deutlich geringer ausfällt als die volle Rente eines Ehepartners. Was ist die Grundsicherung? Doch selbst wenn heutzutage vor allem junge Frauen darauf hingewiesen werden, frühzeitig an die Rente zu denken, ist dies nicht die Lösung für ältere Frauen. Häufig sind diese bereits in Rente und stellen fest, dass diese nicht ausreicht, um sorgenfrei den Lebensabend zu begehen. Daher empfiehlt die deutsche Rentenversicherung, bei einem Monatseinkommen von weniger als 838 Euro einen Anspruch auf „Grundsicherung im Alter“ prüfen zu lassen. Mit dieser Leistung unterstützt der Staat diejenigen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zufolge lag der durchschnittliche Bedarf 2015 bei 785 Euro. Die Höhe der bewilligten Unterstützung variiert, weil das Existenzminimum für jeden Antragsteller individuell berechnet wird und dabei zum Beispiel auch der Wohnort eine Rolle spielt. Ende 2017 erhielten rund 544.000 Rentnerinnen und Rentner mit Kleinstrente die Grundsicherung. Dabei ist die Zahl der Bedürftigen noch viel höher. Gerade ältere Menschen scheuen sich jedoch davor, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen – aus Scham oder aus Sorge, ihre Kinder könnten zur Kasse gebeten werden. Doch diese Sorge ist unberechtigt: Die Grundsicherung wird unabhängig vom Einkommen der Kinder gewährt – es sei denn, die Kinder verdienen mehr als 100.000 Euro im Jahr.

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  • Eiweißmangel – was tun?

    Neben Kohlenhydraten und Fetten zählt Eiweiß zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Ernährung. Es hilft dabei, kranke Zellen in unserem Körper zu reparieren und neue aufzubauen. Dabei haben Menschen einen unterschiedlichen Bedarf. Dieser hängt ganz davon ab, wie fit man ist und wie häufig man sich bewegt. Als Faustregel gilt: Ein erwachsener Mensch benötigt etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Doch Vorsicht! Wenn man zu viel Eiweiß zu sich nimmt, kann der Körper übersäuern. Diese Übersäuerung ist jedoch nicht so schädlich wie der Eiweißmangel. pixabay - mcmurryjulie Welche Auswirkungen hat in Eiweißmangel? Ein Eiweißmangel bedeutet, dass der Körper weniger Eiweiß zur Verfügung hat, als er benötigt. Auf diese Weise werden Körperzellen beschädigt. Die Symptome eines Mangels sind häufig recht unspezifisch und wirken sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus. Diese Symptome können vereinzelt, aber auch in ihrer Gesamtheit auftreten:         Abnahme von Muskelmasse, weil der Körper bei einem Mangel auf die Proteine im Muskelgewebe zugreift.         Wassereinlagerungen im Körper, da das Eiweiß im Normalfall dabei hilft, das Wasser abzubauen. Bei einem Mangel kommt es zu Schwellungen.         Schwächung des Immunsystems.         Heißhungerattacken: Proteine sorgen für einen stabilen Blutzuckerspiegel. Wenn der Körper nicht mehr genug Eiweiß zur Verfügung hat, kann der Wert schwanken. Es folgen Heißhungerattacken.         Gestörte Wundheilung: Wenn ein Mensch nicht genug Eiweiß aufnimmt, kann das die Wundheilung verlangsamen.         Äußere Erscheinungformen wie Haarausfall, Falten und Augenränder.   Ein Eiweißmangel kann sich aber auch auf die Psyche auswirken:         Unzufriedenheit und Stimmungsschwankungen treten auf, ebenso wie Müdigkeit und Unkonzentriertheit.         Starke Mangelerscheinungen können sogar psychische Erkrankungen hervorrufen.  Suchen Sie bei einem Eiweißmangel Ihren Hausarzt auf! Versuchen Sie nicht, Ihren Eiweißhaushalt selbst in den Griff zu bekommen, sollten Sie einen Mangel bei sich vermuten. Suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie ihren Mangel medizinisch abklären. Ihr Hausarzt wird dann mit Ihnen zusammen eine Therapie konzipieren.

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  • Was ist Parkinson?

    Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems, an der in Deutschland mehr als 250.000 Menschen leiden. Die Erkrankung, die umgangssprachlich auch als „Schüttellähmung“ bezeichnet wird, wurde nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der diese Art der Bewegungsstörung 1817 erstmals beschrieben hat.  Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die bestimmte Bereiche im Gehirn betrifft. In diesen Gehirnbereichen kommt es durch das Absterben von Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin, einem der wichtigsten Botenstoffe im Körper, der dabei hilft, Bewegungen zu steuern.  pixabay - Gerd Altmann Symptome von Parkinson Parkinson lässt sich in seiner Frühphase nur schwer erkennen, da die Symptome eher unspezifisch sind und auf viele Krankheiten passen. Dennoch können Anzeichen von Parkinson schon Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten. Solche Parkinson-Frühsymptome sind:         REM-Schlaf-Verhaltensstörung         Geruchssinn ist vermindert oder fällt komplett aus (Hyposmie/Anosmie)         Schmerzen in Muskeln und Gelenken         die Arme schwingen vermindert beim Gehen mit         Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen etc. dauern länger als früher         Verstopfung         Sehstörungen         die Handschrift wirkt verkrampft         Depressionen         Müdigkeit, Abgeschlagenheit         Zittrigkeit         der Patient zieht sich zurück und vernachlässigt seine Hobbies   Die Krankheit entwickelt sich schleichend. Oft fallen die Symptome daher eher Angehörigen und Freunden auf als dem Patienten selbst. Die typischen Parkinson-Symptome treten meist zunächst nur auf einer Körperseite auf. Diese sind: verlangsamte Bewegungen bis hin zu Bewegungsarmut steife Muskeln Muskelzittern in Ruhe mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung   Behandlungsformen von Parkinson Die Parkinson-Therapie wird individuell an jeden Patienten angepasst, da jeder Krankheitsverlauft anders ist und in einem unterschiedlichen Tempo fortschreitet. Meistens wird Parkinson mit Medikamenten behandelt, wobei milde Symptome anfangs manchmal auch gar keine Therapie erfordern. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, hängt vor allem vom Alter des Patienten ab. Manchmal kann auch ein neurochirurgischer Eingriff sinnvoll sein - die sogenannte Tiefe Hirnstimulation. Hinzu kann eine individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Parkinson-Behandlung hinzukommen. Dazu gehören zum Beispiel Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Sinnvoll ist in jedem Fall, sich in einer speziellen Parkinson-Klinik behandeln zu lassen. Eine vollständige Heilung dieser Erkrankung gibt es derzeit nicht.

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  • Wer darf einen Schwerbehindertenausweis beantragen?

    Der Name täuscht etwas. Nicht nur Schwerbehinderte im allgemeinen Verständnis können einen solchen Ausweis beantragen, sondern auch Patienten mit anderen Erkrankungen. Vor allem Menschen, die auf Grund einer chronischen Krankheit oder einer körperlichen Behinderung in ihrer Lebensweise eingeschränkt sind, haben in unserem Gesundheitssystem das Recht, einen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis zu stellen. Doch welche Vorteile bringt dieser Ausweis und wann kann man ihn beantragen? pixabay - Clker-Free-Vector-Images Vorteile eines Schwerbehindertenausweises Folgende Vorteile werden Menschen, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen, teilweise je nach Art der Behinderung oder vollständig zugestanden: Parkerleichterungen auf Behindertenparkplätzen, teilweise kostenfreies Parken. Wer das Zeichen "G" und "B" im Ausweis darf sogar im eingeschränkten Halteverbot bis zu drei Stunden parken. Vergünstigungen beim öffentlichen Personennahverkehr. Erlass der Kraftfahrzeugsteuer. Personen mit einem B im Ausweis haben das Recht auf Begleitung im gesamten Personenverkehr. D.h. die Begleitperson fährt unentgeltlich mit. Eine besondere Form des Kündigungsschutzes. Anspruch auf jährlich 5 Tage Zusatzurlaub. Vergünstigungen bei der Besteuerung des Einkommens.   Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Leider ist die Antragstellung nicht einheitlich geregelt und variiert innerhalb Deutschlands. Im Normalfall kann der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Landratsamt oder der Kreisverwaltung gestellt werden. Hierzu geben in aller Regel die Stadt- und Gemeindeverwaltungen Auskunft, wie die Regelung jeweils vor Ort gehandhabt wird und welche Behörde letztlich für die Genehmigung zuständig ist.

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  • Harnwegsinfekt – eine schmerzliche Angelegenheit

    Mehr als jede zweite Frau leidet in ihrem Leben zumindest ein Mal unter einem Harnwegsinfekt. Männer sind meist erst im höheren Alter von dieser Erkrankung betroffen.   Somit gehört der Harnwegsinfekt zu der am häufigsten vorkommenden Infektionsart des Menschen.   pixabay - Mohamed Hassan   Was genau ist ein Harnwegsinfekt Bei einer Entzündung der Harnröhre spricht man von einem Harnwegsinfekt. Meist ist auch die Blase, in manchen Fällen sogar die Niere betroffen.   Hierbei gelangen Bakterien in die Harnröhre und führen zu Reizungen der Blasenschleimhaut. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Auslösern der Entzündung um Kolibakterien.   Der Körper versucht die Erreger wieder aus dem Körper zu schwemmen und produziert aus diesem Grund vermehrt Harn, daher spürt der Betroffene auch einen ständigen Harndrang.   Aufgrund der Entzündung und des andauernden Harndranges kommt es zu Krämpfen der Harnröhre und der Blase, was zu starken Schmerzen im Unterleib führen kann. Harnwegsinfekt beim Mann Männer sind weitaus seltener von einem Harnwegsinfekt betroffen als Frauen. Da sie eine längere Harnröhre haben, wird den Erregern das Aufsteigen in die oberen Harnwege und die Blase erschwert.   Erst im fortgeschrittenen Alter, wenn sich die Prostata vergrößert und eventuell die Harnwege des Mannes verengen, verbleibt häufig noch ein Restharn in der Blase. Dies kann Infektionen begünstigen. Harnwegsinfekt bei der Frau Frauen haben aufgrund ihrer Anatomie ein vielfach höheres Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken als Männer. Die Harnröhre der Frauen ist kürzer, so gelangen Krankheitserreger und Bakterien viel schneller in den Körper und können sich dort einnisten. Welche Symptome treten bei einem Harnwegsinfekt auf Erste Anzeichen eines Harnwegsinfektes sind vor allem ein übermäßiger Harndrang, obwohl die Blase leer ist und ein Brennen beim Urinieren. Auch ein starker Juckreiz im Bereich der Harnröhre und Unterleibsschmerzen können auf eine Infektion hindeuten. Zudem kommt es zu einem üblen Geruch und einer Trübung des Harns.   Bei einer fortgeschrittenen Infektion kann mitunter auch Blut im Urin vorkommen Einige Fälle eines Harnwegsinfektes verlaufen jedoch auch völlig beschwerdefrei und der Betroffene merkt oft erst sehr spät oder gar nichts davon.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten und die Nieren in Mitleidenschaft gezogen, wird der Patient auch oft von Fieber, Schüttelfrost und starken Flankenschmerzen geplagt. Sogar Übelkeit und Erbrechen sind möglich.   Die Symptome im Überblick: Übermäßiger Harndrang Juckreiz Brennen beim Wasserlassen Unterleibsschmerzen Unangenehmer Geruch des Urins Trübung des Harns Blut im Urin Vorübergehende Inkontinenz Fieber Schüttelfrost Flankenschmerzen Übelkeit Erbrechen Eitriger Ausfluss Was tun, wenn die ersten Anzeichen auftreten Bemerken Sie erste Anzeichen, die auf einen Harnwegsinfekt hindeuten, trinken sie ausreichend, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen und halten Sie ihren Unterleib warm.   Unterstützend kann ein spezieller Blasentee mit harntreibender Wirkung aus der Apotheke verwendet werden. Hausmittel oder Arztbesuch?   Immer wieder hört man von diversen Hausmitteln, die bei einem Harnwegsinfekt wahre Wunder wirken sollen. Cranberry Saft, viel trinken, Blasentees und der Verzicht auf Kaffee und Alkohol können eine Ausbreitung der Bakterien und Keime verhindern. pixabay - geralt Bei anhaltenden Beschwerden oder Komplikationen sollte auf jeden Fall ein Arzt zurate gezogen werden.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten, ist in den meisten Fällen eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich. Unterstützend können die genannten Hausmittel jedoch eingenommen werden.   Doch Antibiotika ist nicht gleich Antibiotika. In vielen Fällen ist eine genaue Identifikation der Erreger notwendig, um das richtige Antibiotika zu verschreiben. Eine Antibiotikatherapie dauert in der Regel acht Tage, in Ausnahmefällen auch etwas länger. Ist eine Harnwegsinfektion ansteckend? Ja, grundsätzlich ist eine Harnwegsinfektion ansteckend. Auch wenn die Übertragung meist auf anderen Wegen stattfindet, können die Keime durch Sex oder die gemeinsam genutzte Toilette übertragen werden.   Aus diesem Grund ist besonders im Falle einer Infektion auf äußerste Hygiene zu achten, um seine Mitmenschen nicht anzustecken.   Im Normalfall wird auch der Partner des Patienten mitbehandelt, um die wiederholte Ansteckung zu vermeiden. Besonders bei Männern bleibt ein Harnwegsinfekt oft unbemerkt, was eine neuerliche Ansteckung nach einer erfolgreichen Therapie begünstigen kann. Ursachen Ein Harnwegsinfekt kann durch viele Faktoren begünstigt werden und es gibt verschiedene Möglichkeiten sich anzustecken.   In den meisten Fällen wird ein Infekt durch Darmbakterien ausgelöst. Dies geschieht vor allem wenn Frauen nach dem Stuhlgang von hinten nach vorne wischen und so die Kolibakterien direkt in Richtung Harnröhre streichen. Doch auch durch sexuelle Praktiken können Erreger in die Harnwege gelangen.   Ein weiteres Risiko birgt der Aufenthalt im Krankenhaus. Auch wenn im Spital höchst penibel auf Hygiene geachtet wird, sind hier doch die meisten Krankheitserreger vorhanden. Speziell beim Legen eines Katheters oder bereits vorhandener Inkontinenz kann es passieren an einer Harnwegsinfektion zu erkranken.   Möglichkeiten sich anzustecken: Übermäßige Intimpflege Falsche Intimpflege Schwaches Immunsystem Dünne Schleimhäute Wechselnde Sexualpartner Öffentliche Toilette Schwimmbad Sauna Krankenhaus Katheter Einen Harnwegsinfekt vorbeugen Es gibt einige Dinge, auf die man achten kann, um eine unliebsame Harnwegsinfektion vorzubeugen. pixabay - geralt Trinken Sie ausreichend, um die Vermehrung von Bakterien und Keimen in Ihrem Körper zu vermeiden. Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Halten Sie den Harndrang nicht zurück, dies kann die Vermehrung von Bakterien begünstigen. Vermeiden Sie jegliche Reizung der Harnröhre. Halten Sie Ihren Unterleib warm und schützen Sie ihn vor Unterkühlung. Verwenden Sie keine reizenden Seifen oder Lotionen im Intimbereich. Achten Sie auf die richtige Intimhygiene und wischen Sie nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten, um eine Kontamination der Harnröhre mit Darmbakterien auszuschließen. Gehen Sie nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette und lassen Sie Harn. Stärken Sie Ihr Immunsystem auf natürliche Weise mit speziellen Kräutertees und Cranberrysaft. Mögliche Komplikationen Unbehandelt kann ein harmloser Harnwegsinfekt zu Komplikationen führen und im leichtesten Fall chronische Beschwerden nach sich ziehen.   Wird eine Entzündung der Harnwege ignoriert und nicht behandelt breitet sich diese weiter im Körper aus und kann im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung oder auch zu Nierenversagen führen.   Aus diesem Grund ist es ratsam, auch bei geringen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um mit ihm die richtige Therapie zu besprechen.   Eine Harnwegsinfektion kann mit einer entsprechenden Behandlung vollständig und relativ rasch geheilt werden.   Quellenangaben: Blasenentzündung.ch Urologenportal  

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  • Machen Sie Ihr Zuhause barrierefrei – mit einem Treppenlift

    Das Alter bringt neben diversen Erkrankungen auch meist eine Einschränkung der Beweglichkeit mit sich. Es wird schwer Treppen zu steigen oder lange Wege zu gehen. Ist das Eigenheim nur über Treppen zu erreichen und der Weg für den Bewohner nicht mehr ohne Hilfe zu bewältigen, ist der Treppenlift oft die optimale Lösung.   pixabay - ursula55   Für wen ist der Einbau eines Treppenliftes sinnvoll? Um auch im Alter im eigenen Heim flexibel und unabhängig bleiben zu können, bietet sich in vielen Fällen der Einbau eines Treppenliftes an. So können auch Personen mit eingeschränkter Mobilität bequem und sicher alle Zimmer ihres Hauses erreichen.   Wer profitiert von einem Treppenlift? Personen in einem Einfamilienhaus mit mehreren Etagen.Mit einem Treppenlift können auch die Räumlichkeiten in den oberen Stockwerken und der Keller ohne Probleme genutzt werden. Bewohner eines Mehrparteienhauses ohne Lift.Ältere Menschen, die schon seit vielen Jahren in einer Miet-, Genossenschaft- oder Eigentumswohnung leben, haben manchmal das Problem, dass diese Häuser noch nicht auf die aktuellen Standards angepasst wurden und über keinen Lift verfügen. Sind die Bewohner aufgrund von Erkrankungen oder Altersschwäche auf einen Rollstuhl angewiesen oder können die Treppen zu ihrer Wohnung nicht mehr hinaufsteigen, muss rasch eine Lösung her. Der Einbau eines Treppenliftes ist kostengünstiger und rascher durchzuführen als der Einbau eines Personenliftes.Der Einbau in einem Mietshaus muss von der jeweiligen Hausverwaltung genehmigt werden, sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Vermieter. Einbau in allen Gebäuden in welchen aufgrund von Platzmangel kein Personenlift eingebaut werden kann.   Was kostet ein Treppenlift? Da sich die Modelle und Ausführung grundlegend voneinander unterscheiden, kann hier keine genaue Angabe gemacht werden. Die Preisspanne liegt hier sehr weit auseinander. Einfache Produkte sind bereits ab etwa 3.000 Euro erhältlich, Sondermodelle kosten mitunter mehr als 15.000 Euro.   Die angeführte Tabelle bietet einen ungefähren Richtwert, der tatsächliche Preis hängt jedoch von den vorhandenen Gegebenheiten und vielen weiteren Faktoren, wie Anzahl der Stockwerke, diversen Extras, Ausstattung und gewünschtem Design ab.       Sitzlift Plattformlift Gerade Treppe Innenbereich Ab 3.000 Euro Ab 7.000 Euro Geschwungene Treppe Innenbereich Ab 6.500 Euro Ab 11.000 Euro Gerade Treppe Außenbereich Ab 4.000 Euro Ab 7.500 Euro Geschwungene Treppe Außenbereich Ab 7.000 Euro Ab 11.000 Euro   Die verschiedenen Treppenlift-Ausführungen Treppenlifte gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Modellen. Die meisten Modelle können an die jeweiligen Ansprüche und Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Es gibt für nahezu jede Treppenform den passenden Treppenlift. Auch der Einbau in engen und verwinkelten Stiegenhäusern stellt zumeist kein Problem dar.   Die vielseitigen Helfer können nicht nur im Innenbereich verwendet werden. Spezielle Konstruktionen sind auch für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Diese zeichnen sich durch eine besonders hohe Witterungsbeständigkeit aus. Für die Außenanlagen sind auch Wetterschutzpakete erhältlich, die zuverlässig sowohl die Anlage als auch den Benutzer vor Regen und Schnee schützen.   Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Grundformen der Treppenlifte, dem Stuhl-Treppenlift, der eine integrierte Sitzmöglichkeit bietet und dem Plattformlift, welcher speziell auf die Verwendung mit einem Rollstuhl ausgerichtet ist. Sitzlift Die gängigste Treppenliftform ist der Stuhl-Treppenlift, welcher einen integrierten Sitz bietet. So können altersschwache oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen ohne Probleme und Kraftanstrengung jede Treppe meistern.       pixabay - sabinevanerp   Die Mobilität in den eigenen vier Wänden und somit auch die Unabhängigkeit der betroffenen Person bleibt über einen längeren Zeitraum erhalten.   Sitzlifte können bequem und einfach von der benutzenden Person bedient werden. Zum Rufen des Liftes dient entweder eine Fernbedienung oder ein Rufknopf an jeder Haltestelle.   Der Einbau ist aufgrund von individuellen Anpassungen in nahezu jedem Treppenhaus möglich.   Vorteile: Minimaler Platzbedarf. Sitzbereich und Armlehnen können bei vielen Modellen hochgeklappt werden. Hohe Belastbarkeit, auch für schwergewichtige Patienten geeignet. Einfache Bedienung mittels Fernbedienung oder Bedienhebel. Schutz durch integrierten Sicherheitsgurt oder -bügel. Maximale Sicherheit durch eingebaute Sensoren, die vor Hindernissen warnen und das Gerät zeitgerecht stoppen. Verschiedene Schienenlösungen, je nach Bedarf möglich.   Nachteile: Hohe Anschaffungskosten. In manchen Fällen ist der Einbau aufgrund von Brandschutzmaßnahmen nicht möglich (besonders enge Stiegenhäuser). Rollstuhllift oder Plattformlift Bei dieser Form des Treppenliftes wird bewusst auf eine Sitzmöglichkeit verzichtet. Es gibt lediglich eine Plattform, die optimal auf die Benutzung mit Rollstuhl oder einer Gehhilfe, wie etwa einem Gehwagen ausgerichtet ist. Der Lift kann auch zum Befördern von Einkäufen oder Wäsche in die oberen Stockwerke genutzt werden.   ACHTUNG: Aufgrund erhöhter Unfallgefahr darf ein Plattformlift nicht im Stehen verwendet werden.   In der Regel besitzen Plattformlifte zur Sicherung einen verschließbaren Rahmen, der den Rollstuhl des Benutzers vor dem Verrutschen sichert.   Vorteile: Für Rollstühle und Gehhilfen geeignet. Auch im Stehen zu verwenden. Schutzbügel, um das Herausfallen oder das Verrutschen des Rollstuhles zu vermeiden. In den meisten Fällen ist die Geschwindigkeit anpassbar. Es ist keine weitere Person zum Bedienen des Liftes notwendig. Kann mittels Fernbedienung gerufen und gesteuert werden. Plattform bei den meisten Modellen einklappbar.   Nachteile: Meist keine separate Sitzmöglichkeit. Hohe Anschaffungskosten. In manchen Fällen ist der Einbau aufgrund von Brandschutzmaßnahmen nicht möglich (besonders enge Stiegenhäuser). Zahlt die Krankenkasse meinen Treppenlift? Die Pflegekasse gewährt einen einmaligen Zuschuss in der Höhe von 4.000 Euro für diverse Umbauarbeiten in Wohnumfeld des Pflegebedürftigen, um zur Verbesserung der Selbstständigkeit und der Erleichterung der Pflege notwendige Maßnahmen einzuleiten.   Diese Beihilfe kann auch zur Anschaffung eines Treppenliftes genutzt werden.   TIPP: Der Zuschuss zur Wohnraumanpassung bezieht sich immer auf die pflegebedürftige Person und nicht auf den Wohnraum. Befinden sich also zwei pflegebedürftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss auch für jeden separat beantragt werden. So verdoppelt sich der Betrag, der für die Anschaffung eines Treppenliftes genutzt werden kann. pixabay - simioid Kaufen oder mieten? Ist der Einsatz eines Treppenliftes nur für eine bestimmte Zeit absehbar, dann kann die Miete eine sinnvolle Alternative zum Kauf sein.   Auch gebrauchte Treppenlifte sind eine Option, um bei der Anschaffung Geld zu sparen.   TIPP: Egal ob Sie sich für den Kauf oder die Miete eines Treppenliftes entscheiden, wir empfehlen in jedem Fall den Abschluss einer jährlichen Wartung. So bleibt Ihr Gerät immer auf dem neuesten Stand und eventuell notwendige Reparaturen werden automatisch durchgeführt noch bevor der Lift merkbare Störungen aufweist. Fazit Treppenlifte bringen körperlich eingeschränkten Personen wieder mehr Unabhängigkeit und fördern deren Mobilität im eigenen Heim.   Durch die Vielzahl der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Innen- als auch im Außenbereich, findet jeder Benutzer die für ihn am besten passende Liftform.   Pflegebedürftige Personen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, können bei der zuständigen Pflegekasse einen einmaligen Zuschuss zur Wohnraumanpassung in der Höhe von 4.000 Euro beantragen.   Mit dem Einbau eines Treppenliftes wird auch ein mehrstöckiges Zuhause barrierefrei und der Pflegebedürftige kann sich in den eigenen vier Wänden ohne Einschränkung selbstständig bewegen.   TIPP: Holen Sie vor dem Kauf eines Treppenliftes mehrere Angebote ein, da sich die Kosten je nach Anbieter und Bundesland in der Höhe oft maßgeblich unterscheiden.   Quellenangaben: PflegeverantwortungTreppenliftratgeber      

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  • Pflegefinanzierung durch die Pflegekasse

    Tritt ein Pflegefall in der Familie auf, ist das nicht nur mit viel Zeitaufwand, sondern oft auch mit erheblichen Kosten verbunden.   Nur ein Teil der Einwohner Deutschlands hat für diesen Fall vorgesorgt und eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. Der Großteil der Bevölkerung ist im wahrsten Sinne des Wortes auf die Leistungen der Pflegekasse angewiesen.   pixabay - niekverlaan Was ist die Pflegekasse? Die Pflegekasse in Deutschland ist ein Träger der Pflegeversicherung und an die Krankenkasse gebunden. In der Regel sitzt die Pflegekasse in denselben Räumlichkeiten wie die zugehörige Krankenkasse. Sie erbringt diverse Versicherungsleistungen an die Versicherten und zieht die Pflegeversicherungsbeiträge zur Pflegefinanzierung ein.   Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung. Wer gesetzlich versichert ist, wechselt mit der Krankenkasse auch die Pflegeversicherung, da diese aneinander gebunden sind. Privat Versicherte können sich innerhalb der ersten 3 Monate von der gesetzlichen Pflegeversicherung befreien lassen und den Dienstleister selbst wählen.   TIPP: Bei Fragen zur gesetzlichen Pflegeversicherung, wenden Sie sich bitte an das Bundesministerium für Gesundheit. Informationen zur privaten Pflegeversicherung erhalten Sie bei der Pflegeberatung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung. Welche Aufgaben hat die Pflegekasse? Die Pflegekassen übernehmen die Leistungen, welche in die Pflegeversicherung fallen. Im Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) sind alle gesetzlich festgelegten Aufgaben der Pflegekasse geregelt.   Diese beinhalten unter anderem:   Diverse Sach- und Geldleistungen an die Versicherten der Pflegekassen. Koordination der pflegerischen Versorgung. Überwachung der Effektivität und der Wirtschaftlichkeit der Leistungen. Durchführung von Schulungen und Pflegekurse für das Pflegepersonal. Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen, um weitere Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Information und Beratung der Versicherten über Leistungen und Aufgaben der Pflegekasse. Abschließen von Verträgen mit Pflegedienstleistern. Was zahlt die Pflegekasse? Die Pflegekasse übernimmt eine Vielzahl an Leistungen im Pflegebereich und unterstützt somit die notwendige Betreuung und Behandlung von pflegebedürftigen Menschen.   Hierunter fallen in erster Linie:   Pflegegeld Pflegesachleistungen Pflegehilfsmittel Teilstationäre Leistungen Verhinderungspflege Kurzzeitpflege Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes   Die Höhe der einzelnen Leistungen hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab.   TIPP: Berechnen Sie mit dem kostenfreien Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Pflegegeld Der Anspruch auf Pflegegeld richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person und wird in Pflegegrade eingeteilt.   Tritt ein Pflegefall ein, muss der Betroffene einen Antrag auf Pflegegeld stellen. Im Zuge des Verfahrens wird der Versicherte durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens begutachtet. Anhand der Ergebnisse erfolgt die Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad.   Im Pflegegrad 1 hat der Pflegebedürftige keinen Anspruch auf Pflegegeld, da er in diesem Fall den Alltag weitgehend ohne fremde Hilfe meistern kann.   Pflegegrad Pflegegeld Pflegegrad 1 0 Euro Pflegegrad 2 316 Euro pro Monat Pflegegrad 3 545 Euro pro Monat Pflegegrad 4 728 Euro pro Monat Pflegegrad 5 901 Euro pro Monat Pflegesachleistungen Zu den Pflegesachleistungen zählt die pflegerische Unterstützung durch Pflegefachkräfte bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität.   Pflegegrad Pflegesachleistungen Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegesachleistungen,  jedoch 125 Euro pro Monat Entlastungsbetrag Pflegegrad 2 689 Euro pro Monat Pflegegrad 3 1.298 Euro pro Monat Pflegegrad 4 1.612 Euro pro Monat Pflegegrad 5 1.995 Euro pro Monat   TIPP: Pflegegeld und Pflegesachleistungen können auch als Kombinationsleistung bezogen werden.   pixabay - sabinevanerp Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige benötigen in den meisten Fällen diverse Pflegehilfsmittel. Unter gewissen Voraussetzungen haben sie Anspruch auf einen Kostenzuschuss in der Höhe von 40 Euro pro Monat, welcher von der Pflegekasse getragen wird.   Voraussetzungen:          Anerkannter Pflegegrad von 1 bis 5.         Pflege im häuslichen Umfeld, bei Verwandten oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen.         Die Betreuung und Pflege muss von Angehörigen, Bekannten oder sonstigen privaten Personen durchgeführt werden.    Gefördert werden Pflegehilfsmittel zum Verbrauch:       Desinfektionsmittel          Bettschutz          Einmalhandschuhe          Fingerlinge          Mundschutz          Schutzschürzen   Anmerkung: Werden Pflegehilfsmittel benötigt, die über den Betrag von 40 Euro hinausgehen, müssen diese auf eigene Rechnung angeschafft werden. Teilstationäre Leistungen Unter teilstationären Leistungen versteht man die Tages- und Nachtpflege der Patienten. Dies umfasst eine stundenweise Betreuung in einer Pflegeeinrichtung. Auch hier ist die Höhe der Leistungen vom jeweiligen Pflegegrad abhängig.   Der Auszahlungsbetrag für die teilstationäre Pflege kann sowohl für die Pflege selbst, als auch für die Beförderung des Versicherten zur Einrichtung und wieder nach Hause verwendet werden.   Pflegegrad Teilstationäre Leistungen Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegesachleistungen,  jedoch 125 Euro pro Monat Entlastungsbetrag Pflegegrad 2 689 Euro pro Monat Pflegegrad 3 1.298 Euro pro Monat Pflegegrad 4 1.612 Euro pro Monat Pflegegrad 5 1.995 Euro pro Monat   Lediglich eventuell anfallende Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen vom Versicherten selbst getragen werden.   Tages- und Nachtpflege wird nur in Fällen bewilligt, wenn der Versicherte nicht in vollem Umfang von Angehörigen betreut werden kann, beispielsweise weil diese berufstätig sind. Verhinderungspflege Wenn die private Pflegeperson krankheits- oder urlaubsbedingt die Betreuung für einen absehbaren Zeitraum nicht fortführen kann, übernimmt die Pflegekasse die anfallenden Kosten für eine professionelle Vertretung.   Der Anspruch auf Verhinderungspflege beginnt erst nach 6 Monaten und kann für maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Pflegegrad  Verhinderungspflege  Pflegegrad 1  Kein Anspruch auf  Verhinderungspflege  Pflegegrad 2 - 5  1.612 Euro pro Kalenderjahr, für höchstens 6 Wochen  Kurzzeitpflege Ist der Pflegebedürftige für absehbare Zeit auf eine vollstationäre Pflege angewiesen, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder kann die häusliche Pflege aus anderen Gründen nicht erfüllt werden, hat dieser Anspruch auf Leistungen aus der Kurzzeitpflege.   Die Kurzzeitpflege kann für maximal 56 Tage pro Kalenderjahr beansprucht werden. Während dieser Zeit muss der Pflegebedürftige in einer stationären Einrichtung untergebracht werden.   TIPP: Es ist möglich die Kurzzeitpflege gemeinsam mit der Verhinderungspflege in einer Kombinationslösung zu beziehen. Pflegegrad  Kurzzeitpflege  Pflegegrad 1  Kein Anspruch auf Kurzzeitpflege  Pflegegrad 2 - 5 1.612 pro Kalenderjahr, für höchstens 56 Tage   Kombinationsleistung aus Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege   Pflegegrad Kurzzeitpflege Verhinderungspflege Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Kurzzeitpflege Kein Anspruch auf Verhinderungspflege Pflegegrad 2 - 5 1.612 Euro pro Kalenderjahr, zusätzlich 50% der nicht genutzten Verhinderungspflege, somit gesamt bis zu 2.418 Euro. 1.612 Euro pro Kalenderjahr, zusätzlich 100% der nicht genutzten Kurzzeitpflege, somit gesamt bis zu 3.224 Euro.   pixabay - Antranias Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes Ist ein Umbau im Wohnraum des Versicherten notwendig, um dessen Selbstständigkeit zu erhalten und die Pflege zu erleichtern, gewährt die Pflegekasse einen einmaligen Zuschuss in der Höhe von 4.000 Euro. Mit dieser Beihilfe kann beispielsweise ein Treppenlift eingebaut werden, der Wohnraum barrierefrei gestaltet oder Türrahmen verbreitert werden. Fazit Die Pflegefinanzierung der Pflegekasse bietet eine Vielzahl an Leistungen, die jede für sich gesondert beantragt werden muss. Die Höhe der Beihilfen richtet sich dabei nach der Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto höher die Leistungen.  Die Pflegekasse unterstützt somit die pflegerischen Leistungen der privaten Pflegepersonen sowie die Unterstützung und Entlastung durch gewerbliche Fachkräfte.   Quellenangaben: Pflegeverträge.de Bundesgesundheitsministerium  

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  • Mischinkontinenz - Was ist das?

    Blasenschwäche ist für Millionen von Menschen in Deutschland eine alltägliche Herausforderung. Es gibt verschiedene Formen von Blasenschwäche. Bei der Mischinkontinenz treten sowohl Symptome der Drang- als auch der Belastungsinkontinenz auf. Mischinkontinenz ist nach Belastungsinkontinenz die zweithäufigste Inkontinenzart und betrifft insbesondere Frauen im Alter ab ca. 50 Jahren. pixabay - Michael Gaida Oft kommt zu einer bereits bestehenden Inkontinenzform die zweite Art dazu. Der unkontrollierte Verlust von Urin tritt bei körperlicher Belastung, Husten, Niesen, Lachen, Pressen oder schwerem Heben auf. Dazu kommt es zu einem unmittelbaren starken Harndrang, so dass der Urin nicht zurückgehalten werden kann, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Was sind mögliche Ursachen für eine Mischinkontinenz? Schwache Beckenbodenmuskulatur und schwaches Bindegewebe (insbesondere bei Belastungsinkontinenz) Normaler Alterungsprozess Belastungen durch Schwangerschaft und Geburt, Verletzungen, Operationen Hormonelle Veränderungen, z.B. durch die Wechseljahre Absenken von Gebärmutter und Blase Schlechterer Verschluss der Harnröhre Überaktivität der Verschlussmuskulatur (bei Dranginkontinenz) Krebserkrankungen Diabetes Entzündungen, Reizungen, Nervenschäden Neurologische Erkrankungen, z.B. Multiple Sklerose Häufig wiederkehrende Blasenentzündungen Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Wie wird Mischinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Blasenschwäche sollten die Art von Blasenschwäche und mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Ihr behandelnder Arzt kann im Gespräch Ihre individuelle Situation besser einschätzen. Alle Informationen zu Schwangerschaften, Geburten, Operationen, Krankheiten, medikamentösen Behandlungen und Sexualleben können bereits hilfreich sein.  Für eine genaue Diagnose ist die körperliche Untersuchung von Bauchraum, Blase und angrenzenden Organen notwendig. Bei Frauen wird zusätzlich eine Vaginal-und Enddarmuntersuchung, ggf. auch durch eine Ultraschalluntersuchung, vorgenommen. Bei Männern sollte die Prostata abgetastet werden. Ebenso sollte der Urin untersucht werden und ein Protokoll über Flüssigkeitsaufnahme und Ausscheidungssituationen geführt werden. Auch eine Blasenspiegelung kann weitere Aufschlüsse geben. Weitere Möglichkeiten sind die Restharnbestimmung in der Blase, der Pad-Test zur Bestimmung des Schweregrades der Harninkontinenz und die urodynamische Untersuchung der Funktionsweise von Blase und Harnröhre.  Therapien bei Mischinkontinenz Die Behandlung von Mischinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Situation angemessen. Liegen vorwiegend Symptome der Dranginkontinenz vor, werden diese bevorzugt behandelt, treten häufiger Beschwerden der Belastungsinkontinenz auf, liegt der Therapieschwerpunkt in diesem Bereich. Beckenbodentraining Blasentraining Änderung des Trinkverhaltens, Toilettentraining Medikamentöse Behandlung, z.B. zur Beckenbodenentspannung Hormonelle Behandlung Vorbeugende Maßnahmen gegen Blasenentzündung Pressarbehandlung Taping zur Verringerung des Harndranges Operative Eingriffe, als letztes Mittel, wenn keine der Maßnahmen hilft Die richtigen Hilfsmittel bei Mischinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. pixabay - congerdesign Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Überlaufinkontinenz - Welche Symptome gibt es?

    Überlaufinkontinenz kennzeichnet sich durch Symptome, bei denen Betroffene kaum wahrnehmbar und ohne spürbaren Harndrang tröpfchenweise Urin abgeben, was sich bei Druck auf den Bauchraum verstärken kann. Bei spürbarem Harndrang bleibt nach dem Toilettengang ein Harnrest in der Blase. Die Blase wird aufgrund eines blockierten Harnabflusses nicht vollständig entleert, es ist aber auch kein Harndrang mehr spürbar. Der Harn wird unfreiwillig in dieser sogenannten Überlaufblase zurückgehalten. Die Blasenwand dehnt sich mit der Zeit aus und kann mehrere Liter Harn fassen. Überlaufinkontinenz ist eine fortgeschrittene Form der Harninkontinenz und betrifft überwiegend Männer im Alter ab 50 Jahren. Meist wird durch eine gutartige Prostatavergrößerung der Abfluss des Urins behindert. Häufiges Wasserlassen mit geringen Harnmengen kann ebenfalls ein Hinweis auf Überlaufinkontinenz sein. In manchen Fällen können zusätzlich auch Schmerzen im Unterleib auftreten. pixabay - Chris Keller Was sind mögliche Ursachen für eine Überlaufinkontinenz? Harnabflussstörung durch einen verengten oder gesperrten Blasenausgang oder ein physiologisches Hindernis Geschwächter Blasenmuskel Überdehnter Blasenmuskel Zurückgedrängte Harnröhre durch altersbedingte Vergrößerung der Prostata bei Männern Absenken der Gebärmutter oder Myome in der Gebärmutter bei Frauen Bandscheibenvorfälle Operationen Narben durch Katheterverletzungen oder Operationen Blasensteine Neurologische Erkrankungen, z.B Multiples Sklerose Diabetes Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore im Unterleib Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Psychische Faktoren Wie wird Überlaufinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Überlaufinkontinenz sollten mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Auch möglicherweise damit in Zusammenhang stehende bereits bestehende Grunderkrankungen sollten in der Diagnose mit berücksichtigt werden. Ihr behandelnder Arzt wird nach einer Grundanamnese körperliche Untersuchungen durchführen, um Ihre individuelle Situation beurteilen zu können.  Bei Männern: Untersuchung der Prostata durch Abtasten Bei Frauen: gynäkologische Untersuchung Abtasten von Blase und Bauchraum Ultraschalluntersuchungen Blutuntersuchung (ggf. mit Prostata Tumormarker Messung) Bei Vergrößerungen, Tumoren ggf. Gewebeentnahme durch eine Biopsie Bestimmung des Restharns Harnstrahlmessung  Therapien bei Überlaufinkontinenz Die Behandlung von Überlaufinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Ursache angemessen. Liegt eine Überlaufinkontinenz aufgrund einer Blockierung durch ein Hindernis vor, muss dieses in den meisten Fällen operativ entfernt werden, damit der Urin wieder vollständig abfließen kann. In manchen Fällen ist dies auch durch eine medikamentöse Behandlung möglich, insbesondere wenn sich z.B. eine Prostatavergrößerung noch im Anfangsstadium befindet. Eine vergrößerte Prostata, eine abgesenkte Gebärmutter oder Tumore im Unterleib können in den meisten Fällen operativ behandelt werden. Liegt als Ursache ein zu schwacher Blasenmuskel vor, kann dieser durch bestimmte Medikamente und Elektrostimulation angeregt werden. Gezieltes Blasentraining kann ebenfalls unterstützende Wirkung haben. Für das vollständige Ablassen des Urins ist insbesondere bei komplettem Harnverhalt eine Katheternutzung unbedingt notwendig. Operative Eingriffe sind ebenfalls möglich, wenn keine andere Maßnahme hilft. Auch der evtl. Zusammenhang mit Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder Multiples Sklerose, sollte bei einer Therapie mit berücksichtigt und behandelt werden. Unbehandelt kann eine Überlaufinkontinenz zum gesundheitlichen Risiko werden. Durch den Rückstau des Urins in Harnleiter und Nieren kann es zu einer Niereninsuffizienz oder gar Harnvergiftung kommen. pixabay - Ewa Urban Die richtigen Hilfsmittel bei Überlaufinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen für Erwachsene, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Wie kommt es zu einer Belastungsinkontinenz?

    Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz. Eine der Formen, die am häufigsten vorkommen, ist die Belastungsinkontinenz. Man nennt sie auch Stressinkontinenz, da bei dieser Form Stress eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Pixabay - pedrofigueras Ursachen der Belastungsinkontinenz Bei der Belastungsinkontinenz spielt die Beckenbodenmuskulatur eine entscheidende Rolle. Ist sie abgeschwächt, tritt eine Belastungsinkontinenz auf. Auch kann ein geschwächtes Bindegewebe die Ursache sein. Beide Ursachen treten häufig in der Schwangerschaft auf. Bei manchen Frauen bleibt diese Form der Inkontinenz auch danach weiterhin bestehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Frauen häufiger unter einer Belastungsinkontinenz leiden als Männer. Bei ihnen unterstützt die Prostata den Beckenboden. Daher leiden Männer meist nur unter dieser Diagnose, wenn die Prostata entfernt wurde. Symptome der Belastungsinkontinenz Der mit der der Belastungsinkontinenz verbundene Verlust von Urin passiert immer dann, wenn Druck auf den Bauch entsteht. Dies kann bereits bei leichter körperlicher Betätigung passieren – beispielsweise beim Aufstehen oder Spazierengehen. Je nach Schweregrad kommt es in den meisten Fällen zu einem Urinverlust bei kurzen, schwereren Belastungen wie Niesen oder Lachen oder bei einer längeren Belastung wie beim Heben und Tragen von schwereren Gegenständen. Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur empfiehlt sich in diesen Fällen. Therapie der Belastungsinkontinenz Pixabay - ariesa66 Um den eigenen körperlichen Zustand bei einer Belastungsinkontinenz zu verbessern, empfiehlt sich eine Stärkung des Beckenbodens durch Beckenbodentraining. Hierbei lernen Betroffene effektive Übungen, um die Muskulatur entsprechend zu stärken. Durch dieses Beckenbodentraining reduzieren sich die Symptome der Belastungsinkontinenz oder verschwinden langfristig sogar ganz. Hierbei empfiehlt es sich vor allem zu Beginn des Trainings auf entsprechende Hilfsmittel zurückzugreifen wie beispielsweise Windeln oder Einlagen.

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  • Plötzlich Pflegefall – Was kann man tun?

    Eine plötzliche Erkrankung ereilt viele Familien unverhofft. Als Angehöriger müssen Sie manchmal ohne jede Vorbereitung die Verantwortung für die Pflege der eigenen Eltern, des Partners oder der Geschwister übernehmen. Nicht selten ist man in solch einer Situation sehr emotional belastet und kann nur schwer die notwendigen Schritte einleiten. Wir möchten Sie unterstützen und haben dafür die wichtigsten Schritte für Sie zusammengestellt.  pixabay - Gerd Altmann Erste Schritte bei einem plötzlichen Pflegefall Ihre ersten Anlaufstellen sind der zuständige Hausarzt und die Kranken- bzw. Pflegekasse. Diese Parteien sollten sie umgehend über den Pflegefall und die entsprechenden Umstände informieren und sich Rat einholen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen oder Unsicherheiten haben, können Sie sich an eine Seniorenberatung oder eine Sozialstation wenden. Diese helfen ihnen in allen Lebenslagen weiter. Wichtig ist auch die Unterstützung ihres Umfeldes. Scheuen Sie sich nicht, Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte um Hilfe zu bitten. Manche haben vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und helfen Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie diese Hilfe an, auch wenn es sich vielleicht nur um vermeintliche Kleinigkeiten handelt! Sprechen Sie zudem mit ihrem Arbeitgeber. Bei Eintritt einer akuten Pflegesituation eines nahen Angehörigen haben Beschäftigte das Recht, sich bis zu zehn Arbeitstage freistellen zu lassen und gegebenenfalls für den Zeitraum Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen.  Rechtliche Sicherheit bei einem plötzlichen Pflegefall Bei solch belastenden Situationen ist es sehr wichtig, dass Sie sich schon frühzeitig rechtliche Klarheit verschaffen, um im Notfall handeln zu können. Patienten haben das Recht, für den Fall der Geschäfts- und/oder Einwilligungsunfähigkeit infolge einer Krankheit oder hohen Alters frühzeitig vorzusorgen. Dies ist nicht nur ein Recht, sondern eine dringende Empfehlung. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich hierfür an: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Die Vorsorgevollmacht:  - Mit ihr wird bestimmt, wer im Pflegefall für die betroffene Person Entscheidungen treffen darf. - Sie regelt, wer Verträge unterschreiben kann. - Sie legt fest, wer Bankgeschäfte tätigen kann.  Die Betreuungsverfügung: Falls ein Pflegebedürftiger wegen einer Krankheit oder wegen einer Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr oder nur noch teilweise selbst regeln kann, liegt es im Ermessen des zuständigen Amtsgerichts, einen Betreuer zu ernennen. Das kann ein Mitglied der Familie sein oder aber auch ein Mitglied eines Betreuungsvereins sowie ein selbstständiger Berufsbetreuer. Dieses staatliche Verfahren ersparen Sie sich, indem Sie mit einer Vorsorgevollmacht jemanden bestimmen, dem Sie vertrauen und der als Ihr Vertreter wichtige und alltägliche Entscheidungen trifft. pixabay - moritz320  Patientenverfügung: Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patienten vorsorglich und frühzeitig festlegen, dass bestimmte medizinische Maßnahmen im gegebenen Fall durchzuführen oder zu unterlassen sind, falls sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr selbst entscheiden können. Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er in der aktuellen Situation nicht mehr geäußert werden kann.   Quellenangaben:VDKVerbraucherzentrale

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  • Pflegeformen – Häusliche oder stationäre Pflege?

    Wenn ein naher Angehöriger erkrankt und zum Pflegefall wird, ist es nicht leicht, sich für die geeignete Form der Pflege zu entscheiden. Häufig besteht der Wunsch, erkrankte Angehörige zu Hause zu pflegen. Doch schnell ist man selbst überlastet. Es ist daher ratsam, zunächst den tatsächlichen Pflegebedarf und den Pflegegrad zu erfassen. Wägen Sie danach in Ruhe ab, ob für die Situation eine häusliche oder stationäre Pflege besser in Frage kommt.  pixabay - Gerd Altmann Wie geht man am besten mit der häuslichen Pflege um? Nach wie vor wird die häusliche Pflege in Deutschland von der Familie getragen. Die Leistungen der Pflegeversicherung ergänzen die häusliche Versorgung und haben den Zweck, die Bereitschaft der pflegenden Angehörigen zu unterstützen. Bei der häuslichen Pflege kann der Pflegebedürftige seiner gewohnten Umgebung bleiben, und die Pflege kann individuell angepasst werden. Die Kosten sind meistens etwas geringer als bei der stationären Pflege. Doch manchmal sind Umbauten im Haus bzw. in der Wohnung erforderlich, damit der Pflegebedürftige weiterhin in den eigenen vier Wänden bleiben kann. Diese Umbauten sind teilweise mit hohen Kosten verbunden. Darüber hinaus müssen pflegende Angehörige unter Umständen ihren Beruf aufgeben oder reduzieren, um Zeit und Energie für die Pflege zu haben. Sie müssen mit finanziellen Einbußen rechnen und gegebenenfalls mit großen emotionalen Belastungen umgehen lernen. Grenzen der häuslichen Pflege ergeben sich immer dann, wenn nicht genügend Personen aus dem Umfeld zur Pflege bereit sind. Hier muss man genau abwägen, was man als Angehörige gemeinsam im Stande ist zu leisten oder wo man sich besser Unterstützung holt. Sollten Sie sich für eine häusliche Pflege entscheiden, dann kann Sie ein Pflegedienst unterstützen. Die fachlich ausgebildeten Angestellten kommen für die Versorgung stundenweise zu den Senioren nach Hause. Die Besuche erfolgen zu festgelegten Terminen, auf deren Einteilung die pflegebedürftigen Personen nur bedingt Einfluss nehmen können. Welche Vorteile bietet die stationäre Pflege? Die stationäre Pflege bietet ein gutes medizinisches Umfeld und einen barrierefreien Alltag. Geschulte Pflegekräfte kümmern sich um den nahstehenden Angehörigen. Je nach der Schwere der Erkrankung kann es dem Pflegebedürftigen gelingen, in einem Pflegeheim neuen Anschluss zu gewinnen. Die Vorteile:  - Angehörige können in ihren Berufen bleiben. - Der Pflegebedürftige ist in ein soziales Umfeld integriert. pixabay - truthseeker08 Allerdings ist die stationäre Pflege auch mit sehr hohen Kosten verbunden, die nicht immer von der Pflegekasse getragen werden. Häufig müssen die Angehörigen den Aufenthalt im Pflegeheim finanzieren. Auch ist es vielerorts schwierig, überhaupt einen Platz in einem Pflegeheim zu bekommen. Viele Familien plagt zudem ein schlechtes Gewissen, eine kranke, nahezustehende Person nicht selbst pflegen zu können – auch wenn man persönlich überlastet ist. Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es sonst noch? Eine weitere Form der häuslichen Pflege ist die sogenannte 24-Stunden-Betreuung. Dabei kann die pflegebedürftige Person in ihrem Zuhause wohnen bleiben, zusätzlich zieht eine Betreuungsperson aus Osteuropa mit in den Haushalt ein und bewohnt dort ein eigenes Zimmer. Ähnlich wie bei der stationären Pflege ist auf diese Weise ein ständiger Ansprechpartner vor Ort. Da sich die Betreuungsperson jedoch ausschließlich um eine Person kümmert, kann sie die Versorgung und auch den Tagesablauf nach den persönlichen Bedürfnissen der Senioren gestalten.   Zu den Aufgaben dieser Betreuungsperson gehören neben der Unterstützung im Haushalt auch leichte pflegerische Maßnahmen, die mit persönlicher Hygiene, Mobilität und Ernährung zu tun haben. Anders als das Pflegepersonal in Heimen und bei einem ambulanten Pflegedienst dürfen die osteuropäischen Betreuungspersonen jedoch aus rechtlichen Gründen nicht die medizinische Versorgung übernehmen, selbst wenn sie eine entsprechende Ausbildung vorweisen können. In diesem Fall bietet sich eine Kombination der sogenannten 24 Stunden Betreuung mit einem ambulanten Pflegedienst an.   Quellenangaben:Pflegeportal  

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  • Pflegegeld beantragen - Ihr Wegweiser zu Voraussetzungen, Antrag, Leistungen

    Wenn Menschen aufgrund ihres Alters, einer körperlichen oder geistigen Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen   Doch auf die Dauer bringt die Betreuung von pflegebedürftigen Personen nicht nur eine psychische und physische Belastung, sondern auch einen höheren finanziellen Aufwand mit sich.   Personen, die auf Hilfe und Unterstützung im Alltag angewiesen sind, erhalten daher finanzielle Unterstützung, um die Pflege sicherstellen zu können. Diese Leistung der Pflegeversicherung ist nicht zweckgebunden, d. h. der Leistungsempfänger kann entscheiden, wofür er das Pflegegeld verwendet. In der Praxis ist es jedoch für als Aufwandsentschädigung für pflegende Angehörige vorgesehen.   @ Elke Orth   Im Zuge der Reform des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 wurden die Geldleistungen der Krankenkassen im Pflegebereich an die Bedürfnisse und Anforderungen neuer Krankheitsbilder angepasst. Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um Pflegegeld beziehen zu können? Um den Anspruch auf Pflegegeld geltend machen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:   Es muss ein anerkannter Pflegegrad von 2 – 5 vorliegen. Der Pflegebedürftige muss im häuslichen Umfeld betreut werden. Die Pflege muss von Angehörigen, Freunden oder Bekannten, also im Allgemeinen von privaten Personen durchgeführt werden. Die Pflegebedürftigkeit muss absehbar für mindestens ein halbes Jahr gegeben sein. Die Antragstellung muss bei der zuständigen Pflegekasse erfolgt sein. Wieviel Pflegegeld steht Ihnen bei den jeweiligen Pflegegraden zu? Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem zugeteilten Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Pflegegeld wird ausbezahlt.   Die Einteilung der Pflegegrade erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK), welcher den Versicherten anhand eines Fragenkataloges in sechs verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens begutachtet. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigt die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und ist ein Indikator für den notwendigen Pflegegrad.   Pflegegrad Pflegegeld Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegegeld Pflegegrad 2 316 Euro pro Monat Pflegegrad 3 545 Euro pro Monat Pflegegrad 4 728 Euro pro Monat Pflegegrad 5 901 Euro pro Monat Schritt für Schritt Anleitung zur Beantragung des Pflegegeldes Pflegegrad beantragen Im ersten Schritt muss die Pflegebedürftigkeit festgestellt und ein Pflegegrad beantragt werden. Hierfür wird bei der zuständigen Pflegeversicherung ein Pflegegeld-Antrag gestellt. Dies kann entweder persönlich, telefonisch oder in einem formlosen Schreiben, via Mail oder Post erfolgen.   Anmerkung: Der Antrag kann nur vom Versicherten selbst oder durch einen gesetzlichen Vertreter gestellt werden.   Erhalten Sie hier mithilfe des kostenlosen Online-Pflegegradrechners eine erste Orientierung. Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) Aufgrund des Antrages auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit erhält der Versicherte einen Terminvorschlag für den Besuch eines unabhängigen Pflegegutachters, der ihn und die pflegende Person im häuslichen Umfeld des Betroffenen besucht, um sich ein Bild vor Ort zu machen.   Bei diesem Begutachtungstermin stellt der Gutachter die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bzw. die Notwendigkeit und das Ausmaß einer Pflege fest. Dementsprechend erfolgt der Vorschlag zur Einstufung in den aufgrund der Einschätzung festgestellten Pflegegrad an die Pflegekasse.   Anmerkung: Da die Pflegekasse erst ab dem Monat der Antragstellung Leistungen gewährt, sollte die Beantragung des Pflegegrades immer zeitnah und so früh als möglich erfolgen. Pflegegeld beantragen Wurde der Pflegegrad bewilligt, muss im Anschluss daran nochmals das Pflegegeld beantragt werden.   Anmerkung: Pflegebedürftige haben erst ab dem Pflegegrad 2 Anspruch auf Pflegegeld. Betroffene mit dem Pflegegrad 1 können weitere Leistungen beantragen.   Hierzu ist ein formloser Pflegegeld-Antrag bei der zuständigen Pflegekasse notwendig, dies kann entweder vom Antragsteller selbst oder einer anderen Person mit der entsprechenden Bevollmächtigung durchgeführt werden.   Anmerkung: Antragsteller sind für sechs Monate an die Bewilligung gebunden, sprich eine Änderung oder Anpassung der Leistungsbeantragung kann frühestens nach sechs Monaten erfolgen. Erhalt des Pflegegeldes In der Regel wird das Pflegegeld direkt auf das Konto des Leistungsbeziehers ausgezahlt. Die Überweisung erfolgt am ersten Werktag des aktuellen Monats, für welches das Pflegegeld beansprucht wird.   Im Zuge der ersten Auszahlung werden zusätzlich die Leistungsansprüche ab Antragsstellung abgegolten.   Anmerkung: Das Datum des Antrages des Pflegegrades ist nicht mit dem Datum des Antrages für Pflegegeld gleichzusetzen. Der Anspruch auf Pflegegeld beginnt erst mit der Pflegeld-Antragsstellung.   TIPP: Der Antrag auf Pflegegeld kann bereits vor Erteilung eines Pflegegrades gestellt werden!!!   pixabay - Wolfgang Eckert Wie wirkt sich ein Krankenhausaufenthalt oder andere äußere Umstände auf den Bezug von Pflegegeld aus? Viele Pflegegeldbezieher haben die Befürchtung, dass sie im Falle eines Krankenhausaufenthaltes den Anspruch auf den Bezug von Pflegegeld verlieren. Ist ein Aufenthalt in einer Krankeneinrichtung oder einer Reha-Klinik notwendig, haben Pflegebedürftige für einen Zeitraum von vier Wochen innerhalb eines Kalenderjahres weiterhin Anspruch auf Pflegegeld.   Auch bei einer länger währenden ambulanten Versorgung erlischt der Anspruch auf Pflegegeld nicht. Auslandsaufenthalt trotz Pflegegeldbezug? Da der Bezug des Pflegegeldes nicht an einen bestimmten Aufenthaltsort gebunden ist, sind längere Auslandsaufenthalte im Ausmaß von 6 Wochen pro Kalenderjahr kein Grund für die Einstellung der Leistung.   Sollte sich der Lebensmittelpunkt des Leistungsbeziehers jedoch ins Ausland verlagern, muss über die Bewilligung des Pflegegeldbezuges neu entschieden werden. Verpflichtende Beratungsbesuche für Leistungsempfänger Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad müssen verbindlich zwei kostenlose Beratungstermine jährlich wahrnehmen, um den Anspruch an Pflegegeld zu sichern.   Werden diese Termine nicht wahrgenommen, kann dies die Kürzung oder den Wegfall des Pflegegeldes zur Folge haben.   Ziel dieser Beratungsgespräche ist die Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege und die beratende Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Die wichtigsten Fragen zum Thema Pflegegeld Was bedeutet Pflegegeld? Das Pflegegeld stellt eine finanzielle Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung dar, welches zur Sicherung der Grundpflege durch Angehörige oder pflegende private Personen dient. Es ist nicht zweckgebunden, wird jedoch in der Regel als Aufwandsentschädigung der pflegenden Personen verwendet.   Wie erfolgt die Antragstellung? Es genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse, dieser kann persönlich, telefonisch oder schriftlich erfolgen.   Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Pflegegeld? Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 2 – 5 haben Anspruch auf Leistungen in Form von Pflegegeld.   Wieviel Pflegegeld erhalten Bezugsberechtigte? Pflegegrad 1 – kein Anspruch Pflegegrad 2 – 316 Euro monatlich Pflegegrad 3 – 545 Euro monatlich Pflegegrad 4 – 728 Euro monatlich Pflegegrad 5 – 901 Euro monatlich   Wird Pflegegeld rückwirkend ausbezahlt? Nein, der Pflegegeldanspruch beginnt erst mit dem Datum der Antragsstellung.   Muss Pflegegeld versteuert werden? Nein, Pflegegeld ist eine Sozialleistung und aus diesem Grunde auch steuerfrei.   Haben auch Hartz IV Empfänger Anspruch auf Pflegegeld? Ja, Pflegegeld wird unabhängig von anderen Sozialleistungen ausbezahlt.       Quellenangaben:PflegegradinfoPflegegeldantrag

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  • Hilfsmittel in der Pflege

    Als Hilfsmittel in der Pflege werden jene Produkte bezeichnet, welche die häusliche Pflege erleichtern sollen und den pflegebedürftigen Personen mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Ebenfalls zählen hierzu Hilfsmittel, die zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.   Doch Hilfsmittel sind nicht gleich Hilfsmittel. Man unterscheidet zwischen technischen Hilfsmitteln und zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln.   @ Elke Orth   Wichtig: Als Hilfsmittel in der Pflege werden ausschließlich bewegliche Gegenstände gezählt, Dienstleistungen oder eventuell notwendige Umbauten sind keine Pflegehilfsmittel.   Hilfsmittel vs. Pflegehilfsmittel Hilfsmittel, die für eine Krankenbehandlung notwendig sind oder vorhandene Behinderungen ausgleichen sollen, können von jedem Patienten in Anspruch genommen werden und sind an keine besonderen Voraussetzungen gebunden.   Pflegehilfsmittel hingegeben erhalten nur Personen mit einem anerkannten Pflegegrad und werden von der zuständigen Pflegekasse bezahlt. Diese Pflegehilfsmittel dienen dazu, die Pflege zu erleichtern und sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeführt.   Beispiele für Hilfsmittel: Rollstühle Prothesen Hör- und Sehhilfen Kompressionsstrümpfe   Beispiele für Pflegehilfsmittel: Bettschutzeinlagen Einmalhandschuhe Inkontinenzartikel Hygieneartikel   Wer hat Anspruch auf ein Pflegehilfsmittel? Grundsätzlich hat jede pflegebedürftige Person Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Diese können bei der zuständigen Pflegeversicherung beantragt werden.   Gesetzliche Krankenversicherung In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Kostenträger nach der Art und dem Zweck der Hilfsmittel, bzw. in welchem Umfeld der Pflegebedürftige betreut wird.   Private Krankenversicherung Ist die pflegebedürftige Person privat krankenversichert, werden die Hilfsmittel nur bis zu dem jeweiligen versicherten Rahmen erstattet.   Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Hilfsmitteln in der Pflege? Besteht ein körperliches oder geistiges Gebrechen, welches es der betroffenen Person nicht mehr erlaubt die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu erfüllen, hat dieser Anspruch auf Hilfsmittel. Die beanspruchten Hilfsmittel müssen zu ihrem Zweck geeignet und notwendig sein. Sie sind an eine ärztliche Verordnung gebunden und müssen im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sein. Auch muss sichergestellt sein, dass diese den wirtschaftlichen Faktor erfüllen.   Die unterschiedlichen Arten von Hilfsmitteln Hilfsmittel, welche zur Behandlung von Krankheiten und zum Ausgleich von Behinderungen dienen.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Hilfsmittel, welche nicht im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für Personen in stationärer Pflege.- Benötigt keine ärztliche Verordnung.- Wird vom zuständigen Heim gestellt. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen.   Das Hilfsmittelverzeichnis Sämtliche Hilfsmittel zur Pflege sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt, welches mehr als 20.000 Produkte umfasst und laufend aktualisiert wird.   Gruppe 01 – Absauggeräte für Atmungsorgane und Brust Gruppe 02 – Adaptionshilfen im häuslichen Bereich Gruppe 03 – Applikationshilfen Gruppe 04 – Bade- und Duschhilfen im häuslichen Bereich Gruppe 05 – Bandagen Gruppe 06 – Bestrahlungsgeräte für die Haut Gruppe 07 – Blindenhilfsmittel für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 08 – Einlagen für die Füße Gruppe 09 – Elektrostimulationsgeräte Gruppe 10 – Gehhilfen für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 11 - Hilfsmittel gegen Dekubitus Gruppe 12 - Hilfsmittel bei Tracheostoma Gruppe 13 – Hörhilfen Gruppe 14 - Inhalations- und Atemtherapiegeräte Gruppe 15 – Inkontinenzhilfen Gruppe 16 – Kommunikationshilfen Gruppe 17 - Hilfsmittel zur Kompressionstherapie Gruppe 18 - Kranken- / Behindertenfahrzeug für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 19 – Krankenpflegeartikel für den häuslichen Bereich Gruppe 20 – Lagerungshilfen Gruppe 21 - Messgeräte für Körperzustände/-funktionen Gruppe 22 – Mobilitätshilfen Gruppe 23 - Orthesen / Schienen Gruppe 24 – Prothesen Gruppe 25 – Sehhilfen Gruppe 26 – Sitzhilfen Gruppe 27 – Sprechhilfen Gruppe 28 – Stehhilfen Gruppe 29 – Stomaartikel Gruppe 31 – Schuhe Gruppe 32 - Therapeutische Bewegungsgeräte Gruppe 33 – Toilettenhilfen Gruppe 34 – Haarersatz Gruppe 35 – Epithesen Gruppe 36 – Augenprothesen Gruppe 37 - Brustprothesen Gruppe 38 – Armprothesen Gruppe 50 - Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege Gruppe 51 - Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene Gruppe 52 - Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität Gruppe 53 - Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden Gruppe 54 - Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Gruppe 98 - Sonstige Pflegehilfsmittel Gruppe 99 – Verschiedenes   Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Für den Bezug der in Gruppe 54 angeführten Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gelten besondere Voraussetzungen.   Diese können im Wert von 40 Euro monatlich als kostenloses Pflegepaket bezogen werden, wenn: Ein Pflegegrad von 1 bis 5 vorliegt. Der Begünstigte im häuslichen Umfeld von Verwandten, Bekannten oder einem Pflegedienst betreut wird. Ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt wurde.   pixabay - guvo59 Der Antrag für Hilfsmittel zur Pflege Besteht eine medizinische Notwendigkeit für den Einsatz von Pflegehilfsmitteln und sind diese im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt, werden sie in der Regel auch bewilligt.   Der einfachste und klassische Weg für die Beantragung von Hilfsmitteln ist die Verordnung durch den Arzt. Stellt er eine Diagnose und begründet, dass aus medizinischer Sicht Hilfsmittel zur Genesung, zur Erleichterung der Pflege oder zur Vorbeugung von weiteren Erkrankungen notwendig sind, kann der Patient einen Termin zur Hilfsmittelberatung in einem Sanitätshaus oder einem Beratungszentrum vereinbaren.   Im Zuge dieses Gespräches wird der Betroffene über die verschiedenen Hilfsmittel aufgeklärt und gemeinsam die notwendigen Artikel ausgewählt.   Die ärztliche Verordnung mit der ausgewählten Hilfsmittelnummer wird an die zuständige Krankenkasse weitergeleitet und die Hilfsmittel beantragt. Diesen Schritt übernimmt in der Regel auch eine Vielzahl der Sanitätsfachgeschäfte oder Online-Shops.   Werden die Hilfsmittel bewilligt, liefert das Fachgeschäft die Pflegehilfsmittel direkt zum Kunden oder weist diesen bei persönlicher Abholung ein.   Was tun, wenn der Hilfsmittelantrag abgelehnt wird? In Einzelfällen kann es passieren, dass der Antrag auf Hilfsmittel abgelehnt wird. In diesem Fall kann innerhalb eines Monats ein Widerspruch gegen die Ablehnung bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden. Diesem ist eine Begründung beizulegen, warum die Hilfsmittel unbedingt notwendig sind.   Wird auch dieser Einspruch abgelehnt, besteht noch die Möglichkeit innerhalb eines weiteren Monats Widerspruch beim Sozialgericht einzureichen. Vor diesem Schritt ist es jedoch ratsam sich bei der öffentlichen Rechtsauskunft rechtlich beraten zu lassen.   Die Hilfsmittelberatung der Pflegekassen Jeder Versicherte in der Pflegeversicherung hat Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung. Umfassende Beratung, Hilfestellung und Antworten auf Fragen zum Hilfsmittelbedarf erhalten Sie beim „Bundesministerium für Gesundheit oder dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).     Quellenangaben:BundesgesundheitsministeriumPflegeverantwortung      

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  • Pflegegrad 1 – alle Infos zu Leistungen und Voraussetzungen

    Der Pflegegrad 1 ist im Zuge der Umstrukturierung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 neu entstanden.   Personen, die vor dem Jahr 2017 noch keine staatliche Unterstützung erhalten haben, werden nun auch von der Pflegekasse unterstützt. Dies betrifft vorrangig Personen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Einschränkung.   Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz wurde auch ein neues Begutachtungsassessment (NBA) eingeführt, welches als Grundlage für die Erstellung eines Pflegegutachtens dient.   @Elke Orth   Im Zuge der Begutachtung des Versicherten bewertet ein unabhängiger Pflegegutachter des MDK (Medizinischer Dienst) die vorhandene Einschränkung der Selbstständigkeit mittels eines Punktesystems. Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 1 Personen mit dem Pflegegrad 1 werden als überwiegend selbstständig eingestuft. Sprich sie sind in der Lage alltägliche Handlungen ohne fremde Hilfe durchzuführen und ihren Alltag zum größten Teil selbstständig zu meistern. Von vormals keiner Pflegestufe zu Pflegegrad 1 Da dieser Pflegegrad im Jahr 2017 völlig neu eingeführt wurde, profitieren nun auch Menschen mit einer geringen Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit von den Förderungen der Kassen.   Dieser Pflegegrad richtet sich in erster Linie an Personen, die nach wie vor imstande sind, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen und nur in manchen Situationen geringfügig Hilfe benötigen. Voraussetzungen für Pflegegrad 1 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 12,5 und 27 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 1 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Der Pflegegrad 1 wird erreicht, wenn der Versicherte in der Lage ist allgemeine Tätigkeiten selbstständig oder überwiegend selbstständig zu meistern. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen.   Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt?   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder ob er Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 1 Da Personen im Pflegegrad 1 nur eine geringe Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit aufweisen, entsteht hier auch nur ein kleiner Pflegeaufwand. Aus diesem Grund fallen die Pflegeleistungen in diesem Pflegegrad wesentlich geringer aus als in allen anderen.   Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 1 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 5.980 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Da Personen im Pflegegrad 1 ihren Alltag im Allgemeinen ohne fremde Hilfe bewältigen können, haben sie keinen Anspruch auf Pflegegeld. Pflegesachleistungen Versicherte im Pflegegrad 1 haben auch keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen. Tages- und Nachtpflege Für die teilstationäre Pflege kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Vollstationäre Pflege Die Unterbringung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung ist nicht vorgesehen, sollten Personen jedoch auf eigenen Wunsch in ein Pflegeheim ziehen wollen, kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat für die Begleichung der Aufwendungen herangezogen werden. Entlastungsbetrag Der Versicherte hat Anspruch auf einen zweckgebundenen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro monatlich. Dieser dient zur Entlastung der pflegenden Angehörigen und kann zur Deckung der Kurzzeitpflege, der Tages- und Nachtpflege oder einer ambulanten Pflege verwendet werden. Ebenso kann eine Hauswirtschaftshilfe von diesem Betrag bezahlt werden. Kurzzeitpflege Für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr durch eine fremde Person, kann der zweckgebundene Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Verhinderungspflege Im Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Verhinderungspflege. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 1 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 1 stellt nur eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit mindestens 12,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld Kein Anspruch. Pflegesachleistungen Kein Anspruch. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat Tages- und Nachtpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Vollstationäre Pflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Kurzzeitpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Verhinderungspflege Kein Anspruch. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Bundesgesundheitsministerium

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  • Alle Infos zum Pflegegeld und weiteren Pflegeleistungen im Pflegegrad 2

    Personen im zweiten Pflegegrad haben bereits eine erhöhte Bedürftigkeit und benötigen zur Bewältigung des Alltages vermehrt Hilfe von Verwandten oder professionellen Pflegekräften.   Ab diesem Pflegegrad erhalten Pflegebedürftige Pflegegeld, um die Unterstützung bei der täglichen Versorgung zu gewährleisten. Zudem stehen dem Versicherten verschiedene Pflegesachleistungen, Zuschüsse zu teilstationärer und vollstationärer Pflege und Leistungen zur Überbrückung von Ausfällen der hauptsächlich pflegenden Person zu.   @Elke Orth Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 2 Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Einschränkung der Selbstständigkeit dar. Das bedeutet, dass die Personen bereits vermehrt in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind. Dies kann sowohl die Mobilität, also die körperliche Einschränkung als auch die mentale Seite, wie etwa bei fortschreitender Demenz oder psychischen Problemen betreffen.   Der Patient benötigt auf jeden Fall zumindest stundenweise Hilfe und Betreuung zur Sicherstellung der Grundpflege. Die körperliche oder geistige Einschränkung ist bereits so weit ausgeprägt, dass der Versicherte nicht mehr in der Lage ist seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. Von Pflegestufe 0 und 1 zu Pflegegrad 2 Personen, die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 0 oder der Pflegestufe 1 eingeteilt waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 2 übernommen. Hinzugekommen sind auch jene Personen, die aufgrund ihrer psychischen Einschränkungen bisher aus den Pflegeleistungen ausgenommen waren.   Die Einstufung in die Pflegegrade wird seit der Reform nicht mehr nach dem zeitlichen Aufwand der Pflegeperson, sondern nach der Schwere der Beeinträchtigung des Patienten vorgenommen. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 2? Menschen mit Neuanträgen werden durch unabhängige Mitarbeiter des MDK – der medizinische Dienst der Krankenkassen – besucht und deren Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens beurteilt.   Werden bei dieser Untersuchung zwischen 27 und 47,5 Punkten erreicht, erfolgt die Einstufung in den Pflegegrad 2. Für die Punktevergabe gelten folgende Kriterien: 0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen. 1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen. 2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen. 3 Punkte unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen. Die relevanten Bereiche zur Ermittlung des Pflegegrades Insgesamt werden 64 Kriterien in 6 übergeordneten Modulen bewertet, um den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und somit den vorliegenden Pflegegrad festzustellen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 2 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in Höhe von bis zu maximal 25.740 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Bei der Pflege durch Verwandte, Bekannte oder Freunde im häuslichen Umfeld des Patienten, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 316 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte wird sie mit 689 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Es ist zudem möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Bei der Unterbringung in einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen dem Pflegebedürftigen 770 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 27 bis 47,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld 316 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 689 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 770 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.   Hier finden Sie weiterführende Infos zum Pflegegrad 1 und Pflegegrad 3.   Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 3 - Alle Infos zu Leistungen und Ansprüchen

    Ab dem Pflegegrad 3 liegt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor, der Patient ist nicht mehr in der Lage sich selbst ohne Unterstützung und fremde Hilfe zu versorgen. Die pflegebedürftige Person ist in ihrer physischen oder psychischen Verfassung bereits soweit eingeschränkt, dass alltägliche Handlungen und Tätigkeiten zum größten Teil ohne geeignete Hilfsmittel nicht mehr möglich sind.   Die Einschränkungen äußern sich häufig in schweren motorischen Beeinträchtigungen, wie Lähmungserscheinungen, Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Verletzungen der Wirbelsäule.   @Elke Orth   Im kognitiven Bereich sind die betroffenen Personen oft nicht in der Lage ohne Aufforderung oder Anleitung der Grundpflege nachzukommen. Bei weiteren Erkrankungen, die spezielle Behandlung erfordern, wie etwa Diabetes, muss die Pflege Sorge tragen, dass der Patient die notwendigen therapeutischen und medizinischen Maßnahmen ergreift oder bei Durchführung dieser behilflich sein. Personen mit einer kognitiven Einschränkung im Pflegegrad 3 leiden häufig bereits an einer schweren Form der Inkontinenz. Von Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 2 zu Pflegegrad 3 Bei Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz liegt oftmals keine körperliche Einschränkung, sondern lediglich eine psychische Erkrankung vor, daher sind diese Patienten im alten Pflegesystem stark benachteiligt gewesen, da sie nur in seltenen Fällen einer Pflegestufe zugewiesen wurden.   Das neue Pflegestärkungsgesetz sieht Leistungen gleichermaßen für Personen mit körperlichen als auch mit mentalen Einschränkungen vor. Die Voraussetzungen für den Pflegegrad 3 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 47,5 und 70 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 3 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Tipp: Erfahren Sie im Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige alles über die verschiedenen Pflegeformen. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, die eigenständige Zubereitung von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 3 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 3 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 40.356 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Verwandten, Bekannten oder Freunden im häuslichen Umfeld betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 545 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte, wie einem ambulanten Dienst, wird mit 1.298 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Pflegegeld und Pflegesachleistungen können kombiniert bezogen werden. Tages- und Nachtpflege Bei einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen der pflegebedürftigen Person 1.262 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 3 stellt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 47,5 bis 70 Punkten erreicht.   Pflegegeld 545 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.298 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.262 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 4 – Definition, Voraussetzungen und Leistungen

    Menschen, deren Selbstständigkeit schwerst beeinträchtigt ist, werden nach dem neuen Begutachtungsassessment in den vierten Pflegegrad eingestuft, welcher den zweithöchsten Pflegegrad darstellt.   In diesem Fall benötigt der Pflegebedürftige in hohem Maße Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei der Grundversorgung.   Die Beeinträchtigung äußert sich in den einzelnen Fällen höchst unterschiedlich, jedoch kann man davon ausgehen, dass bei körperlichen Gebrechen im Pflegefall 4, der Versicherte in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist und die eigenständige Versorgung nicht mehr gegeben ist.   @ Elke Orth   Bei einer psychischen Erkrankung ist es zwar möglich, dass der Patient noch mobil ist, jedoch der geistige Zustand es nicht mehr zulässt den Alltag und die dazugehörigen Tätigkeiten ohne ständige Überwachung, Kontrolle und Übernahme zu bewerkstelligen. Von Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 3 zu Pflegegrad 4 Pflegebedürftige die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder der Pflegestufe 3 eingestuft waren, wurden nach der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 4 übernommen.   Bei einer neuen Beantragung werden sowohl körperlich als auch geistig eingeschränkte Personen mit einer schwersten Beeinträchtigung in den Pflegegrad 4 eingestuft. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 4? Für die Einstufung in den Pflegegrad 4 ist aufgrund der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) eine Punkteanzahl zwischen 70 und 90 notwendig.   Ein großer Teil der Patienten im vierten Pflegegrad hat starke körperliche Probleme, etwa nach Schlaganfällen, durch Lähmungen oder Erkrankungen wie Multiple Sklerose.   Die Grundpflege muss hier meist fast vollständig durch pflegende Personen übernommen werden.   Kognitiv eingeschränkte Personen leiden in vielen Fällen unter Demenz in fortgeschrittenem Stadium. Die Punktevergabe richtet sich dabei nach folgenden Kriterien: Je schwerer die Beeinträchtigung ist, desto mehr Punkte werden in den einzelnen Modulen vergeben.   0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Die Selbstständigkeit wird in diesen sechs Bereichen geprüft: Folgende Fähigkeiten werden geprüft und bewertet, wobei jedes Modul in Unterkategorien gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung mit einfließt.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen kann und ob er bei einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt ist.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Hier werden motorische Auffälligkeiten, eventuelle Angstzustände, Aggressionen oder nächtliche Unruhe bewertet. Auch das Beschädigen von Gegenständen sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten werden beleuchtet.   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, in welchem Maße der Versicherte fähig ist, sich im Falle einer Krankheit selbst zu versorgen. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens.   Tipp: Berechnen Sie hier mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 4 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 4 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 47.892 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Pflegebedürftige im Pflegegrad 4 von Angehörigen oder bekannten privaten Personen im heimischen Umfeld versorgt, besteht Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen Wird die Betreuung und Pflege des Patienten von gewerblichen professionellen Pflegekräften, etwa einem ambulanten Dienst, durchgeführt, zahlt die Krankenkasse monatlich 1.298 Euro.   Die Pflegesachleistungen werden direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet und gehen nicht über das Konto des Versicherten. Die Pflegesachleistungen werden nach tatsächlichem Aufwand gegengerechnet und müssen daher nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden.   Es ist möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Erfolgt die Pflege im Rahmen einer teilstationären Betreuung, wie etwa in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung, hat der Versicherte Anspruch auf 1.61 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei einer vollstationären Unterbringung in einem Pflegeheim erhält der Versicherte 1.775 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 4 hat der Versicherte zudem Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach einem Krankenhausaufenthalt oder aufgrund einer Erkrankung vorübergehende Betreuung, stehen ihm 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr beantragt werden.   Nicht konsumierte Leistungen aus der Verhinderungspflege können auf die Kurzzeitpflege angerechnet werden und somit auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Die Übernahme der Pflege durch eine fremde Person kann im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr beansprucht werden. Diese Verhinderungspflege wird mit einem Betrag von maximal 1.612 Euro pro Jahr unterstützt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Versicherte mit dem Pflegegrad 4 haben Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich. Hausnotruf Der Einbau eines Hausnotrufes werden mit 10,49 Euro für einmalige Anschlusskosten gefördert. Zudem haben Versicherte Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufes. Wohnraumanpassung Für, aufgrund der Pflegebedürftigkeit des Versicherten, notwendige Umbauten im Haushalt können einmalig bis zu 4.000 Euro geltend gemacht werden. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 4 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 70 bis 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.612 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.612 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.775 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.       Quellenangaben:KrankenkassenzentraleFamilienrecht

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  • Pflegegrad 5 –Leistungen und Voraussetzungen im Überblick

    Der fünfte Pflegegrad ist der höchste Pflegegrad und setzt somit eine umfassende Betreuung des Patienten voraus.   Die Pflege stellt in den meisten Fällen eine große Herausforderung an die betreuende Person dar, da ein sehr hoher Pflegebedarf gegeben ist. Daher sind die Pflegeleistungen auch dementsprechend umfangreich.   @ Elke Orth Von Pflegestufe 3 und Pflegestufe 3 mit Härtefall zu Pflegegrad 5 Personen, die einen täglichen Hilfebedarf von mindestens 5 Stunden haben und früher in der Pflegestufe 3, bzw. Pflegestufe 3 mit Härtefall eingestuft waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 5 aufgenommen.   Da nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz nicht mehr nur die Betreuungszeiten relevant sind, sondern die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit über die Einstufung in die einzelnen Pflegegrade entscheidet, werden jetzt auch Personen mit stark eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, wie etwa schwere Demenz berücksichtigt. Voraussetzungen für den Pflegegrad 5 Werden bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 90 und 100 Punkte erreicht, erfolgt die Einstufung in den fünften Pflegegrad. Dies erfordert intensive Betreuung des Pflegebedürftigen rund um die Uhr.   Im Zuge der Pflegebegutachtung wird die Selbstständigkeit des Versicherten in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens überprüft und bewertet.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der selbstständigen Lebensführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark auf eine pflegende Person angewiesen. In folgenden sechs Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Jeder der sechs Bereiche ist in sich gegliedert. Insgesamt werden 64 Fragen gestellt und bewertet, dabei hat jedes Modul in der Gesamtbewertung eine unterschiedlich starke Gewichtung.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit der Versicherte imstande ist sich selbstständig fortzubewegen und alltägliche Handlungen und Tätigkeiten durchzuführen, bzw. in welchem Ausmaß er darin bereits Unterstützung benötigt.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht Die Fähigkeit der örtlichen Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis sind in diesem Modul ausschlaggebend. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Zeigt der Versicherte motorische Auffälligkeiten, leidet er unter Angstzuständen, Formen von Aggression oder nächtlicher Unruhe? Werden Gegenstände beschädigt oder zeigt er sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Einfache alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Modul wird bewertet, inwieweit der Versicherte sich im Falle einer Krankheit selbst versorgen kann. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß der Betroffene noch die Fähigkeit besitzt seine Freizeit selbstständig zu gestalten und mit seinem sozialen Umfeld zu interagieren. Auch die Bewältigung des täglichen Lebens fließt hier nochmals in die Bewertung mit ein. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 5 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 5 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 57.084 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Angehörigen oder anderen Privatpersonen in seinem Wohnraum betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 901 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege durch gewerbliche Pflegekräfte im häuslichen Umfeld des Versicherten, wird sie mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden direkt mit dem ausführenden Pflegedienst verrechnet. Dabei müssen die Pflegesachleistungen nicht zur Gänze ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet.   Es ist auch möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu kombinieren. Tages- und Nachtpflege Genießt der Versicherte eine teilstationäre Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung wird diese mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt. Vollstationäre Pflege Ist der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht und beansprucht vollstationäre Pflege stehen ihm monatlich 2.005 Euro zu. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 5 haben Betroffene Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach etwa einem Krankenhausaufenthalt vorübergehende Betreuung, zahlt die Krankenkasse zur Sicherung der Pflege 1.612 Euro pro Jahr. Die Kurzzeitpflege kann für die Dauer von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird bei Verhinderung der hauptsächlich pflegenden Person für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 5 haben Anspruch auf den Bezug von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel, welche mit 40 Euro pro Monat unterstützt werden. Hausnotruf Anschlusskosten für einen Hausnotruf werden einmalig in der Höhe von 10,49 Euro übernommen und Versicherte haben zudem Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufs. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos kurz und knapp Der Pflegegrad 5 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung dar und wird mit mindestens 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 901 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.995 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.995 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 2.005 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro. Tipp: Nutzen Sie den kostenlosen Pflegegradrechner für eine erste Einschätzung zur Einstufung in einen Pflegegrad.   Quellenangaben:PflegegeldantragPflegegradinfo

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  • Neue Pflegegrade 2017 - Alle Infos und Neuerungen

    Dank des medizinischen Fortschritts werden die Menschen immer älter. Doch je älter Menschen werden, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie im Alter Hilfe und Unterstützung brauchen. In fast 50 Prozent der Fälle übernehmen Angehörige diese Aufgabe und pflegen die ältere Generation.   Mit zunehmendem Alter wird es absehbar, dass Hilfe benötigt wird, es kann jedoch auch von einem Tag auf den anderen passieren. Unfälle, Krankheiten oder andere Gegebenheiten, auf die wir keinen Einfluss haben und die uns unerwartet treffen, führen dazu, dass Menschen auch in jüngeren Jahren plötzlich pflegebedürftig werden. Da die Betreuung in manchen Fällen nicht durch Verwandte oder Bekannte übernommen werden kann, sind Pflegedienste oder Pflegeheime oft die einzige Alternative. Diese Art der Betreuung und auch die häusliche Pflege sind recht kostspielig und nicht jeder Versicherte kann die Aufwendungen für eine professionelle Pflege finanzieren.   pixabay - anSICHhoch3   Jede Person hat das Recht auf ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben, darum wurde das Pflegestärkungsgesetz an die neuen Anforderungen angepasst und unterstützt pflegebedürftige Personen und deren Angehörige durch Pflegeleistungen auf finanzieller und sachlicher Ebene. Pflegestufen werden zu Pflegegraden Da es immer wieder zu hörbarer Kritik an den vormals geltenden Pflegestufen gab, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen eine Pflegereform durchzuführen, welche schrittweise von 2015 bis 2017 umgesetzt wurden.   So wurde durch die neue Begutachtungsmethode auch kognitiv eingeschränkten Personen eine Unterstützung ermöglicht. Früher erfolgte die Einstufung in die Pflegestufen nach dem zeitlichen Aufwand der pflegenden Person. Nach der Pflegereform wird ein Pflegegrad nach der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen gemessen. Demnach werden psychisch oder geistig Kranke nicht mehr ausgeschlossen.   Alte Pflegestufen Neue Pflegegrade Neu seit 2017 Pflegegrad 1 Pflegestufe 0 Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 Pflegestufe 3 Pflegestufe 3 mit Härtefall Pflegegrad 5   Auch der Leitsatz „ambulant vor stationär“ wurde gestärkt, indem die Leistungen in der ambulanten Pflege erhöht wurden. Dabei stehen der Mensch und die Möglichkeit zur häuslichen Pflege im Vordergrund. Pflegebedürftige Personen sollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und dem familiären Umfeld verweilen können. Wie werden die neuen Pflegegrade ermittelt? Die Schwere der Einschränkung der Selbstständigkeit oder auch die Pflegebedürftigkeit der Personen wird von einem unabhängigen Sachverständigen des MDK (Medizinischer Dienst) geprüft und beurteilt. Hierbei wird in 6 verschiedenen Bereichen der jeweilige Schweregrad der Beeinträchtigung bestimmt. Der erste Grad steht für die leichteste Form der Einschränkung und der fünfte Grad für die schwerste Einschränkung der Selbstständigkeit.   Pflegegrad 1mindestens 12,5 bis 27 PunkteGeringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 227 bis 47,5 PunkteErhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 347,5 bis 70 PunkteSchwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 470 bis 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Pflegegrad 5mindestens 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung Die einzelnen Bereiche zur Beurteilung der neuen Pflegegrade Für die Ermittlung des jeweiligen Pflegegrades werden allgemeine Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltages sowie Verhaltensweisen und die Fähigkeit zur psychischen und physischen Belastung bewertet:   Mobilität Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Selbstversorgung Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte   Diese 6 Module gliedern sich in insgesamt 64 Entscheidungskriterien, welche für die Einstufung in den jeweiligen Pflegegrad relevant sind. Anhand der erreichten Punktzahl erfolgt die Einteilung in den Pflegegrad. Die Punkteverteilung in den einzelnen Bereichen Die sechs Bereiche sind jeweils in Untergruppen unterteilt und werden anhand eines Punktesystems unter insgesamt 64 Entscheidungskriterien bewertet. Die Punkteverteilung gliedert sich wie folgt:   0 Punkte – selbstständig 1 Punkt – überwiegend selbstständig 2 Punkte – überwiegend unselbstständig 3 Punkte – unselbstständig Gewichtung der einzelnen Module Bei der Auswertung zählen die einzelnen Bereiche unterschiedlich schwer, so nimmt die Fähigkeit zur Selbstversorgung den höchsten Stellenwert ein, die Mobilität hingegen wird am geringsten bewertet.   Änderungen der Pflegeleistungen im Überblick Die nachfolgende Aufstellung gibt einen kurzen Überblick über die jeweilige Neueinstufung von den alten Pflegestufen in die neuen Pflegegrade und deren Leistungserhöhungen.     Pflegestufe Leistungen vor Reform Pflegegrad Leistungen nach Reform Pflegegeld 0 123 Euro 2 316 Euro   1 244 Euro 2 316 Euro   1 mit EdA 316 Euro 3 545 Euro   2 458 Euro 3 545 Euro   2 mit EdA 545 Euro 4 728 Euro   3 728 Euro 4 728 Euro   3 mit EdA 728 Euro 5 901 Euro Pflegesachleistung 0 231 Euro 2 689 Euro   1 468 Euro 2 689 Euro   1 mit EdA 689 Euro 3 1.298 Euro   2 1.144 Euro 3 1.298 Euro   2 mit EdA 1.298 Euro 4 1.612 Euro   3 1.612 Euro 4 1.612 Euro   3 mit EdA 1.612 Euro 5 1.995 Euro

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  • Pflegebedarf im Onlineshop

    Werden Familienmitglieder älter, ist es absehbar, dass sie über kurz oder lang Hilfe zur Bewältigung des Alltages benötigen. Fast alle Menschen ziehen eine Pflege im häuslichen Umfeld der Unterbringung in einem Pflegeheim vor.   Doch in manchen Fällen bleibt gar keine Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Werden Menschen aufgrund eines Unfalles oder einer plötzlichen Erkrankung zu einem Pflegefall, muss man innerhalb kürzester Zeit eine Entscheidung treffen, die für Angehörige oft eine große Belastung darstellt.   pixabay - Tumisu   Die Organisation und Bewältigung der Betreuung stellt viele Angehörige vor eine große Herausforderung. Um Betroffenen und deren Angehörigen die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln zur Pflege zu erleichtern, haben sich zahlreiche Shops auf den Vertrieb von Pflegebedarf spezialisiert. Welche Pflegehilfsmittel sind in einem Pflegebedarfsshop erhältlich? Shops für Pflegebedarf haben sich auf Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltages des Patienten als auch der pflegenden Person spezialisiert. Die Bandbreite an Artikeln ist groß und nahezu für jeden Bereich sind geeignete Artikel erhältlich.   In erster Linie wird in sechs Bereiche unterteilt:   Alltagshelfer Ernährung Haushalt Inkontinenz Körperpflege Pflegepaket Alltagshelfer Hierzu zählen alle Artikel, die den Alltag der pflegebedürftigen Person und deren Betreuung erleichtern können und die nicht in einen der anderen fünf Kategorien fällt.   Strumpfanziehhilfen, die das mühelose Anziehen von Socken und Strümpfen ermöglicht. Haarwaschtablett zur Erleichterung der Haarwäsche am Waschbecken. Verschiedene Artikel zur Schmerztherapie, wie Therapiestifte, Ultraschallgeräte, Venengeräte und Massagekissen. Sitz- und Stehhilfen. Nachtlichter zur Sturzprophylaxe. Ernährung Ältere Menschen oder Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Operation nicht in der Lage sind, normale Nahrung zu sich zu nehmen, sind auf spezielle Ernährung angewiesen.   Pflegebedarf Shops bieten heute bereits eine große Auswahl an geeigneten Zusatznahrungen an, die Ernährungsdefizite gezielt ausgleichen können. So werden vor allem hochkalorische Trinknahrung – auch als Astronautenkost bekannt – zur schnellen Kalorienzufuhr bei Mangel- und Unterernährung verabreicht.   Aber auch bei verschiedenen Darmerkrankungen, Schluckstörungen oder psychischen Erkrankungen finden sie Einsatz.   Aufbau- und Zusatznahrungen gibt es in verschiedenen Formen und zahlreichen Geschmacksrichtungen. Sie sind in ausgesuchten Shops für Pflegebedarf als Trinknahrung, Cremes oder Puddings erhältlich. Haushalt Für die Erleichterung im Haushalt sorgen Produkte wie automatische Seifenspender, Windeltonnen und spezielle Müllbeutel mit Geruchsstopp. Es finden sich aber auch Artikel wie Kissen, Decken oder Toilettenpapier in dieser Kategorie. Inkontinenz Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema, niemand spricht gerne darüber. Umso häufiger nutzen Betroffene die weitgehend anonyme Beschaffung der notwendigen Inkontinenzartikel über einen Pflegeshop.   Wurde eine Form der Inkontinenz vom Arzt festgestellt und bescheinigt, können geeignete Hilfsmittel auf Rezept bezogen werden.   Für den Bezug von Inkontinenzartikel gewährt die Krankenkasse verschiedene Unterstützungen. So fallen für betroffene Personen lediglich 10 % des Betrages, jedoch maximal 10 Euro und mindestens 5 Euro als Selbstbehalt an. Die Krankenkasse sieht bestimmte ausgewählte Inkontinenzartikel als Grundversorgung an. Höherwertige bzw. teurere Produkte müssen vom Versicherten eigenständig zugekauft werden. Die verschiedenen Inkontinenzartikel Es gibt zahlreiche Produkte, die auf die verschiedenen Schweregrade der Inkontinenz zugeschnitten sind und die zahlreichen unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen erfüllen.   So sind in Pflege Shops vor allem Einlagen, Vorlagen, Slips, Pants, Kinderwindeln, saugende Bettschutzeinlagen, Netzhosen und Inkontinenz-Sitzauflagen erhältlich. Körperpflege Die Haut älterer Personen und Pflegebedürftiger, die hauptsächlich liegen oder von Inkontinenz betroffen sind, benötigen besondere Pflege.   In der Kategorie der Körperpflege finden sich daher Cremes, die auf die speziellen Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen abgestimmt sind. Auch gut verträgliche Shampoos, Hautpflegetücher und Massageschwämme sind über Pflege Onlineshops erhältlich. Pflegepaket Shops für Pflegebedarf stellen eigens zusammengestellte Pflegepakete zur Verfügung, die mit einem Betrag von 40 Euro monatlich von der zuständigen Krankenkasse subventioniert wird.   Pflegepakete enthalten nur zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, welche in erster Linie dem Schutz der pflegenden Person dienen und die häusliche Pflege erleichtern sollen.   Zu diesen geförderten Hilfsmitteln zählen:   Saugende Bettschutzeinlagen Fingerlinge Einmalhandschuhe Mundschutz Schutzschürzen Hand- und Flächendesinfektionsmittel (jedoch keine Wunddesinfektion) Einmallätzchen   Diese Produkte sind lediglich zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und werden in der Regel nach Gebrauch entsorgt.   Die Artikel im Pflegepaket können auch ohne ärztliche Verordnung bezogen werden und sind in Sanitätshäusern, Apotheken oder Onlineshops für Pflegebedarf erhältlich.   Anmerkung: Inkontinenzartikel sind zwar auch nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt, zählen aber nicht zu den von der Krankenkasse unterstützen Pflegeartikel für das Pflegepaket.   Um die Kosten für das monatliche Pflegepaket von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, ist die Einreichung eines Antrags notwendig, welchen jedoch auch viele Onlineshops für den Antragsteller übernehmen. Auch die direkte Verrechnung zwischen dem Lieferanten und der Krankenkasse ist möglich.   pixabay - Steve Buissinne Zusammenfassung Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse, allgemeine Tätigkeiten im Alltag werden zusehends mühsamer und das selbstständige Leben schwieriger. Doch auch Personen, die aus anderen Gründen auf Hilfsmittel oder Pflegeprodukte angewiesen sind, profitieren von speziellen Pflegebedarfshops, die ganz auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen ausgerichtet sind.   Verschiedene Alltagshelfer unterstützen im Alltag und sorgen für mehr Sicherheit. So können spezielle Hilfsmittel das Auf- und Absteigen von Treppen erleichtern oder für einen sicheren Ausstieg aus der Badewanne sorgen.   Onlineshops für Pflegebedarf ermöglichen ihren Kunden einen einfachen Zugang zu den notwendigen Produkten. Körperliche eingeschränkte Personen können ganz einfach und bequem von Zuhause aus bestellen und bekommen die gewünschten Artikel direkt an die Haustüre geliefert. Diese Art des Bezuges von Pflegehilfsmitteln ist besonders bei unangenehmen Erkrankungen, wie etwa Inkontinenz vorteilhaft.   Viele der angebotenen Produkte werden durch Leistungen der zuständigen Pflege- oder Krankenkassen unterstützt.   TIPP: Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel in der Höhe von 40 Euro monatlich. Diese sind ohne ärztliche Verordnung erhältlich und können mit einem kurzen Antrag bezogen werden. Die meisten Onlineshops übernehmen sowohl die Antragstellung als auch die direkte Verrechnung mit der Krankenkasse.      

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  • Hilfsmittel – was ist das?

    Hilfsmittel gleichen körperliche Funktionseinschränkungen des Körpers aus. Ihre Verwendung  erleichtert Betroffenen die meisten Alltagsaktivitäten, Mobilität, Hygiene oder soziale Interaktion. Daher sind sie für viele Menschen unerlässlich, um selbstbestimmt zu arbeiten oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.    Zu den allgemeinen Hilfsmitteln zählen einerseits Produkte wie Hörgeräte, Sehhilfen, Gehhilfen, Rollstühle, orthopädische Schuhe, Kompressionsstrümpfe, Prothesen oder Blutzuckermessgeräte. Auch gibt es andererseits Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, wie beispielsweise Inkontinenzhilfen oder Stoma-Artikel.      Was sind Hilfsmittel und was nicht? Die Krankenkassen zahlen nur die oben genannten wirklichen Hilfsmittel, Dienstleistungen gelten nicht als Hilfsmittel und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Hilfsmittel sind ausschließlich als bewegliche Gegenstände definiert. Das bedeutet, dass weder Dienstleistungen noch behindertengerechte Umbauten von Immobilien, etwa der Einbau eines Treppenlifts, dazugehören. Bei einigen Hilfsmitteln muss der Versicherte einen Teil selbst zahlen. Dies ist bspw. der Fall bei Gegenständen, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht und die gleichzeitig dem Ausgleich einer Behinderung oder der Sicherung der Behandlung dienen ‒ wie zum Beispiel orthopädische Schuhe. Hier wird ein Eigenanteil angerechnet. Für Pflegehilfsmittel kommt nicht die Krankenkasse, sondern die Pflegeversicherung auf. Die Krankenkassen dürfen die Kosten der Hilfsmittel nur übernehmen, wenn diese erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen.     Hilfsmittel – was zahlt die Krankenkasse? Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel mit teilweise starken Einschränkungen. Als Bezieher von Hilfsmitteln erhalten Sie diese in der Regel durch ein Sanitätshaus, das Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist. Sollten Sie jedoch ihre Hilfsmittel von einem anderen Leistungserbringer erhalten, der nicht Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen. Daher empfiehlt es sich, dass Sie sich frühzeitig informieren und sich von ihrer Krankenkasse alle möglichen Vertragspartner nennen lassen.   Bei der Kostenübernahme unterscheiden die Krankenkassen zwischen Hilfsmitteln, für die ein Festbetrag besteht, und Hilfsmitteln, die keinen Festbetrag haben.   Hilfsmittel mit Festbetrag: In diesem Fall übernehmen die Kassen die Kosten bis zur Höhe des Festbetrags. Hilfsmittel ohne Festbetrag beim Vertragspartner: Die Kassen übernehmen die Kosten bis maximal zur Höhe des vertraglich vereinbarten Preises. Hilfsmittel ohne Festbetrag bei Leistungserbringern, die nicht Vertragspartner der Krankenkasse sind: Hier werden nur Kosten in Höhe des niedrigsten Preises einer vergleichbaren Leistung des Vertragspartners erstattet.   Übrigens: Wird ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse abgelehnt, können Sie gegen diese Entscheidung innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Bleibt es bei einem ablehnenden Bescheid, haben Sie die Möglichkeit vor dem Sozialgericht Klage gegen den Widerspruchsbescheid einzureichen.  

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  • Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige

    Menschen, die sich im fortschreitenden Alter oder aufgrund einer schweren Erkrankung nur eingeschränkt oder gar nicht mehr selbst versorgen können, haben Anspruch auf Hilfe, um ihren Alltag zu meistern. Diese Hilfe steht jeder pflegebedürftigen Person zu und soll dafür sorgen, dass die Person ihr Leben so lange wie möglich weitgehend selbstständig und im heimischen Umfeld führen kann. Oft werden ältere und kranke Menschen von ihren Angehörigen gepflegt, was zumeist eine schwere Belastung für die pflegende Person darstellt. Nicht nur psychisch und physisch, sondern auch im Bezug auf das soziale Leben. Um die Pflege von Angehörigen einfacher zu gestalten und die pflegende Person zu entlasten, stehen dem Versicherten diverse Hilfsmittel zur Sicherstellung der Pflege zu.     Die häusliche Pflege Um dem Pflegebedürftigen so lange wie möglich den Aufenthalt in den eigenen Wohnräumen zu ermöglichen, gibt es die häusliche Pflege. Hier wird der Patient von einem Angehörigen oder Bekannten und in manchen Fällen auch von einem ambulanten Dienst betreut.   Die ambulante Pflege In diesem Fall wird der Pflegebedürftige zwar auch im häuslichen Umfeld, jedoch von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt. Dies kann auch zur Entlastung abwechselnd mit der Pflege von Angehörigen einhergehen.   Die stationäre Pflege Bei der stationären Pflege ist der Patient in einem zugelassenen Pflegeheim untergebracht und wird dort durch Fachpersonal vollstationär betreut. Voraussetzung für eine Unterbringung in stationärer Pflege ist, dass die ambulante Pflege nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann.     Pflegegrade Seit 2017 regelt das Pflegestärkungsgesetz die Einteilung der Schwere der Einschränkung in Pflegegrade. Für die Einstufung in die fünf Pflegegrade ist die noch vorhandene Selbstständigkeit ausschlaggebend.   Je nach Schwere der Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person erfolgt eine Zuteilung in einen Pflegegrad. Für die Beurteilung wird die Person mittels eines Punktesystems in sechs unterschiedlichen Modulen bewertet. Dabei wird die noch vorhandene Mobilität, die mentalen Fähigkeiten, Verhaltensweisen, die Möglichkeit der Selbstversorgung, der Umgang mit krankheitsbedingten Belastungen und die Meisterung des Alltagslebens betrachtet.   Aufgrund der erreichten Punkte erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad, wobei der erste Pflegegrad einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit entspricht und der fünfte Pflegegrad einer schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.     Pflegegradrechner Berechnen Sie mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Der kostenlose Pflegegradrechner dient nur zur ersten groben Orientierung und stellt keine verbindliche Einstufung dar.   Pflegegeld Wurde ein körperlich oder geistig eingeschränkter Mensch in einen Pflegegrad von 2 bis 5 eingestuft hat er grundsätzlich Anspruch auf Pflegegeld. Voraussetzung dafür ist die Pflege in den Wohnräumen des Pflegebedürftigen durch Verwandte oder Bekannte.   Personen mit dem Pflegegrad 1 erhalten jedoch kein Pflegegeld, da diese nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind und ihr Leben noch selbst meistern können.   Das Pflegegeld dient zur Sicherstellung der pflegerischen Leistungen und wird dem Pflegebedürftigen durch die zuständige Pflegekasse zur freien Verfügung ausbezahlt.   Pflegegrad 1 - es besteht kein Anspruch auf Pflegegeld. Pflegegrad 2 - Pflegegeld bis € 316 monatlich. Pflegegrad 3 - Pflegegeld bis € 545 monatlich. Pflegegrad 4 - Pflegegeld bis € 728 monatlich. Pflegegrad 5 - Pflegegeld bis € 901 monatlich.   Zusätzlich zum Pflegegeld gebühren dem Pflegebedürftigen weitere Leistungen der Pflegekasse. So haben Pflegebedürftige und deren Angehörige je nach Bedarf und Einstufung in die Pflegegrade Anspruch auf Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege sowie Betreuungs- und Entlastungsleistungen.     Pflegehilfsmittel zum Verbrauch Eine Besonderheit stellen die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch dar. Diese werden mit einem monatlichen Betrag in Höhe von 40 EUR von der Pflegeversicherung subventioniert. Pflegebedürftige Menschen, die in häuslicher Pflege betreut werden, haben unabhängig vom Pflegegrad Anspruch auf diese Leistungen. Diese dienen der pflegerischen Versorgung und sind im Hilfsmittelverzeichnis geregelt.   Die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel sind nicht verordnungspflichtig und können ganz einfach in Sanitätshäusern oder in der Apotheke bezogen werden.   Pflegehilfsmittel online bestellen: Jetzt mit MEDI-PAKET das Pflegepaket für 40 Euro sichern!

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  • Kalorienreiche Nahrung zur Gewichtszunahme nach schwerer Krankheit und für Senioren mit erhöhtem Nährstoffbedarf

    Lang andauernde oder schwere Krankheiten können besonders bei älteren Menschen Untergewicht und Mangelerscheinungen hervorrufen. Für eine gesunde Gewichtszunahme ist es wichtig, den Körper mit genügend Energie zu versorgen. Dies kann mit spezieller hochkalorischer Trinknahrung und kalorienreicher Ernährung erzielt werden. Neben einer hohen Energiedichte stehen hier besonders die Zufuhr von lebenswichtigen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen im Vordergrund. Malnutrition - Mangelernährung im Alter Der Begriff Malnutrition beschreibt eine Mangel- bzw. Unterernährung. Die Mangelernährung ist eine schleichende Erkrankung, die vor allem im fortgeschrittenen Alter zu beobachten ist. Oft nehmen Senioren über einen längeren Zeitraum zu wenig lebensnotwendige Nährstoffe zu sich und leiden mit der Zeit an einer Unterversorgung mit Energie, Proteinen und Vitaminen. In vielen Fällen wird die dadurch auftretende Antriebslosigkeit und Gewichtsabnahme als Altersschwäche bezeichnet. Werden die Symptome einer Mangelernährung jedoch nicht behandelt, steigt das Sterblichkeitsrisiko und es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. pixabay - sabinevanerp Symptome einer Mangelernährung Die Symptome einer Mangelernährung sind vielfältig, daher ist eine aufmerksame Beobachtung und eine regelmäßige Gewichtskontrolle bei Senioren wichtig, um frühzeitig einer Mangel- oder Unterernährung vorbeugen zu können. Allgemeine Schwäche Müdigkeit Antriebslosigkeit Gewichtsabnahme Beeinträchtigte Wundheilung Abnehmende Muskelkraft Wenig bis gar kein Appetit Geringe Flüssigkeitszufuhr Trockene und rissige Haut Mit Aufbaunahrung gefährlichen Gewichtsverlust ausgleichen Wenn Menschen im fortgeschrittenen Alter oder nach langer Krankheit ihren Nährstoffbedarf nicht mehr aus der täglichen Nahrung decken können und an Gewicht verloren haben, kann eine Therapie mit Aufbaunahrung sinnvoll sein um ein gesundes Gewicht, bzw. das Idealgewicht zu erreichen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem behandelndem Arzt, er wird Ihnen im Bedarfsfall die geeignete Aufbaunahrung verordnen. Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Trinknahrung Trinknahrung oder Astronautenkost wurde speziell zur Unterstützung beim Gewichtsaufbau und zum Ausgleich von Mangelerscheinungen entwickelt. Sie enthält alle essentiellen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form und versorgt zudem den Körper mit den notwendigen Eiweißen, Fetten und Kohlenhydrate. Laut der Empfehlung der DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung entspricht die Zusammensetzung einer Standard-Trinknahrung der einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. So enthält eine Portion Trinknahrung in der Regel etwa 50 Prozent Kohlenhydrate bis zu 30 Prozent Fette 10 bis 20 Prozent Eiweiß. Enthält eine Trinknahrung mehr als 20 Prozent an Eiweißen, wird sie als eiweißreich gekennzeichnet. Anmerkung: Trinknahrungen, die speziell für diverse Krankheitsbilder, wie Diabetes, Morbus Crohn usw. entwickelt wurden, unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Die spezifische Zusammenstellung der Inhaltsstoffe ist auf der Verpackung gekennzeichnet. Auskunft und Beratung über die für Sie geeigneten Produkte erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Facharzt oder in der Apotheke. Tipps zur Verwendung von hochkalorischer Trinknahrung, Cremes und Puddings Hochkalorische Trinknahrung eignet sich hervorragend, um die täglichen Mahlzeiten mit zusätzlichen Nährstoffen anzureichern.     Verwenden Sie Puddings oder Cremes als Topping für einen Kuchen, statt Joghurt im Frühstücksmüsli, tiefgekühlt als Eis am Stiel, zusammen mit Mascarpone in einem Tiramisu, als Füllung für Pfannkuchen. Verwenden Sie Trinknahrung als Erfrischungsgetränk gemischt mit Mineralwasser oder Fruchtsäften, statt Milch im Kakao und Kaffee. Neutrale Sorten können Sie in Suppen und Soßen unterrühren, im Brotaufstrich verarbeiten, als Soße zu Fleisch, Reis, Teigwaren oder Kartoffel servieren, anstelle von Milch in Knödel, Rührei und Kuchen verwenden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Sie kalorienreiche Trinknahrung in Ihren Alltag integrieren können. 5 kalorienreiche und wandlungsfähige Rezepte Hier stellen wir Ihnen 5 Rezepte mit einer hohen Energiedichte vor, die Sie ganz nach Belieben abwandeln können. Die Rezepte werden mit Trinknahrung angereichert, um eine höhere Nährstoffzufuhr pro Mahlzeit zu erzielen. Anmerkung: Diese Angaben dienen lediglich zur Inspiration und stellen keinen medizinischen Diätplan dar. Avocado Schoko Creme (2 Portionen) Zutaten: 1 reife Avocado 200 ml Trinknahrung Schoko 1 Vanilleschote Zubereitung: Die Avocado halbieren und den Kern entfernen. Die Avocadohälften mit einem Löffel aushöhlen und das Fruchtfleisch pürieren. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Vanillemark mit der Messerspitze herauskratzen. Die pürierte Avocado mit dem Vanillemark und der Trinknahrung gut vermengen und servieren. TIPP: Obwohl Avocado und Schoko das perfekte Duo sind, schmeckt die Avocadocreme auch mit Trinknahrung Vanille hervorragend. Erdbeer-Shake mit Eis (2 Portionen) Zutaten: 250 g frische Erdbeeren 200 ml Trinknahrung Erdbeere 50 ml Kokosmilch Vanillezucker nach Belieben 4 Kugeln Vanilleeis Zubereitung: Die Erdbeeren gründlich waschen und das Blattgrün entfernen. Die Trinknahrung zusammen mit der Kokosmilch, den Erdbeeren und dem Vanillezucker pürieren und in ein hohes Glas füllen. Mit dem Vanilleeis garnieren und genießen. TIPP: Wandeln Sie das Rezept ganz nach Ihrem Geschmack mit verschiedenen Obstsorten ab oder tauschen Sie das Vanilleeis gegen Schokoeis. Gemüsesuppe (2 Portionen) pixabay - Einladung_zum_Essen Zutaten: 100 g Kartoffeln 1 kleine Gemüsezwiebel 2 Karotten 100 g Sellerieknolle 200 ml Trinknahrung neutral 300 ml Gemüsebrühe Schmand zur Dekoration Salz Pfeffer Zubereitung: Das Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden. Das klein geschnittene Gemüse in 1 EL Olivenöl kurz anbraten und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze etwa ½ Stunde köcheln lassen. Das weichgekochte Gemüse mit dem Mixstab pürieren und die neutrale Trinknahrung untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Schmand servieren. TIPP: Für mehr Abwechslung verwenden Sie einfach Gemüse nach Saison. Diese Suppe gelingt auch mit Pastinake, Kürbis, Brokkoli oder Blumenkohl. Paprika-Rahmnudeln (2 Portionen) Zutaten: 100 g Nudeln nach Wahl 50 ml Gemüsebrühe 200 ml Trinknahrung neutral 1 kleine Gemüsezwiebel 2 rote Gemüsepaprika Pfeffer Salz Zubereitung: Kochen Sie die Nudeln nach Packungsanweisung und stellen Sie sie warm. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls grob schneiden. Das Gemüse in etwas Öl anschwitzen und mit der Brühe aufgießen. 10 Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren. Die Trinknahrung unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße über die Nudeln verteilen und servieren. TIPP: Die Paprika lässt sich ganz einfach durch Karotten oder Brokkoli austauschen. Pikante Pfannkuchen (2 Portionen) Zutaten: 100 g Mehl 200 ml Trinknahrung neutral 1 Ei 2 Scheiben Speck 1 Apfel Zubereitung: Mehl, Trinknahrung und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und das Kerngehäuse entfernen. In einer flachen Pfanne den Speck leicht anbraten, die Apfelscheiben hineinlegen und den Teig darüber verteilen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldgelb backen. Ergibt je nach Dicke etwa 3 – 4 Pfannkuchen. TIPP: Für eine süße Variante einfach den Speck weglassen. Für noch mehr Abwechslung tauschen Sie den Apfel gegen Bananen oder andere Obstsorten. Quellenangaben: Was essen bei KrebsGesund.at

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  • Günstige Produkte für Haushalt und Körperpflege

    Der Alterungsprozess der Haut Bei jungen Menschen erneuert sich die äußere Hautschicht (Epidermis) etwa alle 28 Tage. Bei älteren Menschen lässt die Erneuerungsfähigkeit der Zellen nach und die obere Schicht der Haut benötigt im fortgeschrittenen Alter bereits bis zu 35 Tage, um sich zu erneuern. Diese physiologischen Veränderungen machen sich aufgrund der nachlassenden Elastizität der Haut auch optisch bemerkbar. Symptome der Hautalterung Mit zunehmendem Alter entwickeln sich vielfältige Symptome der Hautalterung: Trockenheit Dünne Haut Vermehrter Juckreiz Entwicklung von Altersflecken und Falten Leicht reizbar Anfällig für Infektionen und Blutergüsse Langsamere Heilung pixabay - geralt Die richtige Haut- und Körperpflege in der Altenpflege Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse der Haut. Pflegeprodukte, die in jungen Jahren gut für die Haut waren, bringen im Alter oft nicht mehr den gewünschten Effekt und sind in manchen Fällen sogar schädlich für die zunehmend empfindlichen Hautpartien. Aufgrund von mangelndem fachlichem Wissen wird die Haut von pflegebedürftigen Personen vor allem in der häuslichen Pflege häufig falsch oder nur unzureichend gepflegt. Für private Pflegepersonen stellt der fachgerechte Umgang mit Körperpflegeprodukten bei älteren Patienten eine große Herausforderung dar. Die große Vielfalt an Produkten für Haushalt und Körperpflege überfordert nicht professionell ausgebildete Pflegekräfte zusehends. Um die richtigen Produkte für die alternde Haut des Pflegebedürftigen zu verwenden, bietet sich deshalb die Rücksprache mit einem Dermatologen an. Gute Körperpflegeprodukte müssen nicht teuer sein Mittlerweile gibt es viele verschiedene Pflegeprodukte auf dem Markt, die mit zusätzlichen Nähr- und Vitalstoffen angereichert und speziell auf die Bedürfnisse von alternder Haut ausgerichtet sind. Die Preisspanne ist groß und meist fällt die Auswahl schwer. Doch oft sind vor allem die günstigen Körperpflegeprodukte mit nur wenigen Zusätzen die bessere Wahl. Prüfen Sie vor dem Kauf die Inhaltsstoffe der Produkte genau und lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachverkäufer, einem Pharmazeuten oder einem Dermatologen beraten. pixabay - chezbeate Beachten Sie bei der Auswahl der geeigneten Körperpflegeprodukte einige Regeln: Verwenden Sie Waschlotionen mit einem pH-Wert, der bei 5,5 liegt, um den Säureschutzmantel wieder aufzubauen. Verzichten Sie auf herkömmliche Seifen, diese sind oft zu aggressiv für die Haut und trocknen diese aus. Produkte auf Öl- oder Fettbasis sorgen für eine bessere Rückfettung und regulieren die Hautfeuchtigkeit. Meiden Sie parfümierte Produkte, die die Haut reizen könnten. Verzichten Sie ebenso auf Produkte auf Alkoholbasis und Produkte mit ätherischen Ölen, auch diese können die Haut mitunter stark reizen. Vor allem die Behandlung mit Franzbranntwein sollte vermieden werden, da durch die Zusätze die alternde Haut geschädigt werden kann. Mit Urea, Kreatin, Ölen, Milchsäure oder Glycerin versetzte Produkte können trockene Haut wieder geschmeidiger machen. Richtige und fachgerechte Pflege mit einfachen Tipps Eine fachgerechte Pflege hängt jedoch nicht nur von den verwendeten Produkten ab, sondern auch von der Häufigkeit und Durchführung dieser. Grundsätzliches zur Pflege Benutzen Sie für die Körperreinigung Einmalhandschuhe oder Waschhandschuhe aus Baumwolle, diese sind besonders für empfindliche und leicht reizbare Haut geeignet. Trocknen Sie die Haut nach dem Waschen gründlich ab. Tupfen Sie die Haut mit einem weichen und saugfähigen Tuch ab und vermeiden Sie übermäßiges Reiben. Umgebung und Raumtemperatur Da ältere Personen meist recht kälteempfindlich sind, achten Sie beim Waschen der pflegebedürftigen Person auf eine angenehme Raumtemperatur von etwa 24 – 26 °C. Wird die Waschung in einem Raum durchgeführt, der von mehreren Personen benutzt wird, stellen Sie einen Sichtschutz für mehr Privatsphäre auf. Gesichtspflege Bei der Pflege der empfindlichen Gesichtshaut ist besondere Vorsicht geboten. Reinigen Sie zuerst die Augenpartie, danach die Wangen, Mund, Ohren und Hals. Hände und Füße Meist werden Hände und Füße besonders stark beansprucht und sind dadurch oft trocken und rissig. Cremen Sie die betroffenen Hautstellen mehrmals am Tag mit speziellen Cremes für sehr trockene Haut ein. Produkte für Haushalt und Körperpflege bei Inkontinenz Ein Großteil der an Inkontinenz leidenden Personen ist über 60 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit an Inkontinenz zu erkranken. Daher ist eine regelmäßige Pflege in diesem Fall besonders wichtig. Lesen Sie hier alles über das Thema Inkontinenz.Leiden ältere Menschen an Inkontinenz birgt der Kontakt mit Urin und Stuhl auf der Haut weitere Risiken. Die ohnehin schon geschwächte Haut wird durch den aggressiven Harnstoff und das Ammoniak stark belastet und es ist mit ernsthaften Erkrankungen zu rechnen.Ist der Säureschutzmantel der Haut einmal angegriffen, können sich Pilze und Bakterien ungehindert vermehren. Für einen gesunden Säureschutzmantel sollten daher nur Seifen und Lotionen mit einem pH-Wert von 5,5 verwendet werden.Greifen Sie zu saugfähigen Inkontinenzartikeln und wechseln Sie die Einlagen und Windeln regelmäßig, um einen unnötig langen Kontakt von Urin und Stuhl auf der Haut zu vermeiden. Für die schnelle Reinigung zwischendurch eignet sich milder Reinigungsschaum oder spezielle Reinigungstücher. pixabay - silviaritaVerwenden Sie zur Pflege der Intimzone keine stark fettenden Salben, diese könnten die Saugleistung der Inkontinenzprodukte reduzieren. Lassen Sie beim Wechsel der Inkontinenzwindeln die Haut einige Zeit an der frischen Luft atmen, um Reizungen und Hautirritationen vorzubeugen. Im Falle von schwerer Inkontinenz empfiehlt sich die Verwendung einer Bettschutzeinlage, da durch längeren Kontakt mit Harn und Stuhl Entzündungen entstehen können. Erleichterung im Pflegehaushalt mit praktischen Pflegehilfsmitteln Nicht nur die auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Pflegeprodukte, sondern auch praktische Alltagshelfer in der Pflege können den Pflegealltag erleichtern. In unserem Sortiment finden Sie unter anderem: Faltbare Fußbäder für die schnelle und unkomplizierte Fußpflege. Zahnprothesendosen mit Reinigungsbürste für die einfache und bequeme Reinigung der dritten Zähne. Toilettensitz-Erhöhungen mit Deckel für den leichteren Toilettengang. Dosierspender zur hygienischen Abgabe von Desinfektionsmittel, Seifen und Waschlotionen. Finden Sie in unserem Online Shop eine Auswahl an günstigen Produkten für Haushalt und Körperpflege.TIPP: Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad 1 bis 5, haben Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss der Pflegekasse für Pflege- und Hilfsprodukte. Lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern ausführlich zu den diversen Pflegepaketen beraten. Quellenangaben:ZQPThema Altenpflege

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  • Astronautennahrung als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

    Besonders im fortschreitenden Alter ist die Nahrungsaufnahme für manche Personen aufgrund von Problemen beim Schlucken oder Kauen nur schwer möglich. Durch diese Einschränkung ist eine nährstoff- und vitaminreiche Ernährung oft nicht gegeben. Der Körper kann nicht mehr mit den lebensnotwendigen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen versorgt werden. Um einer Mangel- oder Unterernährung vorzubeugen bietet die Astronautenkost eine gute Möglichkeit zur Grundversorgung mit allen notwendigen Nährstoffen. Die Astronautenkost ist auch unter Trinknahrung bekannt und stellt in der Regel eine kalorienreiche Variante der Ernährung dar. Das gebrauchsfertige Getränk mit einer hohen Nährstoffdichte enthält alle essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße, die den normalen Nährstoffbedarf eines Menschen decken. pixabay - www_slon_pics Astronautennahrung – der Ursprung der Trinknahrung Mit Beginn der Raumfahrt in den 1960er Jahren, mussten sich die Ernährungswissenschaftler etwas Besonderes einfallen lassen, um die Astronauten während der bemannten Raumfahrt optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen zu können. Anfangs noch in Tuben- oder Würfelform wurde das Trockenessen bis zur heutigen Trinknahrung stetig weiterentwickelt. Die Astronautenkost bildet somit den Ursprung der Trinknahrung. Einsatz der Astronautennahrung Die Astronautennahrung wird vorrangig bei älteren Menschen, welche durch Krankheiten oder Operationen geschwächt sind, oder aus anderen Gründen keine normale Kost aufnehmen können, eingesetzt. Durch die Einnahme der hochkalorischen Trinknahrung können Ernährungsdefizite bei Mangel- als auch Unterernährung ausgeglichen werden. Sie findet jedoch auch Einsatz bei Patienten mit Schluckstörungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Demenz oder Stoffwechselerkrankungen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitszustand von geschwächten Personen. Formen der Astronautennahrung Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, gibt es heutzutage bereits viele verschiedene Formen der Astronautennahrung. Trinknahrung in gebrauchsfertigen Fläschchen, ideal für unterwegs. Trinknahrung in Pulverform zum einfachen Anrühren mit Wasser, Milch oder anderen Flüssigkeiten. Gelier- und Andickungsmittel, für die Bindung von Soßen, Suppen und anderen Flüssigkeiten. Astronautenessen in Form von Essensbrei und Cremes für den Nachtisch. pixabay - NjoyHarmony Da jede Krankheit eine individuelle Behandlung erfordert und auch unterschiedliche Nährstoffdefizite mit sich bringt, gibt es eine ganze Reihe von Trinknahrungen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen und Kaloriengehalt. So wurde eine speziell hochkalorische Trinknahrung für Patienten mit hohem Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen entwickelt, die einen besonders hohen Energiegehalt, sowie konzentrierte Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Für Menschen mit Niereninsuffizienz ist eine Astronautennahrung mit einem geringen Eiweißanteil erhältlich, um eine bessere Verträglichkeit zu gewährleisten. Es gibt jedoch auch Spezialnahrung für an Alzheimer erkrankte Personen oder für Menschen mit Dysphagie. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Arzt beraten, welche Trinknahrung für Sie am besten geeignet ist und die richtige Nährstoffzusammensetzung für Ihre Genesung aufweist. Für wen ist die Astronautennahrung geeignet? Generell ist die Astronautennahrung für jede Person geeignet, die noch in der Lage ist, die Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und zu verarbeiten (enterale Ernährung). Dank der flüssigen oder cremigen Konsistenz der Astronautennahrung ist eine orale Nahrungsaufnahme auch bei Schluckbeschwerden möglich. Nur wenn die Nahrungsaufnahme auf oralem Wege nicht mehr machbar ist, kann die Verabreichung der Trinknahrung auch direkt mittels Sonde in den Magen erfolgen. Wo findet Astronautennahrung Verwendung? Die Anwendungsgebiete der hochkalorischen Trinknahrung sind vielfältig, vorrangig wird sie in der Altenpflege, bei Krankheit oder nach Operationen und in der Palliativpflege eingesetzt. Doch auch Personen in der häuslichen Pflege, die aufgrund von Alter oder Erkrankung an massivem Gewichtsverlust leiden, werden mithilfe von Astronautenkost dringend benötigte Energie und Nährstoffe konzentriert zugeführt. Wo gibt es Astronautennahrung zu kaufen? Trinknahrung und Astronautennahrung sind in gut sortierten Fachgeschäften, in Onlineshops für Pflegebedarf und in der Apotheke erhältlich. Astronautennahrung auf Rezept – die Voraussetzungen Wenn die Fähigkeit zur ausreichenden regulären Nahrungsaufnahme fehlt oder eingeschränkt ist, kann der behandelnde Arzt eine Trinknahrung verordnen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann.Anmerkung: Die Verordnungsfähigkeit von medizinischer Trinknahrung ist in der Arzneimittelrichtlinie geregelt.Sieht der Arzt den Einsatz von Astronautenkost als medizinische Notwendigkeit, so kann er diese als Arzneimittel verordnen. Mit dem vom Mediziner ausgestellten Rezept erhalten die Patienten die notwendigen Produkte in der Apotheke oder einem ausgewählten Fachgeschäft. Welche Produkte werden von der Krankenkasse bewilligt? Trinknahrung, die als Zugabe zur normalen Ernährung geeignet ist und nur zum Aufbau dient (bilanzierte Diät). Trinknahrung, die zur ausschließlichen Ernährung eingesetzt wird (vollbilanzierte Diät). Produkte mit einem Mindestenergiegehalt von 1 kcal/ml. Bilanzierte und vollbilanzierte Diät Leidet der Patient unter Nährstoffmangel, Schwäche oder Vitaminmangel, ist jedoch noch in der Lage reguläre Mahlzeiten zu sich zu nehmen, kann Astronautenkost als zusätzliches Nahrungsmittel eingesetzt werden - bilanzierte Diät. Ist die gewohnte Nahrungsaufnahme nur schwer oder gar nicht mehr möglich, dient die Astronautennahrung meist als alleinige und vollwertige Nahrungsquelle – vollbilanzierte Diät. Ob eine bilanzierte oder eine vollbilanzierte Diät zum Einsatz kommt, entscheidet der jeweilige Arzt aufgrund der Erkrankung des Patienten und dessen Ausgangssituation. Diese speziellen Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden und müssen mit einem eindeutigen Hinweis „Zum Diätmanagement bei …..“ versehen sein. Ebenfalls muss angegeben sein, für welche Krankheit, Störung oder Beschwerden das diätische Lebensmittel geeignet ist. Bilanzierte Diät Bei der bilanzierten Diät handelt es sich um Lebensmittel, die als Zusatz zu der normalen Ernährung eingenommen werden, um z. B. einen vorübergehenden Nährstoffmangel auszugleichen oder im Falle von Gewichtsverlust rasch eine hohe Menge an Kalorien zuzuführen.Anmerkung: Lebensmittel für die bilanzierte Diät sind nicht zur Behandlung einer Krankheit bestimmt, sie dienen lediglich zur Linderung von Symptomen, die durch eine Krankheit entstehen, zum Aufbau und zur Abdeckung der fehlenden Nährstoffe aufgrund einer Krankheit. pixabay - FabianoAdvertising Vollbilanzierte Diät Bei der vollbilanzierten Diät dient die Trinknahrung als alleiniges Nahrungsmittel und versorgt den Patienten mit allen essentiellen Nährstoffen, Vitaminen und Eiweißen. Die Einnahme kann oral oder auch via Sonde erfolgen. Das Wichtigste im Überblick Astronautennahrung hat ihren Ursprung in der Raumfahrt und wurde als Trinknahrung eigens für Personen, welche aufgrund verschiedener Erkrankungen die nötigen Nährstoffe nicht mit der regulären Mahlzeit aufnehmen können und an Mangelerscheinungen leiden weiterentwickelt.Die Astronautenkost gilt als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und wird in der Regel von einem Arzt verordnet. Die Einnahme sollte vom zuständigen Mediziner beobachtet und kontrolliert werden.Medizinische Astronautennahrung ist verordnungsfähig und wird von der Krankenkasse bezahlt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann. Quellenangaben:AstronautennahrungArztpraxis BarmstedtDeutsche Apotheker Zeitung

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  • Die 40 Euro Pauschale für Pflegehilfsmittel

    Pflegebedürftige haben laut dem Pflegestärkungsgesetz Anspruch auf einen Zuschuss in der Höhe von Euro 40 zur Beschaffung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Diese sind in der Regel nur zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und dienen der Pflege des Patienten. Voraussetzung dafür ist ein anerkannter Pflegegrad und die häusliche Pflege. Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel? Die Pflegehilfsmittel dienen zur Sicherstellung der täglichen Grundpflege des Patienten und sollen der pflegenden Person die häusliche Pflege erleichtern. pixabay - Alexas_Fotos Sämtliche zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind im Pflegehilfsmittelverzeichnis in der Gruppe 54 aufgelistet. Das Hilfsmittelverzeichnis können Sie online bei den Kranken- und Pflegekassen oder im zuständigen Sanitätshaus einsehen. Zu den von der Pflegekasse unterstützten Pflegehilfsmitteln zählen unter anderem  Saugende Bettschutzeinlagen Saugende Bettschutzeinlagen werden besonders bei bettlägerigen oder inkontinenten Pflegebedürftigen als Matratzenschutz unter den Körper gelegt. Diese stark saugenden Einlagen können große Flüssigkeitsmengen aufnehmen und ermöglichen dem Patienten dennoch eine trockene Liegefläche. Durch die kompakte Größe lassen sich die Auflagen schnell und einfach wechseln. Die Bettschutzeinlagen sind als Pflegehilfsmittel zum einmaligen Gebrauch in verschiedenen Größen erhältlich. Fingerlinge Diese Schutzüberzüge für einzelne Finger werden vorrangig zum Entfernen von Restkot aus dem Rektum verwendet, sind aber auch für andere Tätigkeiten geeignet. Sie werden zum Schutz vor dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten des Pflegebedürftigen über die einzelnen Finger gezogen. EinmalhandschuheZum Schutz der Pflegeperson beim Umgang mit Körpersekreten und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten oder Infektionen. Einmalhandschuhe bieten im Gegensatz zu den Fingerlingen einen Schutz der gesamten Hand und werden somit von Experten bevorzugt empfohlen. MundschutzEin Mundschutz ist eine Abdeckung von Mund und Nase und dient sowohl für die Pflegeperson als auch für den Patienten als Schutz und zur Vorbeugung von Krankheiten. Die Anwendung eines Mundschutzes ist schon bei einer einfachen Erkältung ratsam um den meist ohnehin bereits geschwächten Pflegebedürftigen vor weiteren Erkrankungen zu schützen. SchutzschürzenMeist aus wasserfestem und abwaschbarem Folienmaterial, entweder zum einmaligen Gebrauch oder zur mehrmaligen Verwendung. Dient der pflegenden Person als Hygieneschutz. HändedesinfektionsmittelDie Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung wurde speziell für den täglichen Gebrauch und zum Auftragen auf die Haut entwickelt. Sie dient zum Schutz der Pflegeperson und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten. Die Hände sollten vorbeugend nach jedem Toilettengang sowie vor und nach den Mahlzeiten desinfiziert werden. FlächendesinfektionsmittelHierbei handelt es sich um eine Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung zur großflächigen Reinigung. Zur allgemeinen Hygiene und zur Minimierung von Risikofaktoren bei Krankheiten sollte die Flächendesinfektion vorbeugend auf oft gebrauchten Alltagsgegenständen, wie Fernbedienung, Telefon, Tischen, WC und Türschnallen verwendet werden. EinmallätzchenZum Schutz der Kleidung des Versicherten bei der Nahrungsaufnahme. In verschiedenen Ausführungen erhältlich, mit Kopföffnung oder Bändern zur Fixierung möglich, auch mit zusätzlicher Auffangtasche erhältlich. pixabay - whitesession Wer hat Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel? Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf die Erstattung der Kosten für zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel in Höhe von Euro 40 pro Monat. Voraussetzung für den Bezug dieser Leistung ist die private Pflege im häuslichen Umfeld der pflegebedürftigen Person. Befindet sich der Versicherte in einem Pflegeheim oder einer stationären Einrichtung werden die Pflegehilfsmittel von der Einrichtung selbst zur Verfügung gestellt und fallen unter deren laufende Betriebsmittel. Wird der Patient durch einen gewerblichen Pflegedienst betreut, müssen die Pflegehilfsmittel vom Pflegeanbieter bereitgestellt werden. Bei einer kombinierten Pflege aus privater Betreuung und einem professionellen Pflegedienst, besteht ebenso Anspruch auf die Erstattung der Pflegehilfsmittel durch die Pflegekasse. Für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel wird keine ärztliche Verordnung benötigt, es genügt der Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Pflegekasse. Nach erfolgreicher Beantragung bei der Kasse, können Sie die gewünschten Produkte ganz einfach bei uns bestellen und wir liefern Ihnen Ihr monatliches Pflegepaket ganz bequem direkt nach Hause. Wie kann ich die Pflegehilfsmittel beantragen? Um die monatliche Pauschale für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel in Höhe von Euro 40 zu erhalten muss ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse eingereicht werden. In einigen Fällen muss der Antrag für die Hilfsmittel an die Krankenkasse gestellt werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Hilfsmittel einen Teil der Versorgung darstellen, welcher aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung notwendig ist. Der Antrag für die Kostenübernahme ist in der Regel bei der Pflegekasse oder auch bei den Anbietern für Hilfsmittel erhältlich. Es ist auch möglich den Zuschuss telefonisch bei der Pflegekasse zu beantragen. Hier wird Ihnen im Normalfall ein Formular zum Ausfüllen zugesandt. Wir empfehlen allerdings die Kostenübernahme für die Pflegehilfsmittel schriftlich zu beantragen. Ist der Pflegebedürftige bereits in einen Pflegegrad eingestuft, ist in der Regel im Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vermerkt, welche Pflegehilfsmittel für die Pflege notwendig sind. Die Auszahlung der Pauschale ist per Überweisung am Monatsanfang oder rückwirkend durch Einreichen der Rechnungen möglich. Eine nachträgliche Erstattung erfolgt nur nach Vorlage der Quittungen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragstellung. Lassen Sie sich Ihr Hilfsmittelpaket automatisch jeden Monat nach Hause liefern Mit unserer Abo-Funktion können Sie sich ganz einfach Ihr persönliches Hilfsmittelpaket zusammenstellen und wir liefern Ihre ausgewählten Produkte Monat für Monat automatisch bis vor Ihre Haustüre. Wir garantieren eine pünktliche Lieferung in einer neutralen Verpackung. Somit entfallen für Sie die aufwendigen monatlichen Besorgungen und Sie haben mehr Zeit um Ihre Angehörigen zu pflegen. Sollten sich Ihre Bedürfnisse ändern, können Sie das monatliche Abo jederzeit ganz einfach anpassen. Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung? Auch das übernehmen wir gerne für Sie, senden Sie uns einfach das ausgefüllte Antragsformular und wir kümmern uns um den Rest. Die Verrechnung erfolgt direkt mit der Pflegekasse. Haben Sie noch Fragen? Unsere Fachberatung steht Ihnen unter 0621 3 915657 - 23 oder per Mail info@hilfsmittelprofi.de gerne zur Verfügung. Quellenangaben:AOKSozialversicherung kompetent

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  • Windelhosen für Erwachsene

    Personen die an Erkrankungen leiden, die zu Harn- oder Stuhlinkontinenz führen, sind auf Hygieneartikel und Inkontinenzartikel angewiesen. Um mit den Symptomen der Inkontinenz leichter umgehen zu können und einen würdigen und selbstbestimmten Alltag führen zu können, tragen viele Betroffene Windeln für Erwachsene oder ähnliche Produkte. Eine Windelhose für Erwachsene bedeutet für von Inkontinenz betroffene Personen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Blasenschwäche und sorgen für eine bessere Lebensqualität. unsplash - Vidar Nordli-Mathisen Für wen sind Windelhosen für Erwachsene geeignet? In den letzten Jahren hat sich ein starker demografischer Wandel vollzogen. Durch die höhere Lebenserwartung steigt die Anzahl der Senioren stetig an. Personen, die aufgrund von körperlichen oder psychischen Erkrankungen an Stuhl- oder Harninkontinenz leiden. Dies betrifft in erster Linie ältere Menschen, an Demenz erkrankte und bettlägerige Personen. Jedoch auch jüngere Menschen können vorübergehend von Inkontinenz betroffen sein. Etwa Schwangere und junge Mütter kurz nach der Geburt, deren Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist. Die Bandbreite an verschiedenen Artikeln ist groß. Von der dünnen Einwegunterwäsche bei einem tröpfchenweisen Verlust des Harns bis hin zur super saugfähigen Windelhose bei komplettem Verlust der Blasen- und Darmfunktion, gibt es nahezu für jedes Problem das passende Produkt. Welche Arten von Windeln für Erwachsene gibt es? In erster Linie geht es um eine leichte Handhabung und darum, dass sich der Betroffene mit dem Hygieneartikel wohlfühlt. Eine herkömmliche Windel, wie wir sie von Kleinkindern kennen, ist für Erwachsene oft gewöhnungsbedürftig, daher tendieren die Patienten sehr zu Windelhosen. In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Modellen, grundsätzlich unterscheidet man jedoch zwischen zwei Varianten: Die klassische Windel für Erwachsene Windeln für Erwachsene erinnern in der Form an die klassische Babywindel, hierbei handelt es sich jedoch um wahre Hightechprodukte. Diese Variante wird bevorzugt bei bettlägerigen Personen verwendet, da durch die seitlichen Verschlüsse ein rascher und relativ einfacher Wechsel der Windel erfolgen kann. Durch den extra starken Saugkern kann die Windel für Erwachsene eine große Menge an Flüssigkeit aufnehmen und schützt Kleidung und Bett sicher vor Verschmutzungen. Die Windelhose für mehr Flexibilität und Tragekomfort Diese Modelle haben den Schnitt eines herkömmlichen Slips und sind für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Sie bildet die praktischste und komfortabelste Art der Windelhosen. Unterschiedliche Schnitte und eine große Auswahl an Farben vermitteln den Trägern das Gefühl einen normalen Slip zu tragen. Für eine leichte Form der Inkontinenz gibt es relativ dünne Pants, die bequem und unsichtbar unter der normalen Kleidung getragen werden können. Für eine stärkere Form der Blasen- und Darmschwäche, stehen dickere Windelhosen zur Verfügung, die durch einen Superabsorber eine sehr starke Saugkraft aufweisen. Aber auch diese sind dank ihres speziellen Schnittes unter Alltagskleidung nicht erkennbar.   pixabay - PublicDomainPictures Wo erhalte ich Windeln für Erwachsene? Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema und für die betroffene Person unangenehm und peinlich. So scheuen sich viele Menschen davor, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade im heutigen Zeitalter ist es für Betroffene jedoch sehr einfach ihre Inkontinenzhilfsmittel über das Internet zu bestellen und die Produkte unauffällig und diskret bis nach Hause geliefert zu bekommen. Finden Sie hier eine breite Auswahl an Windelhosen für Erwachsene. Falls Sie sich unsicher sind, welches Produkt für Sie am besten passt, bieten wir Ihnen eine kompetente und pietätvolle Beratung an. Wer übernimmt die Kosten? Windeln für Erwachsene sind Inkontinenzartikel und zählen zu den Hilfsmitteln. Diese werden in der Regel von der zuständigen Krankenkasse übernommen wird. Voraussetzung hierfür ist ein vom behandelnden Arzt ausgestelltes Rezept.

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  • Blasenentzündung beim Mann

    Auch wenn Entzündungen der Blase und der Harnwege bei Frauen weitaus häufiger auftreten, verlaufen diese bei Männern doch meist schmerzhafter und komplizierter. Von Harnwegsinfekten bei Männern sind hauptsächlich Personen ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Dies hat den Grund, dass in diesem Alter die Prostata wächst und in manchen Fällen auf die Harnröhre drückt. Dadurch wird der Urinabfluss blockiert und es verbleibt ein Restharn in der Harnblase, welcher zu Entzündungen führen kann.  pixabay - OpenClipart-Vectors Was ist eine Blasenentzündung? Eine Blasenentzündung bezeichnet die Entzündung der Blasenschleimhaut. Diese wird in der Regel durch Bakterien ausgelöst, die sich in der Harnblase festsetzen und vermehren. Eine Entzündung der Blase zählt zu den Harnwegsinfekten, da fast immer auch die Harnröhre, die Nieren und die Harnleiter betroffen sind. Bei einer akuten Blasenentzündung treten die Beschwerden sehr plötzlich auf. Wird die Infektion nicht behandelt, kann sich eine chronische Entzündung bilden, die langfristig immer wieder auftritt. Durch eine frühzeitige Behandlung kann die Ausbreitung der Infektion verhindert werden. Von Blasenentzündungen sind vorrangig Frauen betroffen, da ihre Harnröhre um einiges kürzer ist als die des Mannes, auch liegt sie sehr nahe am Darmausgang, was dazu führt, dass Darmbakterien leicht in die Blase gelangen können. Eine Blasenentzündung betrifft meist auch die Niere, die Harnleiter, die Blase oder die Harnröhre. Die in der Regel durch Bakterien verursachte Infektion ist bei Männern besonders schmerzhaft. Anatomie Zu den Harnwegen gehören die Nieren, die Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Das Blut wird durch die Nieren gefiltert, welche zugleich überflüssiges Wasser und Abfall auffangen. Dieser Reinigungsprozess erzeugt Urin. Der Urin fließt von den Nieren durch die beiden Harnröhren zur Blase und wird dort gespeichert. Beim Entleeren der Blase, verlässt der Urin den Körper durch die Harnröhre. Männer erkranken weitaus seltener an Harnwegsinfekten, da ihre Harnröhre länger ist als die der Frau. Eine Vielzahl aufsteigender Bakterien können durch den langen Weg beim Urinieren wieder ausgewaschen werden, noch bevor sie die Harnblase erreichen. Auch ist der Harnröhrenausgang beim Mann mit weniger Bakterien besetzt als der weibliche. Zudem gibt die Prostata ein antimikrobielles Sekret ab, welches die Vermehrung von Bakterien reduziert. Die verschiedenen Formen einer Harnwegsinfektion Es gibt drei Haupttypen von Harnwegsinfekten: Blasenentzündung Die Blasenentzündung ist die häufigste Art der Harnwegsinfektion und bezeichnet eine Infektion der unteren Harnwege. Diese Infektion wird in erster Linie durch Darmbakterien ausgelöst, welche über die Harnröhre zur Blase wandern und sich dort vermehren. Aber auch Mikroorganismen können eine Blasenentzündung hervorrufen. Diese Organismen werden durch sexuellen Kontakt übertragen und können neben der Blasenentzündung auch eine Entzündung der Prostata nach sich ziehen. Harnröhreninfektion Eine Infektion der Harnröhre besteht, wenn sich Bakterien in der Harnröhre, dem Schlauch, der den Urin von der Blase aus dem Körper leitet, festsetzen. Dies ist insbesondere nach dem Verwenden eines Katheters möglich. Niereninfektion Bei einer Niereninfektion sind die Bakterien bereits durch die Harnleiter bis in die Nieren gewandert und führen dort meist zu einer schwerwiegenden Infektion mit sehr starken Schmerzen. Dies bringt häufig eine Entzündung der gesamten Harnwege mit sich. Aber auch wenn Bakterien aus dem Blutkreislauf sich in den Nieren angesammelt haben, kann eine Infektion entstehen. pixabay - 3dman_eu Symptome Eine Blasenentzündung wird oft von mehreren Symptomen begleitet, welche oft ganz plötzlich auftreten. Vermehrter Harndrang Häufiges Wasserlassen, auch Nachts Harndrang, auch wenn die Blase bereits leer ist Schmerzen und Brennen beim Urinieren Trüber und übel riechender Urin Blut im Urin Druckempfindlichkeit und Schmerzen im Unterleib Nächtliches Einnässen Fieber Schüttelfrost Übelkeit und Erbrechen Schmerzen im Rückenbereich und in den Flanken Ursachen Eine große Rolle bei der Entstehung einer Blaseninfektion beim Mann spielt die Prostata. Mit fortschreitendem Alter entwickelt sich bei Männern oft eine gutartige Prostatavergrößerung. Die Prostata verläuft um den Blasenhals, wo die Harnröhre mit der Blase verwachsen ist. Bei einer Vergrößerung drückt die Prostata auf den Hals der Blase und erschwert so den Urinfabluss. Da sich die Blase somit nicht mehr vollständig entleeren kann, bleibt Restharn in der Blase zurück und führt zu einer vermehrten Bakterienbildung. Infolgedessen kommt es zu einer Infektion.  Mögliche weitere Ursachen einer Harnwegsinfektion bei Männern sind: Eine vergrößerte Prostata Vorhautverengung Eine verengte Harnröhre Neurologische Erkrankungen Der Gebrauch von Kathetern Blasenentleerungsstörung Harnblasendivertikel Risikofaktoren Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken. Neben den bereits genannten möglichen Ursachen für eine Blasenentzündung, gibt es weitere Risikofaktoren, durch deren Vermeidung sich eine Infektion verhindern lässt.  Reges Sexualleben mit häufig wechselnden Partnern Analsex Nicht beschnitten sein Diabetes Eine Blasenentzündung in den letzten 12 Monaten Zu wenig Bewegung Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme Stuhlinkontinenz Diagnose  Wenn eine der oben genannten Symptome bestehen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Hinauszögern der Behandlung können sich die Beschwerden verschlimmern und die Infektion sich ausbreiten.  Wird eine Blaseninfektion nicht behandelt, kann dies zu schwerwiegenden und mitunter chronischen Schäden an den Nieren und der Prostata führen. Der Arzt wird anhand der Krankengeschichte, der Symptome und einer körperlichen Untersuchung die Diagnose stellen. Im Normalfall wird mittels einer Urinprobe im Labor der Bakterienstamm verifiziert und die Infektion anhand des Ergebnisses, mit einem geeigneten Antibiotika behandelt.  Da eine Harnwegsinfektion vor allem bei jungen Männern relativ selten ist, kann der Arzt anhand einer rektalen Untersuchung die Prostata untersuchen und eventuelle Auffälligkeiten erkennen.  Eine genaue Diagnose kann mittels einer Ultraschalluntersuchung, einer Computertomografie oder einer Zystoskopie gestellt werden.  pixabay - 3dman_eu Behandlung und Therapie Ein Großteil der Harnwegsinfektionen kann mit Antibiotika sehr gut behandelt werden. Eine Antibiotikakur dauert meist zwischen fünf bis sieben Tagen und lässt die Infektion komplett abheilen. Während der Behandlung muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Viele Patienten schwören auf die unterstützende Therapie mit Preiselbeersaft, welcher die Bakterienanzahl in der Blase senken soll. Es gibt jedoch noch nicht genügend wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Theorie um diese zu untermauern. Wichtig ist, die verordneten Antibiotika bis zum Ende einzunehmen, um ein erneutes Wachstum der Bakterien zu verhindern. Wird die Einnahme der Medikamente zu früh beendet, verbleiben die starken und widerstandsfähigen Bakterienstämme im Körper und rufen einen neuerlichen und mitunter schwereren Ausbruch der Infektion hervor. Vorbeugung Ein Großteil der Blasenentzündungen bei Männern kann nicht verhindert werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten zur Vorbeugung. In erster Linie sollte verhindert werden, dass Bakterien in die Harnwege eindringen können. So kann z. B. das Verwenden von Kondomen Infektionen vorbeugen, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Wer den Drang zum Urinieren verspürt, sollte nicht “zurückhalten”. Je länger sich der Urin in der Blase befindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien vermehren und zu einer Entzündung führen.  Männer, die an einer vergrößerten Prostata leiden, können durch den Verzicht auf Koffein und Alkohol dazu beitragen, den Urinabfluss zu verbessern. Somit wird einer Infektion durch den zu langen Verbleib von Urin in der Harnblase vorgebeugt.  Bei einer vergrößerten Prostata hilft jedoch oft nur eine Operation, bei der ein Teil der Drüse entfernt wird, um den Harnfluss zu verbessern.  Um den Reinigungsprozess im Körper in Gang zu halten, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Das bedeutet, nicht nur bei einem aufkommenden Durstgefühl zu trinken, sondern regelmäßig über den Tag verteilt. Quellenangaben:fernarztDr.Ed

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  • Prostata-Untersuchung

    Was ist die Prostata und welche Funktion hat sie? Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein Teil des männlichen Fortpflanzungssystems. Die kleine Drüse unterhalb der Blase hat in etwa die Größe einer Walnuss. Sie umschließt in zwei Lappen den ersten Teil der Harnröhre und mündet in diese. Die Prostata hat die Aufgabe ein Sekret zu produzieren, das gemeinsam mit den Spermien den Samen bildet. Die Muskeln der Prostata drücken den Samen dann während der Ejakulation durch die Harnröhre nach draußen. Eine normal große Prostata ist ca. zwei bis vier Zentimeter lang, dreieckig geformt und sollte sich fest und gummiartig anfühlen. pixabay - therapractice Wenn die Prostata krank macht Die Prostata verändert mit dem Alter ihr Gewebe und auch ihre Größe. So hat sie bei jungen Männern in etwa die Größe einer Kastanie und erreicht bei älteren Männern das Volumen eines Pfirsichs. Bereits ab einem Alter von 30 Jahren kann sie in der Größe zunehmen. Bei einem Großteil der 80-jährigen führt die vergrößerte Prostata zu Problemen, da sie durch Ihre Größe die Harnröhre verengt und das Urinieren erschweren kann. Eine ständig übervolle und überdehnte Blase kann zu Entzündungen führen und sich im Laufe der Erkrankung zu einer Inkontinenz beim Mann entwickeln, hier tritt ein unkontrollierter Urinverlust ein. Durch spezielle Inkontinenz Einlagen kann hier Abhilfe geschaffen werden. Mehr als ein Viertel aller Männer in Deutschland ist von einer Prostatavergrößerung betroffen Aber auch in jungen Jahren ist eine Erkrankung der Prostata möglich. So deuten Symptome wie häufiger Harndrang und Schmerzen beim Urinieren auf eine Entzündung der Prostata hin. Auch Schmerzen im Unterleib oder beim Geschlechtsverkehr und beim Stuhlgang können auftreten. Häufig wird die Entzündung auch von Fieber begleitet. Der Prostatakrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsform bei Männern in Deutschland. Wird diese Krankheit frühzeitig diagnostiziert, bestehen sehr gute Heilungschancen. Da Beschwerden jedoch meist in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten, wird das Prostatakarzinom oft erst zu spät erkannt. Was ist eine Prostatauntersuchung und wie ist der Ablauf? Die Prostatauntersuchung dient dazu, etwaige Veränderungen und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Diese Untersuchung dauert im Normalfall nur wenige Minuten und ist so gut wie schmerzfrei. Bei der Prostatauntersuchung führt der Arzt seinen Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata, die sich hinter dem Penis und unter der Blase befindet direkt zu ertasten.  Ab wann muss ich zur Prostatauntersuchung gehen? Die Prostatauntersuchung ist eine Routineuntersuchung und wird bei gesunden Menschen, die keine Symptome haben eingesetzt, um möglichst frühzeitig Krankheiten zu erkennen. Je früher Veränderungen und Anomalien entdeckt werden, desto früher kann mit der Behandlung begonnen werden und umso mehr Chancen bestehen bösartige Veränderungen, wie etwa Krebs zu heilen. Heutzutage gehört diese Untersuchung zur Standard-Medizin und wird im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Männer ab dem 50. Lebensjahr und jüngere Männer, die ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs haben, sollten diese Untersuchung mindestens einmal im Jahr durchführen lassen. Bei Symptomen einer Prostatavergrößerung, wie etwa vermehrter Harndrang oder Inkontinenz, ist ein sofortige Abklärung beim Arzt zu empfehlen. pixabay - Brun-nO Welche Methoden zur Untersuchung gibt es? Es gibt mehrere Möglichkeiten die Prostata zu untersuchen. Die häufigste Untersuchung stellt die Tastuntersuchung dar, erst wenn hier Anomalien erkennbar sind, werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Tastuntersuchung Die bereits erwähnte Tastuntersuchung, ist die am häufigsten angewandte Untersuchungsform, um die Prostata direkt zu ertasten. Hierbei steht der Patient mit nach vorne gebücktem Oberkörper, abgestützt vor dem Untersuchungstisch. Der Arzt führt den mit Gleitmittel bedeckten Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata zu untersuchen. Er bewegt seinen Finger in kreisförmigen Bewegungen, um die Lappen und Rillen der gesamten Prostata zu ertasten. Der Arzt bestimmt die Größe der Prostata und sucht nach Unebenheiten, weichen oder harten Stellen und anderen Anomalien. Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft, es ist aber möglich, dass der Patient einen leichten Druck verspürt. Sind Hämorrhoiden, Analfissuren oder dergleichen vorhanden, muss der Arzt vor der Untersuchung informiert werden, um die Risiken weiterer Verletzungen zu minimieren. Ist der Patient entspannt, dauert die Untersuchung nur wenige Minuten. Bluttest Werden bei der Tastuntersuchung Anomalien festgestellt, folgt meist eine Blutuntersuchung, bei der der PSA-Wert festgestellt wird um z. B. Krebs zu erkennen. PSA ist ein von den Zellen der Prostata gebildetes Eiweiß, welches auch im Blut zu finden ist. PSA eignet sich sehr gut als Tumormarker, denn dieses Eiweiß wird nur in der Prostata gebildet und ist daher prostata-spezifisch. Ist der PSA-Wert im Blut erhöht, so ist es wahrscheinlich, dass ein Prostataproblem vorliegt. Jedoch können verschiedene Faktoren den PSA-Wert beeinflussen, so z. B. das Alter, Körpergewicht, die familiäre Vorgeschichte und die ethnische Zugehörigkeit. Auch schwankt der PSA-Wert von Mensch zu Mensch. Ultraschall Eine Ultraschalluntersuchung erfolgt meist im Anschluss an die Tastuntersuchung und dem Bluttest, wenn beim Patienten Auffälligkeiten bestehen. Dieses bildgebende Diagnoseverfahren ermöglicht die Beurteilung des Prostatagewebes und der umliegenden Organe. Ultraschall ist ein besonders schonendes Verfahren, es ist nichtinvasiv und kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Die Ultraschalluntersuchung der Prostata wird meist über das Rektum durchgeführt, dabei wird die Ultraschallsonde durch den Anus eingeführt. Da die Prostata direkt an den Mastdarm grenzt ist hier eine besonders genaue Darstellung möglich. In seltenen Fällen kann die Untersuchung auch über den Unterbauch stattfinden, die Darstellung der Prostata ist hier jedoch nicht so gegeben wie bei der rektalen Untersuchung. pixabay - falco Gewebeprobe Wurden bei der Tastuntersuchung Auffälligkeiten bemerkt, sind erhöhte Blutwerte vorhanden oder gibt es verdächtige Bereiche beim Ultraschall wird zur weiteren Abklärung und genauen Diagnose eine Gewebeprobe entnommen. Bei einer Biopsie wird ein kleiner Gewebeteil der Prostata entnommen, um sie mikroskopisch zu begutachten. Die Prostatabiopsie ist die derzeit beste Möglichkeit, um bösartige Veränderungen auszuschließen oder weitere Diagnosen zu stellen, ohne eine große Operation durchzuführen. Die Biopsie ist ein ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei dem mit Hilfe einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben entnommen werden. Fazit Auch wenn die Prostatauntersuchung unangenehm klingt und viele Männer dieser ängstlich gegenüberstehen, sollte sie regelmäßig im Abstand von einem Jahr durchgeführt werden. Nur so können frühzeitig Veränderungen und eventuelle Erkrankungen erkannt und behandelt werden. Besonders bei bereits bestehenden Problemen, wie etwa Schmerzen, Problemen beim Urinieren oder vermehrter Harndrang, sollte schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden. Einhergehende Symptome einer bestehenden Erkrankung, wie etwa Inkontinenz können mit speziellen Inkontinenzartikel für den Mann erleichtert und gelindert werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Prostata.deMännergesundheitPraxisvitaSprechzimmer.ch

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  • Was ist ein Blasentumor?

    Ein Blasentumor bezeichnet ein gutartiges oder auch bösartiges Geschwulst im Gewebe der Harnblase. Sie ist die fünfhäufigste Krebserkrankung beim Menschen. Oft verursacht ein Blasentumor keine Beschwerden und wird daher relativ spät entdeckt. Als erstes Anzeichen eines Blasentumors tritt meist Blut im Urin auf. Spätestens dann sollte ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden. Die Blase als Organ Die Blase ist ein ballonförmiges Organ im Becken. Als Teil des Harnsystems nimmt es den von den Nieren erzeugten Urin auf, welcher durch die Harnleiter zur Blase transportiert wird und speichert ihn. Die flexible und muskulöse Wand der Harnblase kann sich dehnen und zusammenziehen. Ist die Blase mit Urin gefüllt, ziehen sich die Muskeln zusammen und der Harn wird durch die Harnröhre aus dem Körper transportiert. pixabay - PDPics Was ist ein Blasentumor? Blasentumore sind Veränderungen, Wucherungen und Geschwülste an der Blase. Diese werden zwischen gutartigen und bösartigen Gewächsen unterschieden.  Gutartige Wucherungen Ein gutartiger Tumor bildet keine Metastasen und dringt nicht in das umliegende Gewebe vor. Er gilt als geheilt, sobald dieser operativ entfernt wurde. Es gibt verschiedene Formen von gutartigen Tumoren in der Blase, bekannt sind vor allem das Papillom, das Myom und das Fibrom. In seltenen Fällen ist es jedoch möglich, dass sich aus einem gutartigen Papillom bösartiger Blasenkrebs entwickelt. Bösartige Wucherungen Bei bösartigen Geschwüren handelt es sich umgangssprachlich um Blasenkrebs. In diesem Fall wächst der Tumor meist in der Schleimhautschicht der Blase. Wird der Tumor größer, breitet er sich in den meisten Fällen aus und dringt in tiefere Schichten der Blase vor. Es können auch benachbarte Organe betroffen sein, wie etwa der Harnleiter, Harnröhre und das Nierenbecken. Symptome bei einem Blasentumor Rötlich oder braun verfärbter Harn und auch Blutbeimengungen beim Wasserlassen sind häufig die ersten Anzeichen für eine Veränderung der Harnblase. Auch ein erhöhter Harndrang und leichte Inkontinenz können auftreten. Oft berichten Patienten jedoch auch von Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung, Brennen beim Wasserlassen und dass trotz des Harndranges das Urinieren nicht möglich ist. Diese ersten Anzeichen sind eher unspezifisch und deuten nicht direkt auf einen Blasentumor hin. Bei bösartigen Wucherungen und fortgeschrittener Erkrankung treten spezifischere Beschwerden auf, wie etwa Schmerzen der Nieren und des Unterleibes, Knochenschmerzen und vergrößerte Lymphknoten. Auch wenn diese Symptome auftreten, bedeutet dies nicht unweigerlich an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Plötzlich auftretende und länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch immer von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden. pixabay - geralt Blasentumor beim Mann Männer erkranken etwa dreimal so häufig an Blasenkrebs wie Frauen. Etwa jeder vierte männliche Krebspatient leidet unter Blasenkrebs.  Blasentumor bei der Frau Frauen sind nicht so häufig vom Blasenkrebs betroffen, wie Männer, nur etwa jede zehnte an Krebs erkrankte Frau leidet unter Blasenkrebs.  Ursachen für Blasentumore Es gibt verschiedene Gründe, um an Blasenkrebs zu erkranken. Die häufigsten Ursachen sind: Tabakkonsum Kontakt mit krebsfördernden Chemikalien Medikamente Familiäre Vorerkrankungen Chronische Blasenentzündungen Alter Tabakkonsum Studien haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Kontakt mit krebsfördernden Stoffen Besonders im beruflichen Alltag kamen Arbeiter früher oft in Kontakt mit chemischen Substanzen, die als krebserregend eingestuft wurden. Vor allem im Bereich der Textilverarbeitung, der Gummiindustrie und der Pharmazie kamen Chemikalien zum Einsatz, die man auch unter dem Namen aromatische Amine kennt. Heute erfolgt die Arbeit mit solchen Stoffen nur unter Einhaltung größter Sicherheitsmaßnahmen. Da vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu vierzig Jahre vergehen können, treten heute noch Krebserkrankungen auf, die aus früheren Arbeiten mit den Stoffen entstanden sind. Medikamente Medikamentenmissbrauch und häufige Einnahme von Schmerzmitteln besonders der Wirkstoff Phenazetin stellt eine Gefährdung dar. Auch einige Medikamente, die in der Chemotherapie, z. B. bei Leukämie und Brustkrebs, Anwendung finden, könnten die Entstehung von Blasentumoren begünstigen. Familiäre Vorerkrankungen Gab es in der Familie bereits Fälle von bösartigen Veränderungen der Blase, besteht ein erhöhtes Risiko ebenfalls an Blasenkrebs zu erkranken. Es wurde auch beobachtet, dass das Alter der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. Je jünger der Familienangehörige bei der Erkrankung war, desto höher ist das Risiko für den Nachkommen. In diesem Fall ist eine regelmäßige Voruntersuchung empfehlenswert, um frühzeitig Tumore entdecken zu können. Chronische Blasenentzündungen Auch immer wieder kehrende Blasenentzündungen können bösartigen Wucherungen in und an der Harnblase begünstigen. Chronische Harnwegsinfektionen stellen ein hohes Risiko für Blasenkrebs dar. Chronische Blasenentzündung verursacht meist vorübergehende Inkontinenz, mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert werden. Alter Auch das Alter spielt beim Auftreten eines Blasentumors eine große Rolle, so sind vor allem Personen im 60. – 75. Lebensjahr betroffen. Wie kann ich Blasenkrebs vorbeugen? Schränken Sie Ihren Tabakkonsum ein oder hören Sie ganz auf zu Rauchen. Treffen Sie im Umgang mit chemischen Stoffen größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen. Nehmen Sie Medikamente nur ein, wenn diese vom Arzt verschrieben wurden und halten Sie sich an die vom Mediziner empfohlene Dosierung. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, besonders wenn es in Ihrer Familie bereits Krebserkrankungen gab. Suchen Sie beim Verdacht einer Blasenentzündung sofort einen Arzt auf, er wird Sie dahingehend behandeln, um einer chronischen Erkrankung entgegenzuwirken. Tragen Sie zum Schutz der Wäsche Einlagen für Inkontinenz. Nehmen Sie mit fortschreitendem Alter regelmäßig den Termin zur Vorsorgeuntersuchung war, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eventuell auftretende Probleme und Trinken Sie ausreichend. pixabay - skeeze Behandlung und Prognose bei Harnblasenkrebs Bei 75 % der Patienten wird ein Blasentumor frühzeitig entdeckt und der Tumor ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingedrungen. Bei diesem oberflächlichen Blasenkrebs stehen die Heilungschancen sehr gut. Nach der Entfernung des Tumors, welche meist mit einer Elektroschlinge durch die Harnröhre durchgeführt wird, folgt eine Chemotherapie, die direkt in die Blase gegeben wird. Mithilfe dieser Medikamententherapie wird sichergestellt, dass alle Tumorzellen unschädlich gemacht werden und das Risiko eines Rückfalls verringert wird. Bei muskelinvasiven Tumoren, also solchen, die bereits in das Muskelgewebe der Harnblase eingedrungen sind, muss mithilfe von Röntgenaufnahmen und Computertomographien festgestellt werden ob der Krebs Metastasen gebildet hat. Im fortgeschrittenen Stadium wird meist chirurgisch das betroffene und umliegende Gewebe entfernt. Beim Mann erfolgt die Entfernung der kompletten Harnblase inklusive der Prostata und den Samenblasen. Bei der Frau betrifft der Eingriff die Harnblase, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke, manchmal auch Teile der Scheidenwand. Fallbezogen werden verschiedene Ableitungen des Harns aus dem Körper gebildet. In manchen Fällen kann eine Ersatzblase aus dem Dünndarm gebildet werden, weit verbreitet ist auch der künstliche Blasenausgang, der Urostoma. Bei etwa bei 50 % aller Patienten mit einem invasiven Karzinom haben sich bereits Metastasen gebildet. Die Lebenserwartung in diesem Fall beträgt nur 5 Jahre. Fazit Der Blasentumor ist eine weltweit auftretende Erkrankung, die beim Mann dreimal so häufig auftritt als bei Frauen. In vielen Fällen ist der Tumor gutartig und wird entfernt. Weitere Maßnahmen sind oft nicht nötig. Wird ein bösartiger Tumor frühzeitig entdeckt und hat er noch keine Metastasen gebildet, stehen die Heilungschancen gut. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung verstirbt der Patient meist im Zeitraum von 5 Jahren. Daher ist Vorsorge ein sehr wichtiges Thema. Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken kann durch Vorsorge und eine gesunde Lebensweise deutlich gesenkt werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:Klinikum Uni MünchenChirurgie PortalUrologie Innsbruck

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  • Blasensenkung

    Verlagert sich die Blase nach unten in Richtung Beckenboden, spricht man von einer Blasensenkung. Diese Erscheinung tritt aufgrund der weiblichen Anatomie fast ausschließlich bei Frauen auf. Die Blasensenkung betrifft vorrangig Frauen im fortgeschrittenen Alter, besonders nach den Wechseljahren. Aber auch jüngere Frauen mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur können betroffen sein. Erhalten Sie im folgenden Artikel Informationen über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei einer Blasensenkung.  Was versteht man unter einer Blasensenkung? Der Ausdruck Blasensenkung bezeichnet das Verlagern der Blase nach unten, Ärzte sprechen häufig von einem Blasenvorfall. Hierbei handelt es sich meist um eine Erkrankung des unteren Harntraktes. Wenn die Beckenbodenmuskulatur nachlässt kann die Blase nach unten rutschen. Dann ist auch eine Verlagerung und das Abknicken der Harnröhre möglich. pixabay - 3dman_eu Ursachen einer Blasensenkung Die Harnblase sitzt im unteren Bauchraum, dem Becken und wird von Bändern, Muskeln und der Bindegewebsstruktur an seinem Platz gehalten. Die Anatomie der Frau sieht eine gewisse Dehnbarkeit der Beckenmuskulatur vor, damit sich bei der Geburt der Geburtskanal weiten kann. Daher tritt eine vorübergehende Blasensenkung auch oft nach einer Geburt auf. Doch auch im fortgeschrittenen Alter und mit dem Nachlassen der Muskulatur kann es zu einer Blasensenkung kommen. Ebenso wird der Hormonverlust in den Wechseljahren als Ursache für eine Verlagerung der Blase gesehen. Risikofaktoren Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer Blasensenkung begünstigen. So wird bei jahrelangem falschem Heben schwerer Lasten die Muskulatur und das Bindegewebe im Beckenboden stark beansprucht und führt so im Laufe der Zeit zu einer Schwächung. Auch der Druck eines Kindes während der Schwangerschaft, besonders bei Mehrlingsschwangerschaften und wiederholten Schwangerschaften lassen die Muskulatur erschlaffen. Starkes Übergewicht übt permanenten Druck auf den Beckenboden aus, mit der Zeit können die Muskeln und das Bindegewebe dem Druck nicht mehr standhalten und dehnen sich. Hormonelle Veränderungen mit Eintritt der Wechseljahre haben auch Auswirkungen auf die Beckenbodenmuskulatur. Hier ein kleiner Überblick der wichtigsten Risikofaktoren: Geburten Schweres Heben Übergewicht Hormonelle Veränderungen  Blasensenkung: Symptome Es gibt verschiedene Formen der Blasensenkung, daher unterscheiden sich die auftretenden Symptome häufig. Im Frühstadium haben viele Patienten gar keine Beschwerden und die Diagnose wird oft zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung gestellt. Viele Patienten berichten oft von einem Fremdkörpergefühl in der Scheide und einem Druckgefühl im Unterbauch bis hin zu starken Schmerzen. Manche Frauen haben auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, der durch den Druck der Blase auf die Vagina entsteht. Auch Probleme beim Wasserlassen sind möglich, ebenso wie vermehrter Harndrang und unwillkürlicher Harnverlust. Eines der häufigsten Symptome infolge von Blasensenkung ist allerdings die Inkontinenz. pixabay - frolicsomepl Die 4 Schweregrade der Inkontinenz Inkontinenz wird in 4 Schweregrade eingeteilt, die die Fähigkeit der Blasenkontrolle anhand des Urinverlustes bezeichnet. Grad 1 Leichte Inkontinenz oder auch Tröpfelinkontinenz bezeichnet den Verlust von einzelnen Tröpfchen bis hin zu leichten schwallartigen Harnverlusten. Harnverlust: bis 10 ml/Stunde bzw. 40 bis 300 ml pro Tag Grad 2 Mittelleichte Inkontinenz – hier tritt ein etwas stärkerer Harnverlust in unregelmäßigen Abständen am Tag und auch in der Nacht ein. Harnverlust:  bis 30 ml/Stunde bzw. 300 bis 1000 ml pro Tag Grad 3 Schwere Inkontinenz besteht, wenn mehrmals täglich und auch nachts ein starker Urinabgang bis hin zur vollständigen Blasenentleerung stattfindet. Eine Kontrolle über die Blasenfunktion ist nicht mehr gegeben. Harnverlust: mehr als 50 ml/Stunde bzw. 1000 bis 2400 ml pro Tag Grad 4 Sehr schwere Inkontinenz liegt bei vollständigem Verlust der Blasenfunktion vor. Urin geht bei der geringsten Bewegung und Druck auf die Blase ab. Harnverlust: 2400 - 5000 ml pro Tag Wo kann man Inkontinenz Hilfsmittel online kaufen? Inkontinenz ist ein heikles Thema, Betroffene schämen sich oft für den unkontrollierten Harnverlust und meiden soziale Kontakte. Zur Erleichterung der Folgeerscheinungen bei Blasenschwäche und Inkontinenz gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Eigens entwickelte Inkontinenzeinlagen werden eingesetzt, um den austretenden Harn sicher und zuverlässig aufzusaugen und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Bei Ihrem zuverlässigen Partner dem Hilfsmittelprofi finden Sie verschiedene Inkontinenz Hilfsmittel, wie Slipeinlagen, Pants oder Bettschutzeinlagen. Blasensenkung – was tun? Hat der behandelnde Arzt die endgültige Diagnose gestellt, erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung eine geeignete Therapie. Ist die Beckenbodenmuskulatur nach einer Geburt geschwächt oder liegt eine Bindegewebsschwäche vor, können mithilfe von Beckenbodengymnastik die Symptome gelindert werden. Bei einem langfristigen und regelmäßigen Training kann die Beckenbodenmuskulatur soweit gestärkt werden, dass die Blasensenkung stabilisiert und eine Harninkontinenz verhindert werden kann. Zusätzlich kann eine Therapie mit Reizstrom unterstützend angewandt werden. Bei der hormonellen Veränderung während den Wechseljahren die Ursache??, verschreibt der Arzt meist östrogenhaltige Vaginalzäpfchen oder auch eine Hormoncreme. Ein Pessar aus Kunststoff kann helfen die Blase vorübergehend an ihrem Platz zu halten, ist aber keine langfristige Lösung. Ist die Blase schon sehr weit vorgefallen, ist eine Operation oft die einzige Möglichkeit. Dabei wird zur Unterstützung der Beckenbodenmuskulatur ein Netz im Bindegewebe verankert. Zur Vorbeugung einer Blasensenkung gilt eine gesunde Lebensweise, normales Körpergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität.   pixabay - mohamed_hassan Warum gerade Frauen betroffen sind Eine Schwangerschaft beispielsweise hat immer auch Auswirkungen auf die Blase. Die immer größer werdende Gebärmutter verdrängt die Blase von ihrem Platz und übt manchmal einen Druck darauf aus. Auch bei Tritten des Kindes kann es zu spontaner Blasenentleerung kommen. Kommt es aufgrund einer Schwangerschaft zu einer Inkontinenz bei Frauen, können spezielle Einlagen den Harn sicher auffangen. Auch die Hormonumstellung während der Wechseljahre kann zur Erschlaffung des Beckenbodenbereiches führen.  Fazit Die Blasensenkung betrifft hauptsächlich Frauen, vorrangig nach einer Geburt oder im Laufe der Wechseljahre bis ins hohe Alter. Die Begleiterscheinung Inkontinenz kann mithilfe von eigens entwickelten Hilfsmitteln, wie etwa Einlagen erleichtert werden. Gezieltes Beckenbodentraining kann die Muskulatur des Beckenraumes stärken und die Symptome der Blasensenkung lindern. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:Urologenzentrum.atÄrztezeitungGesundheitsinformation.de

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  • Beckenbodentraining

    Beckenbodentraining ist eine gute Möglichkeit die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und die inneren Organe in diesem Bereich an ihrem Platz zu halten. Mit effektiven Übungen können Sie Blasenschwäche und Inkontinenz vorbeugen und in manchen Fällen sogar heilen. Besonders wenn Frauen schwanger werden und die Harnblase von ihrem Platz gedrängt wird, steigt der Druck durch die Gebärmutter und es kann zu vorübergehender Blasenschwäche kommen. Spätestens dann hilft gezieltes Beckenbodentraining den Symptomen von Inkontinenz entgegenzuwirken. Wir haben für Sie die 6 effektivsten Beckenbodenübungen zusammengestellt, die keinerlei Hilfsmittel benötigen und leicht in den Alltag zu integrieren sind. Die im Folgenden vorgestellten Übungen zum Beckenbodentraining sind für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. pixabay - anaterate Die 6 besten Übungen für einen starken Beckenboden Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Kniebeugen Brücke Treppensteigen Katzenbuckel Atlas Tipps zur Durchführung der Übungen: Planen Sie das Beckenbodentraining fest in Ihren Tagesablauf ein, machen Sie es zu einer fixen Routine, so wie das tägliche Zähneputzen. Führen Sie die Übungen am besten dreimal pro Tag in kurzen Trainingseinheiten durch, das ist effektiver als eine lange Einheit. Achten Sie auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Beckenboden. Achten Sie auf die richtige Durchführung der einzelnen Übungen. Schnelligkeit ist nicht entscheidend, es geht darum die richtigen Muskeln zu aktivieren. Sofern es die Übung nicht anders vorsieht, versuchen Sie die Gesäßmuskulatur nicht anzuspannen, sie hat mit der Beckenbodenmuskulatur nichts zu tun. Falls Sie Probleme mit den Handgelenken haben, stützen Sie sich bei Übungen im Vierfüßlerstand auf die Ellbogen, um die Handgelenke zu schonen. pixabay - 089photoshootings 1. Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur dient zu Erlangung der Kontrolle über den eigenen Beckenboden. Ausgangsposition: Diese Übung kann im Liegen, Sitzen oder Stehen durchgeführt werden, achten Sie darauf, dass die Gesäß-, Oberschenkel- und Bauchmuskeln entspannt sind. Übung: Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Halten Sie die Spannung nur kurz und atmen Sie normal weiter. Wiederholung: Absolvieren Sie 5 Wiederholungen, 3 mal täglich. Für Fortgeschrittene: Fällt es Ihnen leicht die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren, versuchen Sie, die Spannung länger zu halten, etwa 10 Sekunden. Wiederholung: 10 Wiederholungen, 3 mal täglich 2. Kniebeugen Kniebeugen beschäftigen die größten Muskeln im Körper und haben einen der größten Vorteile in Bezug auf die Kraftverbesserung. Wenn Sie diese Übung ausführen, stellen Sie sicher, dass Sie einen guten Stand haben. Ausgangsposition: Stehen Sie in aufrechter Position, die Füße etwas breiter als die Schulterbreite auseinander und die Zehen leicht nach aussen gedreht. Wenn Sie eine Langhantel verwenden, sollte sie hinter Ihrem Hals auf Ihren Trapezmuskeln ruhen. Übung: Beugen Sie Ihre Knie und drücken Sie Ihre Hüften und Ihren Hintern nach hinten, als ob Sie auf einem Stuhl sitzen würden. Halten Sie Ihr Kinn gerade und den Hals neutral. Lassen Sie sich nach unten fallen, bis die Oberschenkel parallel zum Boden liegen, halten Sie Ihr Gewicht in den Fersen und die Knie leicht nach außen gebeugt. Strecken Sie die Beine aus und kehren Sie in eine aufrechte Position zurück. Wiederholung: 15 Wiederholungen 3. Brücke Die Brücke ist eine sehr effektive Übung für die Gesäßmuskulatur. Wenn sie richtig durchgeführt wird, aktiviert sie auch die Beckenbodenmuskulatur. Ausgangsposition: Legen Sie sich auf den Boden, stellen Sie die Beine in einem Winkel von 90 Grad gebeugt auf, die Füße stehen flach am Boden. Die Arme liegen gerade neben dem Körper mit den Handflächen nach unten. Übung: Atmen Sie ein und heben Sie die Hüften vom Boden ab. Spannen Sie die Gesäßmuskeln an während Sie den Beckenboden nach oben drücken. Ihr Körper, der auf dem oberen Rücken und den Schultern ruht, sollte eine gerade Linie von den Knien nach unten bilden. Halten Sie oben 1-2 Sekunden lang inne und kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Wiederholung: 5 - 7 Wiederholungen Für Fortgeschrittene: Für eine zusätzliche Herausforderung können Sie diese Übung auf einem Ball durchführen. Stellen Sie in der Ausgangsposition Ihre Füße auf den Ball, während Ihr Rücken flach auf dem Boden liegt, und wiederholen Sie die obigen Schritte. pixabay - ArtCoreStudios 4. Treppensteigen Eine besonders effektive Übung ist das Treppensteigen. Richtig durchgeführt, wird die Beckenbodenmuskulatur gefordert. Ausgangslage: Stellen Sie sich vor eine Treppe oder ein kleines Trittbrett. Übung: Setzen Sie den Vorderfuß auf die erste Stufe, ziehen Sie den Bauch ein und spannen Sie den Beckenboden an. Erst wenn Sie die Beckenmuskulatur spüren ziehen Sie sich auf dem Standfuß langsam nach oben. Wiederholung: 10 Wiederholungen je Fuß Für Fortgeschrittene: Verzichten Sie im Alltag auf Fahrstühle und nehmen Sie stattdessen die Treppe. Abgesehen vom Training des Beckenbodens fördert dies auch die allgemeine Kondition und stärkt die Bein- und Gesäßmuskulatur. 5. Katzenbuckel Der Katzenbuckel ist ein Ganzkörpertraining und fördert gleichzeitig Stabilität und Balance. Ausgangslage: Beginnen Sie im Vierfüßlerstand mit den Handgelenken unter den Schultern und Knien unter der Hüfte. Rücken und Hals sollten gerade sein. Übung: Atmen Sie ein, beim Ausatmen drücken Sie das Becken nach vorne Richtung Kopf. Krümmen Sie den Rücken und lassen Sie den Kopf nach unten Richtung Brustkorb rollen. Halten Sie diese Position für 2 – 3 Atemzüge. Beim Einatmen heben Sie den Kopf und das Gesäß und lassen Sie den Rücken durchhängen. Wiederholung: 10 Wiederholungen 6. Atlas Diese Übung ist nicht nur ein effektives Balancetraining, es stärkt auch Rücken, Bauch-, Bein-, Gesäß- und Armmuskulatur. Ausgangslage: Sie beginnen wieder im Vierfüßlerstand, die Hände sind unter den Schultern platziert, und die Knie unter der Hüfte. Kopf, Rücken und Becken sollten eine gerade Linie ergeben. Übung: Strecken Sie die linke Hand nach vorne und das rechte Bein nach hinten aus, sodass dies in einer waagrechten Position sind und eine Linie bilden. Ziehen Sie den Bauchnabel in Richtung Rückgrat und achten Sie auf Ihre Atmung. Halten Sie diese Position für 3 – 5 Sekunden und senken Sie Arm und Bein langsam wieder ab. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite. Wiederholung: 5 Wiederholungen je Seite Fazit Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann zu Blasenschwäche und somit auch zu Inkontinenz führen. Um betroffenen Personen den Alltag zu erleichtern gibt es speziell entwickelte Hilfsmittel bei Inkontinenz. Regelmäßiges Training zur Stärkung des Beckenbodens ist nach wie vor das effektivste Mittel gegen Inkontinenz. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Gesundheitsinformation.deBR.deDr.med.Thomas WalserSo gesundDas Leben in Bewegung

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  • Beckenboden beim Mann

    Geht es um den Beckenboden, denkt jeder in erster Linie an Frauen. Doch auch Männer haben einen Beckenboden, der wichtige Funktionen erfüllt. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Anatomie und Funktion des Beckenbodens, und wie man ihn stärken kann.  Was sind die Beckenbodenmuskeln und welche Funktion haben sie? Der Beckenboden des Mannes besteht aus drei Schichten von Muskeln, die übereinander liegen, man nennt sie die inneren, die mittleren und die äußeren Muskeln. Diese Schichten verlaufen wie eine Hängematte vom hinteren Steißbein bis zum vorderen Schambein. Die Beckenbodenmuskeln eines Mannes haben die Aufgabe die Blase und den Darm zu unterstützten und zu kontrollieren. Sie sind auch maßgeblich bei der Funktion der männlichen Sexualorgane. Die Muskeln des Beckenbodens arbeiten mit dem Zwerchfell der Lunge zusammen. Daher ist es besonders wichtig auf eine richtige Atemtechnik zu achten. Diese dient zur Unterstützung der Muskelkontraktion im Beckenboden. pixabay - Das Wortgewand Wo befinden sich die Beckenbodenmuskeln? Der Boden des knöchernen Beckens, oder auch der Verschluss des Bauchraums nach unten besteht aus vielen Muskelfasern und Bindegewebsschichten. Diese Muskeln sind zwischen Schambein und Steissbein, sowie den beiden Sitzbeinhöckern wie ein Netzwerk gespannt. Der Beckenboden dient gemeinsam mit der Bauch- und Rückenmuskulatur der Stabilität der Wirbelsäule. Somit ist ein starker Beckenboden auch essenziell für eine gute und stabile Körperhaltung. Mit dieser einfachen Übung können Sie die Muskeln Ihres Beckenbodens spüren: Setzen oder legen Sie sich entspannt vor einen Spiegel hin, um die Beckenbodenmuskulatur beim Hochziehen zu beobachten. Haben Sie keinen großen Wandspiegel zur Verfügung, genügt auch ein Handspiegel. Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Wiederholen Sie diese Übung einige Male, bis Sie sicher sind, dass Sie die richtigen Muskeln gefunden haben. Versuchen Sie, Ihre Gesäßmuskeln locker zu lassen. Warum sollte Mann den Beckenboden trainieren? Beckenbodentraining kann für Männer, die ihre Blasen- und Darmkontrolle verbessern und ihre sexuelle Leistungsfähigkeit steigern wollen, unglaublich hilfreich sein. Regelmäßiges Training fördert die Durchblutung im Lendenbereich und verbessert die Spannkraft der Beckenmuskeln. Die Kräftigung des Beckenbodens führt auch unweigerlich zu einer besseren Körperhaltung und somit einem selbstbewussterem Auftreten. Beckenbodenübungen für den Mann Es gibt zahlreiche Übungen für die Frau, um den Beckenboden zu trainieren, welche auch der Mann anwenden kann. Hier möchten wir Ihnen allerdings zwei sehr einfache und effektive Übungen, speziell für den Mann vorstellen: pixabay - Devanath Hoden anziehen Die ultimative Übung für den Beckenboden des Mannes ist es die Hoden anzuziehen. Stellen Sie sich vor, Sie steigen in einen kalten See. Die Beckenbodenmuskeln werden sich automatisch aktivieren und die Hoden in Richtung des Beckens ziehen. Halten Sie die Spannung einige Sekunden und entspannen Sie sich wieder. Wichtig ist, dass die Phase der Entspannung immer doppelt so lange dauert wie die Spannungsphase. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Beckenboden heben Setzen Sie sich für diese Übung aufrecht auf einen Stuhl. Stellen Sie beide Füße mit einem Abstand von einer Handfläche auf den Boden Ziehen Sie die Beckenbodenmuskeln zusammen als würden Sie versuchen den Beckenboden nach oben anzuheben. Wichtig ist, dass die Gesäßmuskulatur währenddessen trotzdem entspannt bleibt. Spannen Sie die Beckenbodenmuskeln so stark wie möglich an. Halten Sie die Spannung für 5 Sekunden und entspannen Sie für 5 Sekunden. Achten Sie darauf gleichmäßig weiter zu atmen und den Bauch nicht einzuziehen. Wichtig für die Übung ist, weder den Atem zu stoppen noch den Bauch einzuziehen. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Während des Beckenbodentrainings: Achten Sie auf Ihre Atmung. Spannen Sie weder Gesäß- noch Oberschenkelmuskeln an. Wenige richtig durchgeführte Übungen sind effektiver als viele falsch ausgeführte. Ursachen einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur Meist ist eine geschwächte Beckenmuskulatur auf ein fortschreitendes Alter zurückzuführen, jedoch gibt es auch noch andere Faktoren, die zu ihrer Verschlechterung der Muskulatur beitragen können. So kann die Entfernung der Prostata, welche einen Eingriff in den Verschlussmechanismus der Blase darstellt, dazu führen, dass für eine Zeit lang der Harn nicht gehalten werden kann. Auch Diabetes oder ähnliche Erkrankungen können die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Verletzungen im Bereich des Beckenbodens oder auch Übergewicht lassen die Muskeln im untrainierten Beckenboden auch erschlaffen. Eine jahrelange Überbeanspruchung durch eine falsche Belastung durch schweres Heben, können die Muskulatur überdehnen, was mit den Jahren zu einer Erschlaffung führt. Auch chronischer Husten, wie Raucherhusten, Bronchitis oder Asthma können eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur nach sich ziehen. Schwache Beckenbodenmuskulatur und ihre Folgen Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann schwerwiegende Folgen haben. Da der Beckenboden unter anderem für die korrekte Lage und die Funktion von Blase, Darm und Sexualorganen zuständig ist, können bei Nachlassen der Muskulatur Probleme entstehen, wie z. B.: Inkontinenz Potenzstörungen Inkontinenz Bei unwillkürlichem Harnverlust oder Kontrollverlust der Blase spricht man von Inkontinenz. Dieses Thema betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Inkontinenz bei Männern kann verschiedene Ursachen haben, jedoch ist erwiesen, dass eine trainierte Beckenbodenmuskulatur in vielen Fällen hilft den Harn zu halten. Mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert und das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden. Potenzstörungen Die Beckenbodenmuskulatur hat einen entscheidenden Einfluss auf die Sexualität des Mannes. Die Muskulatur des Beckenbodens hält das Blut in den Schwellkörpern. Wenn die Muskeln geschwächt sind, fließt das Blut aus den Schwellkörpern wieder heraus und der Penis erschlafft. Bei einer Schwächung des Beckenbodens kann es zu Erektionsstörungen, Impotenz oder vorzeitigen Samenerguss kommen. Die Potenz des Mannes kann durch ein regelmäßiges Beckenbodentraining auf natürlichem Weg gesteigert werden. Fazit Neben der altersbedingten Schwächung der Beckenmuskulatur, können auch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Daher ist es besonders wichtig, bereits in jungen Jahren auf eine starke Beckenbodenmuskulatur zu achten und diese auch regelmäßig zu trainieren. Dies erfordert nur wenige Minuten Zeit und kann leicht in den Alltag integriert werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:MännergesundheitÄrzteblatt

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  • Inkontinenzmaterial auf Rezept: Wer bezahlt?

    Wer an Inkontinenz erkrankt, der sollte sich so schnell wie möglich um eine passende Diagnose und entsprechende Therapie kümmern. In den meisten Fällen werden Inkontinenzartikel benötigt, aber die langfristige Versorgung mit den Materialien kann teuer werden. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie am besten Vorgehen, um stressfrei bezahltes Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen zu können, und was die Voraussetzungen dafür sind. Shop besuchen und Inkontinenzeinlagen finden - mit Zuzahlung. Jetzt bei Hilfsmittelprofi. Was gibt es auf Rezept Ist die Inkontinenz ein normaler Bestandteil des Älterwerdens? In unserer Kultur herrscht diese Ansicht noch immer vor. Viele Menschen denken, dass Harninkontinenz weder ein "richtiges" medizinisches Problem, noch heilbar ist. Das ist nicht korrekt, denn für die Krankheit gibt es viele unterschiedliche Hilfsmittel und Behandlungsformen, die auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Patienten und Angehörige sollten über die Voraussetzungen Bescheid wissen, denn nicht selten schieben Betroffene das Tragen von Inkontinenzmaterial zu lange hinaus. Erschwerend für Betroffene, aber auch Ärztinnen und Ärzte ist der Unwillen, offen und konstruktiv über das Problem zu reden. Die richtige Diagnose ist jedoch der Grundstein für die erfolgreiche Behandlung. Mit einer Basisdiagnostik stellt der Arzt den Schweregrad der Erkrankung fest, und ob ggf. eine spezialärztliche Diagnostik nötig ist. Danach kann die Fachperson auch Hilfsmittel wie Inkontinenz Vorlagen auf Rezept verschreiben, denn gerade bei der mittleren oder schweren Inkontinenz können die sozialen Anker des Menschen ansonsten wegfallen: Aus lauter Sorge vor Unfällen igelt sich der Patient ein und vernachlässigt so seine sozialen Bedürfnisse.    Gerade die Zusammenarbeit mit einer Kontinenzfachkraft ist zu diesem Zeitpunkt besonders wegweisend. Eine Beratung, die auf die individuelle Situation der Betroffenen eingeht, sorgt dafür, dass die Patienten Produkte ausprobieren und so evaluieren können, ob sie mit dem empfohlenen Hilfsmittel zurechtkommen.  Ein wichtiger Schritt in Richtung Besserung ist das richtige Grundwissen bezüglich der Inkontinenz. Hier gelangen Sie zu unserer Übersicht. Inkontinenz Pants auf Rezept: Die Voraussetzungen Wenn das Tragen von aufsaugenden Inkontinenzartikeln nicht mehr vermeidbar und das richtige Hilfsmittel schließlich gefunden worden ist, machen sich die Patienten meist Gedanken um die Kosten. Die ständige Ausstattung mit Hilfsmitteln kann teuer werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Material aus dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes teilweise oder vollumfänglich über die Krankenkasse abgerechnet werden kann. Grundsätzlich ist jedes Material verordnungsfähig, allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Als Regel gilt, dass die Kosten für Inkontinenzmaterial von den anerkannten Krankenkassen im Rahmen der Festbeträge zurückerstattet werden. Mindestens muss eine mittlere Inkontinenz vorliegen (Grad 2 oder 3). Ebenso wird die Regel für die Folgen einer Erkrankung wie zum Beispiel Diabetes, Multiple Sklerose oder einem Schlaganfall angewendet. Auch Menschen, bei denen eine Operation zur Inkontinenz führt, werden die Kosten für die Materialien erstattet. Leider nicht verordnungsfähig sind beispielsweise kleine Einlagen, die eine leichte Inkontinenz unterstützen. Tipp: Sonderfall Pflegegrad Wenn Sie Daheim gepflegt werden, haben Sie Anspruch auf kostenfreie Hilfsmittel. Diese können Sie einfach bei Hilfsmittelprofi bestellen. pixabay - guvo59 Inkontinenzeinlagen auf Rezept Mittelgradige Inkontinenz: Was ist das? Der Richtwert im oben verlinkten Hilfsmittelverzeichnis beträgt 100 bis 200 Milliliter Harnverlust innerhalb von vier Stunden für die mittlere Inkontinenz, von einer schweren Inkontinenz spricht man, wenn im selben Zeitraum mehr als 200 Milliliter Urin abgegeben werden. Sie können unter Gruppe 15 - Inkontinenzhilfen für genauere Informationen nachschauen. Was bedeutet das? Das heißt, dass alle Betroffenen, die mindestens 100 Milliliter Urin in vier Stunden verlieren, sämtliche Inkontinenzartikel über die Kasse abrechnen können. Ein Selbstkostenbeitrag von 10 Prozent (max. 10 Euro pro Monat) fällt normalerweise an. Die Betroffenen oder deren Angehörige müssen die Erstattung bei der verantwortlichen Krankenkasse beantragen. Gut zu wissen: Grundsätzlich existiert für Inkontinenzhilfsmittel monatlich eine Stückzahl-Begrenzung. Wer mehr Inkontinenzeinlagen auf Rezept benötigt, der kann beim behandelnden Arzt nachfragen. Von Harninkontinenz betroffen? Hier nachlesen, was Sie noch heute tun können. Inkontinenzartikel auf Rezept: Stehen dem Patienten nur wenige Artikel pro Tag zu? Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) gab die Empfehlung ab, dass bei einer Inkontinenz vier bis fünf Windeln pro Tag angemessen sind. Natürlich kann es sein, dass ein Betroffener mehr Windeln benötigt. Ein Patient hat ein gesetzliches Anrecht auf mehr Material, wenn er den Mehrbedarf nachweisen kann. Eine entsprechende Bescheinigung des Arztes oder der Pflegestelle hilft bei der Anforderung. Wie wird ein Hilfsmittel beantragt? Die Grundlage für die schnelle Kostenübernahme ist ein Rezept, das in der Regel über mehrere Monate hinweg vom Arzt ausgestellt wird. Wie der Ablauf für die Beantragung bei Ihrer Krankenkasse genau ist, müssen Sie direkt abklären, die Grundzüge sind jedoch überall ähnlich: Der Patient findet das richtige Hilfsmittel Informieren Sie sich, welche Ausführungen es gibt und welche Hilfsmittelarten die Kasse übernimmt. Der Arzt füllt den Hilfsmittelantrag / die Verordnung aus.  Der Arzt vermerkt auf dem Antrag die Diagnose, und dass das Hilfsmittel aus medizinischer Sicht nötig ist. Am besten sorgen Sie dafür, dass der Arzt auch die genaue Bezeichnung des Inkontinenzhilfsmittels aufschreibt, ansonsten kann es sein, dass die Krankenkasse einen anderen Artikel bewilligt. Inkontinenzartikel auf Rezept: Wo beziehen?   Fragen Sie als erstes bei Ihrer Kasse nach, ob Verträge mit einem bestimmten Sanitätshaus (oder einer Apotheke) bestehen, da die Leistungen der meisten Krankenkassen an einen bestimmten Lieferanten gebunden ist. Wenn Sie sich frei entscheiden können, wo Sie Ihr Material beziehen können, lohnt es sich, einen Preisvergleich im Internet zu machen. Achten Sie darauf, dass Sie ein Dauerrezept bekommen, damit Sie sich nicht auch noch ständig um eine Verordnung kümmern müssen. Fazit: Inkontinenzmaterial auf Rezept Inkontinenz schränkt das Leben der Betroffenen auf körperlicher und sozialer Ebene ein. Damit nicht auch noch finanzielle Probleme auf einen Erkrankten zukommen, lohnt es sich, benötigtes Inkontinenzmaterial über die Krankenkasse abzurechnen. Damit das klappt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, allem voran eine bestimmte Schwere der Inkontinenz. Dafür gehen Sie zum Arzt, der die Art und die Schwere der Krankheit diagnostiziert. Danach wird er Ihnen eine Verordnung ausstellen, mit der Sie über Ihre Kasse Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen können. Quellenangaben:AOKSelbsthilfeverband InkontinenzSenioren Wegweiser Online

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  • Blasenschwäche bei Frauen: Richtig behandeln

    Inkontinenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Das typische Krankheitsbild von "Blasenschwäche & Frau" plagt viele der Leidragenden. Dieser Artikel erörtert die Symptome und informiert die Leserin, wie eine frühzeitige Diagnose die Regeneration und das Lebensgefühl positiv beeinflussen können. Finden Sie jetzt geeignete Produkte für die Blasenschwäche bei Frauen. pixabay - PixxlTeufel Häufiges Problem: Inkontinenz bei Frauen Fast 25 Prozent aller Frauen leben laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG) mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. Die Symptome der Inkontinenz gelten als "Altenproblem", was ein Irrtum ist: Die DKG erklärt, dass fünf von 100 Frauenunter 65 und sogar junge Frauen um 25 betroffen sind. Gerade bei den jüngeren Damen ist die Scham groß, und viele Erkrankte wagen keinen Arztbesuch, weil die Blasenschwäche noch immer ein gesellschaftliches Tabuthema ist. Zahlreiche Betroffene bleiben aus Scham dem gesellschaftlichen Leben fern. Ein Besuch beim Experten ist jedoch aus verschiedenen Gründen wichtig: Nur ein Facharzt kann die richtige Diagnose stellen - unabdingbar für eine erfolgreiche Therapie. Denn viele Arten der Krankheit lassen sich inzwischen erfolgreich behandeln, sei es durch gezielte Beckenbodenübungen, medikamentös oder operativ. pixabay - MabelAmber Die gute Nachricht ist, dass Frau die Krankheit heute nicht mehr "still-leidend hinnehmen" muss, sondern die Symptome lindern kann, beispielsweise mit richtigen Training und einem professionellen Hilfsmittel wie einer Einlage oder einem Panty.  Tipp 1: Lindern Sie Harndrang mit der Beckenübung für den Notfall Beugen Sie Ihren Oberkörper nach hinten und vorne - wenn Sie in der Öffentlichkeit sind, können Sie die Schnürsenkel der Schuhe binden. Dieses Vornüberbeugen verändert die Druckverhältnisse im Bauchraum - der Harndrang vergeht. Obwohl mehrere Millionen Menschen in Deutschland von dem Problem betroffen sind, spricht man in der Öffentlichkeit nicht über Inkontinenz - sei es bei der Frau oder beim Mann. Inkontinenz bei Frauen: Zahlen und Fakten Inkontinenz ist die häufigste chronische Krankheit unter Frauen (35 Prozent), damit liegt sie noch vor Hypertonie, Depression oder Diabetes. Aussagekräftige Zahlen: Inkontinenz: Frauen im Alter zwischen 20 und 30 sind zu etwa 10% betroffen. Frauen im mittleren Alter sind häufiger inkontinent – 25 Prozent der 40- bis 50-jährigen Frauen. Die größte Gruppe (40 Prozent) unter den betroffenen Frauen sind die älteren Frauen ab 80 Jahren. Die Belastungsinkontinenz ist die am weitesten verbreitete Art der Inkontinenz bei Frauen. Tipp 2: Verwenden Sie Vaginalkonen pixabay - aixklusiv Unter Frauen kursieren sie schon länger: Kleine Kugeln, die Frauen in ihre Scheide einführen und dort die Muskulatur trainieren. Das richtige Training wirkt sich positiv auf die Blasenschwäche der Frau aus. Wenn ein sehr einschränkender Schweregrad der Inkontinenz bei Frauen vorliegt, können Sie, wenn sanftere Therapiemöglichkeiten versagen, mit dem Arzt über eine Operation sprechen. Ein operativer Eingriff normalisiert die Lage und Funktion der Blase, Harnröhre und Scheide. Mit diesem Eingriff wirkt man Inkontinenz bei Frauen wirkungsvoll entgegen. Schlussfolgerung Blasenschwäche Frau: Prävention ist wichtig Fazit bei Blasenschwäche: Frau leidet nicht nur unter dem körperlichen, sondern auch unter dem seelischen Stress. Dem müssen Sie sich nicht aussetzen. Die frühzeitige Diagnose bringt gute Behandlungserfolge. Blasenschwäche bei Frauen? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.  Quellenangaben:Frauenärzte Dr.Pett & Dr.JandiÄrzteblattUrologe Bensheim

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  • Inkontinenz: Mann kann sie loswerden

    Volkskrankheit Inkontinenz: auch Mann ist betroffen. Sie tritt zwar nicht nur in hohem Alter auf, dennoch ist von den deutschen Männern die Mehrheit der Leidtragenden über 55 oder musste sich einer Prostata Operation unterziehen. Lesen Sie hier die Fakten über Blasenschwäche bei Männern und was Sie dagegen tun können. Blasenschwäche bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.   pixabay - martyspittle Blasenschwäche Mann - Ursachen und Therapie Blasenschwäche Mann: Wie kommt es überhaupt dazu? Wenn Probleme auftreten, ist meist mit der Prostata etwas nicht in Ordnung. Diese Vorsteherdrüse ist genau unter der Blase angesiedelt und zieht durch die Mitte der Prostata hindurch. Die Harnröhre transportiert den Urin von der Harnblase nach außen. Die häufigste Ursache für Inkontinenzprobleme bei Männern ist die Prostatavergrößerung - bei Männern jenseits der 50 absolut keine Seltenheit. Die Gründe, warum es zur Drüsenwachstum kommt, sind nach wie vor unklar. Ein wesentlicher Grund könnte das Zusammenspiel zwischen Sexualhormonen und deren Auswirkung auf die Organe sein: Einige Mediziner haben herausgefunden, dass die nachlassende körpereigene Produktion des Sexualhormons Androgen die Vergrößerung der Prostata fördert. Hilfsmittelprofi-Tipp: Was tun, wenn die Prostata wächst? Sport treiben! Eine US-amerikanische Untersuchung mit 51.000 Männern kam zum Schluss, dass schon eine regelmässige sportliche Betätigung von wöchentlich zwei bis drei Stunden spazieren gehen oder joggen das Prostatawachstum um 25 Prozent drosseln kann. Blasenschwäche - Männer in jüngeren Jahren Deutsche Volkskrankheit Blasenschwäche: Männer sind zu 11 Prozent betroffen, Inkontinenz bei Frauen tritt zu 25 Prozent auf. Zur leichten Inkontinenz bei jüngeren Männern kann es kommen, wenn sich die Vorsteherdrüse entzündet. Schuld daran sind häufig Coli-Bakterien, die Ursache kann aber nicht immer genau bestimmt werden. Manchmal werden auch psychische Faktoren, Medikamente oder Nervenfunktionsstörungen als Ursache vermutet. Genau wie bei den Frauen auch kann ein schwacher Beckenboden die Inkontinenz fördern. Krankheiten wie Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder ein Schlaganfall können den Detrusor schwächen. Das ist jener Muskel, der die Blase beim Urinieren zusammenzieht. Was Sie gegen Inkontinenz bei Männern tun können Blasenschwäche bei Männern kommt oft in Begleitung folgender Symptome: Schwächerer Harnstrahl - der Strahl ist nicht mehr so kräftig Es dauert länger, bis sich die Blase entleert hat "Startschwierigkeiten" - es vergeht mehr Zeit, bis Urin fließt Es fühlt sich an, als ob die Blase nicht vollständig leer ist Erhöhte Pinkelfrequenz Tipp 2: Zinkmangel vorbeuten Studien zeigen, dass das Wachstum der Prostata oft mit einem Mangel am Spurenelement Zink zusammenhängt. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und mindert Gewebeveränderungen und Inkontinenz beim Mann. Zudem fördert Zink die Testosteronproduktion und stärkt die Potenz. Krabben, Haferflocken, Linsen, Erbsen und Rinderfilet enthalten viel Zink.   pixabay - derneuemann Inkontinenz Mann: Schlussfolgerung Inkontinenz: Mann, macht die Probleme! Doch Unpässlichkeiten müssen nicht sein. Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil und mindern Sie jene Risikofaktoren, die sie beeinflussen können. Zudem kann ein Arzt die richtigen Therapiemöglichkeiten verordnen. Blasenschwäche bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.   Quellenangaben:Urologenzentrum.atUrologe BensheimUniversitätsklinikum Münster

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  • Eine Übersicht über Inkontinenzmaterial: Produktsysteme und Aufbau

    Moderne Produktpaletten bieten Schutz vor Inkontinenz und ermöglichen eine hohe Lebensqualität mit Bewegungsfreiheit im Alltag. Sie finden, dass das Angebot an Inkontinenzmaterial inzwischen so umfassend ist, dass Sie gar nicht wissen, wo Sie mit der Recherche anfangen sollen? Grundlegend gilt, dass Sie jene Hilfsmitteltypen und -Produkte auswählen, die zu Ihrer Situation passen und Ihre Lebensumstände verbessern. Unser Artikel hilft, Ihnen eine Übersicht zu verschaffen. Finden Sie jetzt geeignete Produkte bei Harninkontinenz. Pixabay - Iirliinnaa Inkontinenzmaterial: System und Aufbau Jeder Mensch durchlebt den Krankheitsverlauf der Inkontinenz individuell. Damit eine möglichst große Palette an Beschweren abgedeckt werden kann, verbessern und entwickeln die Hersteller ihre Produkte kontinuierlich weiter. Entstanden sind umfassende Produktpaletten an aufsaugenden Hilfsmitteln, die man grundsätzlich in folgende Bereiche einteilen kann: Einlagen, die anatomisch für Frau oder Mann geformt sind und in die Unterwäsche eingelegt werden Größere Vorlagen, die mit Netzhosen fixiert werden. Auch die Vorlagen sind anatomisch geformt, die Netzhosen halten sie stabil Inkontinenzslips: Vorder- und Hinterseite sind in der Regel wiederverschließbar. Klettstreifen halten die saugfähige Unterlage an Ort und Stelle Windeln Einmal-Unterwäsche: Inkontinenzhosen, die alle Ausscheidungen auffangen und danach entsorgt werden können. Alle Produkte sind in unterschiedlichen Saugstärken und in Größen für jeden Körperumfang erhältlich. Hilfsmittelprofi-Tipp:  Wenn Sie auf der Suche nach geeigneten Produkten sind, dann heißt es: Flexibel bleiben und ausprobieren! Bereiten Sie verschiedene Saugstärken für unterschiedliche Situationen im Alltag vor. Wenn Sie Aktivitäten außerhalb Ihres normalen Wirkungskreises planen und länger unterwegs sind, nehmen Sie eine saugstärkere Windel/Einlage. Seien Sie aufmerksam und agieren Sie, wenn Sie feststellen, dass sich Ihre Inkontinenz verändert. So entstehen keine Probleme wie Auslaufen oder Hautirritationen aufgrund zu langer Tragezeit. Der Aufbau von Inkontinenzprodukten Grundsätzlich sind alle Inkontinenz Hilfsmittel sehr ähnlich aufgebaut: Das Grundelement dieser Art Hilfsmittel ist der Saugkern. Er besteht aus einem Gemisch von geruchsminderndem Flüssigkeitsbinder und Zellstoff. Den Flüssigkeitsbinder bezeichnet man als Superabsorber: Je nach Hersteller absorbiert er das 50-fache des eigenen Volumens und gibt sie selbst bei Stresseinwirkung (starker Druckeinwirkung) nicht wieder ab. Würde der Superabsorber nicht einwirken, zerfiele der Harnstoff aufgrund von Bakterien in Ammoniak und Kohlenstoffdioxid. Die Inhaltsstoffe hemmen diesen Vorgang, was zum einen Geruchsentwicklung vermeidet, zum anderen die natürliche Balance der Haut nicht angreift. So verhindern Hilfsmittel Hautirritationen oder -krankheiten. Bei Inkontinenzslips und -hosen sind elastische Bündchen an Beinen und Hüften angenäht, die das Auslaufen zusätzlich verhindern. Ummantelt wird der Superabsorber von einer Saugmatte, die aus Zellulose besteht und jegliche Flüssigkeit sofort ins Innere leitet. Die Außenschicht besteht aus Zellstoff (Polyethylenfolie) und lässt keine Flüssigkeit durchsickern. Tipp: Gewöhnen Sie sich langsam ans Tragen von Inkontinenzmaterial. Häufig ist es nicht der richtige Schritt, gleich dicke Vorlagen auszuwählen, wenn Sie noch nie zuvor einen Schutz getragen haben. Einlagen, die Sie wie Slipeinlagen in die Unterhose kleben, geben Ihnen ein gutes Gefühl und sind in einer Saugstärke bis zu 900 ml erhältlich. Die Größe von Windeln und den ausgewählten Inkontinenzprodukten ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl. Wenn sie zu große oder zu kleine Produkte auswählen, ist das unbequem zu tragen, löst Rötungen oder wunde Stellen aus und kann zum Auslaufen führen. Die meisten Hersteller verwenden die Größentabelle S-M-L-XL. Für die Auswahl messen Sie Ihren Hüftumfang. Sie können sich auch beraten lassen - gerade bei der Erstauswahl eine gute Idee. Tipp: Pants für angenehmen Toilettengang Die angebotenen Pants liegen dank angenehmen Materialien und einem elastischen Gummibund gut an und sind bequem zu Tragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie wie Unterhosen hoch- und runtergestreift werden können. Pixabay - Stux Ableitende Inkontinenzprodukte Zum Inkontinenzmaterial zählen nicht nur aufsaugende Produkte, sondern auch ableitende Systeme. Damit ist die Verbindung eines Katheters mit Bein- und/oder Bettbeuteln gemeint. Die eingesetzten Katheter bestehen aus Silikon oder Latex. An sie kann ein Urinbeutel (normalerweise mit einem Volumen von 500 Milliliter) angehängt werden, der entweder mit einer Beinbeuteltasche oder Haltebändern am Schenkel oder Unterbein angebracht wird. Über Nacht kann der Beinbeutel durch einen Bettbeutel ausgetauscht werden, der bis zu zwei Liter umfasst und so jegliche Nachtruhestörung verhindert. Für harninkontinente Herren existiert eine womöglich interessante Alternative zum Katheter: Das Urinalkondom. Es ist selbstklebend, in verschiedenen Größen erhältlich und auch für dieses Produkt kann – ebenso wie beim Dauerkatheter – ein Urinbeutel angehängt werden. Bei Restharn oder zum gänzlichen Leeren der Blase können Sie Einmalkatheter verwenden. Für den schnellen Einsatz unterwegs gibt es Modelle mit integriertem Urinbeutel. Das richtige Inkontinenzmaterial auswählen Eine Inkontinenz ist für Beteiligte und Pflegende belastend. Doch das richtige Hilfsmittel kann die Handhabung erleichtern. Bei der Auswahl achten Sie bitte auf folgendes: Tipp: Wichtig ist, dass Sie die richtige Saugstärke auswählen. Für eine Person, die selbstständig zur Toilette gehen kann, genügt oft eine dünnere Vorlage oder eine Einlage. Wenn ein Patient die Toilette nicht nutzt, müssen die Vorlagen dicker und beispielsweise mit einer engen, aber elastischen Netzhose fixiert sein. Das sorgt für den richtigen Sitz und schützt vor "Unfällen." Ein Preis- und Qualitätsvergleich des Inkontinenzmaterials lohnt sich immer. Die Preise der Produkte variieren stark und sind auch davon abhängig, mit welchen Herstellern oder Händlern Ihre Krankenkasse Verträge abgeschlossen hat. Sie können Ihre Krankenkasse nach einer Liste fragen. Zudem lohnt sich die Onlinerecherche, denn Preise sind im Netz oft deutlich niedriger als im Direkthandel. Wir empfehlen, dass Sie einen Qualitätscheck machen. Es lohnt sich fast immer, in ein teureres Produkt, wie zum Beispiel in teurere Windelhosen zu investieren. Wenn die Windelhosen nicht wieder verschlossen werden können oder leicht reißen, müssen Sie sie öfters ersetzen und das kann im Endeffekt teurer sein: Ein teureres Qualitätsprodukt ist manchmal trotzdem günstiger als ein Artikel, der zwar in der Anschaffung günstiger ist, aber schneller kaputt geht. Pixabay - PublicDomainPictures  Schlussfolgerung: Inkontinenzmaterial Das Produkteangebot für Inkontinenzartikel ist inzwischen so stark angewachsen, dass man gar nicht recht weiß, wo man beginnen soll. Ein guter Anfang ist die Analyse der Ist-Situation: Welche Produktart benötigen Sie? Es ist sinnvoll, sich an die richtige Materialdicke und Saugstärke anzupassen. Beginnen Sie mit einer dünneren Slipeinlage, und wechseln Sie, falls diese nicht genügend Schutz bietet, zu saugstärkerem Inkontinenzmaterial.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte. Quellenangaben:Kaufmännische KrankenkasseAOK

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  • Die richtigen Inkontinenzartikel finden: Ein Leitfaden

    Mit der richtigen Therapie ist eine Inkontinenz bei den meisten Patienten heilbar. Einige Fälle lassen sich jedoch nicht so einfach beheben. Dennoch ist für die meisten Patienten ein normales Leben möglich, zum Beispiel mit Hilfsmitteln und dem passenden Inkontinenzartikel. Damit Strategien für den Alltag erarbeitet werden können, sind Schulungen und Beratungen durch Fachpersonen empfehlenswert. Unser Artikel berät zudem rund um Inkontinenzprodukte.  Jetzt geeignete Produkte für die Harninkontinenz finden. Inkontinenzartikel: Eine Übersicht pixabay - eliola Betroffene müssen aufgrund des unfreiwilligen Verlusts von Urin oder Stuhl ihr Leben nicht in Isolation fristen, sondern können aus einem umfassenden Angebot an Hilfsmitteln auswählen und ihr Leben genießen. Inkontinenzartikel lassen sich in folgende Kategorien einteilen: Produkte die aufsaugen, also Inkontinenzeinlagen, Windeln oder Windelhosen. Sie vermeiden Feuchtigkeit, Hautreizungen und Gerüche waschbare Inkontinenzhosen Bettschutzeinlagen Katheter und ableitende Produkte sammelnde Produkte: Beinbeutel oder Kondomurinale sind unauffällige Behälter, die den Harn auffangen schützende Textilien wie Inkontinenzauflagen für den Schutz der Matratze Fachpersonen können Sie beraten, welche Produkte für Ihre Beschwerden und Ihre Art der Inkontinenz geeignet sind. Sie erklären alles Wichtige zu den verschiedenen Faktoren wie Trockenheitsgefühl, Kosten und Tragekomfort. Für Sie passende Inkontinenzprodukte finden Sie bei Hilfsmittelprofi. Inkontinenz nicht totschweigen Inkontinenz tritt in verschiedenen Formen und Schweregraden auf und betrifft, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht nur ältere Menschen. Unabhängig davon, ob Sie Schwierigkeiten bei Stresseinwirkung, zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten oder beim Sport verspüren, ob Sie unter ständigen Harndruck und einer Reizblase leiden oder der Gang zur Toilette unangenehm ist: Inkontinenz tritt in vielen unangenehmen Facetten auf. Dennoch sind meist ältere Menschen und vielfach Frauen betroffen. Das ist einerseits anatomisch bedingt und liegt andererseits an der abnehmenden Leistungskapazität des Körpers. Leider wird darüber nur ungern gesprochen. Ebenso wenig leistet manch gutgemeinte Aufklärungsarbeit Abhilfe, denn viele Beteiligte wissen nicht ausreichend über wirksame Behandlungsmethoden und das reichhaltige Angebot an Hilfsmittels Bescheid. Die Therapie, Betreuung und Dauerversorgung von Menschen mit Inkontinenz umfasst weit mehr als Medikamente, Operationen und physiotherapeutische Maßnahmen wie Beckenbodentraining. Egal welche Maßnahmen Sie ergreifen wollen, Sie als Betroffener sollten immer im Mittelpunkt stehen, und Ihr Arzt oder Betreuer sollte Sie motivieren, therapieren und gut betreuen. Dazu gehören die: medizinische Versorgung, psychisch und physisch physiotherapeutische (vorbeugende) Therapie Hilfsmittelversorgung Schulung und Aufklärung des Patienten und der Angehörigen Das Fazit ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen und das Problem nicht verdrängen sollten. Fachstellen und -personen sind da für Sie. Schämen Sie sich nicht. Trauen Sie sich und sprechen Sie über Ihr Leiden. Tipp 1: So finden Sie die richtigen Inkontinenzartikel Wenn es um Inkontinenz geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Für Frauen mit leichter Inkontinenz gibt es saugstarke Ladyvorlagen oder feminine Panties (eine Art enganliegende Windel, die höher geschnitten ist), während Vorlagen für den Mann an die maskuline Anatomie angepasst sind. Die meisten anderen Hilfsmittel (für schwerere Fälle von Inkontinenz) sind unisex und für Mann und Frau beidermaßen konzipiert. pixabay - PublicDomainPictures Den richtigen Inkontinenzgrad bestimmen: So unterscheiden Sie richtig Bevor Sie Hilfsmittel kaufen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welchen Grad einer vorliegenden Inkontinenz versorgt werden muss. Unsere Übersicht kann Ihnen und den betreuenden Personen dabei helfen, das richtige Produkt auszuwählen. Tröpfcheninkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in minimalen Mengen: Weniger als 50 Milliliter in vier Stunden. Bei vielen Menschen setzt mit zunehmendem Alter die Tröpfcheninkontinenz ein. Diese Art der Inkontinenz tritt jedoch fast ausschließlich bei Männern und vor allem dann auf, wenn ein Abflusshindernis, zum Beispiel die vergrößerte Prostata, vorliegt. Zur Versorgung eignen sich anatomisch angepasste Herreneinlagen mit einer leichten Saugfähigkeit um 150 ml. Leichte Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in kleinen Mengen: Weniger als 100 Milliliter in vier Stunden. Diese Form der Inkontinenz – auch Stressinkontinenz genannt kommt beim Lachen, Sport, Niesen, oder Treppensteigen vor uns ist mit einem kleinen Urinverlust verbunden. Hier empfehlen sich leichte Vorlagen oder Einlagen mit leichter bis mittlerer Saugfähigkeit. Auch Schutz- oder Netzhosen können bequem getragen werden. Informieren Sie sich, ob diese Einlagen von der Krankenkasse übernommen werden. Einige Kassen stufen die leichte Inkontinenz nicht als Krankheit ein. Tipp 2: Saugkraft  Je höher die Saugstärke eines Produkts, desto dicker das Material und desto geringer der Tragekomfort. Seien Sie als Betroffener oder betreuende Person darauf bedacht, nicht zu dicke Inkontinenzartikel zu wählen. Mittlere Inkontinenz Das bedeutet ein Urinverlust in moderaten Mengen: 100 - 200 Milliliter in vier Stunden. Es könnte sein, dass Sie von Dranginkontinenz betroffen sind. Jedenfalls verzeichnen Sie in unregelmäßigen Abständen den Verlust von mittleren bis großen Mengen Urin, vor allem bei Belastungen. Wenn starker Harndrang herrscht, können Sie ihn nicht zurückhalten. In diesem Fall empfehlen sich Vorlagen mit starker Saugkraft ab 300 Milliliter. Schwere Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in Mengen von mehr als 200 Milliliter in vier Stunden. Diese Mengen an Urin treten bei der Drang-, oder Reflexinkontinenz plötzlich und ohne Vorwarnung aus. Die Blase entleert sich komplett, weil der Patient kein Gefühl mehr für den Harndrang hat. Dieser Schweregrad verlangt nach Windelhosen, die in unterschiedlichen Saugstärken und Materialien angeboten werden. Wichtig ist die Auswahl der richtigen Saugstärke, da sie je höher, je dicker wird. Das wirkt sich auf den Tragekomfort aus. Betreuende Personen oder Angehörige können nach atmungsaktiven Materialien mit einer Saugfähigkeit über 1000 Milliliter fragen. Totale Inkontinenz Die totale Inkontinenz bedeutet unkontrollierten, dauernden Stuhl- oder Urinverlust. Hier kommen dieselben Massnahmen wie bei der schweren Inkontinenz in Frage, allerdings empfehlen sich zusätzlich Schutzhosen aus dichten Materialien und eine starke Saugfähigkeit über 1500 Milliliter.  Schlussfolgerung: Mit den richtigen Inkontinenzartikeln das Leben wieder genießen Inkontinenz muss keinen totalen Verlust der Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil: Die reichhaltige Auswahl an passenden Inkontinenzprodukten ermöglicht die Teilnahme am sozialen Leben inklusive Bewegung, Freiheit und Lebensfreude. Wichtig ist, dass Sie sich nicht aus falscher Scham verstecken. Neben einer Therapie gibt es den passenden Inkontinenzartikel - auch für Sie.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Wie mit Stressinkontinenz umgehen

    Der Begriff Stressinkontinenz beschreibt den unkontrollierten, unfreiwilligen Urinverlust. Für Patienten sind die Symptome nicht nur ein hygienisches Problem, sondern auch mit starken Schamgefühlen verbunden. Doch Scheu ist fehl am Platz: wenn die leichte Inkontinenz nicht ernst genommen wird, kann sie sich graduell verschlimmern. Doch der Alltag muss nicht in die Hose gehen. Lesen Sie, was Sie präventiv und in einer akuten Situation gegen die Blasenschwäche tun können.  Jetzt im Shop wirksame Hilfsmittel für die Belastungsinkontinenz finden. pixabay - Alexas_Fotos Belastungsinkontinenz - Was ist das? Kurz erklärt: Belastungsinkontinenz ist der unkontrollierte Urinverlust oder der unfreiwillige Abgang von Urin. Durch erhöhten Bauchinnendruck bei Heben von Lasten, Lachen, Springen oder sogar Niesen kommt es zu erhöhtem Druck auf die Blase (im Bauchraum). Ursache für das unfreiwillige Tröpfeln ist die schwache Beckenbodenmuskulatur. Die "schwache Blase" ist eine der am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen in Deutschland, und insbesondere Frauen leiden darunter. Bis zu 25 Prozent aller Deutschen Frauen sind betroffen. Bei den Männern sind elf Prozent inkontinent. Unter diesen Patienten sind: 49 Prozent belastungsinkontinent etwa 39 Prozent sind von Mischinkontinenz und 12 Prozent von Dranginkontinenz betroffen Der Begriff "Stress-"Inkontinenz ist im ersten Moment irreführend, denn er hat nichts mit psychischem Druck zu tun, sondern bezieht sich auf körperliche Belastungen. Hilfsmittelprofi-Tipp: Isolieren Sie sich nicht, wenn Sie eine schwache Blase feststellen. Für viele Leidtragende ist nicht nur das hygienische Problem im Vordergrund, sondern eine eigens auferlegte soziale Isolation aufgrund von Schamgefühlen. Je früher Sie sich untersuchen lassen und in Behandlung begeben, desto eher finden Sie zu Ihrer Lebensfreude zurück. Schon wenige Minuten an gezielten Übungen am Tag, die Sie in den eigenen vier Wänden durchführen können, schaffen Abhilfe. Lesen Sie dazu mehr weiter unten im Text. Die Ursachen der Stressinkontinenz Diese Art der Kontinenzstörung steht zweifelsfrei direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens in Zusammenhang. Dieser besteht aus Muskeln und Bindegebe, welche die Beckenorgane eingrenzen. Sie stärken und festigen die Position der Organe und stützen den Blasenschließmuskel. Wenn dieser stark gedehnt wird, verliert die Muskulatur an Elastizität. Die Stützfunktion vermindert sich drastisch und es kommt zur gefürchteten Störung der Blasenmuskulatur. Wenn nun Druck auf das Bauchinnere ausgeübt wird, arbeitet der Harnröhrenverschluss nicht mehr richtig.  Das erklärt, warum Frauen besonders häufig die Leidtragenden dieser Symptome sind. Der weibliche Beckenboden ist naturgemäß der stärkeren Belastung durch Schwangerschaften, vaginale Geburten und einer kleineren Gewebefläche ausgesetzt. pexels Der weibliche Unterleib verzeichnet drei Öffnungen, während der männliche lediglich zwei aufweist. Die häufigsten Ursachen der Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz) sind: Schwächung der Beckenbodenmuskulatur Schwächung des Bandapparates im Beckenbereich Eine Gebärmuttersenkung hormonelle Veränderungen Übergewicht konstitutionelle Bindegewebeschwäche Beim Mann taucht die Belastungsinkontinenz meist durch Verletzungen des Blasenschließmuskels wegen Unfällen oder Operationen auf Häufig auftretende Symptome der Stress-Inkontinenz Die Krankheit wird von unterschiedlichen Symptomen begleitet. Der Harnverlust geschieht spontan und kündigt sich nicht durch eine volle Blase an und es geht nur wenig Urin ab. Mediziner teilen die Harninkontinenz in verschiedene Schweregrade. Als niedrigste Stufe gilt der Urinabgang bei Lachen, Husten oder Niesen. Der zweite Schweregrad umschreibt den Urinabgang bei plötzlichen Bewegungen, dem Heben von Lasten, Hinsetzen und Aufstehen oder Sport. Schwerwiegender wiegt der Urinaustritt bei Bewegung ohne Stressfaktor, also Urinaustritt im Stehen. Die schwerste Form der Belastungsinkonsistenz ist der unkontrollierte Urinverlust im Liegen. Therapie und Behandlung Glücklicherweise muss man sich heutzutage nicht mehr mit der Blasenschwäche arrangieren. Doch Inkontinenz ist leider noch immer ein Tabuthema, wie viele Leidtragende bemerken. Tipp: Sie können den Schließmuskel trainieren Machen Sie nicht den Fehler und schämen Sie sich nicht zu sehr, um mit dem Problem zum Arzt zu gehen. Die Fachperson ist dazu da, Ihnen zu helfen und Sie gründlich zu beraten. Nachdem die Fachperson die Diagnose gestellt hat, hilft regelmäßiges Beckenbodentraining bei Stressinkontinenz. Dabei trainieren Sie gezielt die geschwächte Muskulatur. Eine Besserung lässt sich oft relativ schnell festestellen. Ein Physiotherapeut kann das Erlernen der Übungen erleichtern und begleiten. Danach können Sie das Training, das oftmals nur wenige Minuten pro Tag in Anspruch nimmt, zu Hause durchführen. Zuverlässig schützen kann auch ein ganzes Sortiment an Einlagen. Verweis aus Shop?  Tipp: Ein gesundes Körpergewicht unterstützt die Therapie Übergewicht ist ebenfalls einer der Haupt-Risikofaktor für einen kraftlosen Beckenboden. Wenn der Druck, der durch das Gewicht auf die Blase wirkt, zu stark wird, kann ein schwacher Beckenboden nicht mehr entgegenhalten. Überflüssige Pfunde haben Konsequenzen, auch auf die Blase. Der ständige Druck fördert den möglichen Harnabgang und Übergewicht verschlimmert die meisten Symptome anderer Krankheiten. Fazit: Abnehmen fördert die Gesundheit und erleichtert das Beckenbodentraining. Setzen Sie auf einen Tee aus Brennnesseln: Die heimische Heilpflanze durchspült dank ihrer harntreibenden Wirkung die Blase regelrecht. Brennnesseln sind die perfekte Unterstützung bei Blasenschwäche. Ein bekanntes Hilfsmittel ist auch die US-stämmige Moosbeere, besser bekannt als Cranberry. Sie ist ein bewährtes Hausmittel bei Blasenentzündung und langfristig wirkt ihr Saft oder die getrockneten Beeren auch Blasenschwäche entgegen. pixabay - eak_kkk Schlussfolgerung: Stresskontinenz lässt sich auch mit sanften Methoden behandeln Diese Art der Kontinenzstörung ist direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens verbunden. Das bedeutet, dass je nach Tragweite des Problems bereits wenige Minuten gezielten Trainings pro Tag Abhilfe schaffen können. Einfluss auf die richtige Funktionstüchtigkeit der Organe haben hormonelle Störungen, Operationen oder Unfälle sowie die natürliche Beanspruchung durch Schwangerschaft und Geburt. Betroffene müssen nicht stillschweigend leiden, sondern können sich selbst helfen. Was heißt das?  Ein gesunder Lebensstil ist einer der Hauptfaktoren in der Vorbeugung gegen die Stressinkontinenz. Zudem kann ein aktiver Lebensstil die Symptome verringern. Wer mit einer ausgewogenen Ernährung Normalgewicht anstrebt und Übergewicht reduziert, leistet einen wichtigen Beitrag zur eigenen Blasengesundheit. Wenn Sie nicht rauchen, wenig Alkohol und Koffein konsumieren und zudem den Einsatz von Schmerzmitteln reduzieren, verringern Sie Ihr Inkontinenzrisiko zusätzlich. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie unterstützende Produkte für die Inkontinenz.  Quellenangaben:Urology-GuideInkontinenz Information.deAmboss

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  • Blasenschwäche: Wenn der Alltag zum Problem wird

    In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von Blasenschwäche (Harninkontinenz) betroffen. Sie gehört damit zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Urin zurückzuhalten, kann eine fachkundige Diagnose helfen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über das Thema und gibt Aufschluss über passende Lösungen - hier mehr über die Blasenschwäche lesen.  Außerdem finden Sie jetzt geeignete Produkte bei Blasenschwäche in unserem Shop.  pixabay - padrinan Reizblase: Leiden Sie unter einer überaktiven Blase? Es gibt verschiedene Arten und Ursachen der Blasenschwäche. Mitunter am häufigsten tritt die überaktive Blase auf. Patienten mit einer Reizblase leiden unter sehr starkem, ständigem Harndrang und müssen oft aufs WC. Dabei sind die Urinmengen, die austreten, gering. Das Problem ist, dass das Dranggefühl plötzlich kommt und so stark ist, dass die Patienten es nicht mehr aushalten können. Frauen sind öfter von der Blasenfunktionsstörung betroffen als Männer. Wenn Symptome auftreten, zieht sich der Blasenmuskel zu früh, also unwillkürlich oder bevor die Blase voll ist, zusammen. Schon ein kurzer Reiz auf die Blase sorgt dann für starken Harndrang. Studien zufolge sind etwa 40 Prozent aller Frauen in Deutschland ab dem 60 Lebensjahr von Blasenschwäche betroffen. Aufgrund der Anatomie der Frau wird die Stütz- und Haltefunktion weitaus stärker beansprucht als beim Mann. Besonders Schwangerschaften belasten den Beckenboden extrem. Dies kann vor allem bei nah aneinander liegenden Schwangerschaften oder auch Mehrlingsschwangerschaften massive Auswirkungen auf die Blasenfunktion haben. Problematisch ist dabei, dass die Beschwerden manchmal so ausgeprägt sind, dass sich die Betroffenen nicht mehr trauen, Aktivitäten im öffentlichen und sozialen Leben nachzugehen, oder diese nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Die Patienten sprechen nur ungern darüber, weil die "Volkskrankheit Inkontinenz" noch immer mit starken Schamgefühlen verbunden ist. Wenn Ausscheidungen unkontrolliert abgegeben werden, führt das nicht nur zu körperlichen Belastungen, sondern auch zu einem extremen psychischen Druck. Tatsächlich leiden mehrere Millionen Menschen in Deutschland unter dem Problem - trotzdem ändert das nichts daran, dass man in der Öffentlichkeit nicht über die Inkontinenz spricht. Symptom oder Krankheit? An sich ist Inkontinenz jedoch gar keine Krankheit, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Verschiedene Krankheiten können Auslöser sein oder Körperfunktionen, die nicht mehr intakt sind, beeinflussen die Harnblase negativ. Die Ursachen der Reizblase sind beispielsweise Veränderungen an der Blasenwand, die zu Überaktivität oder Überreiztheit des Blasenmuskels führen. Diese können Abweichungen der Nervenfunktionen oder Veränderungen an den Rezeptoren (Andockstellen) der Botenstoffe sein, die das Organ versorgen. Die Beschwerden sind nicht gefährlich, aber unangenehm. Studien zeigen, dass 40 Prozent betroffener Frauen aus lauter Peinlichkeit verschweigen, dass sie unter Inkontinenz leiden. Manchmal speisen die Betroffenen Inkontinenz auch einfach als "hygienisches Problem" ab - damit gehört sie zu jenen Krankheiten, die deutschlandweit am seltensten behandelt werden. Dabei lassen sich die Symptome mit sanften und teilweise natürlichen Mitteln leicht kurieren. Was tun bei Blasenschwäche? Der überaktiven Blase entgegenwirken Aufgrund dieses Tabucharakters des Themas fragen sich viele Betroffene: "Was tun bei Blasenschwäche?" Noch immer gelten die Symptome als "Alterskrankheit." Doch auch Frauen in jungen Jahren, besonders nach einer Geburt und Frauen zwischen 40 und 50, wenn die Menopause eintritt sind betroffen. Allein in Deutschland leiden – je nach Quellenangaben – ca. 25 Prozent aller junger Frauen zumindest vorübergehend an Inkontinenz.  11 Prozent der Männer sind inkontinent 25 Prozent der Frauen erfahren Symptome Gerade junge Mütter sind anfällig für Blasenschwäche, weil ihr Beckenboden durch die Schwangerschaft und Geburt geschwächt ist. Das Tragen des Babys belastet die Muskulatur zusätzlich. Ein strapazierter Beckenboden kann die Blasenschwäche begünstigen, ebenso wie eine Gebärmutter- oder Scheidensenkung.  Bei älteren Frauen treten die Symptome auf, weil sich der Hormonhaushalt verändert. Überdurchschnittlich häufig sind auch übergewichtige Menschen betroffen, sowie Personen, die schwere körperliche Arbeit leisten. Blasenschwäche muss den Betroffenen jedoch das Leben nicht unnötig schwer machen. Mit den richtigen Tipps können Sie den Symptomen vorbeugen und selbst akute Beschwerden lindern. pixabay - PatriciaMoraleda Tipp 1: Beckenbodentraining stärkt die Blase  Das Training des Beckenbodens ist eine der wirksamsten Aktivmaßnahmen zur Vorbeugung oder Linderung einer Blasenschwäche. Gezielte Übungen stärken die Muskulatur und beugen dem Harndrang so entgegen. Das Training lässt sich im Sitzen oder am Bürotisch erledigen.  Eine empfehlenswerte Übung: Setzen Sie sich sehr gerade auf einen Stuhl und spannen Sie die Beckenbodenmuskulatur an. Sie können das Becken ganz leicht nach vorne kippen und die Muskulatur gleichzeitig anspannen. Halten Sie diese Spannung für mindestens 10 Sekunden. Wiederholen Sie fünf, besser 10 Mal. Tipp 2: Trinken Sie genug und ernähren Sie sich ausgewogen   Es mag im ersten Moment kontraintuitiv klingen, aber bei Stress-Inkontinenz empfehlen wir Ihnen, mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Sie unterstützen so die Nieren und beugen Harninfekten vor. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, die den Darm unterstützen und den Stuhlgang erleichtern. Es ist besser, wenn Sie beim Toilettengang nicht zu stark pressen müssen. Allenfalls ist eine Gewichtsabnahme für Sie eine Option. Bereits eine minimale Gewichtsreduktion um fünf oder zehn Prozent entlastet den Beckenboden und stärkt in Kombination mit mehr Bewegung und dem Beckenbodentraining die Muskulatur zusätzlich. Tipp 3: Trainieren Sie Ihre Blase  Gute Neuigkeiten: Sie können Ihre Blase trainieren und so Beschwerden lindern. Beginnen Sie mit einem Miktionstagebuch: Schreiben Sie auf, wie oft und wie viel sie zu welchen Zeiten urinieren müssen. So trainieren Sie die Blase: Geben Sie nicht jedem Harndrang nach. So lernt die Blase, den Druck langsam auszuhalten und den Drang zu kontrollieren. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung auf der Toilette - so kann sich die Blase vollständig entleeren. Schlussfolgerung: Blasenschwäche in den Griff bekommen Das Zusammenspiel von Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln, Nervenbahnen und der Steuerzentrale im Gehirn ist fein abgestimmt und anfällig für Störungen. Selbst kleine Unstimmigkeiten können auf längere Sicht gravierende Auswirkungen haben:    Die Symptome sind am Anfang meist harmlos und die Betroffenen verlieren nur einen Tropfen Urin. Plötzlich, nach ein paar Monaten, sind es zwei und plötzlich so viel, dass es den Alltag beeinträchtigt. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schweigen Sie nicht - handeln Sie stattdessen und sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Unterschiedliche Therapieformen können bei Blasenschwäche Linderung schaffen. In vielen Großstädten gibt es Beckenbodenzentren und immer mehr Physiotherapeuten spezialisieren sich auf den Beckenboden.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte. Kauf auf Rechnung: Einfach & sicher bestellen Quellenangaben:Urologenzentrum.atUrology-GuideSprechzimmer.chSprechzimmer.ch

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  • Wenn der Harndrang zur Belastung wird: Harninkontinenz

    Ihnen ist nur wohl, wenn Sie in der Nähe einer Toilette sind? Mit diesem einschränkenden Gefühl sind Sie nicht allein: In Deutschland sind Schätzungen zufolge bis zu 8 Millionen Menschen von Harninkontinenz (Blasenschwäche) betroffen. Lernen Sie in diesem Artikel das Harnsystem kennen und was Sie gegen häufigen und nächtlichen Harndrang tun können. Die Symptome können zwar harmlos sein, aber auch auf ein ernsteres Problem hindeuten.   Sie möchten sich sofort etwas Gutes tun und lernen, was bei Inkontinenz hilft? Hilfsmittelprofi bietet ein umfassendes Sortiment an geeigneten Produkten. pixabay - lumpi Häufiger Harndrang - Ursachen und Therapie Wenn Sie täglich rund sechs bis siebenmal Pinkeln gehen, ist alles in Ordnung. Häufiger Harndrang – oder vermehrtes Wasserlassen – tritt auf, wenn Sie überdurchschnittlich häufig auf die Toilette müssen, oder Sie mehr als die normale Menge Urin lassen. Der Fachbegriff für vermehrten Harndrang ist Polyurie. Von Polyurie spricht man, wenn die normale Urinmenge von zwei Litern innerhalb von 24 Stunden überschritten wird. Für die Betroffenen können die Symptome einschränkend und unangenehm sein. Doch wie funktioniert das Harnsystem des Menschen überhaupt? Wir bei Hilfsmittelprofi haben es für Sie zusammengefasst. Der menschliche Körper besteht hauptsächlich aus Wasser, und dank unserer Körperfunktionen wie Atmen, Schwitzen und vor allem Urinieren verlieren wir ständig Flüssigkeit. Urinieren ist so wichtig für unseren Körper, weil mit dem Urin Giftstoffe und unbrauchbare Substanzen aus dem Körper gespült werden. Die wichtigsten Organe des Harnsystems sind die Nieren, eine Art Kläranlage des Körpers. Sie entfernen Stoffe wie Harnstoff, Harnsäure, Salze oder Aminosäuren aus dem Blut. In einem ersten Schritt produzieren die Nieren circa Primärharn, die Vorstufe des Urins, den wir ausscheiden. Dieser Primärharn fließt durch das Filter-Röhrensystem in der Niere. Die dortigen Nierenzellen nehmen 99 Prozent der Flüssigkeit und verwertbare organische Stoffe wieder auf und geben andere Wirkstoffe ab. Übrig bleiben die etwa 1.7 Liter Harn, die in der Harnblase gesammelt und von dort ausgeschieden werden. Tipp 1: Gesunde Ernährung Unterstützen Sie Ihre Nieren mit frischer, gesunder Kost: Viel Obst, Gemüse und pflanzliche Öle wie frisches Olivenöl senken das Nierenrisiko. Pro Tag fließen nämlich fünf bis sechs Liter Blut, also der gesamte Bluthaushalt etwa 300 Mal durch die Nieren. Die Nieren filtern täglich etwa 1700 Liter Blut.  Viele Arzneimittel gehen auf die Nieren. Wenn Sie Medikamente nehmen, sollte Ihr Arzt einen kritischen Blick auf die Medikationsdosis werfen. Vor allem Schmerztabletten und Entzündungshemmer mit Wirkstoffen wie Diclofenac oder Ibuprofen sind problematisch. Auch eine richtig eingestellte Dosis von Medikamenten beugt Blasenschwäche vor.  pixabay - PublicDomainPictures Nächtlicher Harndrang? Richtig entgegenwirken. Die Ursachen des Problems sind komplex: Patienten können an Diabetes mellitus erkrankt sein, unter Herzinsuffizienz oder akutem Nierenversagen leiden. Oftmals klagen betroffene Patienten auch über ein anderes häufig auftretendes Symptom in Zusammenhang mit der Inkontinenz: nächtlicher Harndrang. Das ist eine unangenehme Sache, mit der sich vor allem ältere Menschen auseinandersetzen müssen. Betroffene: können keine Nacht mehr ruhig durchschlafen, und müssen sich nachts immer wieder erheben, um das WC aufzusuchen. Diese Symptome sind nicht nur nervig, sondern können sich langfristig negativ auf die Ruhezeiten und die Psyche auswirken. Wenn ein Mensch mindestens zweimal pro Nacht aufstehen muss, um Wasser zu lassen, spricht man von Nykturie. Ursachen für nächtlichen Harndrang Die Ursache für die Nykturie, die zu den Schlafstörungen zählt, sind vielfältig. Dazu zählen:  Hormonstörungen Älterwerden gestörte Nierenfunktion Polyurie durch Herz- oder Nierenschwäche Blasenentzündung Diabetes mellitus vergrößerte Prostata übermäßiger Genuss von Alkohol oder Koffein Einnahme von Medikamenten eine Übersäuerung des Körpers Eine Reizblase  eine reduzierte Blasenkapazität Im Verlaufe des Lebens schwächt die natürliche Leistung des Körpers ab. Auch die Muskelspannung lässt nach, was sich insbesondere auf Schließmuskeln auswirkt. Ein junger Mensch kann daher dank starken Muskeln problemlos durchschlafen und muss morgens lediglich dringend zur Toilette. Je älter man wird, desto stärker nimmt die Muskelspannung ab, was den häufigeren Drang erklärt. Tipp 2: Untersuchen lassen  Wenn die oben genannten Symptome plötzlich bei Ihnen auftreten, empfehlen wir einen Arztbesuch. Wichtig ist, dass Sie sich von einem fachkundigen Arzt untersuchen lassen. Obwohl häufiger Harndrang und Nykturie an sich nicht bedrohlich sind, sind die Symptome nicht immer harmlos und können auf eine andere Krankheit hindeuten. Tipp 3: Lassen Sie Wassertabletten weg  Wasseransammlungen in den Beinen oder im Oberbauch sind ungesund und unschön. Wasser, dass nicht mehr auf eine natürliche Art und Weise ausgeschieden wird, belastet die Gesundheit - weshalb Menschen zu Wassertabletten greifen. Wenn Sie die Tabletten aber am späten Nachmittag oder spätabends einnehmen, kann sich das negativ auf die Nykturie auswirken, weil Sie wegen der Wirkung der Tabletten nachts aufwachen. Tipp 4: Wasserlassen - neurologisches oder psychisches Problem? Wenn dem nächtlichen Harndrang eine Krankheit, zum Beispiel eine Blasenentzündung, Polyurie oder eine Reizblase zugrunde liegen, behandelt der Arzt die Ursachen meist mit Antibiotika. Der Arzt kann ebenso mit einem Blutzuckerspiegeltest feststellen, ob Diabetes ein Grund für den verstärkten Harndrang ist. Wenn die Überprüfung körperlicher Symptome nicht weiterhilft, können neurologische oder psychische Ursachen vorliegen. In diesem Fall hilft Blasentraining: Gehen Sie nicht immer gleich zur Toilette, wenn die Blase drückt, sondern halten Sie einige Minuten stand. Diese Übung stärkt die involvierten Muskeln und Sie gewöhnen die Blase an größere Harnmengen, so dass er Drang erst später einsetzt. pixabay - Belova59 Schlussfolgerung: Harninkontinenz muss nicht einschränken Polyurie kann auf eine Störung im Ausscheidungssystem hindeuten. Die Harnblase ist ein Teil eines hochkomplexen Organsystems, das uns täglich gesund hält. Wenn eine Störung vorliegt, kann das für Betroffene unangenehm sein und auf weitere Probleme hindeuten. Zudem kann der häufige Harndrang das Sozialleben Betroffener einschränken. Aber auch nachts kann die Harninkontinenz einem Patienten das Leben schwer machen: Nächtlicher Harndrang wirkt sich auf längere Zeit negativ auf die Nachtruhe und die Psyche aus. Eine richtige Diagnose und sanfte Therapien können entgegenwirken und Sie gesund halten. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie unterstützende Produkte für die Inkontinenz. Quellenangaben:ApothekenumschauÄrzteblattÄrzteblatt

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  • Ursache und Therapie: Inkontinenz erkennen und richtig behandeln

    Für viele Betroffene ist Inkontinenz ein mit starken Schamgefühlen verbundenes Tabuthema. Wenn sich Darm oder die Blase plötzlich und unkontrolliert entleeren, stellt sich oft ein Gefühl der Hilflosigkeit ein. Als Inkontinenz bezeichnen Ärzte das Unvermögen, Körperausscheidungen wie Kot, Wind oder Urin willentlich zurückzuhalten. Dieser Artikel erklärt Ihnen die unterschiedlichen Ursachen sowie Arten der Erkrankung und gibt Aufschluss über passende Therapieformen - lesen Sie alles Wichtige über die Volkskrankheit Inkontinenz. Finden Sie jetzt im Hilfsmittelprofi Shop geeignete Produkte bei Inkontinenz. Der körperliche Kontrollverlust: Ein Tabuthema Für Betroffene ist die Inkontinenz in der Regel nicht nur ein körperliches Problem, sondern bringt zusätzlich starke psychische Belastungen mit sich. Denn bereits als kleine Kinder lernen wir, unsere Ausscheidungen bewusst zu kontrollieren und Stuhlgang oder Urin zurückzuhalten. Wenn uns diese Fähigkeiten im Alter abhandenkommen, fühlen wir uns machtlos und schämen uns, das Thema überhaupt anzugehen. pixabay - geralt Das große Problem: Niemand möchte darüber sprechen. Inkontinenz ist ein Thema, das aufgrund von Schamgefühlen nicht oder nur äußerst ungern mit dem Hausarzt oder einem Experten besprochen wird. Dabei ist die Krankheit in Deutschland weit verbreitet: Schätzungen zufolge sind etwa fünf bis acht Millionen Menschen betroffen. Weltweit sollen es 50 bis 200 Millionen Menschen sein. Genaue statistische Auswertungen liegen nur wenige vor, da viele Betroffene gar nicht in diesen Statistiken erfasst sind. Die einzigen halbwegs verlässlichen Zahlen liefern die Angaben großer Hersteller von Inkontinenzhilfsmitteln. Es ist wenig überraschend, dass der Großteil der Betroffenen älter als 60 Jahre alt ist. Bei den über 80-jährigen leiden sogar bis zu 80 Prozent unter einer behandlungs- oder versorgungsbedürftigen Inkontinenz. Wussten Sie, dass dies einer der häufigsten Gründe für die Einweisung ins Pflegeheim ist? Tipp 1: Sie sind der Inkontinenz nicht hilflos ausgeliefert! Bewährt hat sich vor allem bei Harninkontinenz ein Zeitplan für die Toilettengänge. Dabei trinken die Patienten alle zwei bis drei Stunden und gehen 30 Minuten später auf das WC - selbst wenn gerade kein Harndrang vorliegt. Anfangs in kurzen Abständen, nach und nach verlängern sie die Zeiträume. In einem Miktionstagebuch, einer Art Logbuch für die Urinkontrolle, erfassen sie die Häufigkeit der Toilettenbesuche und die abgegangene Harnmenge.  Ursachen und Formen von Inkontinenz Wir unterscheiden zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Ursachen für Inkontinenz sind vielfältig, und fast immer liegt eine Störung des muskulären Ausscheidungssystems vor: Eine Schwäche der Blasen-, Schließ- und Beckenbodenmuskulatur (beziehungsweise Verschlussapparats des Afters bei der Stuhlinkontinenz), oder eine Störung der Muskelfunktionen aufgrund beschädigter Nerven und den verbundenen Zentren in Gehirn und Rückenmark. Das kann aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems geschehen oder biologische Ursachen haben. Merke: Es existieren auch sogenannte "allgemeine Ursachen". Unter diese fallen Medikamente wie Diuretika, Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol. Sie können eine bereits bestehende Harninkontinenz fördern. Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, häufig aufs WC zu müssen, aber nur geringe Mengen Urin "tröpfeln", liegt keine Blasenschwäche, sondern eher ein Harnwegsinfekt vor. Das äußert sich häufig durch ein Brennen in der Harnröhre, besonders gegen Ende des Wasserlassens. Anatomie der Entleerungsorgane Wenn Sie die menschliche Anatomie betrachten, stellen Sie fest, dass die Harnblase von zwei Muskeln – dem Blasen- und dem Schließmuskel – unterstützt wird. Sie erfüllt zwei Funktionen: Sie speichert Urin und entleert ihn zum gewünschten Zeitpunkt. Den Vorgang können Sie sich folgendermaßen vorstellen:  1. Speichern Während dem Sammeln von Urin ist der Blasenmuskel entspannt. Die Blase dehnt sich aus und füllt sich nach und nach. Der Schließmuskel ist angespannt, damit der Urin nicht abfließt. 2. Entleeren Beim Gang auf die Toilette zieht sich der Blasenmuskel zusammen. Gleichzeitig erschlaffen die Beckenbodenmuskulatur und der Schließmuskel, was zum Abfluss des Urins durch die Harnröhre führt. Inkontinenzmaterial gesucht? Hier klicken. Ursachen für die Harninkontinenz Wie der nächste Textabschnitt zeigt, haben die fünf Arten der Harninkontinenz unterschiedliche Gründe. 1. Die Belastungsinkontinenz Diese Form beschreibt die willkürliche Ausscheidung von Urin bei Belastung und ist die am weitesten verbreitete Art der Inkonsistenz. Bei der Stressinkontinenz, auch Belastungsinkontinenz genannt, verlieren Betroffene kleine Mengen an Urin bei Tätigkeiten, die den Druck auf den Bauchraum erhöhen. Seien es: Lachen Niesen Husten Gymnastik oder Treppen steigen Grund ist ein geschädigter Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Frauen leiden deutlich häufiger unter Belastungsinkonsistenz als Männer. Frauen haben ein breiteres Becken und eine schwächere Beckenbodenmuskulatur. Zudem hat der weibliche Beckenboden drei Öffnungen (für Harnröhre, Scheide und Darm), während der Mann nur über zwei verfügt.  Vor allem Schwangerschaften und Geburten belasten den Beckenboden. Es kommt häufig vor, dass während der letzten Schwangerschaftswochen und nach der Geburt aufgrund der Strapazen Inkontinenz auftritt. Der dritte Grund, warum Frauen häufiger inkontinent sind als Männer, sind hormonelle Veränderungen. Das Bindegewebe gibt nach, Beckenorgane sinken ab und lösen eine Inkontinenz aus. Bei Männern ist das Risiko einer Harninkontinenz nach Prostataoperationen hoch. Wenn die Prostata komplett entfernt wird, kann der eigentlich intakte Schließmuskel absenken und schwächeln. Das äußert sich durch ständiges Träufeln und kommt dadurch zustande, dass der Patient die Blase nicht richtig entleeren kann, obwohl sie voll ist. Risikofaktoren wie Operationen oder Unfälle können das Gewebe strapazieren und schwächen. Auch Nervenreizungen oder -verletzungen im Beckenbereich kommen vor, was unter Umständen dazu führen kann, dass die Muskeln nicht mehr richtig funktionieren. Allgemeine Faktoren wie chronischer Husten Übergewicht und mangelnde Bewegung schlecht trainierter Beckenboden können das Krankheitsrisiko steigern. 2. Die Dranginkontinenz Die Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) zeigt andere Symptome. Es tritt starker Harndrang auf, der sich nicht unterdrücken lässt: Plötzlich kommt es zu schwallartigem Urinabgang.  Meist ist dieses Verhalten an Auslöser gekoppelt, zum Beispiel fließendes Wasser, Hände in warmes Wasser tauchen, Aufregung. Die Dranginkontinenz kann auch bei Harnblasensteinen, Demenz oder nach einem Schlaganfall auftreten.  Das Problem ist eine Störung der Signalübertragung zwischen Blase und Gehirn, beziehungsweise dem Rückenmark: Fälschlicherweise kommt es zum Signal "Blase voll", was die Dringlichkeit des plötzlichen Harndrangs erklärt. Mögliche Ursachen sind:
 Operationen, wenn sie Nervenreizungen auslösen Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer Ständige Reizungen der Blase (Blasenentzündungen) Diabetes Psychische Ursachen, wie Stress oder Trauma Tipp: Eine neuere Therapieform bei Dranginkontinenz ist Taping. Klebebänder werden am unteren Bereich der Wirbelsäule angeklebt. Diese sollen den Harndrang vermindern - allerdings ist die Methode noch nicht umfassend erforscht. pixabay - Zorro4 3. Extraurethrale Inkontinenz
 Bei dieser seltenen Form der Blasenschwäche sucht sich der Urin einen Weg außerhalb der Harnröhre nach außen. Verantwortlich dafür sind Fisteln, röhrenartige Kanäle im Innern des Körpers. Diese Art kommt eher bei Frauen vor: Der Harnblasenschließmuskel, der für die Steuerung der Entleerung zuständig ist, wird umgangen. So kommt es zu dauerhaftem Urinabfluss über die Fisteln, obwohl die Blase weiterhin normal funktioniert. Willentlich kann dieser Urinabgang nicht vermieden werden. Ursachen können Geburten, Operationen, Strahlentherapie oder Verletzungen im Unterleib sein. Für die Heilung dieser Form der Inkontinenz muss ein Arzt die Fisteln operativ entfernen. 4. Die Überlaufinkontinenz Betroffene verspüren starken Harndrang und haben eine volle Harnblase. Trotzdem können sie ihre Blase nicht voll entleeren und der Urin tröpfelt dauernd. Die körperliche Ursache ist ein Abflusshindernis am Blasenausgang, beispielsweise ein großes Prostataadenom, Tumore, hochgradige Harnröhrenverengungen oder große Harnblasensteine. Die Blase ist quasi immer gefüllt und dehnt den Harnblasenmuskel. Aufgrund dieser anhaltenden Dehnung ermüdet der Blasenmuskel und der Urin tropft ständig aus der Harnröhre. Merke: Der Rest-Urin in der Blase kann Infektionen und Nierenschäden aufgrund eines möglichen Rückstaus verursachen.  5. Die Reflexinkontinenz
 Die Reflexionsinkontinenz ist eine selten auftretende Form der Harninkontinenz, bei der die Betroffenen keinen Harndrang mehr spüren. Die Entleerung wird nicht mehr willentlich gesteuert, sondern geschieht als Reflex des Körpers. Dem Harnblasenmuskel fehlt die Steuerung des zentralen Nervensystems. Ursache ist der Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Störungen der Nerven, die die Blase steuern. Das kann zwei Ursachen haben: Rückenmarkschädigung: beispielsweise bei einer Querschnittslähmung Erkrankungen des Gehirns, unter anderem Alzheimer, Parkinson oder Schlaganfälle Problematisch ist dabei, dass die Nieren möglicherweise Schaden nehmen können. Die Blase wird nicht vollständig entleert, was einen Rückstau in die oberen Harnwege zur Folge hat.  Ursachen und Formen der Stuhlinkontinenz Genauso wie Harninkontinenz, kann auch Stuhlinkontinenz in verschiedenen Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Typischerweise verursacht eine organische Störung, dass die Schleimhaut des Analkanals nicht mehr richtig gespürt wird - so kann der Mensch den Stuhlgang nicht mehr richtig kontrollieren. Verletzungen, die nach Geburten oder Operationen auftreten, können zu Funktionsstörungen des Schließmuskels führen, respektive die Nervenwahrnehmung beeinträchtigen. Weitere Ursachen, beispielsweise: Hämorrhoiden ein Vorstülpen der Darmschleimhaut muskuläre Störungen: eine schwache Beckenbodenmuskulatur Ein Vorfall im Mast- oder Enddarm: Fisteln, die den Schließmuskel zerstören  chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn Tumore im Bereich des Enddarms. Darmträgheit und Verstopfung
: Durch den fest sitzenden Stuhl entsteht eine Blockade, an der nur wässriger Stuhl passieren kann. Medikamente, auch Antidepressiva und Abführmittel Stuhlinkontinenz im Alter Ältere Menschen zeigen oft Symptome der neurogenen Stuhlinkontinenz. Ihr liegen Störungen im Gehirn oder Rückenmark zugrunde. Die Patienten können ihren Stuhlgang nicht mehr bewusst kontrollieren. Das kann etwa nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung wie Multiple Sklerose geschehen. Therapieformen bei Inkontinenz Die verschiedenen Formen der Inkontinenz müssen unterschiedlich behandelt werden. Glücklicherweise können Mediziner inzwischen aus einer Fülle an wirksamen Behandlungsmöglichkeiten auswählen. Wenn keine Operation nötig ist, ist die erste richtige Massnahme für die Heilung der Stressinkontinenz immer die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Spezielles Beckenbodentraining und krankengymnastische Übungen stärken die Muskulatur und fördern so den Heilungsprozess. Unterstützend wirken auch Bioresanz-Therapie oder Elektrostimulation. Ein Kontinenz- und Blasentraining hilft, die Kontrolle über die Harnblase zurückzubekommen. Die Betroffenen versuchen selbstständig, die Abstände zwischen den Toilettengängen zu verlängern: So wird die Blase trainiert, mehr Urin aufzunehmen. Oftmals werden die Fortschritte in einem Miktionsprotokoll aufgezeichnet. In vielen Fällen helfen parallel zum Training verabreichte Medikamente. Wenn die Inkontinenz hormonell bedingt ist, setzen Ärzte bei Frauen Östrogene ein. Operativ werden Patienten mit Blasenschwäche künstliche Schliessmuskeln oder Kunstnetze / Schlingen um die Harnröhre eingesetzt. Therapie der Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) Die Dranginkontinenz wird vor allem medikamentös behandelt: Anticholinergika enthalten Wirkstoffe wie Oxybutynin oder Trospiumchlorid, welche die Überaktivität der Harnblasenmuskulatur hemmen. Auch Botulinumtoxin, das Gift des Bakteriums Clostridium botulinum kann bei der Therapie unterstützend wirken. Spezielle Zentren bieten diese Therapieform an, bei der das Gift in den Harnblasenmuskel gespritzt wird. Wenn die medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Therapieerfolg zeigt, kann es auch helfen, Neuromodulatoren in der Nähe des Rückenmarks einzusetzen. Therapie der Stuhlinkontinenz Wie bei der Harninkontinenz ist es auch bei der Stuhlinkontinenz wichtig, zu wissen, um welche Art es sich handelt. So kann der Therapeut die richtige Behandlungsform empfehlen.  In manchen Fällen sind Medikamente in Kombination mit einer Spülung des Dickdarms einmal pro Tag hilfreich, andere Probleme werden erfolgreich operiert. Ein Arzt kann Sie beraten. Durchaus sinnvoll ist ein Toilettentrainings-Protokoll. Dabei konzentriert sich der Patient etwa 30 Minuten nach einer eingenommenen Mahlzeit auf den Stuhlgang und versucht, die Entleerung ohne ein allzu starkes Pressen herbeizuführen. Der regelmässige Plan in Kombination mit dem Protokoll hilft einigen Menschen, die Körperfunktionen besser zu steuern Schlussfolgerung: Inkontinenz fest im Griff Unser Unterleib ist ein kompliziertes und abgestimmtes System aus Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln und der Steuerzentrale im zentralen Nervensystem. Wenn dieses durcheinandergerät, kann Inkontinenz die Folge sein. Es existierenunterschiedliche Formen von Harn- und Stuhlinkontinenz, die verschiedene Symptome zeigen und entsprechend behandelt werden müssen. Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, nicht nur im Alter. Wenn Sie die zur Verfügung gestellten Zahlen betrachten und sie mit der Altersstruktur bei uns vergleichen, stellen Sie fest, dass die Zahl der von Inkontinenz betroffenen Menschen steigt. Unser Artikel zeigt auf, dass sich Betroffene oder Angehörige keinesfalls Schämen und bei auftretenden Symptomen umgehend eine Fachperson zu Rate ziehen sollten. Unterschiedliche Therapieformen können rasch Abhilfe schaffen und die Lebensqualität nachhaltig erhöhen. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte.

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  • Trinknahrung für Diabetiker - die gesunde Ergänzung

    Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, leiden oft auch an Mangelerscheinungen von bestimmten Nahrungsinhaltsstoffen. Besonders häufig fehlt es an Omega-3 Fettsäuren, Ballaststoffen, Zink, Chrom und Magnesium, sowie Antioxidantien und Mikronährstoffen.   Daher ist es besonders wichtig eine optimale Versorgung mit den notwendigen Nahrungsinhaltsstoffen zu gewährleisten. Trinknahrungen für Diabetiker können helfen, dem Körper die lebenswichtigen Nährstoffe zuzuführen. Was ist Diabetes Diabetes mellitus, besser bekannt unter dem Namen Zuckerkrankheit, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung und tritt in der heutigen Zeit immer häufiger auf. Diabetes beschreibt den Zustand, wenn der Blutzuckerspiegel im Körper zu hoch ist.   pixabay - Tumisu Insulin Bei Insulin handelt es sich um ein lebenswichtiges Hormon, welches von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist eines der Hormone, die dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, indem es das Blut von Glukose reinigt und ihm hilft in die Zellen einzudringen. Der Blutzuckerspiegel ist ein wichtiger Brennstoff für die Zellen, daher ist es wichtig, dass das Insulin in ausreichender Menge vorhanden ist und richtig im Körper fungiert. Sowohl ein niedriger als auch ein zu hoher Blutzuckerspiegel stellen eine Gefahr für den Körper dar. Formen der Diabetes Es gibt verschiedene Arten von Diabetes, die beiden Haupttypen sind jedoch Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Beide sind gefährlich und können unbehandelt aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels das Herz, die Augen, die Füße und die Nieren schwer schädigen. Diabetes Typ I Bei dem selteneren Typ I Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zu wenig oder gar kein Insulin mehr. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die eigentlich für die Insulin Produktion verantwortlich sind, werden beim Typ I von den körpereigenen Abwehrzellen zerstört. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit ein stetig zunehmender Insulinmangel. Diese Form der Diabetes entwickelt sich meist bereits im Kindes- oder Jugendalter und ist eine Autoimmunerkrankung. Diabetes Typ II Der Typ II Diabetes kommt weitaus häufiger vor und wird oftmals durch eine ungesunde Lebensweise, wie Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung oder aufgrund genetischer Vorbelastung ausgelöst. Hier kommt es zu einer verminderten Insulinwirkung. In diesem Fall ist die Bauchspeicheldrüse zwar in der Lage genügend Insulin zu produzieren, jedoch kann es seine Wirkung an den Zellen nicht richtig entfalten. Die Körperzellen können die Glukose nicht mehr richtig aufnehmen, da sie mit der Zeit unempfindlich gegenüber Insulin werden (Insulinresistenz). Infolgedessen verbleibt mehr Zucker im Blut und die Bauchspeicheldrüse ist gezwungen mehr Insulin zu produzieren. Wenn sie durch die andauernde Überproduktion erschöpft ist, kommt es zum Insulinmangel und somit zur Entwicklung eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. Ernährung bei Diabetes Um eine Unterzuckerung und Komplikationen bei Diabetes zu vermeiden, ist es wichtig optimale Stoffwechselwerte zu erreichen und diese auch aufrechtzuerhalten. Dabei muss der Blutzuckerspiegel im normalen Bereich oder zumindest so nah wie möglich am Normwert liegen.   pixabay - silviarita   Die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes stellen kohlenhydrathaltige Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, frisches Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte, Reis und Nudeln.   Neben der Änderung des Lebensstils und der eventuellen Einnahme von Medikamenten, müssen Menschen mit Diabetes auf ihren Blutzuckerspiegel und die Lebensmittel achten, die sie jeden Tag essen. Eine gute Option für eine schnelle, diabetische Mahlzeit für unterwegs oder zwischendurch, bietet eine Trinknahrung für Diabetiker. Natürlich ist eine gesunde Ernährung mit Vollwertkost immer am besten, aber Flüssignahrung ist eine gute Alternative, wenn eine gesunde Mahlzeit nicht infrage kommt. Trinknahrung für Diabetiker Eigens für Diabetiker entwickelte Trinknahrung, unterstützt die Patienten den Blutzuckerspiegel im Normbereich zu halten und ist speziell auf den Stoffwechsel von an Diabetes erkrankten Personen abgestimmt.   Zudem sichert sie den Energie- und Nährstoffbedarf und stellt eine Ergänzung zur herkömmlichen Nahrung dar. Trinknahrung für Diabetiker ist laktosearm, glutenfrei und fruktosefrei.   Die praktischen und wiederverschließbaren Trinkflaschen können bei Raumtemperatur gelagert werden. Angebrochene Flaschen müssen im Kühlschrank aufbewahrt und sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.   Die Inhaltsstoffe der diabetischen Trinknahrung tragen dazu bei, die Insulinsensitivität zu erhöhen und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Zudem ist die Zusammensetzung auf konkrete Krankheitsbilder, wie etwa Morbus Crohn, Mangelernährung und Verdauungsprobleme zugeschnitten. Diben Trink-Ergänzungsnahrung für Diabetiker Die Diben Trink-Ergänzungsnahrung ist speziell für Diabetiker, Patienten mit erhöhtem Eiweißbedarf und Personen mit gestörter Glukosetoleranz geeignet. Der Drink wird auch bei Anorexie, Mangelernährung, bei erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf, sowie in der Rekonvaleszenz ergänzend eingenommen. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Waldfrucht, Vanille und Cappuccino sorgen zudem für Abwechslung.     Diese Trink-Ergänzungsnahrung ist besonders hochkalorisch und eiweißreich, hat einen niedrigen glykämischen Index, ist reich an Chrom, Vitamin C, Vitamin E, ß-Carotin und Flavonoiden, außerdem ist es reich an Ballaststoffen.   Drei dieser Drinks mit 200 ml, decken bereits die empfohlene Tagesdosis eines Erwachsenen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Nährstoffe pro 100 ml: Energie 150 kcal 1,1 BE Protein 20 % 7,5 g Fett 42 % 7,0 g Kohlenhydrate 35 % 13,1 g Ballaststoffe 3 % 2,0 g Wasser 79 ml   Die Zusammensetzung an ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen helfen den Darm zu regulieren und fördern eine gesunde Darmflora. Dies beugt Verdauungsproblemen, wie Durchfall und Verstopfungen vor. Ebenso werden das Herz, die Blutgefäße und das Immunsystem dank der ausgewogenen Fettsäuremuster geschützt.   Aufgrund der Kaloriendichte eignet sich der Diben Drink besonders für Patienten mit Mangelernährung und Personen in einer gesundheitlichen Aufbauphase. Quellenangaben: Gesundheit Medicalforum

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  • Aufbaunahrung für Senioren und bei erhöhtem Nährstoffbedarf

    Viele Menschen essen weniger, wenn sie älter werden und können durch die täglichen Mahlzeiten den notwendigen Nährstoffbedarf nicht mehr ausreichend decken. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen ist eine ergänzende Einnahme von Aufbaunahrung sinnvoll.   Aufbaunahrung liefert dem Körper durch die gezielte Nährstoffzufuhr Energie, unterstützt bei der Regeneration und versorgt ihn mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen. Die Trinkfertige Aufbaukost dient somit im Idealfall dem Erhalt des Ernährungszustandes oder hilft diesen verbessern.   pixabay - truthseeker08 Für wen ist eine Aufbaunahrung geeignet Generell wird Aufbaunahrung als eine ergänzende Ernährung bei Mangelerscheinungen und zur Gewichtszunahme verabreicht.   Hauptsächlich sind Senioren betroffen, die nicht mehr in der Lage sind, durch die konventionelle Ernährung die notwendigen Nährstoffe zu sich zu nehmen. Jedoch tritt eine Mangelernährung auch bei jüngeren Personen auf. Die Auslöser können verschiedener Natur sein und reichen von krankheitsbedingter Appetitlosigkeit, Stoffwechsel- und Darmerkrankungen über Diabetes, Muskelschwund, Krebserkrankungen und Schlaganfall bis hin zu Untergewicht und Essstörungen. In welchem Fall ist eine Aufbaukost sinnvoll Während gesunde Menschen notwendige Nährstoffe über die täglichen Mahlzeiten beziehen, kann es für kranke Personen oder Personen, für die eine normale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, problematisch werden.   Ist ein erhöhter Nährstoffbedarf gegeben, etwa bei konsumierenden Krankheiten oder während der Rekonvaleszenz, kann eine ergänzende Aufbaukost die ausreichende Energiezufuhr sicherstellen.   In erster Linie wird Aufbaunahrung bei folgenden Problemen oder Krankheiten eingesetzt:   Unverträglichkeit von Kuhmilcheiweiß Appetitlosigkeit Glutenunverträglichkeit Mangelernährung Darmerkrankungen, wie etwa Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Diabetes Gewichtsverlust Essstörungen Demenz oder Alzheimer Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse Rekonvaleszenz Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz Nach chirurgischen Eingriffen Bei Schlaganfallpatienten Bei Schluckbeschwerden Gicht Tumorerkrankungen Infektionen, Aids Erkrankungen der Leber Muskelschwund, Multiple Sklerose Stoffwechselerkrankungen   Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Produkten, welche bedarfsgerecht an die jeweiligen Nährstoffmängel angepasst sind. So unterstützen spezielle Trinknahrungen individuell entweder durch mehr Ballaststoffe oder durch zusätzliches Eiweiß die zahlreichen Ernährungslücken.   Aufgrund der unterschiedlichen Dichte an Energie, Ballaststoffen und Nährstoffen der einzelnen Produkte, kann die Aufbaunahrung gezielt bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt werden. Welche Vorteile hat die Aufbaunahrung In einem kleinen Fläschchen von 200 ml sind alle wichtigen Nährstoffe komprimiert, die der Körper braucht. Die Aufbaunahrung dient als wichtige Energiequelle, sorgt aufgrund der Kohlenhydrate für einen ausgeglichenen Energiehaushalt und hilft mit den hochwertigen Eiweißen beim Muskelaufbau. Auch die Immunabwehr wird durch die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe gestärkt.   Enthält alles was der Körper für eine schnelle Genesung benötigt. Ist reich an Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitaminen und Mineralstoffen. Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch und proteinreich, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. Sowohl glutenfrei als auch laktosefrei erhältlich. Kann sowohl als Ergänzung zu den täglichen Mahlzeiten als auch vorübergehend als vollständiger Ersatz der Nahrung verwendet werden. In verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, pikant fruchtig und neutral) erhältlich. Auch für Personen mit Kau- und Schluckbeschwerden geeignet. Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. In verschiedenen Formen erhältlich, als Drink, in Pulverform und als Pudding. Die praktischen Fläschchen sind einfach in der Handhabung und somit auch für unterwegs gut geeignet. Auch das Aufbaupulver lässt sich schnell und einfach zubereiten. Die Aufbaunahrung bietet bei sachgerechter Lagerung eine lange Haltbarkeit. Das vielfältige Sortiment bietet Produkte für unterschiedliche Krankheitsbilder, die dem Körper genau die Nährstoffe liefern, die er benötigt.   Die Aufbaunahrung wird in flüssiger Form eingenommen und hat eine cremige Konsistenz. Aufgrund der verschiedenen Geschmacksrichtungen und der sehr guten Verträglichkeit, wird die trinkfertige Aufbaukost sehr gut angenommen.   pixabay - ikkilacerda Wann ist Vorsicht geboten Fertigdrinks wie Aufbaunahrung oder Astronautennahrung können bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Medikamenten zu Wechselwirkungen führen. Da Ernährungsgetränke meist hohe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, kann es zu Nebenwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kommen. So kann etwa eine erhöhte Zufuhr von Vitamin K die Wirksamkeit von Blutverdünnern beeinflussen   Um Komplikationen zu vermeiden ist es daher wichtig, sich mit dem behandelndem Arzt in Verbindung zu setzen, um eine etwaige Wechselwirkung der verschriebenen Medikamente mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln abzusprechen.   Achten Sie auf eine gute Qualität der Produkte und beziehen sie die Trinknahrung ausschließlich aus Fachgeschäften oder Apotheken. Aufbaunahrung auf Rezept Ist ein Patient aus krankheitsbedingten Gründen nicht mehr in der Lage reguläre Mahlzeiten aufzunehmen, kann eine spezielle Aufbaunahrung vom Arzt verordnet werden. In diesem Fall übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine medizinische Ernährung.   Oft wird eine Mangelernährung diagnostiziert, erfolgt eine ungewollte Gewichtsabnahme oder kann der notwendige Energiebedarf nicht über die normale Ernährung gedeckt werden.   Der Einsatz von flüssiger Aufbaukost kann sowohl in der häuslichen Krankenpflege, als auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen erfolgen.   Sprechen Sie mit Ihrem behandelndem Arzt unter welchen Voraussetzungen die Verordnung für Trinknahrung möglich ist.   TIPP: Für die Verordnung von Flüssignahrung ist kein Pflegegrad notwendig, die Notwendigkeit einer medizinischen Ernährung richtet sich alleine nach dem Krankheitsbild. Aufbaudrinks zur alleinigen Ernährung oder als Nahrungsergänzung Aufbaunahrung kann sowohl als Ergänzung zur Normalkost als auch zur alleinigen Ernährung verwendet werden. Die Einnahme ist dabei vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig und wird im Idealfall vom zuständigen Arzt verordnet.   Je nach Notwendigkeit der zusätzlichen Energie- und Nährstoffzufuhr dient die Trinknahrung entweder als Zwischenmahlzeit oder kann in Form von Suppen oder Cremen auch als hochkalorische Hauptmahlzeit eingenommen werden.       Fazit Aufbaunahrung in flüssiger Form stellt eine vollbilanzierte Nahrung dar, die alle lebensnotwendigen Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt. Zudem weist sie eine hohe Kaloriendichte und eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen auf, um die Gewichtszunahme zu ermöglichen und Mangelerscheinungen auszugleichen.   Aufgrund der optimalen Portionsgrößen von 200 ml, ist sie handlich und flexibel einsetzbar. Die praktischen und wiederverschließbaren Fläschchen sind optimal für unterwegs und sichern eine schnelle und einfache Nährstoffzufuhr.   Aufbaukost gibt es in einer Reihe von Geschmacksrichtungen und in verschiedenen Darreichungsformen. Die wohl bekannteste Form ist die flüssige Trinknahrung in Fläschchen, weiters gibt es sie in Pulverform zum einfachen Anrühren und als Pudding.   Hochkalorische Trinknahrung ist gut sortierten Drogerien frei erhältlich, um eine hohe Qualität zu gewährleisten sollte diese jedoch nur in speziellen Fachgeschäften und Apotheken gekauft werden.   Generell ist die vorherige Konsultation eines Arztes zu empfehlen, da es in manchen Fällen zu Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln kommen kann. Wird die Aufbaunahrung von einem Arzt verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.     Quellenangaben: Was essen bei KrebsKrebs und Ich  

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