Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems, an der in Deutschland mehr als 250.000 Menschen leiden. Die Erkrankung, die umgangssprachlich auch als „Schüttellähmung“ bezeichnet wird, wurde nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der diese Art der Bewegungsstörung 1817 erstmals beschrieben hat. 

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die bestimmte Bereiche im Gehirn betrifft. In diesen Gehirnbereichen kommt es durch das Absterben von Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin, einem der wichtigsten Botenstoffe im Körper, der dabei hilft, Bewegungen zu steuern.

Parkinson 
pixabay - Gerd Altmann

Symptome von Parkinson

Parkinson lässt sich in seiner Frühphase nur schwer erkennen, da die Symptome eher unspezifisch sind und auf viele Krankheiten passen. Dennoch können Anzeichen von Parkinson schon Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten. Solche Parkinson-Frühsymptome sind:

  •         REM-Schlaf-Verhaltensstörung
  •         Geruchssinn ist vermindert oder fällt komplett aus (Hyposmie/Anosmie)
  •         Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  •         die Arme schwingen vermindert beim Gehen mit
  •         Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen etc. dauern länger als früher
  •         Verstopfung
  •         Sehstörungen
  •         die Handschrift wirkt verkrampft
  •         Depressionen
  •         Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  •         Zittrigkeit
  •         der Patient zieht sich zurück und vernachlässigt seine Hobbies

 

Die Krankheit entwickelt sich schleichend. Oft fallen die Symptome daher eher Angehörigen und Freunden auf als dem Patienten selbst. Die typischen Parkinson-Symptome treten meist zunächst nur auf einer Körperseite auf. Diese sind:

  • verlangsamte Bewegungen bis hin zu Bewegungsarmut
  • steife Muskeln
  • Muskelzittern in Ruhe
  • mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung

 

Behandlungsformen von Parkinson

Die Parkinson-Therapie wird individuell an jeden Patienten angepasst, da jeder Krankheitsverlauft anders ist und in einem unterschiedlichen Tempo fortschreitet.

Meistens wird Parkinson mit Medikamenten behandelt, wobei milde Symptome anfangs manchmal auch gar keine Therapie erfordern. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, hängt vor allem vom Alter des Patienten ab. Manchmal kann auch ein neurochirurgischer Eingriff sinnvoll sein - die sogenannte Tiefe Hirnstimulation.

Hinzu kann eine individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Parkinson-Behandlung hinzukommen. Dazu gehören zum Beispiel Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Sinnvoll ist in jedem Fall, sich in einer speziellen Parkinson-Klinik behandeln zu lassen. Eine vollständige Heilung dieser Erkrankung gibt es derzeit nicht.