Inkontinenz kann sehr belastend sein. Gerade vor Reisen oder öffentlichen Veranstaltungen überlegt man sich nur allzu gut, ob man davor etwas trinkt, um nicht unnötigerweise den Harndrang auch noch zu erhöhen. Diese Gedanken alleine schränken den Alltag beträchtlich ein und sind Belastung und Herausforderung zugleich für die betroffene Person.

Viele Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind, versuchen der Situation Herr zu werden, in dem sie weniger trinken. Dadurch wird zwar weniger Urin produziert, jedoch benötigt der eigene Körper zugleich ausreichend Flüssigkeit, um richtig funktionieren zu können. Nur so können Schadstoffe aus dem Körper gelangen. Trinkt man zu wenig, werden die Nieren durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme unterversorgt. Die Folge ist, dass sie ihre „Entgiftungsfunktion“ nicht mehr leisten können. Harnleiter, Blase und Harnröhre werden weitaus anfälliger für Infektionen.


Bei Inkontinenz das Richtige Trinken

Wichtig ist vor allem, was Sie trinken. Kaffee zum Beispiel ist einer der größten Harntreiber unter allen Getränken. Bei ihm kann man sogar von einem regelrechten „Beschleuniger“ der Inkontinenz sprechen, denn das enthaltene Koffein erhöht die Harnproduktion in den Nieren. Gleiches gilt für alle Cola-Sorten.

Auch einige Teearten wirken harntreibend. Hierzu zählen nicht nur schwarzer Tee, sondern auch grüner und manche Kräuter-Tees. Mate-, Brennnessel-, Rosmarin- und Birkenblätter-Tee sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Die im Sommer gerne genossenen Eistees, die oft auf Grün- oder Schwarztees basieren – und sowieso meist zu viel Zucker enthalten – sind bezüglich Inkontinenz auch eher kontraproduktiv. Unbedenklich ist hingegen der koffeinfreie Rooibos, denn er wirkt nicht harntreibend. Wenn dieser Tee Ihnen schmeckt, dann trinken Sie so viel Sie mögen davon.

Auch bedenklich sind alle Softdrinks. Sie sind alle kohlensäurehaltig und stark zuckerhaltig und können bei empfindlichen Personen die Blase sogar reizen. Künstliche Süßstoffe können die Blasenkontrolle beeinträchtigen. Sie sind in kalorienarmen Nahrungsmitteln und Getränken enthalten und fördern möglicherweise Entzündungen der Blase. Stark zuckerhaltig sind Cola, ähnliche Softdrinks und viele vermeintliche Fruchtsäfte.
Auch Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Alkohol ganz allgemein, ob Bier oder Wein, ist ein harntreibendes Mittel. Außerdem kann er die Blase reizen, wodurch eine Inkontinenz entstehen kann. Am besten Sie trinken davon so wenig wie möglich – oder am besten gar keinen Alkohol.

Meiden Sie diese Getränke

Es gibt einige Getränke, die Inkontinenz fördern und den Harndrang verstärken. Hierzu gehören vor allem diese alltäglichen Getränke, die sie besser meiden sollten:

•    Kaffee
•    Alkohol
•    Softdrinks
•    Schwarzer Tee
•    Grüner Tee

Wasser hingegen ist ideal bei Inkontinenz. Es ist nicht nur gesund und unterstützt alle Körperfunktionen, es ist zudem günstig. Das Leitungswasser in unserem Land hat eine optimale Qualität. Gerne können Sie auch Saftschorlen trinken. Achten Sie dabei aber auf das Mischverhältnis: Die Saftschorlen sollten immer aus viel Wasser und wenig Saft bestehen.