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Was ist ein Blasentumor?

Ein Blasentumor bezeichnet ein gutartiges oder auch bösartiges Geschwulst im Gewebe der Harnblase. Sie ist die fünfhäufigste Krebserkrankung beim Menschen.

Oft verursacht ein Blasentumor keine Beschwerden und wird daher relativ spät entdeckt. Als erstes Anzeichen eines Blasentumors tritt meist Blut im Urin auf. Spätestens dann sollte ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden.

 

Die Blase als Organ

Die Blase ist ein ballonförmiges Organ im Becken. Als Teil des Harnsystems nimmt es den von den Nieren erzeugten Urin auf, welcher durch die Harnleiter zur Blase transportiert wird und speichert ihn. Die flexible und muskulöse Wand der Harnblase kann sich dehnen und zusammenziehen. Ist die Blase mit Urin gefüllt, ziehen sich die Muskeln zusammen und der Harn wird durch die Harnröhre aus dem Körper transportiert.

Blasentumor Krebs 

Was ist ein Blasentumor

Blasentumore sind Veränderungen, Wucherungen und Geschwülste an der Blase. Diese werden zwischen gutartigen und bösartigen Gewächsen unterschieden.

 

Gutartige Wucherungen

Ein gutartiger Tumor bildet keine Metastasen und dringt nicht in das umliegende Gewebe vor. Er gilt als geheilt, sobald dieser operativ entfernt wurde.

Es gibt verschiedene Formen von gutartigen Tumoren in der Blase, bekannt sind vor allem das Papillom, das Myom und das Fibrom.

In seltenen Fällen ist es jedoch möglich, dass sich aus einem gutartigen Papillom bösartiger Blasenkrebs entwickelt.

 

Bösartige Wucherungen

Bei bösartigen Geschwüren handelt es sich umgangssprachlich um Blasenkrebs. In diesem Fall wächst der Tumor meist in der Schleimhautschicht der Blase. Wird der Tumor größer, breitet er sich in den meisten Fällen aus und dringt in tiefere Schichten der Blase vor. Es können auch benachbarte Organe betroffen sein, wie etwa der Harnleiter, Harnröhre und das Nierenbecken.

 

Symptome bei einem Blasentumor

Rötlich oder braun verfärbter Harn und auch Blutbeimengungen beim Wasserlassen sind häufig die ersten Anzeichen für eine Veränderung der Harnblase.

Auch ein erhöhter Harndrang und leichte Inkontinenz können auftreten. Oft berichten Patienten jedoch auch von Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung, Brennen beim Wasserlassen und dass trotz des Harndranges das Urinieren nicht möglich ist.

Diese ersten Anzeichen sind eher unspezifisch und deuten nicht direkt auf einen Blasentumor hin.

Bei bösartigen Wucherungen und fortgeschrittener Erkrankung treten spezifischere Beschwerden auf, wie etwa Schmerzen der Nieren und des Unterleibes, Knochenschmerzen und vergrößerte Lymphknoten.

Auch wenn diese Symptome auftreten, bedeutet dies nicht unweigerlich an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Plötzlich auftretende und länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch immer von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden.

Blasentumor Onkologie

 

Blasentumor beim Mann

Männer erkranken etwa dreimal so häufig an Blasenkrebs wie Frauen. Etwa jeder vierte männliche Krebspatient leidet unter Blasenkrebs.

 

Blasentumor bei der Frau

Frauen sind nicht so häufig vom Blasenkrebs betroffen, wie Männer, nur etwa jede zehnte an Krebs erkrankte Frau leidet unter Blasenkrebs.

 

Ursachen für Blasentumore

Es gibt verschiedene Gründe, um an Blasenkrebs zu erkranken. Die h??

-        Tabakkonsum

-        Kontakt mit krebsfördernden Chemikalien

-        Medikamente

-        Familiäre Vorerkrankungen

-        Chronische Blasenentzündungen

-        Alter

Tabakkonsum

Studien haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen auf Tabakkonsum zurückzuführen sind.

Kontakt mit krebsfördernden Stoffen

Besonders im beruflichen Alltag kamen Arbeiter früher oft in Kontakt mit chemischen Substanzen, die als krebserregend eingestuft wurden. Vor allem im Bereich der Textilverarbeitung, der Gummiindustrie und der Pharmazie kamen Chemikalien zum Einsatz, die man auch unter dem Namen aromatische Amine kennt. Heute erfolgt die Arbeit mit solchen Stoffen nur unter Einhaltung größter Sicherheitsmaßnahmen.

Da vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu vierzig Jahre vergehen können, treten heute noch Krebserkrankungen auf, die aus früheren Arbeiten mit den Stoffen entstanden sind.

Medikamente

Medikamentenmissbrauch und häufige Einnahme von Schmerzmitteln besonders der Wirkstoff Phenazetin stellt eine Gefährdung dar. Auch einige Medikamente, die in der Chemotherapie, z. B. bei Leukämie und Brustkrebs, Anwendung finden, könnten die Entstehung von Blasentumoren begünstigen.

Familiäre Vorerkrankungen

Gab es in der Familie bereits Fälle von bösartigen Veränderungen der Blase, besteht ein erhöhtes Risiko ebenfalls an Blasenkrebs zu erkranken. Es wurde auch beobachtet, dass das Alter der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. Je jünger der Familienangehörige bei der Erkrankung war, desto höher ist das Risiko für den Nachkommen. In diesem Fall ist eine regelmäßige Voruntersuchung empfehlenswert, um frühzeitig Tumore entdecken zu können.

Chronische Blasenentzündungen

Auch immer wieder kehrende Blasenentzündungen können bösartigen Wucherungen in und an der Harnblase begünstigen. Chronische Harnwegsinfektionen stellen ein hohes Risiko für Blasenkrebs dar. Chronische Blasenentzündung verursacht meist vorübergehende Inkontinenz, mit verschiedenen Inkontinenz Hilfsmitteln kann die Hygiene während der Erkrankung erleichtert werden.

Alter

Auch das Alter spielt beim Auftreten eines Blasentumors eine große Rolle, so sind vor allem Personen im 60. – 75. Lebensjahr betroffen.

 

Wie kann ich Blasenkrebs vorbeugen

-        Schränken Sie Ihren Tabakkonsum ein oder hören Sie ganz auf zu Rauchen.

-        Treffen Sie im Umgang mit chemischen Stoffen größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen.

-        Nehmen Sie Medikamente nur ein, wenn diese vom Arzt verschrieben wurden und halten Sie sich an die vom Mediziner empfohlene Dosierung.

-        Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, besonders wenn es in Ihrer Familie bereits Krebserkrankungen gab.

-        Suchen Sie beim Verdacht einer Blasenentzündung sofort einen Arzt auf, er wird Sie dahingehend behandeln, um einer chronischen Erkrankung entgegenzuwirken. Tragen Sie zum Schutz der Wäsche Einlagen für Inkontinenz.

-        Nehmen Sie mit fortschreitendem Alter regelmäßig den Termin zur Vorsorgeuntersuchung war, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eventuell auftretende Probleme und

-        Trinken Sie ausreichend

Blasentumor Krebszellen 

Behandlung und Prognose bei Harnblasenkrebs

Bei 75 % der Patienten wird ein Blasentumor frühzeitig entdeckt und der Tumor ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingedrungen. Bei diesem oberflächlichen Blasenkrebs stehen die Heilungschancen sehr gut.

Nach der Entfernung des Tumors, welche meist mit einer Elektroschlinge durch die Harnröhre durchgeführt wird, folgt eine Chemotherapie, die direkt in die Blase gegeben wird. Mithilfe dieser Medikamententherapie wird sichergestellt, dass alle Tumorzellen unschädlich gemacht werden und das Risiko eines Rückfalls verringert wird.

Bei muskelinvasiven Tumoren, also solchen, die bereits in das Muskelgewebe der Harnblase eingedrungen sind, muss mithilfe von Röntgenaufnahmen und Computertomographien festgestellt werden ob der Krebs Metastasen gebildet hat.

Im fortgeschrittenen Stadium wird meist chirurgisch das betroffene und umliegende Gewebe entfernt. Beim Mann erfolgt die Entfernung der kompletten Harnblase inklusive der Prostata und den Samenblasen. Bei der Frau betrifft der Eingriff die Harnblase, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke, manchmal auch Teile der Scheidenwand. Fallbezogen werden verschiedene Ableitungen des Harns aus dem Körper gebildet. In manchen Fällen kann eine Ersatzblase aus dem Dünndarm gebildet werden, weit verbreitet ist auch der künstliche Blasenausgang, der Urostoma.

Bei etwa bei 50 % aller Patienten mit einem invasiven Karzinom haben sich bereits Metastasen gebildet. Die Lebenserwartung in diesem Fall beträgt nur 5 Jahre.

 

Fazit

Der Blasentumor ist eine weltweit auftretende Erkrankung, die beim Mann dreimal so häufig auftritt als bei Frauen.

In vielen Fällen ist der Tumor gutartig und wird entfernt. Weitere Maßnahmen sind oft nicht nötig.

Wird ein bösartiger Tumor frühzeitig entdeckt und hat er noch keine Metastasen gebildet, stehen die Heilungschancen gut. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung verstirbt der Patient meist im Zeitraum von 5 Jahren.

Daher ist Vorsorge ein sehr wichtiges Thema. Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken kann durch Vorsorge und eine gesunde Lebensweise deutlich gesenkt werden.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.hilfsmittelprofi.de/

Quellenangaben:
Klinikum Uni München
Chirurgie Portal
Urologie Innsbruck