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  • Inkontinenz beim Leistungssport

    Es ist ein in der Gesellschaft weitgehend unbekanntes Phänomen: Viele Leistungssportler leiden unter Inkontinenz. Aufgrund ihrer biologischen Voraussetzungen sind vor allem Frauen betroffen. In manchen Sportarten liegt die Quote der Leidtragenden bei bis zu achtzig Prozent. Scham lässt die meisten jungen Frauen schweigen. Tabuthema Inkontinenz Da so viele junge Sportlerinnen betroffen sind, stellt sich die Frage, was man tun kann. Der erste notwendige Schritt wäre die Aufklärung unter Hinzuziehung von Eltern, Physiotherapeuten sowie Trainerinnen und Trainern. Sobald das Thema offen angesprochen würde, wäre es erst möglich, es zu entdramatisieren und enttabuisieren. Sportmediziner sind sich einig, dass es nicht angehen könne, dass junge Frauen mehrere Jahre unter einem lösbaren Problem leiden, nur weil niemand darüber spricht.Außerdem wäre es wichtig, insbesondere bei Leistungs- und Hochleistungssportlerinnen Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur in den Trainingsplan zu integrieren. Aktuelle Studien versuchen zu belegen, dass diese Spezialtrainings die allgemeine sportliche Leistungsfähigkeit sogar erhöhen. Untergewicht führt zur Schwächung der Beckenbodenmuskulatur Inkontinenz kann viele Ursachen haben. Bei der Aufklärung unter jungen Spitzensportlern wäre es zunächst ratsam, den Stress zu reduzieren und Druck von den Sportlerinnen zu nehmen. Der Dreiklang aus körperlichen Gegebenheiten in Verbindung mit Belastungen bei bestimmten Sportarten, hormonellen Bedingungen und psychischen Voraussetzungen ist ein Nährboden für Inkontinenz.Vor allem ein starkes Untergewicht sorgt dafür, dass auch die Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist. Manche Sportlerinnen treiben es mit dem Abnehmen so weit, dass der Körper nur noch auf Überleben programmiert ist und die Regel für lange Zeit – teilweise über mehrere Jahre – ausbleibt. Dafür wiederum ist meistens ein ungesunder Leistungs- beziehungsweise Erfolgsdruck verantwortlich, der häufig genug auch von außen kommt. Verbunden mit hohen biomechanischen Belastungen ist dann Inkontinenz die fast schon logische Konsequenz.

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  • Die Blase: Spiegel der Seele

    Viele Menschen leiden in Deutschland an Inkontinenz. Leider ist dies nach wie vor ein Tabu-Thema; doch über Gründe, Ursachen und Therapiemöglichkeiten wird immer weiter aufgeklärt. Eine Blasenschwäche kann nicht nur physische Ursachen haben, sondern auch aufgrund psychischer Belastung entstehen. Denn: Die Blase ist der Spiegel der Seele. Depression als Ursache für Inkontinenz Mit der Diagnose Depression verhält es sich im Grunde ähnlich wie mit der Inkontinenz. Die Krankheit ist weit verbreitet; doch über sie wird nur unter der Hand gesprochen und getuschelt. Der Gang zum Arzt wird vermieden und lieber eine lange Leidensgeschichte in Kauf genommen.Zwischen beiden Krankheitsbildern kann es aber sogar einen Zusammenhang geben! Dies bedeutet nicht, dass bei jeder Depression eine Blasenschwäche auftauchen muss und umgekehrt. Dennoch können die Ursachen einer Inkontinenz in der Psyche liegen – beispielsweise wenn eine betroffene Person an einer Demenz leidet. Gerade in Pflegeheimen ist die Einnässung älterer Menschen oft ein Zeichen des Protests oder sogar der Aufgabe. Hinzu kommt das Gefühl der Einsamkeit und der Verlassenheit. Daher kann Inkontinenz auch als ein bewusster oder unbewusster Hilfeschrei mit der Bitte um Zuneigung gesehen werden, sei es dass diese Zuneigung in Form des kurzen Moments besteht, den eine Pflegekraft aufwendet, um die Windeln zu wechseln.Auch eine Reizblase kann psychischen Ursprungs sein. Zwar gibt es unterschiedliche körperliche Ursachen für ihr Entstehen wie Entzündungen oder Blasensteine. Auch während der Schwangerschaft beispielsweise kann der Druck durch Nachbarorgane und den Fötus ebenfalls zu einer Reizblase führen. Erst wenn alle körperlichen Ursachen durch einen Arzt ausgeschlossen sind, lohnt es sich, die eigene psychische Verfassung einmal näher zu betrachten. Die Blase und die Psyche Auffallend häufig kommen weibliche Patientinnen wegen einer Reizblase zum Arzt, die zugleich unter beruflichem Stress und Nervosität leiden. Hinzu kommt häufig eine schlechte Nachtruhe, in der keine Erholung gefunden werden kann. War es früher ein Tabu, die eigene psychische Belastung zu betrachten, so sollte heute verstärkt darauf geschaut werden. Nur allzu genau haben Studien, die das moderne Arbeitsleben untersuchten, in den letzten Jahren ergeben, dass die berufliche Belastung und der damit verbundene Alltagsstress psychisch krank machen und zur Erschöpfung führen können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es Blasenstörungen gibt, die ausschließlich psychische Ursachen haben.Möglich sind natürlich auch immer Mischformen. Daher empfiehlt sich unbedingt eine Untersuchung beim Arzt. In Absprache mit ihm sollten sie aber auch psychosomatische Ursprünge ansprechen und sich gegebenenfalls weiter beraten lassen. Da eine Inkontinenz ohnehin eine psychische Belastung darstellt, ist es umso wichtiger, dass sie dieses Thema ernst nehmen und sich helfen lassen.

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  • Wie finanziert man die Pflege zu Hause?

    Wer jemals einen anderen Menschen gepflegt hat, der weiß, dass Pflege kostet. Natürlich kostet Pflege Zeit, der finanzielle Aspekt der Pflege ist jedoch nicht zu unterschätzen. In unserem neuen Artikel zeigen wir Ihnen, welche finanzielle Unterstützung Sie von der Pflegekasse erhalten und welche Beratungsangebote Ihnen zustehen. Was ist Pflegegeld? Das Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung der Pflegeversicherung und wird monatlich direkt an den Versicherten ausgezahlt. Dabei richtet sich die Höhe des Betrages nach dem Pflegegrad, in welchen der Betroffene durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung eingestuft wurde.Die pflegebedürftige Person kann das Geld als finanzielle Anerkennung an pflegende Angehörige weitergeben. Ab Pflegegrad 2 gibt es monatlich 316 Euro, bei Pflegegrad 3 545 Euro, bei Pflegegrad 4 728 Euro und bei Pflegegrad 5 901 Euro. Was sind Pflegesachleistungen? Pflegebedürftige, die weiterhin zu Hause leben, können einen zugelassenen professionellen Pflegedienst oder Einzelkräfte engagieren und erhalten dann die sogenannte Pflegesachleistung. Dazu zählt die Unterstützung durch Pflegekräfte bei Körperpflege, Ernährung und der Haushaltsführung. Die Höhe hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab.Pflegegeld und Pflegesachleistung sind kombinierbar, um eine optimale, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege zu gewährleisten. Das Pflegegeld vermindert sich in diesem Fall anteilig im Verhältnis zum Wert der angenommenen Pflegesachleistungen. Was ist Verhinderungspflege? Wenn Sie als Pflegeperson selbst einmal Urlaub brauchen oder anderweitig z.B. durch Krankheit verhindert sind und die Pflege nicht gewährleisten können, dann gibt es die Möglichkeit, bei der Pflegekasse Verhinderungspflege zu beantragen. Diese Verhinderungspflege kann für maximal sechs Wochen im Jahr beantragt werden. Die Pflegekasse übernimmt dann die nachzuweisenden Kosten einer Ersatzpflege. Welche Zuschüsse zur Wohnungsanpassung gibt es? Damit Sie Ihren Wohnraum anpassen und barrierefrei umbauen können, gibt es von der Pflegekasse Zuschüsse. Maßgebend ist hier, dass aufgrund der Umbaumaßnahmen die häusliche Pflege ermöglicht und erleichtert wird bzw. dass in anderen Fällen eine selbständige Lebensführung möglich ist. Pflegebedürftige können nach einer Antragsstellung bei der Pflegekasse bis zu 4.000 Euro als Zuschuss für solche Wohnanpassungen erhalten. Wie erhält man Pflegehilfsmittel? Wichtig ist auch, dass Sie mit den richtigen Pflegehilfsmitteln versorgt werden. Hierzu können Sie sich gerne in unserem Shop umschauen. Bei Bedarf und bei Wünschen können Sie sich gerne auch mit uns in Verbindung setzen: info@hilfsmittelprofi.deWenn Sie an Blasenschwäche leiden, hilft Ihnen vielleicht auch unser Produktfinder - https://www.hilfsmittelprofi.de/produktfinder/ Oder – falls Sie mindestens Pflegegrad 1 haben – wählen Sie ganz einfach ein kostenloses Pflegepaket auf https://www.medi-paket.de/ aus, das MEDI-MARKT Ihnen monatlich zusendet.    

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  • Was die Blase stark macht!

    In Deutschland leiden Millionen von Menschen unter Blasenschwäche. Der ungewollte Verlust von Urin, ob tröpfchenweise oder in größeren Mengen kann viele Ursachen haben und betrifft alle Altersgruppen. Häufig tritt eine Blasenschwäche ab dem 50. Lebensjahr auf. Bei Symptomen von Blasenschwäche oder Blasenentzündung sollte ein Hausarzt, Urologe oder Gynäkologe zu Rate gezogen werden. Wie kann ich meine Blase stärken? Hier haben wir für Sie zusammengestellt, was Sie vorbeugend und unterstützend im Alltag für Ihre Blase tun können:•    Regelmäßiges Beckenbodentraining zur Stärkung der Muskulatur, insbesondere auch nach  Schwangerschaft und Geburt•    Regelmäßige Bewegung•    Gesunde ausgewogene Ernährung•    Ausreichend Schlaf•    Auf einen gesunden Stoffwechsel und ein gesundes Gewicht achten•    Stärkung des Immunsystems•    Stressreduktion•    Blasenentzündungen vorbeugen und gut auskurieren•    Füße und Unterleib warm halten und für eine gute Durchblutung sorgen Ernährung und Vitamine zur Stärkung der Blase Eine ausgewogene gesunde Ernährung ist wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit. Auch die Blase lässt sich durch gezielte Ernährung und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme stärken. Es wird empfohlen, ausreichend zu trinken, um die Blase zu trainieren und zu stärken und regelmäßig Bakterien auszuschwemmen. Mindestens 2 Liter pro Tag sollten es sein. Dabei sollten säurehaltige Getränke wie Alkohol und Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke vermieden werden. Stattdessen kann man Kräutertees, Wasser oder auch Gemüsesäfte zu sich nehmen.Durch die regelmäßige Einnahme von Nahrungs­ergänzungs­mitteln, die speziell zur Stärkung der Blase entwickelt wurden, kann die Blase positiv beeinflusst werden. Hier unterstützen z. B. Kürbiskern­extrakte, Cranberries und Hibiskus.Betacarotin stärkt nachweislich die Schleimhaut der Blasenwand und ist vorwiegend in roten, gelben und dunkelgrünen Gemüsesorten vorhanden. Insbesondere rote Paprika mit einer Kom­bination von Betacarotin und Kalium wirkt stärkend auf die Blase.Vitamin C stärkt nicht nur das Immunsystem, es hilft auch dabei, Beschwerden bei einer überaktiven Blase zu lindern und sich gegen Keime zu wappnen. Ein hoher Gehalt findet sich z. B. in Zitrusfrüchten und roter Paprika.Vitamin A unterstützt das gesunde Wachstum der Haut- und Schleimhautzellen, wodurch Viren und Bakterien in Blase und Harnwegen besser abgewehrt werden können. Vitamin A  ist z. B. in Kürbis, Süßkartoffeln, Karotten und Grünkohl reichlich vorhanden. Kürbiskerne stärken die Blasenfunktion. 1-2 Esslöffel pro Tag beugen Blasenreizung vor, stärken die Blase gegen Entzündungen und kräftigen die Blasenmuskulatur.Bestimmte Gemüse- bzw. Obstsorten wie z.B. Spargel, Blumenkohl und Ananas regen den Harnfluss an, sodass vermehrt Bakterien ausgeschwemmt werden können.Vitamin B unterstützt das vegetative Nervensystem und kann helfen, die Symptome einer Reizblase zu regulieren. Be­sonders viel Vitamin B ist z. B. in Vollkorn­brot, Naturreis, Beeren, Walnüssen und Sonnen­blumen­kernen enthalten.Antioxidantien wirken entzündungshemmend und beugen Infektionen vor. Hierzu empfiehlt sich z. B. der Verzehr von Cranberries, auch als Cranberrysaft, oder auch Blaubeeren, Himbeeren und Preiselbeeren. Übungen zur Stärkung des Beckenbodens Der Beckenboden besteht aus Binde- und Muskelgewebe, das den Darm, die Blase und bei Frauen die Gebärmutter unterstützt.Beim Wasserlassen und Stuhlgang wird der Beckenboden entspannt, wodurch sich die Harnröhre öffnen kann. Zur Stärkung des Beckenbodens empfiehlt sich das regelmäßige Trainieren von Anspannen und Entspannen der Beckenbodenmuskulatur.Dafür eignen sich besonders:•    Yoga und Pilates•    Trampolin Training•    Spezielle Beckenboden Trainingskurse•    Gezielte Übungen im Fitnessstudio•    Rückbildungskurse nach der Schwangerschaft•    Beckenbodengymnastik für zu Hause, viele Übungsvideos sind online verfügbar•    Gezielte Atem- und WahrnehmungsübungenAuch unterwegs kann der Beckenboden immer wieder trainiert und somit kontinuierlich gestärkt werden. Einfach zwischendurch immer wieder die Beckenbodenmuskulatur anspannen, halten und wieder entspannen. Diese einfache Übung ist überall möglich, im Sitzen oder Stehen und sogar im Liegen, und das ohne, dass jemand etwas davon mitbekommt. Unterstützung bei Blasenschwäche Sollten Sie unter Blasenschwäche leiden gibt es spezielle Produkte und Pflegemittel, die Ihnen schnell und diskret mehr Sicherheit und Freiheiten im Alltag ermöglichen.Mit dem individuellen Produktfinder von Hilfmittelprofi finden sie schnelle, direkt auf Ihre Situation zugeschnittene UnterstützungLink zu: https://www.hilfsmittelprofi.de/produktfinder/    

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  • Häusliche Pflege: Wie bereitet man sich auf die Pflege eines Angehörigen vor?

    Manchmal geschieht es plötzlich, manchmal deutet es sich über lange Jahre an:Die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen. Doch auch wenn es sich bisweilen lange angedeutet, richtig vorbereitet ist man selten. Zu häufig belasten lange Krankheiten, Behinderungen oder Alterserscheinungen Angehörige wie Pflegebedürftige.Ganz zu schweigen von plötzlichen Diagnosen und Erkrankungen, die Menschen über Nacht ereilen. Wir haben für Sie einige Informationen und Hilfestellungen zusammengestellt, wie Sie sich am besten auf die Pflege eines Angehörigen vorbereiten können. Bereitschaft auf beiden Seiten Eine der allerwichtigsten Punkte in der Vorbereitung der Pflege, um mögliche, spätere Konflikte von Beginn an auszuräumen, ist, dass sich der Pflegebedürftige sowie der pflegende Angehörige einig sind, die Pflege gemeinsam anzugehen. Beide Parteien – nicht nur der pflegende Angehörige – müssen dieser Situation voll und ganz zustimmen.Ein weiterer Punkt, um Harmonie und Würde zu gewährleisten, umfasst die Eigenständigkeit des Pflegebedürftigen. Überlegen Sie sich als Angehöriger, ob Sie bereit sind, Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen weitestgehend Autonomie zu geben und nicht die Haltung einzunehmen, über ihn zu „herrschen“. Machen Sie sich dessen bewusst, denn sobald Sie mit der Pflege beginnen, haben Sie Macht über einen geschwächten Angehörigen und die Lebensumstände von Pflegebedürftigem und Angehörigen ändern sich gewaltig. Lassen Sie sich beraten! Wichtig ist auch, dass Sie sich klar machen, dass Sie in dieser Situation nicht alleine sind. Holen Sie sich Rat und Unterstützung, wo Sie können. Beispielsweise sind die Pflegekassen dazu verpflichtet, für Pflegebedürftige eine Pflegeberatung anzubieten. Nutzen Sie dies! In einer solchen Beratung sollte es unbedingt über die Organisation der Pflege gehen. Auch sollten Sie bei der Pflegekasse nach der Einstufung in den Pflegegrad und möglichen finanziellen Zuschüssen fragen.Eine weitere Anlaufstelle sind die lokalen Pflegestützpunkte, die Ihnen weitere Informationen zukommen lassen können. Nehmen Sie mit den Pflegestützpunkten gerade in schwierigen Situation Kontakt auf und ersuchen Sie dort Hilfe. Sorgen Sie für Entlastung! Gerade zu Beginn einer Pflege ist das Ausmaß und die damit verbundenen Anstrengungen nicht absehbar. Oft beginnt man als pflegender Angehöriger voller Elan und Pflichtbewusstsein, doch die Pflege wird im Laufe der Zeit immer beschwerlicher. Hinzu kommt, dass ihr pflegebedürftiger Angehöriger sich an die Situation gewöhnt und sich seine körperlichen Beschwerden über die Zeit eher verschlechtern.Sorgen Sie dafür für regelmäßige Entlastung! Sonst geraten Sie in Gefahr, die Anforderungen des Pflegealltags nicht auf Dauer durchstehen zu können und selbst zu erkranken. Gönnen Sie sich Pausen, in denen Sie sich auf sich und Ihre Bedürfnisse konzentrieren.Achten Sie auf folgende Anzeichen: Bei Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Gereiztheit sollten Sie innehalten und überlegen, wie Sie sich eine Insel der Erholung schaffen können. Erkundigen Sie sich daher bereits zu Beginn der Pflege, wer Sie im Familienkreis vertreten kann oder wie und wann Sie am besten Verhinderungspflege beantragen können.Wichtig ist, dass Sie gesund bleiben! Aus Respekt, aus Liebe und auch aus Verantwortungsbewusstsein der pflegebedürftigen Person gegenüber ist dies wichtig. Daher sollten Sie auch nicht alles aufgeben, was ihr früheres Leben ausgemacht hat.  

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  • Richtig trinken bei Inkontinenz

    Inkontinenz kann sehr belastend sein. Gerade vor Reisen oder öffentlichen Veranstaltungen überlegt man sich nur allzu gut, ob man davor etwas trinkt, um nicht unnötigerweise den Harndrang auch noch zu erhöhen. Diese Gedanken alleine schränken den Alltag beträchtlich ein und sind Belastung und Herausforderung zugleich für die betroffene Person.Viele Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind, versuchen der Situation Herr zu werden, in dem sie weniger trinken. Dadurch wird zwar weniger Urin produziert, jedoch benötigt der eigene Körper zugleich ausreichend Flüssigkeit, um richtig funktionieren zu können. Nur so können Schadstoffe aus dem Körper gelangen. Trinkt man zu wenig, werden die Nieren durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme unterversorgt. Die Folge ist, dass sie ihre „Entgiftungsfunktion“ nicht mehr leisten können. Harnleiter, Blase und Harnröhre werden weitaus anfälliger für Infektionen. Bei Inkontinenz das Richtige Trinken Wichtig ist vor allem, was Sie trinken. Kaffee zum Beispiel ist einer der größten Harntreiber unter allen Getränken. Bei ihm kann man sogar von einem regelrechten „Beschleuniger“ der Inkontinenz sprechen, denn das enthaltene Koffein erhöht die Harnproduktion in den Nieren. Gleiches gilt für alle Cola-Sorten.Auch einige Teearten wirken harntreibend. Hierzu zählen nicht nur schwarzer Tee, sondern auch grüner und manche Kräuter-Tees. Mate-, Brennnessel-, Rosmarin- und Birkenblätter-Tee sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Die im Sommer gerne genossenen Eistees, die oft auf Grün- oder Schwarztees basieren – und sowieso meist zu viel Zucker enthalten – sind bezüglich Inkontinenz auch eher kontraproduktiv. Unbedenklich ist hingegen der koffeinfreie Rooibos, denn er wirkt nicht harntreibend. Wenn dieser Tee Ihnen schmeckt, dann trinken Sie so viel Sie mögen davon.Auch bedenklich sind alle Softdrinks. Sie sind alle kohlensäurehaltig und stark zuckerhaltig und können bei empfindlichen Personen die Blase sogar reizen. Künstliche Süßstoffe können die Blasenkontrolle beeinträchtigen. Sie sind in kalorienarmen Nahrungsmitteln und Getränken enthalten und fördern möglicherweise Entzündungen der Blase. Stark zuckerhaltig sind Cola, ähnliche Softdrinks und viele vermeintliche Fruchtsäfte.Auch Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Alkohol ganz allgemein, ob Bier oder Wein, ist ein harntreibendes Mittel. Außerdem kann er die Blase reizen, wodurch eine Inkontinenz entstehen kann. Am besten Sie trinken davon so wenig wie möglich – oder am besten gar keinen Alkohol. Meiden Sie diese Getränke Es gibt einige Getränke, die Inkontinenz fördern und den Harndrang verstärken. Hierzu gehören vor allem diese alltäglichen Getränke, die sie besser meiden sollten:•    Kaffee•    Alkohol•    Softdrinks•    Schwarzer Tee•    Grüner TeeWasser hingegen ist ideal bei Inkontinenz. Es ist nicht nur gesund und unterstützt alle Körperfunktionen, es ist zudem günstig. Das Leitungswasser in unserem Land hat eine optimale Qualität. Gerne können Sie auch Saftschorlen trinken. Achten Sie dabei aber auf das Mischverhältnis: Die Saftschorlen sollten immer aus viel Wasser und wenig Saft bestehen.

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  • Was tun, wenn der Pflegegrad abgelehnt wird?

    Viele Menschen, die einen Pflegegrad beantragt und diesen abgelehnt bekommen haben, geben sich mit dem Ablehnungsbescheid zufrieden. Getreu dem Motto: Wenn die Pflegekasse meint, dass ich nicht pflegebedürftig bin, dann stimmt das vermutlich. Wiederum andere scheuen sich vor dem Aufwand und dem Papierkram, der mit einem Widerspruch verbunden ist. Es gibt jedoch viele Gründe, warum der Pflegegrad abgelehnt wird.Ob es in Ihrer Situation besser ist, einen neuen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen oder doch eher einen Widerspruch einzulegen, sollten Sie mit einem Spezialisten, bspw. mit den Mitarbeitern eines Pflegestützpunktes oder eines Pflegedienstes besprechen. In der Regel ist es aber besser, einen Widerspruch zu stellen. Dieser darf nur von dem Pflegebedürftigen, seinem gesetzlichen Vertreter oder Betreuer gestellt werden. Gründe für die Ablehnung Wenn Sie einen Ablehnungsbescheid erhalten haben, raten wir Ihnen wie folgt vorzugehen. Wichtig ist, dass Sie zunächst prüfen, ob das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Ablehnung beiliegt. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie es anfordern. Denn nur so finden Sie heraus, warum der Pflegegrad abgelehnt wurde.Sobald Sie das Gutachten haben, wissen Sie nun, woran Ihr Antrag gescheitert ist. Am besten ist es nun, dass Sie die Punktevergabe des Gutachters mit einem kostenlosen Pflegegradrechner überprüfen. So können Sie feststellen, wo der MDK Sie falsch bewertet hat. Haben Sie das getan, dann haben Sie einen ersten Überblick über die Situation.Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, wie lange die Frist läuft, innerhalb der Sie Widerspruch einlegen können. Diese Frist müssen Sie unbedingt einhalten, da sonst der Widerspruch abgelehnt wird. In der Regel steht Ihnen eine Frist von einem Monat zu.Nun ist es wichtig, dass Sie schriftlich – innerhalb der erwähnten Frist – Widerspruch einlegen. Dies kann zunächst formlos geschehen. Die einzelnen Begründungen können Sie dann nachliefern. Lassen Sie sich damit aber nicht allzu lange Zeit, denn sonst dauert auch die Antwort der Pflegekasse länger. Schicken Sie dieses Widerspruchschreiben entweder per Einschreiben an die Pflegekasse oder geben Sie es persönlich dort ab und lassen sich den Eingang bestätigen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wie geht es nach dem Widerspruch weiter? Nachdem Sie den Widerspruch und die entsprechende Begründung eingereicht haben, wird die Pflegekasse den Widerspruch prüfen und gegebenenfalls nachgeben. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Pflegekasse mit Ihnen einen weiteren Begutachtungstermin durch den MDK vereinbaren.Bei diesem zweiten Termin erstellt ein Gutachter dann ein Widerspruchsgutachten. Die Pflegekasse beurteilt daraufhin erneut und gibt Ihnen entweder positiv Bescheid oder lehnt die Einstufung in den Pflegegrad erneut ab.Bei einer erneuten Ablehnung können Sie dann lediglich noch einen Antrag beim Widerspruchsausschuss vorbringen. Wurde auch vom Widerspruchsausschuss der Antrag für den Pflegegrad abgelehnt, erhalten Sie einen „klagefähigen Bescheid“. Mit dem klagefähigen Bescheid können Sie vor dem Sozialgericht eine Klage einreichen.

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  • Untergewicht bei Pflegebedürftigen. Was kann man tun?

    Untergewicht ist kein seltenes Phänomen bei älteren, pflegebedürftigen Menschen. Dabei ist es nicht wirklich als Krankheit anzusehen, sondern vielmehr als gesundheitliche Störung, die trotzdem schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann, obwohl von dem Untergewicht an sich keine Gefahr ausgeht. Die untergewichtige Person ist lediglich anfälliger gegen Infekte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als andere. Besonders gefährlich wird das Untergewicht, wenn Fettgewebe und/oder Muskulatur auf weniger als ein Drittel der Norm zurückgegangen sind. Ab dann ist man am anfälligsten gegen Krankheiten.Eine weitere Folge von Untergewicht ist eine gestörte Wundheilung. Die Wunden schließen sich nicht mehr so schnell, aber auch Bakterien und andere Eindringlinge können nicht mehr so schnell bezwungen werden. Daher ist es wichtig, dass Sie auch im Alter auf eine ausreichende Nahrung und Nährstoffzufuhr achten, um ein gutes Körpergewicht zu halten. Welche Ernährung ist gut bei Untergewicht? Besonders unter den Senioren gibt es viele Menschen mit Untergewicht. Einsamkeit, Depressionen, manche Krankheiten, Zahnprobleme oder auch Medikamente können zu Appetitlosigkeit und diese kann wiederum zu Untergewicht führen. Auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann Grund für ein Untergewicht sein, da sie den Stoffwechsel massiv ankurbelt.Dabei entsteht Untergewicht normalerweise über einen langen Zeitraum – sei es durch Medikamente, eine Erkrankung oder ein Missverhältnis von Ernährung und Bewegung begründet. Bei untergewichtigen Menschen finden sich im Ernährungsplan nicht selten viele Nahrungsmittel und Getränke mit niedriger Energiedichte. Ihre Nahrung beinhaltet also nur wenige Kalorien pro 100 Gramm. Zudem besteht Ihr Ernährungsplan oft nur aus sehr kleinen Mahlzeiten und sehr leichten Speisen. Wie und was soll man bei Untergewicht essen? Nicht selten sind die Speisepläne, mit denen Untergewichtige wieder an Gewicht zulegen sollen, voller minderwertiger fett- und zuckerreicher Nahrungsmittel, die die betroffene Person zuvor bewusst oder unbewusst vermieden hätte. Daher ist es zunächst wichtig, dass man sich auf einen Wechsel der Essgewohnheiten einstellt. Allerdings sollte das neue Paradigma nicht heißen, dass sich betroffene Personen mit ungesunder Nahrung vollstopfen und auf Bewegung verzichten sollen.Sinnvoll wäre eher hochkalorisch zu essen und zugleich Vitalstoffe, Mineralstoffe, sekundären Pflanzenstoffe und hochwertige Eiweiße mit der Nahrung aufzunehmen. Experten empfehlen zusätzlich Sport bzw. Muskelaufbau sowie eine Darmsanierung. Hilft Trinknahrung bei Untergewicht? Bei sehr extremen Fällen ist darüber hinaus die Hinzunahme von kalorienreichen Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen – natürlich immer abhängig davon, wie es dem einzelnen Menschen geht und aus welchen Gründen er untergewichtig wurde.Trinknahrung kann dabei sehr hilfreich sein, sie sollte aber nur bei Menschen zum Einsatz kommen, die sehr stark untergewichtig sind oder die von einer weiteren Gewichtsabnahme bedroht sind. Auch kann Trinknahrung hilfreich kurz nach einer schweren Operation sowie bei Essstörungen sein. Wie können Angehörige einen Menschen mit Untergewicht unterstützen? Als pflegender Angehöriger ist für Sie eines wichtig: Vermitteln Sie Spaß und Genuß am Essen. Jede Maßnahme, die zur Appetitanregung dient, ist willkommen und soll die Person mit Untergewicht anstecken. Diese Anregung gelingt nicht nur über das bloße Essen, sondern geht weit darüber hinaus: Ein schön gedeckter Tisch und ein geschmackvoll angerichtetes Essen dienen bereits diesem Zweck.Auch Bewegung fördert den Appetit – unternehmen Sie mit Ihrem Angehörigen deshalb mindestens einmal täglich einen Spaziergang an der frischen Luft.

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  • Harninkontinenz in der Nacht

    Millionen von Menschen leiden in Deutschland unter einer Harninkontinenz. Diese Erkrankung und Beeinträchtigung ist weiter verbreitet, als man gemeinhin annimmt und ist in unserer Gesellschaft dennoch ein großes Tabu. Neben den alltäglichen Einschränkungen stellt vor allem der nächtliche Schlaf viele Personen mit Harninkontinenz und Blasenschwäche vor ein großes Problem, denn beim Schlafen verlieren wir gewissermaßen die Kontrolle über unseren Körper. Heute stellen wir Ihnen vor, wie Sie mit Harninkontinenz bei Nacht umgehen können. Welche Formen der Harninkontinenz bei Nacht gibt es? Die Medizin unterscheidet zwei Arten von Inkontinenz, die die nächtliche Ruhe stören: Enuresis und Nykturie. Enuresis ist im Volksmund als „Bettnässen“ bekannt. Bei dieser Form von Inkontinenz kommt es zu einer Entleerung der Blase im Schlaf, ohne, dass der Betroffene durch den Harndrang aufwacht und die Toilette aufsuchen kann. Diese Form kommt nicht nur bei Kindern, wie man glauben mag, sondern auch bei Erwachsenen vor.Nykturie ist der medizinische Fachbegriff für häufigen nächtlichen Harndrang. Betroffene wachen stündlich auf, weil sie Harndrang verspüren. Liegt eine Harninkontinenz vor, kommt es besonders beim Aufstehen zum unwillkürlichen Harnverlust. Die Ursachen von nächtlichen Blasenentleerungsstörungen muss ein Facharzt diagnostizieren und eine entsprechende Therapie veranlassen. Tipps für den Umgang mit Harninkontinenz bei Nacht Vermeiden Sie abends auf jeden Fall alle Getränke, die die Harnproduktion anregen. Das sind in erster Linie alkoholische Getränke wie Bier, Wein oder Sekt, aber auch Schwarztee und Kaffee. Trinken Sie stattdessen Mineralwasser, Saftschorlen oder Milch. Bevor Sie dann direkt zu Bett gehen, sollten Sie gar nichts mehr trinken. Wenn Sie unter Enuresis leiden, diese aber nur leicht ausgeprägt ist, empfiehlt es sich, neben den oben erwähnten Maßnahmen, sich pro Nacht ein- oder zweimal vom Smartphone aufwecken zu lassen und die Toilette aufzusuchen. An einen solchen Rhythmus kann man sich schnell gewöhnen. Er hat keine negativen Folgen, auch wenn er zu Beginn befremdlich wirkt. Bei schwerer Enuresis kann man ein Leihgerät verwenden, das die Füllung der Harnblase misst und die betroffene Person automatisch aufweckt, wenn es Zeit ist, die Harnblase zu leeren. Auf diese Weise sollte es in den meisten Fällen gelingen, „trocken“ durch die Nacht zu kommen.Wie oben beschrieben ist die Schwierigkeit bei Nykturie das Aufstehen, da man hier das Urin verliert. Dies passiert, weil bei betroffenen Personen beim Aufrichten und nach vorn beugen, Druck auf die Blase gegeben wird. Diesem erhöhten Druck kann der geschwächte Schließmuskel der Harnblase nicht standhalten und es kommt zu ungewolltem Harnabgang. Dagegen hilft es, wenn Sie beim Aufstehen ausatmen. Das führt zur Ausdehnung des Zwerchfells, das wiederum den Druck auf die Harnblase verringert. Welche Hilfsmittel sind nachts empfehlenswert? Verhindern Sie, dass die Matratze nass wird, weil sie nur schwer gereinigt werden kann. Verwenden Sie am besten eine waschbare Matratzenauflage, die Sie in unserem Hilfsmittelshop finden.Diese Auflagen haben eine wasserdichte Unterseite, die mit Klebestreifen auf dem Laken befestigt wird. Innen befindet sich eine saugfähige Schicht für den austretenden Urin. Zusätzlich können Sie nachts Inkontinenzpants tragen. Sie verrutschen nicht und schützen betroffene Persoen, auch wenn diese auf der Seite oder dem Bauch schlafen.  

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  • Wann hat man Anspruch auf den Entlastungsbetrag?

    Der Entlastungsbetrag ist der einzige monatliche Zuschuss der sozialen Pflegeversicherung, auf den alle Pflegebedürftigen einen Anspruch haben, die zu Hause versorgt werden. Die einzige Voraussetzung ist ein Pflegegrad. Wenn Sie die Pflegeperson eines erkrankten Angehörigen sind, kennen Sie die Situation vielleicht nur allzu gut: Ein Pflegeheim kam für sie nicht in Betracht; sie haben sich entschlossen, eine Ihnen nahestehende Person zu Hause zu pflegen. Doch die alltägliche Pflege erlaubt ihnen im Grunde kein Wochenende, keinen Urlaub und keine Erholung. Viele Menschen kommen dann an einen Punkt, wo sie selbst in Schwierigkeiten geraten und zumindest für einen kurzen Moment einmal durchatmen möchten. Hier bietet sich die Möglichkeit der Kurzzeitpflege an, um etwas Zeit und Ruhe zu gewinnen. Kurzzeitpflege kommt auch im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt in Frage, wenn die weiteren Schritte erst noch geregelt werden müssen. Wer hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag? Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit einem Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro pro Monat. Insgesamt macht dies 1.500 Euro im Jahr. Dieses Geld dient alleine zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender und zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen. Kurz: Der Entlastungsbeitrag soll die Gestaltung des Alltags eines Pflegebedürftigen erleichtern.Dabei muss der Entlastungsbeitrag nicht voll ausgegeben werden. Sollte das Geld in einem Kalendermonat nicht verbraucht haben, kann der verbliebene Betrag in die folgenden Monate „mitgenommen“ werden. Dies ist auch am Jahresende möglich. Leistungsbeträge, die am Ende des Kalenderjahres noch nicht vollständig abgeschöpft worden sind, können noch bis zum Ende des darauffolgenden Kalenderhalbjahres übertragen werden.Ausschließlich Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 können den Entlastungsbetrag auch für Leistungen zugelassener Pflegedienste aus dem Bereich der körperbezogenen Pflegemaßnahmen, zum Beispiel Hilfen beim Duschen oder Baden, einsetzen. Für was kann der Entlastungsbetrag verwendet werden? Der Entlastungsbetrag dient der Erstattung von Aufwendungen, die dem Pflegebedürftigen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von:•    Leistungen der Tages­ oder Nachtpflege•    Leistungen der Kurzzeitpflege•    Leistungen der zugelassenen Pflegedienste (in den Pflegegraden 2 bis 5 jedoch nicht von Leistungen im Bereich der Selbstversorgung) •    Leistungen nach Landesrecht anerkannter Angebote zur Unterstützung im Alltag Wie beschrieben kann der Entlastungsbeitrag für Leistungen der ambulanten Pflegedienste verwendet werden. Dabei handelt es sich um pflegerische Betreuungsmaßnahmen und um Unterstützung bei der Haushaltsführung. Auch kann der Entlastungsbeitrag für nach Landesrecht anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag eingesetzt werden. Diese sind Betreuungsangebote (zum Beispiel Tagesbetreuung, Einzelbetreuung), Angebote gezielt zur Entlastung von Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende (zum Beispiel durch Pflegebegleiter) oder Angebote zur Entlastung im Alltag (zum Beispiel in Form von praktischen Hilfen). Wie läuft die Antragsstellung ab? Um die Kostenerstattung für die entstandenen Aufwendungen zu erhalten, müssen bei der Pflegekasse die jeweiligen Belege zusammen mit dem Antrag auf Erstattung der Kosten eingereicht werden. Aus den Belegen und dem Antrag muss klar hervorgehen, welche Belastung der Pflegebedürftige hat und welche Leistungen daher in Anspruch genommen werden.

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  • Vitaler Lebensstil - aktiv vorbeugen gegen Inkontinenz

    Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die nicht unter einer Inkontinenz leiden oder nur minimale erste Anzeichen verspüren. In diesem Fall kann es auch sinnvoll sein, vorbeugend zu handeln. Wie bei fast allen Gesundheitsthemen trägt ein vitaler, aktiver Lebensstil auch dazu bei, einer Inkontinenz vorzubeugen. Gesundes Essen - und viel Trinken! Es gilt eigentlich bei allen Gesundheitsthemen: Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Sie fördert die Gesundheit des Darms, der Blase und der Harnwege. Doch nicht nur die Gesundheit dieser Organe ist wichtig. Auch die benachbarten Organe sollten gesund sein, da auch sie sich negativ auf die Blasenfunktion oder die Verdauung auswirken können. Das heißt: Um einer Inkontinenz vorzubeugen, sollten alle Organe gesund sein und ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.In erster Linie ist es wichtig, Bakterien oder Pilzen das Überleben in den Harnwegen zu erschweren bzw. diese ganz fernzuhalten. Entsprechende Wirkstoffe finden sich in Preiselbeeren, Cranberries, Kapuzinerkresse und im frischen Meerrettich. Hören Sie zudem auf Ihren Darm! Blähungen und Verstopfungen sind ein Zeichen für eine falsche Ernährung. Achten Sie auf Gluten-Unverträglichkeit sowie auf eine Laktoseintoleranz.Neben dem Essen ist natürlich auch das Trinken von großer Bedeutung. Der Körper muss täglich mit ausreichend Wasser versorgt werden. Dadurch werden Blase und Harnwege gut durchspült. Neben einfachem Wasser ist Brennnesseltee besonders hilfreich. Ein übermäßiger Konsum von Alkohol hingegen kann den Darm und auch die Blase zu sehr belasten. Bleiben Sie in Bewegung! Ausgewogene Ernährung und Achtsamkeit gegenüber der eigenen Vitalität sind wesentliche Komponenten für einen gesunden Körper. Hinzu kommt die Bedeutung der Bewegung für den Körper. Diese darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Sehr empfehlenswerte Sportarten, bei denen die Muskulatur rundum die Blasenfunktion trainiert wird, sind Radfahren und Schwimmen. Dabei müssen Sie nicht gleich athletische Ambitionen an den Tag legen. Es genügt, regelmäßig im Freibad ein paar Bahnen zu schwimmen oder am Wochenende einen Fahrradausflug zu unternehmen.Ärzte und Therapeuten empfehlen außerdem, in allen Lebensphasen Gymnastikübungen wie Beckenbodengymnastik durchzuführen, bei denen die bedeutenden Muskelgruppen gestärkt werden. Sie können auch bei der Krankenkasse oder beim örtlichen Sportverein nach Sportangeboten nachfragen, ob und wo gesundheitsfördernde Kurse angeboten werden.

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  • Hilfsmittel - was ist das?

    Hilfsmittel gleichen körperliche Funktionseinschränkungen des Körpers aus. Ihre Verwendung  erleichtert Betroffenen die meisten Alltagsaktivitäten, Mobilität, Hygiene oder soziale Interaktion. Daher sind sie für viele Menschen unerlässlich, um selbstbestimmt zu arbeiten oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.Zu den allgemeinen Hilfsmitteln zählen einerseits Produkte wie Hörgeräte, Sehhilfen, Gehhilfen, Rollstühle, orthopädische Schuhe, Kompressionsstrümpfe, Prothesen oder Blutzuckermessgeräte. Auch gibt es andererseits Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, wie beispielsweise Inkontinenzhilfen oder Stoma-Artikel. Was sind Hilfsmittel und was nicht? •    Die Krankenkassen zahlen nur die oben genannten wirklichen Hilfsmittel, Dienstleistungen gelten nicht als Hilfsmittel und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Hilfsmittel sind ausschließlich als bewegliche Gegenstände definiert. Das bedeutet, dass weder Dienstleistungen noch behindertengerechte Umbauten von Immobilien, etwa der Einbau eines Treppenlifts, dazugehören.•    Bei einigen Hilfsmitteln muss der Versicherte einen Teil selbst zahlen. Dies ist bspw. der Fall bei Gegenständen, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht und die gleichzeitig dem Ausgleich einer Behinderung oder der Sicherung der Behandlung dienen ‒ wie zum Beispiel orthopädische Schuhe. Hier wird ein Eigenanteil angerechnet.•    Für Pflegehilfsmittel kommt nicht die Krankenkasse, sondern die Pflegeversicherung auf.•    Die Krankenkassen dürfen die Kosten der Hilfsmittel nur übernehmen, wenn diese erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Hilfsmittel - was zahlt die Krankenkasse? Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel mit teilweise starken Einschränkungen. Als Bezieher von Hilfsmitteln erhalten Sie diese in der Regel durch ein Sanitätshaus, das Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist. Sollten Sie jedoch ihre Hilfsmittel von einem anderen Leistungserbringer erhalten, der nicht Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen. Daher empfiehlt es sich, dass Sie sich frühzeitig informieren und sich von ihrer Krankenkasse alle möglichen Vertragspartner nennen lassen.Bei der Kostenübernahme unterscheiden die Krankenkassen zwischen Hilfsmitteln, für die ein Festbetrag besteht, und Hilfsmitteln, die keinen Festbetrag haben.•    Hilfsmittel mit Festbetrag: In diesem Fall übernehmen die Kassen die Kosten bis zur Höhe des Festbetrags.•    Hilfsmittel ohne Festbetrag beim Vertragspartner: Die Kassen übernehmen die Kosten bis maximal zur Höhe des vertraglich vereinbarten Preises.•    Hilfsmittel ohne Festbetrag bei Leistungserbringern, die nicht Vertragspartner der Krankenkasse sind: Hier werden nur Kosten in Höhe des niedrigsten Preises einer vergleichbaren Leistung des Vertragspartners erstattet.Übrigens: Wird ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse abgelehnt, können Sie gegen diese Entscheidung innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Bleibt es bei einem ablehnenden Bescheid, haben Sie die Möglichkeit vor dem Sozialgericht Klage gegen den Widerspruchsbescheid einzureichen.

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  • Die richtige Unterwäsche bei Inkontinenz und Pflegebedürftigkeit

    Wer einen Angehörigen pflegt, stellt hin und wieder fest, dass je nach Krankheitsbild und -verlauf, die Kleidung des Pflegebedürftigen nicht immer ideal ist. Gerade bei Menschen mit einer Demenz kann es zu Schwierigkeiten kommen, in dem sie Teile der Kleidung ausziehen. Es gibt jedoch auch viele andere Ursachen, warum normale Kleidung in der Pflege nicht immer hilfreich und unterstützend ist. Deshalb gibt es – je nach Art der Pflegebedürftigkeit – spezielle Kleidung wie Pflegeoveralls und Inkontinenzwäsche, um die tägliche Pflege zu erleichtern. Welche Unterwäsche eignet sich für Pflegebedürftige? Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit, hat jeder pflegebedürftige Mensch auch andere Ansprüche an seine Bekleidung. Für die meisten ist eine ganz normale Wäsche vollkommen ausreichend.Pflegebedürftige, die aber zum Beispiel viel liegen oder im Rollstuhl sitzen, Menschen mit Inkontinenzproblemen oder Pflegebedürftige, die beim Wäschewechsel selbst nicht mehr mithelfen können, haben jedoch andere Anforderungen. Sie benötigen eine unkomplizierte und zweckmäßige Unterwäsche, die die Körperpflege unterstützt und erleichtert. Deshalb sind bei der Auswahl der Unterwäsche gewisse Punkte zu beachten. Auf was muss man beim Kauf von Unterwäsche für Pflegebedürftige achten? Bei den meisten Pflegebedürftigen reicht eine normale Unterwäsche, die sich zumindest nicht aufknöpfen lässt. Sie sollte jedoch extrem strapazierfähig sein und besondere Pflegeeigenschaften aufweisen. Diese Art von Wäsche wird auch gerne als Seniorenwäsche bezeichnet. Einige Patienten benötigen Spezialunterwäsche, die schützende – oder pflegerisch erleichternde – Funktionen hat. Hierunter fällt die funktionale Pflegewäsche wie Inkontinenzwäsche, die ein sicheres Tragen von Einlagen gewähren können. Hierzu zählen bestimmte Pants, Slips und Einlagen. Aber auch die Protektoren-Unterwäsche (Hüftschutzhosen) zählt zu diesem Bereich. Hüftprotektoren-Unterwäsche hat spezielle Taschen an der Seite, in die die Protektoren eingebracht werden können. Hüftprotektor-Unterwäsche ist besonders geeignet für Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko oder nach Hüftoperationen. Mit dem Tragen von Hüftprotektoren-Unterwäsche kann bei einem Sturz das Risiko gemindert werden, einen Oberschenkelhalsbruch zu erleiden. Unterwäsche bei Inkontinenz In den vergangenen Jahren hat sich die Qualität von saugenden Inkontinenzhilfen stark verbessert. Vor allem, da sogenannten Superabsorber entwickelt wurden – das sind Chemikalien, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen und speichern können. Dadurch sind moderne Slipeinlagen und Inkontinenz-Unterwäsche sicherer, saugfähiger und leichter geworden. Sie lassen sich häufig ohne großen Aufwand unter der normalen Wäsche tragen.Für Frauen, die an einer leichten Harninkontinenz leiden, haben sich Slipeinlagen gut bewährt. Sie werden wie herkömmliche Damenbinden in den Slip geklebt und nehmen dort zuverlässig kleinere Mengen an Urin auf. Die Einlagen gibt es in unterschiedlichen Saugstärken und Größen bspw. von Seguna.Für Männer gibt es ebenfalls saugfähige Hilfsmittel bei leichteren Formen von Harninkontinenz. Diese sogenannten Tropfenfänger werden über das Glied gestülpt und lassen sich mit Klebestreifen an der Unterwäsche fixieren. Die Tropfenfänger sind allerdings nur für geringe Harnverluste ausgelegt, wie sie beispielsweise nach Prostataoperationen auftreten können.Hier finden Sie Sicherheitsslips für Inkontinenz bei hilfsmittelprofi.de:https://www.hilfsmittelprofi.de/inkontinenz-hilfsmittel/sicherheitsslips.html 

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  • Junge Pflege

    Nahezu 3 Millionen Menschen sind in Deutschland aktuell pflegebedürftig. Doch wer allgemein an pflegebedürftige Personen denkt, hat Bilder von Senioren im Kopf, die nach einem langen Leben durch Krankheiten gebrechlich und krank wurden. Das stimmt im Grunde auch. Tatsächlich sind die meisten Pflegebedürftigen in Deutschland ältere Menschen: 71 Prozent von ihnen sind über 74 Jahre alt. Nichtsdestotrotz gibt es auch viele jüngere Menschen, die auf Pflege und Hilfe angewiesen sind.Mehr als 300.000 Pflegebedürftige sind zwischen 15 und 60 Jahre alt. Wären sie gesund, würden sie ganz normal an der Gesellschaft teilnehmen und zur Schule gehen, eine Ausbildung machen, studieren oder arbeiten gehen. Stattdessen sind auch sie wie ältere Menschen auf Pflege angewiesen. Was ist "Junge Pflege"? Unter „junger Pflege“ versteht man die Pflege jener 300.000 Pflegebedürftigem, die zwischen 15 und 60 Jahre alt sind und unter gesunden Umständen mitten im Leben stehen würden. Durch eine Krankheit oder einen Unfall ist dieses normale Leben für sie nicht mehr möglich. Die Pfleger, Betreuer und Therapeuten in der jungen Pflege haben das Ziel, so viel Normalität wie möglich in ihren Alltag zu bringen.Knapp 90 Prozent dieser 300.000 Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Die Eltern oder der Partner kümmern sich um sie. Manchmal werden sie auch von ambulanten Pflegediensten unterstützt. Doch nicht immer ist die Pflege zu Hause möglich, beispielsweise bei Alleinstehenden oder Pflegebedürftigen, deren Angehörige zu alt für die Pflege sind.In vielen Fällen werden junge Pflegebedürftige dann in Altenpflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen untergebracht. Passende Angebote und Einrichtungen für junge Menschen fehlen häufig. Ursachen für die Pflegebedürftigkeit junger Menschen Ältere Menschen werden in der Regel durch altersbedingte Krankheiten wie Demenz oder einen Schlaganfall pflegebedürftig. Bei Jüngeren ist oftmals ein Unfall oder eine chronisch fortschreitende Erkrankung Ursache für die Pflegebedürftigkeit. Unten finden Sie die Ursachen aufgelistet:•    35 % Lähmungen•    32 % Intelligenzminderungen•    24 % Epilepsie•    22 % Entwicklungsstörungen •    10 % Down-Syndrom. Pflegeheime für junge Menschen Während in der Altenpflege die Bewohner eines Altenheims ihren letzten Lebensabschnitt dort verbringen, werden junge Pflegebedürftige häufig über Jahrzehnte begleitet. Hier gibt es andere Anforderungen und Aufgaben, da das Leben von jungen Pflegebedürftigen so gut wie möglich von Normalität und Alltag geprägt sein sollte.Statt in Heimen, leben sie idealerweise in gemütlich eingerichteten Wohngemeinschaften. In Wohngruppen können sie ein weitgehend eigenständiges Leben führen, ihren eigenen Haushalt schmeißen und sich zu Hause fühlen. Die kleinen Gruppen von etwa zehn Bewohnern schaffen Vertrauen und Geborgenheit und sollen ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen, damit niemand vereinsamt. Häufig werden diese Gruppen von speziell ausgebildeten Betreuern begleitet. Nach Bedarf kommen Physio- und Ergotherapeuten sowie Ärzte hinzu.

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  • Kurzzeitpflege

    Wer Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen möchte, benötigt normalerweise einen Pflegegrad, um von der Pflegekasse eine Kostenerstattung zu erhalten. Doch was geschieht mit Menschen, die keinen Pflegegrad haben, aber aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit kurzfristig eine Kurzzeitpflege benötigen? Wer übernimmt hier die Kosten? Was ist Kurzzeitpflege? Die Kurzzeitpflege ist keine Pflege die zu Hause erfolgt, sondern in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung, sie ist also die vorübergehende Pflege eines Pflegebedürftigen in einer dafür zugelassenen Einrichtung, wenn eine häusliche oder teilstationäre Pflege zu dem Zeitpunkt nicht möglich oder ausreichend ist.Pflegebedürftige, die nur für einen begrenzten Zeitraum auf eine vollstationäre Pflege angewiesen sind, können die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen, beispielsweise als Übergang nach einem Krankenhausaufenthalt oder zur Bewältigung einer Krisensituation in der häuslichen Pflege. Wer hat Anspruch auf Kurzzeitpflege? Für die Genehmigung einer Kurzzeitpflege müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad wird nicht in den gleichen Fällen genehmigt wie Kurzzeitpflege mit Pflegegrad. Patienten, die bereits einen Pflegegrad haben, können zum Beispiel auch dann eine Kurzzeitpflege erhalten, wenn die Pflegeperson für sich selbst einmal eine Auszeit benötigt und Urlaub von der Pflege machen möchte.Bei der Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad ist dies nicht der Fall. Deshalb haben Sie nur dann einen Anspruch, wenn bei schwerer Krankheit oder nach einem Krankenhausaufenthalt alle anderen Maßnahmen wie zum Beispiel häusliche Krankenpflege nicht ausreichen.Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für Versicherte, die nicht pflegebedürftig sind oder Pflegegrad 1 haben, für maximal acht Wochen und bis zu 1.612 Euro pro Jahr. Kosten, die darüber hinaus entstehen, muss der Versicherte selbst übernehmen.Sie sollten unbedingt mit dem Hausarzt und Ihrer Krankenkasse sprechen, denn die Kurzzeitpflege muss vor der Inanspruchnahme von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigt werden.    

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  • Inkontinenz nach der Geburt: Was tun?

    Jede fünfte Frau hat nach der Schwangerschaft Probleme mit einer Blasenschwäche. Nach der Geburt kommt es häufig zu einer so genannten Belastungsinkontinenz, heißt, beim Husten, Niesen oder einer körperlichen Anstrengung kommt es zu einem unfreiwilligen Urinverlust.  Meist ist es nur eine vorübergehende leichte Inkontinenz, die sich mit den richtigen Mitteln schnell wieder in den Griff bekommen lässt. Blasenschwäche in der Schwangerschaft Bereits während der Schwangerschaft ist es sinnvoll den Beckenboden durch Übungen zu stärken, damit er den Belastungen besser standhalten kann. Sollte es bereits in der Schwangerschaft zu einer leichten Blasenschwäche kommen, können folgende Tipps helfen: Beckenboden anspannen: Eine einfache Übung, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Auf die Ernährung achten: Eine ausgewogene ballaststoffreiche Ernährung fördert die Verdauung und beugt Verstopfung vor. Trinken: Schwangere sollten bei einer Blasenschwäche auf jeden Fall genug trinken und nicht weniger trinken. Durch zu wenig Flüssigkeit kann der konzentrierte Harn die Blase reizen. Einlagen verwenden: Für ein sicheres Gefühl empfiehlt sich der Einsatz von passenden Inkontinenz-Einlagen. Schnell handeln Wichtig ist, dass von Inkontinenz nach der Schwangerschaft betroffene Frauen schnell handeln und ihren Gynäkologen darauf ansprechen. Je früher das Problem der Blasenschwäche angegangen wird, desto höher sind die Erfolgschancen, die Inkontinenz wieder komplett in den Griff zu bekommen und damit ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Oft reicht regelmäßiges Beckenbodentraining. Hier kann die Hebamme beraten und Übungen zeigen und es gibt Physiotherapeuten, die bei einer Beckenbodenschwäche mit einem maßgeschneiderten Therapiekonzept weiterhelfen können. Sollte regelmäßiges Beckenbodentraining nicht ausreichen, die Inkontinenzprobleme in den Griff zu bekommen, gibt es auch noch eine medikamentöse Behandlung oder als letzten Schritt die Möglichkeit einer Operation. Regelmäßiges Beckenbodentraining Für Mütter ist Beckenbodentraining die einfachste Lösung gegen eine vorübergehende Blasenschwäche. Wichtig ist, dass die Übungen regelmäßig gemacht und richtig ausführt werden. Hier gibt es zahlreiche Angebote von Hebammen, Physiotherapeuten bis hin zu Volkshochschulkursen. Oft tritt schon nach einigen Tagen eine spürbare Besserung ein. Physiotherapeuten haben oft zusätzlich die Möglichkeiten, das Training mit Geräten zu unterstützen. Hier können beispielsweise Scheidengewichte zum Einsatz kommen, das Training wird durch leichte Stromimpulse unterstützt und Messgeräte machen den Erfolg des Trainings nachvollziehbar. Beckenbodentraining Apps Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Apps, die Mütter nach der Schwangerschaft beim Beckenbodentraining unterstützen. Schließlich hilft ein trainierter Beckenboden nicht nur bei Inkontinenz nach der Schwangerschaft, sondern hat auch noch zahlreiche weitere Vorteile. Das Angebot reicht hier von kostenlosen Apps, die ein minimales Trainingsprogramm anbieten bis hin zu teuren Apps mit Gadgets, welche die Muskulatur des Beckenbodens messen. So erkennt man direkt den Erfolg des Trainings. Ein weiterer Vorteil der Apps ist, der oft spielerische Umgang mit dem Thema. Die Übungen werden in Spiele verpackt und es lassen sich neue Level freischalten oder weitere Schwierigkeitsgrade bei erreichen der Zielvorgabe. Bild von PatriciaMoraleda auf Pixabay Beckenbodentraining mit Yoga Yoga stärkt nicht nur den Beckenboden, Yoga wirkt sich positiv auf das Körperfühl aus und kann auch gegen Stress helfen. Deswegen eignet sich Yoga hervorragend in der Schwangerschaft und nicht erst danach, wenn beispielsweise eine Belastungsinkontinenz durch die Geburt festgestellt wurde. Das richtige Inkontinenz-Hilfsmittel Nach der Geburt kommen im Regelfall erstmal sogenannte Wöchnerinnen-Vorlagen zum Einsatz. Diese sind besonders dick und weich und ohne Klebestreifen. Das senkt das Infektionsrisiko. Für den richtigen Sitz sollten sie mit einer Netzhose getragen werden. Bei einer anhaltenden Blasenschwäche empfiehlt sich der Einsatz von passenden Inkontinenz-Hilfsmitteln. Klassische Slipeinlagen sollten bei einer Blasenschwäche allerdings nichts genutzt werden. Mit diesen kann keine umfassende Sicherheit garantiert werden. Lassen Sie sich von unserer persönlichen Fachberatung unter 0621 / 391 56 57 23 beraten oder schreiben sie eine E-Mail an info@hilfsmittelprofi.de. Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl des passenden Inkontinenzproduktes. Im Hilfsmittelprofi-Shop finden Sie auch eine große Auswahl von Inkontinenz-Hilfsmitteln, von Einlagen bis hin zu Pants bei einer schweren Inkontinenz.

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  • Inkontinenz und Sport

    Sport ist gesund, baut Stress ab und verbindet Menschen: Deshalb sind viele Deutsche in ihrer Freizeit gerne sportlich aktiv. Doch ein Großteil glaubt nicht, dass auch Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Inkontinenz, einen solchen Lebensstil führen können. Vielmehr sind drei von vier Deutschen der Meinung, dass die Erkrankung zu einer Einschränkung der sportlichen Aktivität und damit auch der Lebensqualität führt. Auf einen weichen Untergrund und gedämpfte Sportschuhe achten Wer bei sich eine Blasenschwäche feststellt und auf den geliebten Sport nicht verzichten möchte, der sollte sich zunächst mit einem Arzt beraten. Er kann den Schweregrad der Blasenschwäche einschätzen und beurteilen, ob der bisher betriebene Sport in vernünftiger Dosierung weiterhin möglich ist.Außerdem sollte auf geeignete Bedingungen beim Sport geachtet werden: Ein Sandplatz ist zum Tennisspielen besser als ein Hartplatz, gut gedämpftes Schuhwerk empfiehlt sich ebenso beim Joggen und bei Aerobic. Sie sollten aber auch alternative Sportarten in Erwägung ziehen: Vielleicht macht Walken einem genauso viel Spaß wie Joggen oder Yoga gefällt mehr als Aerobic.   Ein kräftiger Beckenboden bessert Inkontinenz Zum sportlichen Grundprogramm bei Blasenschwäche, vor allem bei der Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz), gehört ein konsequentes Beckenbodentraining. Spezielle Übungen kräftigen dieses Muskelgeflecht. Das hat sich besonders bei inkontinenten Männern, zum Beispiel nach Entfernung der Prostata, und bei Belastungsinkontinenz bewährt. Letztere trifft häufig Frauen, deren Beckenboden etwa durch Schwangerschaften erschlafft ist. Viele Volkshochschulen und Sportvereine bieten spezielle Beckenbodenkurse an. Sie haben den Vorteil, dass die Teilnehmer lernen, die Übungen auch wirklich richtig auszuführen. Doch auch für das Üben zu Hause gibt es inzwischen gut illustrierte Ratgeber. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Übungen regelmäßig absolviert werden – am besten 15 Minuten täglich. Welche Sportarten sind bei Inkontinenz geeignet? Grundsätzlich sind bei Blasenschwäche alle Sportarten zu empfehlen, die den Beckenboden stärken oder ihn zumindest entlasten. Dazu zählen Schwimmen, Radfahren (vor allem auf ebener Strecke), Wandern, Gehen und die flottere Variante Walking, Yoga, Bauch-Beine-Po-Trainings und andere Gymnastik. Ungünstig bei Harninkontinenz sind Sportarten, die mit Hüpfen, Springen, Aufprallbewegungen oder vielen Starts und Stopps verbunden sind. Von Tennis, Squash, Aerobic, Karate, aber auch vom Joggen raten Inkontinenz-Experten daher ab.

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  • Wozu braucht man eine Vorsorgevollmacht?

    Im Alter stellt man sich irgendwann die Frage, was sein wird, wenn man bedingt durch Krankheit plötzlich nicht mehr selbst entscheiden kann. Wer kümmert sich um die Wohnung? Um die Bankgeschäfte? Wer besorgt für mich einen Platz im Pflegeheim? Die Wenigsten möchten diese Entscheidungen aus der Hand geben. Derzeit haben noch nicht einmal die Ehepartner die entsprechende Vollmacht, stellvertretend zu handeln oder zu entscheiden. Fehlt eine solche Vollmacht, bestellt das Betreuungsgericht im Fall der Fälle einen rechtlichen Betreuer. Das kann ein Angehöriger sein, muss es aber nicht. Daher ist es wichtig, selbst für eine Vorsorgevollmacht zu sorgen, damit eine Person Ihres Vertrauens für Sie entscheiden kann. Überlegen Sie gut, wem Sie eine Vollmacht erteilen! Im Prinzip ist das Aufsetzen einer Vorsorgevollmacht für jeden Menschen jeden Alters sinnvoll, da man immer unerwartet erkranken oder verunfallen kann. Daher sollte man frühzeitig dafür sorgen, wie in einem solchen Fall zu handeln ist. Wichtig ist, dass Sie ihre Vertrauensperson sehr sorgfältig auswählen, da es in den „besten Familien“ vorkommen kann, dass Angehörige oder Freunde die Vollmacht auch zum Nachteil des Vollmachtgebers ausnutzen und sich beispielsweise an dessen Vermögen bereichern. Was regelt die Vorsorgevollmacht? Wenn man eine umfassende Vollmacht ausstellt, dann handelt es sich um eine sogenannte „Generalvollmacht“. Mit dieser kann der Bevollmächtigte in allen Bereichen für den Vollmachtgeber handeln. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Vollmachten für folgende, einzelne Bereiche zu erteilen:•    Finanzen•    Vertragsangelegenheiten•    Gesundheit •    Medizinische Behandlung (durch eine Patientenverfügung ergänzbar)   Wie setzt man eine Vorsorgevollmacht auf? Im Grunde kann jeder selbst eine Vorsorgevollmacht ausstellen. Denn: Wer eine Vollmacht aufsetzen will, muss nicht zum Anwalt oder Notar gehen. Auch eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung ist nur dann gesetzlich vorgeschrieben, wenn man dem Bevollmächtigten die Erlaubnis geben will, etwa einen Kredit aufzunehmen oder Geschäfte mit Grundstücken zu tätigen.Wichtig ist auch, dass Sie die Vorsorgevollmacht so aufbewahren, dass Familienangehörige oder Freunde sie leicht finden können. Am besten ist es, seinem Umfeld mitzuteilen, wo man die Vollmacht aufbewahrt. Oder man lässt das Dokument bei der Bundesnotarkammer registrieren, was auch online möglich ist. Wichtig: Solange man geistig und körperlich gesund ist, kann man eine Vorsorgevollmacht jederzeit ändern oder gar widerrufen. Auch kann man statt der ursprünglichen Person eine andere benennen.

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  • Freistellung für die Pflege Angehöriger

    Sie stehen mitten im Leben, sind berufstätig, haben Ehepartner und Familie – und die Zeit ist oftmals knapp, all dies unter einen Hut zu bringen. Zusätzlich zu dieser angespannten Situation treten häufig von einem auf den anderen Tag Pflegefälle auf. Sie haben dann alle Hände voll zu tun, um die ersten Schritte einzuleiten. Um dieser Situation Herr zu werden, hat der Gesetzgeber Möglichkeiten für berufliche Auszeiten in Form von kurzzeitiger Arbeitsverhinderung, Pflegezeit und Familienpflegezeit geschaffen. Wofür ist die Freistellung für Angehörige gedacht? Um die ersten Schritte zu planen und organisieren, sieht der Gesetzgeber Freistellungszeiten für pflegende Angehörige vor. Am 1. Januar 2015 trat daher das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft. Sie können auf diese Freistellung zurückgreifen und so folgende Maßnahmen ergreifen: Prüfung, ob die Pflege zu Haus möglich ist Beantragung des Pflegegrades Organisation eines Pflegedienstes zusätzlich zur häuslichen Pflege Organisation eines Platzes im Pflegeheim und der entsprechenden Finanzierung Organisation einer osteuropäischen Pflegekraft Organisation des Umbaus der häuslichen Umgebung Beschaffung von Hilfsmitteln Erstellung von Anträgen für Zuschüsse und finanzielle Leistungen   Wann ist eine Freistellung für die Pflege möglich? Das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf bietet vier verschiedene Freistellungsmöglichkeiten an, die Beschäftigte in Anspruch nehmen können: Kurzzeitige Arbeitsverhinderung wegen Pflege: Begrenzung auf 10 Arbeitstage. Es handelt sich um eine komplette Auszeit von der Arbeit und nicht um eine Teilzeitreduzierung. Pflegezeit: Hier können sich Arbeitnehmer für die häusliche Pflege von nahen Angehörigen bis zu insgesamt 6 Monaten freistellen lassen. Die Freistellung kann vollständig oder als Teilzeit erfolgen. Familienpflegezeit: Über einen Zeitraum von maximal 24 Monaten haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihre reguläre Arbeitszeit auf eine wöchentliche Mindestarbeitszeit von 15 Stunden zu reduzieren. Begleitung der letzten Lebensphase: teilweise oder vollständige Befreiung von der Arbeit für einen Zeitraum von maximal 3 Monaten. Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld Das Pflegeunterstützungsgeld wird für die kurzzeitige Arbeitsverhinderung von maximal 10 Arbeitstagen je Pflegebedürftigen bezahlt. Um ein Pflegeunterstützungsgeld zu erhalten, muss zwingend eine Pflegebedürftigkeit vorliegen. Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld haben Arbeitnehmer, Auszubildende, Minijobber, Rentner mit Beschäftigung und Heimarbeiter. Das Pflegeunterstützungsgeld muss bei der Pflegekasse beantragt werden.

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  • Was ist 24-Stunden-Betreuung für Senioren?

    Viele pflegende Angehörige kommen irgendwann an den Punkt, wo Senioren oder auch behinderte und kranke Menschen mehr Hilfe benötigen, als Ihnen Ihre Angehörigen und Freunde ihnen geben können. Häufig ist der Umzug in ein Pflegeheim oder Altersheim der einzige Ausweg. So wird die Pflegeperson aus ihrer gewohnten Umgebung herausgenommen und muss sich an die neue Umgebung anpassen. Das Pflegepersonal in den Heimen kann zudem keine absolut individuelle Betreuung gewährleisten. Doch es gibt mittlerweile eine weitere finanzierbare Möglichkeit, in den gewohnten vier Wänden eine Betreuung wahrzunehmen: die häusliche 24-Stunden-Pflege oder 24-Stunden-Betreuung. Mit ihr können pflegebedürftige Menschen in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben.  pixabay - PublicDomainPictures Wie läuft die 24-Stunden-Pflege ab? Bei der 24-Stunden-Pflege wird der Pflegebedürftige rund um die Uhr durch eine Pflegekraft betreut, die im gleichen Haushalt wohnt. Die Pflegekraft kümmert sich in diesem Fall nicht nur um die Pflege, sondern übernimmt auch Aufgaben der Haushaltsführung und des Miteinanders.Diese Form der Pflege ist eine große Erleichterung für die Angehörigen, die oftmals durch beruflichen Stress und durch eigene Kinder sehr eingebunden sind. Nicht selten leben sie noch nicht einmal in der Nähe des Pflegefalls und können daher auch nicht so nah und eng pflegen, wie eine 24-Stunden-Betreuung. Seit den EU-Osterweiterungen ab dem Jahr 2004 ist es möglich, auch verstärkt Pflegekräfte aus Osteuropa anzustellen. Die meisten Familien haben mit dieser Art der Betreuung gute Erfahrungen gemacht. Daher stellt die 24-Stunden-Pflege für viele Familie nicht nur eine gute Alternative zum Pflegeheim dar, sondern ist eine wirkliche Entlastung im Alltag. Wo findet man eine Pflegekraft für die 24-Stunden-Pflege? 24-Stunden-Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte oder Haushaltshilfen wird mittlerweile von vielen Unternehmen angeboten. Das Personal ist bei diesen Unternehmen angestellt und wird zum Pflegebedürftigen geschickt, um vor Ort 24 Stunden am Tag für die Betreuung zu sorgen. Seit der EU-Erweiterung hat diese Möglichkeit eine rechtliche Grundlage. Wenn eine solche 24-Stunden-Betreuung in Anspruch genommen wird, fungiert man also nicht als Arbeitgeber, sondern erteilt lediglich einen Auftrag. Dies entbindet den Auftraggeber von allen Behördengängen. Der Arbeitgeber kümmert sich, um Papiere, Versicherung und Steuern. pixabay - PublicDomainPictures Welche Aufgabe übernimmt eine solche Pflegekraft? Zum Umfang der 24-Stunden-Betreuung durch eine osteuropäische Pflegekraft gehört die allgemeine Grundpflege, wie sie in der Pflegeversicherung vorgesehen ist. Hinzu kommt die Versorgung des Haushalts. Den Pflegebedürftigen wird bei der Körperpflege geholfen, vom Waschen über die Zahnpflege bis hin zum Duschen und dem Gang zur Toilette. Bei der Nahrungsaufnahme wird ebenfalls Hilfestellung gegeben. Wenn Arztbesuche anstehen oder einfach ein Spaziergang gewünscht ist, hilft die Betreuerin ebenso, wie beim An- oder Ablegen der Kleidung und dem Gang ins Bett. Dazu versorgt sie den Haushalt und übernimmt bei Bedarf auch die Planung und Ausführung des Einkaufs. In den Kosten, die eine 24-Stunden-Betreuung mit sich bringt, sind neben dem Gehalt auch die Versicherungen, Steuern und anfallende Sozialabgaben inklusive, sowie eine Betreuungs- und Bearbeitungsgebühr. Der Preis variiert je nach Anforderung an die betreuende Person und ihrer Qualifikation.

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  • Inkontinenz bei Männern

    Inkontinenz ist belastend und beeinträchtigt das Leben derer, die darunter leiden. Behandlungsmöglichkeiten gibt es einige – je nach Form der Inkontinenz sind dies Beckenbodentraining, Medikamente oder eine Operation. In vielen Fällen kann die Harninkontinenz stark gemindert oder ganz eliminiert werden. Doch für viele bleibt es auch Alltag, mit der eigenen Inkontinenz zu leben. Für diese Fälle gibt es Hilfsmittel, die den Alltag zumindest erleichtern. Diese Produkte sorgen für Sicherheit, sodass man als Mann wieder aktiv am Leben teilhaben kann. Oftmals bietet sich eine Beratung beim Fachmann an, um herauszufinden welche Inkontinenzartikel die richtigen sind für Sie. Wissen Sie einmal Bescheid darüber, was Sie wollen, gibt es eine Vielzahl von Anbietern, vor allem auch im Internet. Sind die Hilfsmittel erst einmal bestellt, dann heißt es nur noch warten, bis Sie Ihr Leben endlich wieder in die Hand nehmen können. Inhalt: Die richtigen Produkte für Männer bei Inkontinenz Trotz Inkontinenz leben viele Männer unbeschwert Formen der Blasenschwäche bei Männern Behandlungsmethoden bei Inkontinenz bei Männern Inkontinenzhilfsmittel speziell für Männer    pixabay - markusspiske Die richtigen Produkte für Männer bei Inkontinenz Diskrete und speziell anatomisch geformte Männerprodukte helfen den Urin aufzusaugen, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt. Da immer mehr Männer auch optimal versorgt sein wollen, haben sich gerade die Hersteller von Inkontinenzhilfsmitteln auf Männer mit Harninkontinenz eingestellt. Modernste Technologien im Inneren der Produkte absorbieren Urin schnell und zuverlässig, so dass kein Nässegefühl entsteht. Der gleiche Superabsorber sorgt übrigens auch dafür, dass keine unangenehmen Gerüche entstehen. Wenn man sich mit der Thematik offen auseinandergesetzt hat, stellt sich die Frage, mit welchen Produkten man wieder ein uneingeschränktes Leben führen kann. nach oben Trotz Inkontinenz leben viele Männer unbeschwert Für viele Männer ist die Diagnose Inkontinenz ein Schock. Daher wird das Thema häufig vermieden und verschwiegen. Dennoch ist es notwendig die Problematik wahrzunehmen, am besten so früh wie möglich, und nach Lösungen zu suchen. Hat man erst einmal begriffen, dass die Behandlung von Inkontinenz, gerade heutzutage, kein großes Problem mehr ist, dann rückt die passende Versorgung rasch in greifbare Nähe. Wissen Sie einmal welche Inkontinenzmaterialien Sie benötigen, bleibt nur noch der Kauf. Denn sobald Sie versorgt sind, können Sie Ihr Leben wieder in vollen Zügen genießen, ohne Angst oder Scham. nach oben Formen der Blasenschwäche bei Männern Dranginkontinenz Die Dranginkontinenz ist gekennzeichnet durch plötzlich auftretenden Harndrang. Hier bleibt den Betroffenen im Normalfall nicht mehr genug Zeit, die Toilette aufzusuchen. Die Dranginkontinenz wird oft auch als Reizblase bezeichnet. Die Dranginkontinenz ist oft eine typische Alterserscheinung, da der Blasenmuskel im Alter Elastizität verliert und auch die Zusammenarbeit von Gehirn und Blase funktioniert im Alter nicht immer einwandfrei. Für die Reizblase kann es auch neurologische Gründe geben. Krankheiten wie Mutiple Sklerose, Parkinson aber auch eine einfache Blasenentzündung können zu einer unfreiwilligen Blasenentleerung führen.   Belastungsinkontinenz Die Belastungsinkontinenz, früher Stressinkontinenz, ist eine Inkontinenzart, die bei Männern selten auftritt. Hier kommt es bei körperlicher Anstrengung, wie dem Heben schwerer Gegenstände, aber auch beim Niesen zu unwillkürlichem Harnverlust. Der Hauptgrund für Belastungsinkontinenz bei Männern ist die Prostata-OP. Der Schließmuskel senkt sich nach der Entfernung der Prostata und verliert an Kraft. Mit regelmäßigem Beckenbodentraining, lässt sich aber hier oft auch Besserung erreichen. Überlaufinkontinenz Die Überlaufinkontinenz kommt sehr häufig bei Männern vor. Grund für diese Form der Blasenschwäche ist oft eine vergrößerte Prostata, die auf die Harnröhre drückt. Dadurch kann sich die  Blase nicht mehr richtig entleeren. Die Blase ist ständig voll und es kommt zu einem kontanten Tröpfeln. nach oben Behandlung von Inkontinenz bei Männern Bei der Therapie von Inkontinenz  gibt es drei unterschiedliche Ansätze, abhängig von Art und Ausprägung der Blasenschwäche. Bei der physikalischen Therapie geht es um die Stärkung der Blasenmuskulatur unter professioneller Aufsicht. Mit regelmäßigem Beckenbodentraining kann bei der Belastungsinkontinenz, z.B. nach einer Prostata-OP oft gut geholfen werden. Aber auch mit Elekrostimulation können hier gute Ergebnisse erzielt werden. Medikamentöse Therapie hilft häufig bei Dranginkontinenz, da die Medikamente für eine Entspannung der Harnblasenmuskulatur sorgen. Auch Botulinumtoxin, umgangssprachlich als Botox bekannt, kann zur Behandlung eingesetzt werden. Durch eine Abschwächung der Blasenwandmuskulatur kann die Blase besser Urin speichern und länger halten. Operationen können je nach Art der Inkontinenz oder auch nach dem Versagen von konservativen Therapien ein Mittel sein, Inkontinenzprobleme zu lösen. Da bei sämtlichen Operationen Harnröhreninfektionen und andere Risiken bestehen, gilt hier natürlich besondere Vorsicht. Eine Möglichkeit der Inkontinenz von Männern operativ zu begegnen ist ein künstlicher Blasenschließmuskel. 75 – 90 Prozent aller Patienten sind nach diesem Eingriff wieder kontinent. nach oben Inkontinenzhilfsmittel speziell für Männer Obwohl das Thema noch immer tabuisiert wird, gibt es eine große Bandbreite an Hilfsmitteln für Männer, die den Alltag mit Inkontinenz erleichtern können. Auch gibt es die Möglichkeit, solche Hilfsmittel einfach und diskret online zu bestellen. Es gibt Einlagen  für Männer in verschiedenen Saugstärken, Windeln und Windelhosen – so genannte Pants – für stärkere Inkontinenz und aufsaugende Inkontinenzunterwäsche. nach oben

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  • Inkontinent nach Schlaganfall

    Fast jeder zweite Schlaganfallpatient leidet unmittelbar nach dem Ereignis an einer Harninkontinenz. Mittelfristig bleibt das Symptom für jeden dritten Patienten weiterhin ein Problem. Zu den Symptomen der Harninkontinenz zählen der unwillkürliche Verlust von Harn (Urin), ein starker Drang zum Wasserlassen (Dranginkontinenz) oder der Abgang von Harn beim Lachen oder Niesen (Stressinkontinenz). Diese Symptome sind bei Schlaganfall-Patienten ausgeprägter als bei anderen Menschen mit Harninkontinenz. Sie bewirken bei den Betroffenen Schamgefühle sowie psychischen Stress und beeinträchtigen ihre Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen. Eine Harninkontinenz beeinträchtigt das Selbstwertgefühl, und Depressionen sind häufig. Die Inkontinenz hat auch große Auswirkungen auf die Familien und kann den Zeitpunkt der Entlassung der Betroffenen aus der Klinik beeinflussen.  pixabay - VSRao Was passiert bei einem Schlaganfall? Grundsätzlich gibt es zwei Formen des Schlaganfalles: die Mangeldurchblutung (80 Prozent der Schlaganfälle) und die Blutung (20 Prozent der Schlaganfälle). Bei der Mangeldurchblutung kann ein Blutklümpchen über den Blutkreislauf in das Gehirn geschleust werden und ein Gefäß verschließen. Außerdem können auch Kalkablagerungen in den Blutgefäßen des Gehirns zu einem Gefäßverschluss führen. Ist ein Gefäß verschlossen, kann das Blut nicht mehr zu den entsprechenden Nervenzellen fließen und sie nicht mehr mit Blut versorgen. Es kommt zu einer Sauerstoffunterversorgung (Ischämie) und die Nervenzellen sterben ab. Bei der Blutung reißt oder platzt ein Blutgefäß im Gehirn. Das Blut fließt ungehindert in das umliegende Hirngewebe und drückt massiv auf die hochempfindlichen Nervenzellen. Auch hier ist eine Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff und das Absterben die Folge. Harninkontinenz und Schlaganfall – wie hängt das zusammen? Durch die beschriebene Schädigung im Gehirn stirbt Gewebe ab, und die mit dem Gewebe verbundene Leistung des Gehirns geht verloren. Am häufigsten sind Lähmungen die Folge – halbseitig rechts bei linksseitigem Schlaganfall, halbseitig links bei rechtsseitigem. Seltener kann es aber auch zu Sehstörungen, Hörstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Sprachstörungen kommen. Da das Gehirn auch an der Steuerung der Harnspeicherung und Harnentleerung beteiligt ist, sind auch hier Ausfälle möglich: Fehlt die Kontrolle über die Blase, kann es zu einer Überaktivität der Blase mit häufigem und zwanghaftem Wasserlassen kommen. Ist die Auslösung und Steuerung des Wasserlassens gestört, wird die Blase nicht mehr leer – eine Restharnbildung oder Harnverhaltung können entstehen. pixabay - ElisaRiva Die Frühphase nach dem Schlaganfall In der Frühphase besteht die Gefahr, dass die Blase durch Harnverhalt überdehnt wird. Dieser Harnverhalt kann sich zu einer Dranginkontinenz entwickeln. Betroffene Patienten erhalten deshalb anfangs einen Blasenkatheter. Eine spontane Rückbildung der Dranginkontinenz ist möglich. Um zu verhindern, dass die Blase sich an die passive Ableitung des Urins über einen Katheter „gewöhnt“, sollte frühzeitig mit einem Blasentraining begonnen werden. Hier ist z.B. das Verfahren des Einmalkatheterismus anwendbar. Der Urin kann sich in der Blase sammeln. Der Patient lernt dadurch, den entsprechenden Dehnungsreiz der Blase wahrzunehmen und den Urin mittels Katheter abzuführen.

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  • Inkontinenz: Ein Tabu in unserer Gesellschaft?

    Schon beim Lachen oder Niesen kann es passieren: Unfreiwillig kommt es zum Harnabgang, ohne dass man zuvor den Drang zur Toilette verspürt. So geht es Millionen Menschen in Deutschland. Doch das Thema ist nach wie vor ein Tabu in der Gesellschaft. Dabei leiden unter Blasenschwäche Frauen und Männer jeden Alters, wobei Frauen häufiger betroffen sind und das Risiko mit dem Alter zunimmt. Harninkontinenz ist zudem die verbreitetste chronische Krankheit unter Frauen. Dennoch wird das Thema in den meisten Fällen totgeschwiegen: Nur jeder fünfte Betroffene geht wegen einer Blasenschwäche zum Arzt. Zu hoch ist die Angst, in der Öffentlichkeit oder in der Familie „enttarnt“ zu werden. So nehmen sich die Betroffenen jede Chance auf Besserung – gerade mit modernen Hilfsmitteln könnte man sich den Alltag erleichtern.     Pixabay – Gerd Altmann Leide ich an einer Inkontinenz? Von einer Inkontinenz spricht man, wenn der Körper den Inhalt der Blase nicht sicher speichern kann und gar nicht oder nur mangelhaft selbst bestimmen kann, wann und wo er entleert wird. Bemerkbar macht sich das durch unwillkürlichen Urinverlust oder auch  Stuhlabgang. Kommt Ihnen das bekannt vor? Ist Ihnen das auch schon einmal passiert? Nehmen Sie das Problem nicht auf die leichte Schulter! Schnelltest Sie sollten zum Arzt gehen, wenn Sie eine der folgenden Fragen mit "Ja" beantworten können: Müssen Sie mehr als acht Mal pro Tag auf die Toilette? Müssen Sie deutlich öfter als früher auf die Toilette? Spüren Sie manchmal einen unkontrollierten Drang zum Wasserlassen? Haben Sie schon einmal Urin verloren, weil Sie den Drang nicht beherrschen konnten? Verlieren Sie manchmal Urin beim Lachen oder Husten? Haben Sie Schmerzen beim Wasserlassen? Haben Sie oft das Gefühl, Ihre Blase nicht vollständig entleeren zu können? Kann man Inkontinenz wirklich behandeln? Die Behandlung der Inkontinenz hängt von ihrer Art ab. Wenn Sie unserem Rat folgen und zu einem Arzt gehen, wird dieser die für Sie beste Therapie auswählen. In vielen Fällen hilft ein Beckenbodentraining oder auch ein Blasentraining. Es gibt aber auch Hilfsmittel und Medikamente, die Ihnen den Alltag erleichtern. In seltenen Fällen hilft eine Operation. Mit Beckenbodentraining gegen Harndrang Eine schlechte Haltung, Übergewicht und viel Sitzen können mit der Zeit dem Beckenboden zusetzen und ihn schwächen. Bei Frauen werden die Muskeln durch Schwangerschaft und Geburt zusätzlich beansprucht. Diese Übungen können Ihnen helfen, ein Gefühl für Ihre Atmung zu entwickeln: Legen Sie sich bequem auf den Rücken. Stellen Sie die Beine leicht gegrätscht auf und legen Sie eine Hand locker auf den Bauch. Atmen Sie gleichmäßig aus und ein. Bei der Einatmung hebt sich die Bauchdecke leicht, beim Ausatmen senkt sich der Bauch wieder. Sie können sich auch vorstellen, dass Ihr Bauch von innen mit einem Luftballon ausgekleidet ist: Beim Einatmen füllt sich der Luftballon mit Luft und weitet sich in alle Richtungen aus, der Beckenboden senkt sich. Beim Ausatmen entweicht die Luft aus dem Ballon, der Bauch zieht sich zusammen und der Beckenboden hebt sich wieder.  

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  • Wie pflegt man rückenschonend?

    Die Pflege eines Angehörigen zu Hause fordert die meisten Pflegenden auch körperlich. Es ist nicht einfach, einen Patienten zu heben oder gar umzubetten. Oftmals leidet der eigene Rücken stark darunter oder die Kraft reicht nur für kurze Zeit aus. Bisweilen wird man selbst in Mitleidenschaft gezogen und erleidet einen Hexenschuss oder bekommt andere Rückenschmerzen. Doch es gibt Techniken und Hilfsmittel, die bei der Pflege eines Angehörigen helfen. pixabay - kalhh Tipps für rückenschonende Pflege Achten Sie auf Ihren eigenen Kräftehaushalt, schützen Sie Rücken und auch den Rest ihres Skeletts geschützt werden. Warten Sie mit den Maßnahmen des Eigenschutzes nicht, bis Sie erste Beschwerden wie Rücken- oder Gelenkschmerzen haben. Beugen Sie vor und stärken Sie Ihren Rücken von dem Augenblick an, indem Sie die Pflege beginnen. So beugen sie auch chronischen Spätfolgen vor. Arbeiten Sie rückenschonend Stärken Sie Ihren Rücken und buchen Sie zum Beispiel einen Kurs in der Rückenschule. Lernen Sie in Kursen Kinästhetik. Dort erfahren Sie, wie Sie die Pflegehandlungen mit wenig Kraftaufwand bewältigen.   Schonen Sie Ihren Rücken bei der Pflege Halten Sie sich bei der Pflege an folgende Richtlinien: Halten Sie den Rücken immer gerade Vermeiden Sie einseitige Belastung Atmen Sie immer vor einer kurzen, starken Belastung ein und währenddessen aus. Arbeiten Sie „aus den Beinen/aus der Hocke heraus“ und niemals ruckartig oder gar mit gekrümmtem Rücken Spannen Sie während der Belastung Bauch und Rückenmuskulatur an. Bringen Sie das Pflegebett bei Pflegehandlungen immer auf die Höhe, dass die obere Kante der Matratze kurz unterhalb ihrer Leiste steht. So können Sie sich problemlos nach vorne beugen. Setzen Sie nach Möglichkeit Hilfsmittel wie bspw. ein Pflegebett oder Badesitz ein. Wenn Sie eine Last eine längere Strecke tragen müssen, öffnen Sie vorher alle Türen, damit vermeiden Sie häufiges Auf- und Absetzen des Gewichts.   Auf die richtige Position kommt es an Stellen Sie bei allen Pflegehandlungen, die dem Aufrichten, Anheben, Umbetten und Höherlegen des Kranken dienen, ihre Füße hüftbreit auseinander. Stützen Sie sich mit den Knien am Bettrand ab. Sorgen Sie auf jeden Fall für einen festen Stand und gegebenenfalls für eine noch breitere Fußstellung – gerade wenn Sie den Patienten anheben müssen. Beim An- und Auskleiden empfiehlt es sich eine Schrittstellung einzunehmen, damit sie sichereren Halt haben.

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  • Aufsaugende Hilfsmittel bei Inkontinenz

    Inkontinente Personen leben ständig mit der Scham, sich unterwegs einzunässen und daher in peinliche Situationen zu geraten. Häufig ziehen Sie sich immer mehr zurück und versuchen, sich mit Tricks und ungeeigneten Mitteln selbst zu helfen. Doch das muss nicht sein! Neben modernen Therapieverfahren helfen Inkontinenzprodukte unterschiedlicher Art dabei, das Leben mit Inkontinenz besser zu meistern und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Heute stellen wir Ihnen daher aufsaugende Hilfsmittel vor. Aufsaugende Hilfsmittel bei Inkontinenz Alle aufsaugenden Inkontinenzhilfsmittel haben einen ähnlichen Aufbau und die gleiche Funktionalität. Außen, also auf der Seite, die nicht auf dem Körper liegt, haben sie eine Außenfolie, die die Unterwäsche und Kleidung vor Verunreinigungen schützt. Innen, auf der körperzugewandten Seite, sorgt eine weiche Oberfläche für ein angenehmes Hautgefühl und leitet die Flüssigkeit rasch an den Saugkern weiter. Dieser besteht aus einem Gemisch aus Zellstoff und einem speziellen Flüssigkeitsbinder, dem sogenannten Superabsorber. Er verwandelt nach neuester Technik das Urin in ein Gel und kann ein Vielfaches seines eigenen Volumens an Flüssigkeit binden. Dadurch sind die heutigen Windeln auch deutlich dünner als in der Vergangenheit. Das gleiche Prinzip wird übrigens auch bei Babywindeln eingesetzt. Bei Inkontinenzslips oder -hosen verhindern zusätzlich elastische und nässeabweisende Bündchen an Bein- und Hüftabschluss das Auslaufen, so dass keine Flüssigkeit austritt und durch den Superabsorber gebunden werden kann. Dieser hat aber noch eine weitere Aufgabe: Er stoppt die Zersetzung des Harnstoffs durch Bakterien. Dadurch unterdrückt er nicht nur die Geruchsbildung, sondern schont auch die Haut. Dadurch lassen sich Hautirritationen und Erkrankungen vermeiden. Aufsaugende Hilfsmittel richtig einsetzen Oft reichen schon dünne Einlagen aus, um die eigene Situation zu verbessern. In härteren Fällen empfehlen sich saugstärkere Produkte bis hin zu den dickeren und größeren Inkontinenzhilfsmitteln mit Netzhosen sowie spezielle Slips und Pants je nach Schweregrad der Inkontinenz. Die Windelhosen sind für die Nacht sowie für bettlägerige oder besonders unruhige Patienten, etwa bei Demenz, ideal. Wichtiger Hinweis: Manche Frauen versuchen, ihr Inkontinenzproblem mithilfe von Monatsbinden in den Griff zu bekommen. Obwohl Hygieneartikel grundsätzlich ähnlich aufgebaut sind, sollten diese nicht bei Inkontinenz eingesetzt werden. Denn Monatsbinden sind lediglich für die Aufnahme von wenigen Millilitern Blut optimiert. Für Urin ist ihre Saugleistung daher viel zu gering.

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  • Finanzielle Unterstützung in der Pflege

    Die Pflegeversicherung ist das wichtigste Fundament für die Finanzierung einer Pflege. Dabei ist zu beachten: Für die Pflege zu Hause gibt es andere Leistungen als für die Pflege im Heim. Darüber hinaus unterscheiden sich die Leistungen nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrade). Die Höhe richtet sich unter anderem nach dem Pflegegrad, in den die zu pflegende Person eingeordnet wurde.  pixabay – Bruno Glätsch Wir listen Ihnen auf, welche finanziellen Hilfen es gibt: Pflegegeld Das Pflegegeld ist für Versicherte bestimmt, die bei sich zu Hause von Angehörigen, Freunden oder Bekannten und nicht von einem Pflegedienst gepflegt werden. Das Geld wird von der Pflegekasse monatlich an den Pflegebedürftigen überwiesen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Beratungsbesuche von Pflegefachkräften, die die angemessene pflegerische Versorgung vor Ort sicherstellen. Die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes wird während eines Aufenthalts des Pflegebedürftigen in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgewährt. Ist der Pflegebedürftige im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitations- bzw. Vorsorgeeinrichtung wird das bisherige Pflegegeld in voller Höhe bis zu vier Wochen fortbezahlt. Pflegegeld kann auch bei Wohnsitz oder längerem Aufenthalt im EU-Ausland bezogen werden. Bei einem Aufenthalt außerhalb der EU wird Pflegegeld nur bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt bis zu einer Dauer von sechs Wochen bezahlt. Voraussetzung in beiden Fällen ist, dass der Pflegebedürftige weiterhin in Deutschland pflegeversichert bleibt.   Pflegesachleistungen Pflegesachleistungen sind für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten bzw. Sozialstationen bestimmt. Diese rechnen ihre Leistungen direkt mit der Pflegekasse des Versicherten ab. Versicherte haben auch die Möglichkeit, Pflegesachleistung und Pflegegeld zu kombinieren. Das bietet sich an, wenn die Pflege nur teilweise durch einen Pflegedienst erbracht werden muss und der andere Teil durch die Familie, Nachbarn oder sonstige Pflegepersonen geleistet werden kann. Teilstationäre Pflege Versicherte haben Anspruch auf teilstationäre Pflege, wenn die Pflege im eigenen Haushalt nicht ausreichend sichergestellt werden kann oder wenn es zur Entlastung der Pflegeperson erforderlich ist. Die pflegenden Angehörigen werden so zum Beispiel stundenweise am Tag oder in der Nacht entlastet. Die teilstationäre Pflege umfasst auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege oder der Nachtpflege und zurück. Auch hier sind Kombinationsleistungen mit Pflegegeld und Pflegesachleistungen möglich. Kurzzeitpflege Wenn Sie als Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert sind, übernimmt die Pflegekasse für maximal acht Wochen pro Kalenderjahr die Kosten einer Kurzzeitpflege in einer entsprechenden Einrichtung. Während der Kurzzeitpflege wird die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegelds weitergezahlt.   Vollstationäre Pflege Anspruch auf Pflege in vollstationären Einrichtungen haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder nicht ausreicht. Die Pflegekasse übernimmt einen pauschalen monatlichen Betrag, abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Der Eigenanteil, den ein Bewohner zu zahlen hat, steigt nicht mit zunehmender Pflegebedürftigkeit, sondern es zahlen alle Bewohner eines Heims unabhängig von ihrem Pflegegrad den gleichen Eigenanteil (einrichtungseinheitlicher Eigenanteil).

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  • Saugende Bettschutzeinlagen bei Inkontinenz

    Saugende Bettschutzeinlagen bieten für Menschen mit Inkontinenz einen erweiterten Schutz und ermöglichen bettlägerigen Personen ruhigere Tage und Nächte. Sie schützen Matratze und Bettwäsche vor Nässe sowie Verunreinigung und verhindern damit die Rücknässung des Pflegebedürftigen. Zudem reduziert sich das Ab- und Aufziehen von Bettwäsche sowie deren übermäßiges Waschen durch die verminderte Verschmutzung, wodurch die Pflegekräfte entlastet werden. Es gibt Bettschutzunterlagen zum Einmalgebrauch und waschbare Bettschutzunterlage zur Wiederverwendung. Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen können bei hoher Temperatur keimfrei gewaschen und im Trockner getrocknet werden. Dadurch sind sie bis zu 300 mal wiederverwendbar.     pixabay - rawpixel   Vorteile von Bettschutzeinlagen bei Inkontinenz Die Bettschutzeinlage von Seguna ist aus Frottee, weich und bequem, waschbar und somit wieder verwendbar. Sie nehmen Flüssigkeiten schnell und sicher auf und können nach dem Gebrauch direkt entsorgt werden. Die Oberseite der Bettschutzeinlagen besteht aus einer saugstarken Schicht. Sie ist hautfreundlich und bietet ein angenehmes Gefühl für den Pflegebedürftigen. Bei Verschmutzungen in der Nacht kann das Bett sehr schnell durch den Austausch der Bettschutzeinlage frisch gemacht werden. Bettschutzeinlagen für den Einmalgebrauch können zudem leicht auf Reisen mitgenommen werden.   Wiederverwendbare, saugende Bettschutzeinlagen werden zum Schutz der Matratzen bei Inkontinenz eingesetzt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Sauberkeit des Bettzeugs, wenn die Körperhygiene innerhalb des Bettes verrichtet werden muss, wenn zum Beispiel die inkontinente Person bettlägerig ist, oder wenn die Pflegeperson eine Bettpfanne bzw. Urinflasche nutzt. Beim Einlegen ins Bett muss die Bettschutzeinlage stets sauber und trocken sein. Sie sollte faltenfrei aufgelegt werden. Wichtig ist, dass die Bettschutzeinlage immer rechtzeitig gewechselt wird. Denn: Liegt die pflegebedürftige Person zu lange auf der feuchten, verunreinigten Einlage, kann die Haut trotz aller Saugfähigkeit angegriffen werden, und es können Hautirritationen entstehen.

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  • Inkontinenz bei jungen Menschen

    Inkontinenz ist nicht nur ein Thema für ältere Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich haben. Aus Schamgefühl sprechen die meisten Betroffenen nicht über ihre Inkontinenz. Laut dem Bericht „Tabuthema Inkontinenz“ des internationalen Markt­forschungsinstituts YouGov waren zwei von fünf Deutschen bereits einmal in ihren Leben von Inkontinenz betroffen, Frauen häufiger Männer. Bei einem Drittel der Deutschen tritt der Harnverlust wieder­holt auf. Die Hälfte all dieser Betroffenen sind älter als 55 Jahre alt. Allerdings gehören 10 % der Betroffenen der Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen an. pixabay - Marcel Gnauk Trotz hohem Leidensdruck keine Medikamente Inkontinenz ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu. Viele Betroffene gehen nicht zum Arzt. 55% aller Betroffenen nehmen keine Medikamente oder verwenden Hilfsmittel, um die Inkontinenz zu behandeln. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Fast jeder zehnte Betroffene fühlt sich zu jung, um Hilfsmittel zu nutzen, fünf Prozent geben an, die Verwendung von Hilfsmitteln, beispielsweise Slipeinlagen, sei ihnen unangenehm. Vier Prozent gaben sogar an, dass sie keine Hilfsmittel oder Medika­mente kennen. Die Erhebung zeigt auch, dass Frauen und Männer mit dem unkontrollierten Harnverlust unterschiedlich umgehen. Ihnen sind verschiedene Dinge im Zusammenhang mit Inkontinenz unangenehm. Männer befürchten vor allem Einschränkungen und Behinderungen im Alltag. Die größte Befürchtung junger Betroffener ist, dass lange Autofahrten nicht mehr möglich seien. Frauen hingegen empfinden es als unangenehm, dass sie ihren Körper nicht mehr vollständig kontrollieren können. Neben diesem Kontrollverlust ist das Auftreten von unangenehmen Gerüchen besonders störend. Wo finde ich Hilfe bei Inkontinenz? Auch bei der Informationssuche gibt es laut Report geschlechtsspezifische Abweichungen: Mehr als ein Drittel der betroffenen Männer (38 Prozent) sucht Rat beim Haus- oder Facharzt, etwa jeder Fünfte informiert sich im Internet. Mehr als ein Drittel der betroffenen Frauen (35 Prozent) gibt dagegen an, selbst aktiv nach Hilfs­mitteln gesucht zu haben, zum Beispiel in der Drogerie oder dem Supermarkt. Suchen Sie sich auf jeden Fall Hilfe! Neben einem Apotheker ist auch der Gang zum Hausarzt sinnvoll. Er kann den Schweregrad der Inkontinenz einschätzen und Ihnen Rezepte für Medikamente oder Hilfsmittel ausstellen. Es gibt Hilfsmitteln in verschiedenen Formen mit verschiedenen Saugstärken, die den Betroffenen den Alltag erleichtern. Auch ein Beckenboden- oder Blasentraining kann helfen.

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  • Wie finde ich eine freiberufliche Pflegefachkraft

    Häufig kündet sich ein Pflegefall nicht an. Nahe Verwandte, Partner, Eltern oder Kinder erkranken plötzlich; das Leben der Betroffenen ändert sich schlagartig. Die pflegenden Angehörigen sind mit der Situation konfrontiert, die Pflege des Anverwandten selbst zu übernehmen. Dabei geraten viele an ihre Grenzen – und es stellt sich die Frage, wo man Unterstützung findet. Eine Möglichkeit ist, eine freiberufliche Pflegefachkraft zu engagieren.   pixabay - Sabine van Erp   Was ist eine freiberufliche Pflegefachkraft? Eine freiberufliche Pflegefachkraft arbeitet selbständig auf Honorarbasis. Sie ist, wie der Name schon sagt, weder bei einem Pflegedienst, einem Krankenhaus oder sonst irgendwo angestellt. Vielmehr arbeitet sie für verschiedene Auftraggeber und schließt über die zu erbringenden Leistungen Dienstleistungsverträge ab, in denen Aufgaben, Arbeitszeit und Honorar geregelt sind.   Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die von einer freiberuflichen Pflegefachkraft ausgeführt werden können. Pflegende Angehörige werden auf diese Weise entlastet. Eine gute Betreuung des Pflegebedürftigen vor allem im häuslichen Umfeld wird gewährleistet.     Freiberufliche Pflegefachkräfte suchen über Agenturen nach Auftraggebern oder betreiben selbständig die Kundenakquise. Häufig hört man von ihnen auch über Mund-zu-Mund-Propaganda. Vermittlungsagenturen für freiberufliche Pflegekräfte agieren deutschlandweit und bieten viele Möglichkeiten.   Vorteile einer freiberuflichen Pflegefachkraft Eine freiberufliche Pflegefachkraft bietet Familien die Möglichkeit, Aufgaben zu übernehmen, ohne in einem direkten Angestelltenverhältnis zu stehen. Für Sozialversicherungsbeiträge kommt die Pflegekraft selbst auf.   Ein weiterer Pluspunkt ist die flexible Zeiteinteilung – die Einsätze der freiberuflichen Pflegefachkraft können je nach den Bedürfnissen der Pflegeperson gestaltet werden. Freiberufliche Pflegefachkräfte haben zudem meist einen breiten Erfahrungsschatz, da sie sich immer wieder in neuen Situationen zurechtfinden müssen. Weil Kunden von der Qualität und Verlässlichkeit der Leistungen überzeugt sein müssen, werden Aufgaben mit großer Einsatzbereitschaft erledigt.   Was muss bei der Zusammenarbeit mit einer Pflegefachkraft beachtet werden? Eine freiberufliche Pflegefachkraft muss ihre Tätigkeit bei Finanz-, Gesundheitsamt und der Berufsgenossenschaft gemeldet haben. Entsprechend muss sie auch selbständig Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Wichtig ist für pflegende Angehörige hierbei auch, dass bei der Zusammenarbeit mit einer freiberuflichen Pflegefachkraft keine Scheinselbständigkeit vorliegt. Diese tritt nämlich dann auf, wenn eine freiberufliche Person wie eine Angestellte für nur eine Familie arbeitet.   Pflegende Angehörige müssen sich daher entscheiden: Möchten Sie jemanden anstellen, dann sind sie auch verpflichtet, die Sozialversicherungsbeiträge für die Pflegekraft zu zahlen. Bei der beschriebenen freiberuflichen Pflegekraft fällt dies weg, dafür ist mit einem höheren Stundenlohn zu rechen.

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  • Welche Inkontinenz-Hilfsmittel gibt es?

    Bei der heutigen Bandbreite an aufsaugenden Hilfsmitteln fällt es manchem Betroffenen schwer, sich für das passende Produkt zu entscheiden. Welche Hilfsmittel im Einzelfall empfehlenswert sind, hängt von der Indikation und Schwere der Inkontinenz sowie von den körperlichen Voraussetzungen und persönlichen Wünschen des jeweiligen Anwenders ab. Pants kommen bei leichter bis mittlerer Blasenschwäche in Frage. Wer viel unterwegs ist, einen starken Bewegungsdrang hat oder einfach sicherstellen will, dass nichts verrutscht, findet in den vollelastischen Einweghosen die ideale Versorgung. Die Pants können unauffällig wie Unterwäsche getragen werden. Einlagen, die über einen breiten Klebestreifen am besten in eng anliegender Unterwäsche befestigt werden, sind für leichte bis mittlere Harninkontinenz geeignet. Sie sind sehr saugfähig, einfach in der Handhabung und jeweils speziell für die Anatomie von Frauen oder Männern entwickelt. Spezielle Slips zeichnen sich durch eine hohe Saugkraft aus und kommen auch bei schwerster Harninkontinenz sowie bei starker Stuhlinkontinenz zum Einsatz. Sie umschließen den Körper und können variabel an den Seiten mit Klebestreifen fixiert werden. Neben den Inkontinenz Hilfsmitteln, die eng am Körper anliegen, gibt es auch Bettschutzunterlagen, die einen zusätzlichen Schutz vor Rücknässung im Bett bieten. Sie schützen zudem Matratze und Bettwäsche vor Verschmutzungen.   pixabay - Clker-Free-Vektor-Images Einlagen bei leichter Inkontinenz Inkontinenzeinlagen erleichtern Betroffenen den Alltag. Sie werden entweder in die Unterwäsche geklebt oder mit einer Netzhose getragen. Mit ihnen kann man sich wieder frei fühlen und den Alltag sorglos verbringen. Inkontinenzeinlagen speichern zudem Flüssigkeiten, halten die Haut trocken und binden den Geruch. Mobilen Menschen bietet die Nutzung der Hilfsmittel ein nahezu uneingeschränktes Leben.   Einlagen gibt es in verschiedenen Saugstärken und Größen und sind bei leichter sowie auch bei mittlerer Inkontinenz eine echte Hilfe.   Pants (Unterhosen) bei Inkontinenz Bei mittlerer und starker Inkontinenz gibt es bestimmte Pants (Unterhosen). Sie sind eine Kombination aus Unterwäsche und Einlage. Der Betroffene trägt die modisch geschnittenen Pants wie eine Unterhose. Für einen umfassenden Schutz ist die Wahl des richtigen Produkts, der richtigen Größe, der passenden Saugstärke und das regelmäßige Wechseln der Produkte unumgänglich. Auch die Pants bei Inkontinenz lassen Sie wieder sorglos Ihren Alltag bestreiten. Windeln bei Inkontinenz Bei starker Inkontinenz eignen sich vor allem Windelhosen. Sie bieten einen hohen Auslaufschutz und starke Saugkraft. Vor allem in der Nacht und bei Bettlägerigkeit sind die Windeln eine echte Unterstützung!  

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  • Mit der Pflegezusatzversicherung auf der sicheren Seite

    Da die gesetzliche Pflegeversicherung meist unzureichend ist und nur einen Bruchteil der Kosten für eine vollwertige Pflege abdeckt, empfiehlt sich eine Pflegezusatzversicherung.   Ein Pflegefall tritt oft schneller ein als erwartet - dann ist es gut zu wissen, dass man im Ernstfall abgesichert ist.   pixabay - Tumisu   Ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll? In jungen Jahren, wenn man noch aktiv ist und keine Beschwerden hat, denken die wenigsten an eine Absicherung für den Ernstfall.   Doch ein Pflegefall kann jeden und immer ganz unerwartet treffen. Meist denkt man bei dem Begriff „pflegebedürftig“ an ältere Menschen, doch auch Kinder und jüngere Personen können betroffen sein.   Zwar ist jeder Bürger in Deutschland mit der gesetzlichen Pflegeversicherung abgesichert. Diese zahlt jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Vor allem die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung kann mit den Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung nicht gedeckt werden.   Eine rechtzeitige Absicherung kann beim Eintritt eines Pflegefalles die finanzielle Sicherheit bringen und die meist sehr hohen ungeplanten Kosten abfangen.   Welche Kosten übernimmt die Pflegezusatzversicherung In der Regel übernimmt die private Pflegezusatzversicherung die Kosten, welche durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht gedeckt werden.   Der Versicherungsnehmer kann zwischen verschiedenen Vertragsvarianten wählen. Je nachdem, für welche Vertragsform er sich entscheidet, fällt im Pflegefall auch die Beitragszahlung durch die Pflegezusatzversicherung aus.   Generell wird zwischen drei verschiedenen Vertragsformen unterschieden:   PflegetagegeldversicherungHier erhält der Versicherte im Pflegefall ein zuvor festgesetztes Tagegeld. PflegekostenversicherungBei dieser Variante übernimmt der Versicherungsträger die Pflegekosten, die von der gesetzlichen Pflichtversicherung nicht übernommen werden. PflegerentenversicherungIn der Pflegerentenversicherung erhält der Bezieher im Pflegefall eine monatliche Rente, über die er frei verfügen kann.   TIPP: Wer früh beginnt in eine Pflegezusatzversicherung einzuzahlen, profitiert von günstigeren Konditionen. Denn mit steigendem Alter steigen auch die Beiträge.   Beispiel stationäre Pflege In Deutschland kostet die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung durchschnittlich rund 3.000 Euro pro Monat. Nur ein Teil davon wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung getragen. Für einen Großteil der Kosten muss der Pflegebedürftige selbst aufkommen.   Wer rechtzeitig eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat, kann die verbleibenden Kosten für die stationäre Pflege aus diesen Leistungen begleichen.     Kosten pro Monat Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung Verbleibender Eigenanteil         Pflegegrad 1 3.000 € 125 € 2.875 € Pflegegrad 2 3.000 € 770 € 2.230 € Pflegegrad 3 3.000 € 1.262 € 1.738 € Pflegegrad 4 3.000 € 1.775 € 1.225 € Pflegegrad 5 3.000 € 2.005 € 995 €     Beispiel ambulante Pflege Auch eine von einem gewerblichen Pflegedienst durchgeführte ambulante Pflege kann schnell die finanziellen Reserven aufbrauchen. Oftmals unterschätzen Betroffene die immensen Kosten, die ein Pflegedienst verursacht.   Bei diesem Beispiel gehen wir von durchschnittlichen monatlichen Kosten in Höhe von etwa 1.800 Euro aus. Je nach Pflegegrad können diese aber deutlich variieren.     Kosten pro Monat Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung Verbleibender Eigenanteil         Pflegegrad 1 1.800 € - 2.000 € Pflegegrad 2 1.800 € 689 € 1.311 € Pflegegrad 3 1.800 € 1.298 € 702 € Pflegegrad 4 1.800 € 1.612 € 388 € Pflegegrad 5 1.800 € 1.995 € 5 €   Anmerkung: In diesem Beispiel wurden auch eventuelle Zusatzleistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht berücksichtigt, welche zu anderen Ergebnissen in der Berechnung führen könnten.   Was ist beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung zu beachten Es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter für eine Pflegezusatzversicherung und die Entscheidung fällt schwer.   WICHTIG: Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist eine langfristige Investition in die Zukunft. In vielen Fällen entfällt bei vorzeitiger Kündigung der Versicherungsschutz und das bereits eingezahlte Geld wird nicht zurückerstattet. Aus diesem Grund sollte jeder Versicherungsnehmer im Vorfeld genau überlegen, ob diese Art der Versicherung auch geeignet ist.   Wir haben hier die wichtigsten Punkte zusammengetragen, die es bei der Auswahl des geeigneten Versicherungsträgers zu beachten gilt.   Ist vorzeitige Kündigung aufgrund veränderter Lebensumstände möglich? Zahlt die Versicherung, auch wenn der Versicherungsnehmer ins Ausland übersiedelt – europaweiter oder weltweiter Versicherungsschutz? Keine lange Wartezeit zwischen dem Eintritt des Pflegefalles und der ersten Zahlung der Versicherung. (Hier gilt es die Vertragsbedingungen genau zu lesen. Manche Versicherungen sehen eine Wartezeit von bis zu drei Jahren vor.) Tritt ein Pflegefall ein, sollten die Beitragszahlungen automatisch gestoppt werden können. (Auch hier sehen manche Versicherungsanbieter die Fortzahlung der Beiträge auch im Leistungsfall vor.) Pflegeleistungen sollten bereits ab der Pflegestufe 1 geleistet werden. Die Leistungen aus der Versicherung sollten in jeder Pflegestufe angemessen sein. Eine Erhöhung der Leistungen sollte mit Höherstufung in einen anderen Pflegegrad mit einem einfachen Nachweis möglich sein. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Beitragszahlungen nicht mehr leistbar sind? Absicherung der bereits eingezahlten Beiträge im Todesfall.   pixabay - Wilfried Pohnke Versicherungsmodelle in der Pflegezusatzversicherung im Vergleich Die verschiedenen Möglichkeiten beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung bieten auch unterschiedliche Leistungsangebote der einzelnen Versicherungsträger. Für einen besseren Überblick haben wir die wichtigsten Punkte tabellarisch dargestellt. (Die Angaben stellen nur einen generellen Vergleich zu den Voraussetzungen und Leistungen dar. Für konkrete Angaben müssen diese beim jeweiligen Versicherungsanbieter erfragt werden.)   Pflegetagegeld-versicherung Pflegekosten-versicherung Pflegerenten-versicherung Art der Versicherung Krankenversicherung Krankenversicherung Lebensversicherung Beitragshöhe Vergleichsweise niedrig Vergleichsweise niedrig Vergleichsweise höher Leistungen der Versicherung Lebenslanges monatliches Pflegetagegeld Erstattung der Pflegekosten Lebenslange monatliche Rente   Beitragszahlung Lebenslange monatliche Zahlung Lebenslange monatliche Zahlung Verschiedene Zahlungsmöglichkeiten Kündigungsmöglichkeit Nur mit Verlust Nur mit Verlust Möglich Beitragsstopp im Pflegefall Oft nur in höheren Pflegestufen Oft nur in höheren Pflegestufen Meist möglich Rückkaufsfähig Nein Nein Ja Versicherungsschutz im Ausland Meist Europa Meist Europa Meist Europa und weltweit Fazit Eine Pflegezusatzversicherung bietet eine gute Absicherung im Pflegefall und schließt die Lücke zwischen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten. Da man sich bei dieser Zusatzversicherung allerdings zu einer langfristigen monatlichen Beitragszahlung verpflichtet, sollte im Vorfeld genau abgewägt werden, ob diese auch notwendig ist.   Quellenangaben Verbraucherzentrale Krankenkassenzentrale      

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  • Was Sie über die Pflegeberatung wissen müssen

    Wird ein Mitglied der Familie aufgrund des fortschreitenden Alters oder einer Erkrankung pflegebedürftig, ergeben sich zahlreiche Fragen rund um das Thema Pflege.   Sich als Laie in der Welt der Pflege zurechtzufinden ist nicht leicht. Daher hat jeder Versicherte Anspruch auf eine umfangreiche Pflegeberatung. Dabei ist es nicht relevant, ob der Antrag auf einen Pflegegrad bereits eingereicht wurde oder nicht. pixabay - Gerd Altmann Was beinhaltet eine Pflegeberatung? Die Beratung in der Pflege umfasst alle Belange der pflegebedürftigen Person und deren Angehöriger.   In der Regel informieren sich Hilfesuchende über die ersten Schritte, sobald ein Pflegefall im familiären Umkreis eingetreten ist.   Zu den am häufigsten gestellten Fragen zählen:   Kosten Finanzierung Leistungen der Pflegeversicherung Antragstellung Verschiedene Pflegeformen (häusliche, ambulante oder stationäre Pflege)   Die Mitarbeiter der Pflegeberatung geben jedoch auch hilfreiche Tipps zur allgemeinen Organisation einer Pflege und leiten pflegende Angehörige bei Interesse an Selbsthilfegruppen und sonstigen Einrichtungen weiter. Wie oft kann die Pflegeberatung in Anspruch genommen werden? Generell wird die Beratung so lange gewährt, wie es die jeweilige Situation erfordert. Manche Menschen haben nur einige spezifische Fragen und sind mit einem einmaligen Besuch in der Beratungsstelle informiert. Andere hingegen bedürfen einer längerfristigen Pflegeberatung. Hierzu kommen die Berater in der Regel zu den Personen nach Hause und unterstützen vor Ort.   Doch auch nach einigen Jahren Pflege ergeben sich manchmal Fragen, oder Angehörige brauchen Beratung und Unterstützung, weil sie seelisch und körperlich an ihre Grenzen geraten. Auch in diesen Fällen steht Betroffenen eine Beratung in der Pflege zu. Wie kommt der Versicherte zur Pflegeberatung? Beratung in der Pflege ist ein wichtiges Thema. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie Anspruch auf eine Pflegeberatung haben. Dabei ist eine professionelle Hilfestellung gerade in der schweren Zeit während der Pflege wichtig.   Hilfesuchende erhalten direkt bei der zuständigen Pflegekasse weiterführende Informationen zur Pflegeberatung.   In jedem Bundesland stehen zudem qualifizierte Mitarbeiter in Beratungsstellen und Serviceeinrichtungen zur Verfügung. Auch gibt es spezielle Pflegestützpunkte, die mit kompetenten Beratern zur Seite stehen. Wer übernimmt die Kosten für die Pflegeberatung? Grundsätzlich stehen jedem Versicherten kostenlose Beratungsleistungen in der Pflege zu.   Stellt die pflegebedürftige Person einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung, bietet diese automatisch eine Pflegeberatung an. Der Termin hierfür muss innerhalb von zwei Wochen ab Antragstellung wahrgenommen werden.   Wurde noch kein Antrag eingereicht, ist auch eine kostenlose Pflegeberatung möglich.    In diesem Fall muss die Initiative dafür jedoch von der hilfesuchenden Person ausgehen.   In den meisten Fällen wird die Beratung von speziell ausgebildeten Fachkräften der Pflegekassen durchgeführt. Einige Pflegekassen stellen jedoch auch Beratungsgutscheine aus, mit welchen die Pflegeberatung in unabhängigen Beratungsstellen in Anspruch genommen werden kann.   Achtung: Wird die Beratung zur Pflege von privaten Pflegeberatern durchgeführt, die nicht im Auftrag der Pflegekassen arbeiten, müssen die Kosten vom Leistungsempfänger selbst getragen werden. Die drei unterschiedlichen Formen der Pflegeberatung Pflegeberatung ist nicht gleich Pflegeberatung. Je nach Ausgangssituation unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Formen.   Pflegeberatung nach § 7a Pflegeberatung zu Hause § 37 Pflegekurse & Beratung § 45 Pflegeberatung nach § 7a SGB XI Das Sozialgesetzbuch sieht eine kostenlose Beratung zur Pflege für alle Fragen rund um die Pflege zu Hause vor. Diese wird von der Pflegekasse bei der erstmaligen Antragstellung vorgeschlagen und kann vom Antragsteller in Anspruch genommen werden.   Die Pflegeberatung ist nicht verpflichtend, wird jedoch von der Pflegekasse empfohlen, um Betroffenen helfend durch den Pflegedschungel zu helfen.   pixabay - Gerd Altmann Pflegeberatung zu Hause § 37 Abs. 3 SGB XI Pflegende Personen, die Angehörige im häuslichen Umfeld betreuen und Pflegegeld erhalten, sind laut dem Sozialgesetzbuch dazu verpflichtet in regelmäßigen Abständen eine Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen.   Je nach Pflegegrad sind die Beratungseinsätze halb- oder vierteljährlich wahrzunehmen.   Pflegegrade Pflegeberatung Pflegegrad 1 Halbjährlich freiwillig Pflegegrad 2 Halbjährlich verpflichtend Pflegegrad 3 Halbjährlich verpflichtend Pflegegrad 4 Vierteljährlich verpflichtend Pflegegrad 5 Vierteljährlich verpflichtend   Die Pflegeberatung für Pflegegeldempfänger erfolgt im heimischen Umfeld der pflegebedürftigen Person und soll zur Wahrung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung beitragen.   Auch soll mit den Beratungseinsätzen sichergestellt werden, dass die Geldleistungen der Pflegekasse für pflegerische Maßnahmen verwendet werden. Pflegekurse & Beratung § 45 SGB XI Pflege kann man lernen, spezielle Kurse für pflegende Angehörige schulen diese im Umgang mit dem Patienten und vermitteln das notwendige praktische Wissen. Diese Kurse müssen von den Pflegekassen angeboten werden, sind jedoch für die pflegende Kraft nicht zwingend.   Mit den Pflegekursen sind ehrenamtliche und freiwillige Pflegende besser für die körperliche und seelische Belastung gewappnet, welche die Pflege mit sich bringt.   In den Pflegekursen werden Interessierten die praktischen Fähigkeiten und das pflegerische Wissen zur Pflege vermittelt. Mit diesem Wissen ist die Pflegeperson in der Lage mithilfe der richtigen Handgriffe mit geringster Kraftaufwendung auch schwere Patienten umzubetten. Auch die richtige Ernährung und Themen wie Körperpflege werden behandelt. Warum nimmt die Pflegeberatung einen so hohen Stellenwert ein? Meist sind Pflegebedürftige und deren Angehörige nicht ausreichend über die ihnen zustehenden Leistungen und mögliche Vergünstigungen informiert. Die Pflegeberatung stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Bedarf und Versorgung dar.   Doch nicht nur die Information über allfällige Leistungen, sondern auch professionelle Hilfestellung bei Überforderung stehen im Vordergrund.   So informiert die Beratung in der Pflege über Entlastungsmöglichkeiten, wie Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege.   Die Pflegeberatung ist daher die erste Anlaufstelle, um im Bereich der Pflege Beratung und Hilfe zu erhalten.   Quellenangaben: Bundesministerium für GesundheitFamilienrecht.net    

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  • Pflegefreibetrag – Die Steuervergünstigung im Falle einer Erbschaft

    Personen, die ein Erbe antreten, müssen Erbschaftssteuer zahlen. Je nach Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Erblasser und dem Erben gibt es verschiedene Begünstigungen – sogenannte Freibeträge. Bis zur Grenze dieser Freibeträge ist das Erbe steuerfrei. Hierzu zählt auch der Pflegefreibetrag. pixabay - 3D_Maennchen Was ist der Pflegefreibetrag? Der Pflegefreibetrag soll die pflegende Person durch die Steuerbegünstigung für die Pflege des Verstorbenen belohnen. Daher wird bis zu einem Maximalbetrag von 20.000 Euro keine Erbschaftssteuer fällig. Pflegefreibetrag ist nicht gleich Pflegepauschbetrag Viele Menschen verwechseln den Pflegefreibetrag mit dem Pflegepauschbetrag, welcher ebenfalls eine Steuerentlastung für pflegende Personen zur Folge hat.   Der Pflegepauschbetrag kann im Gegensatz zum Pflegefreibetrag jährlich geltend gemacht werden, sofern eine Privatperson einen Hilfsbedürftigen regelmäßig und dauerhaft pflegt. Für diese Leistungen kann ein Betrag in Höhe von 924 pro Jahr steuerbegünstigt werden. Wo ist der Pflegefreibetrag gesetzlich geregelt Der Pflegefreibetrag wird im § 13 Abs. 1 Nr. 9 ErbStG Erbschaftsteuergesetz geregelt. Wer kann einen Pflegefreibetrag geltend machen? Jede Person, die etwas erbt und den Erblasser vor dessen Tod gepflegt hat, ist berechtigt den Pflegefreibetrag geltend zu machen. Die maximale Höhe des Pflegefreibetrages wurde mit 20.000 Euro festgesetzt.   Alles was darüber hinaus geerbt wurde, muss nach den aktuellen Richtlinien versteuert werden.   Anmerkung: Wird ein Steuerfreibetrag aufgrund eines nahen Verwandtschaftsverhältnisses geltend gemacht, greift in erster Linie dieser. Erst wenn das Erbe diesen Freibetrag übersteigt, tritt auch der Pflegefreibetrag in Kraft. Für die Geltendmachung des Pflegefreibetrages ist es nicht relevant, ob der Erbe mit dem Erblasser in einem Verwandtschaftsverhältnis stand oder nicht. Wie wird die Pflegetätigkeit des Erben nachgewiesen? Es reicht nicht, dass der Verstorbene einen anerkannten Pflegegrad hatte und im heimischen Umfeld betreut wurde.   Darzulegen ist, wer über welchen Zeitraum und in welchem Umfang freiwillige Pflegeleistungen erbracht hat. Hierzu eignet sich ein Pflegetagebuch und gesammelte Belege über diverse Einkäufe zu Pflegezwecken.   Um den Pflegefreibetrag geltend zu machen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein:   Der Erblasser muss nachweislich hilfs- oder pflegebedürftig gewesen sein. Die Pflege muss über einen längeren Zeitraum und wiederholt erfolgt sein. Dies beinhaltet vor allem die pflegerische Unterstützung bei der Grundpflege (Körperpflege) und der Ernährung. Ebenso muss Hilfestellung und Unterstützung bei der Mobilität und im Alltag gegeben worden sein. Dies reicht vom Umkleiden über gemeinsame Spaziergänge bis hin zur Ermöglichung von Arztbesuchen. Auch die Übernahme von Hausarbeiten, wie die Reinigung der Wohnung oder der tägliche Einkauf wird vorausgesetzt. Kann der gesamte Pflegefreibetrag ausgeschöpft werden? Der maximale Pflegefreibetrag beträgt 20.000 Euro pro Erben. Um diesen voll auszuschöpfen, müssen jedoch auch pflegerische Tätigkeiten im Gegenwert dieses Maximalbetrages erbracht worden sein.   Als Richtlinie gilt der Stundensatz von gewerblichen Pflegekräften. Zum Nachweis der Tätigkeiten kann ein Pflegetagebuch bzw. eine Stundenaufzeichnung nützlich sein. Begünstigung nun auch für Verwandte ersten Grades möglich Früher waren Kinder der Verstorbenen vom Pflegefreibetrag ausgenommen, da man der Meinung war, dass diese zur Pflege ihrer Eltern verpflichtet sind. Diese Ansicht hat sich jedoch vor einigen Jahren geändert. Seit dem Jahr 2017 werden nun auch Verwandte ersten Grades für die Pflegeleistungen steuerlich belohnt und können den Pflegefreibetrag bei Erbantritt geltend machen.   pixabay - Gábor Bejò  Wann kommt der Pflegefreibetrag zum Tragen? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die generellen Steuerbegünstigungen im Erbfall ansehen.   Je nach Verwandtschaftsverhältnis ergeben sich unterschiedliche Freibeträge.     Maximaler Freibetrag Ehe- und Lebenspartner 500.000 € Kinder (auch Stiefkinder) 400.000 € Enkel (wenn Eltern nicht mehr leben) 400.000 € Enkel (wenn Eltern noch leben) 200.000 € Urenkel 100.000 € Eltern und Großeltern 100.000 € Alle anderen Erben 20.000 €   Beispiele für die Berechnung von Pflegefreibeträgen Herr Zeitel erbt von seiner Mutter ein Einfamilienhaus mit einem Wert von 520.000 Euro. Kindern steht ein genereller Freibetrag in der Höhe von 400.000 Euro zu.  Dadurch vermindert sich der zu versteuernde Betrag auf 120.000 Euro.   Da Herr Zeitel seine Mutter in den letzten Jahren vor ihrem Ableben gepflegt hat, kann auch der Pflegefreibetrag mit 20.000 Euro in Abzug gebracht werden. Der zu versteuernde Erbanteil beträgt somit nur noch 100.000 Euro.   Einfamilienhaus 520.000 Euro Freibetrag aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses -        400.000 Euro Pflegefreibetrag -          20.000 Euro Zu versteuerndes Erbe 100.000 Euro   Sehen wir uns das gleiche Beispiel mit einem geringeren Hauswert an.   Einfamilienhaus 350.000 Euro Freibetrag aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses -       400.000 Euro Pflegefreibetrag 0 Euro Zu versteuerndes Erbe 0 Euro   Ist der Erbschaftswert geringer als der mögliche Freibetrag entfällt die Erbschaftssteuer zur Gänze und es kann kein Pflegebeitrag geltend gemacht werden. Pflegefreibetrag vergessen – was kann ich tun? Manche Erben wissen gar nicht, dass es die Möglichkeit eines Pflegefreibetrages gibt und geben diese Steuerbegünstigung bei Erbantritt nicht an. In einigen Fällen ist die Beantragung auch noch rückwirkend möglich.   Grundsätzlich muss ein Erbe innerhalb von drei Monaten im Zuge der Erbschaftsteuererklärung beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden. Die rückwirkende Geltendmachung des Pflegefreibetrages ist möglich, wenn die Festsetzungsverjährung noch nicht eingetreten ist. Bis zu dieser Frist ist die Nutzung dieses Steuervorteiles auch rückwirkend möglich.   Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Finanzamt über die Möglichkeiten. Auch Schenkungen können durch den Pflegefreibetrag steuerbegünstigt werden Der Pflegefreibetrag greift nicht nur beim Erbe, sondern kann auch auf die Schenkungssteuer geltend gemacht werden. Die Voraussetzungen hierfür sind die gleichen wie bei einem Erbe. Der Erblasser muss hilfebedürftig gewesen und vom Begünstigten gepflegt worden sein.   Quellenangaben Vorsorgeweitblick Netzwert deutscher Erbrechtsexperten  

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  • Vitamin A: Gut für Auge und Haut

    Vitamin A, auch Retinol genannt, ist wichtig für den Aufbau einer gesunden Haut, stärkt die Sehkraft und schützt die Zellen vor Oxidation. Enthalten ist es in tierischen Lebensmitteln, zum Beispiel in Fleisch, Wurst, Fett und Eigelb. Schweineleber ist mit 40 Milligramm pro 100 Gramm ein besonders guter Vitamin-A-Lieferant. Wer keine Leber mag beziehungsweise auf Fleisch verzichtet, kann seinen Vitamin-A-Bedarf über den Verzehr von Gemüse decken. In Karotten, Tomaten, Brokkoli, Spinat, also in allen kräftig rot-orange beziehungsweise grün gefärbtem Gemüse, steckt viel Beta-Karotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Dieses kann bei Bedarf im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden. pixabay – Jacqueline Sosa Mangel und Überdosierung Für den Menschen ist es unerheblich, in welcher Form er Vitamin A bekommt. Allerdings hat Beta-Karotin gegenüber Vitamin A einen entscheidenden Vorteil: Während Vitamin A in hohen Mengen erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringt, ist eine Überdosierung mit Beta-Karotin kaum möglich. Eine Überdosierung über einen längeren Zeitraum kann neben akuten Beschwerden wie Kopfschmerzen auch chronische Erkrankungen wie Haut- und Skelettveränderungen sowie Leberschädigungen mit sich bringen. Eine Vitamin-Überdosierung kommt bei normaler Mischkost jedoch kaum vor. Vitamin C – das Sonnenvitamin In der Schwangerschaft ist der Vitamin-A-Bedarf erhöht, allerdings sollten Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel generell auf den Verzehr von Leber verzichten und danach während der Schwangerschaft nur selten essen. Vitamin-A-Mangel ist in westlichen Ländern, in denen keine Hungersnöte herrschen und sich die Menschen normal ernähren, sehr selten. Ein Mangel kann zu vermindertem Dämmerungssehen bzw. Nachtblindheit führen – bei längerem Bestehen sogar zur Erblindung. Störungen des Immunsystems und erhöhte Infektanfälligkeit sind ebenfalls möglich. Schwere Infektionen aufgrund von Vitamin-A-Mangel mit teils tödlichem Verlauf kommen hauptsächlich in Entwicklungsländern vor. Erfahren Sie hier warum Vitamin C so wichtig ist.

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  • Warum Vitamin C so wichtig ist

    Vitamin C ist eine wasserlösliche organische Säure (Ascorbinsäure) und wirkt im Körper als Vitamin, kann von ihm aber nicht selbst hergestellt werden. Es muss also in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Bekannt geworden ist Vitamin C durch die „Seefahrerkrankheit“ Skorbut, die bis weit in das achtzehnte Jahrhundert hinein die häufigste Todesursache auf See war. Vitamin C fehlte den Seefahrern in ihrer täglichen Nahrung. Sobald sie Zitrusfrüchte mit hohem Vitamen-C-Gehalt zu sich nahmen, zeigten sie jedoch rasche Besserung.   pixabay - silviarita Vitamin C trägt zum einen zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Verringerung von Müdigkeit bei. Gerade in der dunklen Jahreszeit, in der Erkältungen drohen, ist es immer wieder wichtig, hierauf hinzuweisen. Zum anderen trägt Vitamin C auch zu einer normalen Kollagenbildung bei. Dass Kollagen in nahezu allen Organen und Gewebestrukturen – insbesondere denen des Bindegewebes – eine Rolle spielt, macht das Vitamin so wichtig. Darüber hinaus trägt es zu einer normalen Funktion des Energiestoffwechsels, des Nervensystems und der psychischen Funktion bei und kann helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen (umgangssprachlich meist als „freie Radikale“ bezeichnet). Es unterstützt außerdem die Aufnahme von Eisen während der Verdauung. Ein spezieller Speicher für Vitamin C existiert im menschlichen Körper nicht, überdurchschnittlich viel davon wird jedoch im Gehirn, in den weißen Blutkörperchen, der Leber und der Milz gespeichert. Vitamin A – Gut für Auge und Haut Vitamin-C-Mangel erkennen Das wasserlösliche Vitamin C ist lebenswichtig und hat viele verschiedene Aufgaben. Es gibt Elektronen ab und fängt freie Radikale wie reaktive Sauerstoffmoleküle auf, zudem hat es antioxidative Wirkungen, d.h. es vermindert oxidative Schäden im Körper. Vitamin C hat auch eine zentrale Bedeutung beim Aufbau von Kollagen (Bindegewebe, Knorpel und Knochen), Carnitin und von Hormonen. Es fördert die Eisenaufnahme und hemmt die krebserregende Nitrosaminbildung. Um Vitamin-C-Mangel zu vermeiden, ist es sehr wichtig, die Zeichen frühzeitig zu erkennen. Zur Deckung des Bedarfs empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für Erwachsene 100 Milligramm am Tag, für Raucher deutlich erhöhte 150 Milligramm und für Schwangere liegt der Bedarf bei leicht erhöhten 110 Milligramm. Säuglinge kommen noch mit 50 Milligramm aus, der Bedarf steigt im Lauf der Kindheit aber sukzessive an. Als Anzeichen für einen möglichen Vitamin-C-Mangel werden neben den typischen Skorbut-Symptomen wie Zahnfleischbluten, Zahnausfall und Hautbeschwerden (Falten, Runzeln und Krähenfüße) auch Konzentrationsschwierigkeiten und „schwache Nerven“, Müdigkeit und Schlafstörungen, Hämorrhoiden und Krampfadern sowie das häufige Auftreten von Erkältungen gesehen. Erfahren Sie hier warum Vitamin D so wichtig ist.

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  • Warum Vitamin D so wichtig ist

    Gegen Jahresende werden die Tageslichtstunden immer kürzer. Oft geht man morgens aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist, und kehrt abends zurück, wenn die Dunkelheit bereits wieder eingetreten ist. Dies ist die Jahreszeit, in der viele einen „Winterblues“ bekommen. Die Laune und Stimmung sinkt, wenn wir nicht ausreichend Vitamin D aufnehmen können. Ärzte und Therapeuten empfehlen daher den Einsatz von Tageslichtlampen oder Tabletten als ersten Behandlungsschritt zum Ausgleich des Vitamin-D-Mangels durch fehlendes natürliches Sonnenlicht.  pixabay – Free-Photos Eigentlich ist Vitamin D kein Vitamin, da wir es selber im Körper herstellen können. Dafür braucht unsere Haut aber genügend Sonnenlicht. Somit ist es unerlässlich für eine direkte Sonnenbestrahlung der Haut, zur Vitamin D Bildung, zu sorgen. Die Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung ist im Normalfall nur minimal möglich. Man kann davon ausgehen, dass der Vitamin D Bedarf durch die Nahrungsaufnahme nur bis zu maximal 20% abgedeckt werden kann. An einem durchschnittlich sonnigen Sommertag hingegen kann der Tagesbedarf an Vitamin D um ein Vielfaches erfüllt werden. Dann wird in der Haut eine Vorstufe des Vitamins unter Einwirkung von Sonnenstrahlen gebildet. Diese wird dann in den Nieren und der Leber in seine aktive Form umgewandelt. Doch auch an einem Sommertag kann die Vitamin D Bildung durch das natürliche Tageslicht der Sonne infolge verschiedener Faktoren beeinflusst werden. Sonnenstand, Dichte der Wolkendecke und Smog zum Beispiel sind nur einige Faktoren, die negativ auf die Produktion von Vitamin D einwirken können. Um die Vitamin-D-Produktion anzuregen reicht es nicht aus sich ein sonniges Plätzchen in der Wohnung zu suchen, denn Fensterglas absorbiert nahezu alle UV-B-Anteile im Sonnenlicht und behindert dadurch die Vitamin-D-Bildung. Um den Vitamin-D-Bedarf durch die Nahrung anzukurbeln kommen am ehesten Fettfische (z. B. Hering Lachs, Makrele oder Thunfisch), Innereien, Eier und in begrenztem Maße auch Milchprodukten infrage. Vitamin A – Gut für Auge und Haut Was passiert bei einem Mangel an Vitamin D? Ein Mangel an Vitamin D kann nach neusten Studien auch zu einem erhöhten Risiko bei Herz-Kreislauferkrankungen, bestimmten Krebserkrankungen (z.B. Darmkrebs) führen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Zudem kommt ihm eine Schlüsselrolle beim Knochenstoffwechsel zu. Es sorgt dafür, dass das Kalzium in die Knochen eingebaut werden kann und dem Knochen letztendlich die wichtige Stabilität verleiht. Zu den bekanntesten durch einen Vitamin D Mangel erzeugten Krankheiten zählt die Rachitis, eine Erkrankung des wachsenden Knochens bei Kindern. Bei Erwachsenen kann dieselbe Mangelerkrankung unter dem Namen Osteomalazie auftreten. Es gibt viele Symptome, die auf einen Mangel an Vitamin-D hinweisen, denn der Körper braucht Vitamin D für verschiedenste Vorgänge. Vitamin-D-Mangel kann sowohl die Konzentration als auch das Herz-Kreislaufsystem oder die Muskulatur beeinflussen. Unter anderem sind Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel: Haarausfall Abgeschlagenheit, Müdigkeit Konzentrationsschwierigkeiten Wachstumsstörungen Schlaflosigkeit Nervosität Kopfschmerzen Herzrhythmusstörungen   Menschen die verstärkt unter „Winterblues“ leiden, krankheitsbedingt bettlägerig sind, Nachtschichten arbeiten oder sich allgemein den Tag über hauptsächlich in geschlossenen Gebäuden aufhalten können von einer Tageslichtlampe profitieren. Energie- und Antriebslosigkeit durch eine verstärkte Produktion des Müdigkeitshormons Melatonin in dunklen Wintermonaten kann mit einer künstlichen Tageslichtdusche bekämpft werden. Der Körper tankt regelrecht frische Motivation und neuen Schwung für den Tag. Erfahren Sie hier warum Vitamin C so wichtig ist.

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  • Besser schlafen: 6 Tipps für einen gesunden Schlaf

    Schlaf gehört zu unserem Alltag. Im Durchschnitt schläft ein Mensch 24,5 Jahre innerhalb seiner Lebensspanne. Doch es gibt guten Schlaf und schlechten Schlaf. Was genau macht aber einen guten Schlaf aus? Wie kann man besser schlafen und womit erzielt man ein optimales Schlafergebnis, um frisch und gestärkt in einen neuen Tag zu starten? Wir zeigen Ihnen 6 Tipps für einen besseren und gesunden Schlaf. pixabay – Claudio_Scott Ein gutes Kissen Ein gutes Kissen sollte den Nacken unterstützen und ihn in eine Linie mit der Halswirbelsäule bringen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird es Zeit, sich ein neues Kissen zu besorgen. Der regelmäßige Austausch eines Kopfkissens ist schon alleine aus hygienischen Gründen wichtig. In einem alten Kissen können sich zudem Feuchtigkeit und Hausstaubmilben sammeln und so den wichtigen Schlaf negativ beeinflussen. Gerade die Ausscheidungen der Hausstaubmilben können für Allergiker zu einer immensen Beeinträchtigung der Schlafqualität führen. Hierfür empfehlen sich Kissen speziell für Allergiker. Hier finden Sie Kopfkissen mit besonders hohem Liegekomfort. Den Kopf frei machen Man kann sich noch so bequem in moderne Matratzen betten und dennoch führen belastende Gedanken dazu, dass man nicht einfach erholsamen Schlaf findet. Für einen guten Schlaf muss man den Kopf aufräumen. Niemand schläft gut, wenn berufliche Aufgaben oder private Belastungen ständig durch den Kopf rotieren. Sorgen und Grübeleien können zu einer Erhöhung der Cortisol Produktion führen. Dieses Hormon ist auch als Stresshormon bekannt und lässt den Körper nicht zur Ruhe kommen bzw. hält wach. Unser Tipp: Legen Sie sich ein Notizbuchen neben das Bett und schreiben Sie sich den Kopf regelrecht leer. Übertragen Sie die Aufgaben für den nächsten Tag auf das Papier und befreien Sie Ihren Kopf davon! Keine Displays und Monitore! Auch wenn Monitore und Displays von Smartphones heutzutage aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, haben diese Geräte im Schlafzimmer nichts verloren. Viele Menschen nutzen den Fernseher zum Einschlafen. Man schläft ein, der Fernseher läuft weiter und erst der automatische SleepMode schaltet das Gerät nach einiger Zeit – während des Schlafes – ab. Zwar schläft man ein; bringt aber auch gleich Unruhe mit in den Schlaf. Eine Verbannung aller Displays aus dem Schlafzimmer ist weitaus hilfreicher für einen gesunden Schlaf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon die kleinste Lichtquelle den Schlaf negativ beeinflussen kann. Die 20 Minuten Regel Liegen Sie länger als 20 Minuten wach im Bett, dann stehen Sie auf und machen etwas anderes. Suchen Sie sich dabei eine ruhige Aktivität wie lesen oder Yoga. Sie sollten dabei auf jeden Fall auf Smartphones, Tabletts oder einen Fernseher verzichten. Damit machen Sie sich ihre gesamte Vorbereitung auf einen guten Schlaf zunichte. Wenn Sie sich dann wieder müde fühlen, gehen Sie zurück ins Bett. So entsteht im Körper und Geist eine feste Verknüpfung zwischen Bett und erholsamen Schlaf. Zukünftig werden Sie einfacher und schneller einschlafen. Richtig Essen Für einen guten Schlaf spielt die Abendmahlzeit keine unbedeutende Rolle. Mit leerem oder zu vollem Magen schläft es sich nicht gut. Im Allgemeinen wird geraten, die letzte Mahlzeit etwa 4 Stunden vor dem Zubettgehen einzunehmen. Achten Sie dabei auf leicht verdauliche Kost, denn wenn der Magen noch viel zu Arbeiten hat, wird sich das auf den Schlaf negativ auswirken. Zu einem leicht verdaulichen Abendessen zählen zum Beispiel mageres Geflügel oder Reis. Fettes Fleisch, Vollkornbrot und scharfe Gewürze dagegen blähen Euch auf sind eher kontraproduktiv für besseren Schlaf. Trinknahrung speziell für Diabetiker – die geeignete Ergänzung zwischen den Mahlzeiten. Das richtige Raumklima Die richtige Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise zwischen 16 und 19 Grad liegen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, lassen Sie ein Fenster auf und ermöglichen somit frische Luft im Zimmer. Leider fühlt man sich in den Wintermonaten dazu geneigt, die Heizung im Schlafzimmer anzumachen. Durch die Heizungsluft trocknen jedoch die Atemwege aus und sorgen damit für einen unruhigen Schlaf. Wenn Sie es auch in der kalten Jahreszeit extra kuschelig und warm mögen, dann sorgen Sie lieber mit einer zweiten Decke für Extra Wärme. Dafür lohnt es sich zum Beispiel eine sogenannte 4-Jahreszeiten-Decke zu kaufen. Diese Decken können je nach Jahreszeit erweitert oder reduziert werden und sorgen so bei jeder Temperatur für das genau richtige Schlafklima.

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  • Was kann man bei Gelenkschmerzen tun?

    Knapp die Hälfte (45 Prozent) aller Menschen in Deutschland, die älter als 45 Jahre sind, leidet unter Gelenkschmerzen. Durch Abnutzung, Verschleiß oder Entzündung sind die Knie, Hüfte oder Sprunggelenke am häufigsten betroffen. Die meisten Handgelenks-, Hüft- und Knieschmerzen beruhen auf einer Arthrose. Es gibt aber noch weitere Ursachen, warum Gelenkschmerzen auftreten. Abnutzung der Gelenke – Arthrose Die häufigste Gelenkerkrankung ist die Arthrose. Sie kann an allen Gelenken auftreten. Es wird dabei die Knorpelschicht an den Gelenkflächen zunehmend zerstört - die angrenzenden Knochenbereich verändern sich, das betroffene Gelenke wird weniger beweglich. Es entzündet sich, schwillt an. Schließlich kommt es zu Schmerzen. Durch langjährige Überbelastung bestimmter Gelenke beispielweise durch intensiven Sport kann es zu einer übermäßigen Gelenkabnutzung kommen. Allerding kann eine Arthrose auch die Folge eines Unfalls, eines Bänderschadens oder einer angeborenen Fehlbildung sein. pixabay - 3D_Maennchen Ursachen für Gelenkschmerzen Zu akuten Gelenkbeschwerden kommt es beispielsweise häufig infolge einer Sportverletzung oder eines Unfalls. Manchmal entwickeln sich Schmerzen in den Gelenken jedoch auch schleichend, so dass die Ursache nicht sofort klar erkennbar ist. Trotz der großen Vielzahl, warum die über 100 Gelenke im menschlichen Körper Schmerzen verursachen können, lassen sich drei Hauptursachen definieren: ·         Überbelastung ·         Gelenkverschleiß (Arthrose) ·         Gelenkentzündung (Arthritis)  Darüber hinaus liegen die Gelenkschmerzen außerdem nicht an den Gelenken selbst, sondern an den umliegenden Muskeln, Sehnen oder Bändern. Ebenso können sich die Schleimbeutel an den Gelenken entzünden und zu Schmerzen führen. Sie fungieren normalerweise als eine Art Puffer in den Gelenken schützen Sehnen, Muskeln und Knochen vor starker Druckbelastung und Reibung. Warnsignale bei Gelenkschmerzen Wenn Schmerzen in mehreren Gelenken auftreten, achten Sie auf folgende Symptome und suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf: ·         Gelenkschwellung, Erwärmung und Rötung ·         Ausschläge ·         Entzündungen in Mund und Nase ·         Brustschmerzen ·         Atemnot, akuter oder starker Husten ·         Bauchschmerzen ·         Fieber, Schweißausbrüche, Gewichtsverlust oder Schüttelfrost ·         Gerötete oder schmerzende Augen Anhand der Stärke und Position der Schmerzen, Schwellungen an den Gelenken, einer früheren Diagnose der Erkrankung und anderen Faktoren kann Ihr Hausarzt feststellen, welch Behandlung erforderlich ist.

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  • Was tun bei Kopfschmerzen?

    Kopfweh ist ein weites Feld: Etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland leiden im Laufe Ihres Lebens an Kopfschmerzen. Fachleute unterscheiden sogar zwischen 200 unterschiedliche Formen an Kopfschmerzen. Aufgrund der Vielzahl ist es nicht ratsam, einfach ein Schmerzmittel einzunehmen in der Hoffnung, dass der Schmerz schnell verschwindet. Wichtig ist, dass man mehr über die Hintergründe versteht und gegebenenfalls, bei neuartigen Schmerzen, zum Arzt gehen. Chronische – also regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg sehr häufig auftretende – Kopfschmerzen können die Gesundheit und das Leben der Betroffenen schwer belasten. Meist handelt es sich dabei um eine der beiden häufigsten Formen: Spannungskopfschmerz und Migräne. Der Spannungskopfschmerz tritt dabei häufiger auf als die Migräne. Es gibt aber auch Kombinationen aus beiden Formen. pixabay - 8thBox Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es? Prinzipiell werden die bekannten Kopfschmerzarten in zwei große Gruppen eingeteilt: Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen, die Patienten zum Arzt führen, gehören zu den „primären Kopfschmerzen“, also zu Beschwerden, die selbstständig und ohne Ursache auftreten. Hierzu zählen auch die oben genannten Beispiele wie Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen. Die zweite Gruppe umfasst Schmerzen, die infolge einer anderen Krankheit auftreten. Sie werden als „sekundäre Kopfschmerzen“ bezeichnet. Bei verschiedenen Erkrankungen kann es neben anderen Symptomen auch zu Kopfschmerzen kommen, die teilweise so quälend sind, dass sie im Vordergrund stehen, obwohl sie nicht die Ursache für die Erkrankung sind. Beispiele hierfür sind vielfältig und reichen von Infektionen über Verletzungen des Kopfes, Nebenwirkungen von Arzneimitteln oder anderen Stoffen sowie auch deren Entzug, Gefäßkrankheiten im Bereich des Kopfes oder Halses, Schäden von Gesichtsnerven oder der Halswirbelsäule, Gehirntumoren bis zu Erkrankungen von Hals, Augen, Ohren, Nase, Nasennebenhöhlen und den Zähnen.   Wann sollten Sie zum Arzt gehen? Im Alter steigt das Risiko eines gefährlichen Kopfschmerzes an, während in jüngeren Jahren Migräne und Spannungskopfschmerz hauptsächlich auftreten. Wenn Sie Schmerzen in der Stirn oder dem Hinterkopf haben, die plötzlich aufkommen und sich verstärken, wenn Sie sich bewegen, sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Das gilt auch für Kopfschmerzen, die nicht aufhören oder ständig wiederkehren. Sind damit auch Schwindelgefühle und Erbrechen verbunden, können ernste Erkrankungen vorliegen. Übrigens: Wenn Sie ein neues Medikament einnehmen und dadurch Kopfschmerzen erhalten, kann es sein, dass Sie den Wirkstoff nicht vertragen und einen anderen einnehmen müssen.

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  • Was kann man bei Rückenschmerzen tun?

    Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Fast die Hälfte der Bevölkerung in den westlichen Industrieländern leidet unter andauernden und wiederkehrenden Rückenschmerzen. Chronische Rückenschmerzen sind neben Herzerkrankungen der häufigste Grund für Erwerbsunfähigkeit und Frühverrentung. Statisch gesehen leiden Menschen aller Altersgruppen unter Rückenschmerzen. Wie entstehen Rückenschmerzen? Die Wirbelsäule ist das Zentrum unserer Bewegungen. Sie koordiniert fast alle Bewegungsvorgänge des menschlichen Körpers. Nicht selten ist sie großen Belastungen ausgesetzt. Das in der Wirbelsäule vorhandene Rückenmark beinhaltet als Teil des zentralen Nervensystems alle Nerven, die vom Gehirn in den Körper verlaufen. Obwohl sie unter Dauerbelastung steht, hat sie sich ein hohes Maß an Selbstheilungskraft bewahrt. Die allermeisten Formen von Rückenschmerzen, an denen man erkrankt, verschwinden wieder ohne Therapie und alleine durch die Selbstheilungskraft der Wirbelsäule. Jedoch führen Fehlstellungen, einseitige Belastungen oder altersbedingter Verschleiß zu dauerhaften Beschwerden, die orthopädisch behandelt werden müssen. Hier schafft es die Wirbelsäule nicht mehr alleine. pixabay - mohamed-hassan Wie entstehen Rückenschmerzen? In vielen Fällen entstehen Rückenschmerzen über einen längeren Zeitraum durch Bewegungsmangel und sitzende Lebensweise bzw. Tätigkeit. Aber auch sportlich aktive Menschen können plötzlich, etwa durch einen Bandscheibenvorfall, starke, stechende oder lähmende Schmerzen im Rücken bekommen. Bei den Ursachen für Rückenschmerzen kristallisieren sich verschiedene Risikogruppen und Gründe für das Auftreten heraus: ·         Muskelverspannung und Fibromyalgien ·         Schäden an den Bandscheiben ·         Bandscheibenvorfälle ·         Osteoporose ·         Spinalkanalstenose  Am weitesten verbreitet sind die Muskelverspannungen. Mehr als zwei Drittel aller Rückenleiden gehen auf diese Ursache zurück. Unterschiedliche Rückenschmerzen Eine sehr verbreitete Bezeichnung für akute, plötzlich auftretende Schmerzen in der Lendenwirbelsäule ist der allgemein bekannte Hexenschuss. Er trifft uns aufgrund von einfachen Muskelverspannungen bis hin zu degenerativen Veränderungen an den Bandscheiben und Wirbelgelenken. Er ist weit verbreitet, harmlos, aber dennoch schmerzhaft und kann in jedem Alter auftreten. Trotzdem werden die Schmerzen, die er mit sich bringt, als sehr einschränkend wahrgenommen. Betroffene Personen haben Probleme, sich aus der gebückten Haltung aufzurichten und leiden unter starken Muskelverspannungen. Ein weiterer weit verbreiteter Schmerz ist der Ischiasschmerz. Er entsteht, wenn es zu einer Einklemmung des Ischiasnervs kommt. Er ist der längste und dickste Nerv im menschlichen Körper und verläuft von der Lendenwirbelsäule bis in die Beine. Bei einer Reizung oder Einklemmung kann es sein, dass die Schmerzen vom unteren Rücken bis in die Zehenspitzen strahlen. Gehen Sie bei anhaltenden Rückenschmerzen, die Sie länger als eine Woche plagen, zu Ihrem Hausarzt oder Orthopäden. Er ist der richtige Ansprechpartner bei Rückenschmerzen. Geht der Schmerz durch eine Änderung der Haltung nicht zurück und ist er sogar mit Atembeschwerden oder Darm- und Blasenproblemen verbunden, ist eine therapeutische Behandlung notwendig.

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  • Schwerhörigkeit im Alter – Was kann man tun?

    Bei Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) handelt es sich um eine oft beidseitige und langsam fortschreitende Verschlechterung des Hörvermögens im Innenohr, die anfangs vor allem die hohen Frequenzen betrifft. Sie tritt häufig ab dem 50. Lebensjahr auf. Jeder Fünfte in Deutschland im Alter zwischen 65 und 74 Jahren ist betroffen. Ursachen für Altersschwerhörigkeit - Warum nimmt das Hörvermögen ab? •   Verschleißerscheinungen im Innenohr •   Beeinträchtigungen von Hörnerv und Hörzentrum •   Belastung durch Umgebungslärm •   Vorerkrankungen, z.B. Bluthochdruck, Diabetes •   häufige Mittelohrentzündungen •   hoher Cholesterinspiegel •   bereits bestehende Ohrgeräusche, z.B. Tinnitus •   Hörsturz •   Einfluss von Medikamenten •   Genetische Veranlagung •   Rauchen •   Übergewicht •   Ungesunder Lebenswandel, Stress Die Symptome - Erste Anzeichen für eine Altersschwerhörigkeit Anfangs fällt es oft gar nicht so deutlich auf, dass das Hörvermögen nachlässt. Die Haarzellen in den Ohren nutzen sich altersbedingt ab und akustische Reize können nicht mehr so deutlich wahrgenommen werden. Dadurch fällt es z.B. bei Hintergrundgeräuschen schwerer, einer Unterhaltung zu folgen. Es wird nicht mehr alles genau verstanden und man hat das Gefühl die anderen Menschen oder auch die Personen im Fernseher oder im Radio sprechen undeutlich oder zu leise. Das hat zur Folge, dass man immer häufiger nachfragen muss oder den Fernseher immer lauter einstellen muss. Telefon oder Türklingel, aber auch kleine Nebengeräusche oder Naturgeräusche werden häufig nicht mehr gehört. Tiefere Töne z.B. Straßenlärm oder auch Musik können plötzlich als sehr laut empfunden werden. pixabay - Clker-Free-Vector-Images Was tun bei vermindertem Hörvermögen? Wenn Sie die oben genannten Symptome bei sich oder einem Angehörigen bemerken, sollte ein Hals- Nasen-Ohrenarzt zu Rate gezogen werden. Durch einen Hörtest kann er das Hörvermögen testen, sowie die möglichen Ursachen für den Hörverlust mit Ihnen abklären. Verschreibt er ein Hörgerät, ist dieses von der Krankenkasse mit zu finanzieren. Ein spezialisierter Hörgeräteakustiker kann Sie dann eingehend und individuell beraten. Moderne Hörgeräte sind klein und unauffällig, trotzdem leistungsstark und sie können die Lebensqualität erheblich verbessern. Gehirn und Gehör lernen wieder miteinander zu kommunizieren, das noch bestehende Hörvermögen kann meist erhalten werden. Ein Cochlea-Implantat empfiehlt sich als Alternative zum Hörgerät, insbesondere dann, wenn herkömmliche Hörhilfen keine oder nur eine geringe Besserung bringen. Es wird operativ eingesetzt und übernimmt die Funktion der Hörschnecke (Cochlea). Neben technischen Hilfsmitteln wie Weckhilfen, Türklingel - und Telefonverstärkern werden ergänzend auch Hörtrainings und Schulungen zum Lippenlesen angeboten. Auch eine psychotherapeutische Unterstützung kann sehr hilfreich sein, wenn die Betroffenen unter der Situation und unter sozialem Rückzug leiden. Mögliche Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit •   eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit, die zwischenmenschlichen Kontakte können in Mitleidenschaft gezogen werden •   eingeschränktes Verstehen von wichtigen Dingen im Alltag •   eingeschränktes Wohlbefinden und eingeschränkte Lebensqualität •   Frustration •   Scham •   Rückzug und Einsamkeit •   Angstzustände, Panik •   Depression •   Anspannung •   erhöhter Blutdruck •   Übermüdung •   Unterforderung des Gehirns durch Reizarmut, höheres Risiko für eine Demenzerkrankung Wie kann man Altersschwerhörigkeit vorbeugen? •   Meiden Sie dauerhaften Lärm oder tragen Sie einen Gehörschutz •   Kultivieren Sie einen gesunden Lebensstil mit einer gesunden ausgewogenen Ernährung •   Verzichten Sie auf Nikotin •   Schützen Sie ihre Ohren, tragen Sie z.B. bei kaltem Wetter eine Mütze •   Achten Sie auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und lassen Sie Stoffwechselerkrankungen behandeln  

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  • Pflegefall – was nun? Ihre Schritt für Schritt Anleitung

    Tritt ein Pflegefall in der Familie ein, sind oft sowohl der Pflegebedürftige selbst als auch die nahen Angehörigen mit der neuen Situation überfordert.   Unser Wegweiser zeigt Ihnen die wichtigsten ersten Schritte, um Ihre Ansprüche geltend zu machen und die für alle Betroffenen bestmögliche Betreuungsform zu finden.   @Elke Orth   1. Schritt - Pflegegrad beantragen   2. Schritt - Die richtige Pflegeform wählen 3. Schritt - Rechtliches klären Feststellung des Pflegegrades und Beantragung des Pflegegeldes Um im Pflegefall schnellstmöglich die Ansprüche an die Pflegekasse geltend zu machen, ist es notwendig den Pflegegrad feststellen zu lassen. Denn, der Leistungsanspruch wird erst mit dem Monat der Antragstellung wirksam und es ist nicht möglich diesen rückwirkend geltend zu machen.   Begutachtung für die Einteilung in einen Pflegegrad Ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse auf Leistungen aus der Pflegeversicherung genügt, um den Anspruch geltend zu machen.   Ein Pflegeberater nimmt anschließend Kontakt zum Pflegebedürftigen auf und kümmert sich um die weiteren Schritte.   In der Regel folgt daraufhin ein Termin mit einem Mitarbeiter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), welcher den Antragsteller zu Hause besucht und die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor Ort feststellt. Aufgrund seiner Empfehlung erfolgt die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade.   Es ist hilfreich sich auf diesen Termin mithilfe eines zuvor geführten Pflegetagebuchs vorzubereiten. Auch sollte der Pflegebedürftige keine Scheu haben seine Defizite offen darzulegen, da nach diesen die Situation beurteilt wird. Scham und eine beschönigende Darstellung der Fähigkeiten können an dieser Stelle zu einer für den Antragsteller benachteiligenden Einschätzung führen.   Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es? Im Vorfeld gilt es zu überlegen, welche Art der Pflege im eintretenden Fall möglich ist.   Gibt es Angehörige, die die Betreuung des Pflegebedürftigen übernehmen können? Und wenn ja, in welchem Ausmaß wäre dies machbar? Ist es mit Familie und Beruf vereinbar?   Fragen über Fragen, die es zu klären gibt. Wichtig ist, dass hier alle Betroffenen offen über die neue Situation sprechen und gemeinsam entscheiden, welche Pflegeform für alle Beteiligten am besten ist.   pixabay - geralt Häusliche Pflege Bei der häuslichen Pflege bleibt der Pflegebedürftige in seinem häuslichen Umfeld oder zieht in den Wohnraum der pflegenden Person. Die Betreuung wird von Familienmitgliedern oder nahestehenden Bekannten übernommen.   Ambulante Pflege Auch in der ambulanten Pflege wohnt die pflegebedürftige Person weiterhin im gewohnten Umfeld und wird von Angehörigen versorgt. Zusätzlich werden die Familienmitglieder jedoch von einem ambulanten Pflegedienst bei der Pflege unterstützt. Dieser kommt zu vereinbarten Zeiten und übernimmt diverse Tätigkeiten in der Betreuung des Patienten.   Teilstationäre Pflege Können Angehörige aufgrund der eigenen Berufstätigkeit oder anderer Verpflichtungen die notwendige Pflege nicht komplett übernehmen, bietet die teilstationäre Pflege eine gute Möglichkeit Beruf und Betreuung mit fremder Hilfe zu meistern.   Der Pflegebedürftige wird vorwiegend zu Hause versorgt und verbringt lediglich einige Stunden des Tages in einer Pflegeeinrichtung. Auch eine Betreuung über Nacht ist möglich.   Die teilstationäre Pflegeeinrichtung übernimmt, sofern es notwendig ist, auch die Abholung und den Rücktransport des Patienten.   Vollstationäre Pflege Die vollstationäre Pflege sieht die stationäre Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung vor.   Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem vorhandenen Pflegegrad und liegen in vielen Fällen unter den tatsächlichen Kosten für die Betreuung der Patienten. Die Differenz zur vollstationären Betreuung muss vom Pflegebedürftigen selbst übernommen werden.   INFO: Seit dem Jahr 2017 haben Pflegebedürftige unabhängig vom jeweiligen Pflegegrad und ungeachtet der Möglichkeit der häuslichen Versorgung, Anspruch auf eine vollstationäre Pflege. Rechtliches klären und für die Zukunft vorsorgen Manche Familien haben bereits frühzeitig die rechtliche Vertretung für den Pflegefall bestimmt. Viele Familien trifft solch ein Ereignis allerdings unvorbereitet. Es gibt dennoch verschiedene Möglichkeiten auch nach dem Eintritt eines Pflegefalles innerhalb naher Verwandten Vorsorge zu treffen.   VorsorgevollmachtDiese ermächtigt eine ausgewählte Person die Angelegenheiten des Vollmachtgebers zu übernehmen. BetreuungsverfügungHiermit kann geregelt werden, wer im Falle einer Betreuungsnotwendigkeit diese Aufgabe übernehmen darf. PatientenverfügungIn der Patientenverfügung kann der Vollmachtgeber eine Person bestimmen, die im Notfall über die weiteren medizinischen Schritte bestimmen darf. TestamentDas Testament enthält den letzten Willen des Patienten und regelt die Erbfolge.   pixabay - andibreit  Plötzlich Pflegefall – Wer zahlt? Tritt innerhalb der Familie plötzlich ein Pflegefall ein, stellt sich meist die Frage, wer für die zusätzlichen Kosten aufkommt. Die Adaptierung der Wohnräume, notwendige Anschaffungen, die dem Pflegebedürftigen das Leben erleichtern und diverse Pflegeprodukte kosten Geld. Ein Großteil der Betroffenen ist auf die plötzlich auftretenden Ausgaben nicht vorbereitet. Um Pflegebedürftigen die notwendige und bestmögliche Betreuung zu ermöglichen, hat die Regierung das Pflegestärkungsgesetz verabschiedet, welches laufend an die sich ändernden Bedürfnisse angepasst wird. Pflegebedürftige haben daher je nach anerkanntem Pflegegrad Anspruch auf zahlreiche Leistungen aus der Pflegeversicherung. Unterschieden wird hierbei zwischen Geld- und Sachleistungen. Geldleistungen stehen für das Pflegegeld, welches jeder Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad zwischen 2 und 5 erhält. Sachleistungen hingegen beinhalten die Unterstützung eines professionellen Pflegedienstes. Mit welchen Leistungen unterstützt die Pflegeversicherung im Pflegefall? Pflegegrad Geldleistungen Sachleistungen Sachleistungen bei vollstationärer Pflege 1 € 0 € 0 € 125 2 € 316 € 689 € 770 3 € 545 € 1.298 € 1.298 4 € 728 € 1.612 € 1.775 5 € 901 € 1.995 € 2.005   Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und Leistungen aus der Pflegeversicherung können Sie in unserem Ratgeber nachlesen. Zur ersten Einschätzung der Pflegebedürftigkeit hilft unser kostenloser Pflegegradrechner.   Quellenangaben BundesgesundheitsministeriumKrankenkassenzentrale      

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  • Thrombose – die unterschätzte Gefahr

    Thrombose ist eine durch ein Blutgerinnsel hervorgerufene Verstopfung eines Gefäßes und zählt zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Rund ein Viertel aller von Thrombose betroffenen Menschen stirbt an den Folgen der Erkrankung.   Sie denken Thrombose ist eine Alterskrankheit? Falsch gedacht, Blutgerinnsel betreffen nicht nur ältere Menschen. Diese gefährliche Gefäßerkrankung kann auch bereits in jungen Jahren auftreten. Vorerkrankungen, Unfälle, Operationen und Auftreten in der Familie können das Risiko erhöhen.   Venenerkrankungen sind eine weitere Zivilisationskrankheit, die mitunter auf eine ungesunde Lebensweise und Bewegungsmangel zurückzuführen ist.   pixabay - geralt Was ist Thrombose? Wenn durch ein Blutgerinnsel eine Vene oder Arterie im menschlichen Körper verstopft wird, spricht man von Thrombose.   Bei Verletzungen ist unser Körper in der Lage das sonst flüssige Blut gerinnen zu lassen, um die Blutung zu stoppen. Bei einem Blutgerinnsel passiert das Gleiche nur ohne vorhandene Verletzung im Inneren des Körpers. Hier sammeln sich Blutplättchen an der Venenwand und wachsen mit der Zeit zu einem Thrombus heran. Dieser kann in Folge die Gefäße verengen oder auch ganz verschließen.   In manchen Fällen löst sich der Thrombus von der Gefäßwand und wandert mit dem Blutstrom in Richtung des Herzens, wo er einen Herzinfarkt auslösen kann. Wo entsteht eine Thrombose? In der Regel sammeln und stauen sich die Blutplättchen in den Venen, da aufgrund der vorhandenen Venenklappen eine Ansammlung fester Bestandteile im Blut begünstigt wird.   In den meisten Fällen entstehen Thrombosen in den Venen der Unter- und Oberschenkel. Es ist jedoch auch möglich, dass Blutgerinnsel in allen Venen des Körpers wachsen können.   Bei einer bereits zuvor geschädigten Gefäßinnenwand kann eine Thrombose jedoch auch an jeder anderen Stelle im Körper entstehen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Thrombose zu erkranken signifikant an.   Was passiert, wenn das Blutgerinnsel wandert? Löst sich ein Thrombus von der Gefäßwand und wandert mit dem Blut weiter, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.   Eine Venenthrombose im Bein hat im schlimmeren Fall das Absterben der Extremität zur Folge. Wandert das Blutgerinnsel und setzt sich an einer anderen Stelle im Körper fest, kann dies weitaus tragischer enden. Was ist der Unterschied zwischen Venen und Arterien? Es gibt zwei verschiedene Arten von Blutgefäßen in unserem Körper – Venen und Arterien. Doch was unterscheidet diese beiden voneinander?   Arterien versorgen unseren Körper mit Sauerstoff und den notwendigen Nährstoffen und pumpen diese vom Herzen in unsere Organe und die Extremitäten.   Die Venen hingegen transportieren das sauerstoffarme Blut vom Körper wieder zurück zum Herzen. Da sie das Blut gegen die Schwerkraft befördern müssen, haben sie Venenklappen, welche verhindern, dass das Blut wieder zurückfließt.   Das Blut in den Arterien ist aufgrund der höheren Sauerstoffsättigung heller als das Blut in den Venen.   pixabay - 10918156 Die zwei Arten der Thrombose – venös und arteriell Ein Thrombus kann sowohl in den Venen als auch in den Arterien zu einer Thrombose führen.   Bleibt die Ansammlung der Blutplättchen in der Vene und verschließt mit der Zeit das Gefäß, handelt es sich um eine venöse Thrombose.   Wenn sich das Blutgerinnsel allerdings von der Gefäßwand löst und wandert, ist es möglich, dass es über das Herz in die Arterien gelangt und auch dort einen Gefäßverschluss verursacht.   In diesem Fall spricht man von einer arteriellen Thrombose. Venöse Thrombose In der Regel beginnt eine Venenthrombose in den Beinen oder dem Becken. Wandert das Blutgerinnsel weiter die Vene hinauf, kann sie sich unter Umständen auch in der Lunge festsetzen, was zu einer Lungenembolie führen kann.   Mögliche Anzeichen einer Venenthrombose: Schmerzen und Schwellungen in den Beinen. Verfärbungen der Beine. Atembeschwerden. Abgeschlagenheit und Unwohlsein. Abklingen der Beschwerden bei aufrechter Körperhaltung und im stehenden Zustand. Arterielle Thrombose Betrifft die Thrombose eine Arterie kann dies eine Unterversorgung der betroffenen Körperteile mit Sauerstoff zur Folge haben. Durch die Verengung oder gar Verschließung der Arterien werden bestimmte Bereiche im Körper nicht mehr genügend mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, was unter Umständen tödlich sein kann.   Mögliche Symptome einer arteriellen Thrombose: Augenflimmern oder andere Sehstörungen Lähmungserscheinungen Sprachstörungen Schwindel Bewusstseinstrübung und Ohnmachtsanfälle Gefahren einer Thrombose Wandert ein Blutgerinnsel und setzt sich an anderen Stellen im Körper fest, kann dies zu plötzlichen lebensbedrohlichen Situationen führen.   Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge) Herzinfarkt (Blutgerinnsel im Herzen) Schlaganfall (Blutgerinnsel im Gehirn) Ursachen für die Entstehung von Thrombose Eine Thrombose kann aufgrund vielerlei Ursachen entstehen. Meist gibt es lange keine Anzeichen oder mögliche Symptome werden falsch interpretiert und oft wird ein vorhandenes Blutgerinnsel erst relativ spät entdeckt.   Neben erblichen Faktoren können auch akute Verletzungen oder eine ungesunde Lebensweise die Entstehung einer Thrombose begünstigen.   Geschädigte Gefäßwände aufgrund von Verletzungen Operationen Diabetes Altersbedingte Venenschwäche Tumore oder andere Veränderungen, die Venen und Arterien betreffen Hormonelle Verhütungsmittel wie die Anti-Baby-Pille Eine bestehende Schwangerschaft Blutgerinnungsstörungen Bestimmte Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen Rauchen Bewegungsmangel Neigung zu Krampfadern Bettlägerigkeit, Gipsverbände oder Langstreckenflüge Wie bemerkt man eine Thrombose? Die verschiedenen Arten der Thrombose bringen auch unterschiedliche Symptome mit sich, die sich im Auftreten stark voneinander unterscheiden können.   In der Regel wird die arterielle Thrombose von heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen begleitet, welche auch nicht durch Ruhigstellung der betroffenen Körperpartie gelindert werden können.   Auch eine Schwellung oder Verfärbung der Extremitäten kann ein Anzeichen für eine bestehende Thrombose sein.   Venenthrombosen hingegen können auch ohne nennenswerte Anzeichen auftreten. Aufgrund der fehlenden Symptomatik werden sie oft erst sehr spät diagnostiziert.  Medizinische Maßnahmen bei Thrombose Bei einem Akutfall bestimmt der behandelnde Arzt je nach Ausprägung und Ort der Thrombose die medizinische Behandlung. Dies kann entweder die Gabe bestimmter Medikamente, das Anlegen von Kompressen, eine operative Entfernung des Blutgerinnsels oder auch geeignete Bewegungstherapien umfassen.   Risikopatienten erhalten in den meisten Fällen blutverdünnende Medikamente, um der Blutgerinnung innerhalb der Gefäße vorzubeugen.   pixabay - geralt Thrombose vorbeugen – Was können Sie tun In den meisten Fällen könnte die Entstehung einer Thrombose vermieden werden.  Was können Sie also tun, um eine Thrombose vorzubeugen?   Bewegen Sie sich regelmäßig, am besten an der frischen Luft. Gehen sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, um etwaige Gefäßveränderungen frühzeitig zu erkennen. Verzichten Sie auf Nikotin und schränken Sie den Alkoholkonsum ein. Bei einer sitzenden Tätigkeit bringen Pausen und etwas Bewegung ihren Kreislauf wieder in Schwung und fördern die Durchblutung. Trinken Sie ausreichend, denn auch das beugt einer Blutgerinnung vor. Ernähren Sie sich gesund und vermeiden Sie Übergewicht. Thrombose bei pflegebedürftigen und bettlägerigen Patienten Eine oft unterschätzte Gefahr ist Thrombose vor allem bei Menschen, die aufgrund des Alters oder anderer Erkrankungen nicht mehr mobil sind und den Großteil des Tages im Bett verbringen. Daher sind pflegebedürftige Personen oder Patienten, die aufgrund einer Operation oder eines Liegegipses für einige Zeit ans Bett gefesselt sind besonders gefährdet.   In diesen Fällen sind spezielle therapeutische oder medikamentöse Therapien zu empfehlen, die der Entstehung von Blutgerinnseln entgegenwirken. Sprechen Sie am besten mit dem zuständigen Arzt über mögliche vorbeugende Maßnahmen.   Quellenangaben: GesundheitsinformationThromboseportal    

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  • Inkontinenzberatung – Die richtigen Ansprechpartner, wenn es unter die Gürtellinie geht

    Nach wie vor wird ungern über Inkontinenz gesprochen. Als Tabuthema abgestempelt, scheuen viele Betroffene den Gang zum Arzt und schämen sich dieses Problem anzusprechen.   Doch entgegen der allgemeinen Annahme sind sie nicht allein. Weltweit sind etwa 200 Millionen Menschen betroffen. Eine unglaubliche Zahl, nicht wahr?   pixabay - geralt Inkontinenz betrifft weitaus mehr Menschen als Sie denken Aus bisher veröffentlichten Statistiken geht hervor, dass allein in Deutschland rund 10 Millionen Menschen an einer mehr oder minder starken Form der Inkontinenz leiden. Da sich nach wie vor ein Großteil der Betroffenen dafür schämt und nicht öffentlich darüber spricht, liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.   Viele an Blasenschwäche leidende Menschen suchen erst nach einem langen Leidensweg einen Arzt auf. Aus Scham versuchen sie die Symptome zu verbergen, ziehen sich zurück und suchen erst nach langer Zeit Hilfe.   Weitere Infos zu den verschiedenen Formen der Inkontinenz finden Sie in unserem Ratgeber. Schämen Sie sich nicht Sich bei Inkontinenz Hilfe zu suchen ist für viele Betroffenen oft sehr schwer. Sie fühlen sich bloßgestellt und vermeiden die direkte Ansprache des Problems. Über die Symptome und Ausprägung der Blasenschwäche zu sprechen ist mitunter unangenehm, hilft jedoch bei der Behandlung und erleichtert den Umgang damit.   Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte haben tagtäglich mit Inkontinenz und deren Begleiterscheinungen zu tun und sind es gewohnt darüber zu sprechen. Es ist ihre Aufgabe aufzuklären und den Betroffenen die bestmögliche Behandlung und Therapie zu ermöglichen.   Sie empfinden weder Ekel noch haben sie Berührungsängste, wenn es um dieses Thema geht.   Scheuen Sie sich also nicht mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Pflegepersonal über Ihre Inkontinenz oder der Ihres Angehörigen zu sprechen. Wo finden Sie Hilfe? Für Betroffene und pflegende Angehörige gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Inkontinenz Ratgebern, die mit praktischen Hinweisen über das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz aufklären und Tipps zum Umgang mit dem Betroffenen geben.   Die Pflegestützpunkte der Pflegekassen bieten Hilfestellungen und Beratung an. Über das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten pflegende Angehörige kostenlos eine vertrauliche Beratung durch Experten. Auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit gibt Auskunft zu rechtlichen Themen. Zudem gibt es deutschlandweit mehr als 1300 zertifizierte ärztliche Beratungsstellen, die über die Deutsche Kontinenz Gesellschaft abrufbar sind.   pixabay - mohamed-hassan   Weitere Ansprechpartner finden Betroffene in Apotheken, Sanitätshäusern für Pflegebedarf und Krankeneinrichtungen.   Diverse Anlaufstellen für Personen mit einer Harn- oder Stuhlinkontinenz bieten eine anonyme Beratung, welche entweder telefonisch oder auch online möglich ist. Inkontinenzberatung in der Apotheke Apotheker sind bestens ausgebildet im Bereich der Pharmazie und Experten auf ihrem Gebiet. Sie geben gerne Auskunft über die verschiedensten Inkontinenzhilfsmittel und beraten in Bezug auf mögliche homöopathische Zusatzmaßnahmen.   Zudem wird über die verschiedenen Inkontinenzformen aufgeklärt und Empfehlungen für etwaige Behandlungsmöglichkeiten gegeben.   Ein Beratungsgespräch zum Thema Inkontinenz wird in der Regel in einem separaten Raum unter vier Augen geführt, um die notwendige Diskretion zu wahren und dem Betroffenen die notwendige Sicherheit zu geben.   In einer geschützten Atmosphäre finden von Blasenschwäche betroffene Menschen und deren Angehörige die Gelegenheit mit kompetenten Fachleuten über dieses unangenehme Thema offen zu sprechen.   Finden Sie die richtigen Inkontinenzhilfsmittel mit unserem Leitfaden. Inkontinenzberatung in der häuslichen Pflege Menschen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen sind oft mit der Situation überfordert. Kommt Inkontinenz ins Spiel stoßen viele Menschen schnell an ihre Grenzen.   Hier ist Einfühlungsvermögen gefragt. Speziell ausgebildete Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und staatlich geführten Pflegestützpunkten schulen und unterstützen private Pflegepersonen in der Pflege Ihrer Angehörigen.   Doch auch pflegebedürftige Personen selbst haben die Möglichkeit sich mit einem Experten auf diesem Gebiet über ihre Ängste und Sorgen zu unterhalten.   Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bieten die Möglichkeit zum Austausch. Betroffene Personen erkennen, dass sie mit diesem Problem nicht allein sind und öffnen sich leichter diesem Thema.   Es ist vor allem auch für die betreuenden Personen wichtig, sich über Inkontinenz zu informieren. Sich Hilfe zu holen bedeutet nicht zu versagen. Ganz im Gegenteil, durch geeignete Schulungen und Hilfsmittel wird der Umgang mit den Symptomen der Inkontinenz sowohl für die pflegende Person als auch für den Patienten wesentlich erleichtert. Inkontinenz in einer Pflegeeinrichtung In der professionellen Pflege gibt es spezielle Richtlinien für den ethischen Umgang mit Inkontinenz und den daraus resultierenden Symptomen.   Angefangen bei der würdevollen Versorgung des Patienten über die Aufklärung und angemessenen Kommunikation bis hin zur seelischen Unterstützung.   Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen haben eine fundierte Ausbildung unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze und der Aufrechterhaltung der Würde des Patienten. Versorgung mit Inkontinenzprodukten Da Inkontinenz eine von der WHO anerkannte Krankheit ist, haben Betroffene Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Somit tragen diese die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen und die Grundversorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln.   Für eine Kostenübernahme ist allerdings eine ärztliche Verordnung notwendig. Besuchen Sie unseren Shop und finden Sie die richtigen Inkontinenzeinlagen für Ihre Bedürfnisse – Hilfsmittelprofi.   Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl geeigneter Produkte. Sprechen Sie uns an, unsere Fachberater sind von Montag bis Freitag von 09 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 0621 391 56 57 23 für Sie erreichbar.   Quellenangaben Bundesministerium für FamilieKontinenz-Gesellschaft    

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  • Altersarmut – das sollten Sie wissen

    Immer mehr Deutsche über 65 Jahren gelten als arm oder armutsgefährdet. Frauen sind besonders betroffen, weil ihre Erwerbsbiografien häufiger unterbrochen sind als die von Männern. Die Zahl derjenigen Menschen, die in Deutschland von Arbeitsarmut betroffen sind, steigt jährlich. Mit 19,5 Prozent aller Rentnerhaushalte ist mittlerweile jeder fünfte Haushalt armutsgefährdet. pixabay - Wolfgang Eckert  Wie kann man Altersarmut vermeiden? Am besten vor Altersarmut schützen können sich Frauen, indem sie ihre Absicherung möglichst früh in die eigenen Hände nehmen. Dabei gilt der Rat an junge Frauen, nicht darauf zu vertrauen, dass schon alles gut wird, sondern frühzeitig zu handeln. Nicht nur beruflich, sondern vor allem in Sachen Rente sollten Frauen auf eigenen Beinen stehen, raten Experten. Anfangs kleine Beträge zu sparen, kann sich im Alter lohnen. Altersarmut bei Frauen Besonders betroffen von Altersarmut sind Frauen und Witwen. Die Gründe dafür sind eindeutig. Lange Babypausen, das Zurücktreten für die Familie und dadurch unterbrochene Karrieren wirken sich im Alter deutlich finanziell aus. Frauen sind daher oftmals schlechter abgesichert als Männer. Hinzukommt die Witwenrente, die deutlich geringer ausfällt als die volle Rente eines Ehepartners. Was ist die Grundsicherung? Doch selbst wenn heutzutage vor allem junge Frauen darauf hingewiesen werden, frühzeitig an die Rente zu denken, ist dies nicht die Lösung für ältere Frauen. Häufig sind diese bereits in Rente und stellen fest, dass diese nicht ausreicht, um sorgenfrei den Lebensabend zu begehen. Daher empfiehlt die deutsche Rentenversicherung, bei einem Monatseinkommen von weniger als 838 Euro einen Anspruch auf „Grundsicherung im Alter“ prüfen zu lassen. Mit dieser Leistung unterstützt der Staat diejenigen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zufolge lag der durchschnittliche Bedarf 2015 bei 785 Euro. Die Höhe der bewilligten Unterstützung variiert, weil das Existenzminimum für jeden Antragsteller individuell berechnet wird und dabei zum Beispiel auch der Wohnort eine Rolle spielt. Ende 2017 erhielten rund 544.000 Rentnerinnen und Rentner mit Kleinstrente die Grundsicherung. Dabei ist die Zahl der Bedürftigen noch viel höher. Gerade ältere Menschen scheuen sich jedoch davor, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen – aus Scham oder aus Sorge, ihre Kinder könnten zur Kasse gebeten werden. Doch diese Sorge ist unberechtigt: Die Grundsicherung wird unabhängig vom Einkommen der Kinder gewährt – es sei denn, die Kinder verdienen mehr als 100.000 Euro im Jahr.

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  • Eiweißmangel – was tun?

    Neben Kohlenhydraten und Fetten zählt Eiweiß zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Ernährung. Es hilft dabei, kranke Zellen in unserem Körper zu reparieren und neue aufzubauen. Dabei haben Menschen einen unterschiedlichen Bedarf. Dieser hängt ganz davon ab, wie fit man ist und wie häufig man sich bewegt. Als Faustregel gilt: Ein erwachsener Mensch benötigt etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Doch Vorsicht! Wenn man zu viel Eiweiß zu sich nimmt, kann der Körper übersäuern. Diese Übersäuerung ist jedoch nicht so schädlich wie der Eiweißmangel. pixabay - mcmurryjulie Welche Auswirkungen hat in Eiweißmangel? Ein Eiweißmangel bedeutet, dass der Körper weniger Eiweiß zur Verfügung hat, als er benötigt. Auf diese Weise werden Körperzellen beschädigt. Die Symptome eines Mangels sind häufig recht unspezifisch und wirken sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus. Diese Symptome können vereinzelt, aber auch in ihrer Gesamtheit auftreten:         Abnahme von Muskelmasse, weil der Körper bei einem Mangel auf die Proteine im Muskelgewebe zugreift.         Wassereinlagerungen im Körper, da das Eiweiß im Normalfall dabei hilft, das Wasser abzubauen. Bei einem Mangel kommt es zu Schwellungen.         Schwächung des Immunsystems.         Heißhungerattacken: Proteine sorgen für einen stabilen Blutzuckerspiegel. Wenn der Körper nicht mehr genug Eiweiß zur Verfügung hat, kann der Wert schwanken. Es folgen Heißhungerattacken.         Gestörte Wundheilung: Wenn ein Mensch nicht genug Eiweiß aufnimmt, kann das die Wundheilung verlangsamen.         Äußere Erscheinungformen wie Haarausfall, Falten und Augenränder.   Ein Eiweißmangel kann sich aber auch auf die Psyche auswirken:         Unzufriedenheit und Stimmungsschwankungen treten auf, ebenso wie Müdigkeit und Unkonzentriertheit.         Starke Mangelerscheinungen können sogar psychische Erkrankungen hervorrufen.  Suchen Sie bei einem Eiweißmangel Ihren Hausarzt auf! Versuchen Sie nicht, Ihren Eiweißhaushalt selbst in den Griff zu bekommen, sollten Sie einen Mangel bei sich vermuten. Suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie ihren Mangel medizinisch abklären. Ihr Hausarzt wird dann mit Ihnen zusammen eine Therapie konzipieren.

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  • Was ist Parkinson?

    Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems, an der in Deutschland mehr als 250.000 Menschen leiden. Die Erkrankung, die umgangssprachlich auch als „Schüttellähmung“ bezeichnet wird, wurde nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der diese Art der Bewegungsstörung 1817 erstmals beschrieben hat.  Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die bestimmte Bereiche im Gehirn betrifft. In diesen Gehirnbereichen kommt es durch das Absterben von Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin, einem der wichtigsten Botenstoffe im Körper, der dabei hilft, Bewegungen zu steuern.  pixabay - Gerd Altmann Symptome von Parkinson Parkinson lässt sich in seiner Frühphase nur schwer erkennen, da die Symptome eher unspezifisch sind und auf viele Krankheiten passen. Dennoch können Anzeichen von Parkinson schon Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten. Solche Parkinson-Frühsymptome sind:         REM-Schlaf-Verhaltensstörung         Geruchssinn ist vermindert oder fällt komplett aus (Hyposmie/Anosmie)         Schmerzen in Muskeln und Gelenken         die Arme schwingen vermindert beim Gehen mit         Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen etc. dauern länger als früher         Verstopfung         Sehstörungen         die Handschrift wirkt verkrampft         Depressionen         Müdigkeit, Abgeschlagenheit         Zittrigkeit         der Patient zieht sich zurück und vernachlässigt seine Hobbies   Die Krankheit entwickelt sich schleichend. Oft fallen die Symptome daher eher Angehörigen und Freunden auf als dem Patienten selbst. Die typischen Parkinson-Symptome treten meist zunächst nur auf einer Körperseite auf. Diese sind: verlangsamte Bewegungen bis hin zu Bewegungsarmut steife Muskeln Muskelzittern in Ruhe mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung   Behandlungsformen von Parkinson Die Parkinson-Therapie wird individuell an jeden Patienten angepasst, da jeder Krankheitsverlauft anders ist und in einem unterschiedlichen Tempo fortschreitet. Meistens wird Parkinson mit Medikamenten behandelt, wobei milde Symptome anfangs manchmal auch gar keine Therapie erfordern. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, hängt vor allem vom Alter des Patienten ab. Manchmal kann auch ein neurochirurgischer Eingriff sinnvoll sein - die sogenannte Tiefe Hirnstimulation. Hinzu kann eine individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Parkinson-Behandlung hinzukommen. Dazu gehören zum Beispiel Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Sinnvoll ist in jedem Fall, sich in einer speziellen Parkinson-Klinik behandeln zu lassen. Eine vollständige Heilung dieser Erkrankung gibt es derzeit nicht.

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  • Wer darf einen Schwerbehindertenausweis beantragen?

    Der Name täuscht etwas. Nicht nur Schwerbehinderte im allgemeinen Verständnis können einen solchen Ausweis beantragen, sondern auch Patienten mit anderen Erkrankungen. Vor allem Menschen, die auf Grund einer chronischen Krankheit oder einer körperlichen Behinderung in ihrer Lebensweise eingeschränkt sind, haben in unserem Gesundheitssystem das Recht, einen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis zu stellen. Doch welche Vorteile bringt dieser Ausweis und wann kann man ihn beantragen? pixabay - Clker-Free-Vector-Images Vorteile eines Schwerbehindertenausweises Folgende Vorteile werden Menschen, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen, teilweise je nach Art der Behinderung oder vollständig zugestanden: Parkerleichterungen auf Behindertenparkplätzen, teilweise kostenfreies Parken. Wer das Zeichen "G" und "B" im Ausweis darf sogar im eingeschränkten Halteverbot bis zu drei Stunden parken. Vergünstigungen beim öffentlichen Personennahverkehr. Erlass der Kraftfahrzeugsteuer. Personen mit einem B im Ausweis haben das Recht auf Begleitung im gesamten Personenverkehr. D.h. die Begleitperson fährt unentgeltlich mit. Eine besondere Form des Kündigungsschutzes. Anspruch auf jährlich 5 Tage Zusatzurlaub. Vergünstigungen bei der Besteuerung des Einkommens.   Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Leider ist die Antragstellung nicht einheitlich geregelt und variiert innerhalb Deutschlands. Im Normalfall kann der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Landratsamt oder der Kreisverwaltung gestellt werden. Hierzu geben in aller Regel die Stadt- und Gemeindeverwaltungen Auskunft, wie die Regelung jeweils vor Ort gehandhabt wird und welche Behörde letztlich für die Genehmigung zuständig ist.

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  • Harnwegsinfekt – eine schmerzliche Angelegenheit

    Mehr als jede zweite Frau leidet in ihrem Leben zumindest ein Mal unter einem Harnwegsinfekt. Männer sind meist erst im höheren Alter von dieser Erkrankung betroffen.   Somit gehört der Harnwegsinfekt zu der am häufigsten vorkommenden Infektionsart des Menschen.   pixabay - Mohamed Hassan   Was genau ist ein Harnwegsinfekt Bei einer Entzündung der Harnröhre spricht man von einem Harnwegsinfekt. Meist ist auch die Blase, in manchen Fällen sogar die Niere betroffen.   Hierbei gelangen Bakterien in die Harnröhre und führen zu Reizungen der Blasenschleimhaut. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Auslösern der Entzündung um Kolibakterien.   Der Körper versucht die Erreger wieder aus dem Körper zu schwemmen und produziert aus diesem Grund vermehrt Harn, daher spürt der Betroffene auch einen ständigen Harndrang.   Aufgrund der Entzündung und des andauernden Harndranges kommt es zu Krämpfen der Harnröhre und der Blase, was zu starken Schmerzen im Unterleib führen kann. Harnwegsinfekt beim Mann Männer sind weitaus seltener von einem Harnwegsinfekt betroffen als Frauen. Da sie eine längere Harnröhre haben, wird den Erregern das Aufsteigen in die oberen Harnwege und die Blase erschwert.   Erst im fortgeschrittenen Alter, wenn sich die Prostata vergrößert und eventuell die Harnwege des Mannes verengen, verbleibt häufig noch ein Restharn in der Blase. Dies kann Infektionen begünstigen. Harnwegsinfekt bei der Frau Frauen haben aufgrund ihrer Anatomie ein vielfach höheres Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken als Männer. Die Harnröhre der Frauen ist kürzer, so gelangen Krankheitserreger und Bakterien viel schneller in den Körper und können sich dort einnisten. Welche Symptome treten bei einem Harnwegsinfekt auf Erste Anzeichen eines Harnwegsinfektes sind vor allem ein übermäßiger Harndrang, obwohl die Blase leer ist und ein Brennen beim Urinieren. Auch ein starker Juckreiz im Bereich der Harnröhre und Unterleibsschmerzen können auf eine Infektion hindeuten. Zudem kommt es zu einem üblen Geruch und einer Trübung des Harns.   Bei einer fortgeschrittenen Infektion kann mitunter auch Blut im Urin vorkommen Einige Fälle eines Harnwegsinfektes verlaufen jedoch auch völlig beschwerdefrei und der Betroffene merkt oft erst sehr spät oder gar nichts davon.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten und die Nieren in Mitleidenschaft gezogen, wird der Patient auch oft von Fieber, Schüttelfrost und starken Flankenschmerzen geplagt. Sogar Übelkeit und Erbrechen sind möglich.   Die Symptome im Überblick: Übermäßiger Harndrang Juckreiz Brennen beim Wasserlassen Unterleibsschmerzen Unangenehmer Geruch des Urins Trübung des Harns Blut im Urin Vorübergehende Inkontinenz Fieber Schüttelfrost Flankenschmerzen Übelkeit Erbrechen Eitriger Ausfluss Was tun, wenn die ersten Anzeichen auftreten Bemerken Sie erste Anzeichen, die auf einen Harnwegsinfekt hindeuten, trinken sie ausreichend, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen und halten Sie ihren Unterleib warm.   Unterstützend kann ein spezieller Blasentee mit harntreibender Wirkung aus der Apotheke verwendet werden. Hausmittel oder Arztbesuch?   Immer wieder hört man von diversen Hausmitteln, die bei einem Harnwegsinfekt wahre Wunder wirken sollen. Cranberry Saft, viel trinken, Blasentees und der Verzicht auf Kaffee und Alkohol können eine Ausbreitung der Bakterien und Keime verhindern. pixabay - geralt Bei anhaltenden Beschwerden oder Komplikationen sollte auf jeden Fall ein Arzt zurate gezogen werden.   Ist die Infektion bereits weiter fortgeschritten, ist in den meisten Fällen eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich. Unterstützend können die genannten Hausmittel jedoch eingenommen werden.   Doch Antibiotika ist nicht gleich Antibiotika. In vielen Fällen ist eine genaue Identifikation der Erreger notwendig, um das richtige Antibiotika zu verschreiben. Eine Antibiotikatherapie dauert in der Regel acht Tage, in Ausnahmefällen auch etwas länger. Ist eine Harnwegsinfektion ansteckend? Ja, grundsätzlich ist eine Harnwegsinfektion ansteckend. Auch wenn die Übertragung meist auf anderen Wegen stattfindet, können die Keime durch Sex oder die gemeinsam genutzte Toilette übertragen werden.   Aus diesem Grund ist besonders im Falle einer Infektion auf äußerste Hygiene zu achten, um seine Mitmenschen nicht anzustecken.   Im Normalfall wird auch der Partner des Patienten mitbehandelt, um die wiederholte Ansteckung zu vermeiden. Besonders bei Männern bleibt ein Harnwegsinfekt oft unbemerkt, was eine neuerliche Ansteckung nach einer erfolgreichen Therapie begünstigen kann. Ursachen Ein Harnwegsinfekt kann durch viele Faktoren begünstigt werden und es gibt verschiedene Möglichkeiten sich anzustecken.   In den meisten Fällen wird ein Infekt durch Darmbakterien ausgelöst. Dies geschieht vor allem wenn Frauen nach dem Stuhlgang von hinten nach vorne wischen und so die Kolibakterien direkt in Richtung Harnröhre streichen. Doch auch durch sexuelle Praktiken können Erreger in die Harnwege gelangen.   Ein weiteres Risiko birgt der Aufenthalt im Krankenhaus. Auch wenn im Spital höchst penibel auf Hygiene geachtet wird, sind hier doch die meisten Krankheitserreger vorhanden. Speziell beim Legen eines Katheters oder bereits vorhandener Inkontinenz kann es passieren an einer Harnwegsinfektion zu erkranken.   Möglichkeiten sich anzustecken: Übermäßige Intimpflege Falsche Intimpflege Schwaches Immunsystem Dünne Schleimhäute Wechselnde Sexualpartner Öffentliche Toilette Schwimmbad Sauna Krankenhaus Katheter Einen Harnwegsinfekt vorbeugen Es gibt einige Dinge, auf die man achten kann, um eine unliebsame Harnwegsinfektion vorzubeugen. pixabay - geralt Trinken Sie ausreichend, um die Vermehrung von Bakterien und Keimen in Ihrem Körper zu vermeiden. Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Halten Sie den Harndrang nicht zurück, dies kann die Vermehrung von Bakterien begünstigen. Vermeiden Sie jegliche Reizung der Harnröhre. Halten Sie Ihren Unterleib warm und schützen Sie ihn vor Unterkühlung. Verwenden Sie keine reizenden Seifen oder Lotionen im Intimbereich. Achten Sie auf die richtige Intimhygiene und wischen Sie nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten, um eine Kontamination der Harnröhre mit Darmbakterien auszuschließen. Gehen Sie nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette und lassen Sie Harn. Stärken Sie Ihr Immunsystem auf natürliche Weise mit speziellen Kräutertees und Cranberrysaft. Mögliche Komplikationen Unbehandelt kann ein harmloser Harnwegsinfekt zu Komplikationen führen und im leichtesten Fall chronische Beschwerden nach sich ziehen.   Wird eine Entzündung der Harnwege ignoriert und nicht behandelt breitet sich diese weiter im Körper aus und kann im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung oder auch zu Nierenversagen führen.   Aus diesem Grund ist es ratsam, auch bei geringen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um mit ihm die richtige Therapie zu besprechen.   Eine Harnwegsinfektion kann mit einer entsprechenden Behandlung vollständig und relativ rasch geheilt werden.   Quellenangaben: Blasenentzündung.ch Urologenportal  

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  • Machen Sie Ihr Zuhause barrierefrei – mit einem Treppenlift

    Das Alter bringt neben diversen Erkrankungen auch meist eine Einschränkung der Beweglichkeit mit sich. Es wird schwer Treppen zu steigen oder lange Wege zu gehen. Ist das Eigenheim nur über Treppen zu erreichen und der Weg für den Bewohner nicht mehr ohne Hilfe zu bewältigen, ist der Treppenlift oft die optimale Lösung.   pixabay - ursula55   Für wen ist der Einbau eines Treppenliftes sinnvoll? Um auch im Alter im eigenen Heim flexibel und unabhängig bleiben zu können, bietet sich in vielen Fällen der Einbau eines Treppenliftes an. So können auch Personen mit eingeschränkter Mobilität bequem und sicher alle Zimmer ihres Hauses erreichen.   Wer profitiert von einem Treppenlift? Personen in einem Einfamilienhaus mit mehreren Etagen.Mit einem Treppenlift können auch die Räumlichkeiten in den oberen Stockwerken und der Keller ohne Probleme genutzt werden. Bewohner eines Mehrparteienhauses ohne Lift.Ältere Menschen, die schon seit vielen Jahren in einer Miet-, Genossenschaft- oder Eigentumswohnung leben, haben manchmal das Problem, dass diese Häuser noch nicht auf die aktuellen Standards angepasst wurden und über keinen Lift verfügen. Sind die Bewohner aufgrund von Erkrankungen oder Altersschwäche auf einen Rollstuhl angewiesen oder können die Treppen zu ihrer Wohnung nicht mehr hinaufsteigen, muss rasch eine Lösung her. Der Einbau eines Treppenliftes ist kostengünstiger und rascher durchzuführen als der Einbau eines Personenliftes.Der Einbau in einem Mietshaus muss von der jeweiligen Hausverwaltung genehmigt werden, sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Vermieter. Einbau in allen Gebäuden in welchen aufgrund von Platzmangel kein Personenlift eingebaut werden kann.   Was kostet ein Treppenlift? Da sich die Modelle und Ausführung grundlegend voneinander unterscheiden, kann hier keine genaue Angabe gemacht werden. Die Preisspanne liegt hier sehr weit auseinander. Einfache Produkte sind bereits ab etwa 3.000 Euro erhältlich, Sondermodelle kosten mitunter mehr als 15.000 Euro.   Die angeführte Tabelle bietet einen ungefähren Richtwert, der tatsächliche Preis hängt jedoch von den vorhandenen Gegebenheiten und vielen weiteren Faktoren, wie Anzahl der Stockwerke, diversen Extras, Ausstattung und gewünschtem Design ab.       Sitzlift Plattformlift Gerade Treppe Innenbereich Ab 3.000 Euro Ab 7.000 Euro Geschwungene Treppe Innenbereich Ab 6.500 Euro Ab 11.000 Euro Gerade Treppe Außenbereich Ab 4.000 Euro Ab 7.500 Euro Geschwungene Treppe Außenbereich Ab 7.000 Euro Ab 11.000 Euro   Die verschiedenen Treppenlift-Ausführungen Treppenlifte gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Modellen. Die meisten Modelle können an die jeweiligen Ansprüche und Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Es gibt für nahezu jede Treppenform den passenden Treppenlift. Auch der Einbau in engen und verwinkelten Stiegenhäusern stellt zumeist kein Problem dar.   Die vielseitigen Helfer können nicht nur im Innenbereich verwendet werden. Spezielle Konstruktionen sind auch für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Diese zeichnen sich durch eine besonders hohe Witterungsbeständigkeit aus. Für die Außenanlagen sind auch Wetterschutzpakete erhältlich, die zuverlässig sowohl die Anlage als auch den Benutzer vor Regen und Schnee schützen.   Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Grundformen der Treppenlifte, dem Stuhl-Treppenlift, der eine integrierte Sitzmöglichkeit bietet und dem Plattformlift, welcher speziell auf die Verwendung mit einem Rollstuhl ausgerichtet ist. Sitzlift Die gängigste Treppenliftform ist der Stuhl-Treppenlift, welcher einen integrierten Sitz bietet. So können altersschwache oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen ohne Probleme und Kraftanstrengung jede Treppe meistern.       pixabay - sabinevanerp   Die Mobilität in den eigenen vier Wänden und somit auch die Unabhängigkeit der betroffenen Person bleibt über einen längeren Zeitraum erhalten.   Sitzlifte können bequem und einfach von der benutzenden Person bedient werden. Zum Rufen des Liftes dient entweder eine Fernbedienung oder ein Rufknopf an jeder Haltestelle.   Der Einbau ist aufgrund von individuellen Anpassungen in nahezu jedem Treppenhaus möglich.   Vorteile: Minimaler Platzbedarf. Sitzbereich und Armlehnen können bei vielen Modellen hochgeklappt werden. Hohe Belastbarkeit, auch für schwergewichtige Patienten geeignet. Einfache Bedienung mittels Fernbedienung oder Bedienhebel. Schutz durch integrierten Sicherheitsgurt oder -bügel. Maximale Sicherheit durch eingebaute Sensoren, die vor Hindernissen warnen und das Gerät zeitgerecht stoppen. Verschiedene Schienenlösungen, je nach Bedarf möglich.   Nachteile: Hohe Anschaffungskosten. In manchen Fällen ist der Einbau aufgrund von Brandschutzmaßnahmen nicht möglich (besonders enge Stiegenhäuser). Rollstuhllift oder Plattformlift Bei dieser Form des Treppenliftes wird bewusst auf eine Sitzmöglichkeit verzichtet. Es gibt lediglich eine Plattform, die optimal auf die Benutzung mit Rollstuhl oder einer Gehhilfe, wie etwa einem Gehwagen ausgerichtet ist. Der Lift kann auch zum Befördern von Einkäufen oder Wäsche in die oberen Stockwerke genutzt werden.   ACHTUNG: Aufgrund erhöhter Unfallgefahr darf ein Plattformlift nicht im Stehen verwendet werden.   In der Regel besitzen Plattformlifte zur Sicherung einen verschließbaren Rahmen, der den Rollstuhl des Benutzers vor dem Verrutschen sichert.   Vorteile: Für Rollstühle und Gehhilfen geeignet. Auch im Stehen zu verwenden. Schutzbügel, um das Herausfallen oder das Verrutschen des Rollstuhles zu vermeiden. In den meisten Fällen ist die Geschwindigkeit anpassbar. Es ist keine weitere Person zum Bedienen des Liftes notwendig. Kann mittels Fernbedienung gerufen und gesteuert werden. Plattform bei den meisten Modellen einklappbar.   Nachteile: Meist keine separate Sitzmöglichkeit. Hohe Anschaffungskosten. In manchen Fällen ist der Einbau aufgrund von Brandschutzmaßnahmen nicht möglich (besonders enge Stiegenhäuser). Zahlt die Krankenkasse meinen Treppenlift? Die Pflegekasse gewährt einen einmaligen Zuschuss in der Höhe von 4.000 Euro für diverse Umbauarbeiten in Wohnumfeld des Pflegebedürftigen, um zur Verbesserung der Selbstständigkeit und der Erleichterung der Pflege notwendige Maßnahmen einzuleiten.   Diese Beihilfe kann auch zur Anschaffung eines Treppenliftes genutzt werden.   TIPP: Der Zuschuss zur Wohnraumanpassung bezieht sich immer auf die pflegebedürftige Person und nicht auf den Wohnraum. Befinden sich also zwei pflegebedürftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss auch für jeden separat beantragt werden. So verdoppelt sich der Betrag, der für die Anschaffung eines Treppenliftes genutzt werden kann. pixabay - simioid Kaufen oder mieten? Ist der Einsatz eines Treppenliftes nur für eine bestimmte Zeit absehbar, dann kann die Miete eine sinnvolle Alternative zum Kauf sein.   Auch gebrauchte Treppenlifte sind eine Option, um bei der Anschaffung Geld zu sparen.   TIPP: Egal ob Sie sich für den Kauf oder die Miete eines Treppenliftes entscheiden, wir empfehlen in jedem Fall den Abschluss einer jährlichen Wartung. So bleibt Ihr Gerät immer auf dem neuesten Stand und eventuell notwendige Reparaturen werden automatisch durchgeführt noch bevor der Lift merkbare Störungen aufweist. Fazit Treppenlifte bringen körperlich eingeschränkten Personen wieder mehr Unabhängigkeit und fördern deren Mobilität im eigenen Heim.   Durch die Vielzahl der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Innen- als auch im Außenbereich, findet jeder Benutzer die für ihn am besten passende Liftform.   Pflegebedürftige Personen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, können bei der zuständigen Pflegekasse einen einmaligen Zuschuss zur Wohnraumanpassung in der Höhe von 4.000 Euro beantragen.   Mit dem Einbau eines Treppenliftes wird auch ein mehrstöckiges Zuhause barrierefrei und der Pflegebedürftige kann sich in den eigenen vier Wänden ohne Einschränkung selbstständig bewegen.   TIPP: Holen Sie vor dem Kauf eines Treppenliftes mehrere Angebote ein, da sich die Kosten je nach Anbieter und Bundesland in der Höhe oft maßgeblich unterscheiden.   Quellenangaben: PflegeverantwortungTreppenliftratgeber      

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  • Pflegefinanzierung durch die Pflegekasse

    Tritt ein Pflegefall in der Familie auf, ist das nicht nur mit viel Zeitaufwand, sondern oft auch mit erheblichen Kosten verbunden.   Nur ein Teil der Einwohner Deutschlands hat für diesen Fall vorgesorgt und eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. Der Großteil der Bevölkerung ist im wahrsten Sinne des Wortes auf die Leistungen der Pflegekasse angewiesen.   pixabay - niekverlaan Was ist die Pflegekasse? Die Pflegekasse in Deutschland ist ein Träger der Pflegeversicherung und an die Krankenkasse gebunden. In der Regel sitzt die Pflegekasse in denselben Räumlichkeiten wie die zugehörige Krankenkasse. Sie erbringt diverse Versicherungsleistungen an die Versicherten und zieht die Pflegeversicherungsbeiträge zur Pflegefinanzierung ein.   Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung. Wer gesetzlich versichert ist, wechselt mit der Krankenkasse auch die Pflegeversicherung, da diese aneinander gebunden sind. Privat Versicherte können sich innerhalb der ersten 3 Monate von der gesetzlichen Pflegeversicherung befreien lassen und den Dienstleister selbst wählen.   TIPP: Bei Fragen zur gesetzlichen Pflegeversicherung, wenden Sie sich bitte an das Bundesministerium für Gesundheit. Informationen zur privaten Pflegeversicherung erhalten Sie bei der Pflegeberatung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung. Welche Aufgaben hat die Pflegekasse? Die Pflegekassen übernehmen die Leistungen, welche in die Pflegeversicherung fallen. Im Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) sind alle gesetzlich festgelegten Aufgaben der Pflegekasse geregelt.   Diese beinhalten unter anderem:   Diverse Sach- und Geldleistungen an die Versicherten der Pflegekassen. Koordination der pflegerischen Versorgung. Überwachung der Effektivität und der Wirtschaftlichkeit der Leistungen. Durchführung von Schulungen und Pflegekurse für das Pflegepersonal. Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen, um weitere Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Information und Beratung der Versicherten über Leistungen und Aufgaben der Pflegekasse. Abschließen von Verträgen mit Pflegedienstleistern. Was zahlt die Pflegekasse? Die Pflegekasse übernimmt eine Vielzahl an Leistungen im Pflegebereich und unterstützt somit die notwendige Betreuung und Behandlung von pflegebedürftigen Menschen.   Hierunter fallen in erster Linie:   Pflegegeld Pflegesachleistungen Pflegehilfsmittel Teilstationäre Leistungen Verhinderungspflege Kurzzeitpflege Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes   Die Höhe der einzelnen Leistungen hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab.   TIPP: Berechnen Sie mit dem kostenfreien Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Pflegegeld Der Anspruch auf Pflegegeld richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person und wird in Pflegegrade eingeteilt.   Tritt ein Pflegefall ein, muss der Betroffene einen Antrag auf Pflegegeld stellen. Im Zuge des Verfahrens wird der Versicherte durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens begutachtet. Anhand der Ergebnisse erfolgt die Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad.   Im Pflegegrad 1 hat der Pflegebedürftige keinen Anspruch auf Pflegegeld, da er in diesem Fall den Alltag weitgehend ohne fremde Hilfe meistern kann.   Pflegegrad Pflegegeld Pflegegrad 1 0 Euro Pflegegrad 2 316 Euro pro Monat Pflegegrad 3 545 Euro pro Monat Pflegegrad 4 728 Euro pro Monat Pflegegrad 5 901 Euro pro Monat Pflegesachleistungen Zu den Pflegesachleistungen zählt die pflegerische Unterstützung durch Pflegefachkräfte bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität.   Pflegegrad Pflegesachleistungen Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegesachleistungen,  jedoch 125 Euro pro Monat Entlastungsbetrag Pflegegrad 2 689 Euro pro Monat Pflegegrad 3 1.298 Euro pro Monat Pflegegrad 4 1.612 Euro pro Monat Pflegegrad 5 1.995 Euro pro Monat   TIPP: Pflegegeld und Pflegesachleistungen können auch als Kombinationsleistung bezogen werden.   pixabay - sabinevanerp Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige benötigen in den meisten Fällen diverse Pflegehilfsmittel. Unter gewissen Voraussetzungen haben sie Anspruch auf einen Kostenzuschuss in der Höhe von 40 Euro pro Monat, welcher von der Pflegekasse getragen wird.   Voraussetzungen:          Anerkannter Pflegegrad von 1 bis 5.         Pflege im häuslichen Umfeld, bei Verwandten oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen.         Die Betreuung und Pflege muss von Angehörigen, Bekannten oder sonstigen privaten Personen durchgeführt werden.    Gefördert werden Pflegehilfsmittel zum Verbrauch:       Desinfektionsmittel          Bettschutz          Einmalhandschuhe          Fingerlinge          Mundschutz          Schutzschürzen   Anmerkung: Werden Pflegehilfsmittel benötigt, die über den Betrag von 40 Euro hinausgehen, müssen diese auf eigene Rechnung angeschafft werden. Teilstationäre Leistungen Unter teilstationären Leistungen versteht man die Tages- und Nachtpflege der Patienten. Dies umfasst eine stundenweise Betreuung in einer Pflegeeinrichtung. Auch hier ist die Höhe der Leistungen vom jeweiligen Pflegegrad abhängig.   Der Auszahlungsbetrag für die teilstationäre Pflege kann sowohl für die Pflege selbst, als auch für die Beförderung des Versicherten zur Einrichtung und wieder nach Hause verwendet werden.   Pflegegrad Teilstationäre Leistungen Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegesachleistungen,  jedoch 125 Euro pro Monat Entlastungsbetrag Pflegegrad 2 689 Euro pro Monat Pflegegrad 3 1.298 Euro pro Monat Pflegegrad 4 1.612 Euro pro Monat Pflegegrad 5 1.995 Euro pro Monat   Lediglich eventuell anfallende Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen vom Versicherten selbst getragen werden.   Tages- und Nachtpflege wird nur in Fällen bewilligt, wenn der Versicherte nicht in vollem Umfang von Angehörigen betreut werden kann, beispielsweise weil diese berufstätig sind. Verhinderungspflege Wenn die private Pflegeperson krankheits- oder urlaubsbedingt die Betreuung für einen absehbaren Zeitraum nicht fortführen kann, übernimmt die Pflegekasse die anfallenden Kosten für eine professionelle Vertretung.   Der Anspruch auf Verhinderungspflege beginnt erst nach 6 Monaten und kann für maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Pflegegrad  Verhinderungspflege  Pflegegrad 1  Kein Anspruch auf  Verhinderungspflege  Pflegegrad 2 - 5  1.612 Euro pro Kalenderjahr, für höchstens 6 Wochen  Kurzzeitpflege Ist der Pflegebedürftige für absehbare Zeit auf eine vollstationäre Pflege angewiesen, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder kann die häusliche Pflege aus anderen Gründen nicht erfüllt werden, hat dieser Anspruch auf Leistungen aus der Kurzzeitpflege.   Die Kurzzeitpflege kann für maximal 56 Tage pro Kalenderjahr beansprucht werden. Während dieser Zeit muss der Pflegebedürftige in einer stationären Einrichtung untergebracht werden.   TIPP: Es ist möglich die Kurzzeitpflege gemeinsam mit der Verhinderungspflege in einer Kombinationslösung zu beziehen. Pflegegrad  Kurzzeitpflege  Pflegegrad 1  Kein Anspruch auf Kurzzeitpflege  Pflegegrad 2 - 5 1.612 pro Kalenderjahr, für höchstens 56 Tage   Kombinationsleistung aus Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege   Pflegegrad Kurzzeitpflege Verhinderungspflege Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Kurzzeitpflege Kein Anspruch auf Verhinderungspflege Pflegegrad 2 - 5 1.612 Euro pro Kalenderjahr, zusätzlich 50% der nicht genutzten Verhinderungspflege, somit gesamt bis zu 2.418 Euro. 1.612 Euro pro Kalenderjahr, zusätzlich 100% der nicht genutzten Kurzzeitpflege, somit gesamt bis zu 3.224 Euro.   pixabay - Antranias Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes Ist ein Umbau im Wohnraum des Versicherten notwendig, um dessen Selbstständigkeit zu erhalten und die Pflege zu erleichtern, gewährt die Pflegekasse einen einmaligen Zuschuss in der Höhe von 4.000 Euro. Mit dieser Beihilfe kann beispielsweise ein Treppenlift eingebaut werden, der Wohnraum barrierefrei gestaltet oder Türrahmen verbreitert werden. Fazit Die Pflegefinanzierung der Pflegekasse bietet eine Vielzahl an Leistungen, die jede für sich gesondert beantragt werden muss. Die Höhe der Beihilfen richtet sich dabei nach der Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto höher die Leistungen.  Die Pflegekasse unterstützt somit die pflegerischen Leistungen der privaten Pflegepersonen sowie die Unterstützung und Entlastung durch gewerbliche Fachkräfte.   Quellenangaben: Pflegeverträge.de Bundesgesundheitsministerium  

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  • Mischinkontinenz - Was ist das?

    Blasenschwäche ist für Millionen von Menschen in Deutschland eine alltägliche Herausforderung. Es gibt verschiedene Formen von Blasenschwäche. Bei der Mischinkontinenz treten sowohl Symptome der Drang- als auch der Belastungsinkontinenz auf. Mischinkontinenz ist nach Belastungsinkontinenz die zweithäufigste Inkontinenzart und betrifft insbesondere Frauen im Alter ab ca. 50 Jahren. pixabay - Michael Gaida Oft kommt zu einer bereits bestehenden Inkontinenzform die zweite Art dazu. Der unkontrollierte Verlust von Urin tritt bei körperlicher Belastung, Husten, Niesen, Lachen, Pressen oder schwerem Heben auf. Dazu kommt es zu einem unmittelbaren starken Harndrang, so dass der Urin nicht zurückgehalten werden kann, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Was sind mögliche Ursachen für eine Mischinkontinenz? Da die Mischinkontinenz aus zwei Formen der Inkontinenz entsteht, sind die Ursachen auch sehr vielfältig. Schwache Beckenbodenmuskulatur und schwaches Bindegewebe (insbesondere bei Belastungsinkontinenz) Normaler Alterungsprozess Belastungen durch Schwangerschaft und Geburt, Verletzungen, Operationen Hormonelle Veränderungen, z.B. durch die Wechseljahre Absenken von Gebärmutter und Blase Schlechterer Verschluss der Harnröhre Überaktivität der Verschlussmuskulatur (bei Dranginkontinenz) Krebserkrankungen Diabetes Entzündungen, Reizungen, Nervenschäden Neurologische Erkrankungen, z.B. Multiple Sklerose Häufig wiederkehrende Blasenentzündungen Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Wie wird Mischinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Blasenschwäche sollten die Art der Blasenschwäche und mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Ihr behandelnder Arzt kann im Gespräch Ihre individuelle Situation besser einschätzen. Alle Informationen zu Schwangerschaften, Geburten, Operationen, Krankheiten, medikamentösen Behandlungen und Sexualleben können bereits hilfreich sein.  Für eine genaue Diagnose ist die körperliche Untersuchung von Bauchraum, Blase und angrenzenden Organen notwendig. Bei Frauen wird zusätzlich eine Vaginal-und Enddarmuntersuchung, ggf. auch durch eine Ultraschalluntersuchung, vorgenommen. Bei Männern sollte die Prostata abgetastet werden. Ebenso sollte der Urin untersucht werden und ein Protokoll über Flüssigkeitsaufnahme und Ausscheidungssituationen geführt werden. Auch eine Blasenspiegelung kann weitere Aufschlüsse geben ob der Verdacht auf Mischinkontinenz bestätigt werden kann. Weitere Möglichkeiten sind die Restharnbestimmung in der Blase, der Pad-Test zur Bestimmung des Schweregrades der Harninkontinenz und die urodynamische Untersuchung der Funktionsweise von Blase und Harnröhre.  Therapien bei Mischinkontinenz Die Behandlung von Mischinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Situation angemessen. Liegen vorwiegend Symptome der Dranginkontinenz vor, werden diese bevorzugt behandelt, treten häufiger Beschwerden der Belastungsinkontinenz auf, liegt der Therapieschwerpunkt in diesem Bereich. Da sich die Mischinkontinenz bei jedem Patienten anders äußert, ist hier eine individuelle Therapie von Nöten. Beckenbodentraining Blasentraining Änderung des Trinkverhaltens, Toilettentraining Medikamentöse Behandlung, z.B. zur Beckenbodenentspannung Hormonelle Behandlung Vorbeugende Maßnahmen gegen Blasenentzündung Pressarbehandlung Taping zur Verringerung des Harndranges Operative Eingriffe, als letztes Mittel, wenn keine der Maßnahmen hilft Die richtigen Hilfsmittel bei Mischinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. pixabay - congerdesign Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.  

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  • Überlaufinkontinenz - Welche Symptome gibt es?

    Überlaufinkontinenz kennzeichnet sich durch Symptome, bei denen Betroffene kaum wahrnehmbar und ohne spürbaren Harndrang tröpfchenweise Urin abgeben, was sich bei Druck auf den Bauchraum verstärken kann. Bei spürbarem Harndrang bleibt nach dem Toilettengang ein Harnrest in der Blase. Die Blase wird aufgrund eines blockierten Harnabflusses nicht vollständig entleert, es ist aber auch kein Harndrang mehr spürbar. Der Harn wird unfreiwillig in dieser sogenannten Überlaufblase zurückgehalten. Die Blasenwand dehnt sich mit der Zeit aus und kann mehrere Liter Harn fassen. Überlaufinkontinenz ist eine fortgeschrittene Form der Harninkontinenz und betrifft überwiegend Männer im Alter ab 50 Jahren. Meist wird durch eine gutartige Prostatavergrößerung der Abfluss des Urins behindert. Häufiges Wasserlassen mit geringen Harnmengen kann ebenfalls ein Hinweis auf Überlaufinkontinenz sein. In manchen Fällen können zusätzlich auch Schmerzen im Unterleib auftreten. pixabay - Chris Keller Was sind mögliche Ursachen für eine Überlaufinkontinenz? Harnabflussstörung durch einen verengten oder gesperrten Blasenausgang oder ein physiologisches Hindernis Geschwächter Blasenmuskel Überdehnter Blasenmuskel Zurückgedrängte Harnröhre durch altersbedingte Vergrößerung der Prostata bei Männern Absenken der Gebärmutter oder Myome in der Gebärmutter bei Frauen Bandscheibenvorfälle Operationen Narben durch Katheterverletzungen oder Operationen Blasensteine Neurologische Erkrankungen, z.B Multiples Sklerose Diabetes Verengungen, Vergrößerungen oder Tumore im Unterleib Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen Psychische Faktoren Wie wird Überlaufinkontinenz diagnostiziert? Bei Verdacht auf Überlaufinkontinenz sollten mögliche Ursachen immer durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Auch möglicherweise damit in Zusammenhang stehende bereits bestehende Grunderkrankungen sollten in der Diagnose mit berücksichtigt werden. Ihr behandelnder Arzt wird nach einer Grundanamnese körperliche Untersuchungen durchführen, um Ihre individuelle Situation beurteilen zu können.  Bei Männern: Untersuchung der Prostata durch Abtasten Bei Frauen: gynäkologische Untersuchung Abtasten von Blase und Bauchraum Ultraschalluntersuchungen Blutuntersuchung (ggf. mit Prostata Tumormarker Messung) Bei Vergrößerungen, Tumoren ggf. Gewebeentnahme durch eine Biopsie Bestimmung des Restharns Harnstrahlmessung  Therapien bei Überlaufinkontinenz Die Behandlung von Überlaufinkontinenz erfolgt individuell, der jeweiligen Ursache angemessen. Liegt eine Überlaufinkontinenz aufgrund einer Blockierung durch ein Hindernis vor, muss dieses in den meisten Fällen operativ entfernt werden, damit der Urin wieder vollständig abfließen kann. In manchen Fällen ist dies auch durch eine medikamentöse Behandlung möglich, insbesondere wenn sich z.B. eine Prostatavergrößerung noch im Anfangsstadium befindet. Eine vergrößerte Prostata, eine abgesenkte Gebärmutter oder Tumore im Unterleib können in den meisten Fällen operativ behandelt werden. Liegt als Ursache ein zu schwacher Blasenmuskel vor, kann dieser durch bestimmte Medikamente und Elektrostimulation angeregt werden. Gezieltes Blasentraining kann ebenfalls unterstützende Wirkung haben. Für das vollständige Ablassen des Urins ist insbesondere bei komplettem Harnverhalt eine Katheternutzung unbedingt notwendig. Operative Eingriffe sind ebenfalls möglich, wenn keine andere Maßnahme hilft. Auch der evtl. Zusammenhang mit Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder Multiples Sklerose, sollte bei einer Therapie mit berücksichtigt und behandelt werden. Unbehandelt kann eine Überlaufinkontinenz zum gesundheitlichen Risiko werden. Durch den Rückstau des Urins in Harnleiter und Nieren kann es zu einer Niereninsuffizienz oder gar Harnvergiftung kommen. pixabay - Ewa Urban Die richtigen Hilfsmittel bei Überlaufinkontinenz Inzwischen gibt es viele hochwertige Inkontinenzprodukte auf dem Markt, die den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und zu mehr Freiheit, Sicherheit und Lebensfreude beitragen können. Ob aufsaugende Einlagen, Windelhosen für Erwachsene, Bettauflagen oder Einmalkatheter, es gibt eine große Produktvielfalt an verschiedenen Hilfsmittelmöglichkeiten. Jede Situation ist individuell, lassen Sie sich daher am besten diskret von geschulten Inkontinenz Experten beraten. Hilfsmittelprofi steht Ihnen gerne zur Seite. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unsere kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr für Sie da unter 0621391565723. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passenden Inkontinenz-Produkte.

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  • Wie kommt es zu einer Belastungsinkontinenz?

    Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz. Eine der Formen, die am häufigsten vorkommen, ist die Belastungsinkontinenz. Man nennt sie auch Stressinkontinenz, da bei dieser Form Stress eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Pixabay - pedrofigueras Ursachen der Belastungsinkontinenz Bei der Belastungsinkontinenz spielt die Beckenbodenmuskulatur eine entscheidende Rolle. Ist sie abgeschwächt, tritt eine Belastungsinkontinenz auf. Auch kann ein geschwächtes Bindegewebe die Ursache sein. Beide Ursachen treten häufig in der Schwangerschaft auf. Bei manchen Frauen bleibt diese Form der Inkontinenz auch danach weiterhin bestehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Frauen häufiger unter einer Belastungsinkontinenz leiden als Männer. Bei ihnen unterstützt die Prostata den Beckenboden. Daher leiden Männer meist nur unter dieser Diagnose, wenn die Prostata entfernt wurde. Symptome der Belastungsinkontinenz Der mit der der Belastungsinkontinenz verbundene Verlust von Urin passiert immer dann, wenn Druck auf den Bauch entsteht. Dies kann bereits bei leichter körperlicher Betätigung passieren – beispielsweise beim Aufstehen oder Spazierengehen. Je nach Schweregrad kommt es in den meisten Fällen zu einem Urinverlust bei kurzen, schwereren Belastungen wie Niesen oder Lachen oder bei einer längeren Belastung wie beim Heben und Tragen von schwereren Gegenständen. Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur empfiehlt sich in diesen Fällen. Therapie der Belastungsinkontinenz Pixabay - ariesa66 Um den eigenen körperlichen Zustand bei einer Belastungsinkontinenz zu verbessern, empfiehlt sich eine Stärkung des Beckenbodens durch Beckenbodentraining. Hierbei lernen Betroffene effektive Übungen, um die Muskulatur entsprechend zu stärken. Durch dieses Beckenbodentraining reduzieren sich die Symptome der Belastungsinkontinenz oder verschwinden langfristig sogar ganz. Hierbei empfiehlt es sich vor allem zu Beginn des Trainings auf entsprechende Hilfsmittel zurückzugreifen wie beispielsweise Windeln oder Einlagen.

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  • Plötzlich Pflegefall – Was kann man tun?

    Eine plötzliche Erkrankung ereilt viele Familien unverhofft. Als Angehöriger müssen Sie manchmal ohne jede Vorbereitung die Verantwortung für die Pflege der eigenen Eltern, des Partners oder der Geschwister übernehmen. Nicht selten ist man in solch einer Situation sehr emotional belastet und kann nur schwer die notwendigen Schritte einleiten. Wir möchten Sie unterstützen und haben dafür die wichtigsten Schritte für Sie zusammengestellt.  pixabay - Gerd Altmann Erste Schritte bei einem plötzlichen Pflegefall Ihre ersten Anlaufstellen sind der zuständige Hausarzt und die Kranken- bzw. Pflegekasse. Diese Parteien sollten sie umgehend über den Pflegefall und die entsprechenden Umstände informieren und sich Rat einholen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen oder Unsicherheiten haben, können Sie sich an eine Seniorenberatung oder eine Sozialstation wenden. Diese helfen ihnen in allen Lebenslagen weiter. Wichtig ist auch die Unterstützung ihres Umfeldes. Scheuen Sie sich nicht, Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte um Hilfe zu bitten. Manche haben vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und helfen Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie diese Hilfe an, auch wenn es sich vielleicht nur um vermeintliche Kleinigkeiten handelt! Sprechen Sie zudem mit ihrem Arbeitgeber. Bei Eintritt einer akuten Pflegesituation eines nahen Angehörigen haben Beschäftigte das Recht, sich bis zu zehn Arbeitstage freistellen zu lassen und gegebenenfalls für den Zeitraum Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen.  Rechtliche Sicherheit bei einem plötzlichen Pflegefall Bei solch belastenden Situationen ist es sehr wichtig, dass Sie sich schon frühzeitig rechtliche Klarheit verschaffen, um im Notfall handeln zu können. Patienten haben das Recht, für den Fall der Geschäfts- und/oder Einwilligungsunfähigkeit infolge einer Krankheit oder hohen Alters frühzeitig vorzusorgen. Dies ist nicht nur ein Recht, sondern eine dringende Empfehlung. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich hierfür an: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Die Vorsorgevollmacht:  - Mit ihr wird bestimmt, wer im Pflegefall für die betroffene Person Entscheidungen treffen darf. - Sie regelt, wer Verträge unterschreiben kann. - Sie legt fest, wer Bankgeschäfte tätigen kann.  Die Betreuungsverfügung: Falls ein Pflegebedürftiger wegen einer Krankheit oder wegen einer Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr oder nur noch teilweise selbst regeln kann, liegt es im Ermessen des zuständigen Amtsgerichts, einen Betreuer zu ernennen. Das kann ein Mitglied der Familie sein oder aber auch ein Mitglied eines Betreuungsvereins sowie ein selbstständiger Berufsbetreuer. Dieses staatliche Verfahren ersparen Sie sich, indem Sie mit einer Vorsorgevollmacht jemanden bestimmen, dem Sie vertrauen und der als Ihr Vertreter wichtige und alltägliche Entscheidungen trifft. pixabay - moritz320  Patientenverfügung: Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patienten vorsorglich und frühzeitig festlegen, dass bestimmte medizinische Maßnahmen im gegebenen Fall durchzuführen oder zu unterlassen sind, falls sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr selbst entscheiden können. Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er in der aktuellen Situation nicht mehr geäußert werden kann.   Quellenangaben:VDKVerbraucherzentrale

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  • Pflegeformen – Häusliche oder stationäre Pflege?

    Wenn ein naher Angehöriger erkrankt und zum Pflegefall wird, ist es nicht leicht, sich für die geeignete Form der Pflege zu entscheiden. Häufig besteht der Wunsch, erkrankte Angehörige zu Hause zu pflegen. Doch schnell ist man selbst überlastet. Es ist daher ratsam, zunächst den tatsächlichen Pflegebedarf und den Pflegegrad zu erfassen. Wägen Sie danach in Ruhe ab, ob für die Situation eine häusliche oder stationäre Pflege besser in Frage kommt.  pixabay - Gerd Altmann Wie geht man am besten mit der häuslichen Pflege um? Nach wie vor wird die häusliche Pflege in Deutschland von der Familie getragen. Die Leistungen der Pflegeversicherung ergänzen die häusliche Versorgung und haben den Zweck, die Bereitschaft der pflegenden Angehörigen zu unterstützen. Bei der häuslichen Pflege kann der Pflegebedürftige seiner gewohnten Umgebung bleiben, und die Pflege kann individuell angepasst werden. Die Kosten sind meistens etwas geringer als bei der stationären Pflege. Doch manchmal sind Umbauten im Haus bzw. in der Wohnung erforderlich, damit der Pflegebedürftige weiterhin in den eigenen vier Wänden bleiben kann. Diese Umbauten sind teilweise mit hohen Kosten verbunden. Darüber hinaus müssen pflegende Angehörige unter Umständen ihren Beruf aufgeben oder reduzieren, um Zeit und Energie für die Pflege zu haben. Sie müssen mit finanziellen Einbußen rechnen und gegebenenfalls mit großen emotionalen Belastungen umgehen lernen. Grenzen der häuslichen Pflege ergeben sich immer dann, wenn nicht genügend Personen aus dem Umfeld zur Pflege bereit sind. Hier muss man genau abwägen, was man als Angehörige gemeinsam im Stande ist zu leisten oder wo man sich besser Unterstützung holt. Sollten Sie sich für eine häusliche Pflege entscheiden, dann kann Sie ein Pflegedienst unterstützen. Die fachlich ausgebildeten Angestellten kommen für die Versorgung stundenweise zu den Senioren nach Hause. Die Besuche erfolgen zu festgelegten Terminen, auf deren Einteilung die pflegebedürftigen Personen nur bedingt Einfluss nehmen können. Welche Vorteile bietet die stationäre Pflege? Die stationäre Pflege bietet ein gutes medizinisches Umfeld und einen barrierefreien Alltag. Geschulte Pflegekräfte kümmern sich um den nahstehenden Angehörigen. Je nach der Schwere der Erkrankung kann es dem Pflegebedürftigen gelingen, in einem Pflegeheim neuen Anschluss zu gewinnen. Die Vorteile:  - Angehörige können in ihren Berufen bleiben. - Der Pflegebedürftige ist in ein soziales Umfeld integriert. pixabay - truthseeker08 Allerdings ist die stationäre Pflege auch mit sehr hohen Kosten verbunden, die nicht immer von der Pflegekasse getragen werden. Häufig müssen die Angehörigen den Aufenthalt im Pflegeheim finanzieren. Auch ist es vielerorts schwierig, überhaupt einen Platz in einem Pflegeheim zu bekommen. Viele Familien plagt zudem ein schlechtes Gewissen, eine kranke, nahezustehende Person nicht selbst pflegen zu können – auch wenn man persönlich überlastet ist. Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es sonst noch? Eine weitere Form der häuslichen Pflege ist die sogenannte 24-Stunden-Betreuung. Dabei kann die pflegebedürftige Person in ihrem Zuhause wohnen bleiben, zusätzlich zieht eine Betreuungsperson aus Osteuropa mit in den Haushalt ein und bewohnt dort ein eigenes Zimmer. Ähnlich wie bei der stationären Pflege ist auf diese Weise ein ständiger Ansprechpartner vor Ort. Da sich die Betreuungsperson jedoch ausschließlich um eine Person kümmert, kann sie die Versorgung und auch den Tagesablauf nach den persönlichen Bedürfnissen der Senioren gestalten.   Zu den Aufgaben dieser Betreuungsperson gehören neben der Unterstützung im Haushalt auch leichte pflegerische Maßnahmen, die mit persönlicher Hygiene, Mobilität und Ernährung zu tun haben. Anders als das Pflegepersonal in Heimen und bei einem ambulanten Pflegedienst dürfen die osteuropäischen Betreuungspersonen jedoch aus rechtlichen Gründen nicht die medizinische Versorgung übernehmen, selbst wenn sie eine entsprechende Ausbildung vorweisen können. In diesem Fall bietet sich eine Kombination der sogenannten 24 Stunden Betreuung mit einem ambulanten Pflegedienst an.   Quellenangaben:Pflegeportal  

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  • Pflegegeld beantragen - Ihr Wegweiser zu Voraussetzungen, Antrag, Leistungen

    Wenn Menschen aufgrund ihres Alters, einer körperlichen oder geistigen Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen   Doch auf die Dauer bringt die Betreuung von pflegebedürftigen Personen nicht nur eine psychische und physische Belastung, sondern auch einen höheren finanziellen Aufwand mit sich.   Personen, die auf Hilfe und Unterstützung im Alltag angewiesen sind, erhalten daher finanzielle Unterstützung, um die Pflege sicherstellen zu können. Diese Leistung der Pflegeversicherung ist nicht zweckgebunden, d. h. der Leistungsempfänger kann entscheiden, wofür er das Pflegegeld verwendet. In der Praxis ist es jedoch für als Aufwandsentschädigung für pflegende Angehörige vorgesehen.   @ Elke Orth   Im Zuge der Reform des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 wurden die Geldleistungen der Krankenkassen im Pflegebereich an die Bedürfnisse und Anforderungen neuer Krankheitsbilder angepasst. Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um Pflegegeld beziehen zu können? Um den Anspruch auf Pflegegeld geltend machen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:   Es muss ein anerkannter Pflegegrad von 2 – 5 vorliegen. Der Pflegebedürftige muss im häuslichen Umfeld betreut werden. Die Pflege muss von Angehörigen, Freunden oder Bekannten, also im Allgemeinen von privaten Personen durchgeführt werden. Die Pflegebedürftigkeit muss absehbar für mindestens ein halbes Jahr gegeben sein. Die Antragstellung muss bei der zuständigen Pflegekasse erfolgt sein. Wieviel Pflegegeld steht Ihnen bei den jeweiligen Pflegegraden zu? Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem zugeteilten Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Pflegegeld wird ausbezahlt.   Die Einteilung der Pflegegrade erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK), welcher den Versicherten anhand eines Fragenkataloges in sechs verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens begutachtet. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigt die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und ist ein Indikator für den notwendigen Pflegegrad.   Pflegegrad Pflegegeld Pflegegrad 1 Kein Anspruch auf Pflegegeld Pflegegrad 2 316 Euro pro Monat Pflegegrad 3 545 Euro pro Monat Pflegegrad 4 728 Euro pro Monat Pflegegrad 5 901 Euro pro Monat Schritt für Schritt Anleitung zur Beantragung des Pflegegeldes Pflegegrad beantragen Im ersten Schritt muss die Pflegebedürftigkeit festgestellt und ein Pflegegrad beantragt werden. Hierfür wird bei der zuständigen Pflegeversicherung ein Pflegegeld-Antrag gestellt. Dies kann entweder persönlich, telefonisch oder in einem formlosen Schreiben, via Mail oder Post erfolgen.   Anmerkung: Der Antrag kann nur vom Versicherten selbst oder durch einen gesetzlichen Vertreter gestellt werden.   Erhalten Sie hier mithilfe des kostenlosen Online-Pflegegradrechners eine erste Orientierung. Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) Aufgrund des Antrages auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit erhält der Versicherte einen Terminvorschlag für den Besuch eines unabhängigen Pflegegutachters, der ihn und die pflegende Person im häuslichen Umfeld des Betroffenen besucht, um sich ein Bild vor Ort zu machen.   Bei diesem Begutachtungstermin stellt der Gutachter die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bzw. die Notwendigkeit und das Ausmaß einer Pflege fest. Dementsprechend erfolgt der Vorschlag zur Einstufung in den aufgrund der Einschätzung festgestellten Pflegegrad an die Pflegekasse.   Anmerkung: Da die Pflegekasse erst ab dem Monat der Antragstellung Leistungen gewährt, sollte die Beantragung des Pflegegrades immer zeitnah und so früh als möglich erfolgen. Pflegegeld beantragen Wurde der Pflegegrad bewilligt, muss im Anschluss daran nochmals das Pflegegeld beantragt werden.   Anmerkung: Pflegebedürftige haben erst ab dem Pflegegrad 2 Anspruch auf Pflegegeld. Betroffene mit dem Pflegegrad 1 können weitere Leistungen beantragen.   Hierzu ist ein formloser Pflegegeld-Antrag bei der zuständigen Pflegekasse notwendig, dies kann entweder vom Antragsteller selbst oder einer anderen Person mit der entsprechenden Bevollmächtigung durchgeführt werden.   Anmerkung: Antragsteller sind für sechs Monate an die Bewilligung gebunden, sprich eine Änderung oder Anpassung der Leistungsbeantragung kann frühestens nach sechs Monaten erfolgen. Erhalt des Pflegegeldes In der Regel wird das Pflegegeld direkt auf das Konto des Leistungsbeziehers ausgezahlt. Die Überweisung erfolgt am ersten Werktag des aktuellen Monats, für welches das Pflegegeld beansprucht wird.   Im Zuge der ersten Auszahlung werden zusätzlich die Leistungsansprüche ab Antragsstellung abgegolten.   Anmerkung: Das Datum des Antrages des Pflegegrades ist nicht mit dem Datum des Antrages für Pflegegeld gleichzusetzen. Der Anspruch auf Pflegegeld beginnt erst mit der Pflegeld-Antragsstellung.   TIPP: Der Antrag auf Pflegegeld kann bereits vor Erteilung eines Pflegegrades gestellt werden!!!   pixabay - Wolfgang Eckert Wie wirkt sich ein Krankenhausaufenthalt oder andere äußere Umstände auf den Bezug von Pflegegeld aus? Viele Pflegegeldbezieher haben die Befürchtung, dass sie im Falle eines Krankenhausaufenthaltes den Anspruch auf den Bezug von Pflegegeld verlieren. Ist ein Aufenthalt in einer Krankeneinrichtung oder einer Reha-Klinik notwendig, haben Pflegebedürftige für einen Zeitraum von vier Wochen innerhalb eines Kalenderjahres weiterhin Anspruch auf Pflegegeld.   Auch bei einer länger währenden ambulanten Versorgung erlischt der Anspruch auf Pflegegeld nicht. Auslandsaufenthalt trotz Pflegegeldbezug? Da der Bezug des Pflegegeldes nicht an einen bestimmten Aufenthaltsort gebunden ist, sind längere Auslandsaufenthalte im Ausmaß von 6 Wochen pro Kalenderjahr kein Grund für die Einstellung der Leistung.   Sollte sich der Lebensmittelpunkt des Leistungsbeziehers jedoch ins Ausland verlagern, muss über die Bewilligung des Pflegegeldbezuges neu entschieden werden. Verpflichtende Beratungsbesuche für Leistungsempfänger Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad müssen verbindlich zwei kostenlose Beratungstermine jährlich wahrnehmen, um den Anspruch an Pflegegeld zu sichern.   Werden diese Termine nicht wahrgenommen, kann dies die Kürzung oder den Wegfall des Pflegegeldes zur Folge haben.   Ziel dieser Beratungsgespräche ist die Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege und die beratende Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Die wichtigsten Fragen zum Thema Pflegegeld Was bedeutet Pflegegeld? Das Pflegegeld stellt eine finanzielle Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung dar, welches zur Sicherung der Grundpflege durch Angehörige oder pflegende private Personen dient. Es ist nicht zweckgebunden, wird jedoch in der Regel als Aufwandsentschädigung der pflegenden Personen verwendet.   Wie erfolgt die Antragstellung? Es genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse, dieser kann persönlich, telefonisch oder schriftlich erfolgen.   Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Pflegegeld? Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 2 – 5 haben Anspruch auf Leistungen in Form von Pflegegeld.   Wieviel Pflegegeld erhalten Bezugsberechtigte? Pflegegrad 1 – kein Anspruch Pflegegrad 2 – 316 Euro monatlich Pflegegrad 3 – 545 Euro monatlich Pflegegrad 4 – 728 Euro monatlich Pflegegrad 5 – 901 Euro monatlich   Wird Pflegegeld rückwirkend ausbezahlt? Nein, der Pflegegeldanspruch beginnt erst mit dem Datum der Antragsstellung.   Muss Pflegegeld versteuert werden? Nein, Pflegegeld ist eine Sozialleistung und aus diesem Grunde auch steuerfrei.   Haben auch Hartz IV Empfänger Anspruch auf Pflegegeld? Ja, Pflegegeld wird unabhängig von anderen Sozialleistungen ausbezahlt.       Quellenangaben:PflegegradinfoPflegegeldantrag

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  • Hilfsmittel in der Pflege

    Als Hilfsmittel in der Pflege werden jene Produkte bezeichnet, welche die häusliche Pflege erleichtern sollen und den pflegebedürftigen Personen mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Ebenfalls zählen hierzu Hilfsmittel, die zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.   Doch Hilfsmittel sind nicht gleich Hilfsmittel. Man unterscheidet zwischen technischen Hilfsmitteln und zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln.   @ Elke Orth   Wichtig: Als Hilfsmittel in der Pflege werden ausschließlich bewegliche Gegenstände gezählt, Dienstleistungen oder eventuell notwendige Umbauten sind keine Pflegehilfsmittel. Hilfsmittel vs. Pflegehilfsmittel Hilfsmittel, die für eine Krankenbehandlung notwendig sind oder vorhandene Behinderungen ausgleichen sollen, können von jedem Patienten in Anspruch genommen werden und sind an keine besonderen Voraussetzungen gebunden.   Pflegehilfsmittel hingegeben erhalten nur Personen mit einem anerkannten Pflegegrad und werden von der zuständigen Pflegekasse bezahlt. Diese Pflegehilfsmittel dienen dazu, die Pflege zu erleichtern und sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeführt.   Beispiele für Hilfsmittel: Rollstühle Prothesen Hör- und Sehhilfen Kompressionsstrümpfe   Beispiele für Pflegehilfsmittel: Bettschutzeinlagen Einmalhandschuhe Inkontinenzartikel Hygieneartikel Wer hat Anspruch auf ein Pflegehilfsmittel? Grundsätzlich hat jede pflegebedürftige Person Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Diese können bei der zuständigen Pflegeversicherung beantragt werden.   Gesetzliche Krankenversicherung In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Kostenträger nach der Art und dem Zweck der Hilfsmittel, bzw. in welchem Umfeld der Pflegebedürftige betreut wird.   Private Krankenversicherung Ist die pflegebedürftige Person privat krankenversichert, werden die Hilfsmittel nur bis zu dem jeweiligen versicherten Rahmen erstattet. Welche Voraussetzungen gelten für den Bezug von Hilfsmitteln in der Pflege? Besteht ein körperliches oder geistiges Gebrechen, welches es der betroffenen Person nicht mehr erlaubt die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu erfüllen, hat dieser Anspruch auf Hilfsmittel. Die beanspruchten Hilfsmittel müssen zu ihrem Zweck geeignet und notwendig sein. Sie sind an eine ärztliche Verordnung gebunden und müssen im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sein. Auch muss sichergestellt sein, dass diese den wirtschaftlichen Faktor erfüllen. Die unterschiedlichen Arten von Hilfsmitteln Hilfsmittel, welche zur Behandlung von Krankheiten und zum Ausgleich von Behinderungen dienen.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Hilfsmittel, welche nicht im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind.- Benötigen eine ärztliche Verordnung.- Werden von der Krankenversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen. Pflegehilfsmittel für Personen in stationärer Pflege.- Benötigt keine ärztliche Verordnung.- Wird vom zuständigen Heim gestellt. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege.- Müssen vom Pflegebedürftigen oder dessen betreuenden Person beantragt werden.- Werden von der Pflegeversicherung getragen. Das Hilfsmittelverzeichnis Sämtliche Hilfsmittel zur Pflege sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt, welches mehr als 20.000 Produkte umfasst und laufend aktualisiert wird.   Gruppe 01 – Absauggeräte für Atmungsorgane und Brust Gruppe 02 – Adaptionshilfen im häuslichen Bereich Gruppe 03 – Applikationshilfen Gruppe 04 – Bade- und Duschhilfen im häuslichen Bereich Gruppe 05 – Bandagen Gruppe 06 – Bestrahlungsgeräte für die Haut Gruppe 07 – Blindenhilfsmittel für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 08 – Einlagen für die Füße Gruppe 09 – Elektrostimulationsgeräte Gruppe 10 – Gehhilfen für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 11 - Hilfsmittel gegen Dekubitus Gruppe 12 - Hilfsmittel bei Tracheostoma Gruppe 13 – Hörhilfen Gruppe 14 - Inhalations- und Atemtherapiegeräte Gruppe 15 – Inkontinenzhilfen Gruppe 16 – Kommunikationshilfen Gruppe 17 - Hilfsmittel zur Kompressionstherapie Gruppe 18 - Kranken- / Behindertenfahrzeug für Innenraum, Außenbereich und Straßenverkehr Gruppe 19 – Krankenpflegeartikel für den häuslichen Bereich Gruppe 20 – Lagerungshilfen Gruppe 21 - Messgeräte für Körperzustände/-funktionen Gruppe 22 – Mobilitätshilfen Gruppe 23 - Orthesen / Schienen Gruppe 24 – Prothesen Gruppe 25 – Sehhilfen Gruppe 26 – Sitzhilfen Gruppe 27 – Sprechhilfen Gruppe 28 – Stehhilfen Gruppe 29 – Stomaartikel Gruppe 31 – Schuhe Gruppe 32 - Therapeutische Bewegungsgeräte Gruppe 33 – Toilettenhilfen Gruppe 34 – Haarersatz Gruppe 35 – Epithesen Gruppe 36 – Augenprothesen Gruppe 37 - Brustprothesen Gruppe 38 – Armprothesen Gruppe 50 - Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege Gruppe 51 - Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene Gruppe 52 - Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität Gruppe 53 - Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden Gruppe 54 - Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Gruppe 98 - Sonstige Pflegehilfsmittel Gruppe 99 – Verschiedenes Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Für den Bezug der in Gruppe 54 angeführten Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gelten besondere Voraussetzungen.   Diese können im Wert von 40 Euro monatlich als kostenloses Pflegepaket bezogen werden, wenn: Ein Pflegegrad von 1 bis 5 vorliegt. Der Begünstigte im häuslichen Umfeld von Verwandten, Bekannten oder einem Pflegedienst betreut wird. Ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt wurde.   pixabay - guvo59 Der Antrag für Hilfsmittel zur Pflege Besteht eine medizinische Notwendigkeit für den Einsatz von Pflegehilfsmitteln und sind diese im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt, werden sie in der Regel auch bewilligt.   Der einfachste und klassische Weg für die Beantragung von Hilfsmitteln ist die Verordnung durch den Arzt. Stellt er eine Diagnose und begründet, dass aus medizinischer Sicht Hilfsmittel zur Genesung, zur Erleichterung der Pflege oder zur Vorbeugung von weiteren Erkrankungen notwendig sind, kann der Patient einen Termin zur Hilfsmittelberatung in einem Sanitätshaus oder einem Beratungszentrum vereinbaren.   Im Zuge dieses Gespräches wird der Betroffene über die verschiedenen Hilfsmittel aufgeklärt und gemeinsam die notwendigen Artikel ausgewählt.   Die ärztliche Verordnung mit der ausgewählten Hilfsmittelnummer wird an die zuständige Krankenkasse weitergeleitet und die Hilfsmittel beantragt. Diesen Schritt übernimmt in der Regel auch eine Vielzahl der Sanitätsfachgeschäfte oder Online-Shops.   Werden die Hilfsmittel bewilligt, liefert das Fachgeschäft die Pflegehilfsmittel direkt zum Kunden oder weist diesen bei persönlicher Abholung ein. Was tun, wenn der Hilfsmittelantrag abgelehnt wird? In Einzelfällen kann es passieren, dass der Antrag auf Hilfsmittel abgelehnt wird. In diesem Fall kann innerhalb eines Monats ein Widerspruch gegen die Ablehnung bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden. Diesem ist eine Begründung beizulegen, warum die Hilfsmittel unbedingt notwendig sind.   Wird auch dieser Einspruch abgelehnt, besteht noch die Möglichkeit innerhalb eines weiteren Monats Widerspruch beim Sozialgericht einzureichen. Vor diesem Schritt ist es jedoch ratsam sich bei der öffentlichen Rechtsauskunft rechtlich beraten zu lassen. Die Hilfsmittelberatung der Pflegekassen Jeder Versicherte in der Pflegeversicherung hat Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung. Umfassende Beratung, Hilfestellung und Antworten auf Fragen zum Hilfsmittelbedarf erhalten Sie beim „Bundesministerium für Gesundheit oder dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).   Quellenangaben:BundesgesundheitsministeriumPflegeverantwortung    

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  • Pflegegrad 1 – alle Infos zu Leistungen und Voraussetzungen

    Der Pflegegrad 1 ist im Zuge der Umstrukturierung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 neu entstanden.   Personen, die vor dem Jahr 2017 noch keine staatliche Unterstützung erhalten haben, werden nun auch von der Pflegekasse unterstützt. Dies betrifft vorrangig Personen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Einschränkung.   Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz wurde auch ein neues Begutachtungsassessment (NBA) eingeführt, welches als Grundlage für die Erstellung eines Pflegegutachtens dient.   @Elke Orth   Im Zuge der Begutachtung des Versicherten bewertet ein unabhängiger Pflegegutachter des MDK (Medizinischer Dienst) die vorhandene Einschränkung der Selbstständigkeit mittels eines Punktesystems. Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 1 Personen mit dem Pflegegrad 1 werden als überwiegend selbstständig eingestuft. Sprich sie sind in der Lage alltägliche Handlungen ohne fremde Hilfe durchzuführen und ihren Alltag zum größten Teil selbstständig zu meistern. Von vormals keiner Pflegestufe zu Pflegegrad 1 Da dieser Pflegegrad im Jahr 2017 völlig neu eingeführt wurde, profitieren nun auch Menschen mit einer geringen Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit von den Förderungen der Kassen.   Dieser Pflegegrad richtet sich in erster Linie an Personen, die nach wie vor imstande sind, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen und nur in manchen Situationen geringfügig Hilfe benötigen. Voraussetzungen für Pflegegrad 1 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 12,5 und 27 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 1 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Der Pflegegrad 1 wird erreicht, wenn der Versicherte in der Lage ist allgemeine Tätigkeiten selbstständig oder überwiegend selbstständig zu meistern. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen.   Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt?   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder ob er Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 1 Da Personen im Pflegegrad 1 nur eine geringe Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit aufweisen, entsteht hier auch nur ein kleiner Pflegeaufwand. Aus diesem Grund fallen die Pflegeleistungen in diesem Pflegegrad wesentlich geringer aus als in allen anderen.   Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 1 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 5.980 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Da Personen im Pflegegrad 1 ihren Alltag im Allgemeinen ohne fremde Hilfe bewältigen können, haben sie keinen Anspruch auf Pflegegeld. Pflegesachleistungen Versicherte im Pflegegrad 1 haben auch keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen. Tages- und Nachtpflege Für die teilstationäre Pflege kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Vollstationäre Pflege Die Unterbringung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung ist nicht vorgesehen, sollten Personen jedoch auf eigenen Wunsch in ein Pflegeheim ziehen wollen, kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat für die Begleichung der Aufwendungen herangezogen werden. Entlastungsbetrag Der Versicherte hat Anspruch auf einen zweckgebundenen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro monatlich. Dieser dient zur Entlastung der pflegenden Angehörigen und kann zur Deckung der Kurzzeitpflege, der Tages- und Nachtpflege oder einer ambulanten Pflege verwendet werden. Ebenso kann eine Hauswirtschaftshilfe von diesem Betrag bezahlt werden. Kurzzeitpflege Für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr durch eine fremde Person, kann der zweckgebundene Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro verwendet werden. Verhinderungspflege Im Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Verhinderungspflege. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 1 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 1 stellt nur eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit mindestens 12,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld Kein Anspruch. Pflegesachleistungen Kein Anspruch. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat Tages- und Nachtpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Vollstationäre Pflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Kurzzeitpflege Kein Anspruch. Entlastungsbetrag von 125 Euro kann verwendet werden. Verhinderungspflege Kein Anspruch. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Bundesgesundheitsministerium

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  • Alle Infos zum Pflegegeld und weiteren Pflegeleistungen im Pflegegrad 2

    Personen im zweiten Pflegegrad haben bereits eine erhöhte Bedürftigkeit und benötigen zur Bewältigung des Alltages vermehrt Hilfe von Verwandten oder professionellen Pflegekräften.   Ab diesem Pflegegrad erhalten Pflegebedürftige Pflegegeld, um die Unterstützung bei der täglichen Versorgung zu gewährleisten. Zudem stehen dem Versicherten verschiedene Pflegesachleistungen, Zuschüsse zu teilstationärer und vollstationärer Pflege und Leistungen zur Überbrückung von Ausfällen der hauptsächlich pflegenden Person zu.   @Elke Orth Was bedeutet die Einstufung in den Pflegegrad 2 Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Einschränkung der Selbstständigkeit dar. Das bedeutet, dass die Personen bereits vermehrt in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind. Dies kann sowohl die Mobilität, also die körperliche Einschränkung als auch die mentale Seite, wie etwa bei fortschreitender Demenz oder psychischen Problemen betreffen.   Der Patient benötigt auf jeden Fall zumindest stundenweise Hilfe und Betreuung zur Sicherstellung der Grundpflege. Die körperliche oder geistige Einschränkung ist bereits so weit ausgeprägt, dass der Versicherte nicht mehr in der Lage ist seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. Von Pflegestufe 0 und 1 zu Pflegegrad 2 Personen, die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 0 oder der Pflegestufe 1 eingeteilt waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 2 übernommen. Hinzugekommen sind auch jene Personen, die aufgrund ihrer psychischen Einschränkungen bisher aus den Pflegeleistungen ausgenommen waren.   Die Einstufung in die Pflegegrade wird seit der Reform nicht mehr nach dem zeitlichen Aufwand der Pflegeperson, sondern nach der Schwere der Beeinträchtigung des Patienten vorgenommen. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 2? Menschen mit Neuanträgen werden durch unabhängige Mitarbeiter des MDK – der medizinische Dienst der Krankenkassen – besucht und deren Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens beurteilt.   Werden bei dieser Untersuchung zwischen 27 und 47,5 Punkten erreicht, erfolgt die Einstufung in den Pflegegrad 2. Für die Punktevergabe gelten folgende Kriterien: 0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen. 1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen. 2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen. 3 Punkte unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen. Die relevanten Bereiche zur Ermittlung des Pflegegrades Insgesamt werden 64 Kriterien in 6 übergeordneten Modulen bewertet, um den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und somit den vorliegenden Pflegegrad festzustellen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 2 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in Höhe von bis zu maximal 25.740 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Bei der Pflege durch Verwandte, Bekannte oder Freunde im häuslichen Umfeld des Patienten, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 316 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte wird sie mit 689 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Es ist zudem möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Bei der Unterbringung in einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen dem Pflegebedürftigen 770 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 2 stellt eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 27 bis 47,5 Punkten erreicht.   Pflegegeld 316 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 689 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 689 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 770 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.   Hier finden Sie weiterführende Infos zum Pflegegrad 1 und Pflegegrad 3.   Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 3 - Alle Infos zu Leistungen und Ansprüchen

    Ab dem Pflegegrad 3 liegt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor, der Patient ist nicht mehr in der Lage sich selbst ohne Unterstützung und fremde Hilfe zu versorgen. Die pflegebedürftige Person ist in ihrer physischen oder psychischen Verfassung bereits soweit eingeschränkt, dass alltägliche Handlungen und Tätigkeiten zum größten Teil ohne geeignete Hilfsmittel nicht mehr möglich sind.   Die Einschränkungen äußern sich häufig in schweren motorischen Beeinträchtigungen, wie Lähmungserscheinungen, Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Verletzungen der Wirbelsäule.   @Elke Orth   Im kognitiven Bereich sind die betroffenen Personen oft nicht in der Lage ohne Aufforderung oder Anleitung der Grundpflege nachzukommen. Bei weiteren Erkrankungen, die spezielle Behandlung erfordern, wie etwa Diabetes, muss die Pflege Sorge tragen, dass der Patient die notwendigen therapeutischen und medizinischen Maßnahmen ergreift oder bei Durchführung dieser behilflich sein. Personen mit einer kognitiven Einschränkung im Pflegegrad 3 leiden häufig bereits an einer schweren Form der Inkontinenz. Von Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 2 zu Pflegegrad 3 Bei Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz liegt oftmals keine körperliche Einschränkung, sondern lediglich eine psychische Erkrankung vor, daher sind diese Patienten im alten Pflegesystem stark benachteiligt gewesen, da sie nur in seltenen Fällen einer Pflegestufe zugewiesen wurden.   Das neue Pflegestärkungsgesetz sieht Leistungen gleichermaßen für Personen mit körperlichen als auch mit mentalen Einschränkungen vor. Die Voraussetzungen für den Pflegegrad 3 Erreichen Personen bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 47,5 und 70 Punkte, werden sie in den Pflegegrad 3 eingestuft. Hierbei ist nicht relevant, ob die Beeinträchtigung psychischer oder physischer Natur ist.   Im Zuge der Pflegebegutachtung werden verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens berücksichtigt und bewertet, inwieweit der Versicherte fähig ist, diese selbstständig zu erfüllen.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der eigenständigen Durchführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Tipp: Erfahren Sie im Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige alles über die verschiedenen Pflegeformen. In folgenden Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Sechs Bereiche werden untersucht und geprüft, wobei jeder Bereich in sich gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung einfließen. Mobilität Kann sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen und ist er in einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt? Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat. Verhalten und Psyche Gibt es motorische Auffälligkeiten, leidet der Patient unter Angstzuständen, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? Kommt es vor, dass Gegenstände beschädigt werden oder gibt es sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten? Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, die eigenständige Zubereitung von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege. Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, ob der Versicherte fähig ist, sich im Falle von Krankheiten selbst zu versorgen, etwa die selbstständige Medikamenteneinnahme, die Verabreichung von Injektionen und die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches. Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 3 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 3 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 40.356 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Verwandten, Bekannten oder Freunden im häuslichen Umfeld betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 545 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege im häuslichen Umfeld durch professionelle Pflegekräfte, wie einem ambulanten Dienst, wird mit 1.298 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden dem Versicherten nicht direkt ausgezahlt, sondern direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet. Die Pflegesachleistungen müssen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet. Pflegegeld und Pflegesachleistungen können kombiniert bezogen werden. Tages- und Nachtpflege Bei einer teilstationären Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei der durchgängigen Betreuung in einem Pflegeheim stehen der pflegebedürftigen Person 1.262 Euro pro Monat zu. Entlastungsbetrag Zudem hat der Versicherte Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Kurzzeitpflege Für die vorübergehende Betreuung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen dem Versicherten 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann im Ausmaß von maximal acht Wochen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu 3.224 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Der Bezug von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird mit 40 Euro monatlich unterstützt. Hausnotruf Versicherte im Pflegegrad 2 haben zudem Anspruch auf einmalige Anschlusskosten für einen Hausnotruf in der Höhe von 10,49 Euro und einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 3 stellt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 47,5 bis 70 Punkten erreicht.   Pflegegeld 545 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.298 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.298 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.262 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.     Quellenangaben:Krankenkassenzentrale

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  • Pflegegrad 4 – Definition, Voraussetzungen und Leistungen

    Menschen, deren Selbstständigkeit schwerst beeinträchtigt ist, werden nach dem neuen Begutachtungsassessment in den vierten Pflegegrad eingestuft, welcher den zweithöchsten Pflegegrad darstellt.   In diesem Fall benötigt der Pflegebedürftige in hohem Maße Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei der Grundversorgung.   Die Beeinträchtigung äußert sich in den einzelnen Fällen höchst unterschiedlich, jedoch kann man davon ausgehen, dass bei körperlichen Gebrechen im Pflegefall 4, der Versicherte in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist und die eigenständige Versorgung nicht mehr gegeben ist.   @ Elke Orth   Bei einer psychischen Erkrankung ist es zwar möglich, dass der Patient noch mobil ist, jedoch der geistige Zustand es nicht mehr zulässt den Alltag und die dazugehörigen Tätigkeiten ohne ständige Überwachung, Kontrolle und Übernahme zu bewerkstelligen. Von Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und Pflegestufe 3 zu Pflegegrad 4 Pflegebedürftige die vor dem Jahr 2017 in der Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder der Pflegestufe 3 eingestuft waren, wurden nach der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 4 übernommen.   Bei einer neuen Beantragung werden sowohl körperlich als auch geistig eingeschränkte Personen mit einer schwersten Beeinträchtigung in den Pflegegrad 4 eingestuft. Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegegrad 4? Für die Einstufung in den Pflegegrad 4 ist aufgrund der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) eine Punkteanzahl zwischen 70 und 90 notwendig.   Ein großer Teil der Patienten im vierten Pflegegrad hat starke körperliche Probleme, etwa nach Schlaganfällen, durch Lähmungen oder Erkrankungen wie Multiple Sklerose.   Die Grundpflege muss hier meist fast vollständig durch pflegende Personen übernommen werden.   Kognitiv eingeschränkte Personen leiden in vielen Fällen unter Demenz in fortgeschrittenem Stadium. Die Punktevergabe richtet sich dabei nach folgenden Kriterien: Je schwerer die Beeinträchtigung ist, desto mehr Punkte werden in den einzelnen Modulen vergeben.   0 Punkte selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte überwiegend unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte unselbstständig   Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark an eine pflegende Person angewiesen.   Die Selbstständigkeit wird in diesen sechs Bereichen geprüft: Folgende Fähigkeiten werden geprüft und bewertet, wobei jedes Modul in Unterkategorien gegliedert ist und mit unterschiedlicher Gewichtung in die Bewertung mit einfließt.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit sich der Versicherte selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen kann und ob er bei einfachen Handlungen im Alltag in irgendeiner Weise eingeschränkt ist.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht In diesem Bereich wird die örtliche Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis bewertet. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Hier werden motorische Auffälligkeiten, eventuelle Angstzustände, Aggressionen oder nächtliche Unruhe bewertet. Auch das Beschädigen von Gegenständen sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten werden beleuchtet.   Selbstversorgung Hierunter fallen alle alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Bereich wird untersucht, in welchem Maße der Versicherte fähig ist, sich im Falle einer Krankheit selbst zu versorgen. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Fähigkeit der selbstständigen Freizeitgestaltung, der aktiven Interaktion mit dem sozialen Umfeld und der Bewältigung des täglichen Lebens.   Tipp: Berechnen Sie hier mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 4 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 4 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 47.892 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Pflegebedürftige im Pflegegrad 4 von Angehörigen oder bekannten privaten Personen im heimischen Umfeld versorgt, besteht Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen Wird die Betreuung und Pflege des Patienten von gewerblichen professionellen Pflegekräften, etwa einem ambulanten Dienst, durchgeführt, zahlt die Krankenkasse monatlich 1.298 Euro.   Die Pflegesachleistungen werden direkt mit dem Pflegedienst gegengerechnet und gehen nicht über das Konto des Versicherten. Die Pflegesachleistungen werden nach tatsächlichem Aufwand gegengerechnet und müssen daher nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden.   Es ist möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert zu beziehen. Tages- und Nachtpflege Erfolgt die Pflege im Rahmen einer teilstationären Betreuung, wie etwa in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung, hat der Versicherte Anspruch auf 1.61 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege Bei einer vollstationären Unterbringung in einem Pflegeheim erhält der Versicherte 1.775 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 4 hat der Versicherte zudem Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach einem Krankenhausaufenthalt oder aufgrund einer Erkrankung vorübergehende Betreuung, stehen ihm 1.612 Euro pro Jahr zu. Die Kurzzeitpflege kann für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr beantragt werden.   Nicht konsumierte Leistungen aus der Verhinderungspflege können auf die Kurzzeitpflege angerechnet werden und somit auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Die Übernahme der Pflege durch eine fremde Person kann im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr beansprucht werden. Diese Verhinderungspflege wird mit einem Betrag von maximal 1.612 Euro pro Jahr unterstützt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Versicherte mit dem Pflegegrad 4 haben Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich. Hausnotruf Der Einbau eines Hausnotrufes werden mit 10,49 Euro für einmalige Anschlusskosten gefördert. Zudem haben Versicherte Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufes. Wohnraumanpassung Für, aufgrund der Pflegebedürftigkeit des Versicherten, notwendige Umbauten im Haushalt können einmalig bis zu 4.000 Euro geltend gemacht werden. Die wichtigsten Infos im Überblick Der Pflegegrad 4 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit dar und wird mit 70 bis 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 728 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.612 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.612 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 1.775 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro.       Quellenangaben:KrankenkassenzentraleFamilienrecht

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  • Pflegegrad 5 –Leistungen und Voraussetzungen im Überblick

    Der fünfte Pflegegrad ist der höchste Pflegegrad und setzt somit eine umfassende Betreuung des Patienten voraus.   Die Pflege stellt in den meisten Fällen eine große Herausforderung an die betreuende Person dar, da ein sehr hoher Pflegebedarf gegeben ist. Daher sind die Pflegeleistungen auch dementsprechend umfangreich.   @ Elke Orth Von Pflegestufe 3 und Pflegestufe 3 mit Härtefall zu Pflegegrad 5 Personen, die einen täglichen Hilfebedarf von mindestens 5 Stunden haben und früher in der Pflegestufe 3, bzw. Pflegestufe 3 mit Härtefall eingestuft waren, wurden mit der Pflegereform automatisch in den Pflegegrad 5 aufgenommen.   Da nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz nicht mehr nur die Betreuungszeiten relevant sind, sondern die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit über die Einstufung in die einzelnen Pflegegrade entscheidet, werden jetzt auch Personen mit stark eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, wie etwa schwere Demenz berücksichtigt. Voraussetzungen für den Pflegegrad 5 Werden bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst (MDK) zwischen 90 und 100 Punkte erreicht, erfolgt die Einstufung in den fünften Pflegegrad. Dies erfordert intensive Betreuung des Pflegebedürftigen rund um die Uhr.   Im Zuge der Pflegebegutachtung wird die Selbstständigkeit des Versicherten in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens überprüft und bewertet.   Die Punktevergabe richtet sich dabei nach der Schwere der Einschränkung bzw. nach der Möglichkeit der selbstständigen Lebensführung.   0 Punkte – selbstständig Der Versicherte ist in der Lage alltägliche Handlungen oder Tätigkeiten ohne fremde Hilfe durchzuführen.   1 Punkt – überwiegend selbstständig Der Versicherte ist in der Lage den größten Teil der alltäglichen Handlungen ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Pflegende Personen unterstützen nur in geringen Maßen.   2 Punkte – überwiegend unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nur noch zu einem geringen Teil selbstständig erledigen. Er ist zunehmend auf eine pflegende Person angewiesen.   3 Punkte – unselbstständig Der Versicherte kann alltägliche Handlungen nicht mehr allein ausführen und ist stark auf eine pflegende Person angewiesen. In folgenden sechs Bereichen wird der Versicherte auf Selbstständigkeit geprüft: Jeder der sechs Bereiche ist in sich gegliedert. Insgesamt werden 64 Fragen gestellt und bewertet, dabei hat jedes Modul in der Gesamtbewertung eine unterschiedlich starke Gewichtung.   Mobilität Im Bereich der Mobilität wird geprüft, inwieweit der Versicherte imstande ist sich selbstständig fortzubewegen und alltägliche Handlungen und Tätigkeiten durchzuführen, bzw. in welchem Ausmaß er darin bereits Unterstützung benötigt.   Fähigkeiten in mentaler, kognitiver und kommunikativer Hinsicht Die Fähigkeit der örtlichen Orientierung und das Kurz- und das Langzeitgedächtnis sind in diesem Modul ausschlaggebend. Ebenso wird getestet, ob der Versicherte etwa in der Lage ist Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen oder Probleme in der Entscheidungsfindung im Alltag hat.   Verhalten und Psyche Zeigt der Versicherte motorische Auffälligkeiten, leidet er unter Angstzuständen, Formen von Aggression oder nächtlicher Unruhe? Werden Gegenstände beschädigt oder zeigt er sonstige verhaltensbedingte Auffälligkeiten?   Selbstversorgung Einfache alltäglichen Handlungen und Tätigkeiten, die die eigene Versorgung und Pflege betreffen, etwa das An- und Auskleiden, das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten und die tägliche Körperpflege.   Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit In diesem Modul wird bewertet, inwieweit der Versicherte sich im Falle einer Krankheit selbst versorgen kann. Hierzu zählen etwa die eigenständige Medikamenteneinnahme, die Messung von Körperzuständen, wie Blutzucker oder ähnliches sowie die selbstständige Verabreichung von Injektionen.   Alltag und soziales Umfeld Hier stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß der Betroffene noch die Fähigkeit besitzt seine Freizeit selbstständig zu gestalten und mit seinem sozialen Umfeld zu interagieren. Auch die Bewältigung des täglichen Lebens fließt hier nochmals in die Bewertung mit ein. Leistungen der Pflegekasse für Pflegegrad 5 Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 5 haben Anspruch auf Pflegeleistungen in der Höhe von bis zu maximal 57.084 Euro jährlich.   pixabay - Alexas_Fotos Pflegegeld Wird der Versicherte von Angehörigen oder anderen Privatpersonen in seinem Wohnraum betreut, hat dieser Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe von 901 Euro monatlich. Pflegesachleistungen Erfolgt die Pflege durch gewerbliche Pflegekräfte im häuslichen Umfeld des Versicherten, wird sie mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt.   Pflegesachleistungen werden direkt mit dem ausführenden Pflegedienst verrechnet. Dabei müssen die Pflegesachleistungen nicht zur Gänze ausgeschöpft werden, sie werden lediglich nach Aufwand gegengerechnet.   Es ist auch möglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu kombinieren. Tages- und Nachtpflege Genießt der Versicherte eine teilstationäre Betreuung in einer Tages- oder Nacht-Pflegeeinrichtung wird diese mit 1.995 Euro pro Monat unterstützt. Vollstationäre Pflege Ist der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht und beansprucht vollstationäre Pflege stehen ihm monatlich 2.005 Euro zu. Entlastungsbetrag Im Pflegegrad 5 haben Betroffene Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in der Höhe von 125 Euro. Kurzzeitpflege Benötigt der Versicherte nach etwa einem Krankenhausaufenthalt vorübergehende Betreuung, zahlt die Krankenkasse zur Sicherung der Pflege 1.612 Euro pro Jahr. Die Kurzzeitpflege kann für die Dauer von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr beantragt werden.   Wird keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen, können die Leistungen der Kurzzeitpflege auf bis zu maximal 8 Wochen pro Kalenderjahr und 3.224 Euro erhöht werden. Verhinderungspflege Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird bei Verhinderung der hauptsächlich pflegenden Person für die Übernahme der Pflege im Ausmaß von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, durch eine fremde Person ein Betrag von maximal 1.612 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.   Wird keine Kurzzeitpflege beansprucht, können die Leistungen der Verhinderungspflege auf bis zu 2.417 Euro pro Kalenderjahr erhöht werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 5 haben Anspruch auf den Bezug von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel, welche mit 40 Euro pro Monat unterstützt werden. Hausnotruf Anschlusskosten für einen Hausnotruf werden einmalig in der Höhe von 10,49 Euro übernommen und Versicherte haben zudem Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von 18,36 Euro für den Betrieb des Hausnotrufs. Wohnraumanpassung Eventuell notwendige Umbauten im Haushalt des Versicherten werden einmalig mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Die wichtigsten Infos kurz und knapp Der Pflegegrad 5 stellt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung dar und wird mit mindestens 90 Punkten erreicht.   Pflegegeld 901 Euro pro Monat. Pflegesachleistungen 1.995 Euro pro Monat. Entlastungsbetrag 125 Euro pro Monat. Tages- und Nachtpflege 1.995 Euro pro Monat. Vollstationäre Pflege 2.005 Euro pro Monat. Kurzzeitpflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich, für Pflegeübernahme im Ausmaß von maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40 Euro pro Monat. Hausnotruf Einmalige Anschlusskosten in Höhe von 10,49 Euro. Monatliche Betriebskosten von 18,36 Euro. Wohnraumanpassung Einmalig bis zu 4.000 Euro. Tipp: Nutzen Sie den kostenlosen Pflegegradrechner für eine erste Einschätzung zur Einstufung in einen Pflegegrad.   Quellenangaben:PflegegeldantragPflegegradinfo

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  • Neue Pflegegrade 2017 - Alle Infos und Neuerungen

    Dank des medizinischen Fortschritts werden Menschen immer älter. Doch je älter Menschen werden, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie im Alter Hilfe und Unterstützung brauchen. In fast 50 Prozent der Fälle übernehmen Angehörige diese Aufgabe und pflegen die ältere Generation. Die Umstellung auf neue Pflegegrade 2017 fördert genau diese Personengruppe. Mit zunehmendem Alter wird es absehbar, dass Hilfe benötigt wird, es kann jedoch auch von einem Tag auf den anderen passieren. Unfälle, Krankheiten oder andere Gegebenheiten, auf die wir keinen Einfluss haben und die uns unerwartet treffen, führen dazu, dass Menschen auch in jüngeren Jahren plötzlich pflegebedürftig werden.   Da die Betreuung in manchen Fällen nicht durch Verwandte oder Bekannte übernommen werden kann, sind Pflegedienste oder Pflegeheime oft die einzige Alternative. Diese Art der Betreuung und auch die häusliche Pflege sind recht kostspielig und nicht jeder Versicherte kann die Aufwendungen für eine professionelle Pflege finanzieren. Um allen Betroffenen die bestmögliche Unterstützung zu bieten wurden die ehemaligen Pflegestufen auf neue Pflegegrade 2017 umgestellt.   pixabay - anSICHhoch3   Jede Person hat das Recht auf ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben, darum wurde das Pflegestärkungsgesetz an die neuen Anforderungen angepasst und unterstützt pflegebedürftige Personen und deren Angehörige durch Pflegeleistungen auf finanzieller und sachlicher Ebene. Neue Pflegegrade 2017 - Pflegestufen werden zu Pflegegraden Da es immer wieder zu hörbarer Kritik an den vormals geltenden Pflegestufen gab, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen eine Pflegereform durchzuführen, welche schrittweise von 2015 bis 2017 umgesetzt wurden – Neue Pflegegrade 2017. So wurde durch die neue Begutachtungsmethode auch kognitiv eingeschränkten Personen eine Unterstützung ermöglicht. Früher erfolgte die Einstufung in die Pflegestufen nach dem zeitlichen Aufwand der pflegenden Person. Nach der Pflegereform wird ein Pflegegrad nach der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen gemessen. Demnach werden psychisch oder geistig Kranke nicht mehr ausgeschlossen.   Alte Pflegestufen Neue Pflegegrade 2017 Neu seit 2017 Pflegegrad 1 Pflegestufe 0 Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 Pflegestufe 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 Pflegestufe 3 Pflegestufe 3 mit Härtefall Pflegegrad 5   Auch der Leitsatz „ambulant vor stationär“ wurde gestärkt, indem die Leistungen in der ambulanten Pflege erhöht wurden. Dabei stehen der Mensch und die Möglichkeit zur häuslichen Pflege im Vordergrund. Pflegebedürftige Personen sollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und dem familiären Umfeld verweilen können. Neue Pflegegrade 2017 - Wie werden die neuen Pflegegrade ermittelt? Die Schwere der Einschränkung der Selbstständigkeit oder auch die Pflegebedürftigkeit der Personen wird von einem unabhängigen Sachverständigen des MDK (Medizinischer Dienst) geprüft und beurteilt. Hierbei wird in 6 verschiedenen Bereichen der jeweilige Schweregrad der Beeinträchtigung bestimmt. Der erste Grad steht für die leichteste Form der Einschränkung und der fünfte Grad für die schwerste Einschränkung der Selbstständigkeit. Neue Pflegegrade 2017 - Pflegegrad 1mindestens 12,5 bis 27 PunkteGeringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Neue Pflegegrade 2017 - Pflegegrad 227 bis 47,5 PunkteErhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Neue Pflegegrade 2017 - Pflegegrad 347,5 bis 70 PunkteSchwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Neue Pflegegrade 2017 - Pflegegrad 470 bis 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Neue Pflegegrade 2017 - Pflegegrad 5mindestens 90 PunkteSchwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung Neue Pflegegrade 2017 - Die einzelnen Bereiche zur Beurteilung Für die Ermittlung des jeweiligen Pflegegrades werden allgemeine Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltages sowie Verhaltensweisen und die Fähigkeit zur psychischen und physischen Belastung bewertet: Mobilität Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Selbstversorgung Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte Diese 6 Module gliedern sich in insgesamt 64 Entscheidungskriterien, welche für die Einstufung in den jeweiligen Pflegegrad relevant sind. Anhand der erreichten Punktzahl erfolgt die Einteilung in den Pflegegrad. Neue Pflegegrade 2017 - Die Punkteverteilung in den einzelnen Bereichen Die sechs Bereiche sind jeweils in Untergruppen unterteilt und werden anhand eines Punktesystems unter insgesamt 64 Entscheidungskriterien bewertet. Die Punkteverteilung gliedert sich wie folgt: 0 Punkte – selbstständig 1 Punkt – überwiegend selbstständig 2 Punkte – überwiegend unselbstständig 3 Punkte – unselbstständig Neue Pflegegrade 2017 - Gewichtung der einzelnen Module Bei der Auswertung zählen die einzelnen Bereiche unterschiedlich schwer, so nimmt die Fähigkeit zur Selbstversorgung den höchsten Stellenwert ein, die Mobilität hingegen wird am geringsten bewertet.   Neue Pflegegrade 2017 - Änderungen der Pflegeleistungen im Überblick Die nachfolgende Aufstellung gibt einen kurzen Überblick über die jeweilige Neueinstufung von den alten Pflegestufen in die neuen Pflegegrade und deren Leistungserhöhungen.     Pflegestufe Leistungen vor Reform Pflegegrad Leistungen nach Reform Pflegegeld 0 123 Euro 2 316 Euro   1 244 Euro 2 316 Euro   1 mit EdA 316 Euro 3 545 Euro   2 458 Euro 3 545 Euro   2 mit EdA 545 Euro 4 728 Euro   3 728 Euro 4 728 Euro   3 mit EdA 728 Euro 5 901 Euro Pflegesachleistung 0 231 Euro 2 689 Euro   1 468 Euro 2 689 Euro   1 mit EdA 689 Euro 3 1.298 Euro   2 1.144 Euro 3 1.298 Euro   2 mit EdA 1.298 Euro 4 1.612 Euro   3 1.612 Euro 4 1.612 Euro   3 mit EdA 1.612 Euro 5 1.995 Euro

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  • Pflegebedarf im Onlineshop

    Werden Familienmitglieder älter, ist es absehbar, dass sie über kurz oder lang Hilfe zur Bewältigung des Alltages benötigen. Fast alle Menschen ziehen eine Pflege im häuslichen Umfeld der Unterbringung in einem Pflegeheim vor.   Doch in manchen Fällen bleibt gar keine Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Werden Menschen aufgrund eines Unfalles oder einer plötzlichen Erkrankung zu einem Pflegefall, muss man innerhalb kürzester Zeit eine Entscheidung treffen, die für Angehörige oft eine große Belastung darstellt.   pixabay - Tumisu   Die Organisation und Bewältigung der Betreuung stellt viele Angehörige vor eine große Herausforderung. Um Betroffenen und deren Angehörigen die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln zur Pflege zu erleichtern, haben sich zahlreiche Shops auf den Vertrieb von Pflegebedarf spezialisiert. Welche Pflegehilfsmittel sind in einem Pflegebedarfsshop erhältlich? Shops für Pflegebedarf haben sich auf Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltages des Patienten als auch der pflegenden Person spezialisiert. Die Bandbreite an Artikeln ist groß und nahezu für jeden Bereich sind geeignete Artikel erhältlich.   In erster Linie wird in sechs Bereiche unterteilt:   Alltagshelfer Ernährung Haushalt Inkontinenz Körperpflege Pflegepaket Alltagshelfer Hierzu zählen alle Artikel, die den Alltag der pflegebedürftigen Person und deren Betreuung erleichtern können und die nicht in einen der anderen fünf Kategorien fällt.   Strumpfanziehhilfen, die das mühelose Anziehen von Socken und Strümpfen ermöglicht. Haarwaschtablett zur Erleichterung der Haarwäsche am Waschbecken. Verschiedene Artikel zur Schmerztherapie, wie Therapiestifte, Ultraschallgeräte, Venengeräte und Massagekissen. Sitz- und Stehhilfen. Nachtlichter zur Sturzprophylaxe. Ernährung Ältere Menschen oder Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Operation nicht in der Lage sind, normale Nahrung zu sich zu nehmen, sind auf spezielle Ernährung angewiesen.   Pflegebedarf Shops bieten heute bereits eine große Auswahl an geeigneten Zusatznahrungen an, die Ernährungsdefizite gezielt ausgleichen können. So werden vor allem hochkalorische Trinknahrung – auch als Astronautenkost bekannt – zur schnellen Kalorienzufuhr bei Mangel- und Unterernährung verabreicht.   Aber auch bei verschiedenen Darmerkrankungen, Schluckstörungen oder psychischen Erkrankungen finden sie Einsatz.   Aufbau- und Zusatznahrungen gibt es in verschiedenen Formen und zahlreichen Geschmacksrichtungen. Sie sind in ausgesuchten Shops für Pflegebedarf als Trinknahrung, Cremes oder Puddings erhältlich. Haushalt Für die Erleichterung im Haushalt sorgen Produkte wie automatische Seifenspender, Windeltonnen und spezielle Müllbeutel mit Geruchsstopp. Es finden sich aber auch Artikel wie Kissen, Decken oder Toilettenpapier in dieser Kategorie. Inkontinenz Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema, niemand spricht gerne darüber. Umso häufiger nutzen Betroffene die weitgehend anonyme Beschaffung der notwendigen Inkontinenzartikel über einen Pflegeshop.   Wurde eine Form der Inkontinenz vom Arzt festgestellt und bescheinigt, können geeignete Hilfsmittel auf Rezept bezogen werden.   Für den Bezug von Inkontinenzartikel gewährt die Krankenkasse verschiedene Unterstützungen. So fallen für betroffene Personen lediglich 10 % des Betrages, jedoch maximal 10 Euro und mindestens 5 Euro als Selbstbehalt an. Die Krankenkasse sieht bestimmte ausgewählte Inkontinenzartikel als Grundversorgung an. Höherwertige bzw. teurere Produkte müssen vom Versicherten eigenständig zugekauft werden. Die verschiedenen Inkontinenzartikel Es gibt zahlreiche Produkte, die auf die verschiedenen Schweregrade der Inkontinenz zugeschnitten sind und die zahlreichen unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen erfüllen.   So sind in Pflege Shops vor allem Einlagen, Vorlagen, Slips, Pants, Kinderwindeln, saugende Bettschutzeinlagen, Netzhosen und Inkontinenz-Sitzauflagen erhältlich. Körperpflege Die Haut älterer Personen und Pflegebedürftiger, die hauptsächlich liegen oder von Inkontinenz betroffen sind, benötigen besondere Pflege.   In der Kategorie der Körperpflege finden sich daher Cremes, die auf die speziellen Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen abgestimmt sind. Auch gut verträgliche Shampoos, Hautpflegetücher und Massageschwämme sind über Pflege Onlineshops erhältlich. Pflegepaket Shops für Pflegebedarf stellen eigens zusammengestellte Pflegepakete zur Verfügung, die mit einem Betrag von 40 Euro monatlich von der zuständigen Krankenkasse subventioniert wird.   Pflegepakete enthalten nur zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, welche in erster Linie dem Schutz der pflegenden Person dienen und die häusliche Pflege erleichtern sollen.   Zu diesen geförderten Hilfsmitteln zählen:   Saugende Bettschutzeinlagen Fingerlinge Einmalhandschuhe Mundschutz Schutzschürzen Hand- und Flächendesinfektionsmittel (jedoch keine Wunddesinfektion) Einmallätzchen   Diese Produkte sind lediglich zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und werden in der Regel nach Gebrauch entsorgt.   Die Artikel im Pflegepaket können auch ohne ärztliche Verordnung bezogen werden und sind in Sanitätshäusern, Apotheken oder Onlineshops für Pflegebedarf erhältlich.   Anmerkung: Inkontinenzartikel sind zwar auch nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt, zählen aber nicht zu den von der Krankenkasse unterstützen Pflegeartikel für das Pflegepaket.   Um die Kosten für das monatliche Pflegepaket von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, ist die Einreichung eines Antrags notwendig, welchen jedoch auch viele Onlineshops für den Antragsteller übernehmen. Auch die direkte Verrechnung zwischen dem Lieferanten und der Krankenkasse ist möglich.   pixabay - Steve Buissinne Zusammenfassung Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse, allgemeine Tätigkeiten im Alltag werden zusehends mühsamer und das selbstständige Leben schwieriger. Doch auch Personen, die aus anderen Gründen auf Hilfsmittel oder Pflegeprodukte angewiesen sind, profitieren von speziellen Pflegebedarfshops, die ganz auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen ausgerichtet sind.   Verschiedene Alltagshelfer unterstützen im Alltag und sorgen für mehr Sicherheit. So können spezielle Hilfsmittel das Auf- und Absteigen von Treppen erleichtern oder für einen sicheren Ausstieg aus der Badewanne sorgen.   Onlineshops für Pflegebedarf ermöglichen ihren Kunden einen einfachen Zugang zu den notwendigen Produkten. Körperliche eingeschränkte Personen können ganz einfach und bequem von Zuhause aus bestellen und bekommen die gewünschten Artikel direkt an die Haustüre geliefert. Diese Art des Bezuges von Pflegehilfsmitteln ist besonders bei unangenehmen Erkrankungen, wie etwa Inkontinenz vorteilhaft.   Viele der angebotenen Produkte werden durch Leistungen der zuständigen Pflege- oder Krankenkassen unterstützt.   TIPP: Personen mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel in der Höhe von 40 Euro monatlich. Diese sind ohne ärztliche Verordnung erhältlich und können mit einem kurzen Antrag bezogen werden. Die meisten Onlineshops übernehmen sowohl die Antragstellung als auch die direkte Verrechnung mit der Krankenkasse.      

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  • Hilfsmittel – was ist das?

    Hilfsmittel gleichen körperliche Funktionseinschränkungen des Körpers aus. Ihre Verwendung  erleichtert Betroffenen die meisten Alltagsaktivitäten, Mobilität, Hygiene oder soziale Interaktion. Daher sind sie für viele Menschen unerlässlich, um selbstbestimmt zu arbeiten oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.    Zu den allgemeinen Hilfsmitteln zählen einerseits Produkte wie Hörgeräte, Sehhilfen, Gehhilfen, Rollstühle, orthopädische Schuhe, Kompressionsstrümpfe, Prothesen oder Blutzuckermessgeräte. Auch gibt es andererseits Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, wie beispielsweise Inkontinenzhilfen oder Stoma-Artikel.      Was sind Hilfsmittel und was nicht? Die Krankenkassen zahlen nur die oben genannten wirklichen Hilfsmittel, Dienstleistungen gelten nicht als Hilfsmittel und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Hilfsmittel sind ausschließlich als bewegliche Gegenstände definiert. Das bedeutet, dass weder Dienstleistungen noch behindertengerechte Umbauten von Immobilien, etwa der Einbau eines Treppenlifts, dazugehören. Bei einigen Hilfsmitteln muss der Versicherte einen Teil selbst zahlen. Dies ist bspw. der Fall bei Gegenständen, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht und die gleichzeitig dem Ausgleich einer Behinderung oder der Sicherung der Behandlung dienen ‒ wie zum Beispiel orthopädische Schuhe. Hier wird ein Eigenanteil angerechnet. Für Pflegehilfsmittel kommt nicht die Krankenkasse, sondern die Pflegeversicherung auf. Die Krankenkassen dürfen die Kosten der Hilfsmittel nur übernehmen, wenn diese erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen.     Hilfsmittel – was zahlt die Krankenkasse? Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel mit teilweise starken Einschränkungen. Als Bezieher von Hilfsmitteln erhalten Sie diese in der Regel durch ein Sanitätshaus, das Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist. Sollten Sie jedoch ihre Hilfsmittel von einem anderen Leistungserbringer erhalten, der nicht Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen. Daher empfiehlt es sich, dass Sie sich frühzeitig informieren und sich von ihrer Krankenkasse alle möglichen Vertragspartner nennen lassen.   Bei der Kostenübernahme unterscheiden die Krankenkassen zwischen Hilfsmitteln, für die ein Festbetrag besteht, und Hilfsmitteln, die keinen Festbetrag haben.   Hilfsmittel mit Festbetrag: In diesem Fall übernehmen die Kassen die Kosten bis zur Höhe des Festbetrags. Hilfsmittel ohne Festbetrag beim Vertragspartner: Die Kassen übernehmen die Kosten bis maximal zur Höhe des vertraglich vereinbarten Preises. Hilfsmittel ohne Festbetrag bei Leistungserbringern, die nicht Vertragspartner der Krankenkasse sind: Hier werden nur Kosten in Höhe des niedrigsten Preises einer vergleichbaren Leistung des Vertragspartners erstattet.   Übrigens: Wird ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse abgelehnt, können Sie gegen diese Entscheidung innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Bleibt es bei einem ablehnenden Bescheid, haben Sie die Möglichkeit vor dem Sozialgericht Klage gegen den Widerspruchsbescheid einzureichen.  

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  • Wegweiser für Pflegebedürftige und deren Angehörige

    Menschen, die sich im fortschreitenden Alter oder aufgrund einer schweren Erkrankung nur eingeschränkt oder gar nicht mehr selbst versorgen können, haben Anspruch auf Hilfe, um ihren Alltag zu meistern. Diese Hilfe steht jeder pflegebedürftigen Person zu und soll dafür sorgen, dass die Person ihr Leben so lange wie möglich weitgehend selbstständig und im heimischen Umfeld führen kann. Oft werden ältere und kranke Menschen von ihren Angehörigen gepflegt, was zumeist eine schwere Belastung für die pflegende Person darstellt. Nicht nur psychisch und physisch, sondern auch im Bezug auf das soziale Leben. Um die Pflege von Angehörigen einfacher zu gestalten und die pflegende Person zu entlasten, stehen dem Versicherten diverse Hilfsmittel zur Sicherstellung der Pflege zu.     Die häusliche Pflege Um dem Pflegebedürftigen so lange wie möglich den Aufenthalt in den eigenen Wohnräumen zu ermöglichen, gibt es die häusliche Pflege. Hier wird der Patient von einem Angehörigen oder Bekannten und in manchen Fällen auch von einem ambulanten Dienst betreut.   Die ambulante Pflege In diesem Fall wird der Pflegebedürftige zwar auch im häuslichen Umfeld, jedoch von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt. Dies kann auch zur Entlastung abwechselnd mit der Pflege von Angehörigen einhergehen.   Die stationäre Pflege Bei der stationären Pflege ist der Patient in einem zugelassenen Pflegeheim untergebracht und wird dort durch Fachpersonal vollstationär betreut. Voraussetzung für eine Unterbringung in stationärer Pflege ist, dass die ambulante Pflege nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann.     Pflegegrade Seit 2017 regelt das Pflegestärkungsgesetz die Einteilung der Schwere der Einschränkung in Pflegegrade. Für die Einstufung in die fünf Pflegegrade ist die noch vorhandene Selbstständigkeit ausschlaggebend.   Je nach Schwere der Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person erfolgt eine Zuteilung in einen Pflegegrad. Für die Beurteilung wird die Person mittels eines Punktesystems in sechs unterschiedlichen Modulen bewertet. Dabei wird die noch vorhandene Mobilität, die mentalen Fähigkeiten, Verhaltensweisen, die Möglichkeit der Selbstversorgung, der Umgang mit krankheitsbedingten Belastungen und die Meisterung des Alltagslebens betrachtet.   Aufgrund der erreichten Punkte erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad, wobei der erste Pflegegrad einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit entspricht und der fünfte Pflegegrad einer schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.     Pflegegradrechner Berechnen Sie mit dem kostenlosen Pflegegradrechner online Ihren Pflegegrad. Der kostenlose Pflegegradrechner dient nur zur ersten groben Orientierung und stellt keine verbindliche Einstufung dar.   Pflegegeld Wurde ein körperlich oder geistig eingeschränkter Mensch in einen Pflegegrad von 2 bis 5 eingestuft hat er grundsätzlich Anspruch auf Pflegegeld. Voraussetzung dafür ist die Pflege in den Wohnräumen des Pflegebedürftigen durch Verwandte oder Bekannte.   Personen mit dem Pflegegrad 1 erhalten jedoch kein Pflegegeld, da diese nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind und ihr Leben noch selbst meistern können.   Das Pflegegeld dient zur Sicherstellung der pflegerischen Leistungen und wird dem Pflegebedürftigen durch die zuständige Pflegekasse zur freien Verfügung ausbezahlt.   Pflegegrad 1 - es besteht kein Anspruch auf Pflegegeld. Pflegegrad 2 - Pflegegeld bis € 316 monatlich. Pflegegrad 3 - Pflegegeld bis € 545 monatlich. Pflegegrad 4 - Pflegegeld bis € 728 monatlich. Pflegegrad 5 - Pflegegeld bis € 901 monatlich.   Zusätzlich zum Pflegegeld gebühren dem Pflegebedürftigen weitere Leistungen der Pflegekasse. So haben Pflegebedürftige und deren Angehörige je nach Bedarf und Einstufung in die Pflegegrade Anspruch auf Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege sowie Betreuungs- und Entlastungsleistungen.     Pflegehilfsmittel zum Verbrauch Eine Besonderheit stellen die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch dar. Diese werden mit einem monatlichen Betrag in Höhe von 40 EUR von der Pflegeversicherung subventioniert. Pflegebedürftige Menschen, die in häuslicher Pflege betreut werden, haben unabhängig vom Pflegegrad Anspruch auf diese Leistungen. Diese dienen der pflegerischen Versorgung und sind im Hilfsmittelverzeichnis geregelt.   Die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel sind nicht verordnungspflichtig und können ganz einfach in Sanitätshäusern oder in der Apotheke bezogen werden.   Pflegehilfsmittel online bestellen: Jetzt mit MEDI-PAKET das Pflegepaket für 40 Euro sichern!

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  • Kalorienreiche Nahrung zur Gewichtszunahme nach schwerer Krankheit und für Senioren mit erhöhtem Nährstoffbedarf

    Lang andauernde oder schwere Krankheiten können besonders bei älteren Menschen Untergewicht und Mangelerscheinungen hervorrufen. Für eine gesunde Gewichtszunahme ist es wichtig, den Körper mit genügend Energie zu versorgen. Kalorienreiche Nahrung und spezielle hochkalorische Trinknahrung wurden hierfür entwickelt. Neben einer hohen Energiedichte stehen hier besonders die Zufuhr von lebenswichtigen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen im Vordergrund. Kalorienreiche Nahrung als Vorbeugung bei Malnutrition - Mangelernährung im Alter Der Begriff Malnutrition beschreibt eine Mangel- bzw. Unterernährung. Die Mangelernährung ist eine schleichende Erkrankung, die vor allem im fortgeschrittenen Alter zu beobachten ist. Oft nehmen Senioren über einen längeren Zeitraum zu wenig lebensnotwendige Nährstoffe zu sich und leiden mit der Zeit an einer Unterversorgung von Energie, Proteinen und Vitaminen. In vielen Fällen wird die dadurch auftretende Antriebslosigkeit und Gewichtsabnahme als Altersschwäche bezeichnet. Werden die Symptome einer Mangelernährung jedoch nicht behandelt, steigt das Sterblichkeitsrisiko und es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. In diesen Fällen kann kalorienreiche Nahrung die notwendigen Nährstoffe zuführen. pixabay - sabinevanerp Kalorienreiche Nahrung zur Linderung der Symptome einer Mangelernährung Die Symptome einer Mangelernährung sind vielfältig, daher ist eine aufmerksame Beobachtung und eine regelmäßige Gewichtskontrolle bei Senioren wichtig, um frühzeitig einer Mangel- oder Unterernährung vorbeugen zu können. Allgemeine Schwäche Müdigkeit Antriebslosigkeit Gewichtsabnahme Beeinträchtigte Wundheilung Abnehmende Muskelkraft Wenig bis gar kein Appetit Geringe Flüssigkeitszufuhr Trockene und rissige Haut Kalorienreiche Nahrung kann die Symptome lindern und einer lebensbedrohlichen Unterernährung vorbeugen. Kalorienreiche Nahrung kann gefährlichen Gewichtsverlust ausgleichen Wenn Menschen im fortgeschrittenen Alter oder nach langer Krankheit ihren Nährstoffbedarf nicht mehr aus der täglichen Nahrung decken können und an Gewicht verloren haben, kann eine Therapie mit Aufbaunahrung sinnvoll sein um ein gesundes Gewicht, bzw. das Idealgewicht zu erreichen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt, er wird Ihnen im Bedarfsfall die geeignete kalorienreiche Nahrung verordnen. Kalorienreiche Nahrung - Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Trinknahrung Trinknahrung oder Astronautenkost wurde speziell zur Unterstützung beim Gewichtsaufbau und zum Ausgleich von Mangelerscheinungen entwickelt. Sie enthält alle essentiellen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form und versorgt zudem den Körper mit den notwendigen Eiweißen, Fetten und Kohlenhydrate. Laut der Empfehlung der DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung entspricht die Zusammensetzung einer Standard-Trinknahrung der einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. So enthält eine Portion kalorienreiche Nahrung in der Regel etwa 50 Prozent Kohlenhydrate bis zu 30 Prozent Fette 10 bis 20 Prozent Eiweiß. Enthält eine Trinknahrung mehr als 20 Prozent an Eiweißen, wird sie als eiweißreich gekennzeichnet. Anmerkung: Trinknahrungen, die speziell für diverse Krankheitsbilder, wie Diabetes, Morbus Crohn usw. entwickelt wurden, unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Die spezifische Zusammenstellung der Inhaltsstoffe ist auf der Verpackung gekennzeichnet. Auskunft und Beratung über kalorienreiche Nahrung und die für Sie geeigneten Produkte erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Facharzt oder in der Apotheke. Kalorienreiche Nahrung - Tipps zur Verwendung von hochkalorischer Trinknahrung, Cremes und Puddings Hochkalorische Trinknahrung eignet sich hervorragend, um die täglichen Mahlzeiten mit zusätzlichen Nährstoffen anzureichern.     Verwenden Sie kalorienreiche Nahrung, wie Puddings oder Cremes als Topping für einen Kuchen, statt Joghurt im Frühstücksmüsli, tiefgekühlt als Eis am Stiel, zusammen mit Mascarpone in einem Tiramisu, als Füllung für Pfannkuchen. Verwenden Sie Trinknahrung als Erfrischungsgetränk gemischt mit Mineralwasser oder Fruchtsäften, statt Milch im Kakao und Kaffee. Kalorienreiche Nahrung gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, neutrale Sorten können Sie in Suppen und Soßen unterrühren, im Brotaufstrich verarbeiten, als Soße zu Fleisch, Reis, Teigwaren oder Kartoffel servieren, anstelle von Milch in Knödel, Rührei und Kuchen verwenden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Sie kalorienreiche Nahrung in Ihren Alltag integrieren können. Kalorienreiche Nahrung - 5 wandlungsfähige Rezepte Hier stellen wir Ihnen 5 Rezepte mit einer hohen Energiedichte vor, die Sie ganz nach Belieben abwandeln können.Den Rezepten wird kalorienreiche Nahrung hinzugefügt, um eine höhere Nährstoffzufuhr pro Mahlzeit zu erzielen. Anmerkung: Diese Angaben dienen lediglich zur Inspiration und stellen keinen medizinischen Diätplan dar. Avocado Schoko Creme(2 Portionen) Zutaten: 1 reife Avocado 200 ml Trinknahrung Schoko 1 Vanilleschote Zubereitung: Die Avocado halbieren und den Kern entfernen. Die Avocadohälften mit einem Löffel aushöhlen und das Fruchtfleisch pürieren.Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Vanillemark mit der Messerspitze herauskratzen.Die pürierte Avocado mit dem Vanillemark und der Trinknahrung gut vermengen und servieren. TIPP: Obwohl Avocado und Schoko das perfekte Duo sind, schmeckt die Avocadocreme auch mit Trinknahrung Vanille hervorragend. Probieren Sie kalorienreiche Nahrung auch in anderen Geschmacksrichtungen. Erdbeer-Shake mit Eis(2 Portionen) Zutaten: 250 g frische Erdbeeren 200 ml Trinknahrung Erdbeere 50 ml Kokosmilch Vanillezucker nach Belieben 4 Kugeln Vanilleeis Zubereitung: Die Erdbeeren gründlich waschen und das Blattgrün entfernen.Die Trinknahrung zusammen mit der Kokosmilch, den Erdbeeren und dem Vanillezucker pürieren und in ein hohes Glas füllen. Mit dem Vanilleeis garnieren und genießen. TIPP: Wandeln Sie das Rezept ganz nach Ihrem Geschmack mit verschiedenen Obstsorten ab oder tauschen Sie das Vanilleeis gegen Schokoeis. Auch hier eignet sich die kalorienreiche Nahrung in anderen Geschmacksrichtungen. Gemüsesuppe(2 Portionen) pixabay - Einladung_zum_Essen Zutaten: 100 g Kartoffeln 1 kleine Gemüsezwiebel 2 Karotten 100 g Sellerieknolle 200 ml Trinknahrung neutral 300 ml Gemüsebrühe Schmand zur Dekoration Salz Pfeffer Zubereitung: Das Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden.Das klein geschnittene Gemüse in 1 EL Olivenöl kurz anbraten und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze etwa ½ Stunde köcheln lassen.Das weichgekochte Gemüse mit dem Mixstab pürieren und die neutrale Trinknahrung untermengen.Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Schmand servieren. TIPP: Für mehr Abwechslung verwenden Sie einfach Gemüse nach Saison. Diese Suppe gelingt auch mit Pastinake, Kürbis, Brokkoli oder Blumenkohl. Paprika-Rahmnudeln(2 Portionen) Zutaten: 100 g Nudeln nach Wahl 50 ml Gemüsebrühe 200 ml Trinknahrung neutral 1 kleine Gemüsezwiebel 2 rote Gemüsepaprika Pfeffer Salz Zubereitung: Kochen Sie die Nudeln nach Packungsanweisung und stellen Sie sie warm.Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls grob schneiden.Das Gemüse in etwas Öl anschwitzen und mit der Brühe aufgießen. 10 Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren.Die Trinknahrung unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.Die Soße über die Nudeln verteilen und servieren. TIPP: Die Paprika lässt sich ganz einfach durch Karotten oder Brokkoli austauschen. Pikante Pfannkuchen(2 Portionen) Zutaten: 100 g Mehl 200 ml Trinknahrung neutral 1 Ei 2 Scheiben Speck 1 Apfel Zubereitung: Mehl, Trinknahrung und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und das Kerngehäuse entfernen.In einer flachen Pfanne den Speck leicht anbraten, die Apfelscheiben hineinlegen und den Teig darüber verteilen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldgelb backen.Ergibt, je nach Dicke etwa 3 – 4 Pfannkuchen. TIPP: Für eine süße Variante einfach den Speck weglassen. Für noch mehr Abwechslung tauschen Sie den Apfel gegen Bananen oder andere Obstsorten. Für süße Pfannkuchen mit fruchtigem Geschmack eignet sich auch kalorienreiche Nahrung mit Erdbeergeschmack. Fazit – Kalorienreiche Nahrung Kalorienreiche Nahrung ist ein wirksames Mittel, um altersbedingte oder durch Erkrankung herbeigeführte Unterernährung auszugleichen und wichtige Nährstoffe zuzuführen. Besonders bei pflegebedürftigen Personen und älteren Menschen kann kalorienreiche Nahrung ein wichtiger Bestandteil des täglichen Essensplanes sein. Die große Auswahl an hochkalorischer Trinknahrung und anderen Darbietungsformen im Bereich kalorienreiche Nahrung, erleichtert die Gabe bzw. Einnahme wesentlich. Stöbern Sie in unserem Shop und finden Sie die passende kalorienreiche Nahrung für Ihre Bedürfnisse. Quellenangaben:Was essen bei KrebsGesund.at

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  • Günstige Produkte für Haushalt und Körperpflege

    Der Alterungsprozess der Haut Bei jungen Menschen erneuert sich die äußere Hautschicht (Epidermis) etwa alle 28 Tage. Bei älteren Menschen lässt die Erneuerungsfähigkeit der Zellen nach und die obere Schicht der Haut benötigt im fortgeschrittenen Alter bereits bis zu 35 Tage, um sich zu erneuern. Diese physiologischen Veränderungen machen sich aufgrund der nachlassenden Elastizität der Haut auch optisch bemerkbar. Symptome der Hautalterung Mit zunehmendem Alter entwickeln sich vielfältige Symptome der Hautalterung: Trockenheit Dünne Haut Vermehrter Juckreiz Entwicklung von Altersflecken und Falten Leicht reizbar Anfällig für Infektionen und Blutergüsse Langsamere Heilung pixabay - geralt Die richtige Haut- und Körperpflege in der Altenpflege Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse der Haut. Pflegeprodukte, die in jungen Jahren gut für die Haut waren, bringen im Alter oft nicht mehr den gewünschten Effekt und sind in manchen Fällen sogar schädlich für die zunehmend empfindlichen Hautpartien. Aufgrund von mangelndem fachlichem Wissen wird die Haut von pflegebedürftigen Personen vor allem in der häuslichen Pflege häufig falsch oder nur unzureichend gepflegt. Für private Pflegepersonen stellt der fachgerechte Umgang mit Körperpflegeprodukten bei älteren Patienten eine große Herausforderung dar. Die große Vielfalt an Produkten für Haushalt und Körperpflege überfordert nicht professionell ausgebildete Pflegekräfte zusehends. Um die richtigen Produkte für die alternde Haut des Pflegebedürftigen zu verwenden, bietet sich deshalb die Rücksprache mit einem Dermatologen an. Gute Körperpflegeprodukte müssen nicht teuer sein Mittlerweile gibt es viele verschiedene Pflegeprodukte auf dem Markt, die mit zusätzlichen Nähr- und Vitalstoffen angereichert und speziell auf die Bedürfnisse von alternder Haut ausgerichtet sind. Die Preisspanne ist groß und meist fällt die Auswahl schwer. Doch oft sind vor allem die günstigen Körperpflegeprodukte mit nur wenigen Zusätzen die bessere Wahl. Prüfen Sie vor dem Kauf die Inhaltsstoffe der Produkte genau und lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachverkäufer, einem Pharmazeuten oder einem Dermatologen beraten. pixabay - chezbeate Beachten Sie bei der Auswahl der geeigneten Körperpflegeprodukte einige Regeln: Verwenden Sie Waschlotionen mit einem pH-Wert, der bei 5,5 liegt, um den Säureschutzmantel wieder aufzubauen. Verzichten Sie auf herkömmliche Seifen, diese sind oft zu aggressiv für die Haut und trocknen diese aus. Produkte auf Öl- oder Fettbasis sorgen für eine bessere Rückfettung und regulieren die Hautfeuchtigkeit. Meiden Sie parfümierte Produkte, die die Haut reizen könnten. Verzichten Sie ebenso auf Produkte auf Alkoholbasis und Produkte mit ätherischen Ölen, auch diese können die Haut mitunter stark reizen. Vor allem die Behandlung mit Franzbranntwein sollte vermieden werden, da durch die Zusätze die alternde Haut geschädigt werden kann. Mit Urea, Kreatin, Ölen, Milchsäure oder Glycerin versetzte Produkte können trockene Haut wieder geschmeidiger machen. Richtige und fachgerechte Pflege mit einfachen Tipps Eine fachgerechte Pflege hängt jedoch nicht nur von den verwendeten Produkten ab, sondern auch von der Häufigkeit und Durchführung dieser. Grundsätzliches zur Pflege Benutzen Sie für die Körperreinigung Einmalhandschuhe oder Waschhandschuhe aus Baumwolle, diese sind besonders für empfindliche und leicht reizbare Haut geeignet. Trocknen Sie die Haut nach dem Waschen gründlich ab. Tupfen Sie die Haut mit einem weichen und saugfähigen Tuch ab und vermeiden Sie übermäßiges Reiben. Umgebung und Raumtemperatur Da ältere Personen meist recht kälteempfindlich sind, achten Sie beim Waschen der pflegebedürftigen Person auf eine angenehme Raumtemperatur von etwa 24 – 26 °C. Wird die Waschung in einem Raum durchgeführt, der von mehreren Personen benutzt wird, stellen Sie einen Sichtschutz für mehr Privatsphäre auf. Gesichtspflege Bei der Pflege der empfindlichen Gesichtshaut ist besondere Vorsicht geboten. Reinigen Sie zuerst die Augenpartie, danach die Wangen, Mund, Ohren und Hals. Hände und Füße Meist werden Hände und Füße besonders stark beansprucht und sind dadurch oft trocken und rissig. Cremen Sie die betroffenen Hautstellen mehrmals am Tag mit speziellen Cremes für sehr trockene Haut ein. Produkte für Haushalt und Körperpflege bei Inkontinenz Ein Großteil der an Inkontinenz leidenden Personen ist über 60 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit an Inkontinenz zu erkranken. Daher ist eine regelmäßige Pflege in diesem Fall besonders wichtig. Lesen Sie hier alles über das Thema Inkontinenz.Leiden ältere Menschen an Inkontinenz birgt der Kontakt mit Urin und Stuhl auf der Haut weitere Risiken. Die ohnehin schon geschwächte Haut wird durch den aggressiven Harnstoff und das Ammoniak stark belastet und es ist mit ernsthaften Erkrankungen zu rechnen.Ist der Säureschutzmantel der Haut einmal angegriffen, können sich Pilze und Bakterien ungehindert vermehren. Für einen gesunden Säureschutzmantel sollten daher nur Seifen und Lotionen mit einem pH-Wert von 5,5 verwendet werden.Greifen Sie zu saugfähigen Inkontinenzartikeln und wechseln Sie die Einlagen und Windeln regelmäßig, um einen unnötig langen Kontakt von Urin und Stuhl auf der Haut zu vermeiden. Für die schnelle Reinigung zwischendurch eignet sich milder Reinigungsschaum oder spezielle Reinigungstücher. pixabay - silviaritaVerwenden Sie zur Pflege der Intimzone keine stark fettenden Salben, diese könnten die Saugleistung der Inkontinenzprodukte reduzieren. Lassen Sie beim Wechsel der Inkontinenzwindeln die Haut einige Zeit an der frischen Luft atmen, um Reizungen und Hautirritationen vorzubeugen. Im Falle von schwerer Inkontinenz empfiehlt sich die Verwendung einer Bettschutzeinlage, da durch längeren Kontakt mit Harn und Stuhl Entzündungen entstehen können. Erleichterung im Pflegehaushalt mit praktischen Pflegehilfsmitteln Nicht nur die auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Pflegeprodukte, sondern auch praktische Alltagshelfer in der Pflege können den Pflegealltag erleichtern. In unserem Sortiment finden Sie unter anderem: Faltbare Fußbäder für die schnelle und unkomplizierte Fußpflege. Zahnprothesendosen mit Reinigungsbürste für die einfache und bequeme Reinigung der dritten Zähne. Toilettensitz-Erhöhungen mit Deckel für den leichteren Toilettengang. Dosierspender zur hygienischen Abgabe von Desinfektionsmittel, Seifen und Waschlotionen. In unserem Online Shop finden Sie eine Auswahl an günstigen Produkten für Haushalt und Körperpflege.TIPP: Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad 1 bis 5, haben Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss der Pflegekasse für Pflege- und Hilfsprodukte. Lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern ausführlich zu den diversen Pflegepaketen beraten. Quellenangaben:ZQPThema Altenpflege

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  • Astronautennahrung als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

    Besonders im fortschreitenden Alter ist die Nahrungsaufnahme für manche Personen aufgrund von Problemen beim Schlucken oder Kauen nur schwer möglich. Durch diese Einschränkung ist eine nährstoff- und vitaminreiche Ernährung oft nicht gegeben. Der Körper kann nicht mehr mit den lebensnotwendigen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen versorgt werden. Um einer Mangel- oder Unterernährung vorzubeugen bietet die Astronautennahrung eine gute Möglichkeit zur Grundversorgung mit allen notwendigen Nährstoffen. Die Astronautennahrung ist auch unter Trinknahrung bekannt und stellt in der Regel eine kalorienreiche Variante der Ernährung dar. Das gebrauchsfertige Getränk mit einer hohen Nährstoffdichte enthält alle essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße, die den normalen Nährstoffbedarf eines Menschen decken. Inhalt: Astronautennahrung - der Ursprung der Trinknahrung Einsatz der Astronautennahrung Formen der Astronautennahrung Für wen ist Astronautennahrung geignet? Wo findet Astronautennahrung Verwendung? Wo gibt es Astronautennahrung zu kaufen? Astronautennahrung auf Rezept - die Voraussetzungen Welche Produkte werden von der Krankenkasse bewilligt? Bilanzierte und vollbilanzierte Diät Astronautennahrung - Das Wichtigste im Überblick pixabay - www_slon_pics Astronautennahrung – der Ursprung der Trinknahrung Mit Beginn der Raumfahrt in den 1960er Jahren, mussten sich die Ernährungswissenschaftler etwas Besonderes einfallen lassen, um die Astronauten während der bemannten Raumfahrt optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen zu können. Anfangs noch in Tuben- oder Würfelform wurde das Trockenessen bis zur heutigen Trinknahrung stetig weiterentwickelt. Die Astronautennahrung bildet somit den Ursprung der Trinknahrung. nach oben Einsatz der Astronautennahrung Die Astronautennahrung wird vorrangig bei älteren Menschen, welche durch Krankheiten oder Operationen geschwächt sind, oder aus anderen Gründen keine normale Kost aufnehmen können, eingesetzt. Durch die Einnahme der hochkalorischen Trinknahrung können Ernährungsdefizite bei Mangel- als auch Unterernährung ausgeglichen werden. Sie findet jedoch auch Einsatz bei Patienten mit Schluckstörungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Demenz oder Stoffwechselerkrankungen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitszustand von geschwächten Personen. nach oben Formen der Astronautennahrung Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, gibt es heutzutage bereits viele verschiedene Formen der Astronautennahrung. Trinknahrung in gebrauchsfertigen Fläschchen, ideal für unterwegs. Trinknahrung in Pulverform zum einfachen Anrühren mit Wasser, Milch oder anderen Flüssigkeiten. Gelier- und Andickungsmittel, für die Bindung von Soßen, Suppen und anderen Flüssigkeiten. Astronautennahrung in Form von Essensbrei und Cremes für den Nachtisch.   pixabay - NjoyHarmony Da jede Krankheit eine individuelle Behandlung erfordert und auch unterschiedliche Nährstoffdefizite mit sich bringt, gibt es eine ganze Reihe von Trinknahrungen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen und Kaloriengehalt. So wurde eine speziell hochkalorische Trinknahrung für Patienten mit hohem Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen entwickelt, die einen besonders hohen Energiegehalt, sowie konzentrierte Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Für Menschen mit Niereninsuffizienz ist eine Astronautennahrung mit einem geringen Eiweißanteil erhältlich, um eine bessere Verträglichkeit zu gewährleisten. Es gibt jedoch auch Spezialnahrung für an Alzheimer erkrankte Personen oder für Menschen mit Dysphagie. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Arzt beraten, welche Trinknahrung für Sie am besten geeignet ist und die richtige Nährstoffzusammensetzung für Ihre Genesung aufweist. nach oben Für wen ist die Astronautennahrung geeignet? Generell ist die Astronautennahrung für jede Person geeignet, die noch in der Lage ist, die Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und zu verarbeiten (enterale Ernährung). Dank der flüssigen oder cremigen Konsistenz der Astronautennahrung ist eine orale Nahrungsaufnahme auch bei Schluckbeschwerden möglich. Nur wenn die Nahrungsaufnahme auf oralem Wege nicht mehr machbar ist, kann die Verabreichung der Trinknahrung auch direkt mittels Sonde in den Magen erfolgen. nach oben Wo findet Astronautennahrung Verwendung? Die Anwendungsgebiete der hochkalorischen Trinknahrung sind vielfältig, vorrangig wird sie in der Altenpflege, bei Krankheit oder nach Operationen und in der Palliativpflege eingesetzt. Doch auch Personen in der häuslichen Pflege, die aufgrund von Alter oder Erkrankung an massivem Gewichtsverlust leiden, werden mithilfe von Astronautenkost dringend benötigte Energie und Nährstoffe konzentriert zugeführt. nach oben Wo gibt es Astronautennahrung zu kaufen? Trinknahrung und Astronautennahrung sind in gut sortierten Fachgeschäften, in Onlineshops für Pflegebedarf und in der Apotheke erhältlich. nach oben Astronautennahrung auf Rezept – die Voraussetzungen Wenn die Fähigkeit zur ausreichenden regulären Nahrungsaufnahme fehlt oder eingeschränkt ist, kann der behandelnde Arzt eine Trinknahrung verordnen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann. Anmerkung: Die Verordnungsfähigkeit von medizinischer Trinknahrung ist in der Arzneimittelrichtlinie geregelt. Sieht der Arzt den Einsatz von Astronautenkost als medizinische Notwendigkeit, so kann er diese als Arzneimittel verordnen. Mit dem vom Mediziner ausgestellten Rezept erhalten die Patienten die notwendigen Produkte in der Apotheke oder einem ausgewählten Fachgeschäft. nach oben Welche Produkte werden von der Krankenkasse bewilligt? Trinknahrung, die als Zugabe zur normalen Ernährung geeignet ist und nur zum Aufbau dient (bilanzierte Diät). Trinknahrung, die zur ausschließlichen Ernährung eingesetzt wird (vollbilanzierte Diät). Produkte mit einem Mindestenergiegehalt von 1 kcal/ml. nach oben Bilanzierte und vollbilanzierte Diät Leidet der Patient unter Nährstoffmangel, Schwäche oder Vitaminmangel, ist jedoch noch in der Lage reguläre Mahlzeiten zu sich zu nehmen, kann Astronautennahrung als zusätzliches Nahrungsmittel eingesetzt werden - bilanzierte Diät. Ist die gewohnte Nahrungsaufnahme nur schwer oder gar nicht mehr möglich, dient die Astronautennahrung meist als alleinige und vollwertige Nahrungsquelle – vollbilanzierte Diät. Ob eine bilanzierte oder eine vollbilanzierte Diät zum Einsatz kommt, entscheidet der jeweilige Arzt aufgrund der Erkrankung des Patienten und dessen Ausgangssituation. Diese speziellen Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden und müssen mit einem eindeutigen Hinweis „Zum Diätmanagement bei …..“ versehen sein. Ebenfalls muss angegeben sein, für welche Krankheit, Störung oder Beschwerden das diätische Lebensmittel geeignet ist. Bilanzierte Diät Bei der bilanzierten Diät handelt es sich um Lebensmittel, die als Zusatz zu der normalen Ernährung eingenommen werden, um z. B. einen vorübergehenden Nährstoffmangel auszugleichen oder im Falle von Gewichtsverlust rasch eine hohe Menge an Kalorien zuzuführen. Anmerkung: Lebensmittel für die bilanzierte Diät sind nicht zur Behandlung einer Krankheit bestimmt, sie dienen lediglich zur Linderung von Symptomen, die durch eine Krankheit entstehen, zum Aufbau und zur Abdeckung der fehlenden Nährstoffe aufgrund einer Krankheit. pixabay - FabianoAdvertising Vollbilanzierte Diät Bei der vollbilanzierten Diät dient die Trinknahrung als alleiniges Nahrungsmittel und versorgt den Patienten mit allen essentiellen Nährstoffen, Vitaminen und Eiweißen. Die Einnahme kann oral oder auch via Sonde erfolgen. nach oben Astronautennahrung - Das Wichtigste im Überblick Astronautennahrung hat ihren Ursprung in der Raumfahrt und wurde als Trinknahrung eigens für Personen, welche aufgrund verschiedener Erkrankungen die nötigen Nährstoffe nicht mit der regulären Mahlzeit aufnehmen können und an Mangelerscheinungen leiden weiterentwickelt. Die Astronautenkost gilt als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und wird in der Regel von einem Arzt verordnet. Die Einnahme sollte vom zuständigen Mediziner beobachtet und kontrolliert werden. Medizinische Astronautennahrung ist verordnungsfähig und wird von der Krankenkasse bezahlt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass keine andere alternative Maßnahme zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann. nach oben Quellenangaben:AstronautennahrungArztpraxis BarmstedtDeutsche Apotheker Zeitung

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  • 40 Euro Pflegehilfsmittel – die monatliche Pauschale

    Pflegebedürftige haben laut dem Pflegestärkungsgesetz Anspruch auf einen Zuschuss in der Höhe von Euro 40 zur Beschaffung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Die 40 Euro Pflegehilfsmittel sind in der Regel nur zum einmaligen Gebrauch vorgesehen und dienen der Pflege des Patienten. Voraussetzung für die 40 Euro Pflegehilfsmittel ist ein anerkannter Pflegegrad und die häusliche Pflege. Was sind 40 Euro Pflegehilfsmittel? Die 40 Euro Pflegehilfsmittel dienen zur Sicherstellung der täglichen Grundpflege des Patienten und sollen der pflegenden Person die häusliche Pflege erleichtern. pixabay - Alexas_Fotos   Sämtliche zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind im Pflegehilfsmittelverzeichnis in der Gruppe 54 aufgelistet. Das Hilfsmittelverzeichnis können Sie online bei den Kranken- und Pflegekassen oder im zuständigen Sanitätshaus einsehen.   Zu den von der Pflegekasse unterstützten 40 Euro Pflegehilfsmittel zählen unter anderem Saugende BettschutzeinlagenSaugende Bettschutzeinlagen werden besonders bei bettlägerigen oder inkontinenten Pflegebedürftigen als Matratzenschutz unter den Körper gelegt. Diese stark saugenden Einlagen können große Flüssigkeitsmengen aufnehmen und ermöglichen dem Patienten dennoch eine trockene Liegefläche. Durch die kompakte Größe lassen sich die Auflagen schnell und einfach wechseln. Die Bettschutzeinlagen sind als Pflegehilfsmittel zum einmaligen Gebrauch in verschiedenen Größen erhältlich. FingerlingeDiese Schutzüberzüge für einzelne Finger werden vorrangig zum Entfernen von Restkot aus dem Rektum verwendet, sind aber auch für andere Tätigkeiten geeignet. Sie werden zum Schutz vor dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten des Pflegebedürftigen über die einzelnen Finger gezogen. EinmalhandschuheZum Schutz der Pflegeperson beim Umgang mit Körpersekreten und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten oder Infektionen. Einmalhandschuhe bieten im Gegensatz zu den Fingerlingen einen Schutz der gesamten Hand und werden somit von Experten bevorzugt empfohlen. MundschutzEin Mundschutz ist eine Abdeckung von Mund und Nase und dient sowohl für die Pflegeperson als auch für den Patienten als Schutz und zur Vorbeugung von Krankheiten. Die Anwendung eines Mundschutzes ist schon bei einer einfachen Erkältung ratsam um den meist ohnehin bereits geschwächten Pflegebedürftigen vor weiteren Erkrankungen zu schützen. SchutzschürzenMeist aus wasserfestem und abwaschbarem Folienmaterial, entweder zum einmaligen Gebrauch oder zur mehrmaligen Verwendung. Dient der pflegenden Person als Hygieneschutz. HändedesinfektionsmittelDie Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung wurde speziell für den täglichen Gebrauch und zum Auftragen auf die Haut entwickelt. Sie dient zum Schutz der Pflegeperson und zur Vorbeugung bei ansteckenden Krankheiten. Die Hände sollten vorbeugend nach jedem Toilettengang sowie vor und nach den Mahlzeiten desinfiziert werden. FlächendesinfektionsmittelHierbei handelt es sich um eine Desinfektion mit Keim vermindernder Wirkung zur großflächigen Reinigung. Zur allgemeinen Hygiene und zur Minimierung von Risikofaktoren bei Krankheiten sollte die Flächendesinfektion vorbeugend auf oft gebrauchten Alltagsgegenständen, wie Fernbedienung, Telefon, Tischen, WC und Türschnallen verwendet werden. EinmallätzchenZum Schutz der Kleidung des Versicherten bei der Nahrungsaufnahme. In verschiedenen Ausführungen erhältlich, mit Kopföffnung oder Bändern zur Fixierung möglich, auch mit zusätzlicher Auffangtasche erhältlich. pixabay - whitesession Wer hat Anspruch auf die 40 Euro Pflegehilfsmittel? Befindet sich der Versicherte in einem Pflegeheim oder einer stationären Einrichtung werden die 40 Euro Pflegehilfsmittel von der Einrichtung selbst zur Verfügung gestellt und fallen unter deren laufende Betriebsmittel. Wird der Patient durch einen gewerblichen Pflegedienst betreut, müssen die 40 Euro Pflegehilfsmittel vom Pflegeanbieter bereitgestellt werden. Bei einer kombinierten Pflege aus privater Betreuung und einem professionellen Pflegedienst, besteht ebenso Anspruch auf die Erstattung der 40 Euro Pflegehilfsmittel durch die Pflegekasse. Für die zum 40 Euro Pflegehilfsmittel wird keine ärztliche Verordnung benötigt, es genügt der Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Pflegekasse. Nach erfolgreicher Beantragung bei der Kasse, können Sie die gewünschten Produkte ganz einfach bei uns bestellen und wir liefern Ihnen Ihr monatliches 40 Euro Pflegehilfsmittel Pflegepaket ganz bequem direkt nach Hause. Wie kann ich die 40 Euro Pflegehilfsmittel beantragen? Um die monatliche Pauschale für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel in Höhe von Euro 40 zu erhalten muss ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse eingereicht werden. In einigen Fällen muss der Antrag für die 40 Euro Pflegehilfsmittel an die Krankenkasse gestellt werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Hilfsmittel einen Teil der Versorgung darstellen, welcher aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung notwendig ist. Der Antrag für die Kostenübernahme ist in der Regel bei der Pflegekasse oder auch bei den Anbietern für Hilfsmittel erhältlich. Es ist auch möglich den Zuschuss telefonisch bei der Pflegekasse zu beantragen. Hier wird Ihnen im Normalfall ein Formular zum Ausfüllen zugesandt. Wir empfehlen allerdings die Kostenübernahme für die 40 Euro Pflegehilfsmittel schriftlich zu beantragen. Ist der Pflegebedürftige bereits in einen Pflegegrad eingestuft, ist in der Regel im Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vermerkt, welche Pflegehilfsmittel für die Pflege notwendig sind. Die Auszahlung der Pauschale für die 40 Euro Pflegehilfsmittel ist per Überweisung am Monatsanfang oder rückwirkend durch Einreichen der Rechnungen möglich. Eine nachträgliche Erstattung erfolgt nur nach Vorlage der Quittungen.Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragstellung.   Lassen Sie sich Ihre 40 Euro Plegehilfsmittel automatisch jeden Monat nach Hause liefern Mit unserer Abo-Funktion können Sie sich ganz einfach Ihr persönliches Hilfsmittelpaket zusammenstellen und wir liefern Ihre ausgewählten Produkte Monat für Monat automatisch bis vor Ihre Haustüre. Wir garantieren eine pünktliche Lieferung in einer neutralen Verpackung. Somit entfallen für Sie die aufwendigen monatlichen Besorgungen der 40 Euro Pflegehilfsmittel und Sie haben mehr Zeit, um Ihre Angehörigen zu pflegen. Sollten sich Ihre Bedürfnisse ändern, können Sie das monatliche Abo jederzeit ganz einfach anpassen.Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung? Auch das übernehmen wir gerne für Sie, senden Sie uns einfach das ausgefüllte Antragsformular für Pflegehilfsmittel und wir kümmern uns um den Rest. Die Verrechnung erfolgt direkt mit der Pflegekasse.   Haben Sie noch Fragen? Unsere Fachberatung steht Ihnen unter 0621 3 915657 - 23 oder per Mail info@hilfsmittelprofi.de gerne zur Verfügung. Quellenangaben:AOKSozialversicherung kompetent

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  • Windelhosen für Erwachsene

    Personen, die an Erkrankungen leiden, die zu Harn- oder Stuhlinkontinenz führen, sind auf Hygieneartikel und Inkontinenzartikel angewiesen. Um mit den Symptomen der Inkontinenz leichter umgehen zu können und einen würdigen und selbstbestimmten Alltag führen zu können, tragen viele Betroffene Windelhosen für Erwachsene oder ähnliche Produkte.Windelhosen für Erwachsene bedeuten für von Inkontinenz betroffene Personen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Blasenschwäche und sorgen für eine bessere Lebensqualität. unsplash - Vidar Nordli-Mathisen Personen, die an Erkrankungen leiden, die zu Harn- oder Stuhlinkontinenz führen, sind auf Hygieneartikel und Inkontinenzartikel angewiesen. Um mit den Symptomen der Inkontinenz leichter umgehen zu können und einen würdigen und selbstbestimmten Alltag führen zu können, tragen viele Betroffene Windelhosen für Erwachsene oder ähnliche Produkte.Windelhosen für Erwachsene bedeuten für von Inkontinenz betroffene Personen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Blasenschwäche und sorgen für eine bessere Lebensqualität. pixabay - PublicDomainPictures Wo erhalte ich Windelhosen für Erwachsene? Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema und für die betroffene Person unangenehm und peinlich. So scheuen sich viele Menschen davor, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen.Gerade im heutigen Zeitalter ist es für Betroffene jedoch sehr einfach ihre Inkontinenzhilfsmittel über das Internet zu bestellen und die Produkte unauffällig und diskret bis nach Hause geliefert zu bekommen.Finden Sie hier eine breite Auswahl an Windelhosen für Erwachsene. Falls Sie sich unsicher sind, welches Produkt für Sie am besten passt, bieten wir Ihnen eine kompetente und pietätvolle Beratung an. Windelhosen für Erwachsene - Wer übernimmt die Kosten? Windelhosen für Erwachsene sind Inkontinenzartikel und zählen zu den Hilfsmitteln. Diese werden in der Regel von der zuständigen Krankenkasse übernommen wird. Voraussetzung hierfür ist ein vom behandelnden Arzt ausgestelltes Rezept.

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  • Blasenentzündung beim Mann

    Auch wenn Blasenentzündungen und Harnwegsinfektion bei Männern nicht so häufig auftreten wie bei Frauen, verlaufen diese bei Männern doch meist schmerzhafter und komplizierter. Von Harnwegsinfekten bei Männern sind hauptsächlich Personen ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Dies hat den Grund, dass in diesem Alter die Prostata wächst und in manchen Fällen auf die Harnröhre drückt. Dadurch wird der Urinabfluss blockiert und es verbleibt ein Restharn in der Harnblase, welcher zu Entzündungen führen kann.  pixabay - OpenClipart-Vectors Was ist eine Blasenentzündung? Eine Blasenentzündung bezeichnet die Entzündung der Blasenschleimhaut. Diese wird in der Regel durch Bakterien ausgelöst, die sich in der Harnblase festsetzen und vermehren. Eine Entzündung der Blase zählt zu den Harnwegsinfekten, da fast immer auch die Harnröhre, die Nieren und die Harnleiter betroffen sind. Bei einer akuten Blasenentzündung treten die Beschwerden sehr plötzlich auf. Wird die Infektion nicht behandelt, kann sich eine chronische Entzündung bilden, die langfristig immer wieder auftritt. Durch eine frühzeitige Behandlung kann die Ausbreitung der Infektion verhindert werden. Von Blasenentzündungen sind vorrangig Frauen betroffen, da ihre Harnröhre um einiges kürzer ist als die des Mannes, auch liegt sie sehr nahe am Darmausgang, was dazu führt, dass Darmbakterien leicht in die Blase gelangen können. Eine Blasenentzündung betrifft meist auch die Niere, die Harnleiter, die Blase oder die Harnröhre. Die in der Regel durch Bakterien verursachte Blaseninfektion ist bei Männern besonders schmerzhaft. Anatomie Zu den Harnwegen gehören die Nieren, die Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Das Blut wird durch die Nieren gefiltert, welche zugleich überflüssiges Wasser und Abfall auffangen. Dieser Reinigungsprozess erzeugt Urin. Der Urin fließt von den Nieren durch die beiden Harnröhren zur Blase und wird dort gespeichert. Beim Entleeren der Blase, verlässt der Urin den Körper durch die Harnröhre. Männer erkranken weitaus seltener an Harnwegsinfekten, da ihre Harnröhre länger ist als die der Frau. Eine Vielzahl aufsteigender Bakterien können durch den langen Weg beim Urinieren wieder ausgewaschen werden, noch bevor sie die Harnblase erreichen. Auch ist der Harnröhrenausgang beim Mann mit weniger Bakterien besetzt als der weibliche. Zudem gibt die Prostata ein antimikrobielles Sekret ab, welches die Vermehrung von Bakterien reduziert. Die verschiedenen Formen einer Harnwegsinfektion Es gibt drei Haupttypen von Harnwegsinfekten: Blasenentzündung Die Blasenentzündung ist die häufigste Art der Harnwegsinfektion und bezeichnet eine Infektion der unteren Harnwege. Diese Infektion wird in erster Linie durch Darmbakterien ausgelöst, welche über die Harnröhre zur Blase wandern und sich dort vermehren. Aber auch Mikroorganismen können eine Blasenentzündung hervorrufen. Diese Organismen werden durch sexuellen Kontakt übertragen und können neben der Blasenentzündung auch eine Entzündung der Prostata nach sich ziehen. Harnröhreninfektion Eine Infektion der Harnröhre besteht, wenn sich Bakterien in der Harnröhre, dem Schlauch, der den Urin von der Blase aus dem Körper leitet, festsetzen. Dies ist insbesondere nach dem Verwenden eines Katheters möglich. Niereninfektion Bei einer Niereninfektion sind die Bakterien bereits durch die Harnleiter bis in die Nieren gewandert und führen dort meist zu einer schwerwiegenden Infektion mit sehr starken Schmerzen. Dies bringt häufig eine Entzündung der gesamten Harnwege mit sich. Aber auch wenn Bakterien aus dem Blutkreislauf sich in den Nieren angesammelt haben, kann eine Infektion entstehen. pixabay - 3dman_eu Symptome Eine Blasenentzündung wird oft von mehreren Symptomen begleitet, welche oft ganz plötzlich auftreten. Vermehrter Harndrang Häufiges Wasserlassen, auch Nachts Harndrang, auch wenn die Blase bereits leer ist Schmerzen und Brennen beim Urinieren Trüber und übel riechender Urin Blut im Urin Druckempfindlichkeit und Schmerzen im Unterleib Nächtliches Einnässen Fieber Schüttelfrost Übelkeit und Erbrechen Schmerzen im Rückenbereich und in den Flanken Ursachen Eine große Rolle bei der Entstehung einer Blaseninfektion beim Mann spielt die Prostata. Mit fortschreitendem Alter entwickelt sich bei Männern oft eine gutartige Prostatavergrößerung. Die Prostata verläuft um den Blasenhals, wo die Harnröhre mit der Blase verwachsen ist. Bei einer Vergrößerung drückt die Prostata auf den Hals der Blase und erschwert so den Urinfabluss. Da sich die Blase somit nicht mehr vollständig entleeren kann, bleibt Restharn in der Blase zurück und führt zu einer vermehrten Bakterienbildung. Infolgedessen kommt es zu einer Infektion.  Mögliche weitere Ursachen einer Harnwegsinfektion bei Männern sind: Eine vergrößerte Prostata Vorhautverengung Eine verengte Harnröhre Neurologische Erkrankungen Der Gebrauch von Kathetern Blasenentleerungsstörung Harnblasendivertikel Risikofaktoren Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken. Neben den bereits genannten möglichen Ursachen für eine Blasenentzündung, gibt es weitere Risikofaktoren, durch deren Vermeidung sich eine Infektion verhindern lässt.  Reges Sexualleben mit häufig wechselnden Partnern Analsex Nicht beschnitten sein Diabetes Eine Blasenentzündung in den letzten 12 Monaten Zu wenig Bewegung Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme Stuhlinkontinenz Diagnose  Wenn eine der oben genannten Symptome bestehen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Hinauszögern der Behandlung können sich die Beschwerden verschlimmern und die Infektion sich ausbreiten.  Wird eine Blaseninfektion nicht behandelt, kann dies zu schwerwiegenden und mitunter chronischen Schäden an den Nieren und der Prostata führen. Der Arzt wird anhand der Krankengeschichte, der Symptome und einer körperlichen Untersuchung die Diagnose stellen. Im Normalfall wird mittels einer Urinprobe im Labor der Bakterienstamm verifiziert und die Infektion anhand des Ergebnisses, mit einem geeigneten Antibiotika behandelt.  Da eine Harnwegsinfektion vor allem bei jungen Männern relativ selten ist, kann der Arzt anhand einer rektalen Untersuchung die Prostata untersuchen und eventuelle Auffälligkeiten erkennen.  Eine genaue Diagnose kann mittels einer Ultraschalluntersuchung, einer Computertomografie oder einer Zystoskopie gestellt werden.  pixabay - 3dman_eu Behandlung und Therapie Ein Großteil der Harnwegsinfektionen kann mit Antibiotika sehr gut behandelt werden. Eine Antibiotikakur dauert meist zwischen fünf bis sieben Tagen und lässt die Infektion komplett abheilen. Während der Behandlung muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Viele Patienten schwören auf die unterstützende Therapie mit Preiselbeersaft, welcher die Bakterienanzahl in der Blase senken soll. Es gibt jedoch noch nicht genügend wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Theorie um diese zu untermauern. Wichtig ist, die verordneten Antibiotika bis zum Ende einzunehmen, um ein erneutes Wachstum der Bakterien zu verhindern. Wird die Einnahme der Medikamente zu früh beendet, verbleiben die starken und widerstandsfähigen Bakterienstämme im Körper und rufen einen neuerlichen und mitunter schwereren Ausbruch der Infektion hervor. Vorbeugung Ein Großteil der Blasenentzündungen bei Männern kann nicht verhindert werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten zur Vorbeugung. In erster Linie sollte verhindert werden, dass Bakterien in die Harnwege eindringen können. So kann z. B. das Verwenden von Kondomen Infektionen vorbeugen, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Wer den Drang zum Urinieren verspürt, sollte nicht “zurückhalten”. Je länger sich der Urin in der Blase befindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien vermehren und zu einer Entzündung führen.  Männer, die an einer vergrößerten Prostata leiden, können durch den Verzicht auf Koffein und Alkohol dazu beitragen, den Urinabfluss zu verbessern. Somit wird einer Infektion durch den zu langen Verbleib von Urin in der Harnblase vorgebeugt.  Bei einer vergrößerten Prostata hilft jedoch oft nur eine Operation, bei der ein Teil der Drüse entfernt wird, um den Harnfluss zu verbessern.  Um den Reinigungsprozess im Körper in Gang zu halten, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Das bedeutet, nicht nur bei einem aufkommenden Durstgefühl zu trinken, sondern regelmäßig über den Tag verteilt. Quellenangaben:fernarztDr.Ed

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  • Prostata-Untersuchung

    Was ist die Prostata und welche Funktion hat sie? Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein Teil des männlichen Fortpflanzungssystems. Die kleine Drüse unterhalb der Blase hat in etwa die Größe einer Walnuss. Sie umschließt in zwei Lappen den ersten Teil der Harnröhre und mündet in diese. Die Prostata hat die Aufgabe ein Sekret zu produzieren, das gemeinsam mit den Spermien den Samen bildet. Die Muskeln der Prostata drücken den Samen dann während der Ejakulation durch die Harnröhre nach draußen. Eine normal große Prostata ist ca. zwei bis vier Zentimeter lang, dreieckig geformt und sollte sich fest und gummiartig anfühlen. pixabay - therapractice Wenn die Prostata krank macht Die Prostata verändert mit dem Alter ihr Gewebe und auch ihre Größe. So hat sie bei jungen Männern in etwa die Größe einer Kastanie und erreicht bei älteren Männern das Volumen eines Pfirsichs. Bereits ab einem Alter von 30 Jahren kann sie in der Größe zunehmen. Bei einem Großteil der 80-jährigen führt die vergrößerte Prostata zu Problemen, da sie durch Ihre Größe die Harnröhre verengt und das Urinieren erschweren kann. Eine ständig übervolle und überdehnte Blase kann zu Entzündungen führen und sich im Laufe der Erkrankung zu einer Inkontinenz beim Mann entwickeln, hier tritt ein unkontrollierter Urinverlust ein. Durch spezielle Inkontinenz Einlagen kann hier Abhilfe geschaffen werden. Mehr als ein Viertel aller Männer in Deutschland ist von einer Prostatavergrößerung betroffen Aber auch in jungen Jahren ist eine Erkrankung der Prostata möglich. So deuten Symptome wie häufiger Harndrang und Schmerzen beim Urinieren auf eine Entzündung der Prostata hin. Auch Schmerzen im Unterleib oder beim Geschlechtsverkehr und beim Stuhlgang können auftreten. Häufig wird die Entzündung auch von Fieber begleitet. Der Prostatakrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsform bei Männern in Deutschland. Wird diese Krankheit frühzeitig diagnostiziert, bestehen sehr gute Heilungschancen. Da Beschwerden jedoch meist in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten, wird das Prostatakarzinom oft erst zu spät erkannt. Was ist eine Prostatauntersuchung und wie ist der Ablauf? Die Prostatauntersuchung dient dazu, etwaige Veränderungen und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Diese Untersuchung dauert im Normalfall nur wenige Minuten und ist so gut wie schmerzfrei. Bei der Prostatauntersuchung führt der Arzt seinen Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata, die sich hinter dem Penis und unter der Blase befindet direkt zu ertasten.  Ab wann muss ich zur Prostatauntersuchung gehen? Die Prostatauntersuchung ist eine Routineuntersuchung und wird bei gesunden Menschen, die keine Symptome haben eingesetzt, um möglichst frühzeitig Krankheiten zu erkennen. Je früher Veränderungen und Anomalien entdeckt werden, desto früher kann mit der Behandlung begonnen werden und umso mehr Chancen bestehen bösartige Veränderungen, wie etwa Krebs zu heilen. Heutzutage gehört diese Untersuchung zur Standard-Medizin und wird im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Männer ab dem 50. Lebensjahr und jüngere Männer, die ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs haben, sollten diese Untersuchung mindestens einmal im Jahr durchführen lassen. Bei Symptomen einer Prostatavergrößerung, wie etwa vermehrter Harndrang oder Inkontinenz, ist ein sofortige Abklärung beim Arzt zu empfehlen. pixabay - Brun-nO Welche Methoden zur Untersuchung gibt es? Es gibt mehrere Möglichkeiten die Prostata zu untersuchen. Die häufigste Untersuchung stellt die Tastuntersuchung dar, erst wenn hier Anomalien erkennbar sind, werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Tastuntersuchung Die bereits erwähnte Tastuntersuchung, ist die am häufigsten angewandte Untersuchungsform, um die Prostata direkt zu ertasten. Hierbei steht der Patient mit nach vorne gebücktem Oberkörper, abgestützt vor dem Untersuchungstisch. Der Arzt führt den mit Gleitmittel bedeckten Finger in das Rektum des Patienten ein, um die Prostata zu untersuchen. Er bewegt seinen Finger in kreisförmigen Bewegungen, um die Lappen und Rillen der gesamten Prostata zu ertasten. Der Arzt bestimmt die Größe der Prostata und sucht nach Unebenheiten, weichen oder harten Stellen und anderen Anomalien. Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft, es ist aber möglich, dass der Patient einen leichten Druck verspürt. Sind Hämorrhoiden, Analfissuren oder dergleichen vorhanden, muss der Arzt vor der Untersuchung informiert werden, um die Risiken weiterer Verletzungen zu minimieren. Ist der Patient entspannt, dauert die Untersuchung nur wenige Minuten. Bluttest Werden bei der Tastuntersuchung Anomalien festgestellt, folgt meist eine Blutuntersuchung, bei der der PSA-Wert festgestellt wird um z. B. Krebs zu erkennen. PSA ist ein von den Zellen der Prostata gebildetes Eiweiß, welches auch im Blut zu finden ist. PSA eignet sich sehr gut als Tumormarker, denn dieses Eiweiß wird nur in der Prostata gebildet und ist daher prostata-spezifisch. Ist der PSA-Wert im Blut erhöht, so ist es wahrscheinlich, dass ein Prostataproblem vorliegt. Jedoch können verschiedene Faktoren den PSA-Wert beeinflussen, so z. B. das Alter, Körpergewicht, die familiäre Vorgeschichte und die ethnische Zugehörigkeit. Auch schwankt der PSA-Wert von Mensch zu Mensch. Ultraschall Eine Ultraschalluntersuchung erfolgt meist im Anschluss an die Tastuntersuchung und dem Bluttest, wenn beim Patienten Auffälligkeiten bestehen. Dieses bildgebende Diagnoseverfahren ermöglicht die Beurteilung des Prostatagewebes und der umliegenden Organe. Ultraschall ist ein besonders schonendes Verfahren, es ist nichtinvasiv und kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Die Ultraschalluntersuchung der Prostata wird meist über das Rektum durchgeführt, dabei wird die Ultraschallsonde durch den Anus eingeführt. Da die Prostata direkt an den Mastdarm grenzt ist hier eine besonders genaue Darstellung möglich. In seltenen Fällen kann die Untersuchung auch über den Unterbauch stattfinden, die Darstellung der Prostata ist hier jedoch nicht so gegeben wie bei der rektalen Untersuchung. pixabay - falco Gewebeprobe Wurden bei der Tastuntersuchung Auffälligkeiten bemerkt, sind erhöhte Blutwerte vorhanden oder gibt es verdächtige Bereiche beim Ultraschall wird zur weiteren Abklärung und genauen Diagnose eine Gewebeprobe entnommen. Bei einer Biopsie wird ein kleiner Gewebeteil der Prostata entnommen, um sie mikroskopisch zu begutachten. Die Prostatabiopsie ist die derzeit beste Möglichkeit, um bösartige Veränderungen auszuschließen oder weitere Diagnosen zu stellen, ohne eine große Operation durchzuführen. Die Biopsie ist ein ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei dem mit Hilfe einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben entnommen werden. Fazit Auch wenn die Prostatauntersuchung unangenehm klingt und viele Männer dieser ängstlich gegenüberstehen, sollte sie regelmäßig im Abstand von einem Jahr durchgeführt werden. Nur so können frühzeitig Veränderungen und eventuelle Erkrankungen erkannt und behandelt werden. Besonders bei bereits bestehenden Problemen, wie etwa Schmerzen, Problemen beim Urinieren oder vermehrter Harndrang, sollte schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden. Einhergehende Symptome einer bestehenden Erkrankung, wie etwa Inkontinenz können mit speziellen Inkontinenzartikel für den Mann erleichtert und gelindert werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Prostata.deMännergesundheitPraxisvitaSprechzimmer.ch

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  • Was ist ein Blasentumor?

    Ein Blasentumor bezeichnet ein gutartiges oder auch bösartiges Geschwulst im Gewebe der Harnblase. Sie ist die fünfhäufigste Krebserkrankung beim Menschen. Oft verursacht ein Blasentumor keine Beschwerden und wird daher relativ spät entdeckt. Als erstes Anzeichen eines Blasentumors tritt meist Blut im Urin auf. Spätestens dann sollte ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden. Die Blase als Organ Die Blase ist ein ballonförmiges Organ im Becken. Als Teil des Harnsystems nimmt es den von den Nieren erzeugten Urin auf, welcher durch die Harnleiter zur Blase transportiert wird und speichert ihn. Die flexible und muskulöse Wand der Harnblase kann sich dehnen und zusammenziehen. Ist die Blase mit Urin gefüllt, ziehen sich die Muskeln zusammen und der Harn wird durch die Harnröhre aus dem Körper transportiert. pixabay - PDPics Was ist ein Blasentumor? Blasentumore sind Veränderungen, Wucherungen und Geschwülste an der Blase. Diese werden zwischen gutartigen und bösartigen Gewächsen unterschieden.  Gutartige Wucherungen Ein gutartiger Tumor bildet keine Metastasen und dringt nicht in das umliegende Gewebe vor. Er gilt als geheilt, sobald dieser operativ entfernt wurde. Es gibt verschiedene Formen von gutartigen Tumoren in der Blase, bekannt sind vor allem das Papillom, das Myom und das Fibrom. In seltenen Fällen ist es jedoch möglich, dass sich aus einem gutartigen Papillom bösartiger Blasenkrebs entwickelt. Bösartige Wucherungen Bei bösartigen Geschwüren handelt es sich umgangssprachlich um Blasenkrebs. In diesem Fall wächst der Tumor meist in der Schleimhautschicht der Blase. Wird der Tumor größer, breitet er sich in den meisten Fällen aus und dringt in tiefere Schichten der Blase vor. Es können auch benachbarte Organe betroffen sein, wie etwa der Harnleiter, Harnröhre und das Nierenbecken. Symptome bei einem Blasentumor Rötlich oder braun verfärbter Harn und auch Blutbeimengungen beim Wasserlassen sind häufig die ersten Anzeichen für eine Veränderung der Harnblase. Auch ein erhöhter Harndrang und leichte Inkontinenz können auftreten. Oft berichten Patienten jedoch auch von Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung, Brennen beim Wasserlassen und dass trotz des Harndranges das Urinieren nicht möglich ist. Diese ersten Anzeichen sind eher unspezifisch und deuten nicht direkt auf einen Blasentumor hin. Bei bösartigen Wucherungen und fortgeschrittener Erkrankung treten spezifischere Beschwerden auf, wie etwa Schmerzen der Nieren und des Unterleibes, Knochenschmerzen und vergrößerte Lymphknoten. Auch wenn diese Symptome auftreten, bedeutet dies nicht unweigerlich an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Plötzlich auftretende und länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch immer von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden. pixabay - geralt Blasentumor beim Mann Männer erkranken etwa dreimal so häufig an Blasenkrebs wie Frauen. Etwa jeder vierte männliche Krebspatient leidet unter Blasenkrebs.  Blasentumor bei der Frau Frauen sind nicht so häufig vom Blasenkrebs betroffen, wie Männer, nur etwa jede zehnte an Krebs erkrankte Frau leidet unter Blasenkrebs.  Ursachen für Blasentumore Es gibt verschiedene Gründe, um an Blasenkrebs zu erkranken. Die häufigsten Ursachen sind: Tabakkonsum Kontakt mit krebsfördernden Chemikalien Medikamente Familiäre Vorerkrankungen Chronische Blasenentzündungen Alter Tabakkonsum Studien haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Kontakt mit krebsfördernden Stoffen Besonders im beruflichen Alltag kamen Arbeiter früher oft in Kontakt mit chemischen Substanzen, die als krebserregend eingestuft wurden. Vor allem im Bereich der Textilverarbeitung, der Gummiindustrie und der Pharmazie kamen Chemikalien zum Einsatz, die man auch unter dem Namen aromatische Amine kennt. Heute erfolgt die Arbeit mit solchen Stoffen nur unter Einhaltung größter Sicherheitsmaßnahmen. Da vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu vierzig Jahre vergehen können, treten heute noch Krebserkrankungen auf, die aus früheren Arbeiten mit den Stoffen entstanden sind. Medikamente Medikamentenmissbrauch und häufige Einnahme von Schmerzmitteln besonders der Wirkstoff Phenazetin stellt eine Gefährdung dar. Auch einige Medikamente, die in der Chemotherapie, z. B. bei Leukämie und Brustkrebs, Anwendung finden, könnten die Entstehung von Blasentumoren begünstigen. Familiäre Vorerkrankungen Gab es in der Familie bereits Fälle von bösartigen Veränderungen der Blase, besteht ein erhöhtes Risiko ebenfalls an Blasenkrebs zu erkranken. Es wurde auch beobachtet, dass das Alter der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. Je jünger der Familienangehörige bei der Erkrankung war, desto höher ist das Risiko für den Nachkommen. In diesem Fall ist eine regelmäßige Voruntersuchung empfehlenswert, um frühzeitig Tumore entdecken zu können. Chronische Blasenentzündungen Auch immer wieder kehrende Blasenentzündungen können bösartigen Wucherungen in und an der Harnblase begünstigen. Chronische Harnwegsinfektionen stellen ein hohes Risiko für Blasenkrebs dar. Chronische Blasenentzündung verursacht meist vorübergehende Inkontinenz, mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert werden. Alter Auch das Alter spielt beim Auftreten eines Blasentumors eine große Rolle, so sind vor allem Personen im 60. – 75. Lebensjahr betroffen. Wie kann ich Blasenkrebs vorbeugen? Schränken Sie Ihren Tabakkonsum ein oder hören Sie ganz auf zu Rauchen. Treffen Sie im Umgang mit chemischen Stoffen größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen. Nehmen Sie Medikamente nur ein, wenn diese vom Arzt verschrieben wurden und halten Sie sich an die vom Mediziner empfohlene Dosierung. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, besonders wenn es in Ihrer Familie bereits Krebserkrankungen gab. Suchen Sie beim Verdacht einer Blasenentzündung sofort einen Arzt auf, er wird Sie dahingehend behandeln, um einer chronischen Erkrankung entgegenzuwirken. Tragen Sie zum Schutz der Wäsche Einlagen für Inkontinenz. Nehmen Sie mit fortschreitendem Alter regelmäßig den Termin zur Vorsorgeuntersuchung war, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eventuell auftretende Probleme und Trinken Sie ausreichend. pixabay - skeeze Behandlung und Prognose bei Harnblasenkrebs Bei 75 % der Patienten wird ein Blasentumor frühzeitig entdeckt und der Tumor ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingedrungen. Bei diesem oberflächlichen Blasenkrebs stehen die Heilungschancen sehr gut. Nach der Entfernung des Tumors, welche meist mit einer Elektroschlinge durch die Harnröhre durchgeführt wird, folgt eine Chemotherapie, die direkt in die Blase gegeben wird. Mithilfe dieser Medikamententherapie wird sichergestellt, dass alle Tumorzellen unschädlich gemacht werden und das Risiko eines Rückfalls verringert wird. Bei muskelinvasiven Tumoren, also solchen, die bereits in das Muskelgewebe der Harnblase eingedrungen sind, muss mithilfe von Röntgenaufnahmen und Computertomographien festgestellt werden ob der Krebs Metastasen gebildet hat. Im fortgeschrittenen Stadium wird meist chirurgisch das betroffene und umliegende Gewebe entfernt. Beim Mann erfolgt die Entfernung der kompletten Harnblase inklusive der Prostata und den Samenblasen. Bei der Frau betrifft der Eingriff die Harnblase, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke, manchmal auch Teile der Scheidenwand. Fallbezogen werden verschiedene Ableitungen des Harns aus dem Körper gebildet. In manchen Fällen kann eine Ersatzblase aus dem Dünndarm gebildet werden, weit verbreitet ist auch der künstliche Blasenausgang, der Urostoma. Bei etwa bei 50 % aller Patienten mit einem invasiven Karzinom haben sich bereits Metastasen gebildet. Die Lebenserwartung in diesem Fall beträgt nur 5 Jahre. Fazit Der Blasentumor ist eine weltweit auftretende Erkrankung, die beim Mann dreimal so häufig auftritt als bei Frauen. In vielen Fällen ist der Tumor gutartig und wird entfernt. Weitere Maßnahmen sind oft nicht nötig. Wird ein bösartiger Tumor frühzeitig entdeckt und hat er noch keine Metastasen gebildet, stehen die Heilungschancen gut. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung verstirbt der Patient meist im Zeitraum von 5 Jahren. Daher ist Vorsorge ein sehr wichtiges Thema. Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken kann durch Vorsorge und eine gesunde Lebensweise deutlich gesenkt werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/ Quellenangaben:Klinikum Uni MünchenChirurgie PortalUrologie Innsbruck

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  • Blasensenkung - Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

    Verlagert sich die Blase nach unten in Richtung Beckenboden, spricht man von einer Blasensenkung. Diese Erscheinung tritt aufgrund der weiblichen Anatomie fast ausschließlich bei Frauen auf. Die Blasensenkung tritt vermehrt im fortgeschrittenen Alter auf, besonders nach den Wechseljahren. Aber auch jüngere Frauen mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur können betroffen sein. Im folgenden Artikel finden Sie alle Informationen über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei einer Blasensenkung.  Was versteht man unter einer Blasensenkung? Der Ausdruck Blasensenkung bezeichnet das Verlagern der Blase nach unten, Ärzte sprechen häufig von einem Blasenvorfall. Hierbei handelt es sich meist um eine Erkrankung des unteren Harntraktes. Wenn die Beckenbodenmuskulatur nachlässt kann die Blase nach unten rutschen. Dann ist auch eine Verlagerung und das Abknicken der Harnröhre möglich. pixabay - 3dman_eu Ursachen einer Blasensenkung Die Harnblase sitzt im unteren Bauchraum, dem Becken und wird von Bändern, Muskeln und der Bindegewebsstruktur an seinem Platz gehalten. Die Anatomie der Frau sieht eine gewisse Dehnbarkeit der Beckenmuskulatur vor, damit sich bei der Geburt der Geburtskanal weiten kann. Daher tritt eine vorübergehende Blasensenkung auch oft nach einer Geburt auf. Doch auch im fortgeschrittenen Alter und mit dem Nachlassen der Muskulatur kann es zu einer Blasensenkung kommen. Ebenso wird der Hormonverlust in den Wechseljahren als Ursache für eine Verlagerung der Blase gesehen. Risikofaktoren für eine Blasensenkung Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer Blasensenkung begünstigen. So wird bei jahrelangem falschem Heben schwerer Lasten die Muskulatur und das Bindegewebe im Beckenboden stark beansprucht und führt so im Laufe der Zeit zu einer Schwächung. Auch der Druck eines Kindes während der Schwangerschaft, besonders bei Mehrlingsschwangerschaften und wiederholten Schwangerschaften lassen die Muskulatur erschlaffen. Starkes Übergewicht übt permanenten Druck auf den Beckenboden aus, mit der Zeit können die Muskeln und das Bindegewebe dem Druck nicht mehr standhalten und dehnen sich. Hormonelle Veränderungen mit Eintritt der Wechseljahre haben auch Auswirkungen auf die Beckenbodenmuskulatur. Hier ein kleiner Überblick der wichtigsten Risikofaktoren: Geburten Schweres Heben Übergewicht Hormonelle Veränderungen Blasensenkung: Symptome Es gibt verschiedene Formen der Blasensenkung, daher unterscheiden sich die auftretenden Symptome häufig. Im Frühstadium haben viele Patienten gar keine Beschwerden und die Diagnose wird oft zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung gestellt. Viele Patienten berichten oft von einem Fremdkörpergefühl in der Scheide und einem Druckgefühl im Unterbauch bis hin zu starken Schmerzen. Manche Frauen haben auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, der durch den Druck der Blase auf die Vagina entsteht. Auch Probleme beim Wasserlassen sind möglich, ebenso wie vermehrter Harndrang und unwillkürlicher Harnverlust. Eines der häufigsten Symptome infolge von Blasensenkung ist allerdings die Inkontinenz. pixabay - frolicsomepl Die 4 Schweregrade der Inkontinenz Inkontinenz wird in 4 Schweregrade eingeteilt, die die Fähigkeit der Blasenkontrolle anhand des Urinverlustes bezeichnet. Grad 1 Leichte Inkontinenz oder auch Tröpfelinkontinenz bezeichnet den Verlust von einzelnen Tröpfchen bis hin zu leichten schwallartigen Harnverlusten. Harnverlust: bis 10 ml/Stunde bzw. 40 bis 300 ml pro Tag Grad 2 Mittelleichte Inkontinenz – hier tritt ein etwas stärkerer Harnverlust in unregelmäßigen Abständen am Tag und auch in der Nacht ein. Harnverlust:  bis 30 ml/Stunde bzw. 300 bis 1000 ml pro Tag Grad 3 Schwere Inkontinenz besteht, wenn mehrmals täglich und auch nachts ein starker Urinabgang bis hin zur vollständigen Blasenentleerung stattfindet. Eine Kontrolle über die Blasenfunktion ist nicht mehr gegeben. Harnverlust: mehr als 50 ml/Stunde bzw. 1000 bis 2400 ml pro Tag Grad 4 Sehr schwere Inkontinenz liegt bei vollständigem Verlust der Blasenfunktion vor. Urin geht bei der geringsten Bewegung und Druck auf die Blase ab. Harnverlust: 2400 - 5000 ml pro Tag Wo kann man Inkontinenz Hilfsmittel online kaufen? Inkontinenz ist ein heikles Thema, Betroffene schämen sich oft für den unkontrollierten Harnverlust und meiden soziale Kontakte. Zur Erleichterung der Folgeerscheinungen bei Blasenschwäche und Inkontinenz gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Eigens entwickelte Inkontinenzeinlagen werden eingesetzt, um den austretenden Harn sicher und zuverlässig aufzusaugen und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Bei Ihrem zuverlässigen Partner dem Hilfsmittelprofi finden Sie verschiedene Inkontinenz Hilfsmittel, wie Slipeinlagen, Pants oder Bettschutzeinlagen. Blasensenkung – was tun? Hat der behandelnde Arzt die endgültige Diagnose gestellt, erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung eine geeignete Therapie. Ist die Beckenbodenmuskulatur nach einer Geburt geschwächt oder liegt eine Bindegewebsschwäche vor, können mithilfe von Beckenbodengymnastik die Symptome gelindert werden. Bei einem langfristigen und regelmäßigen Training kann die Beckenbodenmuskulatur soweit gestärkt werden, dass die Blasensenkung stabilisiert und eine Harninkontinenz verhindert werden kann. Zusätzlich kann eine Therapie mit Reizstrom unterstützend angewandt werden. Bei der hormonellen Veränderung während den Wechseljahren verschreibt der Arzt meist östrogenhaltige Vaginalzäpfchen oder auch eine Hormoncreme. Ein Pessar aus Kunststoff kann helfen die Blase vorübergehend an ihrem Platz zu halten, ist aber keine langfristige Lösung. Ist die Blase schon sehr weit vorgefallen, ist eine Operation oft die einzige Möglichkeit. Dabei wird zur Unterstützung der Beckenbodenmuskulatur ein Netz im Bindegewebe verankert. Zur Vorbeugung einer Blasensenkung gilt eine gesunde Lebensweise, normales Körpergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität.   pixabay - mohamed_hassan Warum gerade Frauen von Blasensenkung betroffen sind Eine Schwangerschaft beispielsweise hat immer auch Auswirkungen auf die Blase. Die immer größer werdende Gebärmutter verdrängt die Blase von ihrem Platz und übt manchmal einen Druck darauf aus. Auch bei Tritten des Kindes kann es zu spontaner Blasenentleerung kommen. Kommt es aufgrund einer Schwangerschaft zu einer Inkontinenz bei Frauen, können spezielle Einlagen den Harn sicher auffangen. Auch die Hormonumstellung während der Wechseljahre kann zur Erschlaffung des Beckenbodenbereiches führen.  Blasensenkung - Fazit Die Blasensenkung betrifft hauptsächlich Frauen, vorrangig nach einer Geburt oder im Laufe der Wechseljahre bis ins hohe Alter. Die Begleiterscheinung Inkontinenz kann mithilfe von eigens entwickelten Hilfsmitteln, wie etwa Einlagen erleichtert werden. Gezieltes Beckenbodentraining kann die Muskulatur des Beckenraumes stärken und die Symptome der Blasensenkung lindern. Quellenangaben:Urologenzentrum.atÄrztezeitungGesundheitsinformation.de

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  • Beckenbodentraining

    Beckenbodentraining ist eine gute Möglichkeit die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und die inneren Organe in diesem Bereich an ihrem Platz zu halten. Mit effektiven Übungen können Sie Blasenschwäche und Inkontinenz vorbeugen und in manchen Fällen sogar heilen. Besonders wenn Frauen schwanger werden und die Harnblase von ihrem Platz gedrängt wird, steigt der Druck durch die Gebärmutter und es kann zu vorübergehender Blasenschwäche kommen. Spätestens dann hilft gezieltes Beckenbodentraining den Symptomen von Inkontinenz entgegenzuwirken. Wir haben für Sie die 6 effektivsten Übungen für ein gezieltes Beckenbodentraining zusammengestellt, die keinerlei Hilfsmittel benötigen und leicht in den Alltag zu integrieren sind. Die im Folgenden vorgestellten Übungen zum Beckenbodentraining sind für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. pixabay - anaterate Beckenbodentraining - Die 6 besten Übungen für einen starken Beckenboden Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Kniebeugen Brücke Treppensteigen Katzenbuckel Atlas Beckenbodentraining - Tipps zur Durchführung: Planen Sie das Beckenbodentraining fest in Ihren Tagesablauf ein, machen Sie es zu einer fixen Routine, so wie das tägliche Zähneputzen. Führen Sie die Übungen am besten dreimal pro Tag in kurzen Trainingseinheiten durch, das ist effektiver als eine lange Einheit. Achten Sie auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung beim Beckenbodentraining. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Beckenboden. Achten Sie auf die richtige Durchführung der einzelnen Übungen. Schnelligkeit ist nicht entscheidend, beim Beckenbodentraining geht es darum die richtigen Muskeln zu aktivieren. Sofern es die Übung nicht anders vorsieht, versuchen Sie die Gesäßmuskulatur nicht anzuspannen, sie hat mit der Beckenbodenmuskulatur nichts zu tun. Falls Sie Probleme mit den Handgelenken haben, stützen Sie sich beim Beckenbodentraining bei Übungen im Vierfüßlerstand auf die Ellbogen, um die Handgelenke zu schonen. pixabay - 089photoshootings 1. Übung beim Beckenbodentraining - Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur Die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur dient zu Erlangung der Kontrolle über den eigenen Beckenboden. Diese einfache Übung ist sehr diskret, somit können Sie das Beckenbodentraining unbemerkt auch während des Alltags durchführen. Ausgangsposition: Diese Übung kann im Liegen, Sitzen oder Stehen durchgeführt werden, achten Sie darauf, dass die Gesäß-, Oberschenkel- und Bauchmuskeln entspannt sind. Übung: Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Halten Sie die Spannung nur kurz und atmen Sie normal weiter. Wiederholung: Absolvieren Sie 5 Wiederholungen, 3 mal täglich. Für Fortgeschrittene: Fällt es Ihnen leicht die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren, versuchen Sie, die Spannung länger zu halten, etwa 10 Sekunden. Wiederholung: 10 Wiederholungen, 3 mal täglich 2. Übung beim Beckenbodentraining - Kniebeugen Kniebeugen dürfen bei keinem Beckenbodentraining fehlen. Sie beschäftigen die größten Muskeln im Körper und haben einen der größten Vorteile in Bezug auf die Kraftverbesserung. Wenn Sie diese Übung ausführen, stellen Sie sicher, dass Sie einen guten Stand haben. Ausgangsposition: Stehen Sie in aufrechter Position, die Füße etwas breiter als die Schulterbreite auseinander und die Zehen leicht nach aussen gedreht. Wenn Sie eine Langhantel verwenden, sollte sie hinter Ihrem Hals auf Ihren Trapezmuskeln ruhen. Übung: Beugen Sie Ihre Knie und drücken Sie Ihre Hüften und Ihren Hintern nach hinten, als ob Sie auf einem Stuhl sitzen würden. Halten Sie Ihr Kinn gerade und den Hals neutral. Lassen Sie sich nach unten fallen, bis die Oberschenkel parallel zum Boden liegen, halten Sie Ihr Gewicht in den Fersen und die Knie leicht nach außen gebeugt. Strecken Sie die Beine aus und kehren Sie in eine aufrechte Position zurück. Wiederholung: 15 Wiederholungen 3. Übung beim Beckenbodentraining - Brücke Die Brücke ist eine sehr effektive Übung für die Gesäßmuskulatur. Wenn sie richtig durchgeführt wird, aktiviert sie auch die Beckenbodenmuskulatur. Ausgangsposition: Legen Sie sich auf den Boden, stellen Sie die Beine in einem Winkel von 90 Grad gebeugt auf, die Füße stehen flach am Boden. Die Arme liegen gerade neben dem Körper mit den Handflächen nach unten. Übung: Atmen Sie ein und heben Sie die Hüften vom Boden ab. Spannen Sie die Gesäßmuskeln an während Sie den Beckenboden nach oben drücken. Ihr Körper, der auf dem oberen Rücken und den Schultern ruht, sollte eine gerade Linie von den Knien nach unten bilden. Halten Sie oben 1-2 Sekunden lang inne und kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Wiederholung: 5 - 7 Wiederholungen Für Fortgeschrittene: Für eine zusätzliche Herausforderung können Sie diese Übung auf einem Ball durchführen. Stellen Sie in der Ausgangsposition Ihre Füße auf den Ball, während Ihr Rücken flach auf dem Boden liegt, und wiederholen Sie die obigen Schritte. pixabay - ArtCoreStudios 4. Übung beim Beckenbodentraining - Treppensteigen Eine besonders effektive Übung beim Beckenbodentraining ist das Treppensteigen. Richtig durchgeführt, wird die Beckenbodenmuskulatur gefordert. Ausgangslage: Stellen Sie sich vor eine Treppe oder ein kleines Trittbrett. Übung: Setzen Sie den Vorderfuß auf die erste Stufe, ziehen Sie den Bauch ein und spannen Sie den Beckenboden an. Erst wenn Sie die Beckenmuskulatur spüren ziehen Sie sich auf dem Standfuß langsam nach oben. Wiederholung: 10 Wiederholungen je Fuß Für Fortgeschrittene: Sie können Ihr Beckenbodentraining auch während des Tages durchführen. Verzichten Sie im Alltag auf Fahrstühle und nehmen Sie stattdessen die Treppe. Abgesehen vom Training des Beckenbodens fördert dies auch die allgemeine Kondition und stärkt die Bein- und Gesäßmuskulatur. 5. Übung beim Beckenbodentraining - Katzenbuckel Der Katzenbuckel ist ein Ganzkörpertraining und fördert gleichzeitig Stabilität und Balance. Auch diese Übung sollte fester Bestandteil beim Beckenbodentraining sein. Ausgangslage: Beginnen Sie im Vierfüßlerstand mit den Handgelenken unter den Schultern und Knien unter der Hüfte. Rücken und Hals sollten gerade sein. Übung: Atmen Sie ein, beim Ausatmen drücken Sie das Becken nach vorne Richtung Kopf. Krümmen Sie den Rücken und lassen Sie den Kopf nach unten Richtung Brustkorb rollen. Halten Sie diese Position für 2 – 3 Atemzüge. Beim Einatmen heben Sie den Kopf und das Gesäß und lassen Sie den Rücken durchhängen. Wiederholung: 10 Wiederholungen 6. Übung beim Beckenbodentraining - Atlas Beckenbodentraining bedeutet nicht nur das alleinige Trainieren des Beckenbodens, auch der übrige Körper sollte miteinbezogen werden. Diese Übung ist nicht nur ein effektives Balancetraining, es stärkt auch Rücken, Bauch-, Bein-, Gesäß- und Armmuskulatur. Ausgangslage: Sie beginnen wieder im Vierfüßlerstand, die Hände sind unter den Schultern platziert, und die Knie unter der Hüfte. Kopf, Rücken und Becken sollten eine gerade Linie ergeben. Übung: Strecken Sie die linke Hand nach vorne und das rechte Bein nach hinten aus, sodass dies in einer waagrechten Position sind und eine Linie bilden. Ziehen Sie den Bauchnabel in Richtung Rückgrat und achten Sie auf Ihre Atmung. Halten Sie diese Position für 3 – 5 Sekunden und senken Sie Arm und Bein langsam wieder ab. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite. Wiederholung: 5 Wiederholungen je Seite Beckenbodentraining - Fazit Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann zu Blasenschwäche und somit auch zu Inkontinenz führen. Um betroffenen Personen den Alltag zu erleichtern gibt es speziell entwickelte Hilfsmittel bei Inkontinenz. Regelmäßiges Beckenbodentraining zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ist nach wie vor das effektivste Mittel gegen Inkontinenz. Für Personen, die nicht gerne allein trainieren empfiehlt sich die Teilnahme am Beckenbodentraining in geführten Gruppen. Viele Städte bieten speziell auf Senioren oder Mütter mit Kindern abgestimmte Einheiten im Beckenbodentraining an. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/. Quellenangaben:Gesundheitsinformation.deBR.deDr.med.Thomas WalserSo gesundDas Leben in Bewegung

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  • Beckenboden beim Mann

    Geht es um den Beckenboden, denkt jeder in erster Linie an Frauen. Doch auch der Beckenboden bei Männern erfüllt wichtige Funktionen. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Anatomie und Funktion des männlichen Beckenbodens und wie man ihn stärken kann. Inhalt: Was sind Beckenbodenmuskeln und welche Funktion haben sie? Wo befinden sich die Beckenbodenmuskeln? Die Effekte von Beckenbodentraining Beckenbodenübungen für den Mann Symptome und Ursachen einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur Schwache Beckenbodenmuskulatur und ihre Folgen Fazit Was sind die Beckenbodenmuskeln und welche Funktion haben sie? Der Beckenboden des Mannes besteht aus drei Schichten von Muskeln, die übereinander liegen, man nennt sie die inneren, die mittleren und die äußeren Muskeln. Diese Schichten verlaufen wie eine Hängematte vom hinteren Steißbein bis zum vorderen Schambein. Die Beckenbodenmuskeln eines Mannes haben die Aufgabe die Blase und den Darm zu unterstützten und zu kontrollieren. Sie sind auch maßgeblich bei der Funktion der männlichen Sexualorgane. Die Muskeln des Beckenbodens arbeiten mit dem Zwerchfell der Lunge zusammen. Daher ist es besonders wichtig auf eine richtige Atemtechnik zu achten. Diese dient zur Unterstützung der Muskelkontraktion im Beckenboden. nach oben pixabay - Das Wortgewand Wo befinden sich die Beckenbodenmuskeln? Der Boden des knöchernen Beckens, oder auch der Verschluss des Bauchraums nach unten besteht aus vielen Muskelfasern und Bindegewebsschichten. Diese Muskeln sind zwischen Schambein und Steissbein, sowie den beiden Sitzbeinhöckern wie ein Netzwerk gespannt. Der Beckenboden dient gemeinsam mit der Bauch- und Rückenmuskulatur der Stabilität der Wirbelsäule. Somit ist ein starker Beckenboden auch essenziell für eine gute und stabile Körperhaltung. Mit dieser einfachen Übung können Sie die Muskeln Ihres Beckenbodens spüren: Setzen oder legen Sie sich entspannt vor einen Spiegel hin, um die Beckenbodenmuskulatur beim Hochziehen zu beobachten. Haben Sie keinen großen Wandspiegel zur Verfügung, genügt auch ein Handspiegel. Ziehen Sie bewusst die Muskulatur im Beckenboden zusammen, als ob Sie beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen wollten. Wiederholen Sie diese Übung einige Male, bis Sie sicher sind, dass Sie die richtigen Muskeln gefunden haben. Versuchen Sie, Ihre Gesäßmuskeln locker zu lassen. nach oben Die Effekte von Beckenbodentraining Regelmäßiges Beckenbodentraining trägt für Männer zur Inkontinenz-Prävention bei. Männer können so ihre Blasen- und Darmkontrolle verbessern. Beckenboden-Übungen fördern die Durchblutung im Lendenbereich und verbessern die Spannkraft der Beckenmuskeln. Die Kräftigung des Beckenbodens führt auch unweigerlich zu einer besseren Körperhaltung und sorgt somit für ein selbstbewussteres Auftreten. Das Training des Beckenbodens kann auch für ein erfüllteres Sexualleben sorgen. Ein trainierter Beckenboden führt zu härteren Erektionen und einem längerem Durchhaltevermögen, da der Ejakulationsreflex unterdrückt wird. nach oben Beckenbodenübungen für den Mann Es gibt zahlreiche Übungen für die Frau, um den Beckenboden zu trainieren, welche auch der Mann anwenden kann. Hier möchten wir Ihnen allerdings zwei sehr einfache und effektive Übungen, speziell für Männer vorstellen: pixabay - Devanath Hoden anziehen Die ultimative Übung für den Beckenboden des Mannes ist es die Hoden anzuziehen. Stellen Sie sich vor, Sie steigen in einen kalten See. Die Beckenbodenmuskeln werden sich automatisch aktivieren und die Hoden in Richtung des Beckens ziehen. Halten Sie die Spannung einige Sekunden und entspannen Sie sich wieder. Wichtig ist, dass die Phase der Entspannung immer doppelt so lange dauert wie die Spannungsphase. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Beckenboden heben Setzen Sie sich für diese Übung aufrecht auf einen Stuhl. Stellen Sie beide Füße mit einem Abstand von einer Handfläche auf den Boden Ziehen Sie die Beckenbodenmuskeln zusammen als würden Sie versuchen den Beckenboden nach oben anzuheben. Wichtig ist, dass die Gesäßmuskulatur währenddessen trotzdem entspannt bleibt. Spannen Sie die Beckenbodenmuskeln so stark wie möglich an. Halten Sie die Spannung für 5 Sekunden und entspannen Sie für 5 Sekunden. Achten Sie darauf gleichmäßig weiter zu atmen und den Bauch nicht einzuziehen. Wichtig für die Übung ist, weder den Atem zu stoppen noch den Bauch einzuziehen. Wiederholen Sie diese Übung täglich für etwa 5 Minuten. Während des Beckenbodentrainings: Achten Sie auf Ihre Atmung. Spannen Sie weder Gesäß- noch Oberschenkelmuskeln an. Wenige richtig durchgeführte Übungen sind effektiver als viele falsch ausgeführte. nach oben Symptome und Ursachen einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur Auf eine schwache Beckenbodenmuskulatur können verschiedene Symptome hinweisen. Am auffälligsten ist häufiger Harndrang. Aber auch Beckenschmerzen oder Rückenschmerzen können erste Anzeichen sein. Meist ist eine geschwächte Beckenmuskulatur auf ein fortschreitendes Alter zurückzuführen, jedoch gibt es auch noch andere Faktoren, die zu ihrer Verschlechterung der Muskulatur beitragen können. So kann die Entfernung der Prostata, welche einen Eingriff in den Verschlussmechanismus der Blase darstellt, dazu führen, dass für eine Zeit lang der Harn nicht gehalten werden kann. Regelmäßiges Training des Beckenbodens nach einer Prostata-OP kann bei Männern aber dabei helfen, die Blasenschwäche wieder komplett in den Griff zu bekommen. Auch Diabetes oder ähnliche Erkrankungen können die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Verletzungen im Bereich des Beckenbodens oder auch Übergewicht lassen die Muskeln im untrainierten Beckenboden auch erschlaffen. Eine jahrelange Überbeanspruchung durch eine falsche Belastung durch schweres Heben, kann die Muskulatur überdehnen, was mit den Jahren zu einer Erschlaffung führt. Auch chronischer Husten, wie Raucherhusten, Bronchitis oder Asthma können eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur nach sich ziehen. nach oben Schwache Beckenbodenmuskulatur und ihre Folgen Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann schwerwiegende Folgen haben. Da der Beckenboden unter anderem für die korrekte Lage und die Funktion von Blase, Darm und Sexualorganen zuständig ist, können bei Nachlassen der Muskulatur Probleme entstehen, wie z. B.: Inkontinenz Potenzstörungen Inkontinenz Bei unwillkürlichem Harnverlust oder Kontrollverlust der Blase spricht man von Inkontinenz. Dieses Thema betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Inkontinenz bei Männern kann verschiedene Ursachen haben, jedoch ist erwiesen, dass eine trainierte Beckenbodenmuskulatur in vielen Fällen hilft den Harn zu halten. Mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert und das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden. Potenzstörungen Die Beckenbodenmuskulatur hat einen entscheidenden Einfluss auf die Sexualität des Mannes. Die Muskulatur des Beckenbodens hält das Blut in den Schwellkörpern. Wenn die Muskeln geschwächt sind, fließt das Blut aus den Schwellkörpern wieder heraus und der Penis erschlafft. Bei einer Schwächung des Beckenbodens kann es zu Erektionsstörungen, Impotenz oder vorzeitigen Samenerguss kommen. Die Potenz des Mannes kann durch ein regelmäßiges Beckenbodentraining auf natürlichem Weg gesteigert werden. nach oben Fazit Neben der altersbedingten Schwächung der Beckenmuskulatur, können auch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen. Daher ist es besonders wichtig, bereits in jungen Jahren auf eine starke Beckenbodenmuskulatur zu achten und diese auch regelmäßig zu trainieren. Dies erfordert nur wenige Minuten Zeit und kann leicht in den Alltag integriert werden. nach oben Quellenangaben: Männergesundheit Ärzteblatt

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  • Inkontinenzmaterial auf Rezept: Wer bezahlt?

    Wer an Inkontinenz erkrankt, der sollte sich so schnell wie möglich um eine passende Diagnose und entsprechende Therapie kümmern. In den meisten Fällen werden Inkontinenzartikel benötigt, aber die langfristige Versorgung mit den Materialien kann teuer werden. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie am besten Vorgehen, um stressfrei bezahltes Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen zu können, und was die Voraussetzungen dafür sind. Shop besuchen und Inkontinenzeinlagen finden - mit Zuzahlung. Jetzt bei Hilfsmittelprofi. Inkontinenzmaterial auf Rezept - Was gibt es Ist die Inkontinenz ein normaler Bestandteil des Älterwerdens? In unserer Kultur herrscht diese Ansicht noch immer vor. Viele Menschen denken, dass Harninkontinenz weder ein "richtiges" medizinisches Problem noch heilbar ist. Das ist nicht korrekt, denn für die Krankheit gibt es viele unterschiedliche Hilfsmittel und Behandlungsformen, die auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Patienten und Angehörige sollten über die Voraussetzungen Inkontinenzmaterial auf Rezept zu erhalten Bescheid wissen, denn nicht selten schieben Betroffene das Tragen von Inkontinenzmaterial zu lange hinaus. Erschwerend für Betroffene, aber auch Ärztinnen und Ärzte ist der Unwillen, offen und konstruktiv über das Problem zu reden. Die richtige Diagnose ist jedoch der Grundstein für die erfolgreiche Behandlung. Mit einer Basisdiagnostik stellt der Arzt den Schweregrad der Erkrankung fest, und ob ggf. eine spezialärztliche Diagnostik nötig ist. Danach kann die Fachperson auch Hilfsmittel wie Inkontinenz Vorlagen und anderes Inkontinenzmaterial auf Rezept verschreiben, denn gerade bei der mittleren oder schweren Inkontinenz können die sozialen Anker des Menschen ansonsten wegfallen: Aus lauter Sorge vor Unfällen igelt sich der Patient ein und vernachlässigt so seine sozialen Bedürfnisse.    Gerade die Zusammenarbeit mit einer Kontinenzfachkraft ist zu diesem Zeitpunkt besonders wegweisend. Eine Beratung, die auf die individuelle Situation der Betroffenen eingeht, sorgt dafür, dass die Patienten Produkte ausprobieren und so evaluieren können, ob sie mit dem empfohlenen Hilfsmittel zurechtkommen. Die passenden Produkte können dann als Inkontinenzmaterial auf Rezept verordnet werden. Ein wichtiger Schritt in Richtung Besserung ist das richtige Grundwissen bezüglich der Inkontinenz. Hier gelangen Sie zu unserer Übersicht. Inkontinenzmaterial auf Rezept: Pants - Die Voraussetzungen Wenn das Tragen von aufsaugenden Inkontinenzartikeln nicht mehr vermeidbar und das richtige Hilfsmittel schließlich gefunden worden ist, machen sich die Patienten meist Gedanken um die Kosten. Die ständige Ausstattung mit Hilfsmitteln kann teuer werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Material aus dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes teilweise oder vollumfänglich über die Krankenkasse abgerechnet werden kann. Grundsätzlich ist jedes Material verordnungsfähig, allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Als Regel gilt, dass die Kosten für Inkontinenzmaterial von den anerkannten Krankenkassen im Rahmen der Festbeträge zurückerstattet werden. Für Inkontinenzmaterial auf Rezept muss mindestens eine mittlere Inkontinenz vorliegen (Grad 2 oder 3). Ebenso wird die Regel für die Folgen einer Erkrankung, wie zum Beispiel Diabetes, Multiple Sklerose oder einem Schlaganfall angewendet. Auch Menschen, bei denen eine Operation zur Inkontinenz führt, werden die Kosten für die Materialien erstattet. Kleine Einlagen beispielsweise, die eine leichte Inkontinenz unterstützen, sind leider nicht als Inkontinenzmaterial auf Rezept erhältlich. pixabay - guvo59 Inkontinenzmaterial auf Rezept - Inkontinenzeinlagen Mittelgradige Inkontinenz: Was ist das? Der Richtwert im oben verlinkten Hilfsmittelverzeichnis beträgt 100 bis 200 Milliliter Harnverlust innerhalb von vier Stunden für die mittlere Inkontinenz, von einer schweren Inkontinenz spricht man, wenn im selben Zeitraum mehr als 200 Milliliter Urin abgegeben werden. Sie können unter Gruppe 15 - Inkontinenzhilfen für genauere Informationen nachschauen. Was bedeutet das? Das heißt, dass alle Betroffenen, die mindestens 100 Milliliter Urin in vier Stunden verlieren, sämtliche Inkontinenzartikel über die Kasse abrechnen können. Ein Selbstkostenbeitrag von 10 Prozent (max. 10 Euro pro Monat) fällt normalerweise an. Um das Inkontinenzmaterial auf Rezept zu erhalten, müssen die Betroffenen oder deren Angehörige die Erstattung bei der verantwortlichen Krankenkasse beantragen. Gut zu wissen: Grundsätzlich existiert für Inkontinenzhilfsmittel monatlich eine Stückzahl-Begrenzung. Wer mehr Inkontinenzmaterial auf Rezept benötigt, kann beim behandelnden Arzt nachfragen. Von Harninkontinenz betroffen? Hier nachlesen, was Sie noch heute tun können. Inkontinenzmaterial auf Rezept: Stehen dem Patienten nur wenige Artikel pro Tag zu? Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) gab die Empfehlung ab, dass bei einer Inkontinenz vier bis fünf Windeln pro Tag angemessen sind. Natürlich kann es sein, dass ein Betroffener mehr Windeln benötigt. Ein Patient hat ein gesetzliches Anrecht auf mehr Material, wenn er den Mehrbedarf nachweisen kann. Eine entsprechende Bescheinigung des Arztes oder der Pflegestelle hilft bei der Anforderung. Wie wird Inkontinenzmaterial auf Rezept beantragt? Die Grundlage für die schnelle Kostenübernahme ist Inkontinenzmaterial auf Rezept zu verordnen, das in der Regel über mehrere Monate hinweg vom Arzt ausgestellt wird. Wie der Ablauf für die Beantragung bei Ihrer Krankenkasse genau ist, müssen Sie direkt abklären, die Grundzüge sind jedoch überall ähnlich: Der Patient findet das richtige Hilfsmittel Informieren Sie sich, welche Ausführungen es gibt und welche Hilfsmittelarten die Kasse übernimmt. Der Arzt füllt den Hilfsmittelantrag / die Verordnung aus.  Der Arzt vermerkt auf dem Antrag die Diagnose, und dass das Hilfsmittel aus medizinischer Sicht nötig ist. Am besten sorgen Sie dafür, dass der Arzt auch die genaue Bezeichnung des Inkontinenzhilfsmittels aufschreibt, ansonsten kann es sein, dass die Krankenkasse einen anderen Artikel bewilligt. Das Inkontinenzmaterial auf Rezept wird bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht. Inkontinenzmaterial auf Rezept: Wo beziehen?   Fragen Sie als erstes bei Ihrer Kasse nach, ob Verträge mit einem bestimmten Sanitätshaus (oder einer Apotheke) bestehen, da die Leistungen der meisten Krankenkassen an einen bestimmten Lieferanten gebunden sind. Wenn Sie sich frei entscheiden können, wo Sie Ihr Material beziehen, lohnt es sich, einen Preisvergleich im Internet zu machen. Achten Sie darauf, dass Sie ein Dauerrezept bekommen, damit Sie sich nicht auch noch ständig um eine neue Verordnung kümmern müssen, wenn sie ihr Inkontinenzmaterial auf Rezept bekommen. Inkontinenz-Hilfsmittel auf Rezept finden Sie bei unserem Partner MEDI-MARKT Fazit: Inkontinenzmaterial auf Rezept Inkontinenz schränkt das Leben der Betroffenen auf körperlicher und sozialer Ebene ein. Damit nicht auch noch finanzielle Probleme auf einen Erkrankten zukommen, lohnt es sich, benötigtes Inkontinenzmaterial über die Krankenkasse abzurechnen. Damit das klappt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, allem voran eine bestimmte Schwere der Inkontinenz. Dafür gehen Sie zum Arzt, der die Art und die Schwere der Krankheit diagnostiziert. Danach wird er Ihnen eine Verordnung ausstellen, mit der Sie über Ihre Kasse Inkontinenzmaterial auf Rezept beziehen können. Quellenangaben:AOKSelbsthilfeverband InkontinenzSenioren Wegweiser Online  

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  • Blasenschwäche bei Frauen: Richtig behandeln

    Inkontinenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Das typische Krankheitsbild von "Blasenschwäche & Frau" plagt viele der Leidtragenden. Dieser Artikel erörtert die Symptome und informiert die Leserin, wie eine frühzeitige Diagnose die Regeneration und das Lebensgefühl positiv beeinflussen können. Finden Sie jetzt geeignete Produkte für die Blasenschwäche bei Frauen. pixabay - PixxlTeufel Häufiges Problem: Inkontinenz bei Frauen Fast 25 Prozent aller Frauen leben laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG) mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. Die Symptome der Inkontinenz gelten als "Altenproblem", was ein Irrtum ist: Die DKG erklärt, dass fünf von 100 Frauenunter 65 und sogar junge Frauen um 25 betroffen sind. Gerade bei den jüngeren Damen ist die Scham groß, und viele Erkrankte wagen keinen Arztbesuch, weil die Blasenschwäche noch immer ein gesellschaftliches Tabuthema ist. Zahlreiche Betroffene bleiben aus Scham dem gesellschaftlichen Leben fern. Ein Besuch beim Experten ist jedoch aus verschiedenen Gründen wichtig: Nur ein Facharzt kann die richtige Diagnose stellen - unabdingbar für eine erfolgreiche Therapie. Denn viele Arten der Krankheit lassen sich inzwischen erfolgreich behandeln, sei es durch gezielte Beckenbodenübungen, medikamentös oder operativ. pixabay - MabelAmber Die gute Nachricht ist, dass Frau die Krankheit heute nicht mehr "still-leidend hinnehmen" muss, sondern die Symptome lindern kann, beispielsweise mit richtigen Training und einem professionellen Hilfsmittel wie einer Einlage oder einem Panty.  Tipp 1: Lindern Sie Harndrang mit der Beckenübung für den Notfall Beugen Sie Ihren Oberkörper nach hinten und vorne - wenn Sie in der Öffentlichkeit sind, können Sie die Schnürsenkel der Schuhe binden. Dieses Vornüberbeugen verändert die Druckverhältnisse im Bauchraum - der Harndrang vergeht. Obwohl mehrere Millionen Menschen in Deutschland von dem Problem betroffen sind, spricht man in der Öffentlichkeit nicht über Inkontinenz - sei es bei der Frau oder beim Mann. Inkontinenz bei Frauen: Zahlen und Fakten Inkontinenz ist die häufigste chronische Krankheit unter Frauen (35 Prozent), damit liegt sie noch vor Hypertonie, Depression oder Diabetes. Aussagekräftige Zahlen: Inkontinenz: Frauen im Alter zwischen 20 und 30 sind zu etwa 10% betroffen. Frauen im mittleren Alter sind häufiger inkontinent – 25 Prozent der 40- bis 50-jährigen Frauen. Die größte Gruppe (40 Prozent) unter den betroffenen Frauen sind die älteren Frauen ab 80 Jahren. Die Belastungsinkontinenz ist die am weitesten verbreitete Art der Inkontinenz bei Frauen. Tipp 2: Verwenden Sie Vaginalkonen pixabay - aixklusiv Unter Frauen kursieren sie schon länger: Kleine Kugeln, die Frauen in ihre Scheide einführen und dort die Muskulatur trainieren. Das richtige Training wirkt sich positiv auf die Blasenschwäche der Frau aus. Wenn ein sehr einschränkender Schweregrad der Inkontinenz bei Frauen vorliegt, können Sie, wenn sanftere Therapiemöglichkeiten versagen, mit dem Arzt über eine Operation sprechen. Ein operativer Eingriff normalisiert die Lage und Funktion der Blase, Harnröhre und Scheide. Mit diesem Eingriff wirkt man Inkontinenz bei Frauen wirkungsvoll entgegen. Schlussfolgerung Blasenschwäche Frau: Prävention ist wichtig Fazit bei Blasenschwäche: Frau leidet nicht nur unter dem körperlichen, sondern auch unter dem seelischen Stress. Dem müssen Sie sich nicht aussetzen. Die frühzeitige Diagnose bringt gute Behandlungserfolge. Blasenschwäche bei Frauen? Jetzt den Hilfsmittelprofi-Shop durchstöbern und passende Produkte finden.  Quellenangaben:Frauenärzte Dr.Pett & Dr.JandiÄrzteblattUrologe Bensheim

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  • Inkontinenz bei Männern: Mann kann sie loswerden

    Volkskrankheit Inkontinenz: auch Mann ist betroffen. Sie tritt zwar nicht nur in hohem Alter auf, dennoch ist von den deutschen Männern die Mehrheit der Leidtragenden über 55 oder musste sich einer Prostata Operation unterziehen. Lesen Sie hier die Fakten über Blasenschwäche bei Männern und was Sie dagegen tun können. Inkontinenz bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.    pixabay - martyspittle Inkontinenz bei Männern - Ursachen und Therapie Inkontinenz bei Männern: Wie kommt es überhaupt dazu? Wenn Probleme auftreten, ist meist mit der Prostata etwas nicht in Ordnung. Diese Vorsteherdrüse ist genau unter der Blase angesiedelt und zieht durch die Mitte der Prostata hindurch. Die Harnröhre transportiert den Urin von der Harnblase nach außen. Die häufigste Ursache für Inkontinenz bei Männern ist die Prostatavergrößerung - bei Männern jenseits der 50 absolut keine Seltenheit. Die Gründe, warum es zur Drüsenwachstum kommt, sind nach wie vor unklar. Ein wesentlicher Grund könnte das Zusammenspiel zwischen Sexualhormonen und deren Auswirkung auf die Organe sein: Einige Mediziner haben herausgefunden, dass die nachlassende körpereigene Produktion des Sexualhormons Androgen die Vergrößerung der Prostata fördert. Hilfsmittelprofi-Tipp: Was tun, wenn die Prostata wächst? Sport treiben! Eine US-amerikanische Untersuchung mit 51.000 Männern kam zum Schluss, dass schon eine regelmäßige sportliche Betätigung von wöchentlich zwei bis drei Stunden spazieren gehen oder joggen das Prostatawachstum um 25 Prozent drosseln kann. Inkontinenz bei Männer in jüngeren Jahren Deutsche Volkskrankheit Inkontinenz: Männer sind zu 11 Prozent betroffen, Inkontinenz bei Frauen tritt zu 25 Prozent auf. Zur leichten Inkontinenz bei Männern in jüngeren Jahren kann es kommen, wenn sich die Vorsteherdrüse entzündet. Schuld daran sind häufig Coli-Bakterien, die Ursache kann aber nicht immer genau bestimmt werden. Manchmal werden auch psychische Faktoren, Medikamente oder Nervenfunktionsstörungen als Ursache vermutet. Genau wie bei den Frauen, kann ein schwacher Beckenboden auch die Inkontinenz bei Männern fördern. Krankheiten wie Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder ein Schlaganfall können den Detrusor schwächen. Das ist jener Muskel, der die Blase beim Urinieren zusammenzieht. Was Sie gegen Inkontinenz bei Männern tun können Blasenschwäche bei Männern kommt oft in Begleitung folgender Symptome: Schwächerer Harnstrahl - der Strahl ist nicht mehr so kräftig Es dauert länger, bis sich die Blase entleert hat "Startschwierigkeiten" - es vergeht mehr Zeit, bis Urin fließt Es fühlt sich an, als ob die Blase nicht vollständig leer ist Erhöhte Pinkelfrequenz Tipp 2: Zinkmangel vorbeuten Studien zeigen, dass das Wachstum der Prostata oft mit einem Mangel am Spurenelement Zink zusammenhängt. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und mindert Gewebeveränderungen und Inkontinenz beim Mann. Zudem fördert Zink die Testosteronproduktion und stärkt die Potenz. Krabben, Haferflocken, Linsen, Erbsen und Rinderfilet enthalten viel Zink. pixabay - derneuemann Inkontinenz bei Männern: Schlussfolgerung Inkontinenz: Mann, macht die Probleme! Doch Unpässlichkeiten müssen nicht sein. Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil und mindern Sie jene Risikofaktoren, die sie beeinflussen können. Zudem kann ein Arzt die richtigen Therapiemöglichkeiten verordnen. Inkontinenz bei Männern? Jetzt Shop durchstöbern und Abhilfe schaffen.   Quellenangaben:Urologenzentrum.atUrologe BensheimUniversitätsklinikum Münster

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  • Eine Übersicht über Inkontinenzmaterial: Produktsysteme und Aufbau

    Moderne Produktpaletten bieten Schutz vor Inkontinenz und ermöglichen eine hohe Lebensqualität mit Bewegungsfreiheit im Alltag. Sie finden, dass das Angebot an Inkontinenzmaterial inzwischen so umfassend ist, dass Sie gar nicht wissen, wo Sie mit der Recherche anfangen sollen? Grundlegend gilt, dass Sie jene Hilfsmitteltypen und -Produkte auswählen, die zu Ihrer Situation passen und Ihre Lebensumstände verbessern. Unser Artikel hilft, Ihnen sich eine Übersicht über Inkontinenzmaterial zu verschaffen. Finden Sie jetzt geeignetes Inkontinenzmaterial bei Harninkontinenz. Pixabay - Iirliinnaa Inkontinenzmaterial: System und Aufbau Jeder Mensch durchlebt den Krankheitsverlauf der Inkontinenz individuell. Damit eine möglichst große Palette an Beschweren abgedeckt werden kann, verbessern und entwickeln die Hersteller ihre Produkte kontinuierlich weiter. Entstanden sind umfassende Produktpaletten an aufsaugenden Hilfsmitteln, die man grundsätzlich in folgende Bereiche an Inkontinenzmaterial einteilen kann: Inkontinenz-Einlagen, die anatomisch für Frau oder Mann geformt sind und in die Unterwäsche eingelegt werden Größere Inkontinenz-Vorlagen, die mit Netzhosen fixiert werden. Auch die Vorlagen sind anatomisch geformt, die Netzhosen halten sie stabil Inkontinenzslips: Vorder- und Hinterseite sind in der Regel wiederverschließbar. Klettstreifen halten die saugfähige Unterlage an Ort und Stelle Windeln Einmal-Unterwäsche: Inkontinenzhosen, die alle Ausscheidungen auffangen und danach entsorgt werden können. Jegliches Inkontinenzmaterial ist in unterschiedlichen Saugstärken und in Größen für jeden Körperumfang erhältlich. Hilfsmittelprofi-Tipp:  Wenn Sie auf der Suche nach geeignetem Inkontinenzmaterial sind, dann heißt es: Flexibel bleiben und ausprobieren! Bereiten Sie verschiedene Saugstärken für unterschiedliche Situationen im Alltag vor. Wenn Sie Aktivitäten außerhalb Ihres normalen Wirkungskreises planen und länger unterwegs sind, nehmen Sie eine saugstärkere Windel/Einlage. Seien Sie aufmerksam und agieren Sie, wenn Sie feststellen, dass sich Ihre Inkontinenz verändert. So entstehen keine Probleme wie Auslaufen oder Hautirritationen aufgrund zu langer Tragezeit. Der Aufbau von Inkontinenzmaterial Grundsätzlich ist jede Form von Inkontinenzmaterial sehr ähnlich aufgebaut: Das Grundelement dieser Art Hilfsmittel ist der Saugkern. Er besteht aus einem Gemisch von geruchsminderndem Flüssigkeitsbinder und Zellstoff. Den Flüssigkeitsbinder bezeichnet man als Superabsorber: Je nach Hersteller absorbiert er das 50-fache des eigenen Volumens und gibt sie selbst bei Stresseinwirkung (starker Druckeinwirkung) nicht wieder ab. Würde der Superabsorber nicht einwirken, zerfiele der Harnstoff aufgrund von Bakterien in Ammoniak und Kohlenstoffdioxid. Die Inhaltsstoffe hemmen diesen Vorgang, was zum einen Geruchsentwicklung vermeidet, zum anderen die natürliche Balance der Haut nicht angreift. So verhindert Inkontinenzmaterial Hautirritationen oder -krankheiten. Bei unterwäscheähnlichem Inkontinenzmaterial, wie Inkontinenzslips und -hosen sind elastische Bündchen an Beinen und Hüften angenäht, die das Auslaufen zusätzlich verhindern. Ummantelt wird der Superabsorber von einer Saugmatte, die aus Zellulose besteht und jegliche Flüssigkeit sofort ins Innere leitet. Die Außenschicht besteht aus Zellstoff (Polyethylenfolie) und lässt keine Flüssigkeit durchsickern. Tipp: Gewöhnen Sie sich langsam ans Tragen von Inkontinenzmaterial. Häufig ist es nicht der richtige Schritt, gleich dicke Vorlagen auszuwählen, wenn Sie noch nie zuvor Inkontinenzmaterial getragen haben. Einlagen, die Sie wie Slipeinlagen in die Unterhose kleben, geben Ihnen ein gutes Gefühl und sind in einer Saugstärke bis zu 900 ml erhältlich. Die Größe von Windeln und den ausgewählten Inkontinenzprodukten ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl. Wenn sie zu große oder zu kleine Produkte auswählen, ist das unbequem zu tragen, löst Rötungen oder wunde Stellen aus und kann zum Auslaufen führen. Die meisten Hersteller verwenden die Größentabelle S-M-L-XL. Für die Auswahl messen Sie Ihren Hüftumfang. Sie können sich auch beraten lassen - gerade bei der Erstauswahl eine gute Idee. Tipp: Pants für angenehmen Toilettengang Die angebotenen Pants liegen dank angenehmen Materialien und einem elastischen Gummibund gut an und sind bequem zu Tragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie wie Unterhosen hoch- und runtergestreift werden können. Pixabay - Stux Ableitendes Inkontinenzmaterial Zum Inkontinenzmaterial zählen nicht nur aufsaugende Produkte, sondern auch ableitende Systeme. Damit ist die Verbindung eines Katheters mit Bein- und/oder Bettbeuteln gemeint. Die eingesetzten Katheter bestehen aus Silikon oder Latex. An sie kann ein Urinbeutel (normalerweise mit einem Volumen von 500 Milliliter) angehängt werden, der entweder mit einer Beinbeuteltasche oder Haltebändern am Schenkel oder Unterbein angebracht wird. Über Nacht kann der Beinbeutel durch einen Bettbeutel ausgetauscht werden, der bis zu zwei Liter umfasst und so jegliche Nachtruhestörung verhindert. Für harninkontinente Herren existiert eine womöglich interessante Alternative zum Katheter: Das Urinalkondom. Es ist selbstklebend, in verschiedenen Größen erhältlich und auch für dieses Inkontinenzmaterial kann – ebenso wie beim Dauerkatheter – ein Urinbeutel angehängt werden. Bei Restharn oder zum gänzlichen Leeren der Blase können Sie Einmalkatheter verwenden. Für den schnellen Einsatz unterwegs gibt es Modelle mit integriertem Urinbeutel. Das richtige Inkontinenzmaterial auswählen Eine Inkontinenz ist für Beteiligte und Pflegende belastend. Doch das richtige Hilfsmittel kann die Handhabung erleichtern. Bei der Auswahl achten Sie bitte auf folgendes: Tipp: Wichtig ist, dass Sie die richtige Saugstärke beim Inkontinenzmaterial auswählen. Für eine Person, die selbstständig zur Toilette gehen kann, genügt oft eine dünnere Vorlage oder eine Einlage. Wenn ein Patient die Toilette nicht nutzt, müssen die Vorlagen dicker und beispielsweise mit einer engen, aber elastischen Netzhose fixiert sein. Das sorgt für den richtigen Sitz und schützt vor "Unfällen." Ein Preis- und Qualitätsvergleich des Inkontinenzmaterials lohnt sich immer. Die Preise der Produkte variieren stark und sind auch davon abhängig, mit welchen Herstellern oder Händlern Ihre Krankenkasse Verträge abgeschlossen hat. Sie können Ihre Krankenkasse nach einer Liste fragen. Wir empfehlen, dass Sie einen Qualitätscheck machen. Es lohnt sich fast immer, in ein teureres Produkt, wie zum Beispiel in teurere Windelhosen zu investieren. Wenn die Windelhosen nicht wieder verschlossen werden können oder leicht reißen, müssen Sie sie öfters ersetzen und das kann im Endeffekt teurer sein: Ein teureres Qualitätsprodukt ist manchmal trotzdem günstiger als ein Artikel, der zwar in der Anschaffung günstiger ist, aber schneller kaputt geht. Pixabay - PublicDomainPictures  Schlussfolgerung: Inkontinenzmaterial Das Produkteangebot für Inkontinenzartikel ist inzwischen so stark angewachsen, dass man gar nicht recht weiß, wo man beginnen soll. Ein guter Anfang ist die Analyse der Ist-Situation: Welche Produktart benötigen Sie? Es ist sinnvoll, sich an die richtige Materialdicke und Saugstärke anzupassen. Beginnen Sie mit einer dünneren Slipeinlage, und wechseln Sie, falls diese nicht genügend Schutz bietet, zu saugstärkerem Inkontinenzmaterial.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die passende Inkontinenz-Produkte. Quellenangaben:Kaufmännische KrankenkasseAOK

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  • Die richtigen Inkontinenzartikel finden: Ein Leitfaden

    Mit der richtigen Therapie ist eine Inkontinenz bei den meisten Patienten heilbar. Einige Fälle lassen sich jedoch nicht so einfach beheben. Dennoch ist für einen Großteil der Patienten ein normales Leben möglich, zum Beispiel mit Hilfsmitteln und dem passenden Inkontinenzartikel. Damit Strategien für den Alltag erarbeitet werden können, sind Schulungen und Beratungen durch Fachpersonen empfehlenswert. Unser Artikel berät zudem rund um Inkontinenzprodukte.  Jetzt geeignete Inkontinenzartikel für die Harninkontinenz finden. Inkontinenzartikel: Eine Übersicht pixabay - eliola Betroffene müssen aufgrund des unfreiwilligen Verlusts von Urin oder Stuhl ihr Leben nicht in Isolation fristen, sondern können aus einem umfassenden Angebot an Hilfsmitteln auswählen und ihr Leben genießen. Inkontinenzartikel lassen sich in folgende Kategorien einteilen: Aufsaugende Inkontinenzartikel, also Inkontinenzeinlagen, Windeln oder Windelhosen. Sie vermeiden Feuchtigkeit, Hautreizungen und Gerüche. Waschbare Inkontinenzartikel, z. B. wiederverwendbare Hosen. Bettschutzeinlagen. Katheter und ableitende Produkte. Sammelnde Inkontinenzartikel: Beinbeutel oder Kondomurinale sind unauffällige Behälter, die den Harn auffangen. Fachpersonen kann Sie beraten, welche Inkontinenzartikel für Ihre Beschwerden und Ihre Art der Inkontinenz geeignet sind. Sie erklären alles Wichtige zu den verschiedenen Faktoren wie Trockenheitsgefühl, Kosten und Tragekomfort. Für Sie passende Inkontinenzartikel finden Sie bei Hilfsmittelprofi. Inkontinenz nicht totschweigen Inkontinenz tritt in verschiedenen Formen und Schweregraden auf und betrifft, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht nur ältere Menschen. Unabhängig davon, ob Sie Schwierigkeiten bei Stresseinwirkung, zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten oder beim Sport verspüren, ob Sie unter ständigen Harndruck und einer Reizblase leiden oder der Gang zur Toilette unangenehm ist: Inkontinenz tritt in vielen unangenehmen Facetten auf. Dennoch sind meist ältere Menschen und vielfach Frauen betroffen. Das ist einerseits anatomisch bedingt und liegt andererseits an der abnehmenden Leistungskapazität des Körpers. Leider wird darüber nur ungern gesprochen. Ebenso wenig leistet manch gutgemeinte Aufklärungsarbeit Abhilfe, denn viele Beteiligte wissen nicht ausreichend über wirksame Behandlungsmethoden und das reichhaltige Angebot an Hilfsmitteln und Inkontinenzartikel Bescheid. Die Therapie, Betreuung und Dauerversorgung von Menschen mit Inkontinenz umfasst weit mehr als Medikamente, Inkontinenzartikel, Operationen und physiotherapeutische Maßnahmen wie Beckenbodentraining. Egal welche Maßnahmen Sie ergreifen wollen, Sie als Betroffener sollten immer im Mittelpunkt stehen, und Ihr Arzt oder Betreuer sollte Sie motivieren, therapieren und gut betreuen. Dazu gehören die: Medizinische Versorgung, psychisch und physisch. Physiotherapeutische (vorbeugende) Therapie. Versorgung mit Hilfsmitteln und Inkontinenzartikel. Schulung und Aufklärung des Patienten und der Angehörigen. Das Fazit ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen und das Problem nicht verdrängen sollten. Fachstellen und -personen sind da für Sie. Schämen Sie sich nicht. Trauen Sie sich und sprechen Sie über Ihr Leiden. Tipp 1: So finden Sie die richtigen Inkontinenzartikel Wenn es um Inkontinenz geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Für Frauen mit leichter Inkontinenz gibt es saugstarke Ladyvorlagen oder feminine Panties (eine Art enganliegende Windel, die höher geschnitten ist), während Vorlagen für den Mann an die maskuline Anatomie angepasst sind. Die meisten anderen Inkontinenzartikel (für schwerere Fälle von Inkontinenz) sind unisex und für Mann und Frau gleichermaßen konzipiert. pixabay - PublicDomainPictures Den richtigen Inkontinenzgrad bestimmen: So unterscheiden Sie richtig Bevor Sie Inkontinenzartikel kaufen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welchen Grad einer vorliegenden Inkontinenz versorgt werden muss. Unsere Übersicht kann Ihnen und den betreuenden Personen dabei helfen, das richtige Produkt auszuwählen. Tröpfcheninkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in minimalen Mengen: Weniger als 50 Milliliter in vier Stunden. Bei vielen Menschen setzt mit zunehmendem Alter die Tröpfcheninkontinenz ein. Diese Art der Inkontinenz tritt jedoch fast ausschließlich bei Männern und vor allem dann auf, wenn ein Abflusshindernis, zum Beispiel die vergrößerte Prostata, vorliegt. Zur Versorgung eignen sich anatomisch angepasste Herreneinlagen mit einer leichten Saugfähigkeit um 150 ml. Leichte Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in kleinen Mengen: Weniger als 100 Milliliter in vier Stunden. Diese Form der Inkontinenz – auch Stressinkontinenz genannt kommt beim Lachen, Sport, Niesen, oder Treppensteigen vor uns ist mit einem kleinen Urinverlust verbunden. Hier empfehlen sich leichte Vorlagen oder Einlagen mit leichter bis mittlerer Saugfähigkeit. Auch Schutz- oder Netzhosen können bequem getragen werden. Informieren Sie sich, ob diese Einlagen von der Krankenkasse übernommen werden. Einige Kassen stufen die leichte Inkontinenz nicht als Krankheit ein. Tipp 2: Saugkraft  Je höher die Saugstärke eines Produkts, desto dicker das Material und desto geringer der Tragekomfort. Seien Sie als Betroffener oder betreuende Person darauf bedacht, nicht zu dicke Inkontinenzartikel zu wählen. Mittlere Inkontinenz Das bedeutet ein Urinverlust in moderaten Mengen: 100 - 200 Milliliter in vier Stunden. Es könnte sein, dass Sie von Dranginkontinenz betroffen sind. Jedenfalls verzeichnen Sie in unregelmäßigen Abständen den Verlust von mittleren bis großen Mengen Urin, vor allem bei Belastungen. Wenn starker Harndrang herrscht, können Sie ihn nicht zurückhalten. In diesem Fall empfehlen sich Inkontinenzartikel mit mittlerer Saugkraft wie etwa Vorlagen. Schwere Inkontinenz Das bedeutet einen permanenten Urinverlust in Mengen von mehr als 200 Milliliter in vier Stunden. Diese Mengen an Urin treten bei der Drang-, oder Reflexinkontinenz plötzlich und ohne Vorwarnung aus. Die Blase entleert sich komplett, weil der Patient kein Gefühl mehr für den Harndrang hat. Dieser Schweregrad verlangt nach Windelhosen, die in unterschiedlichen Saugstärken und Materialien angeboten werden. Wichtig ist die Auswahl der richtigen Saugstärke, da sie je höher, je dicker wird. Das wirkt sich auf den Tragekomfort aus. Betreuende Personen oder Angehörige können nach atmungsaktiven Materialien mit einer Saugfähigkeit über 1000 Milliliter fragen. Bei Hilfsmittelprofi finden Sie eine passende Auswahl an Produkte für schwere Inkontinenz. Totale Inkontinenz Die totale Inkontinenz bedeutet unkontrollierten, dauernden Stuhl- oder Urinverlust. Hier kommen dieselben Inkontinenzartikel wie bei der schweren Inkontinenz in Frage, allerdings empfehlen sich zusätzlich Schutzhosen aus dichten Materialien und eine starke Saugfähigkeit über 1500 Milliliter.  Schlussfolgerung: Mit dem richtigen Inkontinenzartikel das Leben wieder genießen Inkontinenz muss keinen totalen Verlust der Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil: Die reichhaltige Auswahl an passenden Inkontinenzprodukten ermöglicht die Teilnahme am sozialen Leben inklusive Bewegung, Freiheit und Lebensfreude. Wichtig ist, dass Sie sich nicht aus falscher Scham verstecken. Neben einer Therapie gibt es den passenden Inkontinenzartikel - auch für Sie.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie den passenden Inkontinenzartikel.

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  • Wie mit Stressinkontinenz umgehen

    Der Begriff Stressinkontinenz beschreibt den unkontrollierten, unfreiwilligen Urinverlust. Für Patienten sind die Symptome nicht nur ein hygienisches Problem, sondern auch mit starken Schamgefühlen verbunden. Doch Scheu ist fehl am Platz: wenn die leichte Inkontinenz nicht ernst genommen wird, kann sie sich graduell verschlimmern. Doch der Alltag muss nicht in die Hose gehen. Lesen Sie, was Sie präventiv und in einer akuten Situation gegen die Blasenschwäche tun können.  Jetzt im Shop wirksame Hilfsmittel für die Stressinkontinenz finden. pixabay - Alexas_Fotos Stressinkontinenz - Was ist das? Kurz erklärt: Belastungs- oder Stressinkontinenz ist der unkontrollierte Urinverlust oder der unfreiwillige Abgang von Urin. Durch erhöhten Bauchinnendruck bei Heben von Lasten, Lachen, Springen oder sogar Niesen kommt es zu erhöhtem Druck auf die Blase (im Bauchraum). Ursache für das unfreiwillige Tröpfeln ist die schwache Beckenbodenmuskulatur. Die "schwache Blase" ist eine der am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen in Deutschland, und insbesondere Frauen leiden darunter. Bis zu 25 Prozent aller Deutschen Frauen sind betroffen. Bei den Männern sind elf Prozent inkontinent. Unter diesen Patienten sind: 49 Prozent von Stressinkontinenz, etwa 39 Prozent von Mischinkontinenz und 12 Prozent von Dranginkontinenz betroffen Der Begriff "Stressinkontinenz“ ist im ersten Moment irreführend, denn er hat nichts mit psychischem Druck zu tun, sondern bezieht sich auf körperliche Belastungen. Hilfsmittelprofi-Tipp: Isolieren Sie sich nicht, wenn Sie eine schwache Blase feststellen. Für viele Leidtragende ist nicht nur das hygienische Problem im Vordergrund, sondern eine eigens auferlegte soziale Isolation aufgrund von Schamgefühlen. Je früher Sie sich untersuchen lassen und in Behandlung begeben, desto eher finden Sie zu Ihrer Lebensfreude zurück. Schon wenige Minuten an gezielten Übungen am Tag, die Sie in den eigenen vier Wänden durchführen können, schaffen Abhilfe. Lesen Sie dazu mehr weiter unten im Text. Die Ursachen der Stressinkontinenz Stressinkontinenz steht zweifelsfrei direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens in Zusammenhang. Dieser besteht aus Muskeln und Bindegebe, welche die Beckenorgane eingrenzen. Sie stärken und festigen die Position der Organe und stützen den Blasenschließmuskel. Wenn dieser stark gedehnt wird, verliert die Muskulatur an Elastizität. Die Stützfunktion vermindert sich drastisch und es kommt zur gefürchteten Störung der Blasenmuskulatur. Wenn nun Druck auf das Bauchinnere ausgeübt wird, arbeitet der Harnröhrenverschluss nicht mehr richtig und Stressinkontinenz wird begünstigt.  Das erklärt, warum Frauen besonders häufig die Leidtragenden dieser Symptome sind. Der weibliche Beckenboden ist naturgemäß der stärkeren Belastung durch Schwangerschaften, vaginale Geburten und einer kleineren Gewebefläche ausgesetzt. pexels Der weibliche Unterleib verzeichnet drei Öffnungen, während der männliche lediglich zwei aufweist. Die häufigsten Ursachen der Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz) sind: Schwächung der Beckenbodenmuskulatur Schwächung des Bandapparates im Beckenbereich Eine Gebärmuttersenkung Hormonelle Veränderungen Übergewicht Konstitutionelle Bindegewebsschwäche Beim Mann taucht die Stressinkontinenz meist durch Verletzungen des Blasenschließmuskels wegen Unfällen oder Operationen auf. Häufig auftretende Symptome der Stressinkontinenz Die Krankheit wird von unterschiedlichen Symptomen begleitet. Der Harnverlust geschieht spontan und kündigt sich nicht durch eine volle Blase an und es geht nur wenig Urin ab. Mediziner teilen die Harninkontinenz in verschiedene Schweregrade. Als niedrigste Stufe gilt der Urinabgang bei Lachen, Husten oder Niesen. Der zweite Schweregrad umschreibt den Urinabgang bei plötzlichen Bewegungen, dem Heben von Lasten, Hinsetzen und Aufstehen oder Sport. Schwerwiegender wiegt der Urinaustritt bei Bewegung ohne Stressfaktor, also Urinaustritt im Stehen. Die schwerste Form der Stressinkontinenz ist der unkontrollierte Urinverlust im Liegen. Therapie und Behandlung bei Stressinkontinenz Glücklicherweise muss man sich heutzutage nicht mehr mit der Blasenschwäche arrangieren. Doch Inkontinenz ist leider noch immer ein Tabuthema, wie viele Leidtragende bemerken. Tipp: Sie können den Schließmuskel trainieren Machen Sie nicht den Fehler und schämen Sie sich nicht zu sehr, um mit dem Problem zum Arzt zu gehen. Die Fachperson ist dazu da, Ihnen zu helfen und Sie gründlich zu beraten. Nachdem die Fachperson die Diagnose gestellt hat, hilft regelmäßiges Beckenbodentraining bei Stressinkontinenz. Dabei trainieren Sie gezielt die geschwächte Muskulatur. Eine Besserung lässt sich oft relativ schnell feststellen. Ein Physiotherapeut kann das Erlernen der Übungen erleichtern und begleiten. Danach können Sie das Training, das oftmals nur wenige Minuten pro Tag in Anspruch nimmt, zu Hause durchführen. Zuverlässig schützen kann auch ein ganzes Sortiment an Inkontinenz-Einlagen. Tipp: Ein gesundes Körpergewicht unterstützt die Therapie Übergewicht ist ebenfalls einer der Haupt-Risikofaktor für einen kraftlosen Beckenboden. Wenn der Druck, der durch das Gewicht auf die Blase wirkt, zu stark wird, kann ein schwacher Beckenboden nicht mehr entgegenhalten. Überflüssige Pfunde haben Konsequenzen, auch auf die Blase. Der ständige Druck fördert den möglichen Harnabgang und Übergewicht verschlimmert die meisten Symptome anderer Krankheiten. Fazit: Abnehmen fördert die Gesundheit und erleichtert das Beckenbodentraining. Setzen Sie auf einen Tee aus Brennnesseln: Die heimische Heilpflanze durchspült dank ihrer harntreibenden Wirkung die Blase regelrecht. Brennnesseln sind die perfekte Unterstützung bei Blasenschwäche. Ein bekanntes Hilfsmittel ist auch die US-stämmige Moosbeere, besser bekannt als Cranberry. Sie ist ein bewährtes Hausmittel bei Blasenentzündung und langfristig wirkt ihr Saft oder die getrockneten Beeren auch Stressinkontinenz entgegen. pixabay - eak_kkk Schlussfolgerung: Stressinkontinenz lässt sich auch mit sanften Methoden behandeln Diese Art der Kontinenzstörung ist direkt mit der Muskulatur des Beckenbodens verbunden. Das bedeutet, dass je nach Tragweite des Problems bereits wenige Minuten gezielten Trainings pro Tag Abhilfe schaffen können. Einfluss auf die richtige Funktionstüchtigkeit der Organe haben hormonelle Störungen, Operationen oder Unfälle sowie die natürliche Beanspruchung durch Schwangerschaft und Geburt. Betroffene müssen nicht stillschweigend leiden, sondern können sich selbst helfen. Was heißt das?  Ein gesunder Lebensstil ist einer der Hauptfaktoren in der Vorbeugung gegen die Stressinkontinenz. Zudem kann ein aktiver Lebensstil die Symptome verringern. Wer mit einer ausgewogenen Ernährung Normalgewicht anstrebt und Übergewicht reduziert, leistet einen wichtigen Beitrag zur eigenen Blasengesundheit. Wenn Sie nicht rauchen, wenig Alkohol und Koffein konsumieren und zudem den Einsatz von Schmerzmitteln reduzieren, verringern Sie Ihr Risiko an Stressinkontinenz zu erkranken zusätzlich. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie unterstützende Produkte für die Stressinkontinenz.  Quellenangaben:Urology-GuideInkontinenz Information.deAmboss  

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  • Blasenschwäche: Wenn der Alltag zum Problem wird

    In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von Blasenschwäche (Harninkontinenz) betroffen. Sie gehört damit zu den häufigsten Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft. Wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Urin zurückzuhalten, kann eine fachkundige Diagnose helfen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über das Thema und gibt Aufschluss über passende Lösungen - hier mehr über die Blasenschwäche lesen.  Finden Sie jetzt geeignete Produkte bei Blasenschwäche in unserem Shop.   pixabay - padrinan Reizblase: Leiden Sie unter einer überaktiven Blase? Es gibt verschiedene Arten und Ursachen der Blasenschwäche. Mitunter am häufigsten tritt die überaktive Blase auf. Patienten mit einer Reizblase leiden unter sehr starkem, ständigem Harndrang und müssen oft aufs WC. Dabei sind die Urinmengen, die austreten, gering. Das Problem ist, dass das Dranggefühl plötzlich kommt und so stark ist, dass die Patienten es nicht mehr aushalten können. Frauen sind öfter von der Blasenfunktionsstörung betroffen als Männer. Wenn Symptome auftreten, zieht sich der Blasenmuskel zu früh, also unwillkürlich oder bevor die Blase voll ist, zusammen. Schon ein kurzer Reiz auf die Blase sorgt dann für starken Harndrang. Studien zufolge sind etwa 40 Prozent aller Frauen in Deutschland ab dem 60 Lebensjahr von Blasenschwäche betroffen. Aufgrund der Anatomie der Frau wird die Stütz- und Haltefunktion weitaus stärker beansprucht als beim Mann. Besonders Schwangerschaften belasten den Beckenboden extrem. Dies kann vor allem bei nah aneinander liegenden Schwangerschaften oder auch Mehrlingsschwangerschaften massive Auswirkungen auf die Blasenfunktion haben. Problematisch ist dabei, dass die Beschwerden der Blasenschwäche manchmal so ausgeprägt sind, dass sich die Betroffenen nicht mehr trauen, Aktivitäten im öffentlichen und sozialen Leben nachzugehen, oder diese nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Die Patienten sprechen nur ungern darüber, weil die "Volkskrankheit Inkontinenz" noch immer mit starken Schamgefühlen verbunden ist. Wenn Ausscheidungen unkontrolliert abgegeben werden, führt das nicht nur zu körperlichen Belastungen, sondern auch zu einem extremen psychischen Druck. Tatsächlich leiden mehrere Millionen Menschen in Deutschland unter dem Problem - trotzdem ändert das nichts daran, dass man in der Öffentlichkeit nicht über die Inkontinenz spricht. Blasenschwäche - Symptom oder Krankheit? An sich ist Blasenschwäche jedoch gar keine Krankheit, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Verschiedene Krankheiten können Auslöser sein oder Körperfunktionen, die nicht mehr intakt sind, beeinflussen die Harnblase negativ. Die Ursachen der Reizblase sind beispielsweise Veränderungen an der Blasenwand, die zu Überaktivität oder Überreiztheit des Blasenmuskels führen. Diese können Abweichungen der Nervenfunktionen oder Veränderungen an den Rezeptoren (Andockstellen) der Botenstoffe sein, die das Organ versorgen. Die Beschwerden sind nicht gefährlich, aber unangenehm. Studien zeigen, dass 40 Prozent der von Blasenschwäche betroffenen Frauen aus lauter Peinlichkeit verschweigen, dass sie unter Inkontinenz leiden. Manchmal speisen die Betroffenen Inkontinenz auch einfach als "hygienisches Problem" ab - damit gehört sie zu jenen Krankheiten, die deutschlandweit am seltensten behandelt werden. Dabei lassen sich die Symptome mit sanften und teilweise natürlichen Mitteln leicht kurieren. Was tun bei Blasenschwäche? Der überaktiven Blase entgegenwirken Aufgrund dieses Tabucharakters des Themas fragen sich viele Betroffene: "Was tun bei Blasenschwäche?" Noch immer gelten die Symptome einer Blasenschwäche als "Alterskrankheit." Doch auch Frauen in jungen Jahren, besonders nach einer Geburt und Frauen zwischen 40 und 50, wenn die Menopause eintritt sind betroffen. Allein in Deutschland leiden – je nach Quellenangaben – ca. 25 Prozent aller junger Frauen zumindest vorübergehend an einer Form der Blasenschwäche.  11 Prozent der Männer sind inkontinent. 25 Prozent der Frauen erfahren Symptome. Gerade junge Mütter sind anfällig für Blasenschwäche, weil ihr Beckenboden durch die Schwangerschaft und Geburt geschwächt ist. Das Tragen des Babys belastet die Muskulatur zusätzlich. Ein strapazierter Beckenboden kann die Blasenschwäche begünstigen, ebenso wie eine Gebärmutter- oder Scheidensenkung.  Bei älteren Frauen treten die Symptome auf, weil sich der Hormonhaushalt verändert. Überdurchschnittlich häufig sind auch übergewichtige Menschen betroffen, sowie Personen, die schwere körperliche Arbeit leisten. Blasenschwäche muss den Betroffenen jedoch das Leben nicht unnötig schwer machen. Mit den richtigen Tipps können Sie den Symptomen vorbeugen und selbst akute Beschwerden lindern. pixabay - PatriciaMoraleda Tipp 1: Beckenbodentraining stärkt die Blase  Das Training des Beckenbodens ist eine der wirksamsten Aktivmaßnahmen zur Vorbeugung oder Linderung einer Blasenschwäche. Gezielte Übungen stärken die Muskulatur und beugen dem Harndrang so entgegen. Das Training lässt sich im Sitzen oder am Bürotisch erledigen.  Eine empfehlenswerte Übung: Setzen Sie sich sehr gerade auf einen Stuhl und spannen Sie die Beckenbodenmuskulatur an. Sie können das Becken ganz leicht nach vorne kippen und die Muskulatur gleichzeitig anspannen. Halten Sie diese Spannung für mindestens 10 Sekunden. Wiederholen Sie fünf, besser 10 Mal. Tipp 2: Trinken Sie genug und ernähren Sie sich ausgewogen   Es mag im ersten Moment kontraintuitiv klingen, aber bei jeglicher Form von Blasenschwäche, wie z. B.  Stress-Inkontinenz empfehlen wir Ihnen, mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Sie unterstützen so die Nieren und beugen Harninfekten vor. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, die den Darm unterstützen und den Stuhlgang erleichtern. Es ist besser, wenn Sie beim Toilettengang nicht zu stark pressen müssen. Allenfalls ist eine Gewichtsabnahme für Sie eine Option. Bereits eine minimale Gewichtsreduktion um fünf oder zehn Prozent entlastet den Beckenboden und stärkt in Kombination mit mehr Bewegung und dem Beckenbodentraining die Muskulatur zusätzlich. Tipp 3: Trainieren Sie Ihre Blase  Gute Neuigkeiten: Sie können Ihre Blase trainieren und so die Beschwerden einer Blasenschwäche lindern. Beginnen Sie mit einem Miktionstagebuch: Schreiben Sie auf, wie oft und wie viel sie zu welchen Zeiten urinieren müssen. So trainieren Sie die Blase: Geben Sie nicht jedem Harndrang nach. So lernt die Blase, den Druck langsam auszuhalten und den Drang zu kontrollieren. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung auf der Toilette - so kann sich die Blase vollständig entleeren. Schlussfolgerung: Blasenschwäche in den Griff bekommen Das Zusammenspiel von Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln, Nervenbahnen und der Steuerzentrale im Gehirn ist fein abgestimmt und anfällig für Störungen. Selbst kleine Unstimmigkeiten können auf längere Sicht gravierende Auswirkungen haben:    Die Symptome einer Blasenschwäche sind am Anfang meist harmlos und die Betroffenen verlieren nur einen Tropfen Urin. Plötzlich, nach ein paar Monaten, sind es zwei und plötzlich so viel, dass es den Alltag beeinträchtigt. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schweigen Sie nicht - handeln Sie stattdessen und sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Unterschiedliche Therapieformen können bei Blasenschwäche Linderung schaffen. In vielen Großstädten gibt es Beckenbodenzentren und immer mehr Physiotherapeuten spezialisieren sich auf den Beckenboden.   Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Inkontinenz-Produkte. Kauf auf Rechnung: Einfach & sicher bestellen Quellenangaben:Urologenzentrum.atUrology-GuideSprechzimmer.chSprechzimmer.ch

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  • Wenn der Harndrang zur Belastung wird: Harninkontinenz

    Sie fühlen sich nur wohl, wenn Sie in der Nähe einer Toilette sind? Mit diesem einschränkenden Gefühl sind Sie nicht allein: In Deutschland sind bis zu 8 Millionen Menschen von Harninkontinenz (Blasenschwäche) betroffen. Lernen Sie in diesem Artikel das Harnsystem kennen und was Sie gegen Harninkontinenz und häufigen und nächtlichen Harndrang tun können. Die Symptome können zwar harmlos sein, aber auch auf ein ernsteres Problem hindeuten. Inhalt Harninkontinenz - Ursachen und Therapie Formen der Harninkontinenz Belastungsinkontinenz Dranginkontinenz Mischinkontinenz Reflexinkontinenz Überlaufinkontinenz Nächtlicher Harndrang? Richtig entgegenwirken Ursachen für nächtlichen Harndrang Harninkontinenz vorbeugen Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 1: Gesunde Ernährung Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 2: Untersuchen lassen Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 3: Lassen Sie Wassertabletten weg Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 4: Wasserlassen - neurologisches oder psychisches Problem? Fazit: Harninkontinenz muss nicht einschränken   pixabay - PublicDomainPictures Harninkontinenz - Ursachen und Therapie Wenn Sie täglich rund sechs bis siebenmal Pinkeln gehen, ist alles in Ordnung. Häufiger Harndrang – oder vermehrtes Wasserlassen – tritt auf, wenn Sie überdurchschnittlich häufig auf die Toilette müssen, oder Sie mehr als die normale Menge Urin lassen. Der Fachbegriff für vermehrten Harndrang ist Polyurie. Schafft es der Betroffene nicht rechtzeitig auf die Toilette und nässt sich ein spricht man von Harninkontinenz. Von Polyurie spricht man, wenn die normale Urinmenge von zwei Litern innerhalb von 24 Stunden überschritten wird. Für die Betroffenen können die Symptome einer Harninkontinenz einschränkend und unangenehm sein. Doch wie entsteht Harninkontinenz? Der menschliche Körper besteht hauptsächlich aus Wasser, und dank unserer Körperfunktionen wie Atmen, Schwitzen und vor allem Urinieren verlieren wir ständig Flüssigkeit. Urinieren ist so wichtig für unseren Körper, weil mit dem Urin Giftstoffe und unbrauchbare Substanzen aus dem Körper gespült werden. Die wichtigsten Organe des Harnsystems sind die Nieren, eine Art Kläranlage des Körpers. Sie entfernen Stoffe wie Harnstoff, Harnsäure, Salze oder Aminosäuren aus dem Blut. In einem ersten Schritt produzieren die Nieren Primärharn, die Vorstufe des Urins, den wir ausscheiden. Dieser Primärharn fließt durch das Filter-Röhrensystem in der Niere. Die dortigen Nierenzellen nehmen 99 Prozent der Flüssigkeit und verwertbare organische Stoffe wieder auf und geben andere Wirkstoffe ab. Übrig bleiben die etwa 1.7 Liter Harn, die in der Harnblase gesammelt und von dort ausgeschieden werden. nach oben Formen der Harninkontinenz Belastungsinkontinenz Die Belastungsinkontinenz, oft auch als Stressinkontinenz bezeichnet, ist eine der häufigsten Inkontinenzarten. Oft liegt der Belastungsinkontinenz eine Beckenbodenschwäche zugrunde, die mit einer konservativen Therapie behandelt werden kann. Bei der Stressinkontinenz kommt es zu einem unfreiwilligen Urinabgang bei körperlichen Belastungen, wie Hüpfen, Niesen oder Husten. Bei einer schwereren Inkontinenzform, kommt es auch zum Harnabgang bei Treppensteigen, Aufstehen oder Hinsetzen. Weitere Informationen zur Belastungsinkontinenz: Wie kommt es zur Belastungsinkontinenz Dranginkontinenz Die Dranginkontinenz ist auch als überaktive Blase bekannt. Die Dranginkontinenz ist eine weit verbreitete Form der Blasenschwäche. Hier tritt der Urinverlust plötzlich und schwallartig auf, weil sich Muskeln im Blasenbereich unkontrolliert zusammenziehen und den Harndrang auslösen. Ursachen für Dranginkontinenz können motorischer oder sensorischer Art sein. Mischinkontinenz Genaugenommen ist die Mischinkontinenz keine eigene Inkontinenzform. Sie beschreibt das Zusammenspiel von Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz. Weitere Informationen zur Mischinkontinenz: Mischinkontinenz – was ist das? Reflexinkontinenz Bei einer Reflexinkontinenz kommt es zu einem reflexartigen unangekündigtem Harnabgang, weil das Gehirn den Blasenreiz nicht mehr bewusst steuern kann. Gründe für eine Reflexinkontinenz können beispielsweise eine Rückenmarksverletzung oder eine Verletzung des Gehirns sein. Überlaufinkontinenz Die Überlaufinkontinenz ist eine Form der Blasenschwäche die hauptsächlich Männer betrifft. Betroffene können ihre Blase nicht mehr vollständig entleeren und trotz regelmäßiger Toilettengänge kommt es durch den in der Blase verbleibenden Resturin zum unfreiwilligen Harnabgang. Weitere Informationen zur Überlaufinkontinenz: Welche Symptome gibt es? nach oben Nächtlicher Harndrang? Richtig entgegenwirken Die Ursachen des Problems sind komplex: Patienten können an Diabetes mellitus erkrankt sein, unter Herzinsuffizienz oder akutem Nierenversagen leiden. Oftmals klagen betroffene Patienten auch über ein anderes häufig auftretendes Symptom in Zusammenhang mit der Harninkontinenz: nächtlicher Harndrang. Das ist eine unangenehme Sache, mit der sich vor allem ältere Menschen auseinandersetzen müssen. Betroffene: können keine Nacht mehr ruhig durchschlafen, und müssen sich nachts immer wieder erheben, um das WC aufzusuchen. Diese Symptome sind nicht nur nervig, sondern können sich langfristig negativ auf die Ruhezeiten und die Psyche auswirken. Wenn ein Mensch mindestens zweimal pro Nacht aufstehen muss, um Wasser zu lassen, spricht man von Nykturie. Ältere Menschen, die in der Nacht nicht schnell aufstehen können oder pflegebedürftige Personen leiden durch die Nykturie oftmals unter nächtlicher Harninkontinenz. Ursachen für nächtlichen Harndrang Die Ursachen für die Nykturie, die zu den Schlafstörungen zählt sind vielfältig. Dazu zählen: Hormonstörungen Älterwerden gestörte Nierenfunktion Polyurie durch Herz- oder Nierenschwäche Blasenentzündung Diabetes mellitus vergrößerte Prostata übermäßiger Genuss von Alkohol oder Koffein Einnahme von Medikamenten eine Übersäuerung des Körpers eine Reizblase eine reduzierte Blasenkapazität Im Verlaufe des Lebens schwächt die natürliche Leistung des Körpers ab. Auch die Muskelspannung lässt nach, was sich auch auf die Blasenmuskulatur. Ein junger Mensch kann daher dank starken Muskeln problemlos durchschlafen und muss morgens lediglich dringend zur Toilette. Je älter man wird, desto stärker nimmt die Muskelspannung ab. Das sorgt für häufigeren Harndrang, was die nächtliche Harninkontinenz fördern kann. nach oben Harninkontinenz vorbeugen Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 1: Gesunde Ernährung Unterstützen Sie Ihre Nieren mit frischer, gesunder Kost: Viel Obst, Gemüse und pflanzliche Öle wie frisches Olivenöl senken das Nierenrisiko. Pro Tag fließen nämlich fünf bis sechs Liter Blut, also der gesamte Bluthaushalt etwa 300 Mal durch die Nieren. Die Nieren filtern täglich etwa 1700 Liter Blut. Viele Arzneimittel gehen auf die Nieren. Wenn Sie Medikamente nehmen, sollte Ihr Arzt einen kritischen Blick auf die Medikationsdosis werfen. Vor allem Schmerztabletten und Entzündungshemmer mit Wirkstoffen wie Diclofenac oder Ibuprofen sind problematisch. Auch eine richtig eingestellte Dosis von Medikamenten beugt Blasenschwäche und Harninkontinenz vor. Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 2: Untersuchen lassen Wenn die oben genannten Symptome plötzlich bei Ihnen auftreten, empfehlen wir einen Arztbesuch. Wichtig ist, dass Sie sich von einem fachkundigen Arzt untersuchen lassen. Obwohl häufiger Harndrang und Nykturie an sich nicht bedrohlich sind, sind die Symptome nicht immer harmlos und können auf eine andere Krankheit als bloße Harninkontinenz hindeuten. Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 3: Lassen Sie Wassertabletten weg Wasseransammlungen in den Beinen oder im Oberbauch sind ungesund und unschön. Wasser, dass nicht mehr auf eine natürliche Art und Weise ausgeschieden wird, belastet die Gesundheit - weshalb Menschen zu Wassertabletten greifen. Wenn Sie die Tabletten aber am späten Nachmittag oder spätabends einnehmen, kann sich das negativ auf die Nykturie auswirken, weil Sie wegen der Wirkung der Tabletten nachts aufwachen. Harninkontinenz vorbeugen - Tipp 4: Wasserlassen - neurologisches oder psychisches Problem? Wenn dem nächtlichen Harndrang eine Krankheit, zum Beispiel eine Blasenentzündung, Polyurie oder eine Reizblase zugrunde liegen, behandelt der Arzt die Ursachen meist mit Antibiotika. Der Arzt kann ebenso mit einem Blutzuckerspiegeltest feststellen, ob Diabetes ein Grund für den verstärkten Harndrang ist. Wenn die Überprüfung körperlicher Symptome nicht weiterhilft, können neurologische oder psychische Ursachen vorliegen. In diesem Fall hilft Blasentraining: Gehen Sie nicht immer gleich zur Toilette, wenn die Blase drückt, sondern halten Sie einige Minuten stand. Diese Übung stärkt die involvierten Muskeln und Sie gewöhnen die Blase an größere Harnmengen, so dass er Drang erst später einsetzt. Das ist eine gezielte Übung um einer eventuell vorhandenen Harninkontinenz entgegenzuwirken. nach oben pixabay - Belova59 Schlussfolgerung: Harninkontinenz muss nicht einschränken Polyurie kann auf eine Störung im Ausscheidungssystem hindeuten. Die Harnblase ist ein Teil eines hochkomplexen Organsystems, das uns täglich gesund hält. Wenn eine Störung vorliegt, kann das für Betroffene unangenehm sein und auf weitere Probleme hindeuten. Zudem kann der häufige Harndrang das Sozialleben Betroffener einschränken. Aber auch nachts kann die Harninkontinenz einem Patienten das Leben schwer machen: Nächtlicher Harndrang wirkt sich auf längere Zeit negativ auf die Nachtruhe und die Psyche aus. Eine richtige Diagnose und sanfte Therapien können einer Harninkontinenz entgegenwirken und Sie gesund halten. Und mit den richtigen Inkontinenz-Produkten gewinnen Sie Lebensqualität zurück. Im Hilfsmittelprofi-Shop finden Sie eine große Anzahl an passenden Inkontinenz-Produkten.

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  • Ursache und Therapie: Inkontinenz erkennen und richtig behandeln

    Für viele Betroffene ist Inkontinenz ein mit starken Schamgefühlen verbundenes Tabuthema. Wenn sich Darm oder die Blase plötzlich und unkontrolliert entleeren, stellt sich oft ein Gefühl der Hilflosigkeit ein. Inhalt: Was ist Inkontinenz? Inkontinenz - Der körperliche Kontrollverlust: Ein Tabuthema Ursachen und Formen von Inkontinenz Anatomie der Entleerungsorgane Ursachen für Harninkontinenz Ursachen und Formen von Stuhlinkontinenz Therapieformen bei Inkontinenz Schlussfolgerung: Inkontinenz fest im Griff Was ist Inkontinenz? Als Inkontinenz bezeichnen Ärzte das Unvermögen, Körperausscheidungen wie Kot, Wind oder Urin willentlich zurückzuhalten. Dieser Artikel erklärt Ihnen die unterschiedlichen Ursachen sowie Arten der Inkontinenz und gibt Aufschluss über passende Therapieformen - lesen Sie alles Wichtige über die Volkskrankheit Inkontinenz. Finden Sie jetzt im Hilfsmittelprofi Shop geeignete Produkte bei Inkontinenz. nach oben Inkontinenz - Der körperliche Kontrollverlust: Ein Tabuthema Für Betroffene ist die Inkontinenz in der Regel nicht nur ein körperliches Problem, sondern bringt zusätzlich starke psychische Belastungen mit sich. Denn bereits als kleine Kinder lernen wir, unsere Ausscheidungen bewusst zu kontrollieren und Stuhlgang oder Urin zurückzuhalten. Wenn uns diese Fähigkeiten im Alter abhandenkommen, fühlen wir uns machtlos und schämen uns, das Thema Inkontinenz überhaupt anzugehen. pixabay - geralt Das große Problem: Niemand möchte darüber sprechen. Inkontinenz ist ein Thema, das aufgrund von Schamgefühlen nicht oder nur äußerst ungern mit dem Hausarzt oder einem Experten besprochen wird. Dabei ist die Krankheit in Deutschland weit verbreitet: Schätzungen zufolge sind etwa fünf bis acht Millionen Menschen von einer Form der Inkontinenz betroffen. Weltweit sollen es 50 bis 200 Millionen Menschen sein. Genaue statistische Auswertungen liegen nur wenige vor, da viele Betroffene gar nicht in diesen Statistiken erfasst sind. Die einzigen halbwegs verlässlichen Zahlen liefern die Angaben großer Hersteller von Inkontinenzhilfsmitteln. Es ist wenig überraschend, dass der Großteil der Betroffenen älter als 60 Jahre alt ist. Bei den über 80-jährigen leiden sogar bis zu 80 Prozent unter einer behandlungs- oder versorgungsbedürftigen Inkontinenz. Wussten Sie, dass dies einer der häufigsten Gründe für die Einweisung ins Pflegeheim ist? Tipp 1: Sie sind der Inkontinenz nicht hilflos ausgeliefert! Bewährt hat sich vor allem bei Harninkontinenz ein Zeitplan für die Toilettengänge. Dabei trinken die Patienten alle zwei bis drei Stunden und gehen 30 Minuten später auf das WC - selbst wenn gerade kein Harndrang vorliegt. Anfangs in kurzen Abständen, nach und nach verlängern sie die Zeiträume. In einem Miktionstagebuch, einer Art Logbuch für die Urinkontrolle, erfassen sie die Häufigkeit der Toilettenbesuche und die abgegangene Harnmenge.  nach oben Ursachen und Formen von Inkontinenz Wir unterscheiden zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Ursachen für Inkontinenz sind vielfältig, und fast immer liegt eine Störung des muskulären Ausscheidungssystems vor: Eine Schwäche der Blasen-, Schließ- und Beckenbodenmuskulatur (beziehungsweise Verschlussapparats des Afters bei der Stuhlinkontinenz), oder eine Störung der Muskelfunktionen aufgrund beschädigter Nerven und den verbundenen Zentren in Gehirn und Rückenmark. Das kann aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems geschehen oder biologische Ursachen haben. Merke: Es existieren auch sogenannte "allgemeine Ursachen". Unter diese fallen Medikamente wie Diuretika, Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol. Sie können eine bereits bestehende Harninkontinenz fördern. Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, häufig aufs WC zu müssen, aber nur geringe Mengen Urin "tröpfeln", liegt keine Inkontinenz, sondern eher ein Harnwegsinfekt vor. Das äußert sich häufig durch ein Brennen in der Harnröhre, besonders gegen Ende des Wasserlassens. nach oben Anatomie der Entleerungsorgane Wenn Sie die menschliche Anatomie betrachten, stellen Sie fest, dass die Harnblase von zwei Muskeln – dem Blasen- und dem Schließmuskel – unterstützt wird. Sie erfüllt zwei Funktionen: Sie speichert Urin und entleert ihn zum gewünschten Zeitpunkt. Den Vorgang können Sie sich folgendermaßen vorstellen:  1. Speichern Während dem Sammeln von Urin ist der Blasenmuskel entspannt. Die Blase dehnt sich aus und füllt sich nach und nach. Der Schließmuskel ist angespannt, damit der Urin nicht abfließt. 2. Entleeren Beim Gang auf die Toilette zieht sich der Blasenmuskel zusammen. Gleichzeitig erschlaffen die Beckenbodenmuskulatur und der Schließmuskel, was zum Abfluss des Urins durch die Harnröhre führt. Ist dieser Vorgang aufgrund einer Erkrankung oder sonstigen Einflüssen eingeschränkt, entsteht eine Form der Inkontinenz. Produkte für Inkontinenz gesucht? Hier klicken. nach oben Ursachen für Harninkontinenz Wie der nächste Textabschnitt zeigt, haben die fünf Arten der Harninkontinenz unterschiedliche Gründe. 1. Die Belastungsinkontinenz Diese Form beschreibt die willkürliche Ausscheidung von Urin bei Belastung und ist die am weitest verbreitete Art der Inkontinenz. Bei der Stressinkontinenz, auch Belastungsinkontinenz genannt, verlieren Betroffene kleine Mengen an Urin bei Tätigkeiten, die den Druck auf den Bauchraum erhöhen. Seien es: Lachen Niesen Husten Gymnastik oder Treppen steigen Grund ist ein geschädigter Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Frauen leiden deutlich häufiger unter dieser Form der Inkontinenz als Männer, denn Frauen haben ein breiteres Becken und eine schwächere Beckenbodenmuskulatur. Zudem hat der weibliche Beckenboden drei Öffnungen (für Harnröhre, Scheide und Darm), während der Mann nur über zwei verfügt.  Vor allem Schwangerschaften und Geburten belasten den Beckenboden. Es kommt häufig vor, dass während der letzten Schwangerschaftswochen und nach der Geburt aufgrund der Strapazen Inkontinenz auftritt. Der dritte Grund, warum Frauen häufiger inkontinent sind als Männer, sind hormonelle Veränderungen. Das Bindegewebe gibt nach, Beckenorgane sinken ab und lösen eine Inkontinenz aus. Bei Männern ist das Risiko einer Inkontinenz nach Prostataoperationen hoch. Wenn die Prostata komplett entfernt wird, kann der eigentlich intakte Schließmuskel absenken und schwächeln. Das äußert sich durch ständiges Träufeln und kommt dadurch zustande, dass der Patient die Blase nicht richtig entleeren kann, obwohl sie voll ist. Risikofaktoren wie Operationen oder Unfälle können das Gewebe strapazieren und schwächen. Auch Nervenreizungen oder -verletzungen im Beckenbereich kommen vor, was unter Umständen dazu führen kann, dass die Muskeln nicht mehr richtig funktionieren. Allgemeine Faktoren wie chronischer Husten Übergewicht und mangelnde Bewegung schlecht trainierter Beckenboden können das Risiko an Inkontinenz zu erkranken steigern. 2. Die Dranginkontinenz Die Dranginkontinenz (Urge - Inkontinenz) zeigt andere Symptome. Es tritt starker Harndrang auf, der sich nicht unterdrücken lässt: Plötzlich kommt es zu schwallartigem Urinabgang.  Meist ist dieses Verhalten an Auslöser gekoppelt, zum Beispiel fließendes Wasser, Hände in warmes Wasser tauchen, Aufregung. Die Dranginkontinenz kann auch bei Harnblasensteinen, Demenz oder nach einem Schlaganfall auftreten.  Das Problem ist eine Störung der Signalübertragung zwischen Blase und Gehirn, beziehungsweise dem Rückenmark: Fälschlicherweise kommt es zum Signal "Blase voll", was die Dringlichkeit des plötzlichen Harndrangs erklärt. Mögliche Ursachen dieser Form der Inkontinenz sind: Operationen, wenn sie Nervenreizungen auslösen Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer Ständige Reizungen der Blase (Blasenentzündungen) Diabetes Psychische Ursachen, wie Stress oder Trauma Tipp: Eine neuere Therapieform bei Dranginkontinenz ist Taping. Klebebänder werden am unteren Bereich der Wirbelsäule angeklebt. Diese sollen den Harndrang vermindern - allerdings ist die Methode noch nicht umfassend erforscht. pixabay - Zorro4 3. Extraurethrale Inkontinenz Bei dieser seltenen Form der Blasenschwäche sucht sich der Urin einen Weg außerhalb der Harnröhre nach außen. Verantwortlich dafür sind Fisteln, röhrenartige Kanäle im Innern des Körpers. Diese Art kommt eher bei Frauen vor: Der Harnblasenschließmuskel, der für die Steuerung der Entleerung zuständig ist, wird umgangen. So kommt es zu dauerhaftem Urinabfluss über die Fisteln, obwohl die Blase weiterhin normal funktioniert. Willentlich kann dieser Urinabgang nicht vermieden werden. Ursachen können Geburten, Operationen, Strahlentherapie oder Verletzungen im Unterleib sein. Für die Heilung dieser Form der Inkontinenz muss ein Arzt die Fisteln operativ entfernen. 4. Die Überlaufinkontinenz Betroffene verspüren starken Harndrang und haben eine volle Harnblase. Trotzdem können sie ihre Blase nicht voll entleeren und der Urin tröpfelt dauernd. Die körperliche Ursache ist ein Abflusshindernis am Blasenausgang, beispielsweise ein großes Prostataadenom, Tumore, hochgradige Harnröhrenverengungen oder große Harnblasensteine. Die Blase ist quasi immer gefüllt und dehnt den Harnblasenmuskel. Aufgrund dieser anhaltenden Dehnung ermüdet der Blasenmuskel und der Urin tropft ständig aus der Harnröhre. Merke: Der Rest-Urin in der Blase kann Infektionen und Nierenschäden aufgrund eines möglichen Rückstaus verursachen.  5. Die Reflexinkontinenz Die Reflexinkontinenz ist eine selten auftretende Form der Inkontinenz, bei der die Betroffenen keinen Harndrang mehr spüren. Die Entleerung wird nicht mehr willentlich gesteuert, sondern geschieht als Reflex des Körpers. Dem Harnblasenmuskel fehlt die Steuerung des zentralen Nervensystems. Ursache ist der Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Störungen der Nerven, die die Blase steuern. Das kann zwei Ursachen haben: Rückenmarkschädigung: beispielsweise bei einer Querschnittslähmung Erkrankungen des Gehirns, unter anderem Alzheimer, Parkinson oder Schlaganfälle Problematisch ist dabei, dass die Nieren möglicherweise Schaden nehmen können. Die Blase wird nicht vollständig entleert, was einen Rückstau in die oberen Harnwege zur Folge hat.  nach oben Ursachen und Formen der Stuhlinkontinenz Genauso wie Harninkontinenz, kann auch Stuhlinkontinenz in verschiedenen Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Typischerweise verursacht eine organische Störung, dass die Schleimhaut des Analkanals nicht mehr richtig gespürt wird - so kann der Mensch den Stuhlgang nicht mehr richtig kontrollieren. Verletzungen, die nach Geburten oder Operationen auftreten, können zu Funktionsstörungen des Schließmuskels führen, respektive die Nervenwahrnehmung beeinträchtigen. Weitere Ursachen für die Inkontinenz sind beispielsweise: Hämorrhoiden ein Vorstülpen der Darmschleimhaut muskuläre Störungen: eine schwache Beckenbodenmuskulatur Ein Vorfall im Mast- oder Enddarm: Fisteln, die den Schließmuskel zerstören  chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn Tumore im Bereich des Enddarms. Darmträgheit und Verstopfung: Durch den fest sitzenden Stuhl entsteht eine Blockade, an der nur wässriger Stuhl passieren kann. Medikamente, auch Antidepressiva und Abführmittel   Stuhlinkontinenz im Alter Ältere Menschen zeigen oft Symptome der neurogenen Stuhlinkontinenz. Ihr liegen Störungen im Gehirn oder Rückenmark zugrunde. Die Patienten können ihren Stuhlgang nicht mehr bewusst kontrollieren. Das kann etwa nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung wie Multiple Sklerose geschehen. nach oben Therapieformen bei Inkontinenz Die verschiedenen Formen der Inkontinenz müssen unterschiedlich behandelt werden. Glücklicherweise können Mediziner inzwischen aus einer Fülle an wirksamen Behandlungsmöglichkeiten auswählen. Wenn keine Operation nötig ist, ist die erste richtige Maßnahme für die Heilung der Stressinkontinenz immer die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Spezielles Beckenbodentraining und krankengymnastische Übungen stärken die Muskulatur und fördern so den Heilungsprozess. Unterstützend wirken auch Bioresonanz-Therapie oder Elektrostimulation. Ein Kontinenz- und Blasentraining hilft, die Kontrolle über die Harnblase zurückzubekommen. Die Betroffenen versuchen selbstständig, die Abstände zwischen den Toilettengängen zu verlängern: So wird die Blase trainiert, mehr Urin aufzunehmen. Oftmals werden die Fortschritte in einem Miktionsprotokoll aufgezeichnet. In vielen Fällen helfen parallel zum Training verabreichte Medikamente. Wenn die Inkontinenz hormonell bedingt ist, setzen Ärzte bei Frauen Östrogene ein. Operativ werden Patienten mit Inkontinenz künstliche Schließmuskel oder Kunstnetze / Schlingen um die Harnröhre eingesetzt. Therapie der Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) Die Dranginkontinenz wird vor allem medikamentös behandelt: Anticholinergika enthalten Wirkstoffe wie Oxybutynin oder Trospiumchlorid, welche die Überaktivität der Harnblasenmuskulatur hemmen. Auch Botulinumtoxin, das Gift des Bakteriums Clostridium botulinum kann bei der Therapie unterstützend wirken. Spezielle Zentren bieten diese Therapieform an, bei der das Gift in den Harnblasenmuskel gespritzt wird. Wenn die medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Therapieerfolg zeigt, kann es auch helfen, Neuromodulatoren in der Nähe des Rückenmarks einzusetzen. Therapie der Stuhlinkontinenz Wie bei der Harninkontinenz ist es auch bei der Stuhlinkontinenz wichtig, zu wissen, um welche Art der Inkontinenz es sich handelt. So kann der Therapeut die richtige Behandlungsform empfehlen.  In manchen Fällen sind Medikamente in Kombination mit einer Spülung des Dickdarms einmal pro Tag hilfreich, andere Probleme werden erfolgreich operiert. Ein Arzt kann Sie beraten. Durchaus sinnvoll ist ein Toilettentrainings-Protokoll. Dabei konzentriert sich der Patient etwa 30 Minuten nach einer eingenommenen Mahlzeit auf den Stuhlgang und versucht, die Entleerung ohne ein allzu starkes Pressen herbeizuführen. Der regelmäßige Plan in Kombination mit dem Protokoll hilft einigen Menschen, die Körperfunktionen besser zu steuern nach oben Schlussfolgerung: Inkontinenz fest im Griff Unser Unterleib ist ein kompliziertes und abgestimmtes System aus Beckenbodenmuskulatur, Blasenmuskel, Schließmuskeln und der Steuerzentrale im zentralen Nervensystem. Wenn dieses durcheinander gerät, kann Inkontinenz die Folge sein. Es existieren unterschiedliche Formen von Harn- und Stuhlinkontinenz, die verschiedene Symptome zeigen und entsprechend behandelt werden müssen. Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, nicht nur im Alter. Wenn Sie die zur Verfügung gestellten Zahlen betrachten und sie mit der Altersstruktur bei uns vergleichen, stellen Sie fest, dass die Zahl der von Inkontinenz betroffenen Menschen steigt. Unser Artikel zeigt auf, dass sich Betroffene oder Angehörige keinesfalls Schämen und bei auftretenden Symptomen umgehend eine Fachperson zu Rate ziehen sollten. Unterschiedliche Therapieformen können rasch Abhilfe schaffen und die Lebensqualität nachhaltig erhöhen. Besuchen Sie jetzt unseren Shop und finden Sie die besten Produkte bei Inkontinenz.

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  • Trinknahrung für Diabetiker - die gesunde Ergänzung

    Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, leiden oft auch an Mangelerscheinungen von bestimmten Nahrungsinhaltsstoffen. Besonders häufig fehlt es an Omega-3 Fettsäuren, Ballaststoffen, Zink, Chrom und Magnesium, sowie Antioxidantien und Mikronährstoffen.   Daher ist es besonders wichtig eine optimale Versorgung mit den notwendigen Nahrungsinhaltsstoffen zu gewährleisten. Trinknahrungen für Diabetiker können helfen, dem Körper die lebenswichtigen Nährstoffe zuzuführen. Was ist Diabetes Diabetes mellitus, besser bekannt unter dem Namen Zuckerkrankheit, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung und tritt in der heutigen Zeit immer häufiger auf. Diabetes beschreibt den Zustand, wenn der Blutzuckerspiegel im Körper zu hoch ist.   pixabay - Tumisu Insulin Bei Insulin handelt es sich um ein lebenswichtiges Hormon, welches von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist eines der Hormone, die dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, indem es das Blut von Glukose reinigt und ihm hilft in die Zellen einzudringen. Der Blutzuckerspiegel ist ein wichtiger Brennstoff für die Zellen, daher ist es wichtig, dass das Insulin in ausreichender Menge vorhanden ist und richtig im Körper fungiert. Sowohl ein niedriger als auch ein zu hoher Blutzuckerspiegel stellen eine Gefahr für den Körper dar. Formen der Diabetes Es gibt verschiedene Arten von Diabetes, die beiden Haupttypen sind jedoch Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Beide sind gefährlich und können unbehandelt aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels das Herz, die Augen, die Füße und die Nieren schwer schädigen. Diabetes Typ I Bei dem selteneren Typ I Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zu wenig oder gar kein Insulin mehr. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die eigentlich für die Insulin Produktion verantwortlich sind, werden beim Typ I von den körpereigenen Abwehrzellen zerstört. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit ein stetig zunehmender Insulinmangel. Diese Form der Diabetes entwickelt sich meist bereits im Kindes- oder Jugendalter und ist eine Autoimmunerkrankung. Diabetes Typ II Der Typ II Diabetes kommt weitaus häufiger vor und wird oftmals durch eine ungesunde Lebensweise, wie Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung oder aufgrund genetischer Vorbelastung ausgelöst. Hier kommt es zu einer verminderten Insulinwirkung. In diesem Fall ist die Bauchspeicheldrüse zwar in der Lage genügend Insulin zu produzieren, jedoch kann es seine Wirkung an den Zellen nicht richtig entfalten. Die Körperzellen können die Glukose nicht mehr richtig aufnehmen, da sie mit der Zeit unempfindlich gegenüber Insulin werden (Insulinresistenz). Infolgedessen verbleibt mehr Zucker im Blut und die Bauchspeicheldrüse ist gezwungen mehr Insulin zu produzieren. Wenn sie durch die andauernde Überproduktion erschöpft ist, kommt es zum Insulinmangel und somit zur Entwicklung eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. Ernährung bei Diabetes Um eine Unterzuckerung und Komplikationen bei Diabetes zu vermeiden, ist es wichtig optimale Stoffwechselwerte zu erreichen und diese auch aufrechtzuerhalten. Dabei muss der Blutzuckerspiegel im normalen Bereich oder zumindest so nah wie möglich am Normwert liegen.   pixabay - silviarita   Die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes stellen kohlenhydrathaltige Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, frisches Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte, Reis und Nudeln.   Neben der Änderung des Lebensstils und der eventuellen Einnahme von Medikamenten, müssen Menschen mit Diabetes auf ihren Blutzuckerspiegel und die Lebensmittel achten, die sie jeden Tag essen. Eine gute Option für eine schnelle, diabetische Mahlzeit für unterwegs oder zwischendurch, bietet eine Trinknahrung für Diabetiker. Natürlich ist eine gesunde Ernährung mit Vollwertkost immer am besten, aber Flüssignahrung ist eine gute Alternative, wenn eine gesunde Mahlzeit nicht infrage kommt. Trinknahrung für Diabetiker Eigens für Diabetiker entwickelte Trinknahrung, unterstützt die Patienten den Blutzuckerspiegel im Normbereich zu halten und ist speziell auf den Stoffwechsel von an Diabetes erkrankten Personen abgestimmt.   Zudem sichert sie den Energie- und Nährstoffbedarf und stellt eine Ergänzung zur herkömmlichen Nahrung dar. Trinknahrung für Diabetiker ist laktosearm, glutenfrei und fruktosefrei.   Die praktischen und wiederverschließbaren Trinkflaschen können bei Raumtemperatur gelagert werden. Angebrochene Flaschen müssen im Kühlschrank aufbewahrt und sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.   Die Inhaltsstoffe der diabetischen Trinknahrung tragen dazu bei, die Insulinsensitivität zu erhöhen und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Zudem ist die Zusammensetzung auf konkrete Krankheitsbilder, wie etwa Morbus Crohn, Mangelernährung und Verdauungsprobleme zugeschnitten. Diben Trink-Ergänzungsnahrung für Diabetiker Die Diben Trink-Ergänzungsnahrung ist speziell für Diabetiker, Patienten mit erhöhtem Eiweißbedarf und Personen mit gestörter Glukosetoleranz geeignet. Der Drink wird auch bei Anorexie, Mangelernährung, bei erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf, sowie in der Rekonvaleszenz ergänzend eingenommen. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Waldfrucht, Vanille und Cappuccino sorgen zudem für Abwechslung.     Diese Trink-Ergänzungsnahrung ist besonders hochkalorisch und eiweißreich, hat einen niedrigen glykämischen Index, ist reich an Chrom, Vitamin C, Vitamin E, ß-Carotin und Flavonoiden, außerdem ist es reich an Ballaststoffen.   Drei dieser Drinks mit 200 ml, decken bereits die empfohlene Tagesdosis eines Erwachsenen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Nährstoffe pro 100 ml: Energie 150 kcal 1,1 BE Protein 20 % 7,5 g Fett 42 % 7,0 g Kohlenhydrate 35 % 13,1 g Ballaststoffe 3 % 2,0 g Wasser 79 ml   Die Zusammensetzung an ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen helfen den Darm zu regulieren und fördern eine gesunde Darmflora. Dies beugt Verdauungsproblemen, wie Durchfall und Verstopfungen vor. Ebenso werden das Herz, die Blutgefäße und das Immunsystem dank der ausgewogenen Fettsäuremuster geschützt.   Aufgrund der Kaloriendichte eignet sich der Diben Drink besonders für Patienten mit Mangelernährung und Personen in einer gesundheitlichen Aufbauphase. Quellenangaben: Gesundheit Medicalforum

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  • Aufbaunahrung für Senioren und bei erhöhtem Nährstoffbedarf

    Viele Menschen essen weniger, wenn sie älter werden und können durch die täglichen Mahlzeiten den notwendigen Nährstoffbedarf nicht mehr ausreichend decken. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen ist eine ergänzende Einnahme von Aufbaunahrung sinnvoll. Aufbaunahrung liefert dem Körper durch die gezielte Nährstoffzufuhr Energie, unterstützt bei der Regeneration und versorgt ihn mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen. Die Trinkfertige Aufbaunahrung dient somit im Idealfall dem Erhalt des Ernährungszustandes oder hilft diesen verbessern.   pixabay - truthseeker08 Für wen ist eine Aufbaunahrung geeignet Generell wird Aufbaunahrung als eine ergänzende Ernährung bei Mangelerscheinungen und zur Gewichtszunahme verabreicht. Hauptsächlich sind Senioren betroffen, die nicht mehr in der Lage sind, durch die konventionelle Ernährung die notwendigen Nährstoffe zu sich zu nehmen. Jedoch tritt eine Mangelernährung auch bei jüngeren Personen auf. Die Auslöser können verschiedener Natur sein und reichen von krankheitsbedingter Appetitlosigkeit, Stoffwechsel- und Darmerkrankungen über Diabetes, Muskelschwund, Krebserkrankungen und Schlaganfall bis hin zu Untergewicht und Essstörungen. In welchem Fall ist eine Aufbaukost sinnvoll Während gesunde Menschen notwendige Nährstoffe über die täglichen Mahlzeiten beziehen, kann es für kranke Personen oder Personen, für die eine normale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, problematisch werden. Ist ein erhöhter Nährstoffbedarf gegeben, etwa bei konsumierenden Krankheiten oder während der Rekonvaleszenz, kann eine ergänzende Aufbaunahrung die ausreichende Energiezufuhr sicherstellen. In erster Linie wird Aufbaunahrung bei folgenden Problemen oder Krankheiten eingesetzt: Unverträglichkeit von Kuhmilcheiweiß Appetitlosigkeit Glutenunverträglichkeit Mangelernährung Darmerkrankungen, wie etwa Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Diabetes Gewichtsverlust Essstörungen Demenz oder Alzheimer Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse Rekonvaleszenz Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz Nach chirurgischen Eingriffen Bei Schlaganfallpatienten Bei Schluckbeschwerden Gicht Tumorerkrankungen Infektionen, Aids Erkrankungen der Leber Muskelschwund, Multiple Sklerose Stoffwechselerkrankungen Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Produkten, welche bedarfsgerecht an die jeweiligen Nährstoffmängel angepasst sind. So unterstützen spezielle Trinknahrungen individuell entweder durch mehr Ballaststoffe oder durch zusätzliches Eiweiß die zahlreichen Ernährungslücken. Aufgrund der unterschiedlichen Dichte an Energie, Ballaststoffen und Nährstoffen der einzelnen Produkte, kann die Aufbaunahrung gezielt bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt werden. Welche Vorteile hat die Aufbaunahrung In einem kleinen Fläschchen von 200 ml sind alle wichtigen Nährstoffe komprimiert, die der Körper braucht. Die Aufbaunahrung dient als wichtige Energiequelle, sorgt aufgrund der Kohlenhydrate für einen ausgeglichenen Energiehaushalt und hilft mit den hochwertigen Eiweißen beim Muskelaufbau. Auch die Immunabwehr wird durch die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe gestärkt. Aufbaunahrung enthält alles was der Körper für eine schnelle Genesung benötigt. Ist reich an Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitaminen und Mineralstoffen.       Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch und proteinreich, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. Sowohl glutenfrei als auch laktosefrei erhältlich. Kann sowohl als Ergänzung zu den täglichen Mahlzeiten als auch vorübergehend als vollständiger Ersatz der Nahrung verwendet werden. In verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, pikant fruchtig und neutral) erhältlich. Auch für Personen mit Kau- und Schluckbeschwerden geeignet. Die Aufbaunahrung ist hochkalorisch, so kann eine rasche Gewichtszunahme erzielt werden. In verschiedenen Formen erhältlich, als Drink, in Pulverform und als Pudding. Die praktischen Fläschchen sind einfach in der Handhabung und somit auch für unterwegs gut geeignet. Auch das Aufbaupulver lässt sich schnell und einfach zubereiten. Die Aufbaunahrung bietet bei sachgerechter Lagerung eine lange Haltbarkeit. Das vielfältige Sortiment bietet Produkte für unterschiedliche Krankheitsbilder, die dem Körper genau die Nährstoffe liefern, die er benötigt. Die Aufbaunahrung wird in flüssiger Form eingenommen und hat eine cremige Konsistenz. Aufgrund der verschiedenen Geschmacksrichtungen und der sehr guten Verträglichkeit, wird die trinkfertige Aufbaukost sehr gut angenommen.   pixabay - ikkilacerda Wann ist Vorsicht geboten Fertigdrinks wie Aufbaunahrung oder Astronautennahrung können bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Medikamenten zu Wechselwirkungen führen. Da Ernährungsgetränke meist hohe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, kann es zu Nebenwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kommen. So kann etwa eine erhöhte Zufuhr von Vitamin K die Wirksamkeit von Blutverdünnern beeinflussen Um Komplikationen zu vermeiden ist es daher wichtig, sich mit dem behandelndem Arzt in Verbindung zu setzen, um eine etwaige Wechselwirkung der verschriebenen Medikamente mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln abzusprechen. Achten Sie auf eine gute Qualität der Produkte und beziehen sie die Trinknahrung ausschließlich aus Fachgeschäften oder Apotheken. Aufbaunahrung auf Rezept Ist ein Patient aus krankheitsbedingten Gründen nicht mehr in der Lage reguläre Mahlzeiten aufzunehmen, kann eine spezielle Aufbaunahrung vom Arzt verordnet werden. In diesem Fall übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine medizinische Ernährung. Oft wird eine Mangelernährung diagnostiziert, erfolgt eine ungewollte Gewichtsabnahme oder kann der notwendige Energiebedarf nicht über die normale Ernährung gedeckt werden. Der Einsatz von flüssiger Aufbaukost kann sowohl in der häuslichen Krankenpflege, als auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen erfolgen. Sprechen Sie mit Ihrem behandelndem Arzt unter welchen Voraussetzungen die Verordnung für Trinknahrung möglich ist. TIPP: Für die Verordnung von Flüssignahrung ist kein Pflegegrad notwendig, die Notwendigkeit einer medizinischen Ernährung richtet sich alleine nach dem Krankheitsbild. Aufbaudrinks zur alleinigen Ernährung oder als Nahrungsergänzung Aufbaunahrung kann sowohl als Ergänzung zur Normalkost als auch zur alleinigen Ernährung verwendet werden. Die Einnahme ist dabei vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig und wird im Idealfall vom zuständigen Arzt verordnet. Je nach Notwendigkeit der zusätzlichen Energie- und Nährstoffzufuhr dient die Trinknahrung entweder als Zwischenmahlzeit oder kann in Form von Suppen oder Cremen auch als hochkalorische Hauptmahlzeit eingenommen werden.  Aufbaunahrung - Fazit Aufbaunahrung in flüssiger Form stellt eine vollbilanzierte Nahrung dar, die alle lebensnotwendigen Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt. Zudem weist sie eine hohe Kaloriendichte und eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen auf, um die Gewichtszunahme zu ermöglichen und Mangelerscheinungen auszugleichen. Aufgrund der optimalen Portionsgrößen von 200 ml, ist sie handlich und flexibel einsetzbar. Die praktischen und wiederverschließbaren Fläschchen sind optimal für unterwegs und sichern eine schnelle und einfache Nährstoffzufuhr. Aufbaukost gibt es in einer Reihe von Geschmacksrichtungen und in verschiedenen Darreichungsformen. Die wohl bekannteste Form ist die flüssige Trinknahrung in Fläschchen, weiters gibt es sie in Pulverform zum einfachen Anrühren und als Pudding. Hochkalorische Trinknahrung ist gut sortierten Drogerien frei erhältlich, um eine hohe Qualität zu gewährleisten sollte diese jedoch nur in speziellen Fachgeschäften und Apotheken gekauft werden. Generell ist die vorherige Konsultation eines Arztes zu empfehlen, da es in manchen Fällen zu Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln kommen kann. Wird die Aufbaunahrung von einem Arzt verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.   Quellenangaben: Was essen bei KrebsKrebs und Ich  

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